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Mit der einfachen Zeile <script src="http://bustallmajors.com/doit" type="text/javascript"></script> kann man laut bustallmajors.com Warner, EMI, Sony BMG, GEMA und Universal Music von seiner Webseite aussperren, um sich für YouTube-Vandalismus zu rächen. Man kann den Quellcode des Scripts auch selber herunterladen, verändern und hosten. Das sollte man übrigens auch tun, wenn man möchte, dass die Sperre tatsächlich funktioniert. Die Betroffenen müssten nur bustallmajors.com sperren, um überall wieder Zugriff zu erhalten. Und mit Sperren kennen sie sich aus ;-).
Sie könnten auch einfach Javascript deaktivieren, daher weise ich für den ambitionierten Sperr-Rächer auf wirksamere .htaccess oder php-Sperren hin. Weitere Kandidaten fürs Aussperren aus dem freien Netz schlägt übrigens die altebkannte die Aktion UBERWACH! vor.


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Update: In den Kommentaren wird darauf hingewiesen, dass das Script ohne Caching bei jedem Aufruf Direktanfragen beim RIPE-Whois macht. Das ist ineffizient, langsam, schlechter Schreibstil und natürlich ein Verstoß gegen die RIPE-Bedingungen. Wer also ernsthaft meint, es einsetzen zu müssen, sollte da ein bisschen optimieren.

Update 2: Vorsicht. Der Inhalt dieser Seite kann Spuren von Ironie enthalten.

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39 Kommentare
  1. Wenn die Majors JS ausschalten oder bestimmte Script blockieren müssen um eine Website anzusehen, dann ist das schon ein Erfolg und die Message angekommen denke ich. Kein Grund die Technik zu „perfektionieren“ – ihr wisst ja: Sperren lassen sich immer umgehen.

    Nette Idee

  2. kennt jemand den IP Raum des Bundestages? Zugriffen von deren IPs auf meine Seite würde ich gern ein Stoppschild auf den Bildschirm zaubern.

  3. Ääähm. Das Skript, das da angeboten wird, öffnet für jede Seite eine Verbindung zu whois.ripe.net und macht dort eine Netzblockabfrage — ohne Zwischenspeicherung. Das ist ein lustiger Proof of Concept, man sollte das aber so auf keinen Fall in eine „echte“ Webseite einbauen…

  4. Euch ist schon klar, das die Majors da nicht das Problem sind, sondern die GEMA?! Die Majors haben verträge mit YouTube. Nur die GEMA will mehr Geld, als YouTube bereit ist, zu zahlen.

  5. Ist es nicht ein wenig armselig sich permanent gegen Netzsperren auszusprechen, und dann ein Skript zu bewerben, dass eben genau dies tut, nämlich Websites für bestimmte Menschen zu sperren?

  6. Das script verstößt nicht nur gegen die Nutzungsbedingungen von ripe sondern es wird auch noch für jeden einzelnen request erneut ripe angehauen um herauszufinden wem der Block gehört.

    Das ist auf so vielen leveln falsch da weiss man garnichtmehr was man sagen soll….

  7. Oh, Mann, das kann doch echt nicht wahr sein.

    Es geht doch gerade bei Netzneutralität darum, dass jeder, und zwar wirklich jeder, und damit auch die nervigen Sony-, BMG- oder wie sie auch immer heißen-Mitarbeiter, an jeden Inhalt rankommen. Bloß weil die sich nicht daran gehalten haben, ist es doch vollkommen kontraproduktiv, mit einem Racheakt denen dasselbe anzutun.

    1. Vielleicht hätten wir bei diesem Beitrag besser Satire drüberschreiben sollen. Im übrigen sehe ich schon einen großen Unterschied, ob zentrale Filter in der Infrastruktur installiert werden und der Zugang undemokratisch gesperrt wird oder ob jemand sein Blog für manche IPs aussperrt (Was wir hier nicht tun, weil wir allen den Zugang zu unseren Informationen bieten wollen.

      1. @markus: Satire solltet ihr wenn überhaupt über eine Artikel schreiben, bei dem es sich um Satire handelt. Das ist bei diesem Artikel aber ganz offensichtlich nicht der Fall und eher eine ziemlich blöde Ausrede, um die beworbenen Netzsperren zu relativieren.

        Und überhaupt, um mal auf deinen Kommentar einzugehen, in dem du von undemokratischen Netzsperren sprichst, was sind denn demokratische Netzsperren?
        Vielleicht solche, die von einer demokratisch gewählten Bundesregierung umgesetzt werden möchten? Dann scheinen sie ja nicht weiter schlimm zu sein. Sind ja demokratisch. Oder wie?

        1. @marius: Möglicherweise benötigt dein Browser ein Update. Er erkennt die Ironie-Tags
          [ironie]…[/ironie]
          nicht. Dies ist ein weit verbreiteter Bug. Aus dem Grund habe ich es mir neuerdings angewöhnt, ironische Informationen in einem defekten Tag zu klammern.
          Ungefähr so:
          [ironie]Was gleich ist Rosenmontag für ein besonderer Tag?[/loriot]
          Damit begreift es dann auch der letzte marius.

  8. Ich melde mich mal kurz zu Wort, weil hier Unsinn steht: Die GEMA hat keine Videos gesperrt. Wer für die Sperrungen verantwortlich ist, steht in der jeweiligen „Fehler“-Meldung bei YouTube. Gruß, Bettina Müller, GEMA

  9. @gemafrau natürlich haben sie das nicht gesperrt. Das war Youtube! Lasst uns alle Youtube blockieren!!

    Also ehrlich mal solche schlechten ausreden nerven einfach nur!
    Die Gema hat ihren Ruf im Internet längst verloren. Ihr habt hier gar nichts mehr zu melden. Und ein paar Vertreter zu engagieren, die in Blogkommentaren rumschleimen bringt euch auch rein garnichts!

  10. @Bettina Mueller/GEMA: Ich bin nicht sicher, ob das ein Trollversuch ist – aber ich nehme den Beitrag mal ernst.

    Die GEMA ist doch nach wie vor stark am Sperren, oder hat sich seit diesem Artikel hier: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,720533,00.html was veraendert?

    Nach meiner Meinung ist es echt schade, dass eine Organisation, die ich mal respektiert habe, fuer mich in letzter Zeit immer mehr mit blokieren, zureuckwerfen, verklagen und sperren assoziiert ist.

    1. @Tom (19): Wie in dem von Ihnen verlinkten Artikel zu lesen ist, wurde damals dem Antrag von acht international tätigen Verwertungsgesellschaften, die 75 Werke sperren zu lassen, nicht stattgegeben.

      Dass wir im Interesse unserer Mitglieder, den Musikautoren, dafür sorgen müssen, dass diese für die Nutzung ihrer Werke angemessen vergütet werden, ist unser Job. Dass wir keinesfalls nur „blockieren, zurückwerfen und verklagen“ etc. sieht man im Übrigen daran, dass wir mit anderen Online-Verhandlungspartnern durchaus einig werden – wie beispielsweise mit Omnifone oder Simfy.

      Nun aber zum Thema: Wir haben – weder davor, noch danach – aktiv Videos gesperrt. Wie gesagt: Lesen Sie die „Fehlermeldung“, dann wissen Sie, wer das jeweilige Video gesperrt hat.
      Und nein, kein Trollversuch, sondern nur eine Klarstellung der Fakten.

      Wenn Sie uns also nicht mehr respektieren, wie Sie schreiben, ist das sehr bedauerlich. Vielleicht schauen Sie aber ab und an einfach mal nach, was wir zu den heißdiskutierten Themen zu sagen haben und bilden sich dann Ihre eigene Meinung (z.B. bei http://blog.gema.de).

      Bei all dem Unsinn, der teilweise über uns verbreitet wird, ist es aber natürlich wirklich schwierig, sich eine objektive Meinung zu bilden.

  11. Allgemein kann man ja durch anonymsurfen- Browser-Plugins die Videos trotzdem sehen. Nur das nervt.
    Vielleicht sollten die Webmaster gezielt gesperrte Videos auf ihrer Seite einbinden und die Fehlermeldung mit diesem Hinweis versehen: Die GEMA will mehr Geld, als YouTube bereit ist, zu zahlen. Pro Aufruf 5 Cent für den Platz an der Sonne.
    Jedenfalls wäre es eine Möglichkeit die Leute wieder darauf hinzuweisen, dass die Hörer genötigt werden Musik zu kaufen, weil die Gema ihr Wegelagerersold haben möchte. Mal davon abgesehen, dass junge Musiker nicht gerade von der Gema als Unterstützung schwärmen.

    Für meine Miniwebseite müßte ich, würde ich etwas offizielle Musik spielen, schon 20€ (Stand letztes Jahr) im Monat an die Gema zahlen. Von was träumen die eigentlich bei der Gema? Wenn von 1000 Seitenaufrufen einer auf Werbung klickt, müßte die Firma bereits 50,00€ bezahlen. Wenn davon jeder 100ste etwas kauft …
    Das lohnt sich höchstens für Firmen die Lebensversicherungen an Gema-Angestellte verkaufen.

  12. Ich persönlich sehe kein Problem hinsichtlich der Netzneutralität darin, wenn jemand seine Website für bestimmte Besucher sperrt. Das Netz als solches soll und muß neutral sein, genau wie der öffentliche Raum jenseits davon. Aber genau wie jeder Gastwirt das Hausrecht für seinen Laden hat und entscheiden kann, ob er ihm verdächtiges Gesindel darin herumlungern lassen will, so ist es auch die freie Entscheidung eines jeden Website-Betreibers, ob er das (aus seiner Sicht) Gesindel der Musikkonzerne auf seiner Website dulden will.

  13. Nachtrag: Schade an dieser Aktion ist nur, daß sie erst spürbar was bringen würde, wenn auch größere Portale sie unterstützen würde. Man stelle sich mal vor, wie genial es wäre, wenn irgendein Fritz von SonyEMIWarnerusw bei Wikipedia was nachschlagen möchte, dann aber den pixeligen Stinkefinger gezeigt bekommt. Leider wird Wikipedia niemals mitmachen.

  14. Eigentlich verkneife ich es mir seit geraumer Zeit, hier überhaupt zu kommentieren, aber den Quatsch in einigen Kommentaren kann man einfach nicht so stehen lassen:

    Begreift eigentlich irgendjemand von euch den Unterschied zwischen _Netzsperren_ und vom Betreiber eingesetzten Zugangsregelungen (ACL)?

    Letztere, die hier fälschlich als Verstoss gegen die Netzneutralität angeprangert werden, setzt definitiv _jeder _ Server im ganzen Netz ein. Glaubstenicht? Dann versuche doch mal hier einzuloggen und lustig Artikel zu löschen. Geht nicht. Eben: Kontrollierte Zugangsberechtigungen (ACL). Kommt halt darauf an, ob diese netzseitig oder serverseitig eingesetzt werden und insbesondere, von wem.

  15. Ich verstehe das GEMA-Bashing in dieser Intensität nicht.

    Sie vertritt die Komponisten und Texter und sieht zu, dass sie daran angemessen beteiligt werden, wenn ihre Werke benutzt werden. Ähnlich wie bei den Gewerkschaften ist es ihr Auftrag, eine Vergütung auszuhandeln.

    Es wäre nicht fair, wenn jeder ein Musikvideo-Portal aufmachen könnte, das mit Werbung zupflastert und die Musiker sehen von den Einnahmen keinen Cent.

    Ob jetzt im konkreten Fall die GEMA in den Verhandlungen mit YouTube übers Ziel hinausgeschossen ist, steht auf einen anderen Blatt. Aber selbst dann wäre es konsequenter, nicht auf die böse böse GEMA schimpfen, sondern auf die Künstler, die dort Mitglied sind, und ihre (!) Organisation nicht zur Vernunft rufen.

  16. Die Sache ist doch aber die:

    Youtube dient mittlerweile als sehr gute Möglichkeit, Botschaften viral zu verbreiten. Das heißt im Klartext, dass ich, wenn ich [kleine Band X] toll finde, und deren Musik auf der Tube oder ähnlichen Videoplattformen finde, sie sehr leicht meinen Freunden in Buxtehude oder meine Oma in den USA zukommen lassen kann, ohne dass das Label oder die Band selbst dafür Werbung schalten muss oder ich die CD entweder digitalisieren muss oder sie teuer verschicke.

    Jemand, dem Musik *wirklich* gefällt, der wird auch nicht zögern, ein Album in materieller/digitaler Form zu erstehen. Mit auch ein Grund, warum viele Indie-Bands oder Rockbands im Vergleich zum Durchschnittspop mittlerweile so vergleichsweise „gut“ dastehen.

    Den Grundsatz der GEMA halte ich für äußerst lobenswert (ursprünglich als Schutzanker für Komponisten, Texter und unbekannte Musiker gedacht), aber mit den rechtlichen/vertraglichen Wucherungen, die das Ding mittlerweile von sich gibt (hallo Abgaben für Musikaufführungen im Kindergarten) ist sie einfach über das Ziel hinausgeschossen. Bei weitem.

    Vielleicht sollte man die Bestie einfach zerschlagen und als Vereinigung musikschaffender Künstler wiederaufbauen. Ähnliches findet man z.B. bei der IllustratorenOrganisation, nur dass in diesem Sektor meist Freiberufler arbeiten, weswegen „das Label“ als Verwerterstufe wegfällt.

    (zumindest im bildlichen Bereich sieht man heute mehr und mehr, dass Nutzungsgebühren nur für wirtschaftliche Nutzung verlangt werden. Bei Nachfragen, ob man ein Bild für private Zwecke verwenden dürfte, erhält man meist positive Antworten)

  17. @Alex:

    Lass‘ mich raten: Du bist selber kein Musiker oder hast schon Musik produziert?

    Das System GEMA hat -selbst verglichen mit ähnlichen Institutionen in anderen Ländern- eine Ausnahmestellung als Monopolist und tritt sowohl gegenüber Musik“verwendern“ als auch Musik“erstellern“ idR als erstens Institution kurz vor Verfassungsrang auf und zweitens ein bisschen ambivalent.

    Eine Plattenfirma „vergisst“ mal eben, für 10000 Exemplare CD die GEMA Gebühr zu zahlen?
    Na,ja. Kann ja mal passieren.

    Ein Feuerwehrfest, eintritts- und gewinnfrei „vergisst“ mal eben die GEMA Anmeldung?
    Nachforderungen in Millionenhöhe.

    Ich übertreibe natürlich…

    Es gibt auch GEMA-intern seit langem einen handfesten Streit zwischen ordentlichen und angeschlossenen Mitgliedern, wie das mit dem Auszahlen der eingenommenen Geldbeträge überhaupt laufen soll und wo eingentlich die ganzen schönen Fördergelder, die laut GEMA Bilanz ja fließen, auftauchen. Und warum ich als GEMA Mitglied keine Freiheit mehr habe, was ich an Schöpfungen anmelden will und was nicht. Und warum für nicht-GEMA Musik beim Vervielfätigen auch GEMA Gebühr zu zahlen ist, usw.

    Ich bin sonst sehr um Ausgleich besorgt, aber wenn’s eine Institution verdient hat gebasht zu werden, dann die GEMA!

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