Google

  • : Lobbyismus in Großbritannien
    Lobbyismus in Großbritannien

    In der britischen Presse wird zur Zeit erörtert, was man von einem im Independent erschienenen Bericht zu halten hat. Diesem zufolge ist der Einfluss der Lobbyisten von Bell Pottinger groß genug, um die Handlungen von u.a. Premierminister Cameron zu lenken.

    Cameron soll auf Betreiben der Lobbyisten hin mit Chinas Premierminister telefoniert haben, um die Fälschung von Produkten eines Bell-Pottinger-Kunden zu unterbinden. Investigativen Journalisten, die sich als Vertreter Usbekistans ausgaben, soll angeboten worden sein, Google so zu manipulieren, dass unliebsame Berichte über Menschenrechtsverletzungen aus den Trefferlisten verschwänden. Und sogar die Manipulation von Wikipedia-Inhalten soll für Bell Pottinger kein Ding der Unmöglichkeit sein.

    Ein Regierungssprecher reagierte mit diesem Dementi:

    It simply isn’t true to say that Bell Pottinger or any other lobbying company has influenced Government policy

    Die Google-Optimierung scheint ein recht zeitaufwändiges Unterfangen zu sein. Das Beispiel, mit dem man sich brüstete, war die Verbannung eines Artikels aus den ersten 10 Trefferseiten von Google innerhalb von drei Monaten. Dieser Geschäftszweig ist übrigens schon seit 2007 kein Geheimnis.

    6. Dezember 2011 1
  • : Wie Google in Deutschland Lobbying macht
    Wie Google in Deutschland Lobbying macht

    Astrid Herbold beschreibt bei Zeit.de mal einen Teil der Google-Lobbying-Strategien in Deutschland: Google umgarnt die Netz-Prominenz. Einen Hauptteil des Artikels macht das von Google initiierte Co:llaboratory aus.

    Man muss hinter dem Co:llaboratory, dessen Ergebnisse hauptsächlich in Broschüren, Tagungen und Pressekonferenzen münden, trotzdem keine große Verschwörung vermuten. Die Mitarbeit ist ehrenamtlich, inhaltliche Vorgaben von Google gibt es keine. Nicht mal das Catering bei den langen Sitzungen sei besonders aufregend, berichten die Beteiligten übereinstimmend. „Gepampert wird man nicht“, sagt Jan Engelmann von Wikimedia. „Trotzdem ist das natürlich eine sehr smarte Form der Einbindung zivilgesellschaftlicher Gruppen, das ist uns absolut bewusst.“ Felix Kamella von LobbyControl wird deutlicher: „Solche strategischen Vernetzungsbemühungen fallen eindeutig unter Lobbyismus.“

    Beim Co:llaboratory ist es wie beim Alexander von Humboldt-Institut: Die Notwendigkeit, sowas zu machen, ist da. Schade ist, dass beides von Google initiert wurde und dabei Fragen zur Unabhängigkeit nicht mehr los wird. Und traurig ist, dass sonst niemand in der Lage war und ist, z.B. einen richtigen Multi-Stakeholder-Dialog zum Thema Netzpolitik auf die Reihe zu bekommen. Die Bundesregierung interessiert sowas nicht wirklich, die Enquete-Kommission versagt darin seit Beginn wegen zuviel Parteipolitik und das jährliche deutsche Internet Governance Forum ist nicht mehr geworden als eine eintägige Laberrunde.

    3. Dezember 2011 3
  • : Wie das US-Justizministerium legal meinen Twitter-Account hackte
    Wie das US-Justizministerium legal meinen Twitter-Account hackte

    Birgitta Jónsdóttir kommentiert im Guardian, wie es ist, wenn die US-Regierung den eigenen Twitter-Account hackt.

    Profiling has become a default with companies such as Google and Facebook. These companies have huge databases recording our every move within their environment, in order to groom advertising to our interests. For them, we are only consumers to push goods at, in order to sell ads through an increasingly sophisticated business model. For them, we are not regarded as citizens with civic rights. […] What I have learned about my lack of rights in the last few months is of concern for everyone who uses the internet and calls for actions to raise people’s awareness about their legal rights and ways to improve legal guidelines about digital media, be it locally or globally. The problem – and the dilemma we are facing – is that there are no proper standards, no basic laws in place that deal with the fundamental question: are we to be treated as consumers or citizens online? There is no international charter that says we should have the same civic rights as we have in the offline world.

    12. November 2011 3
  • : Lobbykratie und Urheberrecht, 2. Runde [Update]
    Lobbykratie und Urheberrecht, 2. Runde [Update]

    Anlässlich der Vergabe des Negativpreises „Lobbykratie-Medaille“ durch LobbyControl hat sich herausgestellt, dass eines der nominierten Unternehmen, die Deutsche Vermögensberatung AG, auf YouTube die Sperrung einer 3sat-Dokumentation mit dem Titel „Lobbykratie – die inoffizielle Macht“ veranlasst hatte (vgl. Abstimmung über Lobbykratie-Medaille und das Urheberrecht). Diesen Umstand haben wir mit folgendem Screenshot dokumentiert:

    Dieser Blogeintrag dürfte nun die Deutsche Vermögensberatung AG dazu gebracht haben, noch einmal bei YouTube nachzuhaken und nicht nur die Löschung des Videos, sondern auch den Verweis auf den Beschwerdeführer tilgen zu lassen. Mittlerweile präsentiert sich nämlich die Sperrmeldung nur noch in gekürzter Fassung:

    9. November 2011 30
  • : UANM: Expertengespräch Datenschutz im Internet
    UANM: Expertengespräch Datenschutz im Internet

    Im Unterausschuss Neue Medien wurde gestern im Bundestag im Rahmen eines Expertengesprächs über „Datensicherheit bei Facebook und anderen sozialen Netzwerken in Anbetracht einer Entschließung der Datenschutzbeauftragten der Länder und des Bundes“, kurz Datenschutz bei Facebook und Google diskutiert. Wie zu erwarten, kam dabei nichts Neues heraus. Dafür gibt es davon eine Videoaufzeichnung:

    Hier klicken, um den Inhalt von webtv.bundestag.de anzuzeigen.

    Kann man hier auch als MP4 herunterladen.

    25. Oktober 2011 6
  • : Der privatisierte öffentliche Raum
    Der privatisierte öffentliche Raum

    Planet-Interview hat mich mal vor einiger Zeit ausführlich über die Kommerzialität sozialer Netzwerke, Datenansammlungen und Pseudonyme interviewt. Das ist jetzt online: Der privatisierte öffentliche Raum.

    20. Oktober 2011
  • : Google Analytics erhält Caspars Segen
    Google Analytics erhält Caspars Segen

    Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Johannes Caspar, teilt heute mit, dass es möglich ist, den Dienst Google Analytics in eine Website zu integrieren, ohne gegen deutsches Datenschutzrecht zu verstoßen.

    Wie die dazugehörige Anleitung zeigt, ist das kinderleicht und ohne viel Aufwand erledigt. Man muss einfach nur…

    1. mit Google schriftlich einen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung abschließen
    2. in einer Datenschutzerklärung über die Verarbeitung personenbezogener Daten im Rahmen von Google Analytics aufklären und eine Widerspruchsmöglichkeit bieten, vorzugsweise, indem man auf ein Browserplugin verlinkt, das Google Analytics blockiert.
    3. Google Analytics so umstellen, dass es IP-Adressen nur gekürzt speichert. Das geht auch sehr einfach: Man muss nur kurz von Hand den Tracking-Code um die Funktion „_anonymizeIp()“ ergänzen.
    4. seine davor evtl. erhobenen Altdaten löschen, indem man seinen Account kündigt, und dann einen neuen eröffnet.

    Schon fertig!

    Money Quote: „Insbesondere ist zu berücksichtigen, dass nicht Google, sondern die Websitebetreiber, die das Produkt einsetzen, für den datenschutzgerechten Einsatz verantwortlich sind.“

    Man fragt sich wirklich, wie Caspar ein solches Ergebnis seiner 2‑jährigen Verhandlungen mit Google als Erfolg verkaufen möchte. Google ist ihm offensichtlich kein Fußbreit entgegengekommen und folgt der Facebook-Taktik, Datenschutz-Einstellungen möglichst so umständlich und unübersichtlich zu gestalten, dass sie niemand nutzt, dabei wäre es problemlos möglich, zumindest den technischen Teil automatisch für deutsche Nutzer umzusetzen.

    Aber dann würde die Lösung ja auch tatsächlich von jemandem genutzt werden.

    Update: Thomas Stadler hält die Anweisungen der Hamburger Datenschützer obendrein für rechtlich widersprüchlich.

    15. September 2011 23
  • : Pseudonymitätsdebatte: Offener Brief an Google
    Pseudonymitätsdebatte: Offener Brief an Google

    Im Rahmen der Pseudonymitätsdebatte hat Christoph Kappes das gemeinsame Schreiben eines offenes Briefes an Google organisiert, den ich mitgezeichnet habe. Dieser ging heute an Google und die Öffentlichkeit.

    Google UK Ltd.
    Vice President, Northern and Central Europe
    Philip Schindler
    SW1W 9TQ London

    Deutschland, den 5. September 2011

    Sehr geehrter Herr Schindler,

    wir, die Unterzeichner, wenden uns heute an Sie wegen der Unternehmenspolitik Ihrer Muttergesellschaft Google Inc.

    Die Nutzungsbestimmungen Ihres neuen sozialen Netzwerkes “Google +”, das wir für einen gelungenen Wurf halten und gerne nutzen, sehen in Ziffer 13 vor, dass Nutzern den “volle(n) Name(n), mit dem Sie normalerweise von Freunden, Familie und Kollegen angesprochen werden“ verwenden müssen. Nach dieser sog. Common Name Policy ist also jeder Name erlaubt, unter dem man allgemein bekannt ist. Nicht erlaubt ist ein kaum bekannter Künstlername, ein Allerweltsname “Peter Meier23” oder ein Pseudonym, so dass Ihr Dienst in diesen Fällen nicht genutzt werden darf, wenn die Identität des Nutzers unter diesem Namen nicht allgemein bekannt ist.
    Wir unterstützen die Argumentation Ihrer Muttergesellschaft, dass diese Regelung das Kommunikationsniveau heben soll. In der Tat gehört es auch für uns zum guten Ton, dass man sich einander vorstellt und namentlich miteinander kommuniziert. Dieses Ziel wird jedoch durch Ihre Maßnahme kaum erreicht, da jedermann versuchen kann, unter einer Anscheins-Identität aufzutreten, deren Echtheit Sie mit gängigen Online-Verfahren schwer überprüfen können. Auch die Verhinderung von Spam erscheint uns als sehr schwaches Argument, da jeder Spammer versuchen wird, sich einen glaubwürdigen Echtnamen zu geben.

    5. September 2011 61
  • : On Pseudonymity, Privacy and Responsibility
    On Pseudonymity, Privacy and Responsibility

    In einem langen Essay fasst Kee Hinckley auf TechnoSocial nochmal die Pseudonymitätsdebatte auf Google+ zusammen: On Pseudonymity, Privacy and Responsibility on Google+.

    I leave you with this question. What if I had posted this under my pseudonym? Why should that have made a difference? I would have written the same words, but ironically, I could have added some more personal and perhaps persuasive arguments which I dare not make under this account. Because I was forced to post this under my real name, I had to weaken my arguments; I had to share less of myself. Have you ever met „Kee Hinckley“? Have you met me under my other name? Does it matter? There is nothing real on the Internet; all you know about me is my words. You can look me up on Google, and still all you will know is my words. One real person wrote this post. It could have been submitted under either name. But one of them is not allowed to. Does that really make sense?

    Behind every pseudonym is a real person. Deny the pseudonym and you deny the person.

    22. August 2011 9
  • : Anti-Google-PR in der Frankfurter Rundschau
    Anti-Google-PR in der Frankfurter Rundschau

    Das Blog „Digitale Linke“ verweist auf einen Google-kritischen Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau, der von Christoph Waitz geschrieben wurde. Waitz ist Sprecher von ICOMP, einer von Microsoft mitfinanzierten Astroturf-Initiative, die von der PR-Agentur Burson-Marsteller gelenkt wird. Das steht aber nicht in dem FR-Text.

    2. August 2011 14
  • : 5 vor 7: GooglePlus, Facebook und der Datenschutz
    5 vor 7: GooglePlus, Facebook und der Datenschutz

    Kai Biermann hat Google+ und Facebook verglichen. Beim Test der beiden Netzwerke kommt er zu einem eindeutigen Ergebnis:

    „Geht es um Transparenz, Kontrolle und Bedienbarkeit der Privatsphäre, ist Google+ daher der klare Sieger.“

    # Privatsphäre: Google+ vs. Facebook (Zeit Online)

    Angelika Slavik dürfte das anders sehen. In der Süddeutschen beschäftigt sie sich mit einer „Super-Datenbank“ für Werbekunden, in der Google Nutzerdaten sammelt. In einer früheren Version des Artikels war wohl auch vom Verkauf von Nutzerdaten zu lesen.

    Tatsächlich scheint es bei dem intern „DDP“ genannten Projekt aber wohl „nur“ um behavorial targeting zu gehen. Also um gezielte Werbeeinblendungen nach Interessensgebieten. Anja Janotta schreibt bei WuV:

    Unter dem Namen „DDP“ (Dynamic Document Packages) plant er eine Plattform zum Kauf und Verkauf von Daten. Ziel sei es, schreibt AdAge damit Online-Werbung zielgruppengenau schalten zu können.

    15. Juli 2011 45
  • : Institut für Internet und Gesellschaft
    Institut für Internet und Gesellschaft

    In Berlin wurde heute das mit 4,5 Millionen Euro Startkapital von Google finanzierte „Institut für Internet und Gesellschaft” vorgestellt. Das Forschungsinstitut will sich „der transdisziplinären Forschung zu Fragen des Internets und der Informationsgesellschaft widmen“.

    Aus der Selbstbeschreibung:

    Getragen von der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität der Künste in Berlin sowie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung und in Zusammenarbeit mit dem Hans-Bredow-Institut in Hamburg will das sich in Gründung befindende Forschungsinstitut führende Wissenschaftler sowie Akteure aus allen Sparten der Gesellschaft zusammenbringen, um Fragen in den Bereichen Internet Innovation, Internet Regulierung, Informations- und Medienrecht sowie Fragen des Verfassungsrechts im Internet zu erörtern und zu erforschen.

    Vier Gründungsdirektoren hat das Institut:

    11. Juli 2011 8
  • : Neue Qualität: Politische Zensur bei Youtube?
    Not available due a government request?
    Not available due a government request?
    Neue Qualität: Politische Zensur bei Youtube?

    Mal schauen, ob ich die Geschichte halbwegs verständlich zusammenbekomme: In England gibt es mit der „council tax“ eine Gemeindesteuer, die für Immobilien erhoben wird. Und natürlich gibt es in England auch Menschen, die diese Steuer ungerecht finden. Die haben sich unter anderen in der „The British Constitution Group“ zusammengefunden, einer Organisation, für die „Bürger(rechts)initiative“ ein wohl nur teilweise passender Begriff ist.

    Ziel der „BCG“ ist nicht weniger als eine „rechtmäßige Rebellion“ und ein weitgehend selbstverwaltetes britisches Königreich (man beruft sich auf die Magna Carta von 1215. Nun, warum auch nicht.). Überhaupt scheint die „BCG“ ein eher zweifelhafter Verein mit einem suspekten Netzwerk zu sein:

    But it’s use of terms such as “the shadowy elite of the supranational and criminal banking cartel” play to the conspiracists in much the same way. It thus comes across as a bizarre cross between the Tea Party and the 9/11 Truth Movement.

    24. Mai 2011 25
  • : Heute: Diskussionveranstaltung “Verbrauchermacht im Netz”
    Heute: Diskussionveranstaltung “Verbrauchermacht im Netz”

    Falls jemand nachher noch nichts vor hat: Die Grünen veranstalten ab 19:00 Uhr einen Diskussionabend zum Thema Verbraucherschutz und Internetmobilisierung.

    Und zwar im „Grünen Salon in der Volksbühne“. Dit is in Berlin. Falls euch Berlin zu weit ist, oder ihr lieber vom heimischen Sofa mittwittern wollt (Hastag #vn11), soll es auch einen Livestream geben. Brezel und Getränke müsstest ihr dann aber selber besorgen.

    Das Programm, fix zusammengefasst:

    23. Mai 2011 2
  • : Burson-Marsteller im bezahlten Anti-Google-Feldzug
    Burson-Marsteller im bezahlten Anti-Google-Feldzug

    In der USA ist gerade Facebook aufgefallen, die die intenational agierende Lobbyagentur Burson-Marsteller damit beauftragt haben, eine Schmutzkampagne gegen Google durchzuführen. Dumm für beide Beteiligte ist, dass dies aufgefallen ist. Spiegel-Online hat in zwei Artikeln die Zusammenfassung: Facebook lässt Google anschwärzen / Facebook schlittert ins PR-Desaster. Lustigerweise beschreibt Wikipedia Burson-Marsteller als Experten für Krisenkommunikation.

    Originalquellen gibt es in englisch bei DailyBeast („Facebook Busted in Clumsy Smear on Google“) und USAToday („Google deflects PR firm’s attack of Gmail privacy“).

    In Deutschland agiert Burson-Marsteller seit einiger Zeit mehr oder weniger verdeckt im Auftrag von Microsoft gegen Google und hat sich mit der Initiative ICOMP ein kleines Grassroots-Astroturfing-Netzwerk aufgebaut. Spreeblick hat sich die Mühe gemacht und nochmal einige Fakten zu Icomp zusammengestellt: Auch Microsoft bezahlt Burson-Marsteller für Anti-Google-PR.

    Mehr Hintergrund zur Arbeit von Burson-Marsteller und vergleichbaren Agenturen liefert das sehr empfehlenswerte Buch Giftmüll macht schlank: Spin Doctors, PR Wizards, Medienprofis. Die Wahrheit über die Public-Relations-Industrie. (Amazon-Partnerlink) Kostet 20 Euro und beschreibt sehr detailliert, wie in den USA Lobby- und PR-Agenturen die Öffentlichkeit manipulieren und mit welchen Methoden sie gegen Aktivisten vorgehen.

    13. Mai 2011 12
  • : The Future of Security and Open Standards on the Internet
    The Future of Security and Open Standards on the Internet

    Am 26. Mai redet Vint Cerf, „Chief Internet Evangelist“ von Google in Berlin bei der der Konrad-Adenauer-Stiftung bei einer Veranstaltung über „The Future of Security and Open Standards on the Internet“, die zusammen mit Google Deutschland und der Heinrich-Böll-Stiftung organisiert wird.

    Bei der globalen Organisation des Internets bedingen und unterstützen sich Offenheit und Sicherheit wechselseitig. Seit seiner Entstehung basiert der Erfolg des Internets auf der Offenheit der Daten-Kommunikations-Standards, die von den Pionieren des Internets gewählt wurden. Dr. Vint Cerf wird über eine zeitgemäße Weiterentwicklung der globalen Netzinfrastruktur und drohende Gefahren für Offenheit und Sicherheit sprechen und mit Ihnen diskutieren.

    Beginn ist 18:15 Uhr und man soll sich vorher anmelden.

    13. Mai 2011
  • : Tag der Arbeit: Googles Vier-Klassen-Gesellschaft
    Tag der Arbeit: Googles Vier-Klassen-Gesellschaft

    Ein nach eigenen Angaben ehemaliger Mitarbeiter von GoogleVertragsnehmer für Google hat sich über die Arbeitsverhältnisse seiner „Kollegen“ durch Gespräche mit ihnen informieren wollen und hat darauf hin seinen Job verloren.

    Doch der Reihe nach … Andrew Norman Wilson arbeitete zuerst für das Unternehmen Transvideo, welches alle Google-eigenen Videoproduktionen abwickelt. Im Zuge der Zusammenarbeit wurde sein Arbeitsplatz direkt bei Google untergebracht – in einem Gebäude ganz am Rande des „Googleplex“. Dort konnte er nebst den üblichen Schildchen-Klassen Rot (seine, erhält kostenloses Essen, kann sich Fahrräder leihen, erhält auch mal ein neues Telefon oder nen Rucksack), Weiß („Premium“; erhält auch Ski-Fahrten, Disneyland-Besuchen, Aktienanteile) und Grün (Praktikanten) die sogenanten „ScanOperator“ (Gelb) des Bücher-Scandiensten GoogleBooks zu Gesicht bekommen, die ebenfalls in einem Gebäude (3.14167~) ganz am Rande des Google Campus tätig sind.

    1. Mai 2011 32
  • : Hidden Feature in Android: Peilsender
    Hidden Feature in Android: Peilsender

    Tja, da baut Apple so ein schönes Feature ein, und was macht man als Besitzer eines Smartphones mit Googles Android-Betriebssystem? Man ärgert sich, dass das eigene Gerät nicht auch gleich ab Werk eine eingebaute Vorratsdatenspeicherung hat und Bewegungsprofile aufzeichnet!

    Dabei muss man das gar nicht! Google war nämlich so freundlich, und hat Android mit einer ganz ähnliche Funktion ausgestattet. Nur eine schöne Software zur Visualisierung mit Google Maps oder OpenStreetMap, die gibt es wohl (noch) nicht inzwischen auch (Siehe Nachtrag). Ein Python-Script zum Auslesen der beiden Dateien mit den gespeicherten Positionsdaten hingegen gibt es, und zwar bei github:

    Following the latest days internet outrage/overreaction to the revelation that iPhone has a cache for its location service, I decided to have look what my Android devices caches for the same function.

    This is a quick dumper I threw together to parse the files from the Android location provider.

    The files are named cache.cell & cache.wifi and is located in /data/data/com.google.android.location/files on the Android device.

    You will need root access to the device to read this directory. […]

    21. April 2011 99
  • : Google Street View: Deutschland droht kein Blackout!
    Google Street View: Deutschland droht kein Blackout!

    Ok, ich mache es kurz: Google hat uns weiterhin lieb. Also, vielleicht nicht gerade uns hier bei Netzpolitik.org (obwohl wir fraglos Deutschlands liebenswertestes Netzpolitik-Blog sind!), sondern mehr so im Allgemeinen. Allerdings gibt es ein paar Missverständnisse aufzuklären.

    Worum geht es überhaupt? Gestern machte ein Blogeintrag von „Search Engine Land“ die Runde, dass Google die Aufnahmen für Street View in Deutschland gestoppt habe:

    Google Has Stopped Street View Photography In Germany
    Apr 10, 2011 at 10:15am ET by Matt McGee

    In most locations, Google sends its Street View cars out on a repeated basis “to make sure the information is accurate and kept up to date,” as the Street View website explains.

    But that’s not happening in Germany.

    11. April 2011 17
  • : Google aus deutschen Straßen vertrieben? (UPDATE!)
    Google aus deutschen Straßen vertrieben? (UPDATE!)

    Nachdem Google sich gerade erst gerichtlich hat bestätigen lassen, dass Streetview ein legales Angebot ist, hat man sich dort nun entschieden, den Dienst in Deutschland aussterben zu lassen: Weder Aktualisierungen der bisher vorhandenen, noch die Aufnahme neuer Städte ist mehr vorgesehen.

    Es sind noch Streetview-Wagen unterwegs, aber deren Daten sollen laut Google nur zur Verbesserung von „Google Maps“ und Navigationsdiensten genutzt werden – man will wohl nur Straßennamen automatisiert auslesen lassen.

    Ohne Zweifel wären das hohe Kosten für nur geringfügige Verbesserungen. Die gesammelten Daten wären – ohne kostspielige Verpixelungen – wohl auch schnell für Streetview aufbereitet. In dieser Meldung wird Google mit der Andeutung zitiert, dass man sich zumindest nicht festlegen wolle, ob die Entscheidung endgültig sei. Es könnte sich also auch ’nur’ um ein Kräftemessen nach dem Verpixel-Eklat des letzten Jahres handeln.

    Ob Google sich nun bitten lassen möchte? Zumindest ist es unwahrscheinlich, dass 250.000 Streetview-Freunde demnächst mit der Vehemenz der Gegner ähnlichem Engagement für die Wiedereinführung kämpfen. Dafür müssten – wie so oft in Deutschland – wahrscheinlich erst noch ein paar Jahre ins Land ziehen.

    UPDATE: Google lässt via dpa dementieren:

    [Kay Oberbeck] dementierte einen Bericht des US-Portals Searchengineland.com vom Wochenende, wonach Google die Fotoaufnamen für Street View in Deutschland gestoppt habe. „Wir haben den Dienst doch erst vor einigen Monaten eingeführt. Daher gibt es keinen Grund, derzeit erneut Aufnahmen für Street View zu machen.

    In der Tat seien nun Fahrzeuge unterwegs, die Aufnahmen für Google Maps machen. Das ist seit einiger Zeit auch angekündigt. Und diese Bilder sollen auch nicht für Streetview genutzt werden, sondern für die Erkennung von Einbahnstraßen, Ladenschildern (für automatisierte Brancheneinträge) und 3D-Modellen.

    An den Fakten hat sich also nichts geändert – aber die Interpretation ändert sich gründlich: „Wir haben uns noch nicht festgelegt, wann wir wie weiter ausbauen.“ heißt doch einfach nur „Wir haben uns noch nicht festgelegt, wann wir wie weiter ausbauen.“

    11. April 2011 34