Mit der Kampagne „#NOLOGS“ versucht die Whistleblowing-Plattform Wikileaks, den Kurznachrichtendienst Twitter zu einer Änderung seiner Datenspeicherpraktiken zu bewegen.
Hintergrund ist eine Grand-Jury-Verhandlung in den USA, bei der Daten über die Nutzeraktivität einiger Netzaktivisten bei Twitter abgefragt wurden, um sie auf mögliche Kontakte zu Wikileaks zu durchsuchen. Besonders kritisch ist hierbei die Auskunft über Nicht-US-Bürger wie der isländischen Parlamentsabgeordneten Birgitta Jónsdóttir und Rop Gonggrijp.
Mit der Kampagne will Wikileaks erreichen, dass Daten über die Nutzeraktivität bei Twitter in wesentlich kleinerem Umfang angelegt und gespeichert werden, um derartige Abfragen in Zukunft zu erschweren.
Aktuell wurde ein von der American Civil Liberties Union (ACLU) unterstützter Antrag der betroffen Personen, die Herausgabe der Daten bis zu einem endgültigen Urteil zu verschieben, abgelehnt.