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  • : USA: Google Fiber verbietet das Betreiben von eigenen Servern
    USA: Google Fiber verbietet das Betreiben von eigenen Servern

    Google hat sich in der Vergangenheit gerne als Verfechter der NetzneutralitĂ€t prĂ€sentiert. Seit 2011 ist Google mit seinem Projekt Google Fiber aber nun auch selbst Internetprovider und scheint die Sache nun ein wenig anders zu sehen – jedenfalls was das eigene Projekt angeht. Google verbietet es nĂ€mlich seinen Kunden eigene Server ĂŒber die von Google bereitgestellte Internetverbindung zu betreiben. Google gibt aber ab mit diesem Verbot keineswegs die NetzneutralitĂ€t zu verletzten, wie Wired berichtet.

    Die Regeln zur NetzneutralitÀt der Federal Communication Commission (FCC) in den USA sind eigentlich kurz und eindeutig:

    Fixed broadband providers may not block lawful content, applications, services, or non-harmful devices.

    Ein potentieller Kunde von Google Fiber, Douglas McClendon, hat deshalb bereits 2012 eine Beschwerde bei der FCC eingereicht, worauf die FCC bis zum 29. Juli diesen Jahres eine Stellungnahme von Seiten Googles erwartete.In dieser Stellungnahme, die McClendon nun veröffentlicht hat, beteuert Google vollstÀndig innerhalb der Regeln der NetzneutralitÀt zu operieren:

    Google Fiber’s server policy is an aspect of “reasonable network management” that the Open Internet Order and Rules specifically permit. Mr. McClendon appears to allege that Google Fiber’s server policy violates the prohibitions against “blocking” and/or “unreasonable discrimination.“ The Order, however, provides an exception in both instances for “reasonable network management.” As the Order explains, “[a] network management practice is reasonable if it is appropriate and tailored to achieving a legitimate network management purpose, taking into account the particular network architecture and technology of the broadband Internet access service.”

    Google Fiber’s server policy is prototypical “reasonable network management,” with no discriminatory impact on any content, application, or service provider. The server policy has been established to account for the congestion management and network security needs of Google Fiber’s network architecture, particularly given that Google Fiber does not impose data caps on its users.

    Wired vermutet hinter dem Verbot, eigene Server oder Dienste zu betreiben, rein wirtschaftliche GrĂŒnde. Wired geht davon aus, dass Google in naher Zukunft nicht nur Privatkunden- sondern auch GeschĂ€ftskundenvertrĂ€ge anbieten möchte, mit denen dann das Betreiben von eigenen Servern gestattet wird – selbstverstĂ€ndlich gegen einen Aufpreis. Rein technische GrĂŒnde scheinen auch nicht plausibel, bietet Google mit Fiber seinen Kunden doch Übertragungsraten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde (1 GBit/s) an. Bei diesen Bandbreiten stellt das Betreiben von kleinen Servern zum Heimgebrauch keine EinschrĂ€nkung dar.

    Gleichzeitig geben Mitarbeiter von Google Fiber aber in den eigenen Foren an, niemanden wegen dem Betreiben eines Minecraft-Servers den Vertrag zu kĂŒndigen:

    But in the Google Fiber forums, employees assure subscribers the rules aren’t meant to apply to Minecraft servers. And, in reality, Google Fiber probably won’t notice, let alone kick you off, for using a Slingbox or peer-to-peer software.

    Call it net neutrality by the grace of cool Google employees.

    Google ist in den USA auch nicht der einzige Anbieter der die Regeln zur NetzneutralitĂ€t verletzt. Auch der Internetprovider Comcast gibt in seinen Nutzungsbestimmungen an bestimmte Server nicht zu erlauben, darunter „e‑mail, Web hosting, file sharing, and proxy services and servers.“

    31. Juli 2013 11
  • : Leistungsschutzrecht: Springer-Verlag macht keinen Gebrauch vom neuen Gesetz
    Leistungsschutzrecht: Springer-Verlag macht keinen Gebrauch vom neuen Gesetz

    Nachdem das Leistungsschutzrecht im MĂ€rz ohne große Gegenwehr vom Bundestag und Bundesrat verabschiedet wurde, soll das Gesetz pĂŒnktlich zum 01.08. in Kraft treten. Ausgerechnet der grĂ¶ĂŸte BefĂŒrworter des Leistungsschutzrechts, der Axel-Springer-Verlag, möchte von dem neuen Gesetz aber erst einmal keinen Gebrauch machen. Das bestĂ€tigte ein Konzernsprecher des Verlags gegenĂŒber der taz.

    Demnach hat sich der Axel-Springer-Verlag (Welt, Bild) mit einem „Opt-In“ dafĂŒr entschieden, dass seine Inhalte auch weiterhin bei Google News aufgefĂŒhrt werden sollen. GegenĂŒber der taz sagte der Konzernsprecher, dass der es Verlag jedoch weiterhin anstrebe Gebrauch vom Leistungsschutzrecht zu machen, zur Zeit aber noch Vorbereitungen getroffen werden mĂŒssten und sich so „aus juristischen und technischen GrĂŒnden zwangslĂ€ufig ein Intermezzo“ ergebe.

    Dass es ĂŒberhaupt zu dieser Übergangsphase kommen kann, liegt an Googles Vorgehen, die Verlage anzufragen, ob ihre Veröffentlichungen weiterhin auf Google News kostenfrei veröffentlicht werden dĂŒrfen. Das Leistungsschutzrecht erlaubt es nĂ€mlich Verlagen, Lizenzen fĂŒr ihre Texte im Internet zu verlangen, was bedeuten wĂŒrde, dass Google Geld an die Verlagen zahlen mĂŒsste, um die Texte in ihre Übersicht aufnehmen zu dĂŒrfen. Durch die konkrete Nachfrage bei Verlagen schafft man bei Google aber einerseits Klarheit darĂŒber, welche Verlage auch weiterhin die kostenfreie Nutzung ihrer Inhalte erlauben und andererseits bietet man den Verlagen so auch aktiv die Möglichkeit, die Nutzung des Leistungsschutzrechts nicht wahrzunehmen. Und genau das hat nun der Axel-Springer-Verlag, einstieger Vorreiter des Leistungsschutzrechts, getan. Der Konzernsprecher sagte:

    Allerdings unter der Maßgabe und mit ausdrĂŒcklichem Hinweis, dass dies nur vorlĂ€ufig bis zur geregelten Rechteverwertung und ohne Anerkennung der einseitig von Google gesetzten Konditionen geschieht.

    30. Juli 2013 13
  • : FSF: Spendenkampagne fĂŒr freies Android Replicant gestartet
    FSF: Spendenkampagne fĂŒr freies Android Replicant gestartet

    replicant_bannerDas Mobilfunkbetriebssystem Android, das von Google entwickelt wird, gilt allgemein als freies Betriebssystem. Auch wenn das Betriebssystem Open Source ist, ist es aber nicht frei von proprietÀrer, also unfreier, Software. Aus diesem Grund versucht das Projekt Replicant seit Mitte 2010 Android von seinen proprietÀren Teilen zu befreien und eine komplett freie Version von Android bereit zu stellen. Um die Arbeit an Replicant voranzutreiben hat die Free Software Foundation (FSF) nun eine Spendenkampagne gestartet.

    Der derzeit aktuelle Version 4 des freien Betriebssystems Replicant unterstĂŒtzt nach eigenen Angaben 10 GerĂ€te, grĂ¶ĂŸtenteils GerĂ€te des Herstellers Samsung. Um Replicant auf weitere GerĂ€te portieren zu können und somit die Verbreitung des freien Android Systems verbessern zu können, wurde nun die Spendenkampagne der FSF ins Leben gerufen. Mit dem in der Spendenaktion gesammelten Geld sollen in erster Linie weitere Smartphones und Tablets fĂŒr die Entwickler beschafft werden.

    Wondering how much to donate? Any amount will help with Replicant’s infrastructure and promotion. $400–600 will allow the Replicant team to buy one new device and make the OS compatible with it.

    Die Nutzung von Replicant anstelle von Android ermöglicht es dem Nutzer nicht nur, vollstÀndig auf propritÀre Software zu verzichten. Die Entwickler von Replicant betonen, dass ihr Betriebssystem frei von Googles sonst vorinstallierten Systemen zum Benutzertracking sei und so im, Gegensatz zu Android, den bestmöglichen Schutz der PrivatsphÀre biete.

    26. Juli 2013 13
  • : NSA und Co. fordern anscheinend auch die Herausgabe von Passwörtern von Unternehmen
    NSA und Co. fordern anscheinend auch die Herausgabe von Passwörtern von Unternehmen

    Nachdem wir vorgestern berichtet haben, dass amerikanische Polizei- und Verfassungsschutzbehörden die Herausgabe von SSL-Master-Keys von Unternehmen verlangen, kann die neuste Nachricht kaum mehr ĂŒberraschen. Die amerikanischen Behörden verlangen nĂ€mlich scheinbar auch Nutzerpasswörter, teilweise sogar samt VerschlĂŒsselungsalgorithmus und Salt. Das berichtet CNET mit Bezug auf zwei anonyme Quellen aus der Industrie.

    „I’ve certainly seen them ask for passwords,“ said one Internet industry source who spoke on condition of anonymity. „We push back.“ A second person who has worked at a large Silicon Valley company confirmed that it received legal requests from the federal government for stored passwords. Companies „really heavily scrutinize“ these requests, the person said. „There’s a lot of ‚over my dead body.’ â€œ

    Microsoft, Google und Yahoo wollten sich nicht dazu Ă€ußern ob sie solche Anfragen von amerikanischen Behörden tatsĂ€chlich erhalten hĂ€tten, sagten aber entschieden, niemals die Passwörter seiner Nutzer preis zu geben. Yahoo:

    If we receive a request from law enforcement for a user’s password, we deny such requests on the grounds that they would allow overly broad access to our users’ private information. If we are required to provide information, we do so only in the strictest interpretation of what is required by law.

    26. Juli 2013 9
  • : Irland: Datenschutzbehörde sieht keine Probleme bei Datenweitergabe an die USA
    Quelle: http://www.europe-v-facebook.org/DE/de.html
    Irland: Datenschutzbehörde sieht keine Probleme bei Datenweitergabe an die USA

    Das Safe-Harbor-Abkommen sieht vor, dass amerikanische Unternehmen Daten von europĂ€ischen BĂŒrgern nur dann auf amerikanischen Server speichern dĂŒrfen, wenn dort „angemessene“ Datenschutzbestimmungen gelten. Unternehmen, fĂŒr die diese Regelung gelten, sind unter anderem Facebook, Apple und Google. Nach den EnthĂŒllungen um die Abhörpraktiken amerikanischer Geheimdienst sind nun aber leise Zweifel angebracht, ob diese Bedingung tatsĂ€chlich erfĂŒllt ist. Europe-v-facebook.org hat aus diesem Grund bereits vor einem Monat zwei Anzeigen gegen irische Tochterunternehmen von Facebook und Google bei der irischen Datenschutzbehörde eingebracht. Diese hat nun aber entschieden, dass die Datentransfers vollkommen legal seien und sieht von weiteren Ermittlungen ab.

    Die irischen Tochterunternehmen von Facebook und Google sind fĂŒr die Daten von europĂ€ischen BĂŒrgern verantwortlich und senden diese zur Weiterverarbeitung an die Server der Mutterkonzerne in die USA. Dort haben dann verschiedenste Geheimdienste, darunter die NSA, Zugriff auf diese Daten. Es kann also eigentlich nicht davon die Rege sein, dass ein „angemessenes“ Datenschutzniveau besteht, wie es Artikel 25 der Richtlinie 95/46/EG verlangt.

    Die irische Datenschutzbehörde hat europe-v-facebook.com nun aber in einem Schreiben mitgeteilt, dass sie PRISM im Einklang mit dem Safe-Harbor-Abkommen sehe. Die Behörde begrĂŒndet ihre Entscheidung damit, dass die EU-Kommission bei der Erstellung des Safe-Harbor-Abkommens, „vorausgesehen hat und auf die Frage eingegangen ist, dass personenbezogene Daten fĂŒr Zwecke der Strafverfolgung verwendet werden“, wie unwatched.org berichtet.

    25. Juli 2013 5
  • : US-Strafverfolgungsbehörden fordern Master-Keys fĂŒr SSL von Unternehmen
    US-Strafverfolgungsbehörden fordern Master-Keys fĂŒr SSL von Unternehmen

    SSL ist eine beliebte VerschlĂŒsselungstechnik im Internet, wenn es darum geht verschlĂŒsselte Verbindungen aufzubauen. Einsatz findet SSL deshalb zum Beispiel im Online-Banking aber auch beim Versand von E‑Mails. Bisher galt die VerschlĂŒsselung mittels SSL als sicher. Möglichweise ist damit ab sofort Schluss. Wie CNET berichtet, setzen amerikanische Strafverfolgungsbehörden wie die NSA, CIA oder das FBI Unternehmen unter Druck, ihnen die Master-Keys fĂŒr die SSL-VerschlĂŒsselungen ihrer Verbindungen auszuhĂ€ndigen. Mit diesem Master-Keys hĂ€tten die Behörden die Möglichkeit den kompletten Datenverkehr zu entsprechenden Diensten und Webseiten der Unternehmen zu entschlĂŒsseln.

    Solch ein Master-Key kann mit einem GeneralschlĂŒssel verglichen werden. Jeder Anbieter eines Dienstes im Internet besitzt solch einen SchlĂŒssel, mit dem jegliche Kommunikation zu seinen Diensten gesichert wird. GerĂ€t dieser SchlĂŒssel in falsche HĂ€nde, ist demnach die gesamte Kommunikation gefĂ€hrdet. Die großen Internetkonzerne hĂ€tten die Herausgabe ihrer SchlĂŒssel bisher mit der BegrĂŒndung fehlender rechtlicher Grundlagen verweigert, doch eine Person die angeblich von der Regierung nach einem SSL Master-Key gefragt wurde, sagt gegenĂŒber CNET, dass es die Regierung auf kleinere Unternehmen abgesehen hĂ€tte, die nicht die Kraft hĂ€tten sich zu wehren:

    „The government is definitely demanding SSL keys from providers“ [
]. The person said that large Internet companies have resisted the requests on the grounds that they go beyond what the law permits, but voiced concern that smaller companies without well-staffed legal departments might be less willing to put up a fight. „I believe the government is beating up on the little guys,“ the person said. „The government’s view is that anything we can think of, we can compel you to do.“

    24. Juli 2013 14
  • : DNA und Tagesdecken im Kampf gegen Kindesmissbrauchs-Dokumentation Online
    DNA und Tagesdecken im Kampf gegen Kindesmissbrauchs-Dokumentation Online

    Twitter ist nun also auch dabei. Wie das Unternehmen nun bekanntgegeben hat, wird es bald Microsofts PhotoDNA System benutzen, um Bilder in Tweets auf Kindermissbrauchs-Dokumentation zu untersuchen. Neben Twitter benutzen auch Facebook, die DĂ€nische und die NeuseelĂ€ndische Polizei und natĂŒrlich Microsofts Bing, Skydrive und Hotmail Dienste das System. Was wird da gemacht?

    Hany Farid, Professor am Dartmouth College und Entwickler von PhotoDNA, startete 2008 die Entwicklung mit der Idee, dass man sich darauf konzentrieren sollte, bereits bekannte Bilder von Kindermissbrauchs-Dokumentation wiederzuerkennen.

    “My idea was, don’t try to go after things you haven’t seen before — go after the things you have seen before,” Farid said. “Go after the images that you know are child porn, that you know are horrible, that you know who the victims are and that you know people keep trafficking.”

    23. Juli 2013 14
  • : Geschlossene Plattformen zerstören Verbraucherrechte
    Geschlossene Plattformen zerstören Verbraucherrechte

    Dieser Text von Michael McNeff (halfpricadigital.co.uk)erschien zu erst auf edri.org unter der Lizenz Creative Commons CC-BY. Übersetzt von Nicolas Fennen.

    Können sie ihre gebrauchten Apps fĂŒr iOS oder Android weiterverkaufen? Wie sieht es mit ihren Videospielen aus, die sie im Shop von Valves Spieleplattform Steam erworben haben?

    Die Antwort lautet ja und nein. Rechtlich ist es ihnen erlaubt ihr Apps und bei Steam gekauften Spiele weiter zu verkaufen, wenn sie in der EU vermarktet wurden. In der Praxis jedoch verbieten die Anbieter wie Apples App Store oder Valves Steam Shop, die Lizenzen ihrer zuvor gekauften Software an andere Nutzer weiter zu geben, was es fĂŒr Nutzer unmöglich macht ihre Apps und Spiele weiter zu verkaufen.

    Nach dem Urteil des EuropĂ€ischen Gerichtshofs im Fall UsedSoft gegen Oracle aus dem letzten Sommer, hat der Rechteinhaber die exklusiven Vermarktungsrechte abgegeben, wenn fĂŒr eine Software gezahlt wurde und dem Nutzer damit eine Lizenz zur Nutzung der Software ĂŒber unbegrenzte Zeit gewĂ€hrt wurde. Selbst wenn das Lizenzabkommen einen Weiterverkauf verbietet, darf der Rechteinhaber einen Weiterverkauf nicht bekĂ€mpfen. Das trifft gleichermaßen auf erworbene Software auf physischen Medien (CD oder DVD) sowie auf heruntergeladene Software zu. Folglich sind Verbraucher in der EU rechtlich dazu berechtigt einen Großteil ihrer Apps und Spiele weiter zu verkaufen.

    18. Juli 2013 8
  • : Die Online-Werbeindustrie will Filesharing-Webseiten den Geldhahn zudrehen
    Die Online-Werbeindustrie will Filesharing-Webseiten den Geldhahn zudrehen

    Wer im Internet eine Webseite betreiben möchte und damit vielleicht auch noch ein wenig Geld verdienen möchte, ohne von den Nutzern direkt Geld zu verlangen, kommt um die Schaltung von Werbung kaum herum. FĂŒr viele Webseiten ist Werbung die einzige Möglichkeit der Finanzierung, besonders wenn mit den Inhalten der Webseite kein Umsatz erwirtschaftet werden kann. Ein Beispiel hierfĂŒr sind Filesharing-Webseiten, welche ihre Dienste kostenfrei anbieten und daher auf die Schaltung von Werbung angewiesen sind. Das hat anscheinend auch die amerikanische Regierung erkannt. Denn sie hat sich mit den grĂ¶ĂŸten Vertretern der Werbewirtschaft im Internet verbĂŒndet, mit dem Ziel keine Werbung mehr auf „illegalen“ Webseiten zu schalten und diesen so den Geldhahn zu zudrehen.

    Wie die Variety berichtet sind unter anderem Google, Microsoft und Yahoo an den PlĂ€nen beteiligt. Der Vorschlag sieht vor, dass die Urheberrechtsinhaber Beschwerden ĂŒber VerstĂ¶ĂŸe am Urheberrecht direkt an die Werbeunternehmen melden und diese daraufhin von der Schaltung von Werbung auf diesen Seiten absehen. Dieses soll dazu fĂŒhren, den Webseiten ihre einzige Geldquelle abzuschneiden und sie damit zu zerschlagen. Victoria Espinel, die Beauftragte fĂŒr die Durchsetzung der Rechte an immateriellen GĂŒtern der amerikanischen Regierung, fand positive Worte fĂŒr das Engagement der Privatwirtschaft:

    The Administration strongly supports voluntary efforts by the private sector to reduce infringement and we welcome the initiative brought forward by the companies to establish industry-wide standards to combat online piracy and counterfeiting by reducing financial incentives associated with infringement, [
] We believe that this is a positive step and that such efforts can have a significant impact on reducing online piracy and counterfeiting.

    16. Juli 2013 2
  • : Netzpolitischer WochenrĂŒckblick: KW 25
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    Netzpolitischer WochenrĂŒckblick: KW 25

    Die wichtigsten netzpolitischen Themen der Woche im Überblick:

    • Geheimdienst-Experte: Kanzleramt und Innenminister waren ĂŒber NSA-Überwachung “sehr genau unterrichtet”

    Bundeskanzleramt und Bundesinnenminister mĂŒssen von der massiven Internet-Überwachung der NSA gewusst haben. [Zum Artikel]

    21. Juni 2013
  • : USA: Google, Microsoft und Facebook bezahlen Internetprovider fĂŒr schnelleren Internetzugang
    USA: Google, Microsoft und Facebook bezahlen Internetprovider fĂŒr schnelleren Internetzugang

    Das Thema NetzneutralitĂ€t ist keineswegs neu und doch ist es in Deutschland zur Zeit heiß diskutiert. Grund sind die AnkĂŒndigungen der Deutschen Telekom ab dem Jahr 2016 die Internetgeschwindigkeit ab einem gewissen Volumen, das vom Kunden verbraucht wurde, zu drosseln, bestimmte Dienste gegen Zahlung aber von dieser Drosselung auszunehmen. Dieses Vorgehen verstĂ¶ĂŸt gegen die NetzneutralitĂ€t, da es den Unternehmen die zu einer Zahlung bereit sind einen Wettbewerbsvorteil gegen andere Unternehmen verschafft, welche keine Zahlungen an die Deutsche Telekom leisten (ein aktuelles Video zu dem Thema findet hier). Solche Zahlungen von Unternehmen an die Internetprovider scheinen jedoch in den USA schon seit LĂ€ngerem bewĂ€hrte Praxis zu sein, wie das Wall Street Journal berichtet.

    Verschiedene große Internetunternehmen, darunter Google, Microsoft und Facebook, sollen demnach regelmĂ€ĂŸig Zahlungen an die amerikanischen Internetprovider ĂŒberweisen um einen schnellen Zugang zu ihren Internetdiensten zu gewĂ€hrleisten. Unternehmen die schnelle Verbindungen zu ihren Diensten haben wollen sind scheinbar auf diese Zahlungen angewiesen, wie auch das Beispiel Netflix zeigt:

    Netflix Inc.,though, has held out—so far. For a year it has been trying to directly connect specialized technology to the networks of broadband providers as a way to improve the quality of its video streaming, avoiding the stops and sputters common to Web video. But some of the biggest U.S. cable and phone companies have asked Netflix to pay for that access.

    20. Juni 2013 8
  • : „Russisches SOPA“ passiert erste Lesung im Parlament
    „Russisches SOPA“ passiert erste Lesung im Parlament

    Wie The Moscow Times berichtet, hat das „russische SOPA“ das russische Parlament in einer ersten Lesung passiert. Die Abgeordneten stimmten mit 257 zu 3 Stimmen fĂŒr den Gesetzesentwurf. Wie auch der amerikanische „Stop Online Piracy Act“ (SOPA) sieht auch die russische Variante harte Strafen gegen mögliche Urheberrechtsverletzungen im Internet vor. Große Internetunternehmen wie Google und sein russischen Pendant Yandex ĂŒben schwere Kritik an dem Gesetzesentwurf.

    Unter dem Gesetzesentwurf, welcher eigentlich „Amendments to the Russian Federation’s Laws Protecting Intellectual Property Rights on Information“ [eng. Übersetzung von GlobalVoices] heißt, hĂ€tten Urheberrechtsinhaber die Möglichkeit Behörden zu veranlassen bestimmte Webseiten sperren zu lassen ohne vorher AntrĂ€ge bei einem Gericht zu stellen. DarĂŒber hinaus werden Internetprovider stĂ€rker in die Pflicht genommen verdĂ€chtige Webseiten schon im Vorhinein zu sperren. Ebenso sind Internetsperren von 15 Tagen fĂŒr Nutzer vorgesehen, welche Urheberrechtsverletzungen begangen haben sollen.

    19. Juni 2013 1
  • : PRISM: Facebook, Microsoft und Apple geben Zahlen zu NSA-Anfragen bekannt
    PRISM: Facebook, Microsoft und Apple geben Zahlen zu NSA-Anfragen bekannt

    Die drei amerikanischen Unternehmen Facebook, Microsoft und Apple haben in den letzten Tagen erste Zahlen veröffentlicht, wie viele Anfragen sie von amerikanischen Behörden, darunter der NSA, erhalten haben, um Daten an diese zu liefern. Gemessen an den jeweiligen Nutzer- bzw. Kundenzahlen der Konzerne wirken die Anfragen dabei geradezu gering. So schreibt Facebook in seiner offiziellen Stellungnahme:

    For the six months ending December 31, 2012, the total number of user-data requests Facebook received from any and all government entities in the U.S. (including local, state, and federal, and including criminal and national security-related requests) – was between 9,000 and 10,000.[
] The total number of Facebook user accounts for which data was requested pursuant to the entirety of those 9–10 thousand requests was between 18,000 and 19,000 accounts.

    Gemessen an den 1,1 Milliarden Nutzern die Facebook weltweit hat, erscheint die Zahl verschwindend gering. Und auch Microsoft nennt Zahlen in einer Àhnlichen Region:

    17. Juni 2013 8
  • : PRISM: Google und Microsoft liefern deutschen Ministerien „mehr offene Fragen als Antworten“
    PRISM: Google und Microsoft liefern deutschen Ministerien „mehr offene Fragen als Antworten“

    Die Firmen, auf deren Rechner der amerikanische Geheimdienst PRISM „direkten Zugriff“ hatte, wussten davon nichts. Das gaben deutsche Vertreter von Google und Microsoft auf einem „KrisengespĂ€ch“ von Justiz- und Wirtschafts-Ministerien an. Auch das Innenministerium hat Fragen an die Firmen und schickt einen Brief.

    Die FDP-gefĂŒhrten Justiz- und Wirtschafts-Ministerien haben heute ein „KrisengespĂ€ch zur Sicherheit von Daten deutscher Nutzer in den USA“ veranstaltet. Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Wirtschaftsminister Philipp Rösler wollten von Google, Microsoft, eco und Bitkom wissen, was PRISM ist und wer davon betroffen ist. Das wenig ĂŒberraschende Ergebnis:

    „Es hat keine konkreten Antworten unserer jetzt hier anwesenden GesprĂ€chspartner ĂŒber das Programm PRISM gegeben, weil sie davon nicht Kenntnis hatten“, sagte Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger im Anschluss an das Treffen. Somit bleiben „mehr offene Fragen als Antworten“, stellte der Parlamentarische StaatssekretĂ€r Hans-Joachim Otto fest.

    Stefan Krempl berichtet auf heise online, dass die Firmen „total ĂŒberrascht“ waren.

    Das CSU-gefĂŒhrte Innenministerium hat am Dienstag zwei Briefe an die amerikanische Botschaft und die beteiligten Firmen geschickt, in denen sie mal offiziel anfragen, wie viele Deutsche von PRISM betroffen sind:

    14. Juni 2013 5
  • : Schweden: Öffentlicher Sektor darf Google Apps nicht mehr nutzen
    Schweden: Öffentlicher Sektor darf Google Apps nicht mehr nutzen

    Die schwedische Datenschutzbehörde Datainspektoren hat die Entscheidung bekannt gegeben, dass öffentliche Einrichtungen in Schweden, ab sofort keine Dienste mehr aus Googles Cloudservice Google Apps nutzen dĂŒrfen. Als Grund nennt die Behörde Googles VertrĂ€ge fĂŒr Google Apps, welche zu wenig Überblick darĂŒber gebe was mit den erhobenen Daten seitens Google konkret geschehe. Privacysurgeon.org dazu auf ihrer Webseite:

    A risk assessment by the Board determined that the contract gives Google too much covert discretion over how data can be used, and that public sector customers are unable to ensure that data protection rights are protected. The assessment gives several examples of this deficiency, including uncertainty over how data may be mined or processed by Google and lack of knowledge about which subcontractors may be involved in the processing. The assessment also concluded that there was no certainty about if or when data would be deleted after expiration of the contract.

    14. Juni 2013 7
  • : Google erklĂ€rt wie sie Daten an die NSA weitergeben
    Google erklÀrt wie sie Daten an die NSA weitergeben

    Die vom britischen Guardian veröffentlichten Folien zu PRISM legen nahe, dass die NSA direkten Zugriff auf die Server von verschiedenen großen amerikanischen Konzernen habe. So steht auf einer Folie wörtlich:

    Collection directly from the servers of these U.S. Service Provider: Microsoft, Yahoo, Google, Facebook, PalTalk, AOL, Skype, YouTube, Apple.

    Genau das wird jetzt aber von einigen der Konzernen abgestritten. Insbesondere Microsoft, Yahoo, Google und Facebook geben an, bis zu den Veröffentlichungen des Guardian noch nie von PRISM gehört zu haben und keiner amerikanischen Behörde Zugriff zu ihren Servern ermöglicht zu haben. Besonders Google wehrt sich gegen diese VorwĂŒrfe. Die Washington Post dazu:

    It says it does not allow the NSA to collect information through a secure portal nor does it put information into a “drop box” for government agents to access. It said it has a team of employees who review every FISA order. “The US government does not have the ability to pull that data directly from our servers or network,” the Google statement said.

    13. Juni 2013 12
  • : Iran: Phishing-Kampagne vor der morgigen PrĂ€sidentschaftswahl
    Phishing-Mail
    Iran: Phishing-Kampagne vor der morgigen PrÀsidentschaftswahl

    Morgen finden im Iran sowohl PrĂ€sidentschaft- als auch Kommunalwahlen statt. Google veröffentlichte heute auf seinem Security Blog einen Artikel ĂŒber mehrere Phishing-Kampagnen, die seit etwa drei Wochen laufen und die Daten zehntausender iranischer BĂŒrgerinnen und BĂŒrger abschnorcheln sollen. Laut Google weisen Zeitpunkt und Ziel der Kampagnen darauf hin, dass es sich um politisch motivierte Angriffe im Vorfeld der PrĂ€sidentschaftswahl handele. BĂŒrgerinnen und BĂŒrger erhalten Mails mit einem Link zur einer Seite mit gefĂ€lschtem Google-Login, sodass Nutzernamen und Passwörter gestohlen werden können.

    Phishing-Mail

    Laut Google wurde das aktuelle Phishing von derselben Gruppe initiiert, die 2011 fĂŒr einen Angriff auf die niederlĂ€ndische SSL-Zertifizierungsstelle DigiNotar verantwortlich war:

    Security researchers who analyzed the DigiNotar attack believe the company was compromised by Iran or hackers working on its behalf. By tying the latest Iranian phishing campaign to Iran, Google’s findings on Wednesday seemed to confirm that Iran was also behind the DigiNotar attack.

    13. Juni 2013
  • : Google will Zahlen zu Anfragen der NSA veröffentlichen dĂŒrfen
    Google will Zahlen zu Anfragen der NSA veröffentlichen dĂŒrfen

    Anfang Juni wurde eine Beschwerde von Google angelehnt, 19 sogenannte National Security Letter (NSL) nicht beantworten zu wollen bzw modifizieren zu können. Mithilfe der NSL kann das FBI ohne richterlichen Beschluss Zugriff auf Kundendaten fordern und die betroffenen Unternehmen dĂŒrfen nicht darĂŒber berichten. Gestern veröffentlichte Google einen offenen Brief an Justizminister Eric Holder sowie den Direktor des FBI, Robert Mueller. Darin fordert David Drummond, Leiter der Rechtsabteilung von Google, dass es dem Konzern erlaubt sein sollte in seinen Transparenzberichten aggregierte Zahlen ĂŒber NSL sowie Anfragen nach dem Foreign Intelligence Surveillance Act (FISA) veröffentlichen zu dĂŒrfen. Eine Veröffentlichung wĂŒrde zeigen, dass Google auf weitaus weniger Anfragen eingeht als gestellt werden: „Transparency here will likewise serve the public interest without harming national security.“

    Auch Facebook und Microsoft unterstĂŒtzen die Forderungen von Google, Facebook ruft alle Regierungen dazu auf, Programme zum Schutz der Gesellschaft transparenter zu machen.

    We would welcome the opportunity to provide a transparency report that allows us to share with those who use Facebook around the world a complete picture of the government requests we receive, and how we respond. We urge the United States government to help make that possible by allowing companies to include information about the size and scope of national security requests we receive, and look forward to publishing a report that includes that information.

    12. Juni 2013 1
  • : Netzpolitischer WochenrĂŒckblick: KW 23
    <a href="http://www.flickr.com/photos/bobjagendorf/2508848944/">Bob Jagendorf</a> via <a href="http://photopin.com">photopin</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/">cc</a>
    Netzpolitischer WochenrĂŒckblick: KW 23

    Die wichtigsten netzpolitischen Themen der Woche im Überblick! Der Podcast fĂ€llt diese Woche leider aus, da alle Redaktionsmitglieder nicht da, bei Kind oder zu beschĂ€ftigt sind.

    • PRISM: Amerikanischer Geheimdienst NSA hat direkten Zugriff auf alle Daten der großen Internet-Unternehmen

    Der amerikanische MilitĂ€rnachrichtendienst NSA hat direkten Zugriff auf alle Daten der großen amerikanischen Internet-Unternehmen. Das geht aus einer PrĂ€sentation ihrer eigenen Abteilung “Special Source Operations” hervor, die auszugsweise veröffentlicht wurde. Damit festigt die NSA einmal mehr ihren Ruf als grĂ¶ĂŸter Datenstaubsauger der Welt, der Daten in kaum vorstellbaren Ausmaß sammelt. [Zum Artikel]

    7. Juni 2013
  • : USA: Google muss Daten auch ohne richterlichen Beschluss an das FBI geben
    USA: Google muss Daten auch ohne richterlichen Beschluss an das FBI geben

    Google muss dem FBI Kundendaten aushĂ€ndigen, auch wenn kein richterlicher Beschluss vorliegt oder GrĂŒnde genannt werden – so urteilte eine Bundesbezirksrichterin in San Francisco nun. Bereits Anfang Mai wurden PlĂ€ne fĂŒr ein Gesetz bekannt, mithilfe dessen Unternehmen bestraft werden sollen, die auf Anfrage von Sicherheitsbehörden nicht kooperieren und Daten liefern. Die Richterin lehnte nun die Beschwerde von Google ab, 19 sogenannte National Security Letters (NSL) nicht beantworten zu wollen bzw modifizieren zu können. Mithilfe der NSL kann das FBI ohne richterlichen Beschluss Zugriff auf Kundendaten fordern und die betroffenen Unternehmen dĂŒrfen nicht darĂŒber berichten. Laut Richterin Susan Illston habe sich Googles Einspruch zu sehr gegen NSL im Allgemeinen gewandt und nicht gegen die 19 konkreten FĂ€lle. Dies könnte also eine HintertĂŒr fĂŒr einen weiteren Einspruch sein. Illston hatte im MĂ€rz in einem anderen Verfahren entschieden, dass die Geheimhaltungsvorschriften rund um die NSL nicht mit der Verfassung vereinbar sind.

    2. Juni 2013