Aus der Reihe
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: Berlin Folgen über Linus und die Amsel-Cam
: Berlin Folgen über Linus und die Amsel-Cam Die Taz.de – Foto-Video-Serie „Berlin Folgen“ hat Linus mit seiner vergangenen Amsel-Cam portraitiert:
Linus Neumann: Der digitale Bürgerrechtler from berlinfolgen on Vimeo.
Linus Neumann wird 1983 im Ruhrgebiet geboren. Nach Auslandaufenthalten, Abitur und Zivildienst studiert er in Berlin Psychologie mit den Nebenfächern Politologie und forensische Psychiatrie. Er vertreibt nebenher im Eigenverlag mit dem Gestalter Roland Brückner die Kinderbuchserie „Mumpelmonster“, arbeitet als freiberuflicher Webdesigner und unterstützt zwei Lehrstühle der Humboldt-Universität, wo er sich komplexer Datenanalyse widmet. Mitte 2010 beginnt er für das Blog Netzpolitik.org zu schreiben und tritt im April 2011 dem Verein Digitale Gesellschaft bei, der sich für digitale Bürgerrechte engagiert. Im Frühjahr des gleichen Jahres entdeckt Linus auf seinem Fensterbrett ein Amselnest.
Die Folgen über Gero, den Obdachlosen, Hans-Joachim, den Gefängnisgärtner und Aydin, den Radaktivisten sind übrigens auch sehr gelungen.
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: In gemeinsamer Sache…
: In gemeinsamer Sache… In Andenken an Loriot. Wer hätte das geahnt?
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: Wir trauern um Joerg-Olaf Schaefers
: Wir trauern um Joerg-Olaf Schaefers Unser Mit-Blogger Joerg-Olaf Schaefers ist leider viel zu früh verstorben.
Joerg-Olaf kannte ich seit bald zehn Jahren, fast ausschließlich über das Netz. Als die frühe Debatte um Netzsperren im Regierungsbezirk Düsseldorf Anfang des letzten Jahrzehnts entbrannte, engagierte er sich mit Alvar Freude und einigen anderen bei Odem.org. Damals gab es nicht soviele Netzaktivisten wie heute und wir kamen schnell in einen regelmäßigen Kontakt. Als wir netzpolitik.org starteten freute ich mich, dass er auch an die Idee dahinter glaubte, mit einem Blog mehr Öffentlichkeit für Netzpolitik zu schaffen und einen kritischen Diskurs mit der Politik zu suchen und nahm ihn gerne als Mit-Blogger auf. Ich vertraute ihm, obwohl wir uns noch nie gesehen hatten.
Wir haben uns in den zehn Jahren nur einmal kurz gesehen. Er kam selten aus Paderborn heraus, wo er an der Universität Medienwissenschaften studierte und parallel in der IT-Administration arbeitete. Zur re:publica 2008 konnte ich ihn dann kurzfristig überzeugen, nach Berlin zu kommen. Obwohl wir uns nie zuvor gesehen hatten, erkannten wir uns sofort. Leider hatte ich damals wenig Zeit, mit ihm ausführlich zu sprechen. Das haben wir über die ganze Zeit fast täglich im Chat, auf Mailinglisten, hier in den Kommentaren und ab und an am Telefon gemacht. Für den kommenden Oktober hatten wir ein Wiedersehen eingeplant, wenn ich das erste Mal in Paderborn sein werde.
Joerg-Olaf war eine streitbare Person, was nicht allen immer gefiel. Ich schätzte an ihm seine Motivation, sich tief in Themen einzuarbeiten und dran zu bleiben, sei es in die Zensursula-Debatte, der Diskussion um einen zeitgemäßen Jugendschutz oder unlängst die Begleitung der Debatte um Online-Glücksspiele und die drohende Einführung von Netzsperren darüber. Und er vertrat seine Meinung mit einem ungeheuren Fachwissen. Es gibt nur sehr wenig Menschen, die sich über einen so langen Zeitraum engagiert für eine bessere Netzpolitik in Deutschland eingesetzt haben, dabei blieb er stets hochmotiviert, engagiert und voller Tatendrang.
Was von Joerg-Olaf bleibt sind seine fast 400 Artikel hier im Blog, und bis auf weiteres seineWebseite und seine Accounts bei Twitter, Facebook und sicherlich vielen anderen Stellen im Netz.
Joerg-Olaf wird mir und uns sehr fehlen.
Danke für alles!
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: 5 vor 5: GlüStV, Kommunalwatch, Vorratsdaten, #eidg, Springer
: 5 vor 5: GlüStV, Kommunalwatch, Vorratsdaten, #eidg, Springer Manche Links sind einfach zu Schade, um sie nicht wenigstens weiterzureichen:
Glücksspielstaatsvertrag
# Neuregelung des Glückspiels: 15 Bundesländer setzen auf’s falsche Pferd (Legal Tribune)
Anmerkung: Autor Dr. Wulf Hambach vertritt mit seiner Kanzlei zahlreiche Klienten aus der Glücksspielbranche. (via Telemedicus)
Abgeordnetenwatch
# Wie sich Kommunalpolitiker gegen Bürgerfragen auf abgeordnetenwatch.de wehren (Abgeordnetenwatch)
# Mit einer einstweiligen Verfügung gegen Transparenz und öffentlichen Bürgerdialog (Abgeordnetenwatch)Seit Mitte Juni gibt es Abgeordnetenwatch auch auf kommunale Ebene. Zunächst nur in 14 Städten, aber immer. Die Reaktionen sind durchaus geteilt. Zahlreiche Kommunalpolitiker freuen sich auf den öffentlich Dialog, andere offenbar weniger. Inzwischen fordert der erste die Löschung seiner Profilseite und droht mit einer einstweiligen Verfügung
Vorratsdatenspeicherung
# Ermittlungshelfer Vorratsdatenspeicherung (Deutschlandfunk)
Knapp 20-minütiger Werbeclip für die Vorratsdatenspeicherung, inkl. der Speicherung Verbindungsdaten von Mobiltelefonen auch über längere Zeiträume. Erneut prominent vertreten: SPD-Innenminister Ralf Jäger (NRW). (via Tharben)
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: Amselcam: Die Küken schlüpfen
: Amselcam: Die Küken schlüpfen Unser auf meiner heimischen Fensterbank ansässiges Online-Büromaskottchen bekommt gerade Nachwuchs, und hier kann man den kleinen Amselküken per Webcam beim Schlüpfen zusehen. Videos gibt es im YouTube-Kanal.
Das erste Küken ist heute Nacht geschlüpft, 4 weitere werden innerhalb der nächsten 2 Tage folgen. Zu meiner Überraschung brütet die Mutter-Amsel einfach weiter. Deshalb also hier ein Beweisfoto und hier die Auto-Refresh-Seite zum Beobachten.
…und hier ein Video vom 1. Füttern. Das gibt es auch aus der anderen Kameraperspektive.
Namensvorschläge übrigens gerne in die Kommentare.

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: 28. Mai: Tag des Zorns in Äthiopien
: 28. Mai: Tag des Zorns in Äthiopien Für kommenden Samstag, den 28. Mai hat eine Gruppe von Regierungskritikern zum „Tag des Zorns“ aufgerufen. Die Gründe ähneln denen der ägyptischen Aufständischen: Arbeitslosigkeit, Hohe Lebenserhaltungskosten, das Verlangen nach Demokratie und Menschenrechten.
Auch bei der Durchführung scheint man sich an den Revolutionen in anderen Ländern zu orientieren: Mobilisiert wird primär über Facebook. Dort haben bisher 3.000 Leute zugesagt. Diese Zahl erscheint zwar sehr gering, aber Äthiopien hat nur eine sehr schlechte Internetversorgung (ca. 445.000 Anschlüsse für 88 Millionen Bewohner). Die Leute wohnen auf dem Land auch über viele kleine Regionen verteilt – in denen auch gerne mal unterschiedliche Einstellungen zur momentanen Regierung vorherrschen.
Es ist also schwer abzusehen, wie jetzt die Mund-Propaganda funktioniert – und es wird ein paar Mutige brauchen, die ins Ungewisse stürmen, und hoffen, dass viele mitprotestieren.
Wenn in Afrika Revolution ist, sind in letzter Zeit Ausfälle des Netzes nicht weit. Unser Kontakt in Äthiopien schrieb uns heutee Mittag:
hi, hier ist alles etwas chaotisch. alle http-dienste sind ausgeschaltet, aber skype funktioniert gut. in der stadt ist überall federal police.
Im Netz kursiert eine Meldung, dass es einen Anschlag auf Glasfaserkabel gegeben hätte, das in Äthiopien der Regierung, dem Militär und ausgewählten Günstlingen der Regierung vorbehalten sei.
Am Dienstag gab es schon Proteste von Exil-Eritreanern in der äthiopischen Hauptstadt Addis Ababa – diese richteten sich anlässlich des 20. Jahrestags der Unabhängigkeit (von Äthiopien) aber gegen den Eriteanischen Präsidenten Isaias Afewerki.
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: Tag der Arbeit: Googles Vier-Klassen-Gesellschaft
: Tag der Arbeit: Googles Vier-Klassen-Gesellschaft
Ein nach eigenen Angaben ehemaliger Mitarbeiter von GoogleVertragsnehmer für Google hat sich über die Arbeitsverhältnisse seiner „Kollegen“ durch Gespräche mit ihnen informieren wollen und hat darauf hin seinen Job verloren.Doch der Reihe nach … Andrew Norman Wilson arbeitete zuerst für das Unternehmen Transvideo, welches alle Google-eigenen Videoproduktionen abwickelt. Im Zuge der Zusammenarbeit wurde sein Arbeitsplatz direkt bei Google untergebracht – in einem Gebäude ganz am Rande des „Googleplex“. Dort konnte er nebst den üblichen Schildchen-Klassen Rot (seine, erhält kostenloses Essen, kann sich Fahrräder leihen, erhält auch mal ein neues Telefon oder nen Rucksack), Weiß („Premium“; erhält auch Ski-Fahrten, Disneyland-Besuchen, Aktienanteile) und Grün (Praktikanten) die sogenanten „ScanOperator“ (Gelb) des Bücher-Scandiensten GoogleBooks zu Gesicht bekommen, die ebenfalls in einem Gebäude (3.14167~) ganz am Rande des Google Campus tätig sind.
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: c‑base: FSFE tanzt für Hackerspace in Tokyo
: c‑base: FSFE tanzt für Hackerspace in Tokyo Anlässlich des zehnten Geburtstags der europäischen Stiftung für Freie Software FSFE feiern diesen Donnerstag, den 31. März ab 20h zusammen mit dem DJ-Kollektiv #Tassebier in der Berliner c‑base ein Fest und wir sind alle eingeladen.
Alle Einnahmen gehen an den Hackerspace in Tokyo, welcher zu Spenden zur informationellen Bewältigung der Katastrophen aufruft (Siehe auch deren Wiki).
Es legen DJs von #Tassebier und Blogrebellen auf: DJ _Tasmo, Walter Marinelli und Saetchmo, der von dort seine Radioshow Echochamber streamen wird.
Korrektur: Natürlich März und nicht Dezember. Wir bitten alle Leute, die uns eine Veranstaltung stecken wollen, das rechtzeitig und deutlich vor Mitternacht zu tun.
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: Atomkraftwerke wg. regenerativer Ernergien im Dauerstress?
: Atomkraftwerke wg. regenerativer Ernergien im Dauerstress? Ich weiß, ich sollte nicht so viel über Atomkraftwerke schreiben. Einmal, weil die hier gar nicht unser Thema sind (die c’t kann sich immerhin mit „Computer & Technik“ rausreden“ …). Zum anderen, weil ich von Kerntechnik kaum mehr Ahnung habe, als die meisten anderen Menschen auch.
- Wer fundierte Infos sucht, bitte, hier:
# Eine Zusammenfassung der Probleme bei Fukushima (Physikblog)
# Alternativlos14 mit dem Atomexperten Michael Sailer (Podcast)Trotzdem, das Thema bewegt mich. Eben, wie die meisten anderen Menschen derzeit auch. Und daher sei mir ein kurzer Hinweis auf das TV-Magazin „Report Mainz“ gestattet, wo es – gerade eben im Ersten (Videolcip) – u.a. um den so genannten „Lastfolgebetrieb“ von Atomkraftwerken ging.
Genauer gesagt ging es um die Frage, ob man Atomkraftwerke einfach so rauf- und runterfahren kann. Was man muss, wenn durch regnerative Energien genügend Strom zu Verfügungen steht (Laut EEG müssen regnerative Energien bei der Einspeisung in das Stromnetz bevorzugt werden, was aber wohl auch nicht so gut funktioniert …):
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: TV-Tipps: „Risiko Atomkraft“ (NDR) & „Das verdrängte Risiko“ (ZDF)
: TV-Tipps: „Risiko Atomkraft“ (NDR) & „Das verdrängte Risiko“ (ZDF) Markus hatte ja bereits darauf hingewiesen: Derzeit laufen vor allem auf den öffentlich-rechtlichen Spartenkanälen (arte, Phoenix, ZDF Infokanal, EinsExtra) zahlreiche hochinteressante Dokumentationen zum Thema Kernkraft. Bei Phoenix kann zur Zeit fast schon von einer MTV typischen „heavy rotation“ sprechen. Man möchte fast meinen, ein „Autonomes Kommando Nikolaus Brender“ habe insgeheim die Programmgestaltung übernommen. Gut so.
Besonders sehenswert finde ich die beiden Dokumentationen „Das verdrängte Risiko“ (ZDF, hier in der Mediathek) über die internationalen Verpflechtungen der deutschen Atomindustrie .…
Selbst nach dem Unglück in Japan bekennen sich Regierungschefs in aller Welt zu ihren Atomkraftwerken und – teils heftig umstrittenen – Neubauprojekten. Ein großes Geschäft, von dem auch die deutsche Nuklearbranche stark profitiert. […] „Wir sehen die Vorteile der Kernenergie, die CO2-freien Strom erzeugen, und dass wir auf einem wettbewerbsfähigen Kostenniveau sind und einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten können“, erklärt Ralf Güldner auch nach dem Unglück im Interview und warnt vor einem deutschen Alleingang in der Atompolitik.
.… und „Risiko Atomkraft“ von Gesine Enwaldt (NDR), die sich mit den Gefahren und der Realität in deutschen Kraftwerken auseinandersetzen.
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: Quarks & Co: GAU in Japan
: Quarks & Co: GAU in Japan Gestern Abend berichtete Quarks & Co im WDR über „GAU in Japan – Wie groß ist die Gefahr?“. Und das war bisher die beste Sendung zum Thema, um einen (technischen) Überblick zu erhalten, was da gerade in Japan passiert ist. Die Sendung gibt es auch als 145 MB große MP4 im Podcast.
Quarks & Co geht der Frage nach, was genau in den japanischen Unglücksreaktoren passiert ist. Ranga Yogeshwar beschreibt außerdem die technischen Szenarien, die in den nächsten Tagen passieren könnten. Außerdem erklären wir, was genau in einem atomaren Brennelement passiert, und wie sich das gefährliche Stoffgemisch darin zusammensetzt. Ein Ausblick darauf, was genau auf Japan zukommt, ist nur schwer möglich. Aber am Beispiel Tschernobyl lässt sich zumindest abschätzen, was im schlimmsten Falle geschehen könnte.
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: Martin Haase: Merkel zu Fukushima (Mirror)
: Martin Haase: Merkel zu Fukushima (Mirror) Der ein odere andere Netzpolitik-Leser dürfte den Sprachwissenschaftler Martin Haase von seinen Vorträgen auf dem Chaos Communication Congress kennen. Andere vielleicht durch das zusammen mit Kai Biermann (Zeit Online) gemeinsam betriebene Neusprech-Blog.
Da sein privates Blog derzeit von Fefe-Lesern überrannt wird, helfen wir gerne mit einem Mirror seiner Analyse zum gestrigen Statement von Bundeskanzlerin Angelan Merkel zur Lage in Japan und den Auswirkungen auf die deutschen Kernkraftwerke aus.
Merkel zu Fukushima
Das Pressestatement muss Frau Merkel (Video) wohl auf die Schnelle selbst geschrieben haben, denn der Text strotzt nur so von Unerträglichkeiten. Gleich am Anfang geht es schon los:
„Guten Tag, meine Damen und Herren! Wir verfolgen mit unverändert großem Entsetzen die Ereignisse in Japan.“
„unverändert großes Entsetzen“? Was wäre denn verändert großes Entsetzen? Entsetzen ist doch kein sich verändernder Zustand und das Adverb unverändert relativiert das Entsetzen.
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: Politiker ohne Strom
: Politiker ohne Strom Der Deutsche Bundestag leidet seit bald zwei Stunden unter Stromausfall. Ursache ist wohl ein Kabelschaden bei einer Baustelle in der Nähe. Ohne Strom geht da nicht mehr viel, selbst die Toilettennutzung ist anscheinend Stromabhängig, wie man eben auf Twitter lesen konnte:
jetzt wird’s bizarr: „Achtung, hier spricht die Polizei. Aufgrund des Stromausfalles ist die Benutzung der Toiletten zu unterlassen.“
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: Morgen in Berlin: ProGuttenberg-Demonstration
: Morgen in Berlin: ProGuttenberg-Demonstration ZweiEine Woche nach der #guttbye – Demonstration gehen morgen die Pro-Guttenberg – Demonstranten auf die Straße. Nachdem ursprünglich für Berlin als Treffpunkt der „Haupteingang vorm Bundestag“ in dem offiziellen Aufruf stand, ist jetzt den Organisatoren klar geworden, dass es in Berlin eine Bannmeile gibt und man nicht einfach so vor dem Bundestag (auch noch ohne Anmeldung) demonstrieren darf. Eine offizielle Demonstration ist jetzt nach Angaben der Süddeutsche Zeitung für 13 Uhr auf dem Pariser Platz (Brandenburger Tor) angemeldet. Ich bin mal gespannt, ob das Ziel des Fanpage-Betreibers erreicht wird, 500.000 Menschen morgen auf die Straße zu bringen (Karneval zählt nicht). Auf der obligatorischen Facebook-Seite zur Berliner Demo haben sich aber bisher erst 66 Personen angemeldet.Ansonsten ruft noch die „Monarchohedonistische Front (MHF)“ zu Pro-Guttenberg-Protesten in 20 Städten auf: Uneingeschränkte Solidarität! Guttenberg muss zurück! Kommt zu den Pro-Guttenberg-Demos am Samstag, den 5. März um 13 Uhr!
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: Frontline-Dokumentation: Revolution in Cairo
: Frontline-Dokumentation: Revolution in Cairo Die US-Sendung Frontline auf dem Sender PBS hat in einer sehenswerten Dokumentation die Ereignisse in Ägypten zusammen gestellt: Revolution in Cairo – A special report from FRONTLINE’s teams on the ground.
Das einzige Problem: Die gesamte Dokumentation kann man nur innerhalb der USA schauen, also Proxy nutzen oder warten, bis die Dokumentation an einem anderen Ort auftaucht.
Update: Danke an @wopot für den Link auf eine Liste von US-Proxies.
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: Am 19.02.2011: Dresden Nazifrei
: Am 19.02.2011: Dresden Nazifrei Am kommenden Samstag, den 19.02.2011 soll in Dresden wieder der europaweit größte Naziaufmarsch stattfinden. Im vergangenen Jahren kamen die Nazis bis zum Bahnhofsvorplatz, weil tausende Bürger dagegen protestierten und friedlich die Marschrouten blockierten. Das soll dieses Jahr wiederholt werden und da kann man mitmachen. Dazu gibt es eine Vielzahl an Netzaktivitäten, hier sind die beiden interessantesten Mobilisierungsvieos:
Von leftvisionberlin:
Von Karen Eliot & The Antifa Swingers gibt es „Fatal für Nazis – Dresden 2011“:
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: 2030 – Aufstand der Jungen
: 2030 – Aufstand der Jungen Heute Abend läuft im ZDF um 20:15 eine fiktive Dokumentation namens „2030 – Aufstand der Jungen“, die man jetzt schon in der Mediathek anschauen kann. Die Ankündigung klingt zumindest interessant:
Die Doku-Fiction beschreibt die möglichen Folgen des demografischen Wandels aus der Sicht der jungen Generation, die um 2030 die Leistungsträger der Gesellschaft stellt.
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: Was wiederum auf Ihren Bildungsstand schließen läßt
: Was wiederum auf Ihren Bildungsstand schließen läßt Als Betreiber eines Blogs bekommt man mehr oder weniger oft ungefragt Mails zugeschickt. Wenn dies häufiger passiert und ich mich davon belästigt fühle (weil die Mailbox zugemüllt wird, mich das Thema nicht interessiert, etc.), schreibe ich auch mal zurück und bitte darum, aus dem Verteiler genommen zu werden. Oft wird sich dann entschuldigt, eche Freaks erklären gerne, dass ich ihre Mails weiter lesen müsste, aber heute hab ich eine ganz neue Variante zu lesen bekommen (Nach fünf Mails in zwei Tagen hatte ich um die Austragung aus Verteiler gebeten und mich vorab bedankt):
Sie sind in keinem Verteiler. Wir haben Ihnen nur höflicher Weise einige Lesemitschnitte zur Information eingereicht. Offensichtlich beherrschen Sie jedoch nicht einmal die notwendigsten Umgangsformen geschweige denn halten sie es für notwendig, eine angemessene Anfrage zu beantworten. Aber nichts zu sagen ist ja manchmal mehr, als etwas zu sagen, was wiederum auf Ihren Bildungsstand schließen läßt.
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: Ansehen und Ehre der SPD auf ihrem medienpolitischen Kongresm
: Ansehen und Ehre der SPD auf ihrem medienpolitischen Kongresm Die SPD veranstaltet heute im Willy-Brandt-Haus einen medienpolitischen Kongress. Wer ins WLAN will, muss gewisse Nutzungsbedingungen vorher unterschreiben.
Um Ansehen und Ehre der SPD nicht allzusehr zu verletzen, lasse ich den brisanten Part mal unkommentiert:
Der Nutzer verpflichtet sich insbesondere, (…)
keine Inhalte zu übermittel (sic) oder darauf hinzuweisen, die ehrverletzende Äußerungen oder sonstige rechts- oder sittenwidrige Inhalte enthalten oder das Ansehen der SPD schädigen können.Sebaso fertigte ein Photo des relevanten Ausschnitts an. Keine Sorge – ich bin per UMTS online.
Update: Beim weiteren Durchblättern der Nutzungsbedingungen habe ich nichteinmal eine salvatorische Klausel gefunden. Ausgearbeitet wurde das Dokument mit Stand vom 21. August 2009 von der „Verwaltungsgesellschaft Bürohaus Berlin“.
2. Update: Später fiel mir noch der Profi-Tip ein: Eine sponsorendes Unternehmen verlieh zur Veranstaltung iPads, assoziiert über einen eigenen Accesspoint, der wohl bei der SPD mit Netz hing. – Dort musste man scheinbar nichts unterschreiben, wurde aber wohl dazu aufgefordert seinen Personalausweis als Pfand abzugeben – doof nur, dass das seit 1.11. verboten ist. #einmalvonprofisregiertwerden
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: Service: Offener Brief an den Xing-Sprecher (2. Update: Problem gelöst)
Grund zur Sperrung: Die Interessen von Ulf J . Froitzheim : Service: Offener Brief an den Xing-Sprecher (2. Update: Problem gelöst) Update, 13 Uhr: Xing-Sprecher Marc-Sven Kopka hat sich zeitnah bei Ulf Froitzheim gemeldet und versprochen, das Problem gleich morgen früh in Angriff zu nehmen. Ich hoffe, dass sich das Missverständnis aus der Welt räumen lässt.
Update, 15.11.: Das Profil ist wieder erreichbar. Die fraglichen Interessen wurden hingegen gelöscht.
Ich frage mich gerade, ob hier bei Netzpolitik.org jemand von Xing mitliest. Ja, genau, das Business-Netzwerk, das man vor Facebook benutzt hat, wenn man sich für StudiVZ zu alt fühlte und Orkut für ein Pilzgericht aus der Mongolei hielt.
Weil, ich hätte da was abzugeben. Einen „Offenen Brief“ von einem guten Kollegen. Ok, guter Kollege ist ein wenig übertrieben. Tatsächlich hatte bisher nämlich nicht das Vergnügen, mit Ulf Froitzheim zusammenzuarbeiten. Dafür lese ich recht gerne, was er schreibt. Zum Beispiel in der Brandeins. Ist aber eigentlich auch egal, es geht ja um ihn, nicht um mich.
Ulf Froitzheim hat nämlich ein Problem. Genauer gesagt ein Kommunikationsproblem. Mit Xing. Nach Froitzheims Darstellung wurde sein Account gesperrt, weil er Kritik am Unternehmen äusserte.
Gut, Kritik äussern geht natürlich nicht, schon gar nicht als zahlender Kunde. Froitzheim hat es trotzdem getan und in seinen Profilangaben bei Xing den Wunsch geäussert, das Feld „Interessen“ doch bitte vor Nicht-Kontakten verbergen zu können. So, wie es auch bei Telefonnummern oder Mailadresse möglich ist:
Häh? Ja, das ist mehr oder weniger schon die ganze Geschichte (Den Rest gibt es hier). Zumindest laut Froitzheim. Das Resultat: Eine Aufforderung den Text zu ändern. Verbunden mit einer Fristsetzung (27 Stunden und 7 Minuten), bei der so manche Abmahnkanzlei ein schlechtes Gewissen bekäme. Inzwischen ist sein Account gesperrt. Kontaktsperre, quasi.
Natürlich würde Froitzheim die Sache gerne zeitnah klären. Das ist aber gar nicht so einfach, schließlich ist Wochenende und …
Das ist auch der Grund, weshalb ich mich gezwungen sehe, Ihnen in Form eines Offenen Briefs zu schreiben: Sie bieten ja E‑Mail-Kontakt ausschließlich über Ihr Xing-Profil an; von einem gesperrten Account aus kann man Ihnen nicht einmal eine Mail senden.
Ihr seht: Ein geradezu klassischer Fall für den Netzpolitik.org-Weiterleitungservice für Offene Briefe!
Falls jemand von Xing mitliest und sich verantwortlich fühlt: Bitte diesen „Offenen Brief“ an die passende Stelle im Haus weiterleiten. Danke. Auch im Namen von Ulf Froitzheim. Über den Rest reden wir dann demnächst mal.