Kultur

Netzneutralität: A Guide to the Open Internet

„A Guide to the Open Internet“ ist eine schöne kleine Kampagnenseite für Netzneutralität, die recht anschaulich erklärt, worum es bei der Debatte geht. Einfach mal nach unten scrollen.


netzpolitik.org - unabhängig & kritisch dank Euch.

Die passende Domain theopeninter.net ist auch nett.

(via @alexlehmannfilm)

5 Kommentare
  1. Oho, jetzt werden langsam härtere, äh buntere Geschütze aufgefahren. Auf der obigen Website wird aber nicht in *vollem* Umfang erklärt, worum es bei der Debatte geht. Die Webseite beschreibt dort nämlich nur um jenen Bereich der Netzneutralität, welcher die Gleichheit der Dienste regeln soll. In der Debatte geht es aber oft noch um mehr. Das wird natürlich nicht erwähnt. Das ist aber nicht ganz so tragisch, denn die Grafik erklärt immerhin das grundlegende Problem für Leute, welche sich bislang nicht damit beschäftigt haben. Und dieses auf der Webseite beschriebene Geschäftsmodell ist schließlich wirklich ziemlich abartig.

    Wer sich bereits mit Netzneutralität beschäftigt hat, der fühlt sich nur bestätigt durch die Grafik und wird zukünftig vielleicht die staatl. Netzneutralität fordern. Und in allem Tatendrang werden die Leute dann übersehen, dass damit mehr als nur die Diskriminierung von Diensten verhindert wird.

    Deep-Packet-Inspection sollte allein schon deshalb illegal sein, indem man sagt: Es gibt etwas wie „Briefgeheimnis“

    Wenn man aber Deep-Packet-Inspection verbietet, dann macht sich ein Provider aber strafbar, wenn er transparentes Caching von Daten durchführt. Über diese Technik lässt sich streiten, besonders wenn noch verlustbehaftete Kompression bei mobilem Internet hinzukommt. Aber Caching kann durchaus sinnvoll sein. Deshalb muss es für zwei Vertragspartner weiterhin möglich sein, von der Neutralität abweichende Regelungen zu treffen.

    Mein Fazit für heute: Es ist alles so sinnlos. Wie man auch immer die Forderungen zur Netzneutralität formuliert: Immer gibt es Nebenwirkungen oder Unklarheiten, wie man die Ausnahmen definieren soll. Rechtsunsicherheit lässt grüßen. Und das ist auch mein Meta-Kritikpunkt: Durch fehlende ausformulierte Forderungen zur Netzneutralität fällt es schwer, die Forderung nach Netzneutralität zu kritisieren. Man fährt auf vereisten Straßen.

  2. Die Vision von der Webseite ist ja fast schon positiv, denn die sonstigen Dienste bekommen hier eine ganz dicke Röhre, während die Bezahldienste jeweils nur eine dünne Röhre bekommen. Die Gefahr liegt aber gerade darin, dass die Bezahldienste selbstverständlich die ganz dicken Röhren kriegen (die bringen ja Geld ein) und die sonstigen Dienste erst die dünne Röhre bekommen, und dann wegen angeblich nicht vorhandener Marktnachfrage aber eigentlich aus Kostengründen ganz abgestellt wird.

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