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Wie Google in Deutschland Lobbying macht

Astrid Herbold beschreibt bei Zeit.de mal einen Teil der Google-Lobbying-Strategien in Deutschland: Google umgarnt die Netz-Prominenz. Einen Hauptteil des Artikels macht das von Google initiierte Co:llaboratory aus. Man muss hinter dem Co:llaboratory, dessen Ergebnisse hauptsächlich in Broschüren, Tagungen und Pressekonferenzen münden, trotzdem keine große Verschwörung vermuten. Die Mitarbeit ist ehrenamtlich, inhaltliche Vorgaben von Google gibt…

  • Markus Beckedahl

Astrid Herbold beschreibt bei Zeit.de mal einen Teil der Google-Lobbying-Strategien in Deutschland: Google umgarnt die Netz-Prominenz. Einen Hauptteil des Artikels macht das von Google initiierte Co:llaboratory aus.

Man muss hinter dem Co:llaboratory, dessen Ergebnisse hauptsächlich in Broschüren, Tagungen und Pressekonferenzen münden, trotzdem keine große Verschwörung vermuten. Die Mitarbeit ist ehrenamtlich, inhaltliche Vorgaben von Google gibt es keine. Nicht mal das Catering bei den langen Sitzungen sei besonders aufregend, berichten die Beteiligten übereinstimmend. „Gepampert wird man nicht“, sagt Jan Engelmann von Wikimedia. „Trotzdem ist das natürlich eine sehr smarte Form der Einbindung zivilgesellschaftlicher Gruppen, das ist uns absolut bewusst.“ Felix Kamella von LobbyControl wird deutlicher: „Solche strategischen Vernetzungsbemühungen fallen eindeutig unter Lobbyismus.“

Beim Co:llaboratory ist es wie beim Alexander von Humboldt-Institut: Die Notwendigkeit, sowas zu machen, ist da. Schade ist, dass beides von Google initiert wurde und dabei Fragen zur Unabhängigkeit nicht mehr los wird. Und traurig ist, dass sonst niemand in der Lage war und ist, z.B. einen richtigen Multi-Stakeholder-Dialog zum Thema Netzpolitik auf die Reihe zu bekommen. Die Bundesregierung interessiert sowas nicht wirklich, die Enquete-Kommission versagt darin seit Beginn wegen zuviel Parteipolitik und das jährliche deutsche Internet Governance Forum ist nicht mehr geworden als eine eintägige Laberrunde.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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3 Kommentare zu „Wie Google in Deutschland Lobbying macht“


  1. Ihre Werbung für das Käseblatt „Zeit“ nebst „zeit.de“ und deren Supporter Ihrer Blogs ist mehr als peinlich. Labern? Sie sind sicherlich der übelste Laberkopf. Guttenberg läßt grüßen. Die „Zeit“ hat langsam das Bild-Niveau erreicht, kostet nur etwas mehr. Wird zeit <, daß man dieses Klopapier ebenfalls entsorgt, wie man es mit der Blöd schon lange macht. Doch Springer weiß jedenfalls, was deren Mist wert ist. Ein paar Cent.


  2. Danke für den Artikelhinweis. Ich hatte ihn schon gelesen, finde ihn aber durchaus verbreitenswert.
    Für mich ist Google immer noch der akzeptabelste Geldgeber von wirtschaftlicher Seite. Aber ja, es ist eine Schande, dass wir für so etwas erst Google brauchen.

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