Öffentlichkeit

Piratenpartei: Löschen von Kinderpornographie überflüssig? (Update)

Liebe Piraten,

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ich hoffe doch sehr, dass es sich bei dem via dpa verbreiteten Statement, mit dem Ihr euch angeblich gegen das Löschen von Kinderpornographie aussprecht, um ein ziemlich böses Missverständnis handelt.

Jedoch stößt auch dies auf Kritik: So erklärte der Bund Deutscher Kriminalbeamter vor wenigen Tagen, Löschen sei nicht wirkungsvoller als Sperren. Auch die Piratenpartei, in der sich viele Netzaktivisten engagieren, bezeichnete das Löschen als überflüssig.

Wo finde ich Euer glaubhaftes Dementi?

Update, 18:45 Uhr: Inzwischen wurde die dpa-Meldung aktualisiert (Stand: 18:20 Uhr, hier die Fassung aus dem SZ-Ticker). Sie gibt die Position der Piratenpartei nun hoffentlich unmissverständlich wieder:

Die Piratenpartei, in der sich viele Netzaktivisten engagieren, erklärte am Mittwoch in Berlin, es sei «unfassbar», dass Köhler das Gesetz unterschrieben habe. Sprecher Simon Lange kritisierte zudem, für das Löschen von Seiten brauche man keine neuen Gesetze.

Einen Hinweis auf den Fehler in der ursprünglichen Meldung sucht man vergebens. Zurückgezogen wurde sie wohl auch nicht.

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129 Kommentare
  1. Wurde gerade getwittert: Zitat @Piratenpartei „#Zensursula: Wir sind nicht gegen das Löschen, wir sind gegen ein Lösch-GESETZ. Es ist schlicht überflüssig. Qualitätsjournalismus…“

  2. ähm, dass gewisse Medien gewisse Probleme haben, zwischen „Löschen“ und „Sperren“ zu unterscheiden, sollte mittlerweile eigentlich bekannt sein. Diese „Ente“ läuft schon seit Mai immer wieder durch die Medien und wurde auch hier mehrfach schon erwähnt. Dass die Piratenpartei so was niemals behaupten würde, sollte trotz der Geschichte mit Aaron Koenig relativ klar sein.

  3. Sorry, aber daß hier die dpa Quatsch verbreitet sollte eigentlich sofort jedem klar sein. Man muss ja nicht jede Gelegenheit für nen billigen Spruch von der Seite nutzen.

  4. @Urbster: Ja, mag sein. Und das möchte ich nun bitte offiziell und als Korrektur via dpa lesen.

    Torsten vom Bildblog meinte via IM gerade, dass es sich wohl um eine recht freie Interpretation einer Interviewaussage von Simon Lange handeln könnte:

    Zufrieden sind sie dennoch nicht mit den Plänen für ein Löschgesetz. „Das ist total überflüssig und lächerlich“, sagte der Sprecher der Piratenpartei, Simon Lange. Bestehende Gesetze reichten aus, um Kinderporno-Seiten zu löschen.

    Quelle: http://www.swp.de/crailsheim/nachrichten/politik/art4306,359098

    Wie auch immer, um ein offizielles Dementi kommen die Piraten bei der Nummer nicht rum. Die dpa möge sich anschließend für die zweite Blamage diese Woche entschuldigen.

    @robin: Twitter reicht hier nicht.

  5. Das Löschen von illegalen Inhalten ist ohne Zugangserschwernisgesetz oder dem fiktiven Löschgesetz möglich. :) Alles andere ist nur ein „Volksbeeindruckungsgesetz“.

    Entweder war der Journalist zu unfähig oder es ist ein gezielter Versuch der PP zu schaden. Vielleicht weil die Sonstigen in Umfragen mit der FDP gleichgezogen haben ?

  6. @Jens: Den Menschen da draussen, die nicht den ganzen Tag vor dem Rechner hängen, ist das ganz und gar nicht klar.

    Die lesen eine dpa-Meldung, die mehr oder weniger direkt von hunderten Zeitungen und Newsseiten übernommen wird. Und so, wie sie im Moment im Umlauf ist, schadet sie nicht nur der PP, sondern allen „Netzaktivisten“, die sich in den letzten Monaten engagiert haben.

    Das da oben ist auch kein „Spruch von der Seite“, sondern ein von mir freundlicherweise für die PP auf den Elfmeterpunkt gelegter Fußball.

  7. Hauptsache, schnell einen Blogpost gegen die Piratenpartei schreiben. Könnte ja ein erneutes Fettnäpchen sein. Vielleicht sollte man erst einmal abwarten oder direkt anfragen?

  8. Ich muss da Jörg zustimmen.

    Vorallem junge Frauen aus bildungsfernen Schichten glauben wirklich, dass man für Kinderpornographie ist wenn man gegen das Zugangserschwernisgesetz ist. Mit logischen Argumenten kommt man da auch nicht weiter.

    Eine derartige DPA-Meldung ist da natürlich Gift.

    1. Mit „verzweifelt“ habe ich absichtlich ein bisschen übertrieben ;)

      Dennoch kann einem der Name nicht entgehen, wenn man auch nur ein bisschen runterscrollt oder ab und an die aktuelle Meldung liest.

      Naja, wird ja nun nicht mehr passieren, zitiere: „Mission accomplished“ :)

      Und schließlich: Ja, wir stehen auf derselben Seite!!

      EOD und Gruß

  9. @Jörg-Olaf Schäfers

    @Urbster: Ja, mag sein. Und das möchte ich nun bitte offiziell und als Korrektur via dpa lesen.

    Nur weil irgendein Journalist „Sperren“ und „Löschen“ nicht auseinander halten kann? Mach dich doch nicht lächerlich…

  10. Nichts für ungut, aber wenn netzpolitik.org hier seinem eigenen Anspruch hätte gerecht werden wollen, dann hätte man das anders gelöst.
    Das ist kein freundliches „Ball auf den Elfmeterpunkt legen“ sondern schlichtweg nichts anderes als BILD-Zeitungs Methodik.
    Völlig überflüssiger, effektheischender Eintrag. Schade, das schadet netzpolitik.org

  11. Naja wäre schon sinnvoll gewesen, wenigstens bei der Piratenpartei anzufragen und nicht blind den dpa-Text (der keine Quellenangabe enthält) zu übernehmen.

    Du hättest der Sache mehr gedient, wenn du eine solche kleine Gegendarstellung hier verbreitet hättest, statt noch in die gleiche diffamierende und sachlich falsche Kerbe zu hauen und deinerseits noch mehr negativen Druck aufzubauen ;-)

    1. @Martin: Es dürfte jedem Leser hier bewusst sein, dass dpa da einen Fehler gemacht hat. Was Joerg-Olaf mit dme Posting wohl bezweckt hat, war die Piratenpartei darauf hinzuweisen, dass man schnell reagieren muss und zwar wegen der anderen Zielgruppen, die sowas dann in der Zeitung lesen. Und dafür reicht kein Dementi auf Twitter.

  12. Sorry… aber so langsam finde ich die Negativeinstellung von dir gegen die PP irgendwie ätzend. Mag ja sein, dass die Partei viele Fehler gemacht hat in letzter Zeit. Bei anderen Partei werden solche Schnitzer schon nicht mehr wahrgenommen, was es da alles schon an Skandalen gegeben hat, welche ganz andere Dimensionen haben.

    1. @Halodri: Wenn es bei anderen Parteien solche Schitzer in der Netzpolitik-Diskusison gibt, berichten wir darüber auch. Und in der Regel noch schärfer, wie Du hier im Archiv zahlreich feststellen kannst.

  13. ich halte löschen für genauso schwachsinnig wie sperren. welcher webseiten/server betreiber hat denn bitte keine offline-backups die er innherhalb kürzester zeit wo anders wieder neu reinstellt?

  14. @ Markus: Ich nehme an, das ihr hinreichend gut vernetzt seid, um den Gehalt der dpa-Meldung auch ohne diesen Eintrag abklopfen zu können.

    Wäre vermutlich eine Sache gewesen, die keine halbe Stunde gedauert hätte. Danach hätte man sich dann nicht mehr zu der hier gebotenen Überschrift in bester Springer-Tradition versteigen müssen.

    1. @Walter: Nochmal, Du verstehst das wohl noch nicht. Bei jeder anderen Partei mit einem ähnlichen Statement hätten wir hier richtig drauf gehauen. Und das wäre von allen Piraten heftig verlinkt und weitergetwittert worden.

  15. Da Netzpolitik.org die Piraten seit längerer Zeit beobachtet hätte der gesunde Menschenverstand sagen müssen, das dies so nicht stimmen kann. Aber so bald es um die Piraten geht mutiert man hier zur Bild..

  16. @Martin: Ob du es glaubst oder nicht, das da oben halte ich tatsächlich für die schnellste Möglichkeit eine offizielle Stellungnahme zu bekommen. Bisher steht die übrigens noch aus (Nein, Twitter reicht hier nicht). Die dpa-Meldung wird derweil weiter verbreitet.

    @Halodri: Ich weiß nicht, ob es Fefe war, der das letztens schon einmal schrieb, aber diesen latenten Verfolgungswahn unter Piratenanhängern finde ich langsam ein wenig beängstigend.

    Ich kritisiere die Piraten, wenn ich es für nötig halte (und Zeit habe), ganz genau, wie jede andere Partei auch (ok, bei manchen habe ich aufgegeben). Damit werdet ihr leben müssen. Oder, um es mit Serdar Somuncu zu sagen: „Meine Intoleranz ist grenzenlos“.

  17. Kommt mal bitte runter :)

    Die Überschrift ist zwar ein bisschen reißerisch ala Bild. Aber fest steht ja wohl, dass weder die PP sowas gesagt hat (also dort auch kein „Schnitzer“ passierte, noch dass irgendwer hier der PP unterstellen möchte, dass sie gegen die Löschung von illegalen Inhalten ist.

    Der GAU ist auf Seiten der DPA passiert :) Und anscheinend hat die PP schnell genug reagiert und spricht direkt mit der DPA anstatt reisserische Pressemitteilungen zu veröffentlichen :)

    Hat da jemand was gegen ?

  18. Das Ziel dieses Posts mag ja ok sein, und normalerweise stimme ich netzpolitik der Kritik an Piraten auch zu, aber das hier ist einfach unterste Schublade.
    Der Vergleich mit der Bild passt schon ganz gut: einfach schön dick auftragen, wird schon für bischen buzz sorgen.

  19. Ich glaube was Andi meint ist, dass eure Meldung doch ziemlich unreflektiert ist. Das kann ich durchaus nachvollziehen. Vielleicht solltet ihr eure eigene Meldung kritisch betrachten, denn die Aussage der Piraten war immer LÖSCHEN STATT SPERREN – wenn nun DPA etwas anderes meldet, hm, wo ist dann wohl möglicherweise die Fehlerquelle am wahrscheinlichsten?

  20. @andi: Sorry, aber der „gesunde Menschenverstand“ ist ein denkbar ungeeignetes Kriterium bei der Bewertung gerade junger Parteien oder Bewegungen.

    Und bei all den Kommunikationsunfällen, die sich gerade Vertreter der Piraten in den letzten Monaten geleistet haben, kann man – so bitter das klingt – nicht einmal ausschließen, dass das Zitat authentisch ist ,(

    DAS ALLES ist aber vollkommen irrelevant, da das Statement aktuell via dpa verbreitet wird und in den Redaktionen des Landes landet. Und somit morgen früh auf dem Tisch von Leuten, die sich nicht mit den Positionen der Piraten beschäftigt haben.

    Eine aus Piratensicht evtl. unangenehme Formulierung hier bei np.org ist dem gegenüber geschenkt. Von mir aus lasse ich mich dafür auch gerne mit Katzendreck bewerfen, wenn es irgendwen befriedigt.

  21. @Markus: Mach Dir mal keine Sorgen, was ich richtig verstehe.
    Hier geht es im Kern um eine im Moment nicht einmal eineinhalb Stunden alte dpa-Meldung, die für jeden halbwegs denkbegabten Menschen ohne weiteres als falsch bzw. falsch interpretiert identifiziert werden kann. Ob das von der dpa bewußt oder aus Schlampigkeit heraus so geschehen ist sei mal dahingestellt.

    Daraus macht Jörn-Olaf einen Eintrag mit einer Schlagzeile die – eurer Reichweite auch und gerade bei anderen Medien werdet ihr euch bewußt sein – jedem anderen für wilde Spekulationen gereicht.

    Ihr könnt euch das schön reden wie ihr wollt („Elfmeter“ …), aber mit (hoffentlich nur) diesem einen Eintrag hat netzpolitik.org genau das selbe Level an Qualitätsjournalismus bewiesen wie oben die dpa.

    Was mich angeht erwarte ich übrigens nicht, das auf andere Parteien noch wesentlich härter draufgeschlagen würde. Die gleiche Sorgfalt, Schärfe und Recherche bei allen würde schon genügen.

    1. @Walter: Das mit dem „halbwegs denkbegabten Menschen“ verstehst Du falsch, wie sonst wäre denn so ein Satz in eine dpa-Meldung gekommen? Meinst Du, da denkt niemand?

      Außerdem: Die Überschrift ist ein Zitat aus der Meldung. Das machen wir hier ganz häufig. Vor allem bei anderen Parteien. Da gibts nie Ärger von irgendwelchen Piraten für.

  22. @Marc: Was kann an einer öffentlichen Frage unreflektiert sein? Zumal drunter steht, dass ich auf ein zeitnahes Dementi hoffe?

    BTW: Wo finde ich das Dementi? Ausser bei Twitter?

    PS: So langsam glaube ich, ich diskutiere hier mit den Anhängern einer Sekte ,(

  23. Der offizielle Pressesprecher der Piraten dementiert Sekunden später schon auf Twitter inkl. Infos zur Kommunikation mit der DPA und du wartest auf ein offizielles Dementi auf der Webseite? Das ist echt etwas retro ;-)

  24. @Walther: Wie „halbwegs denkbegabte Menschen“, und ich unterstelle mal, dass solche im Politikressort des Tagesspiegels arbeiten, das Statement interpretieren, kannst du oben bereits lesen.

    Bist du dir sicher, dass du auf den Richtigen einprügelst?

  25. @Jörg: „Zumal drunter steht, dass ich auf ein zeitnahes Dementi hoffe?“

    Das ist das Problem mit dem Beitrag, er ist interpretierbar. Hoffst du, oder forderst du?

    Ich denke es wäre besser gewesen die Meldung etwas unfangreicher und weniger interpretierbar zu verfassen. Die Meldung ist nicht sachlich gehalten und sollte nicht zumindest Sachlickeit ein Kriterium von journalistischen Beiträgen sein?

    Diese Kritik kannst du dir zu Herzen nehmen, oder es lassen, ganz wie du magst.

    „BTW: Wo finde ich das Dementi? Ausser bei Twitter?“

    Es wird doch bereits daran gearbeitet, warum gibst du den Piraten denn nicht wenigstens ein paar Stunden Zeit, oder soll wieder ein Schnellschuss publiziert werden, so wie der Beitrag oben?

    „PS: So langsam glaube ich, ich diskutiere hier mit den Anhängern einer Sekte ,(“

    Provozieren hilft nicht auch nicht weiter.

  26. Auch ohne Pirat zu sein, fände ich es in einem solchen Fall wesentlich besser, die Piraten nicht-öffentlich um eine Stellungnahme zu bitten und diese dann gleich zusammen mit der Falschmeldung zu bringen.
    Auch wenn sie möglicherweise anders gemeint war, klingt die Meldung wie eine Mischung aus unreflektiert nachgeplappert und einem persönlichen Seitenhieb.

    (das ist implizit ein Lob dafür, dass Ihr es sonst wesentlich besser macht ;-) )

  27. Beide Seiten haben ihren Standpunkt und jeder kann mal Fehler machen.

    Tut alln hier Lesenden den Gefallen und rüstet verbal ein wenig ab.

    Ist jetzt nich son großes Drama, mann kann sich ja zusammen darauf konzentrieren wie bzw. ob dieses kleine DPA Fehlerchen seinen Weg in die „Maschine“ findet ;)

  28. @Markus: Der Satz kommt in die Meldung, weil derjenige bzw. diejenigen wenigigen die für die Meldung verantwortlich sind, einen Fehler gemacht haben. Anderes will ich mal gar nicht unterstellen.

    Ihr hingegen (denkbegabt) habt ja durchaus verstanden, wie der Hase läuft, das Thema dann aber imho sehr falsch angefasst.

    Das die Überschrift ein Zitat ist tut nichts zur Sache, bleibt trotzdem falsch.

    @Jörg-Olaf: Wir wollen jetzt doch nicht wirklich diskutieren, wieviel Arbeit und Überprüfung in den meisten deutschen Online-Redaktionen noch in die Bearbeitung von dpa-Meldungen fließt, bevor die Online gehen, oder?

    wie man es geschickter macht zeigt übrigens das Bildblog:
    http://www.bildblog.de/16390/auch-loeschen-will-gelernt-sein/

  29. Nur das morgen früh nicht twitter sondern die zeitung auffem tisch liegt, ich kann die ansicht von Herrn Schäfers verstehen. Scheinbar kann er noch sehen das twitter irrlevant für die politische meinungsbildung der NICHT netzgemeinde ist.

  30. Also warum sollte man so etwas dementieren? Schon mal einen Blick in das Wahlprogramm, die Diskussionen oder die Mailinglisten der PP geworfen?

    Nur weil irgend so ein Spinner die Welt verdreht? Also ehrlich, damit diskreditiert er sich doch selbst.

  31. Das ist das Problem mit dem Beitrag, er ist interpretierbar.

    Ebenso wie das von der dpa verbreitete Statement.

    Hoffst du, oder forderst du?

    Beides, ehrlich gesagt.

    Ich denke es wäre besser gewesen die Meldung etwas unfangreicher und weniger interpretierbar zu verfassen.

    Sorry, nein. Ich bin kein Parteisprecher. Zudem ist Netzpolitik.org ein Blog mit einer entsprechend vorinformierten Leserschaft.

    Daraus macht Jörn-Olaf einen Eintrag mit einer Schlagzeile die – eurer Reichweite auch und gerade bei anderen Medien werdet ihr euch bewußt sein – jedem anderen für wilde Spekulationen gereicht.

    Ich bin mir unserer Reichweite sehr wohl bewußt. Sie bereitet mir regelmäßig Bauchschmerzen (einer der Gründe übrigens, warum mich Fefes Art, jeden Unsinn ungeprüft in den Welt zu pusten, so aufregt).

    Und nun mal ernsthaft: Glaubst du wirklich, dass obige Überschrift mehr kaputt macht, als es ein undementiertes und unthematisiertes Statement in einer dpa-Meldung kann?

    Ich bin da jedenfalls komplett anderer Ansicht. Gerade dadurch, dass hier auch der ein oder andere Medienvertreter mitliest, kommt vielleicht auch der ein oder andere auf die Idee, doch nachzuhaken und den (offensichtlichen?) Unsinn nicht 1:1 zu übernehmen.

    So oder so: Du darfst mir Absicht unterstellen.

  32. Jörg-Olaf, kann es sein, dass Du Dich da in was verrannt hast? Ja, die Piraten sollten den Fehler (obwohl sie ihn offenkundig nicht selbst verschuldet haben) so schnell wie möglich dementieren – im eigenen Interesse. Aber durch diesen Blogeintrag trägst Du doch noch mit dazu bei, das falsche Gerücht weiter zu verbreiten. Ist das clever?

  33. @jay: Herrje. Die meisten Menschen, die in den nächsten Stunden die möglicherweise vergeigte dpa-Meldung lesen werden, werden sich nicht die Mühe machen, das Statement mit dem Parteiprogramm abzugleichen. Wie naiv kann man sein?

    @KinNeko: Prima, hast du einen Link für mich?

    @tobi: Sobald ich ein offizielles Statement der Piratenpartei finde oder zugeschickt bekomme, gibt es selbstverständlich ein Update.

  34. Also ich als Piraten-Sympathisant muss sagen,dass ich an diesem Blogeintrag nicht wirklich etwas negatives feststellen kann.

    Eher finde ich das rumgeheule und die Beschimpfungen / Unterstellungen einiger Piratenanhänger unpassend und lächerlich.

    Das Beispiel mit dem Tagesspiegel (Laut Website erscheint der Beitrag in der morgigen Druckausgabe) zeigt wie schnell eine solche Falschmeldung verbreitet wird.

    Ist sie dann erst mal gedruckt ist es umso schwerer, sie zu wiederrufen..

    Der Beitrag hier, auch wenn er etwas hämisch wirkt, empfinde auch ich als gutmeinte Aufforderung schnellst möglich eine „offizielle“ Richtigstellung zu verbreiten, damit die Auswirkungen der Falschstellung möglichst gering bleiben.

    Das die DPA da Piraten falsch zitiert hat, ist jedem Leser von Netzpolitik klar,deswegen wäre eine Richtigstellung hier meiner Meinung nach überflüssig.

    Aber wie der Autor schon gesagt hat,ist es in der Offline-Welt eben nicht soo klar.Deshalb ist eben eine zeitnahe „offizielle“ Richtigstellung so wichtig

  35. Wir wollen jetzt doch nicht wirklich diskutieren, wieviel Arbeit und Überprüfung in den meisten deutschen Online-Redaktionen noch in die Bearbeitung von dpa-Meldungen fließt, bevor die Online gehen, oder?

    Genau das ist doch das Problem.

    Und ja, ich kannte Torstens Ansatz für den Bildblog-Eintrag, als ich meinen Blogeintrag im CMS freigab. Wir haben parallel Quellen recherchiert. Siehe auch meinen Kommentar #6, ganz oben.

  36. „Wo finde ich Euer glaubhaftes Dementi?“

    … in jedem Text der Piratenpartei, der sich mit dem Thema auseinandersetzt. Wenn man bei einer dpa-Meldung schon eine Falschmeldung vermutet, dann hilft Recherche. Daraus kann man dann aber natürlich nicht so einen lautsprecherischen Artikel machen.

    JFTR: Das gilt auch bei Artikeln über andere Parteien.

    1. Mal kleiner Krisenkommunikation-Crashkurs für Piraten, falls es nochmal zu einem solchen Kommunikationsproblem kommt:

      1.Schritt (Durchgängig): Medien beobachten. Wenn Fehler auftritt, sofort kommunizieren. Nein, Twitter alleine reicht nicht. Wenn es gedruckt ist, gehen die Leser (wenn überhaupt) auf die Webseite. Und ja: Auch 2010 sind nicht alle Journalisten auf Twitter oder lesen Blogs. Auf einen solchen Fehler bei einem solchen schnellen Verbreitungsmedium wie dpa sollte rasch was auf die Startseite der Webseite. (Nicht Morgen!) Und nein, Journalisten lesen in der Regel nicht erstmal Parteiprogramme, um eine Aussage zu verifizieren. Die wissen von vielen anderen Parteien, dass es üblich ist, wenn Politiker sich gerne von den eigenen Programmen distanzieren.
      2. Schritt: Medien beobachten (Konkret auf diesen Fehler hin). Übernimmt jemand das falsche Statement? Wenn ja -> Sofort kontaktieren und auf Fehler hinweisen. Freundlich sein. Nicht beschimpfen.
      3. Schritt (Parallel): Nicht lauter Ressourcen in die Beschimpfung derjenigen stecken, die auf den Fehler hinweisen.

  37. @Tobi/KinNeko: Die überarbeitete dpa-Meldung liegt inzwischen vor. OHNE Hinweis auf einen Fehler in der Ursprungsmeldung – und, wenn ich das richtig sehe, auch ohne deren Rücknahme.

    Zumindest die Position der Piraten wird nun etwas deutlicher:

    Die Piratenpartei, in der sich viele Netzaktivisten engagieren, erklärte am Mittwoch in Berlin, es sei «unfassbar», dass Köhler das Gesetz unterschrieben habe. Sprecher Simon Lange kritisierte zudem, für das Löschen von Seiten brauche man keine neuen Gesetze.

  38. @Sascha: „Eher finde ich das rumgeheule und die Beschimpfungen / Unterstellungen einiger Piratenanhänger unpassend und lächerlich.“

    Also ich empfinde das hier als Diskussion. Unterstellungen und Beschimpfungen habe ich jedenfalls noch keine gelesen.

  39. Ich finde die Meldung so wie sie ist gut. Sie informiert die Öffentlichkeit über eine DPA-Meldung und stellt die Richtigkeit dieser Meldung in Frage. Anders als andere Medien wird die Meldung kritisch hinterfragt und genau das ist der Unterschied zur Boulevardpresse. Ein direktes Interview oder Statement eines Parteimitglieds (O-Ton) wäre natürlich eine nahezu perfekte Antwort gewesen, aber auch so unterscheidet es sich deutlich von der Regenbogenpresse.

    Im übrigen sollte jedem klar sein, dass hier ein Blog gelesen wird und eben keine traditionelle Presse. Daher Lob für das kritische Hinterfragen und ob das ganze jetzt zu persönlich und zu wenig sachlich ablief…who cares, bei einem Blog….

    Insgesamt zeigt der Dementivorgang, dass man die herkömmlichen („retro“?) Kommunikationswege nicht unterschätzen sollte. Zumindest ein kurzes Vorab-Statement auf der Homepage wäre sinnig gewesen, um Verwirrungen vorzubeugen. Die Berichtigung bei der DPA ist wichtig, damit die Medien sich nachträglich korrigieren können.

  40. Es ist deine/eure Minimalpflicht, zumindest darauf hinzuweisen, dass dies offensichtlich nicht die Position der Piratenpartei ist. Die Twitter-Dementis, von denen ihr ja schon gleich zu Beginn Kenntnis hattet, sind der Anfang, die Streichung dieser falschen Zeilen aus der dpa-Meldung die zweite Stufe (von denen wird’s wahrscheinlich eh keine Stellungnahme geben) und das offizielle Dementi der Piraten der Schlusspunkt.

    Offensichtlich möchte man das aber stur aussitzen, aus welchen Gründen auch immer.

  41. @Jörg-Olaf(34): „Und bei all den Kommunikationsunfällen, die sich gerade Vertreter der Piraten in den letzten Monaten geleistet haben, kann man – so bitter das klingt – nicht einmal ausschließen, dass das Zitat authentisch ist“

    Sehr richtig. Und ein Grund dafür, warum ich die Partei nicht mehr ernst nehme und nur noch die immer neuen Kommunikations-GAUs rein zu Unterhaltungszwecken verfolge.

  42. @Marc:
    Ja, weitenteils ist es schon eine sachliche Diskussion.
    Aber trotzdem sind einige der typischen Unterstellungen aufgetaucht:
    Andi (11), Halodri (22)

    Dem Autor zu unterstellen, er zeige eine „negativ einstellung“ ggn. der PP bzw. ihm ginge „es doch auch nur noch darum mit Dreck auf die Piraten zu werfen“ finde ich lächerlich.

  43. @Markus: „3. Schritt (Parallel): Nicht lauter Ressourcen in die Beschimpfung derjenigen stecken, die auf den Fehler hinweisen.“

    Wo sind denn Beschimpfungen außer den grenzwertigen Sachen von realitätsfernen (Muss man nicht dementieren) Trollen?

    Und glaubst du ernshaft die Leute die hier mehr als einen kurzen Kommentar abgegeben haben sind in relevanter Art und Weise an Parteiarbeit beteiligt?

    Captcha „he claimed“ wie passen^^

    1. @Christoph Wagner: Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Vieles soll ja dezentral ablaufen. Im übrigen waren die Beschimpfungen auf Twitter wie immer etwas mehr als hier. Beides wäre nicht nötig.

  44. Mei, mir ist des Wurscht, ich bin kein Pirat. Nur sah mir dieser Artikel nicht wie ein Hinweis auf einen Fehler aus. Deswegen wollte ich mal dezent auf den Fehler hinweisen.

  45. Ich verstehe, dass ihr den Inhalt der Meldung hier publiziert habt, auch mit der Aufforderung zur Richtigstellung, aber ein Hinweis darüber, dass das den Zielen der Piratenpartei überhaupt nicht entspricht (was ihr ja nun alle wisst), wäre schon nett gewesen um das ganze in ein anderes Licht zu rücken. Wie Stefan Niggemeier schon geschrieben hat: Aktuell verbreitet ihr die Falschmeldung ziemlich unreflektiert weiter. Und ihr könnt der Piratenpartei auch nicht zum Nachteil machen, dass da um diese Zeit nicht innerhalb von 2 Stunden reagiert werden kann. Sie haben das schnellste Medium was sie hatten genutzt (Twitter) und darauf auch verbreitet, dass die Richtigstellung bei DPA eingegangen ist und weiterverbreitet wird.
    Wollt ihr wirklich diesen Quatsch so stehen lassen bis es ein ausführlicheres Statement gibt? Es gibt inzwischen auch andere Medien, die euch vertrauen und evtl. gerade eure Meldung falsch interpretieren und weiterverbreiten…

  46. @Jörg-Olaf: Das war keine Rückfrage, in „Wo finde ich Euer glaubhaftes Dementi?“ steckt die Annahme, dass die PP etwas falsch gemacht habe, wenn sie das noch nicht dementiert hat. Dem Opfer einer Falschmeldung nun noch eine Bringschuld bzgl. Dementi zu unterstellen ist keine „Rückfrage“.

    Hier hat die dpa etwas zu korrigieren. Und zwar nicht nur unter der Hand, sondern klar und deutlich. Und die dpa-Kopisten im Land sollten Journalismus lernen. *Das* sind die Menschen mit einer Bringschuld.

  47. „Wir wissen es zwar besser, aber schreiben es trozdem mal als Frage“ tolle einstellung echt….

    btw. ist die überschrift zu breit fürs layout, oder ist es absicht das man das „?“ am ende nicht sieht?

  48. @Jan Niklas Fingerle

    Ich denke genau um deine Einstellung geht es Jörg-Olaf und Markus. Natürlich liegt der Fehler bei der DPA und natürlich ist sie in der Bringschuld.

    Aber sei doch mal realistisch. Wenn die PP wartet bis die DPA das Dementi verbreitet ist der Schaden schon angerichtet. Deswegen der Aufruf an die PP sich selbst durm zu kümern,dass diese Falschmeldung nicht weiter verbreitet wird.

    Klar,das PP ist in der Sache das Opfer,aber den vielen Menschen die heute auf anderen Seiten oder sogar morgen in den gedruckten Zeitungen die Falschmeldung lesen werden kein Mitleid mit der PP haben…

    Sie werden sich bis die Richtigstellung kommt ggf. schon eine Meinung gebildet haben…

  49. Eine Richtigstellung auf Twitter zu posten ist natürlich schon eine ganz besondere Dummheit.

    Aber das beleidigte Verlangen nach einer Richtigstellung durch den Autor dieses Beitrags und die währenddessen bewusst verbreitete Falschinformation erscheint mir sehr kindisch.

    „Ich korrigiere erst wenn ich kriege was ich will *mit den Füßen aufstampf*“.

  50. @Yves: Der Blogeintrag stellt explizit die Frage nach einem Dementi. Das impliziert, dass ich nicht so recht glauben kann, was ich da lese.

    Die Twitter-Dementis waren mir nicht bekannt, als der Blogeintrag online ging (das siehst du ja auch oben am Kommentarverlauf). Relevant sind sie im Zweifel aber ohnehin nicht.

    Ein offizielles Dementi der Piratenpartei würde ich nach wie vor gerne zitieren/verlinken.

    @Robin:

    dass das den Zielen der Piratenpartei überhaupt nicht entspricht (was ihr ja nun alle wisst), wäre schon nett gewesen

    Wie gesagt, ich bin kein Parteisprecher. Man kann das natürlich trotzdem diskutieren. Ich habe mich dagegen entschieden, auch und gerade, weil wir hier bei eine informierte Leserschaft haben, von der ich auch nach 70 Kommentaren weiterhin hoffe, dass sie nicht anfällig für Verschwörungstheorien ist.

    Wollt ihr wirklich diesen Quatsch so stehen lassen bis es ein ausführlicheres Statement gibt?

    Die überarbeitete dpa-Meldung hat einen Zeitstempel von 18:20 Uhr. Mir lag sie (Danke Torsten!) um 18:38 Uhr vor (ich bin daheim und koche nebenbei). Ich denke die Aktualisierung um 18:45 Uhr geht durchaus in Ordnung.

  51. @Jörg
    Ja Link gibts zu solchen Sachen nicht :) Gibt keine Pressemitteilung „habe gerade mit der DPA telefoniert“ ;)

    Fest steht, dass die PP dran war, bevor der Artikel hier auftauchte. Natürlich kann man niemanden vorwerfen nicht Twitter zu nutzen.

    Ich habe keine Ahnung wie das bei der DPA läuft und ob die überhaupt fähig sind, Updates oder Korrekturen einzuspielen. Das Erscheinen der DPA Meldungen geschieht ja auch wohl automatisch. Kenne die Technik nur von Jobangeboten.

    Ich finds nur ein bisschen witzig, wenn hier auf Papierzeitung gepocht wird. Kein Papierzeitungsleser wird nach dem Lesen des Artikels auf die PP-Webseite gehen und nach ner Pressemitteilung suchen :) Genauso wenig wie Journalisten die DPA Meldung korrekturlesen.

    Aufregen kann man sich über die DPA. Aber durch ist durch und jetzt steht es so fest auf mehreren Seiten (so wie hier). Das Internet vergisst halt nie.. nicht mal die grösste Scheisse. Deswegen ist das menschliche Gehirn viel besser :)

  52. @Sascha: Ich habe nicht gemerkt, dass die PP nichts getan hat. Sie hat nur nicht exakt das getan, was Jörg-Olaf gerne hätte, sondern sich darum gekümmert, dass die Quelle der Falschmeldung ausgetrocknet wird.

    Wie auch immer, Nachtreten ist für mich etwas anderes als ein „Aufruf“.

  53. @Markus: Es ist die eine Sache, ob die Piraten eine Stellungnahme auf ihre Webseite stellen, weil sie verunsicherte Surfer und Print-Leser aufklären wollen (wäre sicher sinnvoll), aber es ist eine andere Sache, ob Jörg-Olaf sich als Web 2.0-Experte hinstellt und das Update verweigert, weil nichts auf der Webseite steht, sondern nur via Twitter klar gestellt wurde. Das ist schon arg künstlich retro irgendwie ;-)

    1. @Martin: Joerg-Olaf hat das hier schon mehrfach geschrieben: Es ging ihm darum, dass etwas unternommen wird, um Einfluss auf den Newscycle zu nehmen und den Fehler zu korrigieren, bevor er noch weiter verbreitet wird. Und dazu reicht es nicht, ein Dementi zu twittern. Das mag zwar unsere Welt sein, aber da draußen nutzen das nocht nicht viele.

  54. @KinNeko:

    Ich finds nur ein bisschen witzig, wenn hier auf Papierzeitung gepocht wird. Kein Papierzeitungsleser wird nach dem Lesen des Artikels auf die PP-Webseite gehen und nach ner Pressemitteilung suchen :)

    Natürlich nicht. Ebenso wenig, wie sie ein Statement in ihrer Zeitung mit den Positionen im PP-Wiki abgleichen. Da bleibt dann allenfalls sowas hängen wie „Schaumal, Elsbett, die jungen Leute halten da auch nix von“.

    Und in solchen Fällen ist ein schnelles, klares und eindeutiges Dementi wunderbar geeignet, um gegenzusteuern. Wie gesagt, ich hätte es gerne verlinkt. Die aktualisierte dpa-Meldung ist weder Fisch noch Fleisch, eher so Gemüsebrühe.

    Genauso wenig wie Journalisten die DPA Meldung korrekturlesen.

    Zumindest reagieren Journalisten auf Korrekturvermerke in dpa-Meldungen.

  55. Die PP hätte ja auch die DPA Meldung so lassen können wie sie ist und über alle Falschmeldungen ein dickes STOPP-Schild packen können ;)

    Ich hoffe jedem fällt die Analogie auf.. man muss die Probleme bei der Wurzel ergreifen :)

  56. Auch wir Piraten müssen uns gelegentlich Fehler einstehen und vor allem müssen wir mit unseren Kritikern vernünftig umgehen. Ich finde das hinterfragen in diesem Artikel durchaus berechtigt und ich bin Pirat. Solange man uns nichts willkürlich unterstellt und man ordentlich argumentiert halte ich Kritik für nichts schlimmes. Aus Fehlern sollte man lernen und das unabhängig davon ob man Aaron König heißt, die dpa ist oder sonst wer. Auf den Ton kommt’s an.

  57. abgesehen von dem missverständlichen statement das die dpa da wohl gebracht hat. verstehe ich den menschen vom BDK richtig, das er löschen wie auch sperren als wirksame bekämpfung von dokumentierten kindesmissbrauchs für unsinnig hält, solange die auftraggeber von angemieteten servern nicht dingfest gemacht werden.

    möglicherweise könnten wir die debatte erfolgreicher führen, wenn wir lösungsansätze in der offline welt anbieten und besser kommunizieren (aufhebung des zölibat, prävention, stärkung von selbsthilfegruppen usw.) würden? in letzter zeit wird mir die auseinandersetzung zu sehr über virtuelle scheinprobleme geführt. vielleicht könnten wir (wiederholt) einige punkte für ein aktionsprogramm formulieren, auf die es ankäme, wollte man in der politik wirklich lösungsansätze für (dokumentierten) kindesmissbrauch finden?! ;-)

  58. @Jörg
    Ich bin kein Journalist :) Ich weiß nicht wie das hinter den Kulissen abläuft.

    Aber läuft das nicht vielfach so ab, dass man über Skripte die Texte als XML File von der DPA über eine Schnittstelle bekommt und dann einfach nur ausgibt. Zumindest bei den Tickern ist das doch vielfach so.

    Ich halte immer noch die Theorie, dass es morgen genauso in der Zeitung steht und sich wieder viele darüber aufregen :) Ohne Nachzuforschen, ohne Hintergrundrecherche.. einfach nachplappern was man gelesen hat. So sind Menschen nun mal. :)

  59. Die dpa mag wohl keine Piraten.
    Vielleicht sollten wir der dpa einen Krummsäbel schenken, damit sie sich im Duell eines feindlichen Piratens wehren kann.

  60. @Jan

    JA,die PP hat dafür gesorgt,dass die DPA eine 2te Meldung verbreitet in der die Haltung der PP richtig zitiert wurde.

    Aber ich muss Jan-Olaf und Markus zustimmen,dass die PP auf die Falschmeldung auch besser hätte reagieren können.

    Und gut,du bezeichnest den Eintrag als „nachtreten“, ich würde eher sagen er wollte „provozieren“ …

  61. @Markus:

    Es ging ihm darum, dass etwas unternommen wird, um Einfluss auf den Newscycle zu nehmen und den Fehler zu korrigieren, bevor er noch weiter verbreitet wird.

    Und die beste Methode, um das zu erreichen, ist, den Fehler selbst mitzuverbreiten? Was raucht ihr denn da?

    1. @stefan niggemeier: Ich persönlich hätte es anders formuliert, aber ich hab auch sofort erkannt, was die Intention von Joerg-Olaf war und dass er keine Falschmeldung damit verbreitet.

  62. @Jörg-Olaf: Von den Twitter-Meldungen hattest du spätestens 17.36 Uhr Kenntnis. Mit dem Hinweis, dass du gerne ein offizielles Statement hättest, hätte der Eintrag also schon längst aktualisiert werden können.

    „Glaubhaftes Dementi“ impliziert für mich etwa: Bisherige Dementi waren immer so halbherzig, vielleicht stimmt die Aussage ja doch. Deshalb will ich jetzt nochmal ein ernsthaftes Statement.

    In jedem Fall darf so eine Meldung nicht unreflektiert online gehen, besonders nicht bei der Tragweite, die Netzpolitik.org mittlerweile erreicht hat.

    P.S.: Wer die Arbeitsweise der dpa kennt, weiß, dass von denen sehr selten bis gar nicht irgendein Hinweis/irgendeine Stellungnahme kommt. Bei Fehlern gehen aktualisierte Meldungen heraus und die Abnehmer müssen dann selber dafür sorgen, die Fehler richtig zu stellen, falls sie schon in einem Artikel verarbeitet wurden und nicht einfach nochmal in den Ticker eingespeist wurden.

  63. @Yves:

    Von den Twitter-Meldungen hattest du spätestens 17.36 Uhr Kenntnis.

    Sorry, aber das stimmt so nicht. Den Kommentar von Rubeus Schmidt (#7) oben habe ich übersehen. Tatsächlich verweist der aber auch auf einen privaten Twitter-Account.

    Wenn ich das richtig sehe, ist das auch der einzige Hinweis, der hier in den Kommentaren gepostet wurde (Daher habe ich ja auch ein- oder zweimal nachgefragt).

    Die offiziellen Tweets vom identi.ca-Account der Piratenpartei habe ich erst mit der aktualisierten dpa-Meldung bekommen: http://twitter.com/Piratenpartei/status/9240887962 z.B.

  64. Die PP hat leider diese Jahr noch nicht die vollen 800000 Euro bekommen um einen Vollzeitpressesprecher zu beschäftigen.

    Und offizielle Sachen sollte man nicht zu vielen zugänglich machen :) Das kann auch immer ein Problem sein.

    Ich finde es nur witzig wie sich eine Seite über jede Umstimmigkeit in der PP herfällt und ein Ende der PP vorhersagt und die andere jede Kritik sofort unterbinden will. Man kann sich auch über unwichtige Kleinigkeiten aufregen.

    Ich finde den Text jetzt auch nicht so 100% gelungen und reflektierend aber Bösartigkeit unterstelle ist nicht. Ich denke jede Erwähnung der PP wirkt sich auf Dauer positiv aus.

    1. @KinKeko: Ist ja ok. Wenn hier jemand wirklich über die Piratenpartei herfallen wollte, würde das ganz anders aussehen. Man wundert sich trotzdem immer wieder ob die Art, wie einige (nicht alle) dann mit konstruktiver Kritik umgehen.

  65. @Jörg-Olaf: Rubeus Schmidt (#7) verweist auf den Tweet der Piratenpartei, Wayne (#15) auf den Account von Daniel Flachshaar, Pressesprecher der Piraten.

    Sei’s drum, das „Chaos“ hätte man sich mit einer weniger brisanten und provozierenden Formulierung von vornherein ersparen können.

  66. @markus
    Das war nicht auf diese Meldung bezogen. Das mit der DPA Meldung ist ja ein echtes Ärgernis. Das bezog sich mehr auf diese Forumsache, „Daten stehlen“ und andere Blogs die regelmässig PP Bashing betreiben. Ich kenne sowas auch aus sozialen Netzwerken :)

    Das ist halt das eine Problem des Internets. Im Internet wird halt viel mehr gemobbt und geflamt als in Realität. Natürlich ist das kein Phänomen was nur im Internet auftaucht und sicher nicht dort die Ursache hat. Es ist halt einfacher auf jemanden rumzudreschen wenn er nicht vor einem steht.

    Aber wenn du dich über Flamer aufregst, bringt dir das auch nichts :) Lies es einfach, lächel und ignoriere es :) Oder mach nen ironischen Kommentar.. aber vorsichtig.. viele verstehen Ironie nicht. Habe ich auch schon böse Erfahrungen mit gemacht :)

  67. @Yves: Wie gesagt, ich habe den kompletten Hinweis übersehen.* Hätte ich ihn gesehen, hätte ich aber spätestens mit dem Namen „Flachshaar“ nichts anfangen können (Kann man mir das vorwerfen? Mmh). Für mich wäre das erstmal nur eine piratige Stimme mehr gewesen.

    *Nur, damit sich niemand über meine Kommentare „Twitter reicht nicht“ wundert. Einem Hinweis auf einen Tweet von einem dedizierten Parteiaccount wäre ich natürlich nachgegangen. Den gab’s leider nicht.

    1. @ Jörg-Olaf

      Den Namen „Flachshaar“ nicht zu kennen, kann man einem wie dir, der so „verzweifelt“ auf der PP-Seite nach einem Dementi sucht, sehr wohl vorwerfen. Tut mir leid. :/

  68. Kann nur allen Piraten bzw. deren Sympathisanten raten:

    1. Lest Kommentar 64 von Markus einmal, nein besser dreimal – der ist wirklich so wahr :) Sofern moeglich und noch nicht zu spaet den Tipp auch noch bei Kommentar 101 anwenden, kA wie hoch die Auflage allein beim Tagesspiegel ist. Die Leute glauben halt in der Mehrzahl was in der Zeitung steht!

    2. Twitter ist nicht die Welt. Da „draussen“ („Outernet“?) sitzen die Leute die morgens ihre Zeitung aufschlagen und da stehen nunmal haufenweise copy&paste dpa Meldungen drin. Diese „Outernetizens“ sind soviele mehr als die „Internetizens“. Diese bestimmen indirekt wo es lang geht, da sie prozentual gesehen viel staerker sind. Twitter ist dagegen krass gesagt ein „Nichts“ ;)

    3. Werdet kritikfaehiger, es kann nicht sein dass man sich 2010 immer noch so verhaelt wie 2009 und bei Kritik eine Art beleidigte Leberwurst spielt und den/die Kritiker flamed, blocked und was weiss ich – wie mans auch oft noch auf Twitter sieht. Hilft nix, wahre Groesse zeigt m.E. eher der der auf die Kritik eingeht, in erster Linie sachlich, ggf. aber auch komisch ,)

    PS: Sofern irgendwie moeglich, es gibt leider noch viele „Kinderkrankheiten“ bei den Piraten. Frueher Bodo, jetzt Aaron und Forum, Kommunikation an sich, die Pressemitteilungen (frueher oft Tippfehler, teilweise missverstaendlich oder falsch interpretierbar [und Journalisten tun das irgendwie gern ;)]) etc.

    just my 3 cents dazu..

  69. Liebes Netzpolitikteam,

    herzlichen Dank, dass ihr euch bemüht habt, uns zu helfen, indem ihr ein rasches Dementi einfordert.
    Leider waren wir in den vergangen Stunden vornehmlich damit beschäftigt, der dpa und den die Falschmeldung abdruckenden Medien hinterherzulaufen und Krisenmanagement zu betreiben. Dass wir das auch hier tun müssten, hatten wir nicht erwartet, sonst hättet ihr vielleicht früher von uns gehört. Wer nicht mit Krisenmanagement beschäftigt war, war mit der Anmeldung, Organisation und Durchführung der Eildemo vor dem Schloss Bellevue beschäftigt.

    Eine der ersten Sachen, die ich in meinem ersten Journalismuspraktikum gelernt habe, war übrigens:
    \Wenn dir eine angebliche Aussage merkwürdig vorkommt: Auf jeden Fall checken.\
    Insofern freue ich mich zwar, dass ihr uns den Elfmeterball so nett hinlegen wolltet, aber noch schöner wäre es gewesen, zu tun, was man normalerweise in solchen Fällen tut: Die Pressesprecher der Partei anrufen und nachhaken.

    Ansonsten danke für alle den tollen Journalismus, den ihr über unsere wichtigen Themen macht.

    Und: Bitte nicht jede aggressiven Post sofort einem Piraten in die Schuhe schieben.

    Alles Liebe,
    Lena Rohrbach, Pressesprecherin LV Berlin

  70. @Jörg-Olaf Schäfers: Kommentar #7 linkt auf den Tweet des offiziellen Piratenpartei-Accounts, nicht auf einen Flachshaar(der kam erst in #18). Und auch schon der allererste Kommentar zitiert den entsprechenden Tweet, hat nur keinen Link dabei.
    Wie auch immer, für jemanden, der sich ständig mit solchen Netz-Themen beschäftigt, war doch schon vorher klar, dass das ganze nur ein Fehler der dpa sein kann. Deshalb fand ich auch den Eintrag nicht in Ordnung (und nein, ich bin kein Pirat), denn er erweckt den Eindruck, dass diese Meldung durchaus stimmen könnte, sie ist so glaubhaft, dass sogar ein „glaubhaftes“ Dementi benötigt wird, um sie zu widerlegen.

    Nur BildBlog hat mal wieder gezeigt, wie es geht.

  71. @Arte Povera: Bei allem Verständnis für den Stress, den ihr heute hattet, aber die Ausrede, den Blogeintrag übersehen zu haben, ist nun wirklich mehr als lausig. Das habt ihr nicht nötig.

    Was das Nachfragen betrifft, da habe ich bewusst für die öffentliche/offene Variante entschieden. Warum, habe ich ja oben bereits mehrfach erklärt. Und ja, falls es mir sinnvoll erscheint, würde ich es beim nächsten Mal wieder so halten.

    Bitte nicht jede aggressiven Post sofort einem Piraten in die Schuhe schieben.

    Keine Sorge. Angesichts ausgesuchter Freundlichkeiten der üblichen Verdächtigen denke ich mir allenfalls meinen Teil ,)

    @Bernd: Wie kommst du auf die Idee, dass ich verzweifelt gesucht hätte?

    Ich habe zwischen der Beantwortung der Kommentare hier immer mal wieder nachgesehen, ob es ein Update gibt. Gab’s nicht, das kam dann irgendwann bei Twitter und kurz drauf via dpa.

  72. @Steffen: Sorry, du hast Recht. #7 hatte ich übersehen. Beim Durchsehen/Nachkommentieren vorhin bin ich dann über „Flachshaar“ und #18 gestoßen. Wie gesagt, hätte ich den Parteitweet früher gesehen, hätte ich ihn sicher zeitnah ins Update genommen. So fair bin ich dann doch.

    Wie auch immer, für jemanden, der sich ständig mit solchen Netz-Themen beschäftigt, war doch schon vorher klar, dass das ganze nur ein Fehler der dpa sein kann.

    Nein (und das ging leider nicht nur mir so, sondern auch Leuten in meinem Umfeld, die vor ein paar Wochen noch Piraten gewählt haben).

    Ich ging zwar davon aus, dass es sich um einen Fehler der dpa handelt, konnte aber nicht ausschließen, dass einmal mehr ein Amtsträger der Piraten mit einer privaten Meinung Unheil angerichtet hatte.

    Ausgehend davon, dass kurz vor Feierabend in vielen Redaktionen eine dpa-Meldung mit Falschinformationen rotiert, habe ich mich dann für die radikale Variante entschlossen: Raus ins Netz mit der Frage und schauen, wie eine Internetpartei reagiert.

    Sie reagierte, wenn auch nicht in der von mir erhofften Form, aber doch offensichtlich schneller und lauter, als es mir bei einer klassischen Rückfrage wahrscheinlich erschien. Mission accomplished.

    Und ja, ich glaube nach wie vor, dass diese Variante mehr Leute zum Nachdenken gebracht hat, als sie Schaden angerichtet hat.

  73. Also man kann uns mit Sicherheit viel Zeugs vorwerfen, was bei uns schief läuft, aber dass wir ausgerechnet nicht zu „Löschen statt sperren“ stehen sollen ist wohl das mit Abstand unwahrscheinlichste, was man sich über uns so ausdenken kann.

    Ansonsten würde ich empfehlen ein paar Friedenspfeifen zu verteilen. Immerhin stehen wir zumindest nach meinen Verständnis auf der selben Seite.

  74. @SD: Lass mal, ich rauche nur hin und wieder im Auto ,)

    Ich glaube auch nicht, dass wir eine Friedenspfeife brauchen, schließlich befinden wir uns nicht im Krieg. Letztendlich sehe ich es nämlich wie du, wir stehen auf der selben Seite.

  75. Jörg-Olaf Schäfers schrieb:

    @Arte Povera: Bei allem Verständnis für den Stress, den ihr heute hattet, aber die Ausrede, den Blogeintrag übersehen zu haben, ist nun wirklich mehr als lausig. Das habt ihr nicht nötig.

    @Steffen: Sorry, du hast Recht. #7 hatte ich übersehen. Beim Durchsehen/Nachkommentieren vorhin bin ich dann über “Flachshaar” und #18 gestoßen. Wie gesagt, hätte ich den Parteitweet früher gesehen, hätte ich ihn sicher zeitnah ins Update genommen. So fair bin ich dann doch.

  76. @Bernd: Nope, ich lese strikt selektiv. Beim ersten Besuch habe ich geschaut, ob es eine passende Überschrift/News gibt, anschließend nur noch, ob die Seite verändert wurde. Namen nehme ich erst wahr, wenn ich eine Meldung tatsächlich lese.

    @Smeik: Du übersiehst, dass ich als Einzelperso nicht über die Mitgliederstärke der Piratenpartei verfüge und auch nur recht selten mit mir selbst kommuniziere (Manchmal singe ich im Bad, aber das zählt nicht).

    Inzwischen weiß ich aber, warum mir einige Kommentare durch die Lappen gegangen sind. Normalerweise, WordPress-Benutzer kennen das, lese ich Kommentare per Mail. Normalerweise hat man so wesentlich mehr Übersicht, welche Kommentare man bereits gelesen hat und welche nicht.

    Heute hat das nur so mittelgut funktioniert, da einige Mails mit Verspätung, viele sogar erst erst gegen Mitternacht hier angekommen sind.

  77. Was ich nicht ganz verstehe: Wenn einem klar ist, dass von der dpa regelmäßig Müll kommt und dann eine Nachricht von der dpa erhält an deren Wahrheitsgehalt man als klardenkender Mensch erstmal zweifeln sollte, warum wird diese Nachricht dann hier veröffentlicht? Weil es jeder macht kann ja nur eine Ausrede sein, wenn man eine mittelmäßige Nachrichtenseite ohne Anspruch betreiben will. Ist das das Ziel von netzpolitik.org?

    Sollte man sich nicht vorher mal eine Quelle besorgen wenn man eine unglaubwürdige Nachricht erhält? Sonst kann ich ja statt netzpolitik.org auch gleich bild oder spiegel oder sonstwas lesen…

  78. @Lustig: Es ist völlig irrelevant, was du, ich oder wir hier bei Netzpolitik von der dpa halten. Fakt ist, dass ein Großteil der Redaktionen im diesem Land eine dpa-Meldung blind übernehmen (Und, ehrlich gesagt, in 99% der Fälle ist das – nachrichtlich gesehen – wohl auch unproblematisch).

    Aber ok, du hast Recht.

    Wenn selbst klar denkende Menschen wie du nicht erkennen, dass es sich bei dem Blogeintrag oben nicht um eine Nachricht handelt, aollte ich sowas lassen. Ich habe dich wohl überschätzt. Tut mir leid. Ich hoffe, du fühlst dich nun besser.

  79. Erst mal ein großes Lob an Jörg-Olaf Schäfers, der sich hier intensiv mit den Kommentaren auseinandersetzt!

    Aber ohne hier auf alle Pros und Cons einzugehen (was auch gar nicht möglich ist) – aber dieses eine mal finde ich, dass es das Bildblog (weiter oben verlinkt) besser gemacht hat.

  80. @Jörg Olaf.

    Du schreibst: „Bei allem Verständnis für den Stress, den ihr heute hattet, aber die Ausrede, den Blogeintrag übersehen zu haben, ist nun wirklich mehr als lausig. Das habt ihr nicht nötig.“

    Ich finde es schade, dass du mir auf meinen freundlichen, differenzierten, die Umstände erläuternden Beitrag antwortest, indem du mir in recht unfreundlichem Ton eine Lüge unterstellst.
    Da du selbst den offiziellen Piratentweet mit Dementi übersehen hattest, ist das doppelt… unglücklich.

    Trotzdem liebe Grüße und weiterhin alles gute für netzpolitik, ihr bleibt mein Lieblingsblog.

  81. @Piratenstatistiken: Das kann man so sehen, ja. Allerdings hat das Bildblog auch einen ganz anderen Ansatz (Fehler in Medien/Journalismus zu dokumentieren) und eine andere, deutlich breitere Zielgruppe.

    Dass die Blogeinträge hier und im Bildblog parallel und durch Austausch der Quellen entstanden sind, hatte ich ja schon geschrieben. Ich habe den Hinweis auf die dpa von Torsten (Autor des Bildblog-Eintrags). Mein erster Hinweis in http://twitter.com/JoSchaefers/status/9239673999 ist faktisch ein Retweet eines nichtöffentlichen Tweets von Torsten. Torsten ging anfangs von einen entstellten Zitat aus einer anderen Quelle aus (siehe #6), ich habe mich für die direkten Weg entschieden und mit der flachen Hand auf den Schlamm gehauen …

    @Arte Povera: Sorry, das war nicht meine Absicht. Ich ging bisher davon aus, dass die PP sehr wohl frühzeitig von diesem Blogeintrag wusste.

    Da du selbst den offiziellen Piratentweet mit Dementi übersehen hattest, ist das doppelt… unglücklich.

    Ja, das sieht von aussen sehr unglücklich aus. Das kann ich inzwischen auch nachvollziehen. Dafür möchte ich mich auch aufrichtig entschuldigen. Absicht war’s nicht. Das ist nicht mein/unser Stil.

    Ich habe gerade noch einmal nachgeschaut. Die Mail mit der Weiterleitung des Kommentars von Rubeus Schmidt ist – wie ein ganzer Packen weiterer Kommentare – bei mir erst weit nach obiger Debatte angekommen:

    Delivery-Date: Wed, 17 Feb 2010 23:34:23 +0100
    Received from kali.xnull.de (kali.xnull.de [188.40.132.125]) by mx.kundenserver.de (node=mxbap3) with ESMTP (Nemesis) id 0MZVt7-1NNAn42Xin-00LEdG for ***@***; Wed, 17 Feb 2010 23:34:23 +0100

    Die Mails sind letztendlich das, worauf ich reagiere. Hier in der Blogdarstellung geht leider und oft die Übersicht verloren, da scrolle ich meist nur schnell durch.

    1. @110, Jörg-Olaf
      Und deswegen darf man Bildblog und auch Stefans Blog gar nicht genug verlinken damit das endlich auch mal der breiten Masse bekannt wird welche scheinheilige „Vorzensur“ da betrieben wird.

      P.S.
      ‚Antworten auf‘ reicht nur bis Beitrag 105 ;)

  82. Netzpolitik.org, wo ist die Weitsicht? Das dieses Statement so nie gegeben wurde ist doch klar. Wenn man grün orientiert ist und die Piratenpartei genauer durchleuchtet ist das in Ordnung. Wenn man aber wie fixmbr nur darauf aus ist destruktive Aussagen zu finden die dann auch noch von dritten getätigt werden, sollte man echt mal in sich gehen und drüber nachdenken ob man nicht noch mal 3 Stunden wartet, bevor man sich dranhängt.

  83. @redwolf2222:

    Das dieses Statement so nie gegeben wurde ist doch klar.

    Leider nicht einmal das. Was ich persönlich geglaubt habe ist im vorliegenden Fall aber auch völlig schnurz (Jetzt kann ich es ja verraten: Ich habe auf 80:20 für die Ente, also auf die Falschmeldung, getippt. Ja, nur 80:20. Bedankt euch bei König und Co. …)

    Wenn man grün orientiert ist

    Wie kommst du darauf? Oder anders gefragt, gehen dir so schnell die Argumente aus, dass du die Verschwörungstheorie auspacken musst? Im Gegensatz zu Markus und afaik noch 1 oder 2 anderen hier (Ich weiß nicht eimal, was der Rest wählt, war nie ein Thema), habe ich mit den Grünen relativ wenig zu schaffen.

    Als am vom ÖPNV weitgehend ignorierten Rand einer Kleinstadt der großartigen Padermetropole wohnender motorsportverückter Single mit dem Stromverbrauch eines Spielkasinos und der Neigung, Strecken ab 5m Länge grundsätzlich mit dem eigenen Auto zu fahren, kann ich mir gar nicht leisten, die Grünen zu wählen. Aber hee, wenigstens trenne ich brav meinen Müll!

    Wenn man aber wie fixmbr nur darauf aus ist

    Sorry, aber für den Vergleich erwarte ich eine Entschuldigung. Das ist jetzt kein Spaß mehr.

    ob man nicht noch mal 3 Stunden wartet, bevor man sich dranhängt.

    Dazu habe ich oben schon was geschrieben. Warum und auf was hätte ich noch gleich warten sollen?

    Wenn eine Falschmeldung um 17:30 Uhr, über eine Stunde nach ihrer Verbreitung durch die dpa (und zu einem Zeitpunkt, wo ein Großteil der Zeitungsartikel für den nächsten Tag bereits geschrieben ist), noch unkorrigiert im Raum steht, ist ein Hinweis hier bei Netzpolitik.org so ziemlich das kleinste Problem, das man haben kann.

    Wie gesagt, dadurch, DASS es hier stand, haben wir vielleicht ein paar Leute aufgeschreckt oder zum Nachdenken gebracht.

  84. Ich bin kein Mitglied der Piratenpartei – nicht das das gleich wieder falsch verstanden wird. Ok, euch als grün zu bezeichnen nehm ich zurück, für Markus schimmerte da aus meiner Sicht aber immer ein bisschen grün mit, dem ich persönlich auch nicht abgeneigt bin – hab die schließlich mit Zweitstimmer gewählt. Mit Fixmbr wollte ich nur aufzeigen, wie tief man fallen kann, wenn man eine Aussage einmal festgesteckt hat und es dann Kritik hagelt. Mancher bleibt auf seinem Standpunkt und macht es zu seinem eigenen Krieg. Fixmbr hat u.a. offen zugeben, dass die Anti-Piratenmeldungen die meisten Seitenaufrufe gebracht haben, was daraus erwächst kann ich nur mutmaßen auch wenn ich es gut finde, dass offen darüber geredet wird.
    Bitte auch nicht immer jeden Kommentar als aggressiv werten. Da sollte eher Enttäuschung als Aggression mitschwingen.

  85. @redwolf2222: Ich habe mit Kritik kein Problem. Aus Piratensicht war sie durchaus berechtigt, mitunter – sorry – aber auch entlarvend. Die Decke der Zivilisation ist halt dünn. Wie auch immer, die Partei ist noch jung, das wird schon noch.

    Von dumpfen Provokationen, um Klickzahlen hochzutreiben, halte ich nichts. Das mag kurzfristig funktionieren, langfristig macht man sich damit aber zum Kasper und ruiniert seinen Ruf. Gut, Sickendieck mag’s egal sein, ich habe da aber ein anderes Selbstverständnis.

  86. Ergänzung zu Jörg-Olaf: Soweit ich weiss, haben wir hier bei netzpolitik AutorInnen mit grünem, gelbem und orangenem Parteibuch. Vielleicht auch noch mehr. Dazu noch einige, die von Parteien generell lieber die Finger lassen.

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