Netzneutralität

  • : Tim Wu über „The Master Switch“
    Tim Wu über „The Master Switch“

    Der US-Wissenschaftler Tim Wu hat vor kurzem sein Buch “The Master Switch: The Rise and Fall of Information Empires.” veröffentlicht, was sich thematisch um Netzneutralität und Medienimperien der vergangenen 80 Jahre beschäftigt. Das liegt schon auf meinem Nachttisch (auf einem riesigen Stappel weiterer Bücher) und ich muss es noch lesen, denn es soll sehr gut sein und Tim Wu ist sowie ein hörenswerter Redner (Hier sein Vortrag auf der re:publica’10 über Netzneutralität und Meinungsfreiheit).

    Beim Berkman Center war er vergangene Woche, um die Thesen seines Buches zu präsentieren und über das Thema zu diskutieren. Davon gibt es eine MP3 und OGG und hier auch ein Video.

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    Und hier gibts eine 500 MB große Version des Videos als Download (.mov).

    Mehr dazu gibt es auch hier zu lesen: Das Internet ist ein Paradies für Monopole.

    20. Januar 2011 2
  • : Der emotionale Wert eines Megabytes?
    Der emotionale Wert eines Megabytes?

    Bei Sueddeutsche.de gibt es ein Interview mit dem Chef des Netzwerk-Ausrüsters Alcatel-Lucent, Ben Verwaayen, über „Netzneutralität? Bald kein Thema mehr“. Alcatel-Lucent hat ja ein Eigeninteresse daran, dass Netzneutralität abgebaut wird, weil sie u.a. die passende Technik für Netzwerkmanagement für die „neuen Geschäftsmodelle“ anbieten, die dann „Diensteklassen“, etc. haben sollen. Interessant ist die Ansicht, dass man jetzt Megabytes einen emotionalen Wert geben möchte. Dieses Bildnis hab ich das letzte Mal von der Musikindustrie gehört:

    SZ: Das sagen Sie, weil Ihre Industrie am meisten darunter leidet.

    Verwaayen: Ja, wir verkaufen Megabytes, aber niemand kann sich vorstellen, was ein Megabyte ist. Wir müssen diesem Nichts einen emotionalen Wert geben, zum Beispiel, indem wir es ermöglichen, dass man überall in der Welt seine Familie auf den Bildschirm holen kann. Dann hat ein Megabyte einen fühlbaren Wert. Dann ist jeder bereit, dafür zehn Cent auszugeben. Wir müssen solche neuen Dienste finden, die attraktiv genug sind, um damit Geld zu verdienen.

    Und auch ein anderes Bild ist wieder dabei: Die Netzkapazitäten reichen nicht!

    SZ: Der Kunde will Videos und Bilder versenden, Sie wollen dafür Geld sehen. Läuft das auf ein Internet der zwei Geschwindigkeiten hinaus, ein kostenloses langsames und ein hochwertiges teures?

    Verwaayen: Die Debatte um die Netzneutralität gibt es nur, weil die Kapazitäten nicht reichen. Stocken wir die Kapazitäten massiv auf, ist das kein Thema mehr. Wir müssen Netze für Videoverkehr bauen, die auch interaktiv sind. Das wird eine Wissensgesellschaft schaffen. Der Arzt, der Ihre Röntgenaufnahme analysiert, sitzt künftig vielleicht nicht mehr in Ihrer Heimatstadt, sondern in Indien. Und Sie konsultieren ihn online.

    Die Netzkapazitäten sind aktuell ein Running-Gag in der Arbeitsgruppe Netzneutralität der Enquete-Kommission im Deutschen Bundestag. Viele Industrievertreter reden davon, aber niemand kann das beweisen. Selbst wenn man die Industrie nach belastbaren Zahlen fragt, kommt da nichts, was nicht sofort in sich zusammen fällt. Und solange mir und anderen dort keine Belege für diese These vorgelegt wird, glauben wir die Behauptung einfach nicht und kommen u.a. deshalb auch zu ganz anderen Schlußfolgerungen in dieser Debatte. Aber die Industrie wiederholt die Behauptung mantraartig und viele Politiker glauben das, weil es ja oft genug gesagt wurde.

    19. Januar 2011 28
  • : Aus dem Gefängnis in die Regierung: Internet-Aktivist Slim Amamou wird Mitglied der tunesischen Übergangsregierung
    Aus dem Gefängnis in die Regierung: Internet-Aktivist Slim Amamou wird Mitglied der tunesischen Übergangsregierung

    Der data-epi-spacing bis data-epi-spacing vor data-epi-spacing Kurzem data-epi-spacing inhaftierte data-epi-spacing und data-epi-spacing möglicherweise data-epi-spacing auch data-epi-spacing misshandelte data-epi-spacing tunesische data-epi-spacing Blogger data-epi-spacing und data-epi-spacing Freiheits-Aktivist data-epi-spacing Slim data-epi-spacing Amamou data-epi-spacing ist data-epi-spacing offenbar data-epi-spacing Mitglied data-epi-spacing der data-epi-spacing neuen data-epi-spacing tunesischen data-epi-spacing Übergangsregierung data-epi-spacing geworden. data-epi-spacing Auf data-epi-spacing Twitter data-epi-spacing hatte data-epi-spacing er data-epi-spacing am data-epi-spacing Montag data-epi-spacing bekannt data-epi-spacing gegeben, data-epi-spacing er data-epi-spacing sei data-epi-spacing zum data-epi-spacing Staatssekretär data-epi-spacing für data-epi-spacing Jugend data-epi-spacing und data-epi-spacing Sport data-epi-spacing bestimmt data-epi-spacing worden:

    Je data-epi-spacing suis data-epi-spacing secrétaire data-epi-spacing d’état data-epi-spacing a data-epi-spacing la data-epi-spacing Jeunesse data-epi-spacing et data-epi-spacing aux data-epi-spacing sports data-epi-spacing :)

    Die data-epi-spacing singapurische data-epi-spacing Zeitung data-epi-spacing Straits data-epi-spacing Times data-epi-spacing bestätigt data-epi-spacing dies data-epi-spacing unter data-epi-spacing Bezug data-epi-spacing auf data-epi-spacing die data-epi-spacing Nachrichtenagentur data-epi-spacing AFP.

    Damit data-epi-spacing ist data-epi-spacing Amamou data-epi-spacing wohl data-epi-spacing weltweit data-epi-spacing das data-epi-spacing erste data-epi-spacing Mitglied data-epi-spacing einer data-epi-spacing Piratenpartei, data-epi-spacing data-epi-spacing das data-epi-spacing Mitglied data-epi-spacing einer data-epi-spacing Regierung data-epi-spacing wird. data-epi-spacing Auch data-epi-spacing wenn data-epi-spacing Pirate data-epi-spacing Parties data-epi-spacing International data-epi-spacing und data-epi-spacing die data-epi-spacing tunesischen data-epi-spacing PIRATEN data-epi-spacing ihn data-epi-spacing als data-epi-spacing ihr data-epi-spacing Mitglied data-epi-spacing bezeichnen data-epi-spacing (Pressemitteilung data-epi-spacing tunesischer data-epi-spacing Piraten data-epi-spacing auf data-epi-spacing Facebook), data-epi-spacing so data-epi-spacing teilte data-epi-spacing die data-epi-spacing tunesische data-epi-spacing Piratenpartei data-epi-spacing auf data-epi-spacing unsere data-epi-spacing Anfrage data-epi-spacing bislang data-epi-spacing lediglich data-epi-spacing mit, data-epi-spacing dass data-epi-spacing sie data-epi-spacing nicht data-epi-spacing bestätigen data-epi-spacing könne, data-epi-spacing dass data-epi-spacing Amamou data-epi-spacing die data-epi-spacing Piratenpartei data-epi-spacing „repräsentiere“, data-epi-spacing solange data-epi-spacing er data-epi-spacing die data-epi-spacing Interims-Position data-epi-spacing in data-epi-spacing der data-epi-spacing Regierung data-epi-spacing inne data-epi-spacing habe. data-epi-spacing Im data-epi-spacing untenstehenden data-epi-spacing Telefon-Interview data-epi-spacing erklärt data-epi-spacing Amamou, data-epi-spacing bislang data-epi-spacing nicht data-epi-spacing in data-epi-spacing einer data-epi-spacing politischen data-epi-spacing Partei data-epi-spacing aktiv data-epi-spacing gewesen data-epi-spacing zu data-epi-spacing sein. data-epi-spacing Ob data-epi-spacing dies data-epi-spacing allerdings data-epi-spacing eine data-epi-spacing Piratenpartei-Mitgliedschaft data-epi-spacing ausschließt data-epi-spacing oder data-epi-spacing sich data-epi-spacing nur data-epi-spacing auf data-epi-spacing die data-epi-spacing bisherigen data-epi-spacing tunesischen data-epi-spacing Parteien data-epi-spacing bezieht, data-epi-spacing ist data-epi-spacing bislang data-epi-spacing unklar.

    Update: data-epi-spacing Auf data-epi-spacing Twitter data-epi-spacing erklärte data-epi-spacing Amamou data-epi-spacing gestern data-epi-spacing auf data-epi-spacing Nachfrage data-epi-spacing des data-epi-spacing Präsidenten data-epi-spacing der data-epi-spacing französischen data-epi-spacing Piratenpartei, data-epi-spacing nicht data-epi-spacing Mitglied data-epi-spacing der data-epi-spacing tunesischen data-epi-spacing Piratenpartei data-epi-spacing zu data-epi-spacing sein. data-epi-spacing Nach data-epi-spacing eigenen data-epi-spacing Angaben data-epi-spacing hätte data-epi-spacing er  data-epi-spacing ansonsten data-epi-spacing auch data-epi-spacing wegen data-epi-spacing eines data-epi-spacing neuen data-epi-spacing Gesetzes data-epi-spacing zunächst data-epi-spacing austreten data-epi-spacing müssen, data-epi-spacing um data-epi-spacing sein data-epi-spacing Regierungsamt data-epi-spacing überhaupt data-epi-spacing annehmen data-epi-spacing zu data-epi-spacing können:

    si data-epi-spacing j’etais data-epi-spacing au data-epi-spacing PPTN data-epi-spacing j’aurais data-epi-spacing du data-epi-spacing demissionner data-epi-spacing pour data-epi-spacing etre data-epi-spacing au data-epi-spacing gouvt. data-epi-spacing (nouvelle data-epi-spacing loi) data-epi-spacing j’adhererais data-epi-spacing prbblmnt data-epi-spacing a data-epi-spacing ma data-epi-spacing sortie data-epi-spacing ;)

    Übersetzung data-epi-spacing etwa: data-epi-spacing „Wenn data-epi-spacing ich data-epi-spacing Mitglied data-epi-spacing der data-epi-spacing Piratenpartei data-epi-spacing Tunesien data-epi-spacing wäre, data-epi-spacing hätte data-epi-spacing ich data-epi-spacing austreten data-epi-spacing müssen data-epi-spacing um data-epi-spacing in data-epi-spacing die data-epi-spacing Regierung data-epi-spacing zu data-epi-spacing kommen data-epi-spacing (laut data-epi-spacing neuem data-epi-spacing Gesetz). data-epi-spacing Ich data-epi-spacing werde data-epi-spacing wahrscheinlich data-epi-spacing nach data-epi-spacing dem data-epi-spacing Verlassen data-epi-spacing beitreten data-epi-spacing ;)“

    In data-epi-spacing der data-epi-spacing Übergangsregierung data-epi-spacing sollen data-epi-spacing data-epi-spacing außerdem data-epi-spacing drei data-epi-spacing weitere data-epi-spacing Oppositionsparteien data-epi-spacing und data-epi-spacing die data-epi-spacing Gewerkschaft data-epi-spacing vertreten data-epi-spacing sein:

    Ministerpräsident data-epi-spacing bleibt data-epi-spacing Mohammed data-epi-spacing data-epi-spacing Ghannouchi, data-epi-spacing der data-epi-spacing data-epi-spacing bereits data-epi-spacing unter data-epi-spacing dem data-epi-spacing am data-epi-spacing Freitag data-epi-spacing gestürzten data-epi-spacing Präsidenten data-epi-spacing Zine data-epi-spacing data-epi-spacing data-epi-spacing El data-epi-spacing Abidine data-epi-spacing data-epi-spacing Ben data-epi-spacing Ali data-epi-spacing gedient data-epi-spacing hat. data-epi-spacing Auch data-epi-spacing die data-epi-spacing Chefs data-epi-spacing der data-epi-spacing Ressorts data-epi-spacing Äußeres, data-epi-spacing data-epi-spacing Inneres, data-epi-spacing data-epi-spacing Verteidigung data-epi-spacing und data-epi-spacing Finanzen data-epi-spacing sollen data-epi-spacing im data-epi-spacing Amt data-epi-spacing bleiben. data-epi-spacing Die data-epi-spacing drei data-epi-spacing data-epi-spacing wichtigsten data-epi-spacing data-epi-spacing Oppositionsparteien data-epi-spacing sind data-epi-spacing mit data-epi-spacing jeweils data-epi-spacing einem data-epi-spacing Minister data-epi-spacing data-epi-spacing vertreten.

    Einige data-epi-spacing Medien, data-epi-spacing wie data-epi-spacing torrentfreak.com data-epi-spacing berichten data-epi-spacing zwar data-epi-spacing noch, data-epi-spacing Amamou data-epi-spacing sei data-epi-spacing Minister data-epi-spacing geworden, data-epi-spacing dies data-epi-spacing dürfte data-epi-spacing aber data-epi-spacing wohl data-epi-spacing aus data-epi-spacing einer data-epi-spacing falschen data-epi-spacing Übersetzung data-epi-spacing des data-epi-spacing französischen data-epi-spacing Begriffs data-epi-spacing „secretaire“ data-epi-spacing zum data-epi-spacing englischen data-epi-spacing „secretary“ data-epi-spacing (u.a. data-epi-spacing „Minister“) data-epi-spacing resultieren.  data-epi-spacing In data-epi-spacing einer data-epi-spacing bislang data-epi-spacing unbestätigten data-epi-spacing Liste data-epi-spacing aller data-epi-spacing Regierungsmitglieder data-epi-spacing wird data-epi-spacing er data-epi-spacing als data-epi-spacing „Secrétaire data-epi-spacing d’état data-epi-spacing chargé data-epi-spacing de data-epi-spacing la data-epi-spacing Jeunesse“ data-epi-spacing bezeichnet.

    Seine data-epi-spacing Ernennung data-epi-spacing und data-epi-spacing Einbindung data-epi-spacing könnte data-epi-spacing ein data-epi-spacing wichtiger data-epi-spacing Aspekt data-epi-spacing für data-epi-spacing die data-epi-spacing Stabilität data-epi-spacing der data-epi-spacing neuen data-epi-spacing Regierung data-epi-spacing sein, data-epi-spacing spielten data-epi-spacing doch data-epi-spacing Blogs, data-epi-spacing Twitter data-epi-spacing sowie data-epi-spacing die data-epi-spacing Auseinandersetzungen data-epi-spacing im data-epi-spacing Netz data-epi-spacing um data-epi-spacing Meinungsfreiheit, data-epi-spacing Ausspähung data-epi-spacing und data-epi-spacing Zensur data-epi-spacing eine data-epi-spacing nicht data-epi-spacing unwichtige data-epi-spacing Rolle data-epi-spacing beim data-epi-spacing Sturz data-epi-spacing des data-epi-spacing Präsidenten. data-epi-spacing Während data-epi-spacing aus data-epi-spacing den data-epi-spacing Reihen data-epi-spacing der data-epi-spacing Opposition data-epi-spacing auch data-epi-spacing Stimmen data-epi-spacing laut data-epi-spacing wurden, data-epi-spacing den data-epi-spacing Posten data-epi-spacing nicht data-epi-spacing anzunehmen, data-epi-spacing weil data-epi-spacing 6 data-epi-spacing Minister data-epi-spacing des data-epi-spacing alten data-epi-spacing Regimes data-epi-spacing weiter data-epi-spacing im data-epi-spacing Amt data-epi-spacing bleiben, data-epi-spacing erklärte data-epi-spacing Amamou, data-epi-spacing dass data-epi-spacing er data-epi-spacing es data-epi-spacing als data-epi-spacing seine data-epi-spacing Pflicht data-epi-spacing ansehe data-epi-spacing und data-epi-spacing im data-epi-spacing Kontakt data-epi-spacing mit data-epi-spacing der data-epi-spacing Regierung data-epi-spacing sein data-epi-spacing wolle, data-epi-spacing um data-epi-spacing das data-epi-spacing Land data-epi-spacing neu data-epi-spacing aufzubauen.

    Der data-epi-spacing französische data-epi-spacing TV-Sender data-epi-spacing TF1 data-epi-spacing konnte data-epi-spacing wenige data-epi-spacing Minuten data-epi-spacing nach data-epi-spacing seiner data-epi-spacing Nominierung data-epi-spacing am data-epi-spacing Montag data-epi-spacing Mittag data-epi-spacing bereits data-epi-spacing ein data-epi-spacing Telefon-Interview data-epi-spacing mit data-epi-spacing ihm data-epi-spacing führen, data-epi-spacing das data-epi-spacing hier data-epi-spacing zu data-epi-spacing finden data-epi-spacing ist data-epi-spacing (in data-epi-spacing den data-epi-spacing Kommentaren data-epi-spacing findet data-epi-spacing sich data-epi-spacing eine data-epi-spacing sehr data-epi-spacing gute data-epi-spacing Übersetzung data-epi-spacing des data-epi-spacing Interviews. data-epi-spacing Danke data-epi-spacing Ron!):

    Hier klicken, um den Inhalt von www.wat.tv anzuzeigen.

    Weitere data-epi-spacing Infos:

    18. Januar 2011 15
  • : UK: Traffic-Kürzung bei T‑Mobile,
    Deep Packet Inspection bei Vodafone UND T‑Mobile [Update]
    UK: Traffic-Kürzung bei T‑Mobile,
    Deep Packet Inspection bei Vodafone UND T‑Mobile [Update]

    T‑Mobile UK hat sich entschieden, bei allen Tarifen das maximale Datenvolumen auf 500MB zu beschränken – und zwar unabhängig vom monatlichen Preis und auch für laufende Verträge. Der teuerste Vertrag beinhaltete bisher 3GB und wird wie alle anderen mit Beginn des nächsten Monat gekürzt. Die Ankündigung liest sich ziemlich zickig und belehrend:

    Browsing means looking at websites and checking email, but not watching videos, downloading files or playing games. We’ve got a fair use policy but ours means that you’ll always be able to browse the internet, it’s only when you go over the fair use amount that you won’t be able to download, stream and watch video clips.

    Interessant: T‑Mobile hält die Bedingungen seiner eigenen AGBs nicht ein, und kündigt die Änderung mit weniger als 30 Tagen Vorlauf an und öffnet somit Widersprüchen der Kunden Tor und Tür. Während Verbraucheranwälte sich einig sind, dass dies zur Sonderkündigung berechtigt, ist unklar, ob die Kunden dann auch das subventionierte Smartphone behalten dürfen. T‑Mobile kündigte an, bald weitere Erläuterungen folgen zu lassen. Vermutlich wird diesmal ein PR-Team damit betraut werden, das die Pressemitteilung nicht mit

    if you want to download, stream and watch video clips, save that stuff for your home broadband.

    enden lässt. In der Tat sind die Worte klar gewählt: „Browsen ist Webseiten und Emails lesen. Für alles andere gibt es zu Hause Breitband.“ In den USA beliebte Streaming-Anbieter wie Spotify oder die BBC werden also von T‑Mobile de facto ausgeschlossen. Ein Sprecher gab bekannt, dass der durchschnittliche Nutzer nur 200MB nutzt, und die Begrenzung auf 500MB daher immer noch keine Einschränkung darstellen würde – aber was will er uns damit sagen?

    12. Januar 2011 17
  • : 27c3: Netzneutralität und Priorisierung – Ein Widerspruch.
    27c3: Netzneutralität und Priorisierung – Ein Widerspruch.

    Die Debatte über die Abschaffung der Netzneutralität läuft seit einiger Zeit deutschland- und weltweit. Ausgelöst wurde sie von Providern, die sich weigerten (oder weigern wollten) alle im Internet übertragenen Pakete gleich zu behandeln. Schnell wurde die Debatte zum Politikum mit schwammigen Konzepten, aber scharfen Linien und großen Streitereien. Nachdem Andreas Bogk hier bei Netzpolitik im Podcast und dann auch als Experte in der Enquete-Komission eine Position zur Netzneutralität vertreten hatte, wurde die Idee von der Diskriminierung anhand von „Diensteklassen“ von Telekommunikationsanbietern wie der Deutschen Telekom immer mit „Das sagt auch der Chaos Computer Club!“ beworben und mit dem gleichen Argument von CDU und FDP mit dem Zusatz „…den Rest regelt der Markt“ abgetan.

    Hatte Bogk als Mitglied des CCC das tatsächlich so gesagt und gemeint? Die Antwort vorweg: Jein. Gestern fand im Rahmen des 27c3 eine Debatte zwischen Falk Lüke, scusi, und besagtem Vertreter des CCC Berlin unter dem Titel „Netzneutralität und QoS – Ein Widerspruch?„statt.

    Es war zu hoffen, dass Bogk die Gelegenheit ergreifen würde, seine Äußerungen (zum besseren Verständnis) zu konkretisieren. Das tat er auch, aber leider drückte er sich dabei anfangs nicht so eindeutig aus, wie es vielleicht zu hoffen gewesen wäre.

    28. Dezember 2010 48
  • : Netzneutralität: Was hat die FCC da eigentlich „geregelt?“
    Netzneutralität: Was hat die FCC da eigentlich „geregelt?“

    Abigail Phillips von der EFF hat sich durch die gerade von der FCC veröffentlichten 200 Seiten der „Regelung“ zur Netzneutralität gequält. Über viele Einzelheiten wurde im Voraus spekuliert, und die Spekulationen schienen auf den ersten Blick bestätigt.

    Leider bestätigen sie sich auch auf den zweiten Blick.
    Hier die Übersicht:

    1. Kabelloses Internet. Hier gelten kaum Einschränkungen: So lange die Anbieter den Zugriff auf alle legalen Inhalte und Apps zulassen, insbesondere auch auf die von Konkurrenten, ist alles okay. Noch nicht einmal die Regel gegen „unangemessene Diskriminierung“ greift – die Eingriffe müssen nur „transparent“ gemacht werden. Insbesondere im Hinblick darauf, dass kabellose Netzzugänge in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen werden, ist frustrierend, dass hier keinerlei Netzneutralität auch nur im Ansatz vorgeschrieben wird. Siehe auch: Verizon/Google und „Der Markt wird’s schon richten.“
    2. Illegale Inhalte. Alle Regeln gegen Blockaden beinhalten die Beschränkung auf „legale Inhalte.“ Sperren und Zensuren sind also weiterhin Tür und Tor geöffnet, sobald der Verdacht einer illegalen Aktivität wie Urheberrechtsverletzung im Raum steht. Siehe auch: Radikal/XS4all, Comcast oder zum Beispiel Wikileaks.
    3. Angemessenes Netzwerkmanagement. Wird zugelassen, so lange nicht blockiert oder unangemessen diskriminiert wird. Der Rest ist Auslegungssache. Die Gefahr, dass die Ausnahme zur Regel wird, besteht nicht nur, sie wird billigend in Kauf genommen. Siehe auch: Comcast oder iPlayer.
    4. Sonderdienste. Werden zugelassen, und zwar ohne Anti-Diskriminierungsregeln und ohne nähere Definition, was so ein Sonderdienst sein könnte. Siehe auch: Internet, Schminternet.
    5. Priorisierung gegen Bezahlung. Die FCC schreibt ausdrücklich, dass priorisierte Behandlung des Traffics eines (mehr) zahlenden Anbieters keine „unangemessene Diskriminierung“ des Traffics von nicht (oder weniger) zahlenden Anbietern darstellen würde. Selbst wenn, wären solche Absprachen schwer im Wirrwarr der Peering- und sonstigen Verträge der verschiedenen Provider festzustellen oder technisch nachzuweisen. Siehe auch: Comcast kürzlich.

    Fazit: Die Regelung begegnet kaum dem Problemen der Netzneutralität, und erschwert durch ihre reine Existenz das Finden besserer Lösungen: Die Angelegenheit ist ja jetzt „geregelt“. Die traditionell (und auch aus guten Gründen) FCC-kritischen Amerikaner befürchten außerdem dass jetzt, da man die FCC einmal ans Internet herangelassen hat, mit weiteren unsinnigen und kontraproduktiven Regulierungen zu rechnen ist.

    24. Dezember 2010 16
  • : Netzneutralität: A Guide to the Open Internet
    Netzneutralität: A Guide to the Open Internet

    „A Guide to the Open Internet“ ist eine schöne kleine Kampagnenseite für Netzneutralität, die recht anschaulich erklärt, worum es bei der Debatte geht. Einfach mal nach unten scrollen.

    Die passende Domain theopeninter.net ist auch nett.

    (via @alexlehmannfilm)

    23. Dezember 2010 5
  • : Auswirkungen von weniger Netzneutralität auf Innovation und neue Technologien
    Auswirkungen von weniger Netzneutralität auf Innovation und neue Technologien

    Aktuell stellt die US-Regulierungsbehörde FCC ihre neuen Pläne für Netzneutralität vor und was man davon mitbekommt, sieht nicht besonders gut aus (Später mehr). Die deutsche Netzneutralitätsforscherin Barbara van Schewick vom Center for Internet and Society an der Stanford Law School hat vergangene Woche in zwei Blog-Postings dargelegt, welche Auswirkungen weniger Netzneutralität auf Innovation und neue Technologien hätte.

    Start-Up Video Company Asks FCC to Improve Open Internet Proposal .

    Why do innovators and users need protection? If a network provider blocks or discriminates against an application I want to use, I cannot use the Internet in the way that is most valuable to me. If a network provider restricts access to content I am interested in, my ability to educate myself, contribute to discussions of the subject and make informed decisions will be limited. Ideally, open Internet rules would ban this type of discriminatory behavior and provide an easy mechanism for users to ask the FCC to stop it. In the absence of good rules, users just have to live with it.

    The FCC’s Open Internet Proposal – Lessons from Silicon Valley.

    21. Dezember 2010 1
  • : De Maizière scheint für staatliche Regelung zu Netzneutralität zu sein
    De Maizière scheint für staatliche Regelung zu Netzneutralität zu sein

    Bundesinnenminister Thomas de Maizière spricht im Interview mit dem Spiegel davon, dass die Wichtigkeit des Internets als kritische Infrastruktur für die Zukunft der Staatlichkeit, Freiheit und Wirtschaft (nebenbei bemerkt: interessante Trias) auch eine Gewährleistungsfunktion des Staates begründen könnte. Interpretiert man den recht verklausulierten relevanten Absatz, kommt man auf die Idee, dass sich de Maizière dafür ausspricht, dass der Staat verstärkt regelnd eingreifen könnte. Beispielsweise auch, um Netzneutralität sicherzustellen oder um das Internet als Universaldienst festzuschreiben.

    „Aus meiner Sicht muss der Staat eine Verantwortung für die Integrität der internationalen Kommunikation übernehmen.“

    Das ist durchaus interessant. Was das Spezifikum der Kommunikationsintegrität im internationalen Raum ist, muss Thomas de Maizière bei Gelegenheit nochmal erläutern. Klar ist aber: wenn damit Netzneutralität gemeint ist, stellt sich de Maizière explizit gegen das Bundeswirtschaftsministerium des eventuellen neuen FDP-Vorsitzenden Rainer Brüderle. Denn dort hält man von einer gesetzlichen Festschreibung eher wenig und möchte das, ganz FDP, alles zumindest vorerst dem Markt überlassen und keine Regelwerke schaffen. Mehrere Telekommunikationsunternehmen haben im Laufe des Jahres 2010 bereits angekündigt, vom Prinzip der Netzneutralität abweichen zu wollen und mittelfristig dafür zu sorgen, dass Inhalte unterschiedlich tarifiert werden könnten.

    Natürlich auch die Frage erlaubt sein, ob grundsätzlich der Staat der richtige ist, um Netzneutralität zu gewährleisten. Oder ob das nicht den allergrößten Bock zum Gärtner machen würde. In den USA hat diese Sichtweise unter anderem dazu geführt, dass die Electronic Frontier Foundation (EFF) jede mögliche Netzneutralitätsregulierung durch die Federal Communications Commission (FCC) eher kritisch betrachtet. Und ob de Maizière bzw. sein Ministerium unbedingt Garanten für Kommunikationsintegrität sind, darüber könnte man sicherlich auch noch etwas länger streiten.

    21. Dezember 2010 14
  • : Telkos-Traum: Zukunftsszenario ohne Netzneutralität
    Telkos-Traum: Zukunftsszenario ohne Netzneutralität

    Die Debatte um Netzneutralität spielt oft in der Zukunft. Debattiert wird, welche technischen Szenarien möglich sein werden, und wie man regulativ darauf reagiert. Die beiden Technikzulieferer Allot Communications und Openet, beide beliefern u.a. Verizon und AT&T in den USA (Keine Ahnung, ob die auch Technik für deutsche Telkos liefern?), haben in einem Web Seminar ein neues Produkt präsentiert, was ein technisches Szenario für die Zukunft sein kann. Wired wurde eine Powerpint-Päsentation mit dem Titel „Managing the unmanageable: monetizing and controlling OTT applications“ (PDF) zugeschickt. Hier ist der dazu gehörige Artikel: Mobile Carriers Dream of Charging per Page.

    Die Idee dahinter ist recht simple: Einfach mal mit Deep-Packet-Inspections den kompletten Datenverkehr abhören und für einzelne Services Geld verlangen. Ist doch viel „gerechter“, wenn jeder nur das zahlt, was man tatsächlich nutzt, ist wohl die Argumentation. In der Grafik sieht man ein mögliches Bezahlmodellszenario. Nach diesem Modell zahlt ein Nutzer 2 Cent für jedes MB Facebook-Traffic, Skype kostet 3 Euro / MOnat extra, ein bandbreitenlimitierter Zugang zu Youtube kostet 50 Cent, wer schneller Videos haben möchte, kann sicherlich noch mehr Geld bezahlen, damit die Videos nicht mehr ruckeln. Eine tolle Idee ist auch die Einführung einer Happy-Hour, die quasi im Produkt eingebaut ist. Damit könne man die Internetnutzung aus Peak-Zeiten in Nebenzeiten verteilen. Nachts kostet alles nur die Hälfte!

    19. Dezember 2010 16
  • : ePolitik über Netzneutralität
    ePolitik über Netzneutralität

    Der Elektrische Reporter berichtet heute in einer Laborausgabe von „ePolitik“ über Netzneutralität:

    Hier klicken, um den Inhalt von www.elektrischer-reporter.de anzuzeigen.

    In der zweiten Folge von ePolitik haben wir uns mit dem Thema Netzneutralität beschäftigt. Dabei geht es um nicht weniger als um die Zukunft des Netzes: Bleibt es neutral und befördert alle Daten gleichermaßen, ohne auf Art und Inhalt zu achten oder werden zukünftig die Provider das Netz nach ihren Vorstellungen managen? Viele befürchten, dass sich die Struktur des Netzes grundlegend ändern könnte und es zu einer Art Kabelfernsehen degeneriert. Provider und die Bundesnetzagentur sehen dagegen kein Problem in einem intelligenten Mehrklassennetz. Was meinen Sie? Diesmal präsentiert ein Moderator das Thema – was halten Sie von dieser Form?

    Hier ist die MP4.

    13. Dezember 2010 6
  • : Cisco: Ende der Netzneutralität wäre gut
    Cisco: Ende der Netzneutralität wäre gut

    Christian Korff, verantwortlicher Europa-Direktor für die technologische Strategieentwicklung bei Cisco hat sich im Interview mit futurezone für ein Ende der Netzneutralität ausgesprochen. Mit diesem Ausschnitt ist schon vieles gesagt:

    FUTUREZONE: Und deshalb wäre das Ende der Netzneutralität für Cisco gut – weil Sie dann neue Hardware verkaufen können.

    Korff: Es wäre nicht nur für Cisco gut, sondern auch für die Bürger, weil eine leistungsgerechte Abrechnung erfolgen würde. Damit kann man sicherstellen, dass die Leistung dem zugute kommt, der sie erbringt. […]

    Ein Großteil der Hardware, die für Internet-Backbones genutzt wird, stammt von Cisco. Jetzt will Cisco wohl mal wieder neue Produkte an den Mann bringen.

    Das vollständige Interview kann man hier nachlesen.

    10. Dezember 2010 20
  • : Bald Zwei-Klassen-Daten im Internet?
    Bald Zwei-Klassen-Daten im Internet?

    Das ZDF-Heute-Journal hat heute einen 3‑Minuten Beitrag des Elektrischen Reporters gesendet, wo die Netzneutralitäts-Debatte nicht nur unseren Eltern erklärt wird:

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    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    In der ZDF-Mediathek findet sich auch ein 7‑Minuten langes Interview mit Markus Kurth, dem Präsidenten der Bundesnetzagentur.

    6. Dezember 2010 9
  • : FCC will am 21.12. die Netzneutralität regeln
    FCC will am 21.12. die Netzneutralität regeln

    Am 21. Dezember findet das Open Commission meeting der FCC statt. Mit auf der Agenda steht:

    Open Internet Order: An Order adopting basic rules of the road to preserve the open Internet as a platform for innovation, investment, competition, and free expression. These rules would protect consumers’ and innovators’ right to know basic information about broadband service, right to send and receive lawful Internet traffic, and right to a level playing field, while providing broadband Internet access providers with the flexibility to reasonably manage their networks.

    „Das Recht gesetzmäßige Inhalte zu senden und zu empfangen“ und die „Flexibilität zum angemessenen Netzwerkmanagement“ lassen sich natürlich sehr eng, oder auch sehr weit definieren. Man kann also in den wenigen Wochen vor diesem lang erwarteten Einmischen der FCC noch einmal mit einem Feuerwerk der Debatte rechnen. Nachdem die FCC sich erst einmal positioniert hat, wird wahrscheinlich nur noch wenig Spielraum bestehen – das Ergebnis wird ohne Frage auch für andere Länder bedeutsam sein.

    1. Dezember 2010 2
  • : USA: Comcast bricht Netzneutralität und erhebt Mautgebühren
    USA: Comcast bricht Netzneutralität und erhebt Mautgebühren

    Comcast did it again. Der US-Provider sorgte vor Jahren für Aufsehen, weil er für die eigenen Kunden p2p-Verkehr drosselte und damit zu einem der anschaulichen Fälle der US-Debatte rund um Netzneutralität wurde. Kritisiert wurde u.a., dass Comcast damit den eigenen Video on Demand Service eine bevorzugte Behandlung gewährte und Konkurrenz diskriminierte, die mit p2p-Technologien arbeitet. Jetzt fällt Comcast wieder negativ in der Netzneutralitätsdebatte auf, weil man Mautgebühren erhebt. Der Backbone-Provider Level3 macht darauf in einer Pressemitteilung aufmerksam: Level 3 Communications Issues Statement Concerning Comcast’s Actions.

    On November 19, 2010, Comcast informed Level 3 that, for the first time, it will demand a recurring fee from Level 3 to transmit Internet online movies and other content to Comcast’s customers who request such content. By taking this action, Comcast is effectively putting up a toll booth at the borders of its broadband Internet access network, enabling it to unilaterally decide how much to charge for content which competes with its own cable TV and Xfinity delivered content. This action by Comcast threatens the open Internet and is a clear abuse of the dominant control that Comcast exerts in broadband access markets as the nation’s largest cable provider.

    Über den ersten Comcast-Fall haben wir im Netzpolitik-Podcast Folge 88 mit dem US-Netzneutralitätsexperten Marvin Ammori geredet, der als rechtlicher Berater die Klage gegen Comcast vor der US-Regulierungsbehörde FCC mitgeführt hat.

    30. November 2010 13
  • : Zeitleiste der Debatte um die Netzneutralität
    Zeitleiste der Debatte um die Netzneutralität

    Vno Lobbynomics.com gibt es eine Zeitleiste der (US-)Debatte rund um Netzneutralität, die etwas weiter in der Zeit zurück geht, bevor wir Bits durch die Gegend schubsen. (Hier ist die 1 MB Version in voller Auflösung). Und hier in kleiner Version:

    25. November 2010 3
  • : Netzneutralität: Telekom will priorisierte Schnellstraßen im Netz
    Netzneutralität: Telekom will priorisierte Schnellstraßen im Netz

    Der Kommunikationsminister von Grossbritanien hat gestern erst angekündigt, Telekommunikationsunternehmen zu erlauben, die Netzneutralität aufzugeben und den Zugang zu priorisierten Schnellstraßen im Netz zu verkaufen. In einem Interview mit Zeit,.de wünscht sich Telekom-Chef Obermann jetzt dasselbe: „Wir sind keine Zensurbehörde!“. Das ganze Interview durch zieht sich eine Kommunikationslinie:

    Das sehe ich anders. Selbst einige Experten aus der Internetgemeinde sagen, dass in Zukunft die Netzkapazitäten besser gemanagt werden müssen. Das heißt konkret, je nach Service unterschiedliche Qualitätsstufen bereitstellen – ohne den heutigen Standard zu verschlechtern. Alle Inhalteanbieter und alle Kunden müssen Zugang zu diesen Stufen haben. [.…] Die Frage lautet doch: Werden innovative Unternehmen aus dem Markt gedrängt, wenn wir unterschiedliche Preismodelle einführen? Die Antwort ist klar nein. Warum sollten wir kleine Firmen ausschließen? Unser Interesse ist doch gerade das Gegenteil. Wir wollen möglichst viele junge, innovative Unternehmen als Partner gewinnen und ihnen tragfähige Geschäftsmodelle anbieten. Wenn diese Sorge der eigentliche Grund ist, dann sollte man an konkreten Beispielen die Wirtschaftlichkeit diskutieren und nicht mit unterstellter Zensur argumentieren. Wir sind keine Zensurbehörde!

    Auf deutsch übersetzt: Die Telekom will natürlich niemanden ausschließen und jeder, der bereit ist, den erforderlichen Betrag zu bezahlen, erhält selbstverständlich auch Zugang zu den priorisierten Schnellstraßen im Netz. Der Rest muss halt über die Trampelpfade laufen.

    18. November 2010 6
  • : Will Grossbritanien die Netzneutralität aufheben?
    Will Grossbritanien die Netzneutralität aufheben?

    Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet mit Verweis auf die Financial Times über Pläne in Grossbritanien, mal eben einen wichtigen Aspekt der Netzneutralitätsdebatte beiseite zu wischen und Providern zu erlauben, dass bestimmte Inhalteanbieter und ihre Inhalte priorisiert / bevorzugt (= z.B. gegen Geldzahlungen) durch Netze geleitet werden können: U.K. Government to Snub BBC, Google Over Web Access, FT Reports.

    U.K. Communications Minister Ed Vaizey will say today that Internet service providers should be free to favor traffic from one content provider over another, provided customers are informed, the Financial Times reported. In a speech at a London telecommunications conference organized by the newspaper, the minister will say the market should decide the extent to which service providers can charge for preferential content delivery and slow down other traffic.

    Mit anderen Worten die Idee erklärt: Wer das meiste Geld bezahlt, wird auch am schnellsten durchgeleitet. Wer nichts zahlt, wird über Trampelpfade ausgeliefert.

    (Danke an kosmopolit)

    Die Financial Times liegt leider hinter einer Paywall. Falls jemand da Zugang hat würde ich mich über eine Kopie der Originalmeldung freuen. (Hab schon gefunden, der Google-Bot Trick funktioniert).

    Hier erklärt der Minister in der Financial Times nochmal, wie toll das doch alles sei: Internet blow for Google and BBC.

    “A lightly regulated internet is good for business, good for the economy and good for people,” Mr Vaizey will say. “Consumers should have the ability to access any legal content or service. Content and service providers should have the ability to innovate and, most importantly, to reach users.” The UK’s broadband market is sufficiently competitive that ISPs should be allowed “flexibility in business models”, he will add and the coalition is “no fan of regulation”.

    Vor allem ist das toll für die profitierenden Telekommunikationsunternehmen.

    Update: Beim Guardian gibt es noch das Transcript der Minister-Rede.

    17. November 2010 14
  • : Die Netzneutralitätsdebatte von 1996
    Die Netzneutralitätsdebatte von 1996

    „Bricht das Internet 1997 zusammen?“ titelte die ZEIT im Jahre 1996 und wenn man den Artikel durchliest, könnte der weitgehend auch 2010 erschienen sein.

    Die neuen Anwendungen sind aber nicht nur datenhungriger, sondern auch rücksichtsloser. Bei einem elektronischen Brief ist es egal, ob er erst nach dreißig Sekunden ankommt. Bei einem InternetTelephonat müssen die Datenpakete dagegen per Expreß versandt werden, weil sonst die Stimmen stocken. Deswegen verwenden die meisten Programme zum Telephonieren im Internet auch ein Übertragungsprotokoll, das die Höflichkeitsregeln im Netz mißachtet. Wenn es dort nicht bald zugehen soll wie auf den ständig verstopften Highways von Los Angeles, hilft nach Meinung der meisten Internet-Ökonomen nur eines: Mautstellen, die ihre Gebühren dem Verkehrsaufkommen anpassen. Dann müßten Vielsurfer für die Überlastung bezahlen, die sie verursachen. Und die Netzbetreiber hätten eine Einnahmequelle, um bei Bedarf breitere Datenstraßen zu bauen.

    Jetzt haben wir 2010 und bisher ist ohne Mautstellen nichts zusammen gebrochen.

    25. Oktober 2010 9
  • : Netzneutralität: Debatte schwenkt wieder in Richtung Meinungsfreiheit
    Netzneutralität: Debatte schwenkt wieder in Richtung Meinungsfreiheit

    Sowohl in Deutschland als auch in den USA wurde die Debatte zur Netzneutralität zuletzt vornehmlich unter ökonomischen Gesichtspunkten geführt. Das war einerseits notwendig, weil die Termini der Ökonomie politischen Entscheidungsträgern vertrauter sind als die der Freiheit und Demokratie. Und natürlich geht es auch um wirtschaftliche Fragen – für viele Internet-Nutzer vielleicht sogar primär. Andererseits begibt man sich auf dünnes Eis, denn wenn die ökonomische und politische Sprache eines ist, dann euphemistisch und glatt wie ein Aal. Außerdem hält sich das Interesse der Bürger für Fragen der Marktregulation im Allgemeinen in Grenzen.

    21. Oktober 2010 6