Facebook

  • : Wer austritt, muss für etwas eintreten
    Wer austritt, muss für etwas eintreten

    In der FAZ ist am Samstag eine Kolumne von mir zum Austritt von Ilse Aigner aus Facebook erschienen: Wer austritt, muss für etwas eintreten.

    Verbraucherministerin Ilse Aigner hat angekündigt, ihren Facebook-Account zu löschen – und liefert wieder ein Beispiel für sinnlose Symbolpolitik. Um etwas Nachhaltiges für den Datenschutz zu tun, muss sie sich deutlich mehr anstrengen. Gute Vorlagen dafür gibt es bereits.

    13. Juni 2010 3
  • : Und wie kommt man da raus?
    Und wie kommt man da raus?

    Unsere Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner ist einen Tag nach ihrer Ankündigung immer noch auf Facebook. Wahrscheinlich findet sie oder ihr Team den Account-Löschen-Button nicht, der ist auch extra gut versteckt. Vielleicht klicken sie auch die ganze Zeit auf „abmelden“?

    4. Juni 2010 17
  • : Ilse Aigner tritt aus Facebook aus
    Ilse Aigner tritt aus Facebook aus

    Heute hat unsere Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner den Facebook-Manager Richard Allen getroffen. Nach dem Gespräch hat sie auf einer Pressekonferenz verkündet, dass sie nun aus Facebook austreten wird. Noch ist sie dort zu finden. Im Laufe des Tages wird es wahrschienlich eine ausführliche Begründung geben.

    Der Austritt ist dann wohl auch ein Zeichen, dass Facebook keinerlei Zugeständnisse gemacht hat, den Datenschutz seiner Nutzer erhöhen zu wollen. Alles andere als Austreten blieb ihr nach der Drohung auch nicht übrig.

    Update: Guter Hinweis in den KommentareN. Nach der Löschung kann ja Ilse Aigner mal schauen, ob die Daten auch tatsächlich von Facebook gelöscht werden. Und wenn nicht, könnte sie mal was dagegen tun.

    Update: Jetzt gibt es auch ein offizielles Statement:

    3. Juni 2010 50
  • : Zwölf nach Elf: Recht, Politik, Facebook, Pac-Man & die FDP
    Zwölf nach Elf: Recht, Politik, Facebook, Pac-Man & die FDP

    Bei der Debatte über den Richtlinienentwurf der EU-Komission zur Bekämpfung der Kinderpornographie gestern im Bundestag (Netzpolitik.org berichtete) ging es hoch her. Stefan Krempel hat für Heise Online noch einmal die Positionen der Parteien zusammengefasst.

    # Zusammenfassung der Debatte über den Richtlinienentwurf der EU-Komission zur Bekämpfung der Kinderpornographie im Bundestag (Stefan Krempel, Heise Online)

    Bereits am Montag hat sich Stefan Engeln mit dem von den deutschen Verlegern geforderten Leistungsschutzrecht für Presseerzeugnisse auseinandergesetzt. Und zwar mit einem erstaunlichen Ergebnis: Nach Ansicht der Gewerkschaften seien Blogger keine Presseverleger im Sinne des Leistungsschutzrechts. Den meisten Bloggern dürfte das herzlich egal sein, freiberuflich bloggende Journalisten hingegen wissen nun, was sie von ihren Vertretern zu erwarten haben. Schönen Dank auch!

    # Leistungsschutzrecht: Kein Herz für Blogger (Stefan Engeln)

    Wer wissen möchte, wie der Stand der Dinge im Verfahren gegen Jörg Tauss ist, bleibt bei der „Mitmachzeitung für Bruchsal“ auf dem Laufenden. Dort berichtet Rainer Kaufmann vom zweiten Prozesstag:

    21. Mai 2010 3
  • : Monitor: Im Visier von Facebook
    Monitor: Im Visier von Facebook

    Die ARD-Sendung Monitor at festgestellt, dass bei Facebook unverschlüsselt Passwörter übertragen werden: Im Visier von Facebook: Das Ende der Privatheit. Was offensichtlich ist, wenn man Facebook über https aufruft und dann schnell bei http landet. Aber thematisiert wird auch eine andere Sache, die vielen auf die Nerven geht: Viele geben einfach ihr ganzes Adressbuch für Facebook frei und dann landen auch persönliche Mailadressen in der Facebook-Datenbank, auf die man keine Lust hat.

    Das Video steht schon auf Youtube:

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    Pressemitteilung von Monitor: Facebook versendet unverschlüsselte Passwörter.

    Das weltweit größte soziale Internet-Netzwerk „Facebook“ überträgt Passwörter zum Teil unverschlüsselt im Internet. Das berichtet das ARD-Magazin MONITOR in seiner heutigen Sendung (Das Erste, 20.5.2010, 22.00 Uhr). Dabei geht es um Passwörter, die Nutzer eingeben müssen, wenn sie von Facebook aus auf ihren E‑Mail-Account zugreifen wollen.

    21. Mai 2010 37
  • : 10 nach 22 Uhr: Abmahnungen, Grundrechte, Pornos!
    10 nach 22 Uhr: Abmahnungen, Grundrechte, Pornos!

    Ha, heute habe ich gleich zwei Aufregerthemen für unsere kleine Nachrichtensammlung! Einmal einen bösen Verbund von lokalen Radiosendern, der ein armes Uni-Radio abmahnt. Und dann noch den WDR, der sein gebührenfinanziertes Internet löschen muss!

    Die Geschichte mit den Lokalradios eskalierte gestern im Blog von Herrn Fiene. Abgemahnt wurde das Logo des Campusradios Radio Q aus Münster, das den Betreibern einer Lokalradiokette hier in NRW doch ein wenig zu ähnlich zu ihrem eigenen Logo war. Herr Knüwer hat den Vorfall in seinem Blog heute noch einmal artgerecht skandalisiert (Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass Fiene und Knüwer ehemalige RadioQ-Mitarbeiter sind).

    Zwischenzeitlich soll es dann zu einer Einigung gekommen sein. Behauptet der Geschäftsführer der abmahnenden Lokalradiokette in einem heute beim Herrn Fiene veröffentlichten Statement. Man verzichte auf „Schadenersatzforderungen und Mahnkosten“ und wolle ausserdem bei der Erstellung eines neuen Logos für das Campusradio behilflich sein. Klingt nett, oder? Nun, es ist, zumindest wenn man einem Kommentar bei Herrn Fiene glauben mag, wohl nur die halbe Wahrheit.

    20. Mai 2010 19
  • : Das Facebook-Privatsphären-Einmaleins
    Das Facebook-Privatsphären-Einmaleins

    Ich habe mir ja echt viel Mühe gegeben, aber gleichzeitig ist da immer noch das diffuse Gefühl, dass ich nicht alle Datenschutzeinstellungen bei Facebook verstanden habe. Die Grünen haben ein „Facebook-Privatsphären-Einmaleins“ als 12-Minuten langes Video online gestellt. *

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    Recht ausführlich und mit vielen Links nach draußen erklärt Christian Stöcker auf Spiegel-Online den aktuellen Stand der Debatte: „Datenschutz bei Facebook – Wie die Privatsphäre erodiert“.

    Man kann sich aber auch diese Infografik der New York Times anschauen, wo die Datenschutzeinstellungen visuell erklärt werden: Facebook Privacy: A Bewildering Tangle of Options. Was auch nicht ganz einfach ist bei 170 verschiedenen Optionen. Die Datenschutzerklärung hat übrigens 5830 Wörter und ist damit länger als die Verfassung der USA.

    Auch schön ist die „Interaktive Graphik – Evolution of Privacy“, mit der man sich durch die Entwicklung der Privacy Settings von 2005–2010 zoomen kann.

    * Disclaimer: Die Plattform datenschutz-ist-burgerrecht.de wurde vor zwei Jahren von newthinking gebaut.

    Update: Jetzt startet auch MoveOn.org eine Kampagne gegen Facebook. Auf der Aktionsseite gibt es u.a. diese nette Grafik:

    Update: Danah Boyd hat auch einen guten Kommentar zu Facebook: Facebook and “radical transparency” (a rant).

    Zuckerberg and gang may think that they know what’s best for society, for individuals, but I violently disagree. I think that they know what’s best for the privileged class. And I’m terrified of the consequences that these moves are having for those who don’t live in a lap of luxury. I say this as someone who is privileged, someone who has profited at every turn by being visible. But also as someone who has seen the costs and pushed through the consequences with a lot of help and support. Being publicly visible isn’t always easy, it’s not always fun. And I don’t think that anyone should go through what I’ve gone through without making a choice to do it. So I’m angry. Very angry. Angry that some people aren’t being given that choice, angry that they don’t know what’s going on, angry that it’s become OK in my industry to expose people. I think that it’s high time that we take into consideration those whose lives aren’t nearly as privileged as ours, those who aren’t choosing to take the risks that we take, those who can’t afford to. This isn’t about liberals vs. libertarians; it’s about monkeys vs. robots.

    14. Mai 2010 26
  • : 9 vor 1: Verhandlung Jörg Tauss, BKA-Begehrlichkeiten, die NYT und ein dreckiger Unix-Witz [Update]
    9 vor 1: Verhandlung Jörg Tauss, BKA-Begehrlichkeiten, die NYT und ein dreckiger Unix-Witz [Update]

    Am 18. Mai beginnt vor dem Landesgericht Karlsruhe das Strafverfahren gegen Jörg Tauss. Beschuldigt wird das derzeit wohl prominenteste Mitglied der Piratenpartei “des Besitzes und der Verbreitung von kinderpornografischem Material”.

    Update 16.05.: Der Anwalt von Jörg Tauss schrieb mir, dass Tauss lediglich des Besitzes und des „sich und einem anderen Verschaffens“, nicht aber der Verbreitung beschuldigt wird. Meine Quelle war das von Tauss geführte Blog „Tauss-Gezwitscher“ (siehe Link). Offensichtlich ist war es dort auch falsch formuliert.

    Ich spare mir an dieser Stelle die üblichen Floskeln zur Unschuldsvermutung. Schlicht, weil ich Tauss’ Erklärung vom 11.03.2009 (PDF) für glaubhaft und plausibel halte:

    […] Wenn ich heute behaupten kann, einer der wenigen Experten auf diesem Gebiet, wahrscheinlich nicht nur im Bundestag zu sein, hängt es eben auch damit zusammen, dass mir ein Zugang in diese Bereiche gelungen ist, ohne daran ein irgendwie geartetes außerdienstliches Interesse gehabt zu haben.

    Warum tut man das? Mir ging es darum, eigene Erkenntnisse für die politische und gesetzgeberische Arbeit zu diesem Thema zu gewinnen. […] ich habe dabei in der Überzeugung gehandelt, als zuständiger Fachpolitiker im Bundestag zu solchen Recherchen berechtigt gewesen zu sein und mich dabei auch im Rahmen des nach § 184b Absatz 5 StGB Erlaubten verhalten zu haben. […]

    Gewiss, es mag naiv und dumm gewesen zu sein, eigenständig in der Szene zu recherchieren. Ob Tauss sich damit schuldig im Sinne des Gesetzes gemacht hat, muss das Gericht entscheiden.

    # Pressemitteilung zum Beginn des Strafverfahrens gegen Jörg Tauss (Jörg Tauss)

    13. Mai 2010 24
  • : 5 vor 12 (und dann noch zwei)
    5 vor 12 (und dann noch zwei)

    Erstmal ist da die Sache mit den vielen Internets. Und dann hätte ich noch 7 Links. Ja nur sieben heute, und zwar aus Gründen. Es gibt nämlich viel zu lesen heute. Da möchte ich niemanden mit einer langen Einleitung aufhalten.

    Der Artikel hinter dem ersten Link ist noch vergleichsweise übersichtlich. Ich musste den einfach mit aufnehmen, allein schon wg. des „Und die Justizministerin fand das auch nicht ok“-Faktors.* Schön wäre übrigens auch, wenn sich die Justizministerin noch etwas intensiver mit dem Thema Abmahnungen beschäftigten würde. Bei Stefan Niggemeier gibt es da einiges zu lesen (inkl. aktuellem Beispiel). Schließlich ist nicht nur ELENA schlecht.

    Weiter geht’s bei Carta, wo Christian Heller unter anderem über Trolle und den artgerechten Umgang mit ihnen schreibt. Prof. Dr. Heckmann schreibt einen Link weiter über Regulierung. Und darüber, wer wen wofür schützen sollte, unter anderem im Web 2.0. Anschließend erklärt Kathrin Passig das mit den Internets und Twitter nochmal in gut 19.000 Zeichen (Keine Sorge, liebe Twitterati, das sind auch nur ~140 Tweets). Deutlich kompakter – aber nicht minder lesenswert – ist Niels Nagels Zusammenfassung der Entwicklung rund um den „Like“-Button bei Facebook. Dito Torsten Kleinz’ Stück zur Auskunftsunwilligkeit von Behörden bei Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz.

    # SchülerVZ: Datenklauber alarmiert Justizministerin (C. Stöcker und K. Lischka, SpOn)
    # Über Abmahnungen (Stefan Niggemeier)
    # Die Ressource Ignoranz (Christian Heller, carta)
    # Das Recht der Schwächeren im Internet (Dirk Heckmann, Legal Tribune)
    # Abschied vom Besten (Kathrin Passig, Merkur)

    # Facebooks „nutzerbetriebene Rasterfahndung“ (Niels Nagel, tagesschau.de)
    # Informationsfreiheit: Was der Bürger (nicht) wissen darf (Torsten Kleinz, Focus Online)

    *Die Leute im normalen Leben fragen ja manchmal, warum wir Dinge ins Internet schreiben.

    PS: Mein ganz persönlicher Held des Tages ist selbstverständlich Jens Best mit seiner trotzig infantilen „Pro Google Street View“-Kampage. Früher musste man für 15 Minuten Ruhm noch nackt über eine Autobahn torkeln, heute reicht ein Tweet.

    4. Mai 2010 6
  • : Timeline der Einstellung von Facebook zu Datenschutz
    Timeline der Einstellung von Facebook zu Datenschutz

    Die Electronic Frontier Foundation hat in einer Zeitleiste aufgelistet, wie sich innerhalb der vergangenen fünf Jahre die Einstellung von Facebook zum Thema Datenschutz / Privatsphäre der eigenen Nutzer verändert hat: Facebook’s Eroding Privacy Policy: A Timeline.

    Das beginnt 2005 mit:

    No personal information that you submit to Thefacebook will be available to any user of the Web Site who does not belong to at least one of the groups specified by you in your privacy settings.

    Und endet vorläufig mit:

    When you connect with an application or website it will have access to General Information about you. The term General Information includes your and your friends’ names, profile pictures, gender, user IDs, connections, and any content shared using the Everyone privacy setting. … The default privacy setting for certain types of information you post on Facebook is set to “everyone.” … Because it takes two to connect, your privacy settings only control who can see the connection on your profile page. If you are uncomfortable with the connection being publicly available, you should consider removing (or not making) the connection.

    Während in den Anfangszeiten (zumindest in den Verlautbarungen) die Kontrolle der Nutzer über ihre eigenen Daten im Vordergrund stand, hat man im Laufe der Zeit diesen Weg vollkommen verlassen.

    2. Mai 2010 15
  • : 5 vor 12 (heute: 4 + 3)
    5 vor 12 (heute: 4 + 3)

    Die kleine netzpolitische Medienschau kurz vor Mitternacht. Heute mit 2x Urheberrecht …

    # TERA Studie zu wirtschaftlichen Folgen von Raubkopien zum Download (Musikindustrie)
    # „Fair use“ generates trillions in the US alone (Nate Anderson, ars technica)

    … sowie Computerspielen und Netzneutralität …

    # Deutscher Computerspielepreis: Lobbyismus und Vorurteile (Thomas Lindemann, Welt)
    # Netzneutralität: Freie Fahrt auf der Datenautobahn (Holger Schmidt, FAZ)

    … und, das wird euch sicher überraschen, 2x Facebook und 1x Social Media:

    # Facebook – Ein Sonderfall im Ökosystem des Internets? (Christoph Kappes, carta)
    # Facebook: So werden 5.000 Fans relevant (w&v)
    # Ein Weltkonzern scheitert an Social Media (Dr. Oliver Hermes)

    28. April 2010 7
  • : 5 vor 12 (x3): Lex Google, Papst, Krisen & Kritik
    5 vor 12 (x3): Lex Google, Papst, Krisen & Kritik

    Laut NDR Online fordert die Stadt Hamburg ein Gesetz gegen das flächendeckende Filmen ganzer Straßenzüge durch private Firmen wie Google. Warum das vielleicht keine so gute Idee ist, kann man bei Thomas Wiegold und Enno Park nachlesen.

    # Street View: Hamburg plant Gesetz gegen Googles Datenhunger(NDR)
    # Wir nennen es Datenschutz (Thomas Wiegold)
    # Hamburg plant Anti-Streetview-Gesetz (Enno Park)

    Ein anderes Gesetz, über das bereits freudig debattiert wurde, soll es noch gar nicht geben: Das „Löschgesetz“ gegen Kinderpornographie im Internet, das das derzeit nicht in einer bestimmten Weise nicht angewendete „Zugangserschwerungsgesetz“ ersetzen sollte. Zumindest liege dieses neue Löschgesetz noch gar nicht vor, wie ein Sprecher des Justizministeriums die Meldungen vom Wochenende dementierte. Soso.

    # Löschgesetz: Justziministerium dementiert neuen Gesetzentwurf (Legal Tribune)
    # Facebook: Bringe alle deine Freunde zu uns (Friederike Haupt)

    Im Grunden wussten wir es ja schon immer: Das Internet ist schuld! Und das sicher nicht nur an der Medienkrise und der „Verschmutzung des Geistes“!

    27. April 2010 17
  • : 5 vor 12 (heute: 2x3+3)
    5 vor 12 (heute: 2x3+3)

    Apropos Netzsperren. Ab 10 Uhr diskutiert der Innenausschuss des Europaparlaments über die von Cecilia Malmström geforderten Netzsperren. Hier soll/wird es einen Livestream geben. Morgen (27.04.) ab 10 Uhr.

    Ansonsten war heute nicht nur „Welttag des geistigen Eigentums“, sondern auch „Das Internet verändert die Welt“-Tag. Gut, der ist ja eigentlich jeden Tag, aber irgendwie muss ich ja zu den nächsten drei Links überleiten:

    # Evgeny Morozow über das Internet und zerstörte Hoffnungen (Foreign Policy)
    # Gepflegtes Shirky-Bashing: The Shirky Rules (Tom Slee)
    # Peter Kruse: Das Internet hat die Regeln der Macht neu definiert (Welt)

    Und sonst so? Facebook. Überall Facebook!

    # Facebook zieht deutscher Konkurrenz davon (FAZ.net)
    # Peter Cashmore: Facebook Does What’s Best For Facebook (Mashable)
    # Kevon Kelleher: What Can Stop Facebook? The App Economy Can. (TheBigMoney)

    Andererseits, braucht es dafür Apps? Braucht es überhaupt dedizierte Apps? Das hat sich letztens Markus Breuer gefragt:

    # iPhones, iPads und der App-Store – Ein strategischer Ansatz für den Umgang mit dem mobilen Internet (Markus Breuer)

    PS: http://openlike.org/ ist schon bekannt, oder?

    26. April 2010 6
  • : Facebook-Protest: Drohgebärden für alle!
    Facebook-Protest: Drohgebärden für alle!

    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Nico Lumma die Drohung von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner, ihre Facebook-Mitgliedschaft zu kündigen, nicht sonderlich ernst nimmt.

    […] daraus ist jetzt seheichmichgezwungen.de entstanden, weil die Drohgebärde der Frau Aigner einfach zu absurd dämlich ist.

    Drohgebärden für alle! Viel Spass damit.

    Ich sehe das zwar ein bisschen differenzierter, aber gut, kann man machen. Haben in den letzten 26h sogar schon über 1000 Leute gemacht.

    Eine andere Möglichkeit, seinem Ärger Luft zu machen, ist die von Malte Spitz (Grüne) gegründeten Protestgruppe „Facebook Privacy Control – NOW!“ bei, genau, Facebook:

    10. April 2010 66
  • : Falk über Facebook, drüben bei den Grünen
    Falk über Facebook, drüben bei den Grünen

    Liebe Parteien und Journalisten, falls einer von euch gerade einen Experten zum Thema „Facebook“ sucht, kann ich Falk Lüke empfehlen.* Falk arbeitet als Referent für Verbraucherrechte in der Digitalen Welt beim Verbraucherzentrale Bundesverband und kennt sich mit diesem Internet ziemlich gut aus.*

    Wie ein typisches Interview mit Falk aussehen kann, könnt ihr gerade bei den Grünen sehen (oder hier auf Tagesschau.de hören). Ich verlinke es freilich nur deshalb,* weil ich gestern recht ähnliche Dinge hier in der Kommentarspalte schrieb. Naja, nur halt nicht ganz so clever formuliert. War ja auch kein Interview.

    Achso, eine Kontaktadresse? Gibt es zum Beispiel hier.

    *Disclosure: Ich hätte mit Falk fast schon einmal Kaffee getrunken (Dafür chatten wir regelmäßig). Zudem hat Falk vor seinem Job als Referent für Verbraucherrechte bei Newthinking gearbeitet (Das ist die Agentur, die quasi den Server für Netzpolitik.org sponsort). Und nein, ich bin immer noch kein Mitglied bei den Grünen (Andere Autoren schon. Wieder andere wählen SPD, Piraten, FDP und Dinge, die ich nicht weiß).

    7. April 2010 31
  • : Ilse Aigner gegen Facebook
    Ilse Aigner gegen Facebook

    Unsere Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat einen offenen Brief an Facebook geschrieben, in dem sie mehr Datenschutz und mehr Respekt vor den Datenschutzrechten der Nutzer fordert. Spiegel Online berichtet darüber und der Redaktion soll auch der Offene Brief vorliegen: Aigner zieht in den Kampf gegen Facebook. Auf der Facebook-Seite von Ilse Aigner findet man diesen auch, aber in einer anderen Form als bei Spiegel Online, die Austrittsdrohung fehlt u.a. (Vielleicht hat SpOn eine Langfassung?). Auf jeden Fall fordert sie:

    - Facebook muss sicherstellen, dass die persönlichen Daten aller Mitglieder umfassend geschützt werden.

    - Geplante Änderungen der Nutzungsbedingungen müssen allen Mitgliedern klar und deutlich bereits vor jeder Änderung mitgeteilt werden.

    - Grundsätzlich dürfen persönliche Daten nicht ohne Einwilligung automatisch an Dritte zu kommerziellen Zwecken weitergeleitet werden. Eine Weiterleitung und Kommerzialisierung privater Daten darf nur mit Zustimmung der betroffenen Personen erfolgen. Gerade weil besonders jungen Nutzern meist nicht bewusst ist, dass ihre persönlichen Profile zu kommerziellen Zwecken genutzt werden sollen, kommt Unternehmen wie Facebook eine besondere Verantwortung zu.

    Die ganze Vorgeschichte gibts bei Surfer-haben-Rechte zu lesen: Geplante Datenschutzbestimmungen bei Facebook hochproblematisch.

    Facebook kann und sollte man immer wieder dafür kritisieren, dass die Datenschutzrechte der Nutzer nicht ernst genommen werden. Insofern ist dieser Offene Brief zwar Symbolpolitik, wird aber vermutlich als Warnsignal bei Facebook in den USA ankommen. Und bei Ilse Aigner warten wir dann mal drauf, dass sie als neue Datenschützerin auch konsequent die Vorratsdatenspeicherung kritisiert.

    5. April 2010 37
  • : Making Sense of Privacy and Publicity
    Making Sense of Privacy and Publicity

    Die Internetforscherin Danah Boyd hat auf der SXSW einen interessanten Vortrag über „Making Sense of Privacy and Publicity“ gehalten und das Transcript ihrer Rede online gestellt. Hat jemand vielleicht einen Link zum Audio- oder Video-Mitschnitt der Rede?

    14. März 2010 1
  • : Millionen Nutzerdaten von Facebook vor Veröffentlichung
    Millionen Nutzerdaten von Facebook vor Veröffentlichung

    ReadWriteWeb berichtet in einem ausführlichen, aber ausgesprochen unkritischen Artikel über die Pläne von Pete Warden, große Mengen an Nutzerdaten „für wissenschaftliche Arbeiten“ zugänglich zu machen:

    This Wednesday, Warden will make Friend, Fan page and name data from hundreds of millions of Facebook users available to the academic research community. It’s a move that Facebook has to have seen coming, a move that many in the data-centric community have been calling on the company itself to do for years, and an event that’s been complicated by Facebook’s recent privacy policy changes, which have muddied the waters of right and wrong but rendered even more data available for outside analysis.

    Wardens Projekt erinnert stark an den Skandal um SchülerVZ, bei dem ebenfalls massiv Nutzerdaten gecrawlt wurden, was eigentlich nicht hätte passieren dürfen. Dem wissenschaftlichen Interesse müssen hier starke Datenschutzbedenken entgegengebracht werden.

    9. Februar 2010 22
  • : Die 10 x 10 Gebote für die digitale Welt
    Die 10 x 10 Gebote für die digitale Welt

    Peter Glaser hat in seinem Blog die „Die 10 x 10 Gebote für die digitale Welt“ aufgeschrieben. Und die sollte man gelesen haben:

    Jahrtausendealt ist die Form der zehn Gebote, auch in der Gegenwart wird sie in immer neuen Variationen mit Botschaften befüllt. Kaum ein Bereich ist so sehr von Umbrüchen und Veränderungen erfaßt wie die Computer- und Netzwelt. Und nirgendwo scheint aber auch die Sehnsucht nach einer Ordnung in Form von jeweils zehn fundamentalen Regeln so stark zu sein wie in der digitalen Welt. Ich hab mal zehn davon zusammengestellt:

    14. Januar 2010 2
  • : Interview mit einer Facebook-Angestellten
    Interview mit einer Facebook-Angestellten

    Das Online-Magazin The Rumpus hat ein lesenswertes Interview mit einer Angestellten von Facebook veröffentlicht. Es geht vor allem darum, was das Social Network über seine Nutzer speichert. Kurz gesagt: Alles.

    Rumpus: When you say “click on somebody’s profile,” you mean you save our viewing history?

    Employee: That’s right. How do you think we know who your best friends are? But that’s public knowledge; we’ve explicitly stated that we record that. If you look in your type-ahead search, and you press “A,” or just one letter, a list of your best friends shows up. It’s no longer organized alphabetically, but by the person you interact with most, your “best friends,” or at least those whom we have concluded you are best friends with.

    Da die Angestellte anonym bleibt, gibt es nicht nur in den Kommentaren auf The Rumpus Vorwürfe, es handele sich um eine Fälschung. Johannes Boie schreibt, er prüfe das gerade. Völlig unglaubwürdig scheinen die Aussagen allerdings nicht.

    12. Januar 2010 16