Mon Dieu: Pariser Kirche nimmt nun auch kontaktlos Spenden entgegen

Die katholische Kirche öffnet sich der bargeldlosen Kollekte. Ab zwei Euro kann man elektronisch Gott näher kommen.

Süßer die Kassen nie klingeln: Katholiken dürfen nun statt Hartgeld auch GodCoin springen lassen CC-BY 4.0 IV Horton, bearbeitet von Netzpolitik.org

In Paris wandern künftig nicht nur Gebete durch den Äther: In einer Kirche in der französischen Hauptstadt kann man bei der Messe am Sonntag erstmals auch kontaktlos mit der Karte spenden. Bei der Kollekte nimmt der elektronische Klingelbeutel bescheidene Beträge von zwei, drei, fünf oder zehn Euro entgegen. Die Kirche will auf diese Art mit der Zeit gehen, berichtet Katholisch.de:

Der Pfarrer Didier Duverne, in dessen Gemeinde im 16. Pariser Arrondissement der Pilotversuch stattfindet, betont im Gespräch mit der Zeitung „Le Parisien“, dass das Ziel der elektronischen Kollekte nicht die Erhöhung des Spendenaufkommens sei. „Dahinter steckt kein ökonomisches Interesse. Wir wollen uns auf eine Zukunft vorbereiten, in der die Leute kein Bargeld mehr eingesteckt haben, nicht mal für das Baguette beim Bäcker um die Ecke.“ Der 58-jährige Priester ist begeistert von der Neuerung: „Mir gefällt das sehr, das ist eine tolle Spielerei.“ Auch die Gemeindemitglieder seien sehr aufgeschlossen. Das sieht auch der Fundraising-Direktor des Erzbistums, Christophe Rousselot, so: „Die Kirche hat gar keinen Grund, nicht auf den Zug der Moderne aufzuspringen.“

Du möchtest mehr kritische Berichterstattung?

Unsere Arbeit bei netzpolitik.org wird fast ausschließlich durch freiwillige Spenden unserer Leserinnen und Leser finanziert. Das ermöglicht uns mit einer Redaktion von derzeit 15 Menschen viele wichtige Themen und Debatten einer digitalen Gesellschaft journalistisch zu bearbeiten. Mit Deiner Unterstützung können wir noch mehr aufklären, viel öfter investigativ recherchieren, mehr Hintergründe liefern - und noch stärker digitale Grundrechte verteidigen!

 

Unterstütze auch Du unsere Arbeit jetzt mit deiner Spende.

3 Ergänzungen
  1. „Süßer die Kassen nie klingeln: Katholiken dürfen nun statt Hartgeld auch GodCoin springen lassen“
    Die Bildunterschrift ist in meinen Augen irreführend und reißerisch:
    Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, geht es lediglich um die kontaktlose Zahlung via Kreditkarte. Auf eine Spende mit Crypto-Währungen, wie beispielsweise GodCoin, wird dann im Artikel nicht mehr eingegangen.

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.