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Linktipps der Redaktion

  • : Podcast „Herr Mies will’s wissen“: Maschinelles Lernen
    Google Deep Dream: Blue Flower.
    Podcast „Herr Mies will’s wissen“: Maschinelles Lernen

    Das Thema Machine Learning und Künstliche Intelligenz wird in der neuen Folge von „Herr Mies will’s wissen“ beleuchtet. Es geht um die Grundbegriffe und vor allem um die Testdaten und Trainingsdaten für KI-Systeme sowie den richtigen Umgang damit. Wer schon immer mal praxisnahe Einblicke in das maschinelle Lernen suchte, der kann sich den hörenswerten Podcast (mp3) runterladen.

    Aus dem Inhalt:

    31. Januar 2018
  • : Ungewöhnliches Datenleck: Second-Hand-Staatsgeheimnisse in Australien
    Dran denken: Akten ausräumen, bevor der Schrank in den Second-Hand-Laden kommt.
    Ungewöhnliches Datenleck: Second-Hand-Staatsgeheimnisse in Australien

    Staatsgeheimnisse im Second-Hand-Laden? In Australien ist das Realität geworden. Alte ausrangierte Aktenschränke landeten im Gebrauchtverkauf. Nur leider enthielten sie noch jede Menge teils streng geheime Dokumente. Offensichtlich hatte das zuvor niemand bemerkt, denn die Schränke waren verschlossen und die Schlüssel fehlten.

    Die Dokumente fanden schließlich ihren Weg zu ABC News, die einige davon nun veröffentlichten:

    Die Tausenden Seiten enthüllen das Innere von fünf verschiedenen Regierungen und umfassen fast ein Jahrzehnt. Beinahe alle Dokumente sind eingestuft, manche als streng geheim oder „AUSTEO“ – also nur für Australien. Das ehemalige Regierungsmobiliar hätten aber auch Nicht-Australier kaufen können.

    Die australische Regierung hat nun eine rasche Untersuchung angeordnet.

    31. Januar 2018 1
  • : Nicht nur Drogen, Waffen, Auftragsmord – about:blank erklärt das Darknet
    Darkweb, Deepweb, Tor? Florian Prokop erklärt Unterschiede und Funktionsweise.
    Nicht nur Drogen, Waffen, Auftragsmord – about:blank erklärt das Darknet

    Ist in der Tagesschau vom Darknet die Rede, fallen schnell Begriffe wie Drogen- oder Waffenhandel, organisierte Kriminalität oder gar Auftragsmord. Die neue Folge von about:blank erklärt, welche wichtigen Funktionen des Darknets dabei fast immer unter den Tisch fallen.

    Neben einer anschaulichen Erklärung der Funktionsweise von Tor kommt mit Floriana Pagano noch eine Aktivistin von accessnow.org zu Wort. Sie bringt Menschen bei, wie man das Darknet benutzen kann. Hilfreich ist das beispielsweise für Journalisten, die sich selbst schützen wollen. Aber auch Internetzensur in China oder Iran kann mithilfe von Tor umgangen werden.

    Das Video findet ihr auch auf Youtube.

    31. Januar 2018 1
  • : 69. Netzpolitischer Abend am 6. Februar in Berlin
    Jeden ersten Dienstag im Monat: Der Netzpolitische Abend der DigiGes in Berlin
    69. Netzpolitischer Abend am 6. Februar in Berlin

    Wie an jedem ersten Dienstag im Monat findet nächste Woche Dienstag, am 6. Februar, der Netzpolitische Abend des Vereins Digitale Gesellschaft in der c‑base Berlin statt.

    Auf dem Programm stehen diesmal:

    • Ludwig Reicherstorfer: Aussicht auf die neue Legislaturperiode
    • Julian Jaursch: Die Datenschutz-Grundverordnung: Kerninhalte und Aktivitäten des Digitale Gesellschaft e. V.
    • Ulf Buermeyer: beA: 38 Millionen vor die Wand gefahren – Warum das „besondere elektronische Anwaltspostfach“ unsicher ist und was wir daraus für öffentliche IT-Projekte lernen können (mit Bonustrack: Kurzbilanz nach einem Monat #NetzDG)

    Die c‑base findet sich an der Rungestraße 20, 10179 Berlin. Einlass ist ab 19:15 Uhr, los geht’s gegen 20:00 Uhr. Für alle, die nicht vor Ort dabei sein können, gibt es einen Live-Stream auf c‑base.org. Der Eintritt ist frei.

    31. Januar 2018
  • : T‑Mobile Austria erstattet „Selbstanzeige“ und will endlich Rechtssicherheit
    Netzsperren gegen Pirate Bay und Co.? Was müssen Provider tun?
    T‑Mobile Austria erstattet „Selbstanzeige“ und will endlich Rechtssicherheit

    Es klingt wie ein Widerspruch: Ein Mobilfunkanbieter zeigt sich selbst an, weil er Netzsperren einsetzt. Etwas ähnliches ist nun aber in Österreich passiert. T‑Mobile Austria hat sich bei der österreichischen Regulierungsbehörde RTR gemeldet, da das Unternehmen in Folge einer Abmahnung durch Rechteinhaber Pirate-Bay-Klone gesperrt hatte.

    Seine Entscheidung zu dieser „Art Selbstanzeige“ begründet der Anbieter folgendermaßen:

    Hintergrund der Mitteilung an die RTR, mit der T‑Mobile eine Beurteilung durch den Regulator erreichen will, ist eine überaus unbefriedigende rechtliche Situation, bei der Betreiber keine Möglichkeit haben sich rechtskonform zu verhalten. Der Betreiber wird bei einer Abmahnung durch den Inhaber von Urheberrechten dazu gezwungen, selbst über mögliche Urheberrechtsverstöße zu urteilen. Gleichzeitig verstößt er mit der Einrichtung einer Sperre gegen das Gebot der Netzneutralität.

    Dem ging eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs voraus. Das Gericht erklärte Netzsperren für angemessen, selbst wenn Seiten lediglich Links auf illegale, urheberrechtlich geschützte Inhalte bereitstellen. Telekom Austria sieht einen Widerspruch zur „Telecom Single Market“-Verordnung der EU, laut dieser dürften Netzsperren „nur aufgrund einer gerichtlichen oder behördlichen Anordnung erfolgen“. Nun sind die Regulierer in Österreich unter Druck, die Situation zu klären.

    30. Januar 2018
  • : Gericht: Britisches Überwachungsgesetz teilweise rechtswidrig
    Telefonüberwachung ist nur ein Teil des Gesetzes.
    Gericht: Britisches Überwachungsgesetz teilweise rechtswidrig

    Der Court of Appeal, das zweithöchste Gericht Englands, hat das britische Gesetz Investigatory Powers Act in weiten Teilen für rechtswidrig erklärt. Das Gericht bemängelte fehlende Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz personenbezogener Daten sowie mangelnde Kontrolle der Befugnisse der Behörden, berichtet der Guardian. Geklagt hatte die Bürgerrechtsorganisation Liberty.

    Die britische Regierung hatte in Erwartung des Urteils im November 2016 ein neues Gesetz beschlossen, das die Befugnisse zur Überwachung noch weiter ausbaut. Bürgerrechtler hatten es „Snooper’s Charter“ getauft und als „extremstes Überwachungsgesetz“ bezeichnet, das je in einer Demokratie verabschiedet wurde.

    30. Januar 2018 2
  • : Niederländischer Geheimdienst lieferte USA angeblich Hinweise für russische Einmischung in US-Wahl
    Die russische Spionagegruppe Cozy Bear operiert angeblich von einem Bürogebäude unweit des Roten Platzes in Moskau aus.
    Niederländischer Geheimdienst lieferte USA angeblich Hinweise für russische Einmischung in US-Wahl

    Nach einem Bericht der Zeitung De Volkskrant infiltrierte der niederländische Geheimdienst AIVD über mehr als ein Jahr hinweg die russische Spionagegruppe Cozy Bear, die für den russischen Auslandsgeheimdienst SVR arbeiten soll. Die niederländischen Spione trugen dabei wesentlich zu den Enthüllungen über die russische Einmischung in die US-Präsidentenwahl 2016 bei, schreibt das Blatt:

    Der niederländische Zugang lieferte entscheidende Hinweise auf die russische Beteiligung an Bespitzelung der Demokratischen Partei, heißt es von sechs amerikanischen und niederländischen Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, aber anonym bleiben wollen. Auf dieser Basis startete das FBI eine Untersuchung der russischen Einmischung in den Wahlkampf zwischen der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton und dem republikanischen Kandidaten Donald Trump.

    26. Januar 2018 18
  • : Datenjournalismus: Zeit Online zeigt Muster in deutschen Straßennamen
    Straßen und Plätze, die der Einheit gewidmet sind, finden sich vor allem in den neuen Bundesländern. Eigentlich erinnern sie an eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialistische_Einheitspartei_Deutschlands#Gr%C3%BCndung_durch_Zwangsvereinigung_von_SPD_und_KPD">andere Vereinigung</a>, als man heute denken mag.
    Datenjournalismus: Zeit Online zeigt Muster in deutschen Straßennamen

    Zeit Online untersucht, welche Muster sich in deutschen Straßennamen erkennen lassen. In einem lesenswerten Artikel hat die Online-Redaktion historische und regionale Phänomene identifiziert, die sich in den Straßennamen widerspiegeln.

    Die Analyse wurde durch eine eigenständig programmierte, durchsuchbare Datenbank ermöglicht, die 450.000 Straßennamen umfasst. Grundlage des Projekts ist die freie OpenStreetMap, aus welcher der Karlsruher Dienstleister Geofabrik wiederum eine Datei aller deutschen Straßen und Plätze erstellte.

    Zeit Online zeigt, wo sich typischerweise Moore, Gässle oder Chausseen finden und welche Spuren Nationalsozialismus und DDR hinterlassen haben. Für eigene Analysen steht der zugrundeliegende Datensatz unter der freien Open-Database-Lizenz ODbL 1.0 im geoJSON-Format zur Verfügung.

    25. Januar 2018 3
  • : Android sammelt Daten über Bluetooth, auch wenn Bluetooth ausgeschaltet ist
    Android sammelt Daten über Bluetooth, auch wenn Bluetooth ausgeschaltet ist

    Ein etwas gruselige Entdeckung machten Journalisten der Nachrichtenseite Quartz: Das Google-Betriebssystem Android verwendet Bluetooth, um den Standort des Nutzer aufzuzeichnen – auch dann, wenn der Nutzer denkt, dass Bluetooth abgeschaltet ist:

    Eine Recherche von Quartz ergab, dass Nutzer die Bluetooth-Verbindung ihres auf Googles Android-System laufenden Smartphones abschalten können und das Telefon dennoch weiterhin Bluetooth verwendet, um standortbezogene Daten zu sammeln und an Google zu übermitteln. Das macht es unter anderem, indem es für Google die eindeutigen Identifikationscodes von allen Geräten sammelt und schickt, die Bluetooth-Signale aussenden. Solche Geräte, auch als Beacons bekannt, werden oft in Läden, Museen und anderen öffentlichen Orten verwendet, um Telefonen die Bestimmung ihres Standorts innerhalb des Gebäudes zu erleichtern. Das im Eigentum von Alphabet stehende Google nimmt das Tracking vor, um für Werbekunden auf „nützlichere“ Art digitale Werbung auf die Nutzer zuschneiden zu können.“ (Eigene Übersetzung)

     

    25. Januar 2018 24
  • : Rund um die Bundestagswahl ließen deutsche Behörden hunderte Twitter-Konten blockieren
    Die so genannten Twitter-Eggs, welche früher standardmäßig als Profilbild voreingestellt waren. Screenshot: Twitter (Anonymisierung durch uns)
    Rund um die Bundestagswahl ließen deutsche Behörden hunderte Twitter-Konten blockieren

    Twitter blockiert in Deutschland den Zugriff auf mindestens 750 Konten. Damit sind deutschen Nutzern des Kurznachrichtendienstes wohl mehr Inhalte an ihren Standort gesperrt als in den meisten anderen Ländern, hat nun BuzzFeed News herausgefunden. Das Nachrichtenportal fahndete als Teil eines Rechercheprojekts global nach Nutzerkonten, die auf Twitter aktiv sind, aber in einzelnen Ländern nicht abgerufen werden können.

    In Deutschland seien schon vor dem in Kraft treten des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes eine stattliche Anzahl an Konten aus rechtlichen Gründen, etwa wegen hetzerischen Inhalten, unzugänglich gemacht worden, schreibt Buzzfeed:

    In der zweiten Jahreshälfte 2017 sandten die deutschen Behörden und beim Melden privilegierte Organisationen (trusted flagger) eine steigende Anzahl an Aufforderungen an Twitter, bestimmte Konten und Inhalte zu blockieren. Das Unternehmen kam in hunderten Fällen den Aufforderungen nach. Ende Juni vergangenen Jahres waren nur 35 Twitter-Konten in Deutschland nicht abrufbar, heißt es im Transparenzbericht der Firma. Aber Mitte Oktober, nur Wochen nach der Bundestagswahl, konnte BuzzFeed News mehr als 600 Nutzerkonten identifizeren, die in dem Land nicht mehr abgerufen werden konnten – ein deutlicher Anstieg.  (Eigene Übersetzung)

    24. Januar 2018 1
  • : Digitale Migrationskontrolle: Auf dem Weg zum gläsernen Flüchtling
    Digitale Migrationskontrolle: Auf dem Weg zum gläsernen Flüchtling

    Durch neue technische Mittel von Polizei und Grenzbehörden in Europa wird zunehmend nicht nur am gläsernen Bürger, sondern auch am gläsernen Migranten gearbeitet. Diesem Thema widmet sich die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Bürgerrechte & Polizei/CILIP:

    Sprachanalyse-Software, Überwachung von Finanztransaktionen, Satellitenaufklärung – das sind nur einige der digitalen Maßnahmen, mit denen Behörden MigrantInnen auf die Pelle rücken. Hinzu kommen die massenhafte Handydatenauswertung und die Nutzung von Geodaten in Asylverfahren. In Europa angekommen, landen Asylsuchende in riesigen Fingerabdruckdatenbanken, die jetzt mit Gesichtserkennung aufgerüstet werden. Längst wird die Migrationskontrolle auch auf das Internet ausgeweitet. Facebook, WhatsApp und Google Maps spielen auf der Flucht eine besondere Rolle, was die Ausforschung der Sozialen Netzwerke auch für Polizei und Geheimdienste interessant macht.

    Die Autorinnen des Magazins, darunter auch Netzpolitik.org-Journalistin Anna Biselli, diskutieren am Freitag um 19:30 in der c‑base in Berlin-Mitte (Rungestraße 20) zu dem Thema.

    24. Januar 2018 3
  • : Umweltsteuer oder Bauchtaschenverbot? about:blank erklärt Online-Petitionen
    Florian Prokop schätzt die Petition für ein Recht auf Home-Office
    Umweltsteuer oder Bauchtaschenverbot? about:blank erklärt Online-Petitionen

    Wie lässt sich der Wildwuchs von Steueroasen bekämpfen, die Zeitumstellung abschaffen oder dafür sorgen, dass Deutschland mit Käse überbacken wird? Die vierte Folge von about:blank knöpft sich Sinn und Unsinn von Online-Petitionen vor. Florian Prokop erklärt im Video, was Petitionen bewirken können und was auch Schüler schon mit diesem Mittel erreicht haben. Gleichzeitig zeigt er aber auch die Grenzen von Klicktivismus auf.

    Eine wichtige Frage versucht er am Ende noch im Selbstversuch zu klären: Was bekommt eigentlich mehr Aufmerksamkeit, eine ernsthafte Petition für eine Umweltsteuer für Wegwerf-Kaffeebecher oder Bullshit zum Verbot von Bauchtaschen?

    Das Video findet ihr auch auf Youtube.

    24. Januar 2018 3
  • : Visualisiert: Mit diesen 600 Firmen teilt Paypal deine Daten
    Wer soll da den Überblick behalten?
    Visualisiert: Mit diesen 600 Firmen teilt Paypal deine Daten

    Seit dem 1. Januar 2018 gewährt der Online-Zahlungsdienst PayPal Einblick in die Liste der Firmen, mit denen er „möglicherweise“ persönliche Informationen seiner Nutzer teilt. Rebecca Ricks hat die sage und schreibe 600 Firmen visualisiert. Achtung: Die Darstellung ist nicht für die mobile Nutzung ausgelegt.

    23. Januar 2018 13
  • : Studie: Nur 81 Prozent der Deutschen nutzen das Internet
    Studie: Nur 81 Prozent der Deutschen nutzen das Internet

    Erstmals nutzen mehr als 80 Prozent der Deutschen das Internet, dennoch steht immer noch ein Viertel der Bundesbürger digital im Abseits. 94 Prozent dieser Menschen sind über 50 Jahre alt. Das geht aus dem heute veröffentlichten D21-Digital-Index hervor (PDF).

    Beim Einsatz von so genannten „intelligenten Geräten“ wie der Assistenzwanze Alexa sind die Deutschen noch skeptisch. So auch beim Datenschutz: Fast jeder Zweite ist für einen sparsamen Umgang mit eigenen Daten im Netz sensibilisiert und weiß, dass Dienste und Apps persönliche Daten weitergeben können. Andererseits scheinen vielen regelmäßige Passwortwechsel und Recherchen nach der Herkunft eines Servers zu kompliziert zu sein.

    Der D21-Digital-Index wird seit 2013 unter der Schirmherrschaft des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Zusammenarbeit mit der Landesmedienanstalt NRW und Privatunternehmen und Verbänden erhoben. Für die Studie wurde die deutsche Wohnbevölkerung ab 14 Jahren befragt. Im Bereich Breitband- und Internetnutzung waren es mehr als 20.000 Befragte, für die restlichen Bereiche mehr als 2.000.

    23. Januar 2018 4
  • : Wenn der Spitzel nach links wischt: Schwere Sicherheitslücke bei Dating-Plattform Tinder
    Wenn der Spitzel nach links wischt: Schwere Sicherheitslücke bei Dating-Plattform Tinder

    Schwere Sicherheitsmängel bei der Dating-Plattform Tinder erlauben es nach Angaben einer israelischen Sicherheitsfirma, alle von Nutzern im gleichen WLAN-Netzwerk angesehenen Fotos auszuspionieren. Bei den über die App geteilten Bildern fehle es selbst an grundlegender Verschlüsselung durch den HTTPS-Standard, schreibt das Technologiemagazin Wired:

    Am Dienstag zeigten Experten der auf Apps spezialisierten Sicherheitsfirma Checkmarx aus Tel Aviv auf, dass Tinder selbst die grundlegende HTTPS-Verschlüsselung für Fotos fehlt. Einfach nur durch das Einloggen in das selbe WLAN-Netzwerk, in dem sich die iOS- oder Android-App des Nutzers befindet, konnten die Sicherheitsexperten alle Fotos sehen, die auch der Nutzer sieht, und sogar ihre eigenen Bilder in den Fotostream einschleusen. Auch wenn andere Daten der Tinder-Apps durch HTTPS verschlüsselt sind, fand Checkmarx noch genug an durchsickernden Informationen, um die verschlüsselten Anweisungen auseinanderzuhalten. Dadurch können Hacker im selben Netzwerk zusehen, wie der Nutzer nach links oder rechts wischt, oder einen passenden Partner findet, ganz so, als würde er dem Nutzer über die Schulter sehen. Die Experten sind der Meinung, die Sicherheitsmängel ließen alles zu, von einfachem Voyeurismus bis hin zur Erpressung. (Eigene Übersetzung von Netzpolitik.org)

     

    23. Januar 2018 4
  • : Fox-News-Eigentümer Rupert Murdoch will für seine Inhalte Geld von Facebook
    Medienmogul Rupert Murdoch
    Fox-News-Eigentümer Rupert Murdoch will für seine Inhalte Geld von Facebook

    Der Medienunternehmer Rupert Murdoch fordert Facebook dazu auf, künftig für journalistische Inhalte auf seiner Plattform zu bezahlen. Der Gründer von Fox News und Eigentümer des Medienkonzerns News Corp reagierte in einer am Montag veröffentlichten Erklärung auf die Ankündigung von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, künftig die Nutzer selbst die Glaubwürdigkeit von Medien beurteilen zu lassen, um der Verbreitung von Falschnachrichten vorzubeugen. Der konservative Medienunternehmer, dessen Medien in den vergangenen Jahren immer wieder selbst wegen unlauterer Stimmungsmache sowie unsauberen Geschäftspraktiken in der Kritik standen, klagt:

    Facebook und Google haben durch ihre Algorithmen verleumderische Nachrichtenquellen populär gemacht, die für ihre Plattformen profitabel, aber höchst unzuverlässig sind. (…) Wenn Facebook ‚vertrauenswürdige’ Nachrichtenquellen anerkennen möchte, dann sollte es deren Verlagen eine Vergütungsgebühr zahlen, ähnlich dem Modell von Kabelfernsehbetreibern. (Eigene Übersetzung)

    Der Unternehmer, zu dessen Imperium das britische Boulevardblatt „The Sun“ und das konservative „Wall Street Journal“ in den USA gehören, sprach vom ernsthaften Mangel an Transparenz beim Vorgehen Facebooks und beschwerte sich über die „politischen Einfärbung dieser mächtigen Plattformen“. Murdoch ist nicht der erste Verleger, der sich eine pauschale Abgabe von Facebook für auf der Plattform verlinkte Inhalte wünscht. Im Rahmen der geplanten EU-Urheberrechtsreform wird auch über die Einführung eines Leistungsschutzrechtes auf europäischer Ebene diskutiert, nachdem Plattformen wie Facebook den Verlegern die Verlinkung ihrer Inhalte abgelten sollen. Das US-Unternehmen erzielt Milliardenprofite aus Werbeeinnahmen, zeigte sich aber nur in Ausnahmefällen bereit, damit journalistische Inhalte zu finanzieren.

    23. Januar 2018 1
  • : Wie Kambodschas Regime Facebook zur Waffe gegen die Opposition macht
    Illustration von Buzzfeed mit Bild des kambodschanischen Premierministers Hun Sen.
    Wie Kambodschas Regime Facebook zur Waffe gegen die Opposition macht

    Wohl um bei den Parlamentswahlen im Juli keine nennenswerten Gegner fürchten zu müssen, erwirkte die kambodschanische Regierung Ende 2017 die Auflösung der größten Oppositionspartei und geht seither hart gegen Oppositionelle und kritische Medien vor.

    Ein wesentliches Hilfsmittel ist für das Regime von Langzeit-Regierungschef Hun Sen dabei Facebook, schreibt das US-Medium Buzzfeed:

    Als Facebook zuerst in Kambodscha bekannt wurde, hofften viele, es werde eine neue Ära der freien Meinungsäußerung einleiten und jenen Stimmen Gehör verschaffen, die sich den Botschaften der regierungsfreundlichen Traditionspresse entgegenstellten. Stattdessen geschah das Gegenteil. Premierminister Hun Sen nutzt nun die Plattform, um seine Positionen zu verbreiten, während er seine Kritiker ins Gefängnis steckt. Sein Stab tut sein Bestes, die Regeln von Facebook auszunutzen, um Kritik zum Verstummen zu bringen – mittels einem direkten Draht zu Mitarbeitern des Konzerns. Facebook hat zudem drastisch die Reichweite unabhängiger Medien in Kambodscha eingeschränkt, nachdem es Nachrichtenmedien im Vorjahr als Teil eines kontroversen Experiments aus seinem Newsfeed verbannte. (Eigene Übersetzung)

    22. Januar 2018 1
  • : Digitale Gesellschaft kritisiert Netzpolitik der kommenden Koalition
    Vage Allgemeinplätze und insgesamt enttäuschend: Die Digitale Gesellschaft fordert eine bessere Digitalpolitik der kommenden Koalition.
    Digitale Gesellschaft kritisiert Netzpolitik der kommenden Koalition

    Die Digitale Gesellschaft hat das Ergebnis der Sondierungen von Union und SPD in Sachen Netzpolitik als enttäuschend kritisiert – und fordert etliche Nachbesserungen.

    In einer Pressemitteilung des Vereins heißt es:

    In zentralen Fragen bei den Themen Datenschutz, IT-Sicherheit, Netzneutralität, Urheberrecht, digitale Bildung und automatisierte Entscheidungsfindung konnten sich die Verhandelnden bislang gerade einmal auf vage formulierte Gemeinplätze einigen. Andere wichtige Themen wie die Abschaffung anlassloser Vorratsdatenspeicherungen, der Schutz der Meinungs- und Informationsfreiheit oder die Gewährleistung umfassender Medienkompetenz fehlen komplett.

    Die Digitale Gesellschaft hat einen Katalog mit netzpolitischen Empfehlungen für eine künftige Bundesregierung veröffentlicht.

    22. Januar 2018 2
  • : Mon Dieu: Pariser Kirche nimmt nun auch kontaktlos Spenden entgegen
    Süßer die Kassen nie klingeln: Katholiken dürfen nun statt Hartgeld auch GodCoin springen lassen
    Mon Dieu: Pariser Kirche nimmt nun auch kontaktlos Spenden entgegen

    Die katholische Kirche öffnet sich der bargeldlosen Kollekte. Ab zwei Euro kann man elektronisch Gott näher kommen.

    19. Januar 2018 3
  • : Wenn Raketenalarm ist, will niemand Pornos schauen. Danach umso mehr.
    In dieser Woche wurde Hawaii durch einen Fehlalarm in Schrecken versetzt.
    Wenn Raketenalarm ist, will niemand Pornos schauen. Danach umso mehr.

    Die Pornographie-Plattform Pornhub hat ein Händchen für amüsante PR-Aktionen und kämpft schonmal mit für die Netzneutralität. Sie veröffentlichte nun Statistiken zum Pornokonsum auf Hawaii während des falschen Raketenalarms diese Woche. Das Ergebnis: Kurz nachdem die Bewohner der Inselkette die Benachrichtigung „Bedrohung durch ballistische Rakete Richtung Hawaii. Sofort Schutzraum aufsuchen. Dies ist keine Übung.“ auf ihrem Handy erhalten hatten, brach der Traffic der Seite ein.

    Er sank um 77 Prozent verglichen mit dem Durchschnitt. Als 38 Minuten später Entwarnung gegeben wurde, erholte er sich schnell wieder:

    Als die Einwohner um 8:45 Uhr informiert wurden, dass es sich um einen Fehlalarm handelte, erholte sich der Traffic wieder und die Hawaiianer atmeten erleichtert auf. Diejenigen, die weitere Erleichterung suchten, kehrten zu Pornhub zurück. Die Seitenaufrufe übertrafen das übliche Niveau um 9:01 Uhr um 48 Prozent.

    19. Januar 2018 4