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  • : Google Transparenzbericht erfasst jetzt auch FBI Anfragen
    Auskunftsersuchen nach Berichtszeitraum; <a href="http://www.google.com/transparencyreport/userdatarequests/US/" >google.com</a>
    Google Transparenzbericht erfasst jetzt auch FBI Anfragen

    Nachdem der Transparenzbericht von Google seit 2010 auch Zahlen zu staatlicher Einflussnahme und seit 2012 solche zu Löschungen wegen angeblicher Copyright-Verletzungen, kommen nun Daten von Anfragen des FBI hinzu. Die Ermittlungsbehörde des US-Justizministeriums kann bei ‚Ermittlungen zur nationalen Sicherheit’ Daten von Nutzerinnen und Nutzern mittels National Security Letters (NSL) und ohne richterliche Verfügung anfordern: Name, Adresse, Dauer des Dienstes und Abrechnungsunterlagen für die Orts- und Ferngespräche eines Nutzers, laut Google jedoch keine Informationen wie Gmail-Inhalte, Suchanfragen, YouTube-Videos oder IP-Adressen.

    Im Google Blog heißt es, das FBI darf Firmen verbieten, über den Empfang solcher NSL zu berichten. Der Kompromiss mit Google sieht nun so aus, dass die Anfragenhöhe in Zahlenbereichen angegeben wird: Für das Jahr 2012 bedeutet das beispielsweise, dass es 0–999 NSL-Anfragen zu 1000–1999 Nutzern beziehungsweise Konten gegeben hat. Bei konkreten Zahlen äußerte das FBI Bedenken, durch sie könnten Rückschlüsse auf Ermittlungen möglich werden.

    6. März 2013
  • : „Staatlich unterstützte Angreifer“ versuchten Mail-Accounts myanmarischer Journalisten zu hacken
    „Staatlich unterstützte Angreifer“ versuchten Mail-Accounts myanmarischer Journalisten zu hacken

    Journalistinnen und Journalisten der myanmarischen Nachrichtenportale ‚The Voice Weekly’ und ‚Eleven Media’, einige ihrer Techniker sowie ein schwedischer Journalist, der über Myanmar schreibt, erhielten vor einigen Tagen eine Warnung beim Öffnen ihres G‑Mail-Accounts: „We believe state-sponsored attackers may be attempting to compromise your account or computer“.

    Taj Meadows, Sprecher für Google in Tokio, sagte der NY Times, dass er nicht sofort Genaueres über die Warnungen sagen könne, aber dass Google im Juni begonnen habe, Nutzerinnen und Nutzer über „verdächtige“ Aktivitäten zu informieren. Woran Google die staatliche Unterstützung festmache und von welcher Regierung sie ausgehe, dürfe nicht gesagt werden. Der Vizepräsident für Sicherheitstechnik bei Google, Eric Grosse, hatte dazu im Juni geschrieben:

    You might ask how we know this activity is state-sponsored. We can’t go into the details without giving away information that would be helpful to these bad actors, but our detailed analysis—as well as victim reports—strongly suggest the involvement of states or groups that are state-sponsored.

    Von der myanmarischen Regierung äußerte sich bisher niemand zu den Angriffen.

    Trotz Reformen der zuvor sehr strikten Medienbeschränkungen und Zensurmaßnahmen in Myanmar sahen sich die zwei führenden privaten Nachrichtenportale in den letzten Wochen mehreren ‚Cyber-Attacken’ ausgesetzt, die Webseiten sowie eine Facebook-Seiten waren zeitweise nicht erreichbar.

    Eleven Media hat eine formelle Beschwerde beim Presserat eingereicht, der über ihre Forderungen, Maßnahmen gegen ‚Cyber-Attacken’ auf Medien einzuführen, entscheiden wird.

    11. Februar 2013
  • : Google Transparenzbericht: Deutsche Behörden fragen dreimal so viele Nutzerdaten an wie vor drei Jahren
    Google Transparenzbericht: Deutsche Behörden fragen dreimal so viele Nutzerdaten an wie vor drei Jahren

    Deutsche Behörden stellen alle drei Stunden bei Google eine Anfrage nach Nutzerdaten für strafrechtliche Ermittlungen. Das geht aus aktuellen Daten des Transparenzberichts hervor, den der Internet-Gigant regelmäßig veröffentlicht. Bei jeder zweiten Anfrage gibt Google die Daten heraus, die andere Hälfte erfüllt die gesetzlichen Anforderungen nicht.

    Seit drei Jahren veröffentlicht Google regelmäßig Statistiken über die Entfernung von Inhalten wegen Urheberrecht sowie Anfragen von Behörden und Gerichten zur Herausgabe von Nutzerdaten. Jetzt hat der Konzern die Daten der staatlichen Anfragen für das Jahr 2012 aktualisiert. Für Deutschland ergeben sich folgende Werte:

    google-transparenzbericht-2012-01

    Daraus wird deutlich, dass Behörden und Gerichte immer öfters Nutzerdaten anfordern. Waren es im zweiten Halbjahr 2009 noch 458 Anfragen, stieg die Zahl im selben Zeitraum 2012 auf 1.550. Das sind 8,5 Anfragen pro Tag, oder eben alle 2,8 Stunden eine. Die Zahl der angefragten Konten blieb bei etwa 2.000 ungefähr stabil.

    Erstaunlich ist, dass der Anteil der Anfragen, denen Google nachkommt, abnimmt. In nur 42 Prozent der Fälle gab Google den Behörden die angefragten Daten vollständig oder teilweise, also ungefähr 630 mal. Im der ersten Jahreshälfte waren es sogar nur 39 Prozent. Eine Anfrage von netzpolitik.org, warum diese Zahl so niedrig ist, hat Google zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht beantwortet. Kennen die Behörden ihre eigenen Gesetze nicht?

    24. Januar 2013 7
  • : Free Zone: Google und die Netzneutralität sind schon lange nicht mehr beste Freunde
    Free Zone: Google und die Netzneutralität sind schon lange nicht mehr beste Freunde

    google-free-zoneHat der Google-Konzern die Netzneutralität verraten? So klingt zumindest das Medienecho, nachdem bekannt wurde, dass der Internet-Riese einen französischen Provider für den Traffic seiner Tochterfirma YouTube Geld bezahlt. Tatsächlich fällt Google dem Kampf um ein echtes Netz gleich an mehreren Stellen in den Rücken.

    Vor einer Woche sagte Stephane Richard, Chef des Telekommunikations-Unternehmens Orange, Teil des französischen France-Télécom-Konzerns in einem Interview mit BFM Business TV:

    Der Leiter des französischen Unternehmens Orange sagte, dass sie ein Abkommen mit Google erreicht haben zur Erstattung der großen Datenmengen, die [Google] über [Oranges] Netze schickt.

    Mit anderen Worten: Google zahlt einem Provider Geld, damit dessen Kunden YouTube-Videos klicken können. Also die Abkehr eines neutralen, echten Netzes. Hintergrundinformationen, warum das schlecht für Internet-Nutzer/innen ist, hat der Digitale Gesellschaft e. V. in einem Handbuch Netzneutralität ausgearbeitet.

    Google selbst hat bisher keine Medienanfragen dazu beantwortet. Auch unsere Anfrage ging vom Unternehmenssprecher zum Leiter Unternehmenskommunikation und von dort ins Büro London. Das ist zwar zuständig, arbeitet aber selbst noch an der Kommunikationsstrategie.

    Obwohl der eigentliche Sachverhalt zumindest in Frankreich schon länger bekannt war, tauchen jetzt Schlagzeilen auf wie: Google gibt die Netzneutralität auf. Das impliziert, dass Google bis letzte Woche ein fester Vertreter der Netzneutralität war.

    23. Januar 2013 13
  • : Leistungsschutzrecht im Bundestag: „Der Gesetzesentwurf wird einhellig von deutschen Urheberrechtlern zu Recht abgelehnt“
    Leistungsschutzrecht im Bundestag: „Der Gesetzesentwurf wird einhellig von deutschen Urheberrechtlern zu Recht abgelehnt“

    Das geplante Leistungsschutzrecht für Presseverlage ist systemwidrig und erzeugt erhebliche Probleme. Das ist das Fazit eines Sachverständigen für den Rechtsausschuss des Bundestages. Damit das Gesetz schnell verabschiedet werden kann, soll das auch die einzige Anhörung bleiben. Die Begründung der Bundesregierung: Immerhin sitzen ja die Lobbyisten mit am Tisch.

    17. Januar 2013 17
  • : Jahresrückblick CyberWatch: Social Media 2012
    Jahresrückblick CyberWatch: Social Media 2012

    Ein neues Projekt des Citizen Lab der University of Toronto in Kanada, der Social Media CyberWatch Rückblick 2012, wurde am Samstag veröffentlicht. Es handelt sich um einen kurzen Jahresrückblick in Bezug auf Social Media Plattformen mit Themen wie Datenschutz, Sicherheit, Vertrauen, aber auch technische Entwicklungen.

    In vier Kapiteln werden grob die wichtigsten Entwicklungen und Beobachtungen des Jahres 2012 formuliert: „Government Requests for Social Media Data, Platform Citizenship, Date & Policy Consolidation, Indentifiability & Tracking“. Thematisiert werden unter anderem die Transparenzberichte von Google, Zensur durch Twitter, das „Ende der Demokratie“ bei Facebook sowie Do Not Track.

    This year-end report summarizes several trends and noteworthy happenings of the past 12 months, including an increase in government user data requests, a community governance decision-making debacle, and controversies around various privacy-oriented technical implementations.

    17. Dezember 2012
  • : Wikipedia, BBC, CNN uvm. auf Microsofts Copyright-Löschlisten
    Wikipedia, BBC, CNN uvm. auf Microsofts Copyright-Löschlisten

    In dem Maße, in dem private Rechtsdurchsetzung durch Entfernung von Suchresultaten bei Google zunimmt, steigt auch die Zahl von fälschlicherweise beantragten Löschungen aus dem Suchindex. Laut Transparenzreport erreichte die Zahl der Löschanfragen vergangenen Monat mit über 12 Millionen URLs einen neuen Höchstwert, Tendenz weiterhin stark steigend.

    Google-Copyright-removal-requests-121213

    Seit kurzem wird in ebendiesem Transparenzreport aber auch angeführt, welchen Löschanfragen nicht entsprochen wird, weil sie fälschlicherweise eingereicht wurden. Für alle Löschanfragen, die in der Regel jeweils mehrere URLs enthalten, werden ab sofort auch jene URLs ausgewiesen, die trotz Löschanfrage nicht aus dem Suchindex entfernt werden.

    Auf der Homepage gibt es leider keine komfortable Sortierfunktion, aber Torrentfreak hat eine Löschanfrage von LeakID im Auftrag von Microsoft ausgegraben, in der Seiten von BBC, CNN, Wikipedia und anderen zur Entfernung aus dem Index angefragt wurden. Konkret standen zum Beispiel folgende Seiten auf der Löschliste:

    Microsoft, mit ca. 6 Millionen Löschanfragen aktuelle Nummer drei im Ranking der Rechteinhaber mit den meisten Anfragen, dürfte dabei besonders wahllos vorgehen. Während sich Microsofts Anfragen auf ca. 40.000 verschiedene Domains verteilen, folgen NBCUniversal mit knapp 20.000 und Lionsgate mit knapp 9.000 auf den Plätzen 2 und 3 was die Zahl unterschiedlicher Domains betrifft.

    Da sämtliche Daten des Transparenzreports als CSV-Download zur Verfügung stehen, lässt sich insgesamt folgender Zwischenstand vermelden:

    • Löschanfragen seit Juli 2011: 49.006.830
    • Davon nicht durchgeführt: 1.181.552 (2,41%)

    Das „Outing“ von falschen Löschanfragen durch Google darf wohl auch als Versuch verstanden werden, die Rechteinhaber und deren Dienstleister zu sorgfältigerem Arbeiten zu motivieren. Angesichts der immer noch stark wachsenden Beliebtheit von Rechtsdurchsetzung via Google ist aber nicht davon auszugehen, dass der „Takedown Hall of Shame“ der Electronic Frontier Foundation so schnell die Beispiele ausgehen werden.

    13. Dezember 2012 6
  • : Tagesspiegel korrigiert: Netzpolitik bekommt kein Lobby-Geld von Google
    Tagesspiegel korrigiert: Netzpolitik bekommt kein Lobby-Geld von Google

    Sidney Gennies hat heute im Tagesspiegel über das Leistungsschutzrecht geschrieben. Darin stand zunächst dieser Satz:

    Obwohl der Verein Netzpolitik auch Geld von Google für seine Lobbyarbeit gegen das Leistungsschutzgeld (sic!) bekommen hat, sehen nicht alle dort die Kampagne von Google positiv. „Inhaltlich hat Google Recht“, meint Andre Meister. Er persönlich finde aber, dass Google nun selbst seine Marktmacht nutze, um ein Gesetzgebungsverfahren zu beeinflussen, habe ein „Geschmäckle“.

    Das stimmt natürlich nicht. Weder ist Netzpolitik ein Verein (jedenfalls noch nicht), noch haben wir jemals Lobby-Geld von Google erhalten. Auch der Digitale Gesellschaft e. V. hat niemals Geld von Google erhalten. Was ich ihm gestern gesagt habe war: Der Digitale Gesellschaft e. V. und auch netzpolitik.org sind ideelle Unterstützer von IGEL – der Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage. Wie viele andere, z.B. Stefan Niggemeier. Sind die jetzt alle von Google finanziert?

    Es gab eine Änderung, nachdem wir darauf hingewiesen haben, dass das eine Falschaussage sei:

    Obwohl der Mitarbeiter des Vereins Netzpolitik auch für die von Google mitfinanzierte Kampagne IGEL arbeiten, sehen nicht alle dort die Kampagne von Google positiv. „Inhaltlich hat Google Recht“, meint Andre Meister. Er persönlich finde aber, dass Google nun selbst seine Marktmacht nutze, um ein Gesetzgebungsverfahren zu beeinflussen, habe ein „Geschmäckle“.

    Immer noch fehlerhaft. Und ein dritter Versuch:

    Die Redaktion von Netzpolitik.org, ist eng verbunden mit dem Verein „Digitale Gesellschaft“, der sich wiederum in der von Google mitfinanzierten Kampagne IGEL engagiert. Trotzdem sehen nicht alle dort die Kampagne von Google positiv. „Inhaltlich hat Google Recht“, meint Andre Meister. Er persönlich finde aber, dass Google nun selbst seine Marktmacht nutze, um ein Gesetzgebungsverfahren zu beeinflussen, habe ein „Geschmäckle“.

    Ja, nochmal: Wir unterstützen die Anliegen von IGEL, ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger zu verhindern. Wie viele andere auch. Wir lassen uns aber nicht durch Industrie-Interessen fürs Lobbying bezahlen.

    Leider werden diese Änderungen beim Tagesspiegel nicht transparent gemacht. Update: Jetzt wird die Änderung auch transparent dargestellt. Darüber freuen wir uns.

    Das ist also das Schutzobjekt des Leistungsschutzrechts für Presseverleger.

    28. November 2012 18
  • : Google-Kampagne: Der Feind meines Feindes ist mein Freund
    CC-BY-NC-SA @PHOTO
    Google-Kampagne: Der Feind meines Feindes ist mein Freund

    Das war ja klar. Der Google-Beißreflex schlägt wieder zu. Nachdem Google in allerletzter Minute eine offene Kampagne gegen das Leistungsschutzrecht fährt, wird dies nicht als Chance begriffen, endlich das Thema einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren, sondern erst einmal angegangen.

    Sollten Netzaktivisten die Kampagne nicht super finden? Google mobilisiert auf der deutschen Startseite für ein Thema, das die „Netzbewegung“ nie richtig auf die Tagesordnung setzen konnte. Ein Thema, bei der die klassische Presse aus Eigeninteresse niemals richtig gegen das Leistungsschutzrecht anschrieb. Ein Thema, das die Grenzen der Netzbewegung nicht nur bei der Petition deutlich aufzeigte.

    Und jetzt bietet sich die Möglichkeit, zusammen mit der geballten Power von Google in einem letzten Anlauf gegen das Gesetz vorzugehen. Doch das einzige, was passiert, ist Distanzierung.

    27. November 2012 30
  • : Politische Kampagnen von Google: Großkonzerne sind nicht immer Teil der Lösung, sondern auch Teil des Problems
    Politische Kampagnen von Google: Großkonzerne sind nicht immer Teil der Lösung, sondern auch Teil des Problems

    Erst die Internationale Fernmeldeunion, jetzt das Leistungsschutzrecht: Der Internet-Konzern Google hat gleich zwei politische Kampagnen in einer Woche gestartet. Das ist legitim und kann uns helfen, wenn wir die selben Interessen vertreten. Das kann aber auch schief gehen und muss kritisch hinterfragt werden, wie es ein Beitrag auf der Netzkritik-Liste nettime tat. Aus aktuellem Anlass haben wir den Original-Text übersetzt:

    Liebes Google: Ja, die Welt braucht tatsächlich ein offenes Internet, daher ist es ziemlich schlimm festzustellen, dass Du, Google:

    1) die gesamte Netzneutralitätskampagne in den USA den Bach runtergehen lassen hast, indem Du erst die Führung übernommen und dann ein nur Dir dienendes Abkommen mit Verizon abgeschlossen hast, durch das das wichtigste Mittel um das Internet zukünftig zu erreichen – mobile Geräte – von Netzneutralitätsbestimmungen ausgeschlossen werden.

    27. November 2012 11
  • : Google startet Kampagne gegen das Leistungsschutzrecht
    Google startet Kampagne gegen das Leistungsschutzrecht

    Google Deutschland startet mit einer eigenen Kampagne „Verteidige Dein Netz“ gegen das geplante Leistungsschutzrecht für Presseverlage. Momentan besteht die Kampagne aus einem Video, „10 Fakten zum Leistungsschutzrecht“ (aus Googles-Sicht), einer „Finde Deinen Bundestagsabgeordneten-App“ und der Möglichkeit sich für einen Newsletter einzutragen, um auf dem laufenden zu bleiben. Die Vorgehensweise ähnelt der bei SOPA/PIPA in den USA – Auf der Startseite von Google gibt es unter dem Suchfeld eine Aufforderung zum Handeln:

    Die Message aus dem Video kommt mit der „Der Untergang des Netzes ist bald da“-Keule:

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    „Seit über 10 Jahren kannst Du jederzeit finden, was Dich bewegt. Ein geplantes Gesetz soll das jetzt ändern. Willst Du das? Misch Dich ein. Verteidige das Netz.“

    Ob das geplante Leistungsschutzrecht für Presseverleger genau diesen Effekt haben wird, darüber lässt sich streiten. Der aktuelle Gesetzesentwurf bieten zumindest viel Rechtsunklarheit, wer oder was überhaupt genau betroffen ist. Google startet jetzt mit offenem Visier als politischer Akteur mit einer eigenen Netz-Kampagne in die Diskussion, wo das Leistungsschutzrecht in den parlamentarischen Prozess kommt. Ob es auch eine Axel-Springer Netz-Gegen-Kampagne geben wird?

    27. November 2012 21
  • : Internationale Fernmeldeunion ITU: Google steigt mit eigener Kampagne in den Kampf um Internet Governance ein
    Internationale Fernmeldeunion ITU: Google steigt mit eigener Kampagne in den Kampf um Internet Governance ein

    Wie soll das Internet zukünftig reguliert werden? Diese grundsätzliche Frage wird nächsten Monat von der internationalen Fernmeldeunion ITU diskutiert. Jetzt steigt das Großunternehmen Google mit einer Kampagne in die Diskussion ein. Dabei haben sie inhaltlich recht – ein Geschmäckle bleibt trotzdem.

    Bereits im Juni berichteten wir über die Internationale Fernmeldeunion und die Weltkonferenz zur internationalen Telekommunikation: War das offene Internet noch nie so bedroht wie heute? Autoritäre Staaten wollen das Internet von der UNO regulieren lassen und nationale Kontrolle ausüben können. Das ist falsch und gefährlich. Dennoch haben Entwicklungs- und Schwellenländer ein berechtigtes Kernanliegen: die dominante Rolle der USA ist ebenfalls nicht in Ordnung.

    Zwei Wochen vor dem Treffen in Dubai hat jetzt Google eine Kampagne gestartet: google.com/TakeAction, auch auf deutsch:

    Hier klicken, um den Inhalt von www.youtube-nocookie.com anzuzeigen.

    20. November 2012 4
  • : Transparenzbericht: Google soll pro Sekunde drei Suchergebnisse löschen, auch Abfragen von Nutzerdaten nehmen zu
    <a href="http://www.google.com/transparencyreport/removals/government/DE/?metric=requests&by=reason"<Anträge auf Entfernung: Deutschland</a></a>
    Transparenzbericht: Google soll pro Sekunde drei Suchergebnisse löschen, auch Abfragen von Nutzerdaten nehmen zu

    Im halbjährlich erscheinenden Transparenz-Bericht von Google wird für den Zeitraum von Januar bis Juli 2012 ein Anstieg von Löschungs-Anträgen und Anfragen zu Nutzerdaten sichtbar.

    Anfragen staatlicher Behörden nach Nutzerdaten

    In Deutschland wurden in diesem Zeitraum Anfragen zu 1.533 Nutzerdaten von 2.007 Nutzern oder Konten gestellt – damit liegt Deutschland nach den USA (7.969), Indien (2.319), Brasilien (1.566) und Frankreich (1.564) auf Platz 5 der Länderliste. In 39% der Fälle ist Google den Anfragen teilweise oder vollständig nachgekommen, im vorhergehenden Halbjahr waren es 45% bei knapp 100 Anfragen weniger (1.426). Datenanfragen aus den USA wurde in 90% teilweise oder vollständig nachgekommen.

    Anfragen staatlicher Behörden nach Entferung von Suchergebnissen

    Im ersten Halbjahr dieses Jahres wird ein weltweiter Anstieg der Löschungsanträge von Behörden und Gerichten sichtbar:

    Nachdem es in den letzten zwei Jahren halbjährlich circa 1.000 Anträge auf Löschung gab, waren es in der ersten Hälfte 2012 bereits 1.791. In Deutschland ist die Anzahl der Anträge auf Löschung von Inhalten im Vergleich zum Vorhalbjahr um 140 % gestiegen.

    14. November 2012
  • : Do-not-Track jetzt auch in Chrome (Update)
    Do-not-Track jetzt auch in Chrome (Update)

    Googles hauseigener Browser Chrome soll ab der neuen Version 23 die „Do-not-track“-Initiative des W3-Constortium implementieren. Nutzern wird so die Möglichkeit gegeben, von Seitenbetreibern zu verlangen, dass ihre Nutzerdaten nicht gespeichert werden sollen. Die Einstellung ist allerdings (wie vom W3C vorgesehen) nach der Installation des Browsers abgeschaltet, der Nutzer muss sie in den Einstellungen manuell aktivieren. Nutzer von Chrome werden dank der „stillen“ Updates nicht über die Neuerung informiert- die Option findet sich in der neuen Version 23 des Browsers. Der freie (OpenSource-) Fork Chromium hat das entsprechende Update noch nicht bekommen. mit der Version 23.0.1271.64 das Update auch schon bekommen. (Danke, jiffies)

    Mit Chrome unterstützen nun alle verbreiteten Browser (Firefox, Chrome, Internet Explorer, Safari, Opera) die DNT-Technik. Sie soll es Nutzern ermöglichen, selbst darüber zu entscheiden ob ihr Verhalten im Internet analysiert werden soll – oder nicht. Ob sich die Technik dauerhaft durchsetzt, wird sich angesichts massiver Lobbyingversuche seitens der Werbeindustrie erst noch zeigen müssen.

    Wer sich mit der Materie eingehender beschäftigen will, dem sei Jan Schallböcks Talk auf unserem Digiges-Abend empfohlen.

    Wer Probleme hat, die entsprechende Einstellung zu finden – Hier das ganze in (hoffentlich) Noobsafe:

    8. November 2012 5
  • : Google löscht einige Suchresultate von Bettina Wulff
    Auch Prominente schlagen sich mit der Löschung verleumderischer Inhalte herum - wie im Fall <a href="https://netzpolitik.org/2012/google-loscht-einige-suchresultate-von-bettina-wulff/">Bettina Wulff</a> (Screenshot)
    Google löscht einige Suchresultate von Bettina Wulff

    Bettina Wulff, die Ehefrau unseres Ex-Präsidenten, hat in ihrem Rechtsstreit mit Google einen kleinen Teilerfolg errungen. Nach Angaben der Bild am Sonntag wurden wohl acht Suchergebnisse aus dem Suchindex gelöscht, darunter anscheinend drei Artikel bei kreuz.net. Das ist aber üblich so bei falschen Tatsachenbehauptungen, wenn man vor Gericht geht und gute Argumente hat. Immer noch aktiv ist hingegen die Autovervollständigung, die bei ihrem Namen automatisch weitere Suchvorschläge anbietet und wogegen Wulff klagt. Erst kürzlich hatte sich ein Kläger in Australien gegen genau diese Funktion gegen Google durchgesetzt.

    4. November 2012 20
  • : Kritik von allen Seiten am Leistungsschutzrecht, aber es kommt trotzdem
    Kritik von allen Seiten am Leistungsschutzrecht, aber es kommt trotzdem

    Die Diskutierenden auf dem gestrigen PolITalk „Leistungsschutzrecht: Risiken und Nebenwirkungen“ vom Verband der Deutschen Internetwirtschaft eco waren sich einig: Es braucht kein Leistungsschutzrecht. Wirtschaftswissenschafts-Professor Justus Haucap, MdB Siegfried Kauder (CDU), MdB Tabea Rößner (Grüne) und Wikimedia Deutschland Vorstand Pavel Richter haben zwar jeweils unterschiedliche Argumente gegen das LSR, aber sie kommen zu demselben Ergebnis. Wo liegt also das Problem?

    Der Koalitionsvertrag, sagt Kauder, sei nun mal verbindlich und bis Ende des Jahres müsse über ein LSR entschieden werden. (Update: Der FDP-Politiker Jimmy Schulz erklärte eben auf Twitter, dass dieses Jahr keine Entscheidung fallen wird) Er selbst ist allerdings der Meinung, dass es nicht Aufgabe des Staates sei, Geschäftsmodelle zu unterstützen, die sich auf dem Markt nicht mehr behaupten können und fragt: „Haben wir nichts anderes zu tun?“.
    Auch Justus Haucap spricht von versagenden Märkten und hält heutzutage ein Leistungsschutzrecht für sinnloser denn je. Die Mediennutzung sei flexibler geworden, eine Aufarbeitung von Informationen im Stil von Google News sei schlicht verbraucherfreundlich – jeder kann verschiedenste Quellen zu einem Thema finden und sich selbst aussuchen, welche er oder sie für gut befindet.
    Was fördert also ein LSR? Die Meinungsvielfalt? Kleine Verlage? Oder überkommene Modelle?

    25. Oktober 2012 12
  • : Konferenz: Was sind die europäischen Alternativen zu Google und Facebook?
    CC BY-SA 2.0
    Konferenz: Was sind die europäischen Alternativen zu Google und Facebook?

    Am 18. und 19. Oktober findet in Berlin die Networking Lounge im Kunstquartier Bethanien statt. Unter dem Titel „Digital Backyards“ wird Barcamp-artig darüber geredet, wie Projekte durch Kooperation profitieren können („Scaling Up through Cooperation“, Tag 1) und darüber, wie verschiedene Formate wie Social Networking, Crowdsourcing und Online Journalismus voneinander lernen können („Community, Social Network and Beyond“, Tag 2). Für Input sorgen hier Markus Beckedahl, Anne Roth, Leonhard Dobusch und viele andere.

    Am 20. Oktober gibt es ein weiteres Programm von Public Talks, bei dem verschiedene Ansätze zu Alternative Network Culture vorgestellt werden.

    Mehr Informationen sowie die Kontaktdaten zur Anmeldung gibt es beim Veranstalter, der Berliner Gazette.

    10. Oktober 2012 14
  • : Private Rechtsdurchsetzung mittels Content ID: neue Regeln, neuer Algorithmus
    Private Rechtsdurchsetzung mittels Content ID: neue Regeln, neuer Algorithmus

    Ein zentrales Instrument sowohl zur Eindämmung von Urheberrechtsverletzungen als auch zur Monetarisierung auf YouTube ist das sogenannte Content-ID-Verfahren. Dabei hinterlegen Rechteinhaber Referenzdateien, die YouTube automatisch mit hochgeladenen Dateien abgleicht. Wird eine Übereinstimmung festgestellt, kann das entweder die Sperrung der Datei zur Folge haben oder die Beteiligung an mit dem Video verdienten Anzeigenerlösen.

    Wie David Pachali auf Arbeit 2.0 berichtet, stand dieses Verfahren aber heftig in der Kritik, u.a. von Seiten der Electronic Frontier Foundation (meine Übersetzung):

    Content ID ist ein undurchsichtiges und proprietäres System, wo der Ankläger gleichzeitig als Richter, Jury und Henker fungieren kann.  […] Das Content-ID-System kippt jede Balance, die im Rahmen des Digital Millennium Copyright Acts (DMCA) vorgesehen ist, und erlaubt noch schädlichere Formen der Manipulation und des Missbrauchs.

    Letzteres spielt darauf an, dass neben betrügerischen Falschmeldungen um an Werbung mitzuverdienen insbesondere im Bereich von Fair Use bzw. urheberrechtlichen Schranken (z.B. Parodie) Videos fälschlicherweise blockiert, stumm geschaltet oder monetarisiert werden.

    4. Oktober 2012 18
  • : Private Rechtsdurchsetzung via Google: Noch mehr Löschungen, Sperrung von Adsense
    Private Rechtsdurchsetzung via Google: Noch mehr Löschungen, Sperrung von Adsense

    Schön langsam bietet sich die Einführung einer eigenen Rubrik an zum Thema private Rechtsdurchsetzung via Google. Im vergangenen Monat wurden knapp 6,8 Millionen Ergebnisse wegen (vermeintlicher) Copyright-Verstöße aus Googles Suchergebnissen entfernt (vgl. „Transparenz-Report“ bzw. Abbildung), eine neuerliche Steigerung um 50 Prozent verglichen mit Juli. Wieder stieg die Anzahl der Organisationen, die eine Löschung beantragt haben, nur leicht, von 1.264 auf 1.405.

    Zur Löschung von Suchergebnissen kommen offenbar aber inzwischen auch andere Formen der Rechtsdurchsetzung. So berichtet techdirt von der (vorübergehenden) Sperrung des Google-Anzeigenprogramms Adsense auf einem Blog, auf dem der Autor sein eigenes, unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlichtes Buch als Torrent zum Download angeboten hatte. Ursache für die Sperrung war scheinbar, so die Vermutung des Autors Cody Jackson, dass die legalen Torrent-Files seines Python-Programmierhandbuchs auf Servern von The Pirate Bay lagen. Die tatsächliche Ursache der Sperrung herauszufinden bzw. diese rückgängig zu machen erwies sich in der Folge als äußerst zeitaufwändig.

    Das Beispiel ist instruktiv aus zwei Gründen:

    1. Private Rechtsdurchsetzung wird im gesamten Googleversum Einzug halten und sich nicht nur auf die Entfernung von Suchergebnissen beschränken und verschiedenste Formen von Sanktionen – wie eben den Rauswurf aus Googles Adesense-Programm – zur Folge haben.
    2. Die technologischen Algorithmen zur privaten Rechtsdurchsetzung werden immer auch legale Inhalte betreffen. Umso entscheidender ist eine effektive und schnelle Möglichkeit, solche Sperrungen wieder rückgängig zu machen. Mit der rasant steigenden Zahl an Sperrungen wird die Bedeutung der Freischaltung ebenfalls massiv zunehmen.

    Es bleibt jedenfalls spannend, wo in Googles weitverzweigtem Netzwerk als nächstes die Copyright-Schrauben angezogen werden.

     

    28. September 2012 14
  • : Deutsche Bahn Fahrpläne jetzt in Google-Maps
    Deutsche Bahn Fahrpläne jetzt in Google-Maps

    Update von wetter: Ich hab mal eine Petition eingerichtet, die die Freigabe der Daten gegenüber der Öffentlichkeit fordert: Bahn: Fahrplan als OpenData veröffentlichen.

    Die Deutsche Bahn und Google veranstalten gerade um 13:30 eine Pressekonferenz zur Vorstellung einer Kooperation. Dort wird, wenig überraschend, die Integration der Deutsche Bahn – Fahrpläne in Google-Maps verkündet, was Androidnext.de schon in praktischer Anwendung gefunden hat.

    Bevor jetzt großes Lob kommt: Warum bekommt eigentlich nur Google Zugriff auf die offiziellen Fahrpläne? Was ist mit freien Alternativen wie OpenStreetMap? Warum veröffentlicht die Deutsche Bahn nicht endlich mal ihre Fahrplandaten als Opendata, damit alle, und nicht nur der Beinahe-Monopolist Google tolle Anwendungen mit den Daten des Beinahe-Monopolisten Deutsche Bahn machen können?!

    Bevor jetzt jemand jubelt, dass Google-Maps auch den Öffentlichen Nahverkehr in Berlin abbilden könne: Dem ist nicht so. Das geht nur mit der S‑Bahn. Ich hab mal aus Spaß gerade die Strecke vom Büro zum Bundestag eingegeben. Da bietet mir Google-Maps nur eine Laufstrecke an, weil Büro an einem U‑Bahnbahnhof sitzt.

    Apropos Google und Deutsche Bahn: Man sollte vorsichtig sein beim Bestellen von eTickets mit Tablets: Nexus7 ist für die Deutsche Bahn nicht mobil genug.

    17. September 2012 15