Datenschutz

Das Facebook-Privatsphären-Einmaleins

Ich habe mir ja echt viel Mühe gegeben, aber gleichzeitig ist da immer noch das diffuse Gefühl, dass ich nicht alle Datenschutzeinstellungen bei Facebook verstanden habe. Die Grünen haben ein „Facebook-Privatsphären-Einmaleins“ als 12-Minuten langes Video online gestellt. *

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Recht ausführlich und mit vielen Links nach draußen erklärt Christian Stöcker auf Spiegel-Online den aktuellen Stand der Debatte: „Datenschutz bei Facebook – Wie die Privatsphäre erodiert“.

Man kann sich aber auch diese Infografik der New York Times anschauen, wo die Datenschutzeinstellungen visuell erklärt werden: Facebook Privacy: A Bewildering Tangle of Options. Was auch nicht ganz einfach ist bei 170 verschiedenen Optionen. Die Datenschutzerklärung hat übrigens 5830 Wörter und ist damit länger als die Verfassung der USA.

Auch schön ist die „Interaktive Graphik – Evolution of Privacy“, mit der man sich durch die Entwicklung der Privacy Settings von 2005-2010 zoomen kann.

* Disclaimer: Die Plattform datenschutz-ist-burgerrecht.de wurde vor zwei Jahren von newthinking gebaut.

Update: Jetzt startet auch MoveOn.org eine Kampagne gegen Facebook. Auf der Aktionsseite gibt es u.a. diese nette Grafik:

Update: Danah Boyd hat auch einen guten Kommentar zu Facebook: Facebook and “radical transparency” (a rant).

Zuckerberg and gang may think that they know what’s best for society, for individuals, but I violently disagree. I think that they know what’s best for the privileged class. And I’m terrified of the consequences that these moves are having for those who don’t live in a lap of luxury. I say this as someone who is privileged, someone who has profited at every turn by being visible. But also as someone who has seen the costs and pushed through the consequences with a lot of help and support. Being publicly visible isn’t always easy, it’s not always fun. And I don’t think that anyone should go through what I’ve gone through without making a choice to do it. So I’m angry. Very angry. Angry that some people aren’t being given that choice, angry that they don’t know what’s going on, angry that it’s become OK in my industry to expose people. I think that it’s high time that we take into consideration those whose lives aren’t nearly as privileged as ours, those who aren’t choosing to take the risks that we take, those who can’t afford to. This isn’t about liberals vs. libertarians; it’s about monkeys vs. robots.

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26 Kommentare
  1. Diese ganze halbgare Shice, wie man seine Daten privatsphärenkompatibel auf einer (früher oder später) öffentlich zugänglichen Seite einstellt erbärmlich; entweder man löscht den ganzen Kram oder man hat seine Daten online. Dazwischen wird’s nix geben, solang die Inhalte bei jemandem liegen, den man nicht kennt, aber trotzdem ‚irgendwie‘ vertrauen will.
    Das ist ein wenig wie »so können Sie sich regelmäßig besaufen und trotzdem fast überhaupt keine körperlichen Schäden davontragen«.

  2. Ich habe das Gefühl, dass Facebook den Datenschutz als Gesamtes irgendwie nicht so richtig ernst nimmt. Mark Zuckerberg hat sich mehrfach dahin gehend geäußert:

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,671083,00.html

    Die Funktionen zum Datenschutz bei Facebook sind derart unübersichtlich, dass man ein 12-minütiges Video braucht um sie zu erklären – und man versteht sie trotzdem nicht so ganz – außerdem weiß man ja nie so genau, ob sich wieder etwas ändert, was ja quasi immer passieren kann …

    Datenschutz und Facebook sind zwei Themen, die sich diametral gegenüber stehen – wer dort ein Konto hat, muss eben damit rechnen, dass der Datenschutz zu kurz kommt …

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