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: Lesestoff: Aus welcher Welt schmarotzt das Handelsblatt?
: Lesestoff: Aus welcher Welt schmarotzt das Handelsblatt? Der ehemalige Handelsblatt-Redakteur Stephan Dörner beschreibt in seinem Blog, was hinter den Kulissen der Urheberrechts-Kampagne mit Artikeln wie „Mein Kopf gehört mir“ geschah sowie grundsätzliche Missverständnisse zum „geistigen Eigentum“ in der Presse:
Den Artikel zu der Kampagne habe ich damals in der Redaktionskonferenz scharf kritisiert, worauf Chefredakteur Gabor Steingart mich bat, die Kritik schriftlich auszuführen. Das habe ich damals getan – ohne jede Reaktion. Ich glaube, dass die Punkte, die ich damals an dem Artikel kritisiert habe prototypisch sind für viele Missverständnisse auf Seiten des ohne Internet sozialisierten Teils der Gesellschaft, weshalb ich meine Kritik von damals hier im Blog veröffentlichen möchte.
Data Days und Datenschutz
Stefan Krempl schreibt über die Data Days, die am 1. und 2. Oktober in Berlin stattfinden: Datenschutz so wichtig wie Umweltschutz
In einer Welt von „Big Data“ könnten Initiativen für den Erhalt der Privatsphäre genauso wichtig werden wie die Umweltschutzbewegung Ende des vergangenen Jahrhunderts, waren sich Referenten auf den Data Days einig. Diese hatte das Management der mit Cloud Computing, mobilem Internet und sozialen Netzwerken rasant wachsenden Datenbestände zum Thema.
EU-Strategie zu Clouds
Martin Stepanek über die Pläne der EU, den Cloud-Markt zu harmonisieren: „Auch in Europa lesen Geheimdienste mit“
Aus Sicht der Kommission bedeute ein nicht in den USA angesiedelter Cloud-Anbieter aber nicht automatisch mehr Sicherheit und Datenschutz. „Die Ansage, dass bei europäischen Anbietern nicht der US-Geheimdienst mitliest, ist von vielen Firmen als Marketingargument missbraucht worden. Denn auch in Europa gibt es Geheimdienste, werden Daten von vielen Staaten und Behörden überwacht“, sagt Buhr.
Hat Facebook nun…?
Noch immer scheint nicht endgültig geklärt zu sein, ob private Nachrichten bei Facebook plötzlich auf der öffentlichen Timeline erschienen oder nicht. Lisa Altmeier schrieb dazu in bei Zeit Online: Wenn die Chronik das alte Privatleben hochspült
Entweder Facebook hat einen Fehler gemacht und private Nachrichten auf Pinnwänden veröffentlicht. Das Unternehmen dementiert das. Oder die Facebook-Mitglieder haben ihr Kommunikationsverhalten so sehr verändert, dass sie 2012 schon nicht mehr glauben können, was sie 2009 öffentlich verbreitet haben.
Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schar hält die Erklärung Facebooks zwar für plausibel, ruft jedoch dazu auf, ihm Gegenbeweise zu senden.
Hackers on Planet Earth
Der Rechtsprofessor Eben Moglen sprach auf der Hackers on Planet Earth Konferenz (HOPE) über Walled Gardens and the First Law of Robotics:
Ergänzt: Schwedische Polizei beschlagnahmt Server von PRQ
Andy Greenberg: WikiLeaks’ And Pirate Bay’s Web Host PRQ Raided By Swedish Police
While a number of bittorrent-based filesharing sites including PRQ’s most notorious client, the Pirate Bay, have been down for most of Monday as well as PRQ’s own website, Viborg told the Swedish news site that the site outages were the result of a technical issue, rather than the police’s seizure of servers.
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: Daten-Weitergabe im App-Zentrum: Verbraucherzentrale Bundesverband mahnt Facebook ab
: Daten-Weitergabe im App-Zentrum: Verbraucherzentrale Bundesverband mahnt Facebook ab Der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. hat schon wieder eine Abmahnung an Facebook geschickt. In dem im Sommer eingeführten App-Zentrum werden persönliche Daten der Nutzer/innen ohne Einwilligung an die App-Entwickler weiter gegeben. Innerhalb von einer Woche soll das soziale Netzwerk eine Unterlassungserklärung abgeben.
Aus der Pressemitteilung:
Eine solche umfassende Datenweitergabe an Dritte, aber auch deren Verwendung ist nach deutschem Recht ohne die bewusste und informierte Einwilligung eines Nutzers nicht erlaubt – nach Auffassung des vzbv ein klarer Verstoß gegen das Telemediengesetz. Diesen Verstoß hat das Projekt des vzbv nun abgemahnt und Facebook eine Frist für die Abgabe einer Unterlassungserklärung bis zum 4. September 2012 eingeräumt.
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: Dezentrales Soziales Netzwerk: Diaspora-Gründer entlassen das Projekt in die Community
: Dezentrales Soziales Netzwerk: Diaspora-Gründer entlassen das Projekt in die Community
Die Gründer von Diaspora werden das Projekt nicht weiter in Vollzeit entwickeln. Das kündigten sie in einem Blog-Beitrag an. Sie übergeben die Leitung des Open Source Projekts an die Community, die es nun übernehmen soll.Vor zwei Jahren machten die vier Studenten Furore, als ihr als „Facebook-Alternative“ gehyptes Projekt innerhalb weniger Wochen 200.000 Dollar an Crowdfunding einnahm. Nach zwei Jahren wollen Grippi, Salzberg und Sofaer sich aus dem Job zurückziehen. Aus der Ankündigung:
As a Free Software social project, we have an obligation to take this project further, for the good of the community that revolves around it. Putting the decisions for the project’s future in the hands of the community is one of the highest benefits of any FOSS project, and we’d like to bring this benefit to our users and developers. We still will remain as an important part this community as the founders, but we want to make sure we are including all of the people who care about Diaspora and want to see it succeed well into the future.
Jenna Wortham kommentiert auf New York Times Bits:
Diaspora was always intended to be a free and open-source project, so in one regard, the move is not terribly surprising. But it is not yet clear what will happen to Diaspora and whether its small community of supporters will continue to keep the project running.
Es wird spannend sein, zu beobachten, ob die Community das Projekt erfolgreich übernehmen kann. Von den vielen dezentralen sozialen Netzwerken ist es das wohl bekannteste und größte.
Auf Hacker News gibt es eine lebhafte Diskussion über Sinn und Unsinn der Entwicklung.
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: i‑am-cc.org: Creative Commons für Instagram
: i‑am-cc.org: Creative Commons für Instagram Obwohl via Instagram täglich über 5 Millionen Bilder hochgeladen werden, gibt es bei dem von Facebook gekauften Dienst – im Unterschied zum Fotodienst Flickr – keine Möglichkeit, diese einfach unter eine Creative-Commons-Lizenz zu stellen. Wie Martin Weigert auf netzwertig.com beschreibt, gibt es mit i‑am-cc.org nun einen Workaround. Allerdings nutzen bislang gerade einmal knapp 2.500 von 80 Millionen Instagram-Usern diese Möglichkeit. Gerade bei den im Web veröffentlichten Instagram-Bildern ist das aber ein Problem, wie Weigert erläutert:
Wer ein fremdes Instagram-Foto ohne das vorherige Einholen einer Erlaubnis an anderer Stelle im Netz oder in Printmedien publiziert, bewegt sich in juristisch unsicheren Gewässern. Zumindest theoretisch könnte der Urheber rechtlich gegen diese erneute Veröffentlichung vorgehen. Selbst wenn viele Instagram-Anwender kein Problem mit einer Weiterverwertung ihrer Kreationen haben dürften, fehlt schlicht eine Rechtssicherheit, damit sich Instagram ähnlich wie Flickr zu einem Dreh- und Angelpunkt der Anhänger freier Inhalte entwickelt.
Bislang ist die Creative-Commons-Lizenzierung auf diese Weise allerdings nicht für Einzelbilder, sondern nur für sämtliche in einem bestimmten Zeitraum veröffentlichte Fotos möglich. Das könnte insbesondere dann für Probleme sorgen, wenn es um Persönlichkeitsrechte von abgebildeten Personen geht, die einer Verbreitung ihres Bildes widersprechen könnten.
Ganz allgemein bleibt zu hoffen, dass nicht nur Facebook/Instagram sondern ganz allgemein Plattformbetreiber für nutzergenerierte Inhalte bereits von sich aus komfortable Tools zur alternativen Lizenzierung von Inhalten in ihre Dienste einbauen.
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: Buch „Generation Facebook“: Crowdfunding für englische Open Access Version
: Buch „Generation Facebook“: Crowdfunding für englische Open Access Version
Das Buch Generation Facebook: Über das Leben im Social Net will „eine medien- und kulturkritische Perspektive auf das Phänomen Facebook“ entwickeln. Linus hatte das bereits rezensiert. Jetzt soll das Buch auch auf englisch herausgegeben werden – gedruckt und als kostenloses PDF. Dafür gibt es eine Crowdfunding-Aktion auf Indiegogo:Facebook’s success poses a lot of controversial questions – economically, socially, politically – which are far from answered yet. This book provides insights into these questions at an as yet unprecedented level of theoretical depth. Which is why it deserves to become available to an international audience.
The book has also proven to be an invaluable resource for a critical theoretical grounding of discussions about Facebook. Given the enormous user base of Facebook, it is vital to spread this kind of knowledge as widely as possible. Putting the texts under an Open Access license and making them freely accessible for everyone is the best way to achieve this goal.
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: Junge Polizei warnt vor Facebook-Parties
: Junge Polizei warnt vor Facebook-Parties Die „Junge Polizei“, der Nachwuchs der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), nutzt das Sommerloch, um mittels einer Pressemitteilung auf sich aufmerksam zu machen. Und da passt doch das Sommerloch-Thema Nummer Eins am besten, die sogenannte „Facebook-Party“! Dabei endblödet man sich nicht, festzustellen, dass „nahezu wöchentlich facebook Partys im gesamten Bundesgebiet“ stattfinden. Wahrscheinlich haben die Aktivisten der Jungen Polizei nicht ausreichend Bekanntschaften auf Facebook gesammelt und/oder werden einfach nicht zu Events über Facebook eingeladen.
Auslöser scheint wohl irgendein Filmstart zu sein, von dem ich noch nichts gehört habe. Durch den Filmstart scheint es wohl jetzt öfters Facebook-Parties zu geben, oder der Ersteller hat jetzt auch mal eine Einladung zum gemeinsamen Filmschauen erhalten.
Richtig putzig wird die Pressemitteilung des stellvertretenden Bundesvorsitzende der Jungen Polizei, Michael Haug wenn man die Funktionen einer Veranstaltungsseite eines sozialen Netzwerkes erklärt:
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: Falsches Vertrauen: Warum Datenschutz-Einstellungen nicht zu mehr Datenschutz führen
: Falsches Vertrauen: Warum Datenschutz-Einstellungen nicht zu mehr Datenschutz führen Nutzer von Sozialen Netzwerken geben mehr und persönlichere Informationen über sich preis, wenn sie glauben, den Zugriff darauf kontrollieren zu können. Das ist das Ergebnis einer Studie von Psychologen der Carnegie Mellon University. Paradoxerweise kann das nach hinten los gehen – und sensible Daten öffentlich werden, die man privat geglaubt hat.
In der Psychologie gibt es das Phänomen der Risikokompensation: Weil sich Autofahrer durch Gurte und andere Maßnahmen sicherer fühlen, fahren sie risikoreicher als ohne. In ihrer Studie Misplaced Confidences: Privacy and the Control Paradox, die netzpolitik.org vorliegt, wenden die Psychologen Laura Brandimarte, Alessandro Acquisti und George Loewenstein diese Theorie auf den Umgang mit Privatsphäre im Internet an. Dabei beobachteten sie ein „Kontroll-Paradox“: Je mehr Kontrolle über Datenschutzeinstellungen man hat, desto mehr Details geben Leute von sich preis.
Sebastian Herrmann fasst die Experimente auf Süddeutsche.de zusammen:
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: ZEIT: Vier Sheriffs zensieren die Welt
: ZEIT: Vier Sheriffs zensieren die Welt Die ZEIT hat in ihrer aktuellen Ausgabe eine Titelstory über privatisierte neue Öffentlichkeiten durch Apple, Facebook, Amazon, Google & Co: Vier Sheriffs zensieren die Welt.
Die vier Konzerne definieren das Netz, überziehen es mit Weltanschauungen, Moralvorstellungen, Ideen von Gut und Böse. Sie haben eine digitale Welt geschaffen, die mehr an ein autoritäres Disneyland erinnert als an einen wilden Dschungel. Teils aus eigenem Antrieb, teils von Regierungen dazu gezwungen, schaffen sie Fakten und setzen Regeln, die für alle gelten sollen. So werden sie immer wieder zu potenten Zensurmaschinen, zu Gedankenwächtern der Gegenwart. Zu Instrumenten der Lenkung.
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: Wer kein Facebook-Profil hat, ist psychisch krank und kriegt keinen Job
: Wer kein Facebook-Profil hat, ist psychisch krank und kriegt keinen Job Hätte der Attentäter von Denver Killerspiele gespielt, gäbe es einen einfachen Schuldigen. Aber scheinbar tat er das nicht und war noch nichtmal bei Facebook. Online-Abstinenz kann jedoch auf Störungen hindeuten. Sagt zumindest Katrin Schulze im Tagesspiegel:
Nicht einmal das Internet hilft den Ermittlern, obwohl da doch mittlerweile beinahe jeder seine Spuren hinterlässt. Nach bisherigen Erkenntnissen war Holmes aber weder bei Facebook noch bei Twitter aktiv. Zwei Konten bei Youtube soll er gelöscht haben, ein paar Einträge unter Pseudonym in Foren gibt es wohl von ihm ebenso wie einen Account bei einer Kontaktbörse.
Mehr nicht.
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: Facebook überwacht Chats und Nachrichten
: Facebook überwacht Chats und Nachrichten In einem Artikel auf reuters.com werden die Sicherheitsmaßnahmen von Web2.0 Diensten vorgestellt, die kriminelle Handlungen, vor allem die (sexuelle) Belästigung von Minderjährigen, erkennen sollen. Von Facebook war bisher nur bekannt, dass sie „komplexe Systeme“ zur Erkennung von Regelverstößen gegen die Facebook-Hausordnung einsetzen.
Joe Sullivan, Chief Security Officer von Facebook, erklärt nun auf reuters.com, dass Facebook automatisiert private Kommunikation überwache und nach bestimmten Schlüsselbegriffen druchsuche. In Bezug auf sexuelle Übergriffe ziehe Facebook in der Analyse ein Archiv von Chatprotokollen zu rate, die sexuellen Übergriffen vorausgegangen seien. Ob Facebook in anderen Bereichen auf ähnlichem Wege vorgeht war dem Artikel nicht zu entnehmen.
In die Analyse fließen laut Facebook auch Daten zu den Personen (z.B. Alter) und deren Beziehung zueinander ein. Insbesondere wenn Facebook davon ausgeht, dass die Personen sich nicht real kennen, wird die Überwachung intensiviert. Ergibt die Auswertung der Daten, dass ein Verstoß gegen die Facebook Richtlinien vorliegt, wird ein Facebook Mitarbeiter benachrichtigt, der die Daten sichtet und entscheidet, wie weiter vorzugehen ist. Er leitet die Daten dann beispielweise an die Polizei weiter.
Ergänzt werden die Überwachungsmechanismen durch ein restriktives Kontaktmanagement: Minderjährige können durch die öffentliche Suche nicht gefunden werden und nur Freunde und Freunde von Freunden können ihnen Nachrichten schicken. Dieses ist aber leicht zu umgehen, da von den Nutzern problemlos ein fiktives Alter angegeben werden kann.
Facebook gibt selbst zu, dass die Erkennungsrate, trotz des „komplexen“ Überwachungssystems, sehr niedrig sei. Man versuche – aus datenschutzgründen – zu verhindern, dass zu viele irrtümlich verdächtigt werden, so Facebook. Das wird aber wahrscheinlich nur die halbe Wahrheit sein, bei 900 Millionen Nutzern dürften viele Irrtümer, die von Menschen gesichtet werden müssen, auch eine Menge Geld kosten und für negatives Feedback durch die Nutzer sorgen.
Laut der Süddeutschen Zeitung geht Facebook auch in Deutschland „proaktiv“ auf Ermittlungsbehörden zu, falls es zu einer vermeintlichen oder tatsächlichen Straftat kommt.
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: Konferenz und Papers: Symposium On Usable Privacy and Security 2012
: Konferenz und Papers: Symposium On Usable Privacy and Security 2012 In Washington, D.C. findet gerade das achte Symposium on Usable Privacy and Security statt. Auf Konferenz über Mensch-Computer-Interaktion, Sicherheit und Privatsphäre gibt es Diskussionen, Workshops und Demonstrationen. Auch davon gibt es Papers.
Eine (wie immer subjektive) Auswahl aus dem Programm:
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: Facebook checkt Identitäten
: Facebook checkt Identitäten Facebook zeigt Nutzern seit kurzem stichprobenartig nach dem Einloggen ein Fenster mit dem Profilbild und Name eines Facebook-Freundes und bittet die Nutzer darum diese zu verifizieren. Die unverfängliche Frage lautet: „Bitte hilf uns dabei zu verstehen, wie Nutzer Facebook verwenden. Deine Antwort bleibt anonym und hat keinen Einfluss auf das Konto deines Freundes. Ist dies der echte Name deines Freundes?“
Als Antwortmöglichkeiten werden „Ja“, „Nein“, „Ich kenne diese Person nicht.“ und „Ich möchte nicht antworten.“ vorgegeben. Darunter findet sich ein Link zu der Richtlinie für Namen. In dieser und den AGB heißt es: „Facebook-Nutzer geben ihre wahren Namen und Daten an und wir benötigen deine Hilfe, damit dies so bleibt.“
Facebook verfolgt eine Real-Name-Policy und versucht diese auch möglichst weitgehend durchzusetzen. Dabei ist den Facebookmachern selbst eine Gefährdung von Aktivisten egal.
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: Facebook-App ändert ungefragt E‑Mail-Einstellung auf Smartphones
: Facebook-App ändert ungefragt E‑Mail-Einstellung auf Smartphones Facebook versucht, seinen ungeliebten E‑Mail-Dienst auf ganz neuen Wegen zu bewerben: Die Adressbücher von Smartphones, auf denen die Facebook-App installiert ist, werden einem unfreiwilligen Update unterzogen. Dabei wird die normale E‑Mail-Adresse eines Kontakt durch die neue Facebook-Adresse ersetzt. Da der Smartphone-Nutzer darüber nicht informiert und die E‑Mail-Adresse in den minimalistisch gehaltenen Benutzeroberflächen meist nicht eingeblendet wird, landen viele E‑Mails aus Versehen in der Facebook-Inbox des Empfängers. Diese ist unter „Nachrichten>Sonstiges“ versteckt und wird von den meisten Facebook-Usern nicht regelmäßig überprüft.
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: Wir wissen was du tust…
: Wir wissen was du tust… Die Webseite weknowwhatyouredoing.com (wir wissen was du tust) zeigt anschaulich und provokativ wie es so um den Datenschutz bei Facebook bestellt ist. Die Seite filtert die öffentlich zugänglichen Statusupdates bei Facebook und listet alle Menschen mit Statusupdate auf die gefeuert werden möchten, einen Kater haben, Drogen nehmen oder eine neue Telefonnummer haben. Mit der Seite wird anschaulich gezeigt, dass Menschen hochbrisante Informationen über sich veröffentlichen – wahrscheinlich ohne es zu wissen – und diese je nach Filter sortiert werden können.
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: Was sonst noch interessant war
: Was sonst noch interessant war U.S., Israel developed Flame computer virus to slow Iranian nuclear efforts, officials say
The Washington Post – Ellen Nakashima, Greg Miller and Julie Tate
The United States and Israel jointly developed a sophisticated computer virus nicknamed Flame that collected intelligence in preparation for cyber-sabotage aimed at slowing Iran’s ability to develop a nuclear weapon, according to Western officials with knowledge of the effort.
The massive piece of malware secretly mapped and monitored Iran’s computer networks, sending back a steady stream of intelligence to prepare for a cyberwarfare campaign, according to the officials.
Ruling Facebookistan
Foreign Policy – Rebecca MacKinnon
The incident underscored the extent to which people around the world have come to rely on Facebook for political activism and discourse – from the Green Movement in Iran, to revolutionaries in Egypt, to U.S. President Barack Obama’s re-election campaign. Facebook is not a physical country, but with 900 million users, its „population“ comes third after China and India. It may not be able to tax or jail its inhabitants, but its executives, programmers, and engineers do exercise a form of governance over people’s online activities and identities.
Gamers Need a Bill of Rights
The Atlantic – Yannick LeJacq
The need for gamers to assert their rights becomes immediately apparent now that real money has been introduced to the Diablo world. As Edward Castronova, Professor of Telecommunications at Indiana University Bloomington and scholar of virtual economies, explained to me, multiplayer videogames have long featured complex economic interactions with real-world implications—whether in money gained or lost, or simply the amount of time sunk into a virtual world. Since EverQuest first launched in 1999, games often used a „dual currency model“—where all goods within a virtual world are exchanged with a unique virtual currency.
But within any dual-currency model, a third party market invariably arose where users could trade virtual goods through a platform like eBay. Lacking the regulation of either the game itself or a real-world government, these sales gave rise to „gold farming“ (harvesting virtual goods or currency to sell to other users, such as this Diablo III player claiming to make 60 million coins an hour) and periodic charges of de facto „virtual sweatshops“ arising (a more insidious form of gold farming where groups of players work inhumane hours for substandard pay)—transforming a leisure activity presumed to be fun into a geopolitical nightmare.
Network Neutrality and Quality of Service: What a Non-Discrimination Rule Should Look Like
Center for Internet and Society at Stanford Law School – Barbara van Schewick
This paper proposes a framework that policy makers and others can use to choose among different options for network neutrality rules and uses this framework to evaluate existing proposals for non-discrimination rules and the non-discrimination rule adopted by the FCC in its Open Internet Order. In the process, it explains how the different non-discrimination rules affect network providers’ ability to offer Quality of Service and which forms of Quality of Service, if any, a non-discrimination rule should allow.
EuroDIG: Will Governments Let Civil Society Rescue Net Governance?
Intellectual Property Watch – Monika Ermert
The roles of governments, civil society and industry in ruling the internet – and other spaces – seems to be in a profound change. With governments in cross-border law enforcement situations increasingly unable to protect fundamental rights, as European Parliament Member Marietje Schaake said during a session of the European Dialogue on Internet Governance (EuroDIG) in Stockholm last week, it seems to be civil society that can do something about it.
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: Gizmodo zahlt für private Zuckerberg-Fotos
: Gizmodo zahlt für private Zuckerberg-Fotos Das Blog Gizmodo stört sich daran, dass Mark Zuckerberg einen lockeren Umgang mit Privatsphäre predigt, aber selbst sehr zurückhaltend agiert. So soll er nur wenige Postings öffentlich teilen und sogar seine Hochzeit vor Freunden verheimlicht haben.
Gizmodo findet: „Das muss sich ändern“ – immerhin basiere das Geschäftsmodell von Facebook darauf aus privaten Informationen Kapital zu schlagen. Das Blog hat daher den „Summer of Zuck“ ausgerufen und zahlt für jedes selbstgemachte Bild oder Video von Zuckerberg 20 Dollar um so das Leben von Zuckerberg öffentlich machen.
Wie das am besten geht wissen die Macher des genauso wie Gizmodo zur Gawker-Mediengruppe gehörenden Blogs Gawker. Dieses steht für Klatsch und Tratsch aus dem Bereich der Berühmtheiten, die teilweise mit zweifelhaften Methoden zu Tage befördert werden.
Das Zuckerberg letztlich vor allem verbal ein Vertreter der Post-Privacy ist, weil er damit ganz gut Geld verdient und im Privatleben doch auf Privatsphäre setzt (übrigens ähnlich wie Eric Schmidt von Google) ist ihm sicherlich politisch wie moralisch anzukreiden. Ihn deshalb aber in einer derart populistischen Aktion der Öffentlichkeit preiszugeben erscheint doch etwas zweifelhaft.
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: Animation: Facebook-Fakten visualisiert
: Animation: Facebook-Fakten visualisiert Die data-epi-spacing Datenjournalisten data-epi-spacing vom data-epi-spacing Guardian data-epi-spacing haben data-epi-spacing in data-epi-spacing einer data-epi-spacing rund data-epi-spacing drei data-epi-spacing Minuten data-epi-spacing langen data-epi-spacing Animation data-epi-spacing verschiedene data-epi-spacing Fakten data-epi-spacing zu data-epi-spacing Facebook data-epi-spacing zusammengetragen data-epi-spacing und data-epi-spacing visualisiert:
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: our-policy.org fordert Abstimmung über Facebooks Datenschutz- und Privatsphärenrichtlinien
: our-policy.org fordert Abstimmung über Facebooks Datenschutz- und Privatsphärenrichtlinien Die
Wiener Studenten und Facebook-Ankläger von europe-v-facebook.org präsentieren in einer Stellungnahme eine Aktion, die dem US-Unternehmen wenig schmecken dürfte: Unter www.our-policy.org findet sich ein Aufruf, die soeben erst veröffentlichten Änderungen der Datenschutz- und Privatsphärenrichtlinien mit dem SatzIch widerspreche den Änderungen und will über die Forderungen auf www.our-policy.org abstimmen.
zu kommentieren. Kritisiert wird vor allem, dass sich Facebook als „Controller“ der Daten aller Nutzer bezeichnet, was von dem Aktionsbündnis als Enteignung der User betrachtet wird.
Facebook hatte versprochen, Änderungen der Richtlinien zur Abstimmung zu stellen, sollten mehr als 7000 Kommentare innerhalb einer Woche eintreffen:
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: Lesestoff: Was übrig blieb
: Lesestoff: Was übrig blieb Mal wieder sind einige Sachen aufgelaufen, wofür die Zeit zum ordentlich einzeln verbloggen gefehlt hat. Ideen für einen optimistischeren Namen dieser Kategorie nehmen wir in den Kommentaren gerne entgegen.
Christian Stöcker: Das Internet ist totalitär – Spiegel Online
Wenn derzeit also über die vermeintlich allzu große Freiheit im Internet diskutiert wird, darf man eines nicht aus den Augen verlieren: Es gibt eben doch einen zentralen Unterschied zwischen der realen Welt und der digitalen. Im Netz ist absolute Rechtsdurchsetzung möglich. Aber ist sie wünschenswert?
Jürgen Scheele: Siegfried Kauder plädiert jetzt für Two-Strikes – Three-Strikes bleibt Option – Digitale Linke
„Natürlich darf man jemanden aus dem Internet aussperren, das ist aber politisch nicht umsetzbar und vielleicht auch nicht effektiv. Man geht hier aber den Netzpolitikern immer mehr auf den Leim. Aber wenn man A sagt, muss man auch B sagen. Das Zweistufenmodell kann nicht bedeuten, dass man zwei Stufen zündet und dann alles im Sande verlaufen lässt. Dann müssen Anzeigen auch konsequent verfolgt werden.“
Christoph Kappes: Kopiermaschine Internet – Spiegel Online
Es bleibt die Frage, ob die Idee einer „geistigen Verbindung“ zwischen Werk und Urheber noch in das Zeitalter postindustrieller Inhalteproduktion passt. Für alltägliche Zwecke ist es gut, wenn Information ohne Aufwand im Internet fließt, damit das Leben fließen kann, wie es bisher mündlich der Fall war. Aufsagen, Zitieren, Vorspielen und „Mitgeben“ sind aus diesem Grund erlaubt.
Sascha Lobo: Euer Internet ist nur geborgt – Spiegel Online
Wer Facebook, Twitter oder andere soziale Netzwerke nutzt, ist im Netz nicht wirklich frei. All diese Dienste können von den Betreibern jederzeit verändert, verkauft, zensiert, geschlossen werden. Wer wirklich frei im Internet veröffentlichen will, braucht eine eigene Website.
Ian Katz: Tim Berners-Lee urges government to stop the snooping bill – The Guardian
Sir Tim Berners-Lee, who serves as an adviser to the government on how to make public data more accessible, says the extension of the state’s surveillance powers would be a „destruction of human rights“ and would make a huge amount of highly intimate information vulnerable to theft or release by corrupt officials. In an interview with the Guardian, Berners-Lee said: „The amount of control you have over somebody if you can monitor internet activity is amazing.
„You get to know every detail, you get to know, in a way, more intimate details about their life than any person that they talk to because often people will confide in the internet as they find their way through medical websites … or as an adolescent finds their way through a website about homosexuality, wondering what they are and whether they should talk to people about it.“
Jacob Appelbaum: Ultrasurf: the definitive review – The Tor Blog
Ultrasurf is software produced by the UltraReach company for censorship circumvention, privacy, security and anonymity. Unfortunately for them, I found their claims to be overstated and I found a number of serious problems with Ultrasurf.
Michael Joseph Gross: World War 3.0 – Vanity Fair
When the Internet was created, decades ago, one thing was inevitable: the war today over how (or whether) to control it, and who should have that power. Battle lines have been drawn between repressive regimes and Western democracies, corporations and customers, hackers and law enforcement. Looking toward a year-end negotiation in Dubai, where 193 nations will gather to revise a U.N. treaty concerning the Internet, Michael Joseph Gross lays out the stakes in a conflict that could split the virtual world as we know it.
Cindy Cohn, Trevor Timm, & Jillian C. York: Human Rights and Technology Sales – Electronic Frontier Foundation
Below, we outline a basic proposal for companies to audit their current and potential governmental customers in an effort to prevent their technologies and services from being used for human rights abuses. It has two key components: transparency and “know your customer” standards. The same basic proposal could be implemented through voluntary action, governmental or other incentives or regulatory or legal frameworks. Regardless of how it is implemented, however, we believe this framework can help both the public and the companies get a clearer picture of who is using these technologies and how they are being used and then take some basic steps to prevent horrible outcomes like the ones we’ve witnessed.
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: Gefahr von Abmahnungen für Facebook-Pinnwand nimmt zu
: Gefahr von Abmahnungen für Facebook-Pinnwand nimmt zu Nachdem im Februar ein Rechtsanwalt im Gespräch mit Spiegel Online die „durchschnittliche Facebook-Pinnwand eines 16-Jährigen“ mit einem Abmahnwert von 10.000 Euro taxiert hatte, berichtet nunmehr eine Anwaltskanzlei von einer ersten Abmahnung für ein Bild an der Pinwand, das von einer fremden Person dorthin gepinnt worden ist („Sie ist da: Die erste Facebook-Abmahnung wegen eines fremden Fotos an der Pinnwand“):
Die Abmahnung wäre nichts besonderes, wenn es sich dabei um ein Foto handelte, welches der Abgemahnte selbst auf seine Facebookpräsenz hochgeladen hätte. Dass die Verwendung fremden Bildmaterials verboten ist, sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben. […] Darum geht es aber nicht. Die Besonderheit des Falles besteht darin, dass das betreffende Lichtbild von einem Dritten auf die Pinnwand unseres Mandanten hochgeladen wurde. Dieser kann naturgemäß gar nicht überprüfen, ob derjenige auch Rechteinhaber ist, der es auf der Pinnwand postet.
Die Gefahr einer Abmahnung droht aber nicht nur wenn Dritte Bilder auf die Pinnwand posten, sondern auch dann, wenn ein Bild automatisiert durch Facebook gemeinsam mit einem geteilten Link eingebettet wird oder bei der Nutzung neuer Services wie Pinterest (vgl. „Neue Urheberrechtskonflikte am Horizont?“). Strenggenommen wäre auch hier trotz direkter Verlinkung eine Genehmigung für die Übernahme des Bildes erforderlich – der Urheberrechtsverstoß ist also in die Funktionsweise der Dienste quasi eingebaut.
Um hier digitales Alltagshandeln in sozialen Netzwerken mit dem Urheberrecht zu versöhnen, wäre eine Kombination von zwei Maßnahmen erforderlich. Einerseits bräuchte es eine Flexiblisierung urheberrechtlicher Ausnahmeregelungen („Schranken“) wie sie derzeit in den Niederlanden angedacht wird und andererseits eine wirksame(re) Beschränkung von Abmahnungen als Geschäftsmodell, wie sie die Verbraucherzentralen seit längerem fordern.