Generell

Allgemeine Berichte aus der Welt, in der wir leben, der Politik und der Kultur Deutschlands und des Internets.

  • : Remix BP
    Remix BP

    Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko wollte ich schon länger thematisieren. Das hat zwar klassisch nichts mit Netzpolitik zu tun, aber im Netz gibt es zahlreiche schöne Beispiel für Aktivismus und Remix-Kultur, die BP als Hauptverursacher als Gegner hat (In Deutschland nutzt übrigens ARAL BP-Öl ARAL ist BP in Deutschland). Hier ist ein kleiner Überblick über verschiedene Projekte und Aktionen. Wer noch weitere spannende Beispiele hat, kann diese gerne in den Kommentaren posten und ich ergänze den Artikel dann.

    Bei Youtube findet sich eine gelungene Parodie auf einen BP-Spot:

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    Mashable berichtet über das „Black Oil“ – Firefox Plugin, das automatisiert immer die Zeichen BP schwarz färbt. Das Plugin soll noch mit weiteren Funktionalitäten erweitert werden.

  • : Nur zu Recherchezwecken
    Nur zu Recherchezwecken

    Das Internet vergisst ja nicht so gerne und so bin ich gerade durch Zufall auf einen kurzen Meinungswechsel während/nach einer Bundestagsdebatte gestossen:

    Dorothee Bär während einer Rede zum Jugendmedienschutz am 5.3.2009:

    “[…] Trotzdem müssen wir uns den Veränderungen auch diesbezüglich ständig anpassen. Im Unterausschuss ?Neue Medien? haben wir sehr viele interessante Anhörungen durchgeführt. Ich denke zum Beispiel an das Thema Onlinesucht. Das stelle ich auch fest, wenn ich mir die Kinderpornografie im Netz anschaue.

    (Jörg Tauss (SPD): Was? Das schaut man sich aber nicht an!)

    [Konnte man schon am 6.3.2009 bei uns in den Kommentaren finden]

    Der Rest ist Geschichte.

  • : Von der Leyen weg vom Fenster?
    Von der Leyen weg vom Fenster?

    Laut Tagesschau.de und anderen Medien verdichten sich die Hinweise darauf, dass Ursula von der Leyen doch nicht als nächste Bundespräsidentin ins Schloß Bellevue einziehen könnte. Momentan hoch im Kurs wird Christian Wulff gehandelt, der ja auch irgendwie eine Zukunft braucht, wenn das mit dem Kanzler werden nicht klappt.

    Hier gibt es noch ein aktuelles neues Stop-Schild von Jeronimo. Danke dafür:

    Update: Die Bild-Zeitung will schon wissen, dass Wulff Bundespräsident werden soll.

  • : Die Bilderberg-Konferenz
    Die Bilderberg-Konferenz

    Futter für Verschwörungstheoretiker: Der Deutschlandfunk hat in der Sendung Hintergrund über die Bilderberg-Konferenzen berichtet: Re-Feudalisierung und Privatisierung der Macht?

    Die sogenannten Bilderberg-Konferenzen finden seit 1954 jährlich an wechselnden, möglichst geheim gehaltenen Orten statt. Angeblich sind die Treffen rein privater Natur, doch wenn die Mächtigen aus Wirtschaft und Adel Politiker zum geheimen Gespräch laden, wundern sich auch Menschen, die keinen Verschwörungstheorien anhängen.

    Hier ist die MP3.

    Apropos Verschwörung: Wer sich immer schon fragte, was Eva Hermann nun macht? Die macht jetzt Verschwörungs-TV beim Kopp-Verlag.

    Update (by wetter): Eine wie-auch-immer-korrekte Teilnehmerliste der Konferenz ist auf einschlägigen Leak-Plattformen auffindbar.

  • : Koalitionsfavoritin: Ursula von der Leyen
    Koalitionsfavoritin: Ursula von der Leyen

    Nach Agenturangaben wird Ursula von der Leyen (aka Zensursula) aktuell von den Koalitionsspitzen als Favoritin für den überraschend zurückgetretenen Bundespräsidenten Horst Köhler gehandelt. Das wäre mal eine Präsidentin, die versöhnen und nicht spalten will, wie man im vergangenen Sommer erfahren konnte.

    Das wäre auch mal was Neues: Gab es schonmal einen Bundespräsidenten, der/die so oft auf T‑Shirts durch die Gegend getragen wurde?

    Update: Es gibt auch schon das passende Bild (Das eignet sich auch gut dazu, im Blog oder Twitter-Avatar seine Meinung kund zu tun, was man von Ursula von der Leyen als Kandidatin hält):

    Update: dpa tickert, dass Merkel von der Leyen heute bei einem Treffen mit Westerwelle und Seehofer vorgeschlagen habe. Die FDP berät sich heute Abend, die CSU morgen.

    Wer bastelt mal ein schönes Stoppschild mit „Not my president“?

    Update: Lustige Verschwörungstheorie auf Twitter: Wird die Verwendung des Zensursula-Hashtags strafbar, wenn Ursula von der Leyen Bundespräsidentin wird? § 90 des Strafgesetzbuches regelt ja die „Verunglimpfung des Bundespräsidenten“.

    Update: Interessanterweise ist ja Plan B im Moment Wolfgang Schäuble. Von dem gibt es ja auch schon zahlreiche T‑Shirts mit „Stasi 2.0“. Aber vermutlich wird Schäuble noch mehr aktuell als Finanzminister gebraucht.

    Nochmal Update: Joerg-Olaf erinnert in den Kommentaren an diese beiden FAZ-Portraits aus dem Jahre 2007 über Ursula von der Leyen, die als Hintergrund zu ihrer Person interessant sind:

    Ursula von der Leyen: Eine steile Karriere

    Teil 2: Die Karriere der Ursula von der Leyen – „Ein Geflecht aus Intrigen“

    Update: Anscheinend verdichten sich die Gerüchte, dass von der Leyen Kandidatin wird und Rüttgers ist als Arbeitsminister vorgesehen. Da wäre zumindest meine Vermutung gestern nicht ganz unfalsch, dass Rüttgers aus NRW irgendwohin weggelobt werden wird.

    Update: Ein Stoppschild-Bild von bee:

  • : Horst Köhler tritt zurück
    Horst Köhler tritt zurück

    Das gab es noch nie: Unser Bundespräsident Horst Köhler tritt zurück. Wahrscheinlich, weil er einmal die Wahrheit in Sachen Afghanistan verkündet hat. Wer wohl der/die Nachfolger/in wird?

    Wie ist das eigentlich verfassungsrechtlich, hat Köhler einen Stellvertreter, bzw. wer macht seinen Job, solang kein Neuer da ist?

    Update: Scheint tatsächlich an der Kritik seiner Afghanistan-Äußerungen zu liegen.

    Update2: Stellvertreter wird wohl der Bundesratspräsident, das Amt hat gerade Bremen inne, dessen Ministerpräsident heißt Jens Böhrnsen. Lustig, dass damit gerade die SPD wieder das Staatsoberhaupt stellt. Wer hätte das gedacht?

    Update3: 30 Minuten nach Rücktritt ist Köhler auf bundespraesident.de aber noch Bundespräsident. Wo gibts denn seine (anscheinend) tränenreiche Abschiedsrede zum nachlesen?

    Update4: Schwarz-Gelb kann wohl wieder den Bundespräsidenten wählen, die haben wohl aktuell noch 23 Sitze Mehrheit in der Bundesversammlung.

  • : Tauss-Urteil: 15 Monate auf Bewährung, Verteidigung will Revision einlegen (5. Update)
    Tauss-Urteil: 15 Monate auf Bewährung, Verteidigung will Revision einlegen (5. Update)

    Nach dem dritten Verhandlungstag am letzten Freitag sah es noch so aus, als ob die Entscheidung im Tauss-Prozess erst in der nächsten Woche fällt. Letztendlich mussten wir doch nicht so lange warten. Heute Mittag wurde in Karlsruhe das Urteil verkündet:

    Ein Jahr und drei Monate auf Bewährung: Das Karlsruher Landgericht hat den früheren SPD-Bundestagsabgeordneten Jörg Tauss wegen Besitzes von Kinderpornos verurteilt. (Quelle: Zeit Online)

    Erste Details gibt es unter anderem in bei der Zeit und im FAZ.net. Ob die Verteidigung Rechtsmittel einlegen wird, ist derzeit noch unklar.

    Update, 14:10 Uhr: Laut „ZDF heute“ will die Verteidigung Revision einlegen.

    Tauss und sein Anwalt Jan Mönikes haben nun angekündigt, in Revision zu gehen.

    Update, 16 Uhr: Laut Golem.de will die Verteidigung mit der Entscheidung, ob Revision eingelegt wird, warten bis die schriftliche Urteilsbegründung vorliegt.

    Tauss-Anwalt Jan Mönikes sagte Golem.de: „Es gibt die Möglichkeit, wegen der Rechtsfrage vor den Bundesgerichtshof in die Revision zu gehen.“ Dazu könne aber solange keine Entscheidung getroffen worden, bis die schriftliche Urteilsbegründung vorliege.

    Update, 18 Uhr: Simon Möller hat für Telemedicus eine lesenswerte Analyse des Urteils aus juristischer Perspektive verpasst. Im Blog von Jörg Tauss findet sich derweil eine persönliche Erklärung. Zum Verbleib in der Piratenpartei schreibt Tauss:

    Ob ich die Partei zu deren Schutz verlasse mache ich davon abhängig, wie die schriftliche Urteilsbegründung lautet, wie darauf aufbauend die Revisionschancen eingeschätzt werden und mit welcher Wirkung die mediale Hetze von SPIEGEL & Co weitergeht. Ich habe mich heute beispielsweise geweigert, dem SPIEGEL ein Interview zu geben. Es reicht.

    Ungeachtet dessen bedanke ich mich bei allen Piraten, die sich bis hin zur “Kinderfickerpartei” wegen mir angreifen lassen musste und die dies unter rechtsstaatlichen Erwägungen ausgehalten und Paroli geboten haben.

    Update, 18:45 Uh: Prozessbeobachter Rainer Kaufmann (ehemaliger Journalist und persönlicher Bekannter von Jörg Tauss) hat auf bruchsal.org seinen Bericht zur mündlichen Urteilsbegründung veröffentlicht.

    Update, 20:15 Uh: Das Pressestatement von Tauss-Anwalt Jan Mönikes liefert noch einmal eine kompakte Zusammenfassung. Mönikes spricht folgende Punkte an:

    1. Ausschluss der Anwendbarkeit des §184 b Abs. 5 StGB auf Abgeordnete durch das Gericht.
    2. Das Gericht hat Tauss kein sexuelles Interesse attestiert.
    3. Nach Ansicht des Gerichts habe ein Prominenter die verfehlte Öffentlichkeitsarbeit einer Staatsanwaltschaft hinzunehmen
    4. Die Verteidigung prüft Rechtsmittel gegen das Urteil einzulegen.

    Während Punkt 2 und 3 für vor allem von persönlicher Bedeutung für Tauss sind, könnte Punkt 1 in Verbindung mit Punkt 4 durchaus noch interessant werden.

  • : Die Tauss-Verschwörung: Teil 1?
    Die Tauss-Verschwörung: Teil 1?

    Ganz ehrlich? Ich mag schon die Überschrift da oben nicht. Das Thema ist einfach zu ernst. Schließlich geht es nicht um irgendwelche Illuminaten in goldenen Unterseebooten, sondern um die Existenz eines real existierenden Menschen. Es geht um die Existenz von Jörg Tauss, der sich bekanntlich gerade vor dem Landgericht Karlsruhe für „den Besitz und die Verschaffung  von kinderpornografischem Material“ verantworten muss.

    Andererseits, es hilft ja nichts. Informationen lassen sich im Netz nun einmal nicht zurückhalten. Ich mag auch gar nicht beurteilen, ob das, was der anonyme „Pirat Schrozberg“ in seinem Blog über div. Prozessbeteiligte schreibt, mehr als eine akribisch ergoogelte Verschwörungstheorie ist. Genug disclaimert, hier geht’s weiter: Staatsanwaltschaft doch politisch vorbelastet? – Hintergrundinfos zum Prozess gegen Jörg Tauss

  • : Bericht von der Klausur-Tagung der Enquete-Kommission
    Bericht von der Klausur-Tagung der Enquete-Kommission

    Gestern hat im Bundestag die Enquete-Kommission „Netzpolitik und digitale Gesellschaft“ in einer nicht-öffentlichen Klausur-Sitzung getagt. Der Tag fing um 8:00 Uhr sehr früh an, nur die armen OB-Leute der Fraktionen (Quasi die Fraktionskoordinatoren für die Enquete) mussten schon eine halbe Stunde früher im Bundestag sein und den Tag vorplanen.

    Den Anfang machte eine erneute Vorstellungsrunde, wobei sich diesmal nicht nur die Sachverständigten inklusive Arbeitsschwerpunkte vorstellten, sondern auch die Abgeordneten. Das ging erfreulicherweise schneller als gedacht. Ursprünglich waren 5 Minuten pro Person angesetzt, im Durchschnitt wurde nur ein Drittel der Zeit genutzt. Die Klausur-Sitzung sollte dazu dienen, die Arbeit der kommenden zwei bis zweieinhalb Jahre vorzubereiten und der Enquete-Kommission eine Organisationsstruktur zu geben. Vorgeschlagen waren dafür vier Arbeitsgruppen zu Wirtschaft, Kultur/Bildung, Gesellschaft und Recht/Innen. Dabei hatte man sich wohl einerseits an den übklichen Ausschüßen im Bundestag und den Ministerien orientiert, zusätzlich gibt es für genau jedes Thema einen eingestellten Referenten im Enquete-Sekretariat.

  • : Geleakt: Gesetzentwurf für das Leistungsschutzrecht für Presseverleger
    Geleakt: Gesetzentwurf für das Leistungsschutzrecht für Presseverleger

    iRights.info hat den Gesetzentwurf für das Leistungsschutzrecht für Presseverleger erhalten und veröffentlicht (PDF).

    Schon seit einiger Zeit war darüber spekuliert worden, dass die Verlage einen Gesetzesentwurf vorbereiten; aus dem Bundesjustizministerium (BMJ) war zu hören, dass man wünsche, dass Verlage und Journalistenvertreter sich auf eine Position einigen, bevor sich das Ministerium der Sache annehme. Hier muss sich das BMJ die Frage gefallen lassen, wie sinnvoll es ist, sich einen Gesetzesentwurf von Verlagslobbyisten und Gewerkschaften entwerfen zu lassen, bei denen man davon ausgehen kann, dass sie ein weites Spektrum berechtigter Interessen außer Acht lassen würden. [.…]

    Beide Entwürfe sind nicht nur unausgegoren. Sie räumen auch die im Vorfeld geäußerten Bedenken der Kritiker eines Verleger-Leistungsschutzrechts in keiner Weise aus, machen zudem nicht deutlich, wie ein solches Recht überhaupt gerechtfertigt werden kann. Würde der Gesetzgeber diesen Forderungen Folge leisten, würde das unweigerlich zu einer nie da gewesenen Rechtsverwirrung führen und die Berichterstattung und Informationsvermittlung sowie ‑beschaffung in einer Weise beeinträchtigen, die bislang nur in Ansätzen absehbar ist. Die Entwürfe machen mehr als deutlich, dass die vielfältigen Kollateralschäden mit gesetzlichen Formulierungen nicht vermieden werden können. Sie sind vielmehr eine Folge der Idee des Leistungsschutzrechts für Presseverleger selbst.

    Interessant ist auch die ausführliche Analyse von iRights.info zum Gesetzentwurf.

  • : Neues Datenleck bei SchülerVZ
    Neues Datenleck bei SchülerVZ

    Es gibt wieder ein neues Datenleck beim Social-Network SchülerVZ. SchülerVZ ist mit rund fünf Millionen Mitgliedern Marktführer im deutschsprachigen Raum, ein hoher Prozentsatz unserer Schüler ist dort Mitglied und veröffentlicht dort seine/ihre Verlieben und sonstige Informationen. Uns wurden 1,6 Millionen aktuelle Datensätze von dort aktiven Schülern zugeschickt, das sind rund 30% aller Nutzerprofile aus dem Social-Network.

    Der Fall reiht sich in die von uns im vergangenen Herbst aufgedeckten Datenlecks ein, die SchülerVZ betrafen und damals für großes Aufsehen sorgten. SchülerVZ hat sich in den vergangenen Monaten bemüht, das verlorene Vertrauen zurück zu gewinnen und mehr in den Datenschutz investiert.