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Montag, 5. Mai 2008

DRadio: Kriegstagebücher im Internet

Am Dienstag Abend berichtet das Deutschlandradio Kultur um 19:30 Uhr über Warblogs: “Seit Tagen leben wir von nichts” - Kriegstagebücher im Internet.

Kriege unterscheiden sich inzwischen auch darin, ob die von Kriegsgewalt Betroffenen einen Internetzugang haben oder nicht. In Belgrad, im Kosovo, in Bagdad und in Beirut gingen die Menschen ins Netz und meldeten sich, während die Bomben fielen, zu Wort. Kriegstagebücher im Internet - Warblogs genannt - halten alltägliches Leben im Krieg fest, geben dem Individuum eine Stimme und sind deshalb geeignet, das vom Militär gern gezeichnete Bild eines sauberen Krieges zu konterkarieren.

Sie können die Berichterstattung korrigieren, Lügen aufdecken, politische Filter außer Kraft setzen, Propaganda aushebeln. Aber halten sich alle Blogger aus Kriegsgebieten immer an die Wahrheit, fragt man sich angesichts einer inzwischen wahrhaften Flut überwiegend anonymer Kriegstagebuchschreiber. Zusammen mit dem Pionier der Warblogs, dem Niederländer Wam Kat, Begründer einer Hilfsorganisation und Blogger in den Jugoslawienkriegen, geht die Sendung zum Ursprung des Internet-Tagebuchs im Krieg zurück und macht den Versuch, sich seiner spezifischen Qualität, Relevanz und Bedeutung anzunähern.

Hoffe mal, dass dieser Beitrag anschliessend auch als On-Demand-Lösung veröffentlicht wird.

[Danke an Sandra]

Dienstag, 22. April 2008

Was soll der Scheiss…?

Lustige Sache: Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Sebastian Edathy von der SPD, sollte von RadioEins gestern Morgen zum BKA-Gesetz interviewt werden. Nachdem der Moderator locker flockig in der Einleitung nachfragte, ob Herr Edathy sich morgens nackt oder in Unterwäsche die Zähne putzen würde, legte dieser live mit “Was soll der Scheiss…?” auf. Kann man sich noch anhören. Anscheinend ist ihm seine persönliche Privatsphäre noch wichtig.

[via]

Montag, 14. April 2008

Matrix: Mitmach-Politik - demokratische Partizipation im Web 2.0

Die Oe1-Radiosendung Matrix hat gestern Abend über die re:publica’08 und ihre Themen berichtet. Während der erste Teil auf demokratische Partizipationsmöglichkeiten eingeht und Abgeordnetenwatch, MySociety und mich interviewt, ist der zweite Teil ein Interview mit Peter Glaser: Mitmach-Politik - demokratische Partizipation im Web 2.0. Ich hab die halbstündige Sendung mal mitgeschnitten und packe sie in den Netzpolitik-Podcast.

Social-Software-Plattformen wie YouTube, MySpace oder studiVZ unterstützen mit ihren einfach zu nutzenden Angeboten viele Menschen darin, ihre Ansichten im Internet zu publizieren und zu kommunizieren. Auf die demokratischen Partizipationsmöglichkeiten im komplexen System moderner Demokratien hat das bis jetzt wenig Einfluss. Während in den USA kein Wahlkampf ohne ausgefeilte Online-Strategie denkbar wäre, schicken Parteien in Europa lieber elektronische Waschzettel im pdf-Format aus. Von niederschwelligen Beteiligungsmöglichkeiten an politischen Prozessen ist wenig zu sehen.

Und hier ist die 27 MB grosse MP3.

Sonntag, 23. März 2008

Hotspots der Kultur

Das Ö1-Netzkulturmagazin “matrix” berichtet heute Abend um 22:30h über freie Softwarekultur in Brasilien und insbesondere das “Pontos de Cultura”-Programm: Republik der Hacker. Per Stream kann man die Sendung auch in Deutschland live hören.

Im Rahmen seiner Tätigkeit als Kulturminister rief Gil das Projekt Pontos de Cultura ins Leben, frei übersetzbar als Hotspots der Kultur. Kleine Kulturinitiativen und Nichtregierungsorganisationen werden mit Computern und Multimediaausrüstungen ausgestattet und erhalten darüber hinaus Geld und Training. Dieses Konzept wurde von Gils Berater Claudio Prado gemeinsam mit politisch aktiven Hackerkollektiven in Brasilien entwickelt. Die Regierung setzt ethischen Prinzipien, die in der Kultur der offenen Hacklabs wirksam sind, in einem großangelegten Programm zur digitalen Inklusion landesweit umgesetzt. Über 600 solcher Kulturhotspots, die ausschließlich mit FLOSS arbeiten, soll es bereits geben. Einzigartig ist dabei nicht, dass sich die Regierung für FLOSS engagiert - das tun inzwischen auch andere - sondern dass FLOSS als Kultur und nicht nur als Technik aufgefasst wird.

Siehe auch: Gilberto Gil: Neue Ideen mit freier Software. Über einen MItschnitt würde ich mich freuen.

Mittwoch, 16. Januar 2008

ARD Radio Tatort

Die ARD bietet jetzt den Tatort auch als Audio-Format an: “radio tatort“.

Der “ARD Radio Tatort” - ab heute “on air”. Zu hören gibt es spannende Originalhörspiele prominenter Autorinnen und Autoren, einmal monatlich auf den beteiligten Sendern der ARD. Im Mittelpunkt der neun verschiedenen Krimikonzepte steht stets ein Ermittlerteam aus der Region. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum “Radio Tatort” im Überblick.

Läuft Mittwochs zwischen 20.05 bis 22.00 Uhr auf WDR5 und anderen Radios. Das kann man sich im Netz live anhören. Oder die Folge im Anschluss herunterladen. Für eine Woche soll es immer pro Folge diese Möglichkeit geben. Von einem Podcast steht da leider nichts.

[via Holgi]

Samstag, 12. Januar 2008

Podcasts im Studium - Wie der Professor aufs Ohr kommt

Die Deutschlandfunk-Sendung “PisaPlus” berichtet ausführlich über “Podcasts im Studium - Wie der Professor aufs Ohr kommt

Es gibt Zigtausende Podcasts im Internet, immer mehr stammen aus dem Bereich der Hochschulen. Viele Universitäten und Fachhochschulen haben inzwischen diese Möglichkeiten erkannt und senden Spezialinhalte zum Studium übers Internet.

Mit dabei ist auch der J!Cast. Das Transcript ist schon online, eine MP3-Datei hab ich noch nicht gefunden.

Donnerstag, 10. Januar 2008

SWR2-Testballon mit Open Content

Sehr erfreulich: SWR2 publiziert erstmals Sendung als “Open Content” “SWR2 Wissen”-Sendung über Netlabels zur freien Verwendung im Internet. Das wird heute per Pressemeldung verkündet. Am kommenden Montag gibt es eine halbstündige Sendung über Netlabels und Musik im Netz und diese Sendung wird unter der Creative Commons - Nicht kommerziell - Keine Weiterverarbeitung erlaubt - Lizenz veröffentlicht. Dieselbe Lizenz wird auch für die Testballons beim NDR genutzt. Ich freue mich über alle neuen Projekte beim Öffentlich-rechtlichen Rundfunk, die mit Creative Commons experimentieren und hoffe, dass es bald viel mehr werden.

Aus der Meldung:

Damit entspricht das SWR Kulturradio der sogenannten “Stuttgarter Erklärung” des Bildungsbündnisses Open-Content Baden-Württemberg. Diese wurde im März 2007 u. a. vom SWR unterzeichnet, um Inhalte, die für Bildung und Gesellschaft relevant sind, frei verfügbar anzubieten. Detlef Clas, SWR2-Ressortleiter Bildung und Wissenschaft: “SWR2 Wissen ist seit Jahren Vorreiter in Sachen digitaler Verbreitung von Bildungsinhalten. Die enorm hohen Abrufzahlen unserer Podcastangebote belegen, dass wir über das Internet Menschen erreichen, die unsere Sendungen sonst nicht hören würden. Wo, wenn nicht beim Thema ‘Netlabel’ sollten wir damit anfangen, Open Content anzubieten.”

Die Sendung “Unabhängigkeitserklärung - Netlabels als alternativer Vertriebsweg für Musik?” von Sebastian M. Krämer, die am 14.1. um 8.30 Uhr in “SWR2 Wissen” zu hören ist, informiert über neue Verbreitungsmöglichkeiten von Musik im Internet und stellt ausgewählte Protagonisten in Gesprächen und mit Musikbeispielen vor.

[Danke an Mathias und Torsten]

Montag, 3. Dezember 2007

Breitband-Portrait

Die Sendung “Breitband” beim Deutschlandradio-Kultur hat am vergangenen Freitag ein kleines Portrait über mich gesendet. Das gibts hier als MP3.

 

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