iBookstore sperrt Czernin-Sammelband als ‚zu explizit‘

Der österreichische Qualitätsverlag Czernin hat heute via Facebook folgende Nachricht des deutschsprachigen iBookstore geteilt:

„Porno wird als zu explizit betrachtet und wurde daher nicht freigeschaltet. Wir bitten um Verständnis.
Herzliche Grüße,
iBookstore Germany, Austria, Switzerland“

Bei dem Buch „Porno“ handelt es sich um einen von Ela Angerer herausgegebenen Sammelband mit Beiträgen einer Reihe prominenter Schriftsteller (z.B. Thomas Glavinic oder Julya Rabinowich), der auf der Verlagshomepage wie folgt beschrieben wird:

Postemanzipation, Konsumterror und immer neue Krisenbewältigungsstrategien – wie stehen Männer und Frauen in Zeiten wie diesen zu Liebe und Sex? Können sie sich leichter begegnen, ineinander verwickeln, erlösen und wieder lösen? Jetzt, da theoretisch alles möglich und alles erlaubt ist: Funktioniert es besser, befriedigt es mehr?

Schön, wenn ein Computerhersteller Nanny für seine potentiellen Kunden spielt. Und neben dem restriktiven DRM ein weiterer Grund, keine Inhalte in Apples iOS-Gefängnis sondern bei anderen Anbietern zu kaufen. Denn zumindest das ist derzeit noch ohne weiteres möglich, solange nicht wie in Großbritannien angedacht, derartige Inhalte gleich providerseitig aussortiert werden (vgl. Internet-Sperren in Großbritannien: Nach Missbrauch jetzt standardmäßig auch Pornografie und “schädliche Inhalte”).

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