Generell
Allgemeine Berichte aus der Welt, in der wir leben, der Politik und der Kultur Deutschlands und des Internets.
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: Auch Syrien schaltet das Internet ab? (Wahrscheinlich eine Ente)
: Auch Syrien schaltet das Internet ab? (Wahrscheinlich eine Ente) Die Huffington Post berichtet gerade, dass auch Syrien nach Vorbild Ägyptens das Internet ausgeschaltet hat: Syria Internet Down As Egypt Blackout Catches On In Middle East.
Die Quelle der Huffington Post ist der Twitter-Kanal von @AlArabiya_Eng, nach eigenen Angaben „The English site of the Arab world’s leading news station“. Weitere News sind angekündigt.
Update: Jetzt berichtet @AlArabiya_Eng, dass ein syrischer Offizieller die Meldung dementiert hat. Könnte auch eine Ente sein oder auch erstmal ein Plan sein, denn Twitter-Nutzer @Mauriceaaek hat in Syrien noch Netz. Andere twittern auch noch von dort.
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: Heute: Euroweb-Prozess vor dem Bundesgerichtshof
: Heute: Euroweb-Prozess vor dem Bundesgerichtshof Heute trägt die Firma Euroweb mal wieder einen Rechtsstreit mit einem Kunden vor Gericht aus. Das ist vielleicht nichts weiter besonderes, die Rechtsanwaltskanzlei Kanzlei Berger (Köln/Düsseldorf) berichtet über viele Prozesse vor Land- und Oberlandesgerichten, die sich mit Details der Dienstleistungsverträge, die Euroweb mit seinen Kunden abschließt, beschäftigen.
Die Kunden klagten zum Beispiel dagegen, als „Referenzkunden“ mündlich besondere Konditionen versprochen bekommen zu haben, und nachher mit unerwartet hohen Rechnungen überrascht worden zu sein – weil sie vor Vertragsunterzeichnung nicht genau genug gelesen hatten, was sie da gerade unterschrieben.
In den von der Kanzlei Berger veröffentlichten Urteilen wurde dabei immer im Sinne von Euroweb gegen die unzufriedenen Kunden geurteilt: Hier zum Beispiel hat Euroweb die Kundin zur Zahlung von 2.521,61€ + 8% Zinsen über Basiszinssatz verklagt, und gewonnen. Na ja, ich persönlich würde mich nicht damit rühmen wollen, aber hey… In dem Verfahren wurden auch die Vorwürfe der arglistigen Täuschung, die die Kundin erhoben hatte, zurückgewiesen. Schließlich hatte sie einen Vertrag unterschrieben, in dem die Preise erwähnt waren, und konnte nicht nachweisen, dass ihr mündlich etwas anderes versprochen worden wäre. Alle Beschwerden sich getäuscht fühlender Kunden nahm man bei Euroweb jedoch nicht zum Anlass, seine Vermarktungsstrategie zu ändern. Komisch eigentlich.
Auch in Österreich, berichtet der Journalist Georg Holzer, sind momentan zwei Verfahren anhängig: Der österreichische Schutzverband gegen unlauteren Wettbewerb hat 2009 eine einstweilige Verfügung gegen Euroweb erwirken können, die sich gegen die Kaltakquise und das „aggressive Drängen auf Unterschriften“ richtet. Momentan laufen das Hauptverfahren in dieser Angelegenheit, sowie ein zweites Verfahren wegen Verstoßes gegen die einstweilige Verfügung.
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: Von Visa beauftragte Prüfer: „Bei Wikileaks ist alles legal„
Visa sperrt weiter.: Von Visa beauftragte Prüfer: „Bei Wikileaks ist alles legal„
Visa sperrt weiter.Die von VISA mit der Prüfung von Wikileaks beauftragte Firma Teller AS kam bereits Ende Dezember zu dem Ergebnis, dass die Wikileaks Finanzabteilung weder gegen das isländische Gesetz, noch gegen die AGBs von VISA verstößt.
VISA Europa reicht diese Feststellung allerdings nicht: Sprecherin Amanda Kamin gab bekannt, dass man lieber noch das Ergebnis seiner eigenen (also nicht-unabhängigen) Untersuchung abwarten wolle.
VISA blockiert Spenden an Wikileaks seit gut 2 Monaten.
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: René Walter erhält neue Abmahnung von Euroweb.
: René Walter erhält neue Abmahnung von Euroweb.
René Walter, Inhaber der Domain Nerdcore.de, der sich im laufenden Rechtstreit mit der Firma Euroweb befindet, hat heute eine erneute Abmahnung erhalten. Zuvor hatte Euroweb versucht, seine Domain zu pfänden, war damit aber zunächst gescheitert.Nun geht es um dieses Interview mit Futurzone.at, in dem er angeblich eine gerichtlich bereits untersagte „Herabwürdigung“ wiederholt haben soll. Weiterhin stößt man sich an der Behauptung „dass [er] an unsere Mandantin bereits einen Betrag in Höhe von: 2.000,00 EUR bezahlte hätte, bevor sich unsere Mandantin zur Zwangsvollstreckung hinsichtlich der Rechte an der Domain nerdcore.de entschloss“
Ich habe in dem Verfahren folgende Zahlungen geleistet: an die Anwälte 1.550 € (obwohl sie nur einen Beschluss über Kosten von 1.090,05 zuzüglich Zinsen haben und darauf maximal noch die Kosten der Zwangsvollstreckung draufkommen (unter 100,00 €), Gerichtskosten von annähernd 600 € und das vom Verfahren losgelöste Ordnungsgeld von 1.500 €. Für das Verfügungsverfahren habe ich insgesamt also mehr als 2.000 € bezahlt. Was danach passierte, haben wir alle mitbekommen.
Ansonsten scheint in der Abmahnung eine Unterlassungserklärung verlangt zu werden, in der das Wort „unterlassen“ fehlt, er also aufgefordert wird, das gesagte zu wiederholen.
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: Doch kein Adhocracy im Bundestag (Update)
: Doch kein Adhocracy im Bundestag (Update) Die I+K‑Kommission im Deutschen Bundestag („Kommission für den Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechniken und ‑medien“) hat heute mit den Stimmen von FDP und CDU/CSU die Nutzung der Liquid Democracy-Lösung Adhocracy für die Arbeit in der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft abgelehnt. Die Enquete-Kommission hatte bereits einstimmig für die Einführung von Adhocracy gestimmt. Voraus ging eine längere Evaluation der in Frage kommenden Softwareplattformen und eine längere Diskussion über Sinn und Zweck.
Damit wird deutlich, was sich die Regierungskoalition unter dem viel beschworenen 18. Sachverständigten vorstellt: Dieser darf im Forum der Enquete-Kommission mit sich selbst diskutieren und im Livestream die wenigen offenen Sitzungen der Enquete anschauen – mehr Beteiligung ist dann doch nicht erwünscht. Warum? Keine Ahnung, fragt die Regierungskoalition.
Erst am 30. September 2010 verkündete Axel E. Fischer, der Vorsitzende der Enquete-Kommission, im Enquete-Blog:
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: Netzneutralität: Aus dem Kleingedruckten
: Netzneutralität: Aus dem Kleingedruckten Gestern hatte ich vor lauter Langeweile mal das Kleingedruckte auf so einem Handy-Vertrags-Werbeplakat durchgelesen. Ich poste mal, was derzeit aktuelle Netzneutralitäts-Einbußen sind, die man per Geschäftsbedingung akzeptieren muss, um das mal für die Diskussion festzuhalten:
Die Option erlaubt nur das Surfen mit einem UMTS- bzw. GPRS-fähigen Mobiltelefon ohne angeschlossenen Computer.
Die Nutzung von Voice over IP ist ausgeschlossen.
Der Internet Flat S steht bis zu einem Datenvolumen von 50 MB im jeweiligen Kalendermonat eine maximale Geschwindigkeit von bis zu 7,2 MBit/s zur Verfügung, danach bis GPRS-Geschwindigkeit (max. 56 kbit/s).
Es handelt sich um Bestimmungen von BASE (E‑Plus) und bin neugierig, ob es woanders auch schon weitergehende Bedingungen gibt.
Ich darf nur den Computer in meinem Telefon zum Surfen verwenden – ich darf meine Karte nicht in einen Tablett-Computer
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: Neues von Nerdcore: Die offizielle Pressemeldung (2. Update)
: Neues von Nerdcore: Die offizielle Pressemeldung (2. Update) Ich hoffe mal, dass Linus nicht sauer ist, weil ich ihm sein Thema wegschnappe. Auf der andere Seite dürften eine Menge Leute draussen im Netz auf ein offizielles bzw. etwas ausführlicheres Statement von René zu den Ereignissen der letzten Tage warten. Gestern abend gab es bereits ein lesenswertes Interview bei Futurezone. Noch ein bisschen mehr Content gibt es in nun in einer aktuellen Pressemitteilung, die mir Renés Anwalt Dominik Boecker vorab zugeschickt hat. Bitte sehr:
Die Pfändung von René Walters Domain ’nerdcore.de’ durch einen nach Selbstbeschreibung ‚Full-Service-Internetdienstleister’ hat für einiges Aufsehen gesorgt. Seit gestern Abend werden die Wirkungen der Pfändung aber wieder rückgängig gemacht und auf den Stand vor der Änderung der Inhaberdaten gebracht. Da die in dem Verfahren aufgelaufenen Kosten, die zu der Pfändung führten, zwischenzeitlich bezahlt wurden, droht keine weitere Pfändung mehr.
René Walter erklärt zu der aktuellen Situation: „Ich bedanke mich für die ungeahnte und alles andere als selbstverständliche Unterstützung durch unzählige Blogbeiträge und noch mehr Kommentare und ich freue mich, wenn mein Blog demnächst wieder in der gewohnten Qualität unter nerdcore.de erreichbar sein wird. Mein besonderer Dank geht auch an die DENIC für ihre kritische Prüfung des Pfändungsbeschlusses und an meinen Anwalt Dominik Boecker für seine juristische und moralische Unterstützung.“
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: Quick Vorratsdaten Schockspeicherung light Plus Freeze^TM (Updates)
: Quick Vorratsdaten Schockspeicherung light Plus Freeze^TM (Updates) Was ist dran an dem Artikel mit der Überschrift, die Aktivistenmünder schäumen lässt? („Vorratsdaten sind so schlecht nicht“)
Es geht los mit Verwirrung: Vorratsdatenspeicherung, Vorratsdatenspeicherung light, Quick Freeze, Quick Freeze plus… es wird philosophisch.
Nach der Lektüre entsprechenden Wikipedia-Einträge (Quick Freeze, Verkehrsdaten, Bestandsdaten) mache ich mir eine Mindmap:
Okay, das bringt mich immer noch nicht viel weiter. So viel wusste ich schon.
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: Wort halten, FDP!
: Wort halten, FDP! Nachdem Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger am Sonntag im SZ-Interview ihre „Eckpunkte zu Quick Freeze“ vorgestellt hatte (siehe Knickt Leutheusser-Schnarrenberger ein?), steht nun für den morgigen Donnerstagabend das Thema Vorratsdatenspeicherung auf der Agenda des Koalitionsausschusses.
Eine Einigung von Union und FDP im Thema droht im Kompromiss zu enden – mit dem Ergebnis einer erneuten Vorratsdatenspeicherung und einem erneuten Generalverdacht gegen alle EinwohnerInnen.
Jetzt will der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung die FDP schnell an ihr Versprechen erinnern, eineanlassunabhängige Speicherung personenbezogener Daten auf Vorrat
abzulehnen und fordert: Wort halten, FDP!Im AK Vorrat-Wiki gibt es dazu eine Liste der Telefonnummern der Abgeordeten der FDP-Fraktion und eine Handreichung für das Gespräch mit den Abgeordneten.
Ruft bis Freitag die Abgeordeten an – überzeugen wir 21 Stück, reicht das für die Verhinderung eines Kompromisses. -
: Französische Internetsperren ohne Richterbeschluss auf der Zielgeraden
: Französische Internetsperren ohne Richterbeschluss auf der Zielgeraden Während in Tunesien die Zensur abgeschafft wird, ist Frankreich jetzt auf der letzten Zielgeraden der Verabschiedung von Loppsi2 („Gesetz über die Orientierung und Programmierung für die Durchsetzung der inneren Sicherheit“). Gestern hat dort nämlich der Senat die Nationalversammlung bestätigt und den Artikel 4 des Gesetzespakets verabschiedet. Dieser Artikel sieht vor, kinderpornographische Inhalte im Internet zu blockieren – und das ohne Richterbeschluss. Jetzt könnte nur noch der Verfassungsrat eine Umsetzung des Artikels verhindern.
Am 15. Januar hatte das Kollektiv Anti-Loppsi2 in mehreren Städten Frankreichs zu Demonstrationen gegen das Gesetz aufgerufen. Das Kollektiv befürchtet, wie auch die Bürgerrechtsorganisation Quadrature du Net und der Verein zur Verhinderung von Kindesmissbrauch L‘Ange-Bleu, dass die Einführung der Netzsperren einen Einstieg in die Zensur und die schnelle Verbannung weiterer unliebsamer Seiten, wie z.B. WikiLeaks, bedeuten. Der Berichterstatter der Nationalversammlung, Eric Ciotti (Regierungspartei UMP), stritt im Dezember nicht ab, dass das Modell zukünftig auch auf andere Bereiche ausgeweitet werden könnte.
Der bekannteste bloggende Anwalt Frankreichs kommentierte hierzu:
…Tunesien öffnet das Web, Frankreich macht seins dicht.
Frankreich ist also dem europaweiten Vorhaben ein wenig voraus. Das Europäische Parlament wird in den kommenden Wochen über den Berichtsentwurf der Abgeordneten Angelilli abstimmen und entscheiden, ob verpflichtende Internetsperren von kinderpornographischen Inhalten europaweit eingeführt werden sollen. Mehr Infos gibt es dazu hier.
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: Hetzner: Für Kundenkontakt einfach mal den Server abschalten?
: Hetzner: Für Kundenkontakt einfach mal den Server abschalten? Die Seite jurablogs.com aggregiert zahlreiche Blogs rund um das Thema Recht / Jura. Gestern Abend war die beim Provider Hetzner gehostete Webseite auf einmal offline, ohne dass der Betreiber den Grund wusste. Udo Vetter bloggte heute über neue Erkenntnisse, warum der Server verschwunden war:
Die Lorraine Media GmbH, eine Modelagentur mit diskussionswürdigem Geschäftsmodell, hatte sich an Kommentaren gestört, die direkt auf JuraBlogs abgegeben worden waren. Die Beschwerde ging an die Firma Hetzner, den technischen Provider von JuraBlogs. Dort soll, so eine Darstellung der Firma Hetzner im hauseigenen Forum, ein Mitarbeiter versucht haben, die Betreiber von JuraBlogs telefonisch zu erreichen. Das sei aber nicht möglich gewesen, angeblich weil die hinterlegten Kontaktdaten nicht stimmten. Darauf habe sich der Mitarbeiter entschieden, den gesamten Server vom Netz zu nehmen, um, jetzt kommt’s wirklich dicke, ” eine Reaktion des Betreibers zu erhalten”.
Das muss man sich mal vorstellen: Hetzner schaltet einfach mal den Server ab, ohne dass es dafür einen wichtigen Grund gab. Hetzner rudert jetzt zurück und erklärt den Fehler mit „unglückliche Umstände“:
“Leider wurde der übliche interne Ablauf der Abuse-Bearbeitung in diesem Fall nicht fehlerfrei eingehalten. Durch unglückliche Umstände wurde die Abuse-Meldung erst am gleichen Tag des Fristablaufes des Beschwerdeführers bearbeitet. Aufgrund der
Dringlichkeit wurde deshalb versucht, den Vertragspartner ausschließlich per Telefon zu erreichen und nicht, wie üblich, die Kontaktaufnahme per E‑Mail. Trotz bewährter Abuse-Policies sind Fehler nicht völlig auszuschließen. Wir werden jedoch versuchen, die Abläufe weiter zu optimieren. Gleichzeitig möchten wir alle Kunden bitten, ihre Kontaktdaten auf Richtigkeit zu überprüfen.”Als Hetzner-Kunde fühle ich mich gerade etwas verunsichert, ob nicht auch unser Server mal einfach vom Netz genommen werden kann, wenn wir über Nacht nicht erreichbar sein sollten.
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: ePetition für bestmöglichen Schutz von Whistleblowern
: ePetition für bestmöglichen Schutz von Whistleblowern Es gibt eine neue unterstützenswerte ePetition: Arbeitsrecht – Gesetzliche Regelungen zum besseren Schutz von Whistleblowern. Die Mitzeichnungsfrist endet am 25.2.2011. Das ist der Text mit Begründung:
Text der Petition
Der Bundestag möge gesetzliche Regelungen zum bestmöglichen Schutz von Whistleblowern beschliessen.
Begründung==Präambel==
Whistleblowing als eine Form der Zivilcourage muss unterstützt und geschützt werden. Journalistische Quellen werden heute schon als wertvoll erachtet und sind in Deutschland bereits gut geschützt.
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: Lobbying und Sensationslust statt Cyber War
: Lobbying und Sensationslust statt Cyber War Wie der Guardian berichtet, kommt eine Studie der Uni Oxford zu dem Ergebnis, dass es
äußerst unwahrscheinlich
sei, dasses jemals einen reinen Cyber War geben wird
.Heavy lobbying, lurid language and poor analysis are inhibiting government planning for cyber protection
In dem Bericht, den die britischen Forscher im Rahmen der OECD-Studie „Future Global Shocks“ erstellt haben, kommen diese zu dem Ergebnis, dass Lobbying, Sensationslust und ein Mangel an Forschung die Regierungsplanung für eine Cyber-Abwehr eher behindern.
Da große Teile der kritischen Infrastruktur mittlerweile von staatlicher in private Hand gegeben wird, sehen sie den Nutzen einer rein militärischen Cybersecurity Defence als begrenzt an.
Einen „echten“ Cyber War sehen sie als unrealistisch an: es gebe keine strategischen Gründe, aus denen ein Agressor seinen Angriff auf den Cyberspace begrenzen sollte.
Überhaupt erschwerten Übertreibungen und schwammige Definitionen dessen, was alles unter einen Angriff fallen solle, die Analyse und führten damit zu grob falschen Schlüssen.
Neben der finanziellen Unterstützung der internationalen CERT-Community empfehlen die Autoren, die EndbenutzerInnen besser zu schulen, da die Reduktion der Anzahl ungeschützter Computer auch die Schlagkraft der Botnetze verringere.Großbritanniens New Labour-Regierung hatte 2009 im Rahmen der National Security Strategy erstmals auch eine Cyber-Security Strategy vorgelegt.
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: FDP kippt bei Vorratsdatenspeicherung um
: FDP kippt bei Vorratsdatenspeicherung um Die Vorratsdatenspeicherung ist wieder da! Nur soll sie jetzt „Mindestspeicherfrist“ oder „Datensicherung“ genannt werden, und wird jetzt auch von der FDP präsentiert. Nach dem Vorab-Bericht in der Süddeutschen ist jetzt auch das Eckpunkte-Papier des Justizministeriums öffentlich. Dieses ist wohl mit der FDP-Fraktion abgestimmt und soll die Basis der FDP für die Verhandlungen innerhalb der Regierung sein.
Zunächst verwundert, warum die Justizministerin jetzt aktiv wird. Die Vorratsdatenspeicherung wird gerade auf EU-Ebene evaluiert und verändert. Bisher wollte Leutheusser-Schnarrenberger diesen Prozess abwarten und danach das neue Ergebnis in Deutschland umsetzen. Nach dem Geschrei der Sicherheitsfanatiker von Union und Behörden über die angebliche „Schutzlücke“ hat sie diese Position nun leider aufgegeben und will die Vorratsdatenspeicherung hier umsetzen, ohne die genauen Anforderungen der EU zu kennen.
Auch in den Einzelheiten bietet das Papier aus dem Hause FDP einige zu kritisierenden Punkte:
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: 2030 – Aufstand der Jungen
: 2030 – Aufstand der Jungen Heute Abend läuft im ZDF um 20:15 eine fiktive Dokumentation namens „2030 – Aufstand der Jungen“, die man jetzt schon in der Mediathek anschauen kann. Die Ankündigung klingt zumindest interessant:
Die Doku-Fiction beschreibt die möglichen Folgen des demografischen Wandels aus der Sicht der jungen Generation, die um 2030 die Leistungsträger der Gesellschaft stellt.
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: Wikileaks verliert wöchentlich 480.000 Euro (Update)
: Wikileaks verliert wöchentlich 480.000 Euro (Update) Julian Assange hat der Schweizer Zeitung „24heures“ erklärt, dass das Wikileaks-Projekt momentan seit Veröffentlichung der US-Depeschen pro Woche 480.000 Euro Kosten verursacht. Unklar ist aber, wofür diese große Summe genutzt wird. Gut möglich, dass gleichzeitig das Gerichtsverfahren wegen sexueller Belästigung gegen Julian Assange da einberechnet wird und dann gibt es noch eine teure PR-Agentur, die gerade von Wikileaks beauftragt wurde, um das Image zu verbessern.
Ein bißchen mehr Transparenz würde Wikileaks in dieser Frage gut tun.
Update: Gut möglich, dass die Überschrift „Wikileaks kostet wöchentlich 480.000 Euro“ falsch ist, denn Assange spricht wohl von „Wir verlieren 480.000 Euro / Woche“, was dann nochmal mehr Kosten pro Woche bedeutet, denn einiges an Geld kommt ja rein. Ich hab „kostet“ mal durch „verliert“ ersetzt.
Update: Hier ist das französisch-sprachige Original-Interview.
Hier ist der Link zur Google-Übersetzung.
Kurze Einordnung der Gelder: Wikimedia braucht wohl 200.000 Euro pro Woche, um Wikipedia und die ganze Infrastruktur drumherum zu betreiben.
Eine Theorie, was konkret gemeint ist mit den 480.000 Euro / Woche verlieren, gibt es noch in den Kommentaren:
Es geht hier tatsächlich um den Betrag, der durch PayPal und die Kreditkartenzahlungen über Datacell (siehe http://www.heise.de/tp/blogs/8/148903) bei Wikileaks wöchentlich gespendet wurde, bevor auf Druck der US-Regierung PayPal und Visa / Mastercard die Konten gesperrt haben. In der Tat ist die jetzt verbliebene Möglichkeit der Banküberweisung offenbar eine deutlich höhere Hemmschwelle und das Spendenaufkommen entsprechend deutlich niedriger. Ob dieses “Mißverständniss” nun durch die Übersetzung des französischen Artikels in das deutsche, oder durch das ursprünglich in englisch geführte Interview (!) ins französische entstanden ist, kann ich nicht sagen.
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: Gleich live im Europaparlament: Censilia-Debatte startet (Update)
: Gleich live im Europaparlament: Censilia-Debatte startet (Update) Die Censilia-Debatte über die Einführung einer Netzzensurinfrastruktur im Rahmen einer EU-Richtlinie zum Schutz von Kindern startet gleich um 15:00 Uhr im „Committee on Civil Liberties, Justice and Home Affairs“ (Rechtsausschuss) des Europaparlaments. Hier gibt es den Livestream zur Debatte, die ca. 45 Minuten lang ist.
Gleichzeitig gibt es jetzt eine Censilia-Kampagnenseite von European Digital Rights (EDRi). Von einer früheren Version gibt es bereits eine deutsche Übersetzung, die hauptsächlich Gero Nagel in einem Etherpad im Dezember gemacht hat. Bei der Kampagnenseite gab es aber kleine Updates. Gesucht werden noch fleißige Helfer und Helferinnen, die gerade etwas Zeit und Lust haben, um den Text nochmal zu vergleichen und die letzten Punkte vom englischen ins deutsche zu übersetzen.
Hauptstreitpunkt ist momentan in der Debatte, ob man eine „können“ („may“)-Formulierung in der umstrittenen Passage akzeptiert oder nicht. Diese Formulierung klingt erstmal super, weil Nationalstaaten damit nicht gegenüber dem ursprünglichen Plan dazu verpflichtet werden, diese Zensurinfrastruktur einzuführen. Allerdings muss man die politischen Rahmenbedingungen beachten: Berichterstatterin des Europaparlaments ist die italienische rechte Abgeordnete Roberta Angelilli. Wenn das Europaparlament eine „may“-Formulierung durchsetzt, rennt Angelill damit zum EU-Rat und ich würde mich nicht darauf verlassen, dass diese nicht diese „may“-Formulierung als Verhandlungsmasse nimmt und der Ausgangszustand wieder hergestellt wird. Wir wollen die Passage am liebsten ganz gekürzt haben!
Update: Der Mitschnitt sollte morgen in der Mediathek des Europaparlaments zu finden sein. Die Debatte war etwas strange.
Nadja Hirsch (FDP) und Jan-Philipp Albrecht (Grüne) argumentierten für Löschen und gegen Sperren. Ausreißer war Axel Voss von der CSU, der sich für die verpflichtende Einführung einer Netzzensurinfrastruktur in jedem Nationalstaat einsetzte. Etwas merkwürdig war die Argumentation der EU-Kommission, dass die schnelle Löschung von Phishing-Seiten durch eine einflußreiche Organisation durchgesetzt würde, was bei der Löschung von Seiten mit kinderpornograhischen Inhalte nicht der Fall sei. Deshalb brauche man eine Netzzensurinfrastruktur. Mit anderen Worten: Die Europäische Union sieht sich nicht in der Lage, eine Löschung ähnlich beim Phishing einzufordern. Wenn das nicht mal ein Armutszeugnis ist.
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: US-Regierung will Zugriff auf Twitter-Daten von Wikileaks-Unterstützern
: US-Regierung will Zugriff auf Twitter-Daten von Wikileaks-Unterstützern Die US-Regierung hat mittlerweile herausgefunden, dass Wikileaks auch auf Twitter ist und verlangt die Herausgabe von diversen Daten von namentlich bekannten Wikileaks-Unterstützern der letzten 180 Tage. Zu den Betroffenen gehören der niederländische Hacker Rop Gonggrijp (@rop_g ), die isländische Parlamentsabgeordnete Birgitta Jónsdóttir (@birgittaj), der US-Hacker Jacob Appelbaum (@ioerror), dem verhafteten Whistleblower Bradley Manning (Account kenn ich nicht) und natürlich der offiziellen Wikileaks-Kanal @wikileaks.
Rob Gonggrijp hat am Freitag eine Mail von Twitter erhalten, dass Twitter die Daten herausgeben soll und er zehn Tage Zeit hätte, dagegen juristisch Einspruch zu erheben. Twitter hat dabei auf die EFF und die ACLU als mögliche Partner verwiesen. Anscheinend war der juristische Weg mit einem sogenannten Gag Order verbunden, so dass Twitter erstmal
klagenEinspruch erheben musste, um die Betroffenen darüber informieren zu können. Das ist löblich, da man davon ausgehen kann, dass wahrscheinlich auch andere Diensteanbieter kontaktiert worden sind. Ein Teil der Betroffenen hat z.B. auch Accounts bei Facebook.
Glenn Greenwald hat auf Salon.com diverse weitere Hintergrundinformationen, u.a. auch ein PDF der Anfrage des US-Justizministeriums. -
: Kurzfazit: Sieben Monate Flattr im Einsatz
: Kurzfazit: Sieben Monate Flattr im Einsatz Nach sieben Monat Einsatz von Flattr als Micro-Donation-Service ist es mal Zeit für eine kleine Evaluation. Die kurze Version ist: Flattr hat sich als eine weitere Finanzierungssäule bei uns etabliert, reich werden kann man damit aber noch nicht. Über die sieben Monate sind insgesamt 4774,63 Euro an uns gespendet worden. Erstmal herzlichen Dank dafür.
Die Grafik zeigt die monatlichen Einnahmen ab Juni, wo wir den Dienst erstmalig den gesamten Monat über eingesetzt haben. Als Mittelwert wird jeden Monat rund 682 Euro gespendet. Der Dezember war am stärksten mit 775 Euro, der November am schwächsten mit 611 Euro (Ich hab keine Ahnung warum). Ich hab jetzt nicht jeden Monat ausgerechnet, aber im November wurden 204 Artikel (Plus das Blog als Ganzes) 2052x geflattrt und das macht rund 30 Cent pro Click, um mal einen statistischen Richtwert für den Wert eines Klicks zu haben. Berücksichtigen sollte man auch, dass alle Einnahmen erstmal mit 19% versteuert werden müssen, die tatsächliche Netto-Einnahmen damit nochmal weniger sind.Flattr hat sich irgendwann als Dienst geöffnet und die Closed-Beta-Phase beendet. Zuerst hatte ich die Vermutung, dass damit die Einnahmen ansteigen, tatsächlich sind sie aber (erstmal) gesunken. Vielleicht liegt es daran, dass es auch mehr Angebote gab, die von unseren Lesern ebenfalls geflattrt wurden, so dass sich das eingesetzte Geld mehr verteilte. Im Dezember gab es dann nochmal einen Anstieg mit einem Rekordwert zum Abschluß (Wahrscheinlich auch nur, damit die Grafik besser aussieht).
Was wird geflattrt?
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: Politiker des Tages: Günter Krings (Update)
: Politiker des Tages: Günter Krings (Update) Es gibt einen neuen Politiker des Tages: Dr. Günter Krings, CDU, ist der Meinung, einen Widerspruch entdeckt zu haben. In einem Gastbeitrag findet er es merkwürdig, dass Provider Spam bekämpfen können, aber nicht in der Lage sein wollen, durch den Aufbau einer Zensurinfrastruktur kinderpornographische Seiten zu sperren. Ich hab seinen Beitrag mehrfach gelesen und ich werde nicht ganz schlau daraus. Das liegt daran, dass er Äpfel (=Spambekämpfung) mit Birnen (=Zensursula-Infrastruktur) zu einem Obstsalat mit anderen Früchten (=Deep-Packet-Inspection, etc.) zusammenrührt. In weiten Teilen des Artikels offenbart sich technisches Unverständnis, dass Günter Krings, ganz Jurist, mit manchmal extrem schiefen Vergleichen aus der analogen Welt auszugleichen versucht.
