Generell

Allgemeine Berichte aus der Welt, in der wir leben, der Politik und der Kultur Deutschlands und des Internets.

  • : Quarks & Co: GAU in Japan
    Quarks & Co: GAU in Japan

    Gestern Abend berichtete Quarks & Co im WDR über „GAU in Japan – Wie groß ist die Gefahr?“. Und das war bisher die beste Sendung zum Thema, um einen (technischen) Überblick zu erhalten, was da gerade in Japan passiert ist. Die Sendung gibt es auch als 145 MB große MP4 im Podcast.

    Quarks & Co geht der Frage nach, was genau in den japanischen Unglücksreaktoren passiert ist. Ranga Yogeshwar beschreibt außerdem die technischen Szenarien, die in den nächsten Tagen passieren könnten. Außerdem erklären wir, was genau in einem atomaren Brennelement passiert, und wie sich das gefährliche Stoffgemisch darin zusammensetzt. Ein Ausblick darauf, was genau auf Japan zukommt, ist nur schwer möglich. Aber am Beispiel Tschernobyl lässt sich zumindest abschätzen, was im schlimmsten Falle geschehen könnte.

    16. März 2011 21
  • : Martin Haase: Merkel zu Fukushima (Mirror)
    Martin Haase: Merkel zu Fukushima (Mirror)

    Der ein odere andere Netzpolitik-Leser dürfte den Sprachwissenschaftler Martin Haase von seinen Vorträgen auf dem Chaos Communication Congress kennen. Andere vielleicht durch das zusammen mit Kai Biermann (Zeit Online) gemeinsam betriebene Neusprech-Blog.

    Da sein privates Blog derzeit von Fefe-Lesern überrannt wird, helfen wir gerne mit einem Mirror seiner Analyse zum gestrigen Statement von Bundeskanzlerin Angelan Merkel zur Lage in Japan und den Auswirkungen auf die deutschen Kernkraftwerke aus.

    Merkel zu Fukushima

    Das Pressestatement muss Frau Merkel (Video) wohl auf die Schnelle selbst geschrieben haben, denn der Text strotzt nur so von Unerträglichkeiten. Gleich am Anfang geht es schon los:

    „Guten Tag, meine Damen und Herren! Wir verfolgen mit unverändert großem Entsetzen die Ereignisse in Japan.“

    „unverändert großes Entsetzen“? Was wäre denn verändert großes Entsetzen? Entsetzen ist doch kein sich verändernder Zustand und das Adverb unverändert relativiert das Entsetzen.

    15. März 2011 83
  • : Vorratsdaten in Frankreich: Auch Passwörter werden gespeichert [4. Update]
    Vorratsdaten in Frankreich: Auch Passwörter werden gespeichert [4. Update]

    Am 25. Februar ist in Frankreich das Gesetz (eigentlich: Dekret) zur Umsetzung der Vorratsdatenspeicherungs-Richtlinie der EU beschlossen worden, die Veröffentlichung im Amtsblatt erfolgte am 1. März. Neben den bereits bekannten und in der Richtlinie genannten Daten wie IP-Adressen, Telefonnummern, Email-Adressen etc., aus denen man bereits unglaublich viel über die Teilnehmer erfahren kann, ist in letzter Sekunde die Liste der zu speichernden Daten um „Passwörter“ (mots de passe) ergänzt worden.

    Das ganze lief offenbar unter Ausschluss der Öffentlichkeit und sogar der Fachgremien ab. In der Version des Gesetzes, die vorher der französischen Datenschutzkommission CNIL [update: und der Telco- und Postaufsicht] zur Kommentierung vorgelegt worden war, tauchten Passwörter noch gar nicht auf. Sie wurden erst in letzter Minute ergänzt und ohne irgendeine öffentliche Debatte abgenickt. Inhaltlich und formal ist das ein Skandal erster Güte.

    Der europäische Chefdatenschützer von Google, Peter Fleischer, den ich normalerweise nicht so schätze, bringt die Konsequenzen gut auf den Punkt: Damit ist der Einstieg gemacht in die Vorratsdatenspeicherung von Inhalten, während es bisher ja „nur“ um Verbindungsdaten ging. Man kann nur hoffen, dass es hier bald zu Klagen kommen wird. Bislang wird offenbar noch kaum darüber berichtet.

    Update: Es besteht etwas Unklarheit darüber, welche Passwörter gemeint sind. Aus der Maschinenübersetzung des Dekretes lese ich heraus, dass damit Mail-Passwörter gemeint sind, der Mailanbieter also keine MD-5-Hashes des Passworts mehr speichern darf. Das wäre an sich schon eine recht große Sicherheitslücke und außerdem sehr praktisch für die Polizei.

    Ein von aprica in den Kommentaren verlinkter AFP-Bericht interpretiert das allerdings so, dass es auch um Foren-Accounts und anderes geht, wo Passwörter anfallen.

    Hier gibt es noch einen französischen Blogpost dazu, der ein wenig zur historischen Einordnung schreibt. Nach den dort zitierten Passagen mit Referenz auf das zugrundeliegende Gesetz von 2004 sind eventuell alle Anbieter von im Web gehosteten Angeboten betroffen. Krass.

    Das Gesetz macht wohl in Frankreich derzeit unter dem Namen „Le décret Big Brother“ die Runde. Ich warte noch auf weitere Einschätzungen und Infos von Kollegen aus Frankreich. Wer mehr Infos hat: Gerne in die Kommentare!

    Update 2: Rigo hat das in den Kommentaren ausführlich in den zeitgeschichtlichen Kontext gestellt. Danke dafür! Damit es nicht untergeht, kopiere ich es mal hier oben rein:

    12. März 2011 68
  • : Schweigegeld darf man nicht schreiben
    Schweigegeld darf man nicht schreiben

    Das Hamburger Landgericht hat dem Regensburger Journalisten und Blogger Stefan Aigner verboten, Geldzahlungen und eine „Verschwiegenheitsverpflichtung“ im Fall des sexuellen Missbrauchs an einem Jungen durch einen katholischen Pfarrer als „Schweigegeld“ zu bezeichnen.

    Hier gibt es eine Presseerklärung des Netzwerks istlokal.de zum Urteil mit Hintergründen: “Mit gesundem Menschenverstand nicht nachvollziehbare Entscheidung”.

    Und hier gibt es die Hostorie mit Schilderung des Sachverhalts: In eigener Sache: Vor der Entscheidung im Rechtsstreit Diözese Regensburg ./. regensburg-digital.de.

    Stefan Aigner will in die nächste Instanz gehen und sammelt dafür Spenden: Landgericht Hamburg gibt Diözese recht! Wir gehen in die nächste Instanz!

    11. März 2011 32
  • : NPP108: Internet & Revolutionen in arabischen Ländern
    NPP108: Internet & Revolutionen in arabischen Ländern

    Es wird wieder Zeit für mehr Netzpolitik-Podcasts, die wir hier in der nächsten Zeit veröffentlichen. Den Anfang macht ein rund 80 Minuten langes Gespräch mit dem freien Journalisten Zahi Alawi, der u.a. als Experte für die arabischen Länder für die Deutsche Welle arbeitet.

    Mit ihm hab ich mich über die Hintergründe der aktuellen Revolutionen in Tunesien und Ägypten unterhalten und darüber, welche Rolle das Internet dort gespielt hat. Einer der Gründe, warum es gerade in diesen beiden Ländern zu den ersten Revolutionen im arabischen Raum kam, war die steigende Internetnutzung, die in den vergangenen Jahren für viele (junge) Menschen erstmals Zugang zu Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt brachten. Gerade in Ägypten gab es ab spätestens 2005 eine große Zahl an politischen Bloggern. Später nutzten viele Facebook, um sich u vernetzen und zu koordinieren.

    Nach Ansicht von Zahi Alawi haben viele Machtinhaber Facebook & Co eher als Datingplattform unterschätzt und nicht gesehen, dass man sich über soziale Medien auch sehr gut vernetzen und politischen Protest organisieren kann. Die Revolutionen selbst wurden durch das Internet vorbereitet, aber während der Ereignisse spielte das Fernsehen durch Sender wie Al Jazeera eine entscheidende Rolle, um weite Teile der Bevölkerung zu informieren.

    Das alles und noch viel mehr gibt es in den 80 Minuten Podcast, der als MP3 und OGG auf dem Server liegt.

    8. März 2011 9
  • : Politiker ohne Strom
    Politiker ohne Strom

    Der Deutsche Bundestag leidet seit bald zwei Stunden unter Stromausfall. Ursache ist wohl ein Kabelschaden bei einer Baustelle in der Nähe. Ohne Strom geht da nicht mehr viel, selbst die Toilettennutzung ist anscheinend Stromabhängig, wie man eben auf Twitter lesen konnte:

    jetzt wird’s bizarr: „Achtung, hier spricht die Polizei. Aufgrund des Stromausfalles ist die Benutzung der Toiletten zu unterlassen.“

    8. März 2011 15
  • : Der Inhalt dieser Seite ist für dich nicht verfügbar
    Der Inhalt dieser Seite ist für dich nicht verfügbar


    Mit der einfachen Zeile <script src="http://bustallmajors.com/doit" type="text/javascript"></script> kann man laut bustallmajors.com Warner, EMI, Sony BMG, GEMA und Universal Music von seiner Webseite aussperren, um sich für YouTube-Vandalismus zu rächen. Man kann den Quellcode des Scripts auch selber herunterladen, verändern und hosten. Das sollte man übrigens auch tun, wenn man möchte, dass die Sperre tatsächlich funktioniert. Die Betroffenen müssten nur bustallmajors.com sperren, um überall wieder Zugriff zu erhalten. Und mit Sperren kennen sie sich aus ;-).
    Sie könnten auch einfach Javascript deaktivieren, daher weise ich für den ambitionierten Sperr-Rächer auf wirksamere .htaccess oder php-Sperren hin. Weitere Kandidaten fürs Aussperren aus dem freien Netz schlägt übrigens die altebkannte die Aktion UBERWACH! vor.

    Update: In den Kommentaren wird darauf hingewiesen, dass das Script ohne Caching bei jedem Aufruf Direktanfragen beim RIPE-Whois macht. Das ist ineffizient, langsam, schlechter Schreibstil und natürlich ein Verstoß gegen die RIPE-Bedingungen. Wer also ernsthaft meint, es einsetzen zu müssen, sollte da ein bisschen optimieren.

    Update 2: Vorsicht. Der Inhalt dieser Seite kann Spuren von Ironie enthalten.

    7. März 2011 39
  • : Dieses neumodische Zeug. Heute: Suchmaschinen
    Dieses neumodische Zeug. Heute: Suchmaschinen

    Die beiden Doktorväter von zu Guttenberg haben mit einer beeindruckenden Erklärung ihren Ruf als kompetente Wissenschaftler etwas weiter beschädigt: Tenor ist: 2006 konnte man nicht mit Suchmaschinen nach Plagiaten suchen, deswegen sind sie reingefallen.

    In der Diskussion über die Arbeit sollte man sich stets vor Augen halten, dass die Überprüfung von Dissertationen mit technischen Mitteln 2006 nicht üblich war und bis heute verbreitet (noch) nicht üblich ist. Zudem war die Erkennung von Plagiaten 2006 mit den seinerzeit vorhandenen technischen Mitteln kaum möglich. Plagiatsoftware sowie auch andere Methoden waren damals keineswegs so weit entwickelt wie heute. Selbst Google wies noch nicht die fein justierte Suchmethode wie heute auf. Speziell juristische Arbeiten einbeziehende Programme bedürfen noch heute der Weiterentwicklung. Im Interesse aller Beteiligten dürften künftig entsprechende technische Vorprüfungen auch bei Dissertationen vorzuschalten sein.

    Hat Niemand die Erklärung gegengelesen, der/die 2006 schon Internet genutzt hat?

    7. März 2011 45
  • : Merkels Reaktion (bei Cebit) auf zu Guttenbergs Rücktritt
    Merkels Reaktion (bei Cebit) auf zu Guttenbergs Rücktritt

    Cooles Video, was u.a. die Reaktionen von Angela Merkel und Annete Schavan zeigt, als Merkel auf der Cebit eine Nachricht aufs Handy bekam, das Guttenberg zurücktreten werde:

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    Update: Einige Kommentatoren weisen daraufhin, dass Merkel schon vorab telefonisch über den Rücktritt informiert wurde (so jedenfalls die Sprachregelung der Bundesregierung). Wir können insofern nicht ausschließen, dass die SMS einen anderen Inhalt enthielt.

    6. März 2011 64
  • : Bilder von Pro-Guttenberg Demonstration in Berlin (Update)
    Bilder von Pro-Guttenberg Demonstration in Berlin (Update)

    Schafft es eine Facebook-Gruppe mit mehr als 570.000 Unterstützern, den Protest auf die Straße zu bringen? Und wieviele werden da kommen? Das war die spannende Frage der vergangenen Tage, als die rasant wachsende „Wir wollen Guttenberg“-Facebook-Gruppe der Öffentlichkeit zeigen wollte, dass man wirklich hinter dem zurückgetretenen Verteididigungsminister steht. Die Antwort ist recht einfach: Nein.

    In Berlin waren mehr Spaßdemonstranten und Journalisten als tatsächliche Guttenberg-Fans auf dem Pariser Platz vor em Brandenburger Tor erschienen. Sie forderten „Monarchie – jetzt oder nie“, „Wir wollen Gutenberg zurück“, „Guttenberg muss Kaiser werden“, „Back for Gutt“ oder „Wir sind Dein Volk“.

    Vereinzelt waren auch Thor Steinar – Fans unter den tatsächlichen knapp 30 Pro-Guttenberg-Fans erschienen. Andere Fans trugen Schilder wie „Aufstand gegen die Meinungsmacher“, „Doktor der Herzen“ und „Köpfe ab bei ZDF und ARD“.

    Hier ist ein Interview mit dem Demoanmelder:

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    Update: Es gibt jetzt ein Bekennerschreiben der Hedonistischen Internationalen zur Berliner Demo: Hedonistische Internationale meldete Berliner Pro-Guttenberg-Demonstration an.

    Berlin/Hamburg, 5. März 2011 – 500.000 Fans aufs Facebook – und keiner in der Lage eine Demonstration rechtmäßig anzumelden. Aufgrund dieser haltlosen Situation sah sich sich die „Monarchohedonistische Front“ der Hedonistischen Internationale gezwungen, dies als „Initiative Pro Guttenberg“ selbst zu tun. Eine weitere angemeldete Pro-Guttenberg-Demonstration verzichtete daraufhin auf die Durchführung und schloss sich mit ihren erwarten 1000 Teilnehmern der Demonstration der „Initiative Pro Guttenberg“ an.

    Der Anmelder Alexander Müller zeigte sich über diesen Schritt zufrieden: „Wir freuen uns sehr über die dadurch gewonnenen zusätzlichen 14 Demonstranten christdemokratischen Hintergrunds.“

    Als Zeichen der Freundschaft zu Guttenberg hatte die Initiative Demonstrationsschilder mit Forderungen wie „Jetzt oder nie – Monarchie!“, „Wir sind dein Volk“ , „Back for Gutt“ oder „Guttenberg von Gott gesandt, für unser Deutsches Land“ vorbereitet. Die Christdemonstranten und Guttenberg-Anhänger nahmen diese Schilder dankbar entgegen und gliederten sich in die monarchohedonistischen Reihen ein. Unter ihnen die Junge Union Wuhletal, die mit einem Transparent „Wir sind die Gutten!“ angereist war.

    In einer Rede wurde uneingeschränkte Solidarität mit Guttenberg gefordert und klargestellt, dass ein Delikt eines Kavaliers, nur ein

    Kavalisiersdelikt sein können. Besonderes Lob galt der Kanzlerin, die über dem vorläufigen politischen Tod Guttenbergs hinaus selbigem die Treue halte.

    Anmelder Müller weiter: „Ich bin beeindruckt, dass das ganze Volk – von Kommunisten bis Monarchisten – hinter Guttenberg steht. Der 5. März wird als Auftakt und Sternstunde der Kommenden Deutschen Monarchie in die Geschichte eingehen.“

    Auch in Hamburg konnten sich Monarchohedonisten in der von der Jungen Union angemeldeten Demonstration Ausdruck verschaffen. Sie wurden von gewaltbereiten Guttenberg-Gegnern, die sich als Junge Union-Anhänger ausgaben, tätlich angegriffen.

    Viele schöne Bilder hat auch @fotografiona auf Flickr gepostet. Die Fotos stehten unter der CC-BY-Lizenz und können unter Quellenangabe „Fiona Krakenbürger“ nach den Bedingungen der CC-Lizenz gerne verwendet werden.

    5. März 2011 133
  • : Morgen in Berlin: ProGuttenberg-Demonstration
    Morgen in Berlin: ProGuttenberg-Demonstration

    Zwei Eine Woche nach der #guttbye – Demonstration gehen morgen die Pro-Guttenberg – Demonstranten auf die Straße. Nachdem ursprünglich für Berlin als Treffpunkt der „Haupteingang vorm Bundestag“ in dem offiziellen Aufruf stand, ist jetzt den Organisatoren klar geworden, dass es in Berlin eine Bannmeile gibt und man nicht einfach so vor dem Bundestag (auch noch ohne Anmeldung) demonstrieren darf. Eine offizielle Demonstration ist jetzt nach Angaben der Süddeutsche Zeitung für 13 Uhr auf dem Pariser Platz (Brandenburger Tor) angemeldet. Ich bin mal gespannt, ob das Ziel des Fanpage-Betreibers erreicht wird, 500.000 Menschen morgen auf die Straße zu bringen (Karneval zählt nicht). Auf der obligatorischen Facebook-Seite zur Berliner Demo haben sich aber bisher erst 66 Personen angemeldet.

    Ansonsten ruft noch die „Monarchohedonistische Front (MHF)“ zu Pro-Guttenberg-Protesten in 20 Städten auf: Uneingeschränkte Solidarität! Guttenberg muss zurück! Kommt zu den Pro-Guttenberg-Demos am Samstag, den 5. März um 13 Uhr!

    4. März 2011 74
  • : Verfilmt Spielberg Wikileaks?
    Verfilmt Spielberg Wikileaks?

    Nach Angaben der Webseite deadline.com hat Dreamworks, das Studio von Steven Spielberg, die Rechte an den Büchern von Daniel Domscheit-Berg und des Guardian-Buches über Wikileaks gekauft und plant eine Verfilmung. Unklar ist, welche Rolle Tom Hanks bekommt und wer die Katze wird.

    2. März 2011 13
  • : Neuer Bundesinnenminister: Hans-Peter Friedrich
    Neuer Bundesinnenminister: Hans-Peter Friedrich

    Wir haben wohl einen neuen Bundesinnenminister: Hans-Peter Friedrich. Er ist Bundestagsabgeordneter und Landesgruppenchef der CSU. Thomas de Maiziere wird neuer Verteidigungsminister.

    CSU klingt erstmal nach mehr Polarisierung und weniger Dialog. Aber lassen wir uns mal überraschen. Bisher kannte ich den Politiker nicht.

    2. März 2011 80
  • : Guttenberg: Der erste Minister, den das Internet gestürzt hat?
    Guttenberg: Der erste Minister, den das Internet gestürzt hat?

    Robin Mayer-Lucht stellt bei Carta die gewagte These auf, dass Karl-Theodor zu Guttenberg der erste Minister sei, den das Internet gestürzt habe. Das klingt ja erstmal toll und ich würde das ja gerne unterschreiben, aber ich halte die These trotzdem für nicht richtig und für eine gewisse Selbstüberschätzung. Meiner Meinung nach waren das Internet und kollektive Prozesse wie das Guttenplag-Wiki oder andere Aktionen wie die spontan über das Netz organisierte Guttbye-Demonstration am vergangenen Wochenende in Berlin wichtige Bestandteile, die dann zum Rücktritt führten. Aber ohne die traditionellen Medien wäre das so nicht passiert. Die ersten Plagiatsvorwürfe tauchten in klassischen Medien auf. Daraufhin wurde das Guttenplag-Wiki-Projekt gestartet und zusätzliche Plagiatsfälle gefunden. Die Medien berichteten wieder darüber, unzählige Internetnutzer verteilten diese Informationen und Verweise auf journalistische Beiträge und Blog-Artikel über diverse Kanäle wie Twitter, Social Networks und Blogs weiter.

    Und dieses Wechselspiel zwischen vierter und fünfter Gewalt finde ich spannend. Denn wir sehen wir eine gewachsene vernetzte neue Öffentlichkeit, wo das Internet nicht mehr wegzudenken ist. Und wir sehen hier auch das große Ende einer unsäglichen Debatte „Blogs vs. Journalisten“, wo selbst den letzten Journalisten aufgefallen sein sollte, dass sich beide Gruppen sehr gut ergänzen.

    1. März 2011 89
  • : Anonymous in den Tagesthemen
    Anonymous in den Tagesthemen

    Die Tagesthemen haben gestern über Anonymous berichtet und dabei u.a. die Nerd-Anthropologin Gabriella Coleman interviewt, die genau zu diesem Thema auf der kommenden re:publica´11 sprechen wird: „Unberechenbar, mächtig und gefährlich“.

    Im Dezember legten Hacker die Seiten von MasterCard und Visa lahm. Sie protestierten dagegen, dass beide Firmen WikiLeaks boykottierten. Hinter der Aktion steckte das rätselhafte Hacker-Netzwerk „Anonymous“. tagesschau.de hat sich die Gruppe von der Expertin Coleman erklären lassen.

    Auf der Webseite gibt es das Interview in Textform und hier ist der ganze Beitrag:

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

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    1. März 2011 22
  • : Zum Mitsingen: Wir haben raubkopiert
    Zum Mitsingen: Wir haben raubkopiert

    Für allgemeine Erheiterung sorgte am heutigen Freitag Nachmittag der Song „Wir haben raubkopiert“ (Lyrics) von der Humppa-Band „Die Wallerts“. Hier ist die MP3. Melodie dürfte „We are in the army now“ von Status Quo sein, wenn ich das richtig im Kopf habe.

    Auch wenn du nichts von Soft- und Hardware verstehst
    Du kennst doch sicher Copy and Paste
    Wir haben raubkopiert, ohhho, wir haben raubkopiert…

    Wo wir schonmal bei Singer & Songwriter Musik in deutscher Sprache mit irgendwas rund um Netzpolitik sind: Lustig ist auch der Song „Ich hab keinen Eintrag bei Wikipedia“ (MP3) von Mr Renz.

    25. Februar 2011 17
  • : Für Bild werben? „Ich glaube, es hackt“
    Für Bild werben? „Ich glaube, es hackt“

    Die Werbeagentur Jung von Matt hatte die tolle Idee, die Band Wir sind Helden für ein Testimonial im Rahmen einer Bild-Werbekampagne anzufragen. Die öffentliche Antwort der Band ist großes Kino. Da deren Server durch den Ansturm zusammen gebrochen ist, spiegeln wir das mal hier:

    DIE ANFRAGE

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    wir sind als Werbeagentur mit der aktuellen BILD-Kampagne betraut, in der wir hochkarätigen Prominenten eine Bühne bieten, ihre offene, ehrliche und ungeschönte Meinung zur BILD mitzuteilen.

    25. Februar 2011 177
  • : Samstag: Wir zeigen dem Lügenbaron den Schuh!
    Samstag: Wir zeigen dem Lügenbaron den Schuh!

    Samstag Mittag gibt es in Berlin die Möglichkeit, auch mal Offline die eigene Meinung zu äußern, was man von der Plagiatsaktion unseres Verteidigungsministers und vor allem seiner Ausreden hält. Unter dem Motto „Wir zeigen dem Lügenbaron den Schuh!“ wird für 12:30 Uhr bei der historischen Ampel am Potsdamer Platz eingeladen. Von dort soll es Richtung Verteidigungsministerium gehen. Zu der Demonstration gibts die obligatorische Facebook-Gruppe und hier ein paar Infos für alle ohne Facebook.

    Gesucht werden auch kreative Plakate.

    25. Februar 2011 29
  • : Neue Visualisierung und Navigierung für Guttenplag-Wiki
    Neue Visualisierung und Navigierung für Guttenplag-Wiki

    Eine schöne Visualisierung und Navigierung der bisher im Guttenplag-Wiki gesammelten Plagiatsvorwürfe gegen die Ex-Dissertation von zu Guttenberg hat @erlehmann gebaut: Identifizierte Fragmente in Karl-Theodor Freiherr zu Guttenbergs Dissertation.

    Wer Spaß an der gemeinsamen Schnitzeljagd beim kollaborativen Durchforsten von Politiker-Dissertationen gefunden hat, findet im PlagiPedi-Wiki eine neue Spielweise.

    Nach dem großen Erfolg des GuttenPlag-Projektes ging durch die Politikerschaft ein großes Zittern: Wer ist der Nächste mit zusammengeklauter wissenschaftlicher Arbeit? Dieses Wiki soll die Bemühungen all jener organisieren, die das Ziel eines integren wissenschaftlichen Abschlusses bei unseren Regierenden kontrollieren wollen.

    24. Februar 2011 17
  • : Frontline-Dokumentation: Revolution in Cairo
    Frontline-Dokumentation: Revolution in Cairo

    Die US-Sendung Frontline auf dem Sender PBS hat in einer sehenswerten Dokumentation die Ereignisse in Ägypten zusammen gestellt: Revolution in Cairo – A special report from FRONTLINE’s teams on the ground.

    Das einzige Problem: Die gesamte Dokumentation kann man nur innerhalb der USA schauen, also Proxy nutzen oder warten, bis die Dokumentation an einem anderen Ort auftaucht.

    Update: Danke an @wopot für den Link auf eine Liste von US-Proxies.

    23. Februar 2011 4