Facebook

  • : Video: Was Facebook über Dich weiß
    Video: Was Facebook über Dich weiß

    Die Taz hat OpenDataCity beauftragt, die Daten von Max Schrems zu visualisieren, die dieser von Facebook erstritten hat. Daraus ist dieses Video entstanden:

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    Ein Artikel erklärt den Hintergrund:

    Der Clip steht seit diesem Wochenende auf taz.de. Er macht deutlich, was sich aus diesen Daten alles lesen lässt. Es ist ein Versuch, die Dimensionen des Facebook-Speichers auszuleuchten. Es zeigt, wie sich die Wege eines Facebook-Mitglieds detailliert verfolgen lassen, wie sich daraus minutiös Tagesabläufe rekonstruieren lassen, wie viel das Netzwerk über Mail-Inhalte weiß und wie wenig es bereit ist zu vergessen. Ein Aufklärungsvideo, das illustriert, was Geheimdienste oder Werbeleute dort alles erfahren könnten. Beiden Seiten verschließt sich Facebook nicht.

    Man sollte beachten: Facebook rückt nur einen Teil der Daten raus, die das Unternehmen über einen speichert. Deshalb kann auch nicht alles visualisiert werden, was theoretisch in den Datenbanken über einen gespeichert wird.

    Hier sind Bilder, die uns freundlicherweise von OpenDataCity zur Verfügung gestellt wurden. Sie stehen unter der CC-BY-NC-ND:

    5. November 2011 50
  • : Mittwoch im BMI: Kaffeekränzchen mit Facebook zu Selbstverpflichtung
    Mittwoch im BMI: Kaffeekränzchen mit Facebook zu Selbstverpflichtung

    Am Mittwoch treffen sich im Bundesinnenministerium unser Bundesinnenminister Friedrich mit Facebook, Google, Datenschützern, Verbraucherschützern und anderen Unternehmen. Es geht um eine Selbstverpflichtung für Soziale Netzwerke, eine Art Verhaltenskodex. Ich bin ja nicht davon überzeugt, dass eine solche Selbstverpflichtung irgendwas bringen wird und ob sie das Papier überhaupt wert ist, auf dem sie verfasst wird. Aus Sicht von Facebook und Google sind solche Vereinbarungen praktisch: Die Politik ist auf lange Zeit in der Illussion verfangen, etwas getan zu haben, die Unternehmen müssen sich nicht wirklich bewegen und die Durchsetzbarkeit ist gleich Null.

    Unsere Bundesregierung könnte ja mal bei der EU-Kommission nachfragen, wie zufrieden diese mit der freiwilligen Selbstverpflichtung ist, den „Safer Social Networking Principles“, die sie mit Sozialen Netzwerken wie Facebook abgeschlossen hat, um Kinder besser zu schützen. Laut einer Meldung der EU-Kommission vom Juni diesen Jahres hatte eine Überprüfung der Selbstverpflichtung ergeben, dass sich kaum jemand wirklich daran hält.

    1. November 2011 11
  • : UANM: Expertengespräch Datenschutz im Internet
    UANM: Expertengespräch Datenschutz im Internet

    Im Unterausschuss Neue Medien wurde gestern im Bundestag im Rahmen eines Expertengesprächs über „Datensicherheit bei Facebook und anderen sozialen Netzwerken in Anbetracht einer Entschließung der Datenschutzbeauftragten der Länder und des Bundes“, kurz Datenschutz bei Facebook und Google diskutiert. Wie zu erwarten, kam dabei nichts Neues heraus. Dafür gibt es davon eine Videoaufzeichnung:

    Hier klicken, um den Inhalt von webtv.bundestag.de anzuzeigen.

    Kann man hier auch als MP4 herunterladen.

    25. Oktober 2011 6
  • : Der privatisierte öffentliche Raum
    Der privatisierte öffentliche Raum

    Planet-Interview hat mich mal vor einiger Zeit ausführlich über die Kommerzialität sozialer Netzwerke, Datenansammlungen und Pseudonyme interviewt. Das ist jetzt online: Der privatisierte öffentliche Raum.

    20. Oktober 2011
  • : Wie Facebook den Logout simuliert.
    Wie Facebook den Logout simuliert.

    Nachdem Facebook dank des Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein vor einigen Wochen in den Schlagzeilen stand und beschuldigt wurde mit dem Like-Button und seiner Trackingfähigkeit gegen deutsches Datenschutzrecht zu verstoßen, hat nun der Australier Nik Cubrilovic Interessantes herausgefunden:

    Wenn ein Facebook-Nutzer sich aus dem Netzwerk ausloggt, werden nicht alle erhaltenen Cookies gelöscht, sondern lediglich als „ausgeloggt“ markiert und mit neuen Ablaufdaten versehen. Beim Aufruf einer Seite, die Facebook-Elemente integriert hat, werden auch Daten aus der vorherigen Facebook-Session mitgesendet.
    Das bedeutet also, dass auch nach dem Ausloggen das Surverhalten des Nutzers mit seinem Facebook-Account in Verbindung gebracht wird. Dies ist sicherlich nicht im Sinne eines Logouts. Die einzige Möglichkeit sich diesem accountgebundenen Tracking zu entziehen ist das vollständige Entfernen der erstellten Cookies.

    Facebook begründet dieses Verfahren mit Usability und Sicherheit. Nutzer müssten sich dann nicht aufwendig identifizieren, wenn sie sich von einem anderen Computer einloggen würden. Gleichzeitig wird aber an die Nutzer appelliert, dem Unternehmen zu vertrauen, und an einer Lösung gearbeitet.

    Diese Entdeckung reiht sich nahtlos in bereits bekannt gewordene Auswüchse über die Datensammelwut Facebooks ein und trägt sicher nicht dazu bei, das Unternehmen in einem weniger skeptischen Licht zu betrachten.

    Update: In seinem neuen Blogpost schreibt Cubrilovic über den Dialog, den er in den letzten zwei Tagen mit Facebook bezüglich des Logoutvorgangs geführt hat. Der fragwürdige Cookie, der die Nutzer-ID enthielt, wird von nun an beim Ausloggen gelöscht. Das Verbleiben dieses Cookies wird von Facebook auf einen Bug zurückgeführt. Übrig bleiben zwei Cookies zur Browseridentifikation, die aber angeblich nicht im Zusammenhang mit dem Account gebracht werden und ein weiterer zur Verhinderung von XSS-Attacken. Zu letzterem wartet Cubrilovic noch auf eine Antwort auf die Frage, ob dieser mit der Nutzer-ID abgeglichen würde. Zusätzlich enthalte ein weiterer Cookie einen Zeitstempel, der es Facebook erlaubt, für die Performanzevaluierung einzelne Anfragen zu identifizieren. Auch dieser Cookie könne mit der Nutzer-ID verlinkt werden, was laut Facebook aber nicht passiere.

    27. September 2011 45
  • : Erika Mann wird Facebook-Lobbyistin in Brüssel
    Erika Mann wird Facebook-Lobbyistin in Brüssel

    Facebook hat in Brüssel Erika Mann als neue Lobbyistin angeworben. Mann saß zwischen 1994–2009 für die SPD im Europaparlament und scheiterte bei der letzten Wahl am schlechten Ergebnis ihrer Partei. In letzter Zeit arbeitete sie für einen Lobbyverband der US-IT-Unternehmen in Brüssel.

    Die 60-jährige Erika Mann, von Beruf Diplom-Pädagogin, werde ab Ende Oktober das neue Brüsseler Büro leiten und als Sprecherin gegenüber den EU-Institutionen „agieren“, wie Facebook mitteilte. Mann saß von 1994 bis 2009 für die SPD im Europa-Parlament, davor führte sie eine IT-Beratungsfirma. Sie sei „seit vielen Jahren ein leuchtendes Beispiel, wenn es darum geht, den Dialog zwischen politischen Entscheidungsträgern in Europa und den USA zu verbessern“, erklärte Facebook-Manager Richard Allan. Im Europäischen Parlament sei sie bei vielen Gesetzgebungsverfahren im IT-Sektor involviert gewesen.

    Passenderweise ist ihre Ex-Mitarbeiterin Eva Maria Kirschsieper bereits die Facebook-Lobbyistin in Berlin.

    14. September 2011 11
  • : Facebook trackt irgendwie doch. Nicht. Oder so. (Sagen Sie)
    Facebook trackt irgendwie doch. Nicht. Oder so. (Sagen Sie)

    Was bisher geschah:
    Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) betont, dass Facebook-Buttons Nutzerverhalten verfolgen (tracken) und gegen deutsches Datenschutzrecht verstoßen. Es will entsprechend juristisch gegen Seiten vorgehen, die die Buttons einbinden. Facebook widerspricht und ist sich keiner Schuld bewusst, Nichtnutzer zu tracken, sondern betont, dies nicht zu tun.

    Heise stellt eine Möglichkeit vor, den Facebook‑, Google- und Twitter-Buttons so einzubinden, dass sie erst bei Benutzung die jeweiligen Server kontaktieren, und so ein Tracking von Nutzern und Nichtnutzern unterbinden, so lange der Button nicht auch tatsächlich genutzt wird.

    Facebook beschwert sich bei heise, weil dies ein Verstoß gegen die AGBs sei und droht mit der Sperrung der App-ID und einem Blacklisting der Domain von heise, so dass diese generell gar nicht mehr über Facebook empfohlen werden kann.

    Dem ULD reicht die 2‑Klick-Lösung nicht als datenschutzfreundliche Alternative, sie…

    geht zweifellos in die richtige Richtung, aber nur den halben Weg: Die Profilbildung bei Facebook lässt sich derart nicht verhindern, wenn man den Plugin nutzen möchte. Zudem setzt eine wirksame Einwilligung voraus, dass Nutzende wissen, worin sie einwilligen.

    Facebook äußett sich in einem Ausschuss genauer zur Speicherpraxis. Und zwar:

    1. Bei Nicht-Mitgliedern, die noch nie facebook.com aufgerufen haben, erhält Facebook lediglich die IP-Adresse. Nach eigenen Angaben folgt eine Prüfung, ob diese IP-Adresse aus Deutschland kommt. Sollte das der Fall sein, wird sie anonymisiert und dann erst geloggt, Adressen aus allen anderen Ländern landen unanonymisiert in den Log-Dateien.
    2. Hat ein Nicht-Mitglied bereits facebook.com besucht, dann hat es dabei ein „Data-Cookie“ platziert bekommen, dessen Inhalt beim Laden von Like-Buttons ebenfalls übertragen wird. Facebook versichert, dieses Cookie habe keine Tracking-Funktion, sondern beuge „schadhaftem Verhalten“ von Nicht-Mitgliedern vor. „Vor allem hilft uns das Cookie dabei, verdächtige Aktivitäten wie fehlgeschlagene Login-Versuche und die mehrfache Erstellung von Spam-Accounts zu erkennen“, heißt es in der Stellungnahme.
    3. Wenn ein Mitglied, ob angemeldet oder nicht, den Like-Button lädt, erhält Facebook ungleich mehr Informationen: „Wenn solch ein Seitenbesuch stattfindet, zeichnen wir einige der Informationen für eine begrenzte Zeit auf, um damit unseren Service zu verbessern. Dazu zählen: Datum, Zeit, URL und Browsertyp.“ Den Angaben von Facebook zufolge werden gemäß der Richtlinien alle diese Informationen innherhalb von 90 Tagen wieder gelöscht.

    Übersetzung: Der Like-Button trackt auch Nichtnutzer für 90 Tage Dauer – und zwar mittels eines Cookies. Die IP wird dabei nicht gespeichert, weil ja das (sehr viel aussagekräftigere, eindeutige) Cookie ausreicht, denn im Cookie werden Informationen gespeichert, die zu einer eindeutigen Identifikation ausreichen. Es sei denn, man hat noch nie Facebook.com besucht.

    Damit wird der Vorwurf des ULD ziemlich genau bestätigt. Ansonsten versichert Facebook natürlich, nichts böses mit den Daten anzustellen.

    Währenddessen sprießen überall die Facebook-Browser-Plugins aus dem Boden, die eine normale Nutzung ermöglichen, aber ein Tracking unterbinden wollen.

    8. September 2011 33
  • : Heise.de verletzt Facebook-AGB
    Heise.de verletzt Facebook-AGB

    Der Lacher des Tages kommt von Facebook. Die haben sich bei Heise.de beschwert, weil die wiederum eine Möglichkeit präsentiert haben, den Facebook-Sharebutton datenschutzfreundlich als „2‑Klick-Lösung“ in die eigene Seite einzubauen. Heise dazu: Facebook beschwert sich über datenschutzfreundlichen 2‑Klick-Button.

    „Die Art und Weise wie Heise.de den Like Button eingebaut haben, verstößt gegen unsere Platform Policies“ erklärte Tina Kulow von Facebook gegenüber heise online. In diesen Policies heißt es:

    8. You must not use or make derivative use of Facebook icons, or use terms for Facebook features and functionality, if such use could confuse users into thinking that the reference is to Facebook features or functionality.

    Frei übersetzt darf man man also Facebook-Icons nur für Facebook-Funktionen verwenden. Genau das ist bei der 2‑Klick-Lösung jedoch der Fall.

    Und nun lehnen wir uns mal zurück und sind gespannt, was Facebook unternehmen wird. Meine Wette ist: Da wird nichts kommen.

    Anstatt selber datenschutzfreundliche Lösungen anzubieten, will Facebook jetzt gegen Alternativen vorgehen. Heise hat in einem Update nochmal erklärt, womit Facebook alles droht: u.a. damit, dass sie Heise.de auf eine Blacklist setzen würden, damit keine Links mehr über Facebook verteilt werden. Abgesehen davon, dass ich nicht daran glaube, dass Facebook das tatsächlich machen wird, ist diese Drohung schon ganz schön erschreckend. Damit zeigt Facebook zumindest als Drohung, dass man notfalls seine Marktmacht einsetzen will, um gegen Kritiker vorzugehen.

    Bei DRadioWissen gibt es ein Gespräch mit Jürgen Kuri von der Computerzeitschrift c’t: „Gefällt mir“ gefällt nicht allen.

    2. September 2011 43
  • : Kommentar: Schleswig Holstein darf nicht mehr Liken
    Kommentar: Schleswig Holstein darf nicht mehr Liken

    Stellen wir uns mal vor, Paypal würde auf einmal versuchen, das US-Kuba-Embargo in deutschen Onlineshops durchzusetzen.

    Oder stellen wir uns vor, die EU käme auf die Idee, einen virtuellen Schengen-Raum zu schaffen, inklusive Grenzkontrollen auf illegale Inhalte.

    Wie wäre es damit: Wir wollen eine Leaking-Plattform betreiben, versuchen uns dafür extra in Island mit Hilfe der IMMI einen Datenfreihafen zu schaffen, und dann würde der auf einmal in Deutschland zensiert.

    19. August 2011 40
  • : Schönes Anti-Tracking Plugin für Firefox
    Schönes Anti-Tracking Plugin für Firefox

    Wie man unten sieht, habe ich mal wieder ein paar mehr Social-Media-Buttons eingebaut. Da diese Buttons sich dazu eignen, Nutzer bei ihren Bewegungen durch das Netz zu verfolgen – der Code wird immer vom Facebook/Google/Twitter-Server geladen – blockieren viele Leser sie per Browser-Plugin vollständig. Der Nachteil: WENN man dann +1en/sharen/twittern möchte, dann hat man nicht den 1‑Klick-Komfort.

    Das Fiefox-Plugin ShareMeNot soll dem Nutzer beide Wünsche erfüllen: Die Buttons werden angezeigt und funktionieren auch, aber das Tracking wird verhindert, indem die Kommunikation mit den Drittanbieter-Servern nur dann stattfindet, wenn der Nutzer den Button tatsächlich klickt. Gute Idee, so soll das sein.

    Interessanter Nebeneffekt dürfte sein, dass man dem Anbieter nicht gar kein, sondern stattdessen ein unbrauchbares Tracking-Profil bietet, weil keine Daten mehr darüber anfallen, was man sich sonst so anschaut und was einem nicht (oder nicht so gut wie etwas anderes) gefällt – denn auch diese Daten sind natürlich interessant.

    ShareMeNot ist noch in der Entwicklungsphase, hat aber schon eine Versionsnummer mit einer 1 vorne.

    29. Juli 2011 43
  • : Wir möchten nicht, dass solche Chaoten es schaffen, das öffentliche Leben lahmzulegen
    Wir möchten nicht, dass solche Chaoten es schaffen, das öffentliche Leben lahmzulegen

    Ich bin etwas irritiert. Während mir Einladungen zu CDU-Parties auf Facebook nur noch auf die Nerven gehen und ich dachte, das kurzfristige Sommerloch-Thema wäre schnell vom Tisch, zieht es wohl auf regionaler Ebene weiter seine Kreise. Das Regionalportal op-online (Wo ich auch nach vielem Klicken nicht herausfand, ob das jetzt eine Zeitung oder nur ein Portal ist) berichtet über eine Satire-Aktion von Die Partei, die einfach mal auf Facebook zum Schützenfest der CDU einlädt. Dort haben sich bisher 883 Menschen angemeldet und davon dürfte ein nicht unbedeutender Teil aus Berlin sein, der Rest sieht auch nicht gerade nach Zielgruppe aus. Und überhaupt: Wo liegt eigentlich Dietzenbach?

    12. Juli 2011 38
  • : Lobbying, Facebook-Style: Mögen Sie das? (Update)
    Lobbying, Facebook-Style: Mögen Sie das? (Update)

    Die Geschichte ist so blöd, dass man lachen will. Und sie ist so wahr, dass man weinen will. Facebook hat Anfang des Jahres eine deutsche Lobbyistin angestellt. Von der war bislang allerdings überhaupt nichts zu sehen. Auf Veranstaltungen? Weitgehend Fehlanzeige. Interviews? Keine.

    Was macht also so eine Lobbyistin, die nichts öffentlich tut? Sie hat verschiedene Bundestagsabgeordnete getroffen, soviel steht fest – mehr ist nicht bekannt.

    Aber am Dienstag war sie wieder im Bundestag und hat dort mit einer Europakollegin zusammen das gemacht, was den meisten anderen Lobbyisten peinlich wäre: Produktnachhilfe gegeben. Eine Einführung sowie Tipps und Tricks zum Thema Facebook-Pages stand auf dem Programm der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hauptsächlich für die Mitarbeiter gedacht.

    23. Juni 2011 25
  • : Facebook aktiviert automatische Gesichtserkennung
    Facebook aktiviert automatische Gesichtserkennung

    Facebook hat mal wieder ein neues Feature ausgerollt, was standardmäßig eingeschaltet ist und potentiell die eigene Privatsphäre gefährden kann. Und zwar gibt es jetzt eine automatische Gesichtserkennung. Wenn Freunde und Bekannte Fotos hochladen und der Facebook-Algorithmus der Meinung ist, eine Person erkannt zu haben, so wird das Freunden und Bekannten mitgeteilt und diese können einen dann eindeutig markieren.

    Wer das nicht möchte, kann in den Benutzerdefinierten Einstellungen der Privatsphäre den Punkt „Freunden Fotos von mir vorschlagen – Wenn ein Foto nach mir aussieht, meinen Namen vorschlagen“ ausschalten. Das macht man, indem man dort auf „Einstellungen bearbeiten“ klickt und dann auf „aktiviert“ klickt, bis dann dort „gesperrt“ steht.

    7. Juni 2011 83
  • : Burson-Marsteller im bezahlten Anti-Google-Feldzug
    Burson-Marsteller im bezahlten Anti-Google-Feldzug

    In der USA ist gerade Facebook aufgefallen, die die intenational agierende Lobbyagentur Burson-Marsteller damit beauftragt haben, eine Schmutzkampagne gegen Google durchzuführen. Dumm für beide Beteiligte ist, dass dies aufgefallen ist. Spiegel-Online hat in zwei Artikeln die Zusammenfassung: Facebook lässt Google anschwärzen / Facebook schlittert ins PR-Desaster. Lustigerweise beschreibt Wikipedia Burson-Marsteller als Experten für Krisenkommunikation.

    Originalquellen gibt es in englisch bei DailyBeast („Facebook Busted in Clumsy Smear on Google“) und USAToday („Google deflects PR firm’s attack of Gmail privacy“).

    In Deutschland agiert Burson-Marsteller seit einiger Zeit mehr oder weniger verdeckt im Auftrag von Microsoft gegen Google und hat sich mit der Initiative ICOMP ein kleines Grassroots-Astroturfing-Netzwerk aufgebaut. Spreeblick hat sich die Mühe gemacht und nochmal einige Fakten zu Icomp zusammengestellt: Auch Microsoft bezahlt Burson-Marsteller für Anti-Google-PR.

    Mehr Hintergrund zur Arbeit von Burson-Marsteller und vergleichbaren Agenturen liefert das sehr empfehlenswerte Buch Giftmüll macht schlank: Spin Doctors, PR Wizards, Medienprofis. Die Wahrheit über die Public-Relations-Industrie. (Amazon-Partnerlink) Kostet 20 Euro und beschreibt sehr detailliert, wie in den USA Lobby- und PR-Agenturen die Öffentlichkeit manipulieren und mit welchen Methoden sie gegen Aktivisten vorgehen.

    13. Mai 2011 12
  • : Facebook-Lücke gab Nutzerprofile frei
    Facebook-Lücke gab Nutzerprofile frei

    Heute ist ein weiterer guter Tag, um als Facebook-Nutzer mal darüber nachzudeneken, ob man nicht mal das eigene Passwort ändern könnte. Das sollte man natürlich regelmäßig tun, aber aus Gewohnheit machen das wahrscheinlich nur wenige. Spiegel-Online berichtet über eine Datenlücke bei Facebook, worüber Werbekunden seit 2007 auf Profile von Facebook-Nutzern zugreifen konnten und anscheinend sogar (theoretisch) in der Lage waren, Chats mitzulesen. Unklar ist hingegen, ob jemand diese Lücke aufgefallen ist (Die wohl ausnahmsweise mal kein Feature war):

    Der Grund für die ungewollte Offenheit: Versehentlich wurden den Werbetreibenden sogenannte access tokens der Anwender übertragen. Dabei handelt es sich quasi um Ersatzschlüssel für den Vollzugriff auf Profildaten der Facebook-Anwender, erklären die Symantec-Experten. Bis April hätten schätzungsweise 100.000 Facebook-Apps durch diesen Fehler Zugang zu solchen access tokens gehabt. Täglich würden rund 20 Millionen Facebook-Apps installiert. Da der Fehler zudem sei der Einführung von Facebook-Apps im Jahr 2007 besteht, ist der potentielle Schaden gewaltig – zumindest theoretisch. Die Symantec-Sicherheitsexperten Nishant Doshi und Candid Wueest bezweifeln allerdings dass überhaupt ein Schaden entstanden ist. Ihr Argument: „Glücklicherweise haben die Drittanbieter ihre Möglichkeit, auf diese Informationen zuzugreifen, wahrscheinlich gar nicht erkannt“.

    11. Mai 2011 12
  • : ZAPP: Facebook – Umgang mit Daten
    ZAPP: Facebook – Umgang mit Daten

    Die Sendung ZAPP auf NDR hat gestern über Facebook und den „Umgang mit Daten“ berichtet. Das gibts bei Youtube zu sehen:

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

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    Na, heute schon gepostet? Erstaunlich, wie viele Menschen ständig das Bedürfnis haben, banalste Erlebnisse, intimste Vorlieben oder peinliche Fotos durch das Internet an Gott und die Welt zu schicken. Nicht bei Facebook zu sein, gilt langsam schon als Makel. Und seit man sich auf dieser Internetseite verabredet, um arabische Regime zu stürzen, gilt Facebook sogar als eine Art Garant für Meinungsfreiheit. Wenn es allerdings um das eigene Unternehmen geht, dann hat man Opposition nicht so gerne. Kritiker werden massiv bekämpft. Und während Facebook vom unglaublichen Mitteilungsbedürfnis seiner Nutzer lebt, zeigt sich das Unternehmen selbst äußerst verschlossen.

    10. März 2011 24
  • : Realnamenpflicht bei Facebook
    Realnamenpflicht bei Facebook

    Der chinesische Dissident, Journalist und Blogger Michael Anti hat ein Problem: Seine Facebook-Seite wurde ihm entzogen, er hat keinen Zugriff mehr darauf. Facebook hat ihn gelöscht, weil er nicht seinen Originalnamen Zhao Jing nutzt – unter den ihn außerhalb Chinas aber kaum jemand kennt. Er war auch einer meiner Kontakte und ist nun nicht mehr auffindbar, also zumindest virtuell bei Facebook. Zhao Jing, der auch schon zur Jury der Deutsche Welle BOBS gehörte und im vergangenen Jahr als Michael Anti auf der re:publica über Meinungsfreiheit im Netz diskutiert hat, kritisiert nun öffentlich und zurecht die Policy von Facebook, nur noch Realnamen zuzulassen und damit Dissidenten zu gefährden.

    „I’m really, really angry. I can’t function using my Chinese name. Today, I found out that Zuckerberg’s dog has a Facebook account. My journalistic work and academic work is more real than a dog,“ he said.

    Seine Argumentation ist, dass er unter dem Namen Michael Anti in den vergangenen Jahren bekannt wurde und auch viel publiziert hat. Sein richtiger Name aus chinesischen Zeiten würde kaum jemand kennen. Zugleich würde aber der Hund von Mark Zuckerberg ohne Personalausweis-Namen eine Seite bekommen (Medienwirksames Zitat, aber der Hund läuft wohl als Fanseite und versößt damit nicht gegen die AGB.) Die Reaktion von Facebook ist folgende:

    Facebook said it does not comment on individual accounts, but added that it believes a „real name culture“ leads to more accountability and a safer and more trusted environment for people who use Facebook.

    Trotzdem ist das eine wichtige Diskussion, vor allem mit dem Verweis auf Dissidenten, die oft in repressiven Staaten Plattformen wie Facebook nutzen und durch die Realnamenpflicht gefährdet sind. Es ist einfach zu sagen, man solle dann einfach kein Facebook nutzen. Der Punkt ist, warum und ob Facebook es repressiven Sicherheitsapparaten so einfach machen möchte, die Opposition im Lande zu überwachen und gegebenfalls einfacher auszuschalten, wenn diese sich über Plattformen wie Facebook vernetzen und Proteste organisieren.

    9. März 2011 67
  • : NPP108: Internet & Revolutionen in arabischen Ländern
    NPP108: Internet & Revolutionen in arabischen Ländern

    Es wird wieder Zeit für mehr Netzpolitik-Podcasts, die wir hier in der nächsten Zeit veröffentlichen. Den Anfang macht ein rund 80 Minuten langes Gespräch mit dem freien Journalisten Zahi Alawi, der u.a. als Experte für die arabischen Länder für die Deutsche Welle arbeitet.

    Mit ihm hab ich mich über die Hintergründe der aktuellen Revolutionen in Tunesien und Ägypten unterhalten und darüber, welche Rolle das Internet dort gespielt hat. Einer der Gründe, warum es gerade in diesen beiden Ländern zu den ersten Revolutionen im arabischen Raum kam, war die steigende Internetnutzung, die in den vergangenen Jahren für viele (junge) Menschen erstmals Zugang zu Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt brachten. Gerade in Ägypten gab es ab spätestens 2005 eine große Zahl an politischen Bloggern. Später nutzten viele Facebook, um sich u vernetzen und zu koordinieren.

    Nach Ansicht von Zahi Alawi haben viele Machtinhaber Facebook & Co eher als Datingplattform unterschätzt und nicht gesehen, dass man sich über soziale Medien auch sehr gut vernetzen und politischen Protest organisieren kann. Die Revolutionen selbst wurden durch das Internet vorbereitet, aber während der Ereignisse spielte das Fernsehen durch Sender wie Al Jazeera eine entscheidende Rolle, um weite Teile der Bevölkerung zu informieren.

    Das alles und noch viel mehr gibt es in den 80 Minuten Podcast, der als MP3 und OGG auf dem Server liegt.

    8. März 2011 9
  • : Weltkarte der Sozialen Netzwerke 2011
    Weltkarte der Sozialen Netzwerke 2011

    Eine schöne Infokarte zum aktuellen Stand der Ausbreitung von Sozialen Netzwerken in verschiedenen Regionen der Welt hat RIA Novosti veröffentlicht: The world map of social networks.

    Während die Dominanz von Facebook und die Dominanz einzelner uns eher unbekannter Netzwerke in China, Brasilien und Russland klar sind, wundert mich zumindest die kleine Auflistung für Deutschland. Dort werden lediglich Facebook, Twitter und Xing aufgelistet, während SchülerVZ, StudiVZ und Wer kennt wen fehlen. Vor allem die ersten beiden dürften noch mehr Nutzer als Twitter in Deutschland haben. Aber das weiß man wohl in Russland nicht.

    (via)

    7. März 2011 19
  • : Sascha Lobos Guttenfake-Crowdsourcing (Update)
    Sascha Lobos Guttenfake-Crowdsourcing (Update)

    Update: Sascha Lobo hat eine Auswertung der eingegangenen Daten & Hinweise gepostet. Kurzfazit, wie bereits von Marcus Schwarz und mir „befürchtet“: Die Guttenberg-Fans sind wohl „weitgehend echt“. /Update

    Wow, Sascha* hat mit seinem Aufruf „Betrügt die Guttenberg-Seite auf Facebook mit den Fan-Zahlen?“ seit gestern bereits über 700 Kommentare eingesammelt. Klar, das Thema bewegt und lesenswert sind seine Gedanken auch:

    Schummelt irgendjemand (muss ja nicht der Seiten-Admin sein) mit der Facebook-Page “Wir wollen Guttenberg zurück”? Lasst uns versuchen, es gemeinsam herauszufinden – wie, das steht in diesem Artikel.

    Nachtrag, Freitag, 20:15 – ich habe ein Google Doc publiziert namens “Facebook Fake Finding Force”, kurz: #4F, in dem die bisherigen Erkenntnisse gesammelt werden, die in den Kommentaren und auch per Mail an mich eingetroffen sind. Kurzlink ist http://1.ly/FakeFindingForce

    Falls jemand sein Wochenende am Taschenrechner verbringen will: Viel Spaß.

    Marcus Schwarz hat sich in seinem Blog für die Rhein-Zeitung ebenfalls mit dem Thema beschäftigt:

    5. März 2011 60