Anti-Google-PR in der Frankfurter Rundschau

Das Blog „Digitale Linke“ verweist auf einen Google-kritischen Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau, der von Christoph Waitz geschrieben wurde. Waitz ist Sprecher von ICOMP, einer von Microsoft mitfinanzierten Astroturf-Initiative, die von der PR-Agentur Burson-Marsteller gelenkt wird. Das steht aber nicht in dem FR-Text.


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14 Kommentare
  1. Also im Text bei Digitale Linke steht, dass es nicht im Text der Frankfurter Rundschau steht. Nur, um etwaigen Missverständnissen vorzubeugen.

  2. Ich verwende einige Google Dienste, bin also kein notorischer Anti-Google-Hetzer. Trotzdem hat der Schreiber mit seinen kritischen Anmerkungen Recht. Diese unter den Teppich zu kehren, weil er vielleicht Hintenrum von Microsoft bezahlt wird, halte ich für eine Ablenkung von dem brisanten Inhalt. Wir alle haben unserer Verbindungen. Müßen wir die jetzt immer vorher prüfen? Lobbyismus befürworte ich nicht. Wenn der Schreiberling nur Positives über Microsoft berichtet, kratzt das an seinem eigenen Leumund. Nicht Ernst genommen zu werden, würde aber das berufliche Aus bedeuten. Kann er sich, oder Irgendjemand, das erlauben, oder reicht der Blick nicht so weit?

    1. Viele der kritischen Anmerkungen sind nicht richtig sondern schlicht erfunden. Konkurrenzseiten sind über google sehr wohl zu finden, qype wird in den Places-Ergebnissen nach wie vor berücksichtigt.

      Was bleibt übrig? Gelogene Argumente, ein paar dünne Argumente und ganz viel Verlegergeheule. Und das ganze finanziert von Microsoft.

  3. Da steht doch drunter, dass der für ICOMP arbeitet. Die medienkompetente Leserschaft der FR ist sicherlich in der Lage, dem Verein hinterher zu googlen :)

  4. Wisst ihr noch wie Google rausgekommen ist! Alles schlicht und einfach, übersichtlich und gute Treffer! Ich war begeistert! Dann ein neues Gratisangebot bzw. Programm nach dem anderen usw.! Das Unternehmen verdient mit (benutzerdefinierter) Werbung die (mMn) sehr dezent gehalten ist und auch zumeist leicht unterbunden werden kann (Adblock+ als Beispiel)! Und ich meine, da wird keiner übers Kreuz gelegt! Google ist nicht umsonst so groß geworden!

    Das Schöne ist ja, man kann sich es ja immer noch selbst überlegen, ob man eines der vielen tollen Gratis-Angebote nutzt oder ob man eines der anderen Unternehmen verwendet, die nicht selten weniger bieten, dafür aber etwas kosten! Und ob die mit euren Daten besser umgehen bezweifle ich mal! Google ist ein so großes Unternehmen! Wieviel Daten wurden da schon entwendet/weitergegeben? (Keine retorische Frage, vl hab ich ja einiges übersehen)

    aus dem Gastbeitrag:

    „Auf einmal war wichtig, was die Nutzer interessierte.“
    Nur weil der Suchalgorithmus intransparent ist, heißt das nicht, dass die Nutzer unwichtig sind! Was für eine unqualifizierte Aussage!

    „Google und sein neues soziales Netzwerk stellen deshalb nicht nur eine Bedrohung für… freies Wissen dar, …“
    Google hat ws mehr als jedes andere Unternehmen zu freiem Wissen beigetragen!!

  5. Ja der Algorithmus ist intransparent, dass ist sehr bedauerlich. Aber auch Coca Cola würde niemals sein Rezept oder Microsoft seinen Quellcode freigeben.

    „Alternative Preisvergleichsseiten sind etwa ebenso aus den ersten Suchergebnissen verschwunden wie alternative Suchmaschinen“ http://www.google.de/search?q=suchmaschine Google ist da gerade an 6. Stelle, also wo ist das Problem? Oder sollen etwa Suchmaschinen bei anderen Treffern angezeigt werden? o.O Suchmaschinen haben in der Regel fast gar keinen eigenen Inhalt, also warum sollen sie gefunden werden, wenn man nicht nach Suchmaschinen generell oder nach dem Namen einer Suchmaschine im Speziellen sucht?

    Und „Google Products“ (ist anscheinend die gemeinte Preisvergleichsseite) ist nicht mal auf der ersten Seite http://www.google.de/search?q=preisvergleich . Auch höre ich davon gerade zum ersten mal, Google hat mich immer zu billiger.de o.ä. gelotst, wenn ich Preisvergleiche gesucht habe. (http://www.google.de/search?q=preisvergleich+notebook)

  6. Burson-Marsteller war auch die Firma die von Facebook beaufragt wurde um Blogger zur Verbreitung von Anti-Google FUD anzuheuern.

    http://www.thedailybeast.com/articles/2011/05/12/facebook-busted-in-clumsy-smear-attempt-on-google.html

    Ich hätte ja gedacht dass die jetzt vorsichtiger werden aber scheinbar doch nicht. So wie sich Apple, MS & Co bei der Nortel-Auktion heimlich gegen Google verbündet hatten verbünden sich also hier Facebook, MS (und sicher noch andere) auch wieder gegen Google.

    Bisher ist Google meines Wissens noch mit keinen derartigen Tiefschlägen aufgefallen wie sie die Patenttrolle und Astroturfer der Firmen aus den verschiedenen Konkurrenzsektoren nun immer häufiger einsetzen. Das verdient durchaus mal Anerkennung.

  7. Ich hatte neulich ein interessantes Gespräch mit einem Google-Fan aus Brüssel. Für ihn ist Microsoft das absolut böse und Google die Kraft des Guten. So einfach kann man es sich machen, wenn es um wirtschaftliche Interessenlagen geht!

    Ich würde eher die Frage stellen, was sich amerikanische Unternehmen in die inneren Angelegenheiten unseres Gemeinwesens einzumischen haben…

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