Demokratie

NPP108: Internet & Revolutionen in arabischen Ländern

Es wird wieder Zeit für mehr Netzpolitik-Podcasts, die wir hier in der nächsten Zeit veröffentlichen. Den Anfang macht ein rund 80 Minuten langes Gespräch mit dem freien Journalisten Zahi Alawi, der u.a. als Experte für die arabischen Länder für die Deutsche Welle arbeitet.

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Mit ihm hab ich mich über die Hintergründe der aktuellen Revolutionen in Tunesien und Ägypten unterhalten und darüber, welche Rolle das Internet dort gespielt hat. Einer der Gründe, warum es gerade in diesen beiden Ländern zu den ersten Revolutionen im arabischen Raum kam, war die steigende Internetnutzung, die in den vergangenen Jahren für viele (junge) Menschen erstmals Zugang zu Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt brachten. Gerade in Ägypten gab es ab spätestens 2005 eine große Zahl an politischen Bloggern. Später nutzten viele Facebook, um sich u vernetzen und zu koordinieren.

Nach Ansicht von Zahi Alawi haben viele Machtinhaber Facebook & Co eher als Datingplattform unterschätzt und nicht gesehen, dass man sich über soziale Medien auch sehr gut vernetzen und politischen Protest organisieren kann. Die Revolutionen selbst wurden durch das Internet vorbereitet, aber während der Ereignisse spielte das Fernsehen durch Sender wie Al Jazeera eine entscheidende Rolle, um weite Teile der Bevölkerung zu informieren.

Das alles und noch viel mehr gibt es in den 80 Minuten Podcast, der als MP3 und OGG auf dem Server liegt.

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9 Kommentare
  1. [Hab es noch nicht gehört und weiss daher nicht, ob er was dazu sagt.]
    Das mit der Datingplattform ist nicht so weit weg. Vor allem in Saurien, aber auch in anderen arabischen Ländern wird hauptsächlich Twitter dafür benutzt und gesellschaftliche damit Restriktionen umgangen.

  2. Im RSS-Feed des Podcasts ist die Audiodatei nicht mit eingebettet. Die Folge wird deshalb von Podcatchern (zumindest von denen, die ich nutze) nicht heruntergeladen.
    Wäre schön, wenn das jemand noch ändern könnte.

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