Ungewöhnliches Datenleck: Second-Hand-Staatsgeheimnisse in Australien

Dran denken: Akten ausräumen, bevor der Schrank in den Second-Hand-Laden kommt. CC-BY 2.0 Maik Schlösser

Staatsgeheimnisse im Second-Hand-Laden? In Australien ist das Realität geworden. Alte ausrangierte Aktenschränke landeten im Gebrauchtverkauf. Nur leider enthielten sie noch jede Menge teils streng geheime Dokumente. Offensichtlich hatte das zuvor niemand bemerkt, denn die Schränke waren verschlossen und die Schlüssel fehlten.

Die Dokumente fanden schließlich ihren Weg zu ABC News, die einige davon nun veröffentlichten:

Die Tausenden Seiten enthüllen das Innere von fünf verschiedenen Regierungen und umfassen fast ein Jahrzehnt. Beinahe alle Dokumente sind eingestuft, manche als streng geheim oder „AUSTEO“ – also nur für Australien. Das ehemalige Regierungsmobiliar hätten aber auch Nicht-Australier kaufen können.

Die australische Regierung hat nun eine rasche Untersuchung angeordnet.

Mehr Zeit für kritische Berichterstattung

Ihr kennt es: Zum Jahresende stehen wir traditionell vor einer sehr großen Finanzierungslücke und auch wenn die Planung und Umsetzung unseres Spendenendspurts viel Spaß macht, bindet es doch sehr viele Ressourcen; Ressourcen, die an anderer Stelle für unsere wichtige Arbeit fehlen. Um Euch also weniger mit Spendenaufrufen auf die Nerven zu gehen und mehr Recherchen und Hintergründe bieten zu können, brauchen wir Eure regelmäßige Unterstützung.

Jährlich eine Stunde netzpolitik.org finanzieren

Das Jahr hat 8.760 Stunden. Das sind 8.760 Stunden freier Zugang zu kritischer Berichterstattung und wichtigen Fragestellungen rund um Internet, Gesellschaft und Politik bei netzpolitik.org.

Werde Teil unserer Unterstützungs-Community und finanziere jährlich eine von 8.760 Stunden netzpolitik.org oder eben fünf Minuten im Monat.

Jetzt spenden


Jetzt spenden

Eine Ergänzung

  1. Die Nummer ist auch inhaltlich interessant:

    „Demnach findet sich darunter zum Beispiel eine Anweisung des heutigen Finanzministers Scott Morrison aus seiner Zeit als Einwanderungsminister, in der er anordnete, die Sicherheitsüberprüfungen von Asylwerbern zu verlangsamen, damit diese nicht so schnell an Visa kommen.“
    http://orf.at/stories/2424593/

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Bitte keine reinen Meinungsbeiträge! Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.