Leonhard Dobusch
-
: Realsatire-Alarm: Die CopyPolice kommt!
: Realsatire-Alarm: Die CopyPolice kommt! Bislang unbemerkt von einer größeren Öffentlichkeit versteckt sich im Internet eine Perle der Urheberrechtsdebatte. Auf www.copypolice.de begrüßt die „CopyPolice®-Initiative zur Bekämpfung der Internet-Piraterie“ ihre Besucher. Und auf jeder der zahlreichen Unterseiten finden sich ebensoviele Brüller.
-
: iBookstore sperrt Czernin-Sammelband als ‚zu explizit’
: iBookstore sperrt Czernin-Sammelband als ‚zu explizit’ Der österreichische Qualitätsverlag Czernin hat heute via Facebook folgende Nachricht des deutschsprachigen iBookstore geteilt:
„Porno wird als zu explizit betrachtet und wurde daher nicht freigeschaltet. Wir bitten um Verständnis.
Herzliche Grüße,
iBookstore Germany, Austria, Switzerland“
Bei dem Buch „Porno“ handelt es sich um einen von Ela Angerer herausgegebenen Sammelband mit Beiträgen einer Reihe prominenter Schriftsteller (z. -
: DRadio Wissen zu ‚No Copyright’
: DRadio Wissen zu ‚No Copyright’ Am Samstag war mit Christoph Keese vom Springer Verlag, Blogger Michael Seemann (@mspro) und irights.info-Urheberrechtsexperte Till Kreutzer eine illustre und in ihren Positionen diverse Runde zu Gast bei DRadio Wissen zum Thema „No Copyright“:
Gema und Leistungsschutzrecht, CC-Lizenz und Kostenloskultur oder Abmahnwelle, Kulturflatrate und Contentkommunismus. -
: BrandEins ‚zum kollektiven Wahnsinn namens Urheberrechtsdebatte’
: BrandEins ‚zum kollektiven Wahnsinn namens Urheberrechtsdebatte’ Vor kurzem bekannte Markus an dieser Stelle, „BrandEins nicht mehr zu vertrauen“ anlässlich einer eher tendenziösen Einlassung zu ACTA. Die aktuelle Ausgabe von BrandEins widmet sich in einem Schwerpunkt zu „Digitale Wirtschaft“ ganz allgemein dem Thema „Geld verdienen im Netz.“ Das Urheberrecht spielt dabei natürlich auch eine Rolle und so finden sich „Sieben Anmerkungen zum kollektiven Wahnsinn namens Urheberrechtsdebatte“ von Peter Lau im Heft.
-
: Video-Wettbewerb ‚Why Open Education Matters’: Start des Publikumsvotings
: Video-Wettbewerb ‚Why Open Education Matters’: Start des Publikumsvotings Anfang März startete das US-Bildungsministerium gemeinsam mit Creative Commons und der Open Society Foundation einen Wettbewerb zur Gestaltung von Videos zum Thema „Why Open Education Matters“. Die Videos durften nicht länger als drei Minuten sein und mussten unter einer Creative Commons Attribution 3.
-
: Neuer Prototyp für visuellen Wikipedia-Editor
: Neuer Prototyp für visuellen Wikipedia-Editor Im Dezember 2011 hatte die Wikimedia Foundation einen ersten Prototypen für einen WYSIWYG-Editor veröffentlicht, um die Schwelle für Beiträge zur Wikipedia zu senken. Seit gestern steht ein neuer und stark überarbeiteter Prototyp auf Mediawiki in einer Testumgebung bereit. Wichtige Funktionen wie das Einfügen von Bildern sowie die Erstellung von Tabellen fehlen allerdings immer noch, weshalb es bis zu einer Implementation in Wikipedia selbst noch etwas dauern dürfte.
-
: Wikipedia Academy in Berlin: Finales Programm
: Wikipedia Academy in Berlin: Finales Programm Die als englischsprachige Forschungskonferenz neu konzeptionalisierte Wikipedia Academy findet von 29. Juni bis 1. Juli unter dem Motto „Research and Free Knowledge“ in Berlin statt und richtet sich an alle jene, die an Forschung um und mit Wikipedia und freiem Wissen interessiert sind. Im Programm finden sich neben Vorträgen aus laufenden Forschungsprojekten und Podiumsdiskussionen auch alternative Formate wie Speed Geeking, Lightning Talks und Workshops (u.
-
: Buch: „Kein Copyright“ von Joost Smiers und Marieke van Schijndel
: Buch: „Kein Copyright“ von Joost Smiers und Marieke van Schijndel In Auseinandersetzungen um bestehende gesellschaftliche Institutionen gibt es neben unterschiedlich gerichteten Reformbestrebungen häufig auch abolitionistische Positionen. Erfolgreich waren diese beispielsweise im Fall der Sklaverei, weniger erfolgreich im Bereich der globalisierungskritischen Bewegung hinsichtlich der Abschaffung von IWF und WTO.
-
: Niggemeier über das Leistungsschutzrecht
: Niggemeier über das Leistungsschutzrecht Im folgenden ein Hinweis auf einen sehr lesenswerten Blogeintrag zum Thema Leistungschutzrecht von Stefan Niggemeier, der die These aufstellt, dass dieses „selten so tot [war] wie heute“. Sein Fazit:
Wie die Verleger glauben können, dass es ihnen nützen wird und nicht schaden, Hinweise auf ihre Artikel zu erschweren, ist eines der zentralen Rätsel dieser ganzen Angelegenheit und Ausweis des Irrsinns, in den sich die Branche in ihrem Überlebenskampf geflüchtet hat. -
: Pirateriestudie des Medienboards Berlin-Brandenburg: suggestiv, verkürzt, oberflächlich
: Pirateriestudie des Medienboards Berlin-Brandenburg: suggestiv, verkürzt, oberflächlich Gemeinsame Argumentationsgrundlage sämtlicher Pro-Urheberrechtskampagnen der vergangenen Monate war und ist die Behauptung substantieller wirtschaftlicher Schäden auf Grund illegaler Downloads sowohl für die Verwertungsindustrie als auch für die Kunst- und Kulturschaffenden selbst. Dass diese Schäden allerdings empirisch alles andere als einfach nachzuweisen sind, lässt sich auch an der jüngst vom Medienboard Berlin-Brandenburg veröffentlichten „Metastudie zu Auswirkungen digitaler Piraterie auf die regionale Medienwirtschaft“ demonstrieren.
-
: EU-Kommission startet Konsultation zu Urheberrechtsdurchsetzung im Internet
: EU-Kommission startet Konsultation zu Urheberrechtsdurchsetzung im Internet Ab sofort bittet die Europäische Kommission um Bürgerbeteiligung zu Fragen rund um Urheberrechtsverletzungen auf Webseiten. Unter dem Titel „A clean and open Internet“ wird ein öffentlicher Konsultationsprozess über Verfahren zur Mitteilung und Verfolgung von illegalen Inhalten auf Seiten von Online-Intermediären durchgeführt.
-
: 10 Jahre Open Educational Resources: Kongress und Deklaration
: 10 Jahre Open Educational Resources: Kongress und Deklaration Vor zehn Jahren hat sich ein UNESCO-Forum quasi offiziell auf den Begriff „Open Educational Resources“ (OER) zur Bezeichnung offener – im Sinne von offen lizenzierter – Lehr- und Lernunterlagen geeinigt. Diesen Monat findet in Paris der „World Open Educational Resources Congress“ statt, in dessen Rahmen auch eine Deklaration („Paris Declaration“) verabschiedet werden soll, die Regierungen zur Entwicklung und Nutzung offener Lernunterlagen auffordert.
-
: WDR über Karl Valentin und den Fluch des Internets
: WDR über Karl Valentin und den Fluch des Internets Bereits vor zwei Jahren hat Thomas Stadler auf seinem Blog berichtet, dass die Erbin Karl Valentins Webseiten abmahnt, die Karl-Valentin-Sprüche wiedergeben. Anlässlich seines 130. Geburtstags hat nun Insa Moog für den WDR eine längere Reportage zu diesem Thema veröffentlicht. Realsatire sind die dort berichteten Klagen der Abmahnanwälte der Valentin-Erbin über den „Fluch des Internets“:
„Mittlerweile registrieren wir bis zu drei Rechtsverstöße pro Woche“, erklärt Gunter Fette. -
: Reaktionen auf Leutheusser-Schnarrenbergers FAZ-Beitrag zum Urheberrecht
: Reaktionen auf Leutheusser-Schnarrenbergers FAZ-Beitrag zum Urheberrecht Zur Urheberrechtspositionierung von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger in Form eines Namensbeitrags in der FAZ gibt es mittlerweile die ersten ausführlicheren Reaktionen im Netz. An ihnen wird deutlich, wie sehr gerade im Internet gilt, dass es aus ihm zurückschallt, wie hineingerufen wird.
-
: Urheberrechtsdebatte, Schauplatz Schweiz: Europas „Urheberrechts-Guantanamo“?
: Urheberrechtsdebatte, Schauplatz Schweiz: Europas „Urheberrechts-Guantanamo“? Dass die aktuelle Urheberrechtsdebatte ebenso grenzüberschreitend ist wie die anlassgebenden digitalen Technologien, zeigen nicht nur europaweite Anti-ACTA-Proteste sondern auch ähnliche Vorstöße von Rechteinhabern im gesamten deutschen Sprachraum. Nach der österreichischen Kampagne „Kunst hat Recht“ hat sich nun in der Schweiz der „Verein Musikschaffende Schweiz“ gegründet und mit einer Erklärung zu Wort gemeldet, die sich in fünf Teile gliedert:
Kulturflate, die „keine Lösung für unser Anliegen [ist], welches darin besteht, selbst über die Verwendung und den Preis unserer Werke bestimmen zu können.
-
: VG Wort und das Schutzfristenproblem im Urheberrecht
: VG Wort und das Schutzfristenproblem im Urheberrecht Auf heise wurde die Stellungnahme der VG Wort (PDF) zur aktuellen Urheberrechtsdebatte schon als das bezeichnet was, was sie ist, nämlich „Öl ins Feuer“. Ich habe gerade keine Zeit, die einzelnen Punkte der Stellungnahme im Detail zu kommentieren, ihr Neuigkeitswert ist ohnehin gering. Bestes Beispiel dafür ist das beharrliche Wiederholen des falschen Arguments, dass die überlangen Schutzfristen im Urheberrecht keine Nachteile für die Allgemeinheit bedeuten würden:
Eine Schutzfristenverkürzung würde das geistige Eigentum der Urheber deutlich entwerten ohne von wirklichem Vorteil für die Allgemeinheit zu sein. -
: Nochmal 100 Köpfe, diesmal in der Zeit
: Nochmal 100 Köpfe, diesmal in der Zeit Nach der Handelsblattkampagne „Mein Kopf gehört mir“ verwendet heute auch DIE ZEIT die Titelseite ihres Feuilletons für Kampagnenjournalismus zum Thema Urheberrecht. Und wieder werden 100 prominente Erstunterzeichner, unter denen sich Leute wie Sven Regener, Charlotte Roche und Roger Willemsen befinden, aufgelistet.
-
: Buch: Open Initiatives
: Buch: Open Initiatives Ein Nachtrag noch zur Reihe der rund um die re:publica erschienen Druckwerke zum netzpolitischen Themen: Ulrich Herb von der Wissenschaftsberatung scinoptica hat einen Sammelband mit dem Titel „Open Initiatives: Offenheit in der digitalen Welt und Wissenschaft“ herausgegeben, der versucht die wachsende Vielfalt an Open-Bewegungen zu erschließen.
-
: Reader: Öffentlichkeit im Wandel – Medien, Internet, Journalismus
: Reader: Öffentlichkeit im Wandel – Medien, Internet, Journalismus Die re:publica entwickelt sich mehr und mehr zur jährlichen Deadline für netzpolitische Veröffentlichungen. Abgesehen vom Buch „Die digitale Gesellschaft“ von Markus Beckedahl und Falk Lüke, aus dem heute noch vorgelesen wird, und einer noch nicht online verfügbaren Broschüre über Freie Lizenzen (PDF) von Wikimedia Deutschland, Creative Commons und iRights, hat die Heinrich-Böll-Stiftung einen Reader zum Thema „Öffentlichkeit im Wandel – Medien, Internet, Journalismus“ herausgegeben:
Das veränderte Medienverhalten und der Schwund der Werbeeinnahmen in den Printmedien führen bei den Verlagen und den Sendern zu einer intensiven Suche nach neuen Verwertungs- und Distributionsmodellen.
