Digital Rights

  • : Die Einführung der digitalen Todesstrafe
    Die Einführung der digitalen Todesstrafe

    Focus.de hat mich zu Internetsperren gegen Raubkopien und Kinderpornografie und noch ein paar anderen Dingen interviewt: „Einführung der digitalen Todesstrafe“.

    FOCUS Online: Von wem geht die größte Gefahr aus?

    Beckedahl: Einerseits von Politikern, die die Folgen ihrer Gesetze nicht einschätzen können, weil sie mit dem Medium Internet nicht vertraut sind. Andererseits wollen Sicherheitsbehörden alle Techniken nutzen, die heute zur Verfügung stehen. Auch die Unterhaltungsindustrie spielt eine große Rolle: Sie versucht, ein härteres Vorgehen gegen Urheberrechtsverletzungen durchzusetzen, und nimmt dabei auch Kollateralschäden in Kauf.

    13. April 2009 5
  • : Mahnwache am Freitag: Keine Scheuklappen fürs Netz!
    Mahnwache am Freitag: Keine Scheuklappen fürs Netz!

    Protestkundgebung gegen Internetsperren in einer freien Gesellschaft.

    Wann & Wo?
    Am Freitag, den 17. April 2009
    Zwischen 9 Uhr und 9:30 Uhr

    Vor dem Presse- & Besucherzentrum der Bundesregierung (Bundespressekonferenz)
    Reichstagufer 14 | U+S‑Bhf. Berlin-Friedrichstraße
    Karte: http://tinyurl.com/d9d7pm

    Updates
    16. April Die GRÜNE JUGEND Bundesverband unterstützt nun den Aufruf. Es gibt nun zahlreiche Schildvorlagen online. Bleibt kreativ!
    15. April: Termin der Unterzeichnung sowie unserer Versammlung sind nun seitens BMFSFJ und Polizei bestätigt. Wir sehen uns!
    14. April: Es gibt nun ein WordPress-Plugin von Sven, dass zur Zeit der Kundgebung eine Vorschaltseite einblendet.
    12. April: Der Verein der Missbrauchsopfer gegen Internetsperren, die Fachschaft der Informatik und Mathematik der FU-Berlin sowie das Netzwerk Neue Medien unterstützen nun die Kundgebung.
    11. April, 20h: Es gibt einen Text-Flyer (A4 PDF) mit diesem Aufruf, auch als montiertes PDF 2x A5 auf 1x A4

    Was?
    Am Freitag wollen die größten Internetprovider Deutschlands einen Vertrag mit Bundesfamilienministerin von der Leyen unterzeichnen, in dem sich die Provider freiwillig verpflichten über das Internet zugängliche, kinderpornographische Inhalte herauszufiltern bzw. zu sperren.

    Wir sind überzeugt, dass mit diesem Vorgehen weder der eigentliche Missstand des Kindesmissbrauchs noch dessen Dokumentation im Internet gelöst werden kann. Die Probleme werden ausgeblendet und darüber hinaus Wege geschaffen werden, die eine Zensur des Internets für beliebige Inhalte ermöglichen.

    Wer?
    Unterstützt wird die Mahnwache bereits von folgenden Organisationen und Einzelpersonen:
    AK Vorratsdatenspeicherung
    Chaos Computer Club
    Fachschaft der Informatik und Mathematik der FU-Berlin
    FoeBuD
    GRÜNE JUGEND
    Netzwerk Neue Medien
    Piratenpartei
    Verein der MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren (MOGIS)
    padeluun, Netzkünstler
    – Florian Bischof, AK Vorrat & Piraten
    – Werner Hülsmann, Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V.
    – Markus Beckedahl, netzpolitik.org
    – Alvar Freude, Fitug & odem.org
    – …

    Weitere Unterstützer sind herzlich eingeladen und mögen sich bitte via Trackbacks, in den Kommentaren oder direkt beim „Wetterfrosch“ melden (s.u.).

    Fotomotiv?
    Klar! Mit Scheuklappen wird anhand von Computer-Benutzern demonstriert, wie es Internetnutzern den Politikern gleich machen sollen Probleme durch aktives Ausblenden zu lösen.

    Danach?
    Nach der Aktion um 9h findet ab 9:30h die Vertragsunterzeichnung auf einer Pressekonferenz in den Räumen 5 und 6 des Besucherzentrum des Bundespresseamts statt.
    Die Pressekonferenz ist für alle Journalisten mit anerkanntem Ausweis oder nach Anmeldung bei presse_ätt_bmfsfj.bund.de zugänglich.

    Wie kann ich helfen?
    Spread the word, Kommt zahlreich, Seid kreativ! Gib Deiner Lieblings-(N)GO bescheid. Tweets, Blog-Einträge, Web- und Stoff-Banner, Flyer, Poster … is ja alles nicht so schwer :)

    Wer ist Ansprechpartner?
    Presse- & Orgakontakt sowie Anmelder & Leiter der Mahnwache ist bislang in erster Linie Matthias ‚wetterfrosch’ Mehldau, CCC.
    Mail: wetter_ätt_berlin.ccc.de
    Jabber: wetterfrosch_ätt_jabber.berlin.ccc.de
    Mobil: +49 176 29959596
    Twitter: http://twitter.com/wetterfrosch
    Weitere Ansprechpartner sind bisweilen der Liste der Unterstützer zu entnehmen.

    Medien: taz-Blog ctrl, gulli.com, Radio Fritz – Trackback, Radio Utopie

    Letzte Infos immer auf: http://tinyurl.com/zensursula respektive https://netzpolitik.org/2009/mahnwache-am-freitag-keine-scheuklappen-fuers-netz/

    Kommt zahlreich. Seid kreativ. Spread the word!

    11. April 2009 110
  • : zensurprovider.de: Liste der Zensurprovider
    zensurprovider.de: Liste der Zensurprovider

    Jüngst wurde unter zensurprovider.de eine Liste aller großen Provider eröffnet, welche ihre Aussagen über ihren Willen zur Unterstützung des Internetfilterungs-Projekt unserer Familienministerin Zensursula von der Leyen zusammenstellt.

    Wir möchten Euch an dieser Stelle dazu aufrufen die Provider, welche sich in dieser Frage noch nicht positioniert haben anzufragen, wie sie denn dazu stehen.

    Unklar ist dies noch bei AOL, CompuServe, congstar (St. Pauli Sponsor! – vmtl. Ja, weil Tochter der Telekom. Danke endur.), EWE TEL, Kabel BW, M‑net, NetCologne, Strato, Tele2 sowie Unitymedia. Sachdienliche Hinweise bitte per Mail an: sgpluszensur (at) unkreativ (punkt) org oder in die Kommentare.

    Bereits auf der Schwarzen Liste stehen die folgenden Provider: Alice, Arcor, Deutsche Telekom, Hansenet, Kabel Deutschland, O2, Vodafone. Wir empfehlen dringenst einen Providerwechsel in Erwägung zu ziehen, sollten sich diese Medienberichte bestätigen.

    Auf der Grünen Liste stehen (bislang/noch) lediglich Manitu, QSC (Statement, PDF) und Versatel (s. heise).

    Haftungsausschluss: Für die Richtigkeit dieser Angaben wird an dieser Stelle keine Verantwortung übernommen, die Quellangaben finden sich alle unter zensurprovider.de.

    Juristisch interessant ist ferner ja mal die Frage, ob die Kunden, deren Provider den Vertrag mit der von der Leyen unterschreiben ein außerordentliches Kündigungsrecht zustehen würde, sollte der Vertrag tatsächlich zustande kommen.

    Für den kommenden Freitag ist bereits eine Mahnwache zum Ort und Zeitpunkt der Unterzeichnung des Vertrages zwischen den Providern und von der Leyen geplant. Der Aufruf erscheint heute mittag auf netzpolitik.org.

    11. April 2009 37
  • : Wikileaks.de gesperrt?
    Wikileaks.de gesperrt?

    Update: Die Aufklärung findet sich hier.

    Am 24. März 2009 gab es eine Hausdurchsuchung in der Wohnung von Theodor ‘morphium’ Reppe. Ihm wird als Besitzer der Domain Wikileaks.de die Verbreitung pornographischer Schriften vorgeworfen. Wir hatten nach dem Vorfall ein kurzes Interview mit ihm per Mail geführt. Heute stellt sich heraus, dass anscheinend die Domain wikileaks.de gesperrt wurde:

    Die genauen Hintergründe sind noch nicht bekannt. Wikileaks.org hat eine Pressemitteilung dazu verfasst: Deutsche Wikileaks Domain ohne Vorwarnung gesperrt.

    Diesmal sind es die deutschen Behoerden, die versuchen eine ganze Presseorganisation wegen einem von hunderttausenden Dokumenten zu schliessen, ohne den Herausgeber ueberhaupt zu kontaktieren. Kontaktinformationen zu Wikileaks sind auf jeder Seite des Portals zu finden. Wikileaks publiziert weiter ueber die nicht-deutschen Domains. Wenn die deutsche Initiative zur Zensur des Internets erfolgreich ist, ist zu erwarten, dass diese alternativen Domains zensiert werden. China – und nun Deutschland – sind die einzigen Laender dieser Welt, die versuchen eine ganze Wikileaks Domain zu zensieren.

    Mehr Hintergrund: Netzpolitik-Podcast 071 ist ein englischsprachiges Interview mit Julien Assange von Wikileaks.

    Update: Ich hab den Domaininhaber angemailt und warte auf eine Reaktion dazu. (Siehe Kommentare). Gerade bekam ich eine Reaktion: Er weiß leider gar nicht, was da los ist und meldet sich wieder, sobald er was in Erfahrung gebracht hat. Gut möglich, dass der Provider kalte Füsse bekommen hat. Mal schauen, wie es weitergeht.

    10. April 2009 70
  • : Cory Doctorow auf der re:publica´09
    Cory Doctorow auf der re:publica´09

    Einer meiner persönlichen Höhepunkte auf der re:publica´09 war der Vortrag von Cory Doctorow über „How to survive the Web without embracing it – the characteristics of a successful offline medium in the 21st century.“ Cory gab einen Überblick über Geschäftsmodelle mit Offenheit und die Bedeutung von digitalen Bürgerrechte. 60 Minuten, die sich definitiv lohnen! Den Talk gibt es bei Make.tv zu sehen:

    10. April 2009 3
  • : Etwas Licht in die ACTA-Verhandlungen
    Etwas Licht in die ACTA-Verhandlungen

    Es kommt etwas Licht in die ACTA-Vehandlungen, dem internationalen Anti-Piraterie-Abkommen. Heise berichtet: US-Regierung veröffentlicht Details über geplantes Anti-Piraterieabkommen.

    Für strafrechtliche Maßnahmen, auf die sich die EU-Mitgliedsstaaten bislang nicht einigen konnten, sollen zunächst quantitative und qualitative Hürden und Sanktionen abgesteckt werden, etwa wann die Behörden auf eigene Initiative tätig werden können, ohne dass eine konkrete Beschwerde eines Rechteinhabers vorliegt. Dann werden wie im Zivilrecht Fragen zu Durchsuchungen, Beschlagnahmen und Zerstörungen illegal kopierter oder gefälschter Güter abgehandelt. Dazu kommt die geplante Einführung einer Strafvorschrift für die illegale Aufzeichnung von Kinovorführungen. Offen ist laut dem sechsseitigen Papier noch der vierte Abschnitt zur „Durchsetzung geistiger Eigentumsrechte in der digitalen Welt“. Dabei soll es auch um die „Rolle und Verantwortung“ der Zugangs- und Diensteanbieter gehen. Ein Entwurf liege dafür noch nicht vor, derzeit werde noch die geltende Rechtslage in den teilnehmenden Staaten sondiert.

    Hier gibt es ein offizielles Strukturpapier der US-Regierung.

    9. April 2009 3
  • : Netzpolitik-Podcast 076: 3‑Strikes in Frankreich (abgelehnt)
    Netzpolitik-Podcast 076: 3‑Strikes in Frankreich (abgelehnt)

    Der Netzpolitik-Podcast Folge 076 ist ein Interview mit Jeremie Zimmermann von La Quadrature du Net über das Graduate Response (3‑Strikes and you’re out) Gesetz in Frankreich. Dies wurde letzte Woche im Parlament beschlossen, als 16 Abgeordnete noch vor Ort waren. In dem knapp 15 Minuten langen Gespräch unterhalten wir uns über das Gesetz, die Kritik daran, die Blackout-Kampagne, die parlamentarischen Prozesse in Frankreich und was die nächsten Schritte sind. Als wir das Interview am Dienstag Abend aufzeichneten, hoffte Jeremie noch auf das französische Verfassungsgericht.

    Hier ist die MP3.

    Heute gab es eine Abstimmung in der Nationalversammlung, was nur noch eine reine Formalie zu sein schien. Und überraschenderweise wurde das Gesetz heute abgelehnt, womit niemand mehr gerechnet hat! Die erste Nachricht tickerte gerade auf französisch, eine englische Übersetzung wird noch folgen. Danke an Julian Frisch für die schnell Übersetzung:

    La Quadrature du Net: HADOPI, French „three strikes“ law rejected!

    „Paris, 9 April 2009 – In einem überraschenden Sinneswandel, während der abschließenden Diskussion im Vermittlungsausschuss über das HADOPI-Gesetz, hat die Nationalversammlung den Text abgelehnt. Die Stimme der Bürger und zahlreicher Kritiker die sich gegen diesen gefährlichen und absurden Text erhoben haben, wurde letztendlich gehört. Vor einer zerfallenden Mehrheit, Opfer ihrer Zweifel, wurde der Text in der offenen Abstimmung entgegen aller Erwartungen endgültig abgelehnt,

    «Das war ein hervorragender Sieg für die Bürger. Diese Abstimmung zeigt, dass es noch möglich ist, in diesem Frankreich, die Stimme der Bürger hörbar zu mchen. Das ist ein fantastisches Beispiel für die Verwendung des Internets gegen die, die es kontrollieren wollen. Die individuellen Freiheiten werden nun nicht zugunsten organisierter Interessen einiger überholter Industrien geopfert werden. Das HADOPI-Gesetz wurde früher als erwartet beerdigt» erklärt Jérémie Zimmermann, Mitbegründer und Sprecher von „La Quadrature du Net“.

    Ich hab mir gleich einen aktuellen Kommentar von Jeremie Zimmermann zum Erfolg geholt:

    „This vote shows that even in the majority party of Nicolas Sarkozy there wasn’t even supporters for this absurd and dangerous law that is rejected by everybody. But the rejection of this law is not the end of the will of the gov to control the internet. We must remain vigilant “
    Übersetzung: „Das Abstimmungsergebnis zeigt, das sogar in der Regierungspartei von Nicolas Sarkozy dieses absurede und gefährliche Gesetz abgelehnt wurde. Aber die Ablehnung dieses Gesetzes ist nicht das Ende in den Bemühungen der Regierung, das Internet kontrollieren zu wollen. Wir müssen weiter wachsam bleiben.“

    Andere französische Quelle: Piratage – Hadopi : gros bug à l’Assemblée !.

    Die Futurezone berichtet jetzt: F: Nationalversammlung kippt HADOPI.

    Die französische Nationalversammlung hat am Donnerstag in einem Überraschungscoup der Opposition mit den Stimmen der Sozialdemokraten, der Grünen und der bürgerlichen Zentrumspartei den Kompromisstext zum Internet-Sperrgesetz „Loi HADOPI“ abgelehnt. Wie Reuters und die Tageszeitung „Le Monde“ berichteten, konnte das geschehen, weil offenbar nicht genügend Abgeordnete der rechtskonservativen Regierungspartei UMP anwesend waren, die das Gesetz auf den Weg gebracht hatte. Zudem hatte sich die Zentrumspartei Nouveau Centre von ihrer bisher neutralen Position zurückgezogen und sich den Gegnern des Gesetzes angeschlossen, mit dem eine Behörde namens HADOPI geschaffen werden soll, die Internet-Nutzern nach zweimaliger Verwarnung wegen mutmaßlicher Urheberrechtsverstöße für bis zu ein Jahr den Anschluss kappen soll. Eigentlich hätte das Gesetz, das am Donnerstagvormittag den Senat passiert hatte, nach dem Votum in der Nationalversammlung vom Obersten Gerichtshof auf seine Verfassungsmäßigkeit überprüft werden sollen.

    Jeremie war auch schon bei Netzpolitik-Podcast 072 zu Gast, wo wir uns ausführlich über „La Quadrature du Net“ unterhalten haben.

    Update: Es ist zu erwarten, dass die Regierungspartei UMP das Gesetz demnächst wieder auf die Tagesordnung setzt und dann auch alle Abgeordneten mobilisiert. Diesmal waren zuviele Abgeordnete schon im Oster-Urlaub. Trotzdem ist das ein schöner Erfolg, der in Frankreich und weltweit wieder viel Aufmerksamkeit für das absurde Gesetzesvorhaben bringen wird.

    9. April 2009 18
  • : Cory Doctorow: Erfolg durch Kopieren
    Cory Doctorow: Erfolg durch Kopieren

    Golem data-epi-spacing hat data-epi-spacing ein data-epi-spacing Interview data-epi-spacing mit data-epi-spacing Cory data-epi-spacing Doctorow data-epi-spacing auf data-epi-spacing der data-epi-spacing re:publica’09 data-epi-spacing gemacht: data-epi-spacing Erfolg data-epi-spacing durch data-epi-spacing Kopieren.

    Cory data-epi-spacing Doctorow, data-epi-spacing Schriftsteller data-epi-spacing und data-epi-spacing Blogger, data-epi-spacing stellt data-epi-spacing seine data-epi-spacing Werke data-epi-spacing kostenlos data-epi-spacing ins data-epi-spacing Internet data-epi-spacing und data-epi-spacing verkauft data-epi-spacing trotzdem data-epi-spacing viele data-epi-spacing gedruckte data-epi-spacing Bücher. data-epi-spacing Im data-epi-spacing Gespräch data-epi-spacing mit data-epi-spacing Golem.de data-epi-spacing erklärt data-epi-spacing er, data-epi-spacing warum data-epi-spacing Kopieren data-epi-spacing im data-epi-spacing Internetzeitalter data-epi-spacing ein data-epi-spacing Erfolgsrezept data-epi-spacing sein data-epi-spacing kann.

    Hier klicken, um den Inhalt von video.golem.de anzuzeigen.

    9. April 2009 3
  • : Der Netzzensur-Vertrag wird am 17.4. unterschrieben
    Der Netzzensur-Vertrag wird am 17.4. unterschrieben

    Onlinekosten berichtet, dass am 17. April fünf große Provider den Netzzensur-Vertrag mit der Bundesregierung unterzeichnen werden. Namentlich sind das wohl Deutsche Telekom, Vodafone/Arcor, Hansenet/Alice, O2 und Kabel Deutschland. Mal schauen, ob es ein Sonderkündigungsrecht für Kunden dieser Provider geben wird.

    9. April 2009 16
  • : Demokratie und Datenschutz in Social Networking Sites
    Demokratie und Datenschutz in Social Networking Sites

    Die schönsten Momente an solchen Events wie der re:publica sind, wenn man einen Vortrag hält und nicht eine fertige Meinung hat, sondern vor allem Thesen zur Diskussion stellen will – und wenn sich dann mit dem Publikum und den Ko-Referenten hinterher eine Dynamik ergibt, wo plötzlich ein Argument ins andere greift und etwas neues entsteht. „Shift happens“ galt hier für mich in Bezug auf einen solchen Erkenntnisgewinn.

    Nach unserem Panel zu „Netiquette for Social Networks“ (wo die Netiquette im engeren Sinn leider zu kurz kam, weil Ronald Leenes kurzfristig absagen musste), hatte ich spontan meinen Slot zu Deep Packet Inspection auf dem Privacy Open Space umgewidmet, um noch weiter diskutieren zu können. In einem Workshopraum im Media Center mit ca. 20 Teilnehmern (statt der gefühlten 1000 vor der Palast-Bühne) wurde es dann so interessant, dass Patrick Dax vom ORF hinterher ein Gespräch zwischen mir, meinem Ko-Referenten Jan Schallaböck und dem rp08-Referenten Sebastian Deterding (auf dessen Vortrag ich stark aufgebaut hatte), aufzeichnete. Wir haben auch hinterher noch lange weiter geredet und werden die Diskussion sicherlich bei Gelegenheit auch nochmal öffentlich führen. Die gekürzte Fassung des Gesprächs gibt aber einen guten Eindruck davon, um was es hier geht: „Demokratie und Datenschutz auf Facebook & Co. “ :

    Social-Networking-Sites wie Facebook wurden wegen ihrer Datensammelwut zuletzt scharf kritisiert. Sowohl in der EU als auch in den USA wird laut über Regulierungsmaßen nachgedacht. Facebook kündigte vor kurzem an, seine Nutzer künftig bei der Gestaltung der Nutzungsbedingungen mitreden zu lassen. Was ist von solchen Initiativen zu halten? Warum können Nutzerprofile nicht von einem Netzwerk in ein anderes übertragen werden? Braucht es dazu regulierende Eingriffe? Wie könnten die aussehen?

    8. April 2009 3
  • : ZDF: Der gläserne Deutsche
    ZDF: Der gläserne Deutsche

    Gleich um 23:30 Uhr im ZDF und jetzt schon in der Mediathek: Der gläserne Deutsche – Wie wir Bürger ausgespäht werden

    Die Mehrheit der Deutschen sammelt Payback-Punkte und surft im Internet. Sie fährt mit der Bahn, zahlt mit Kreditkarte und bestellt beim Versandhaus. Sie kommuniziert viel und gerne und freut sich, dass das digitale Zeitalter das Leben in vielerlei Hinsicht leichter macht. Dabei geben die meisten Bürger Informationen über sich preis, ohne eine Ahnung davon zu haben, was mit ihren Daten so alles passiert. Dieser Frage geht die ZDF-Dokumentation nach und stellt fest, dass der Handel mit unseren Daten und Adressen zu einem Riesengeschäft geworden ist. Ganz legal legen große und renommierte Unternehmen Verzeichnisse über nahezu jeden Deutschen an. Wer versucht, gegen dieses Geschäft vorzugehen, stößt auf massiven Widerstand einer mächtigen Lobby. „Die Bürger vertrauen den Datensammlern viel zu stark“, sagt der Datenschutzexperte und langjährige Harvard-Professor Viktor Mayer-Schönberger und warnt: „Jedes Stück mehr Information gibt mehr Kontrolle.“ […]

    Kann man auch aus der Mediathek einfach befreien und weiterverteilen, bevor es der sinnfreien 7‑Tage-Regelung zum Opfer fällt.

    7. April 2009 48
  • : re:view der re:publica´09
    re:view der re:publica´09

    Seit der re:publica´09 sind einige Tage vergangenen und ich konnte mich etwas ausruhen und mir all das Feedback durchlesen, was wir bekommen haben. Kurz gesagt: Ich fands toll, inspirierend und freute mich, soviel nette und interessante Menschen zusammen gebracht zu haben. Auch wenn man sich als Veranstalter etwas ärgert, dass man selbst kaum Zeit und Entspannung hat, sich auch mit allen ausführlich auszutauschen, mit denen man das möchte. Immer gibt es irgendwas zu organisieren, das ist ja wie auf der eigenen Party, wo man in der Regel auch erst zum Schluß entspannt wird.

    Die re:publica ist seit der ersten Veranstaltung 2007 massiv gewachsen. Was als Blogger-Konferenz begann, wo sich die meisten kannten, ist auf 1600 Menschen angewachsen. Und auch das Themenspektrum ist grösser geworden. Wir sind nicht mehr die „Blogger-Konferenz“, sondern versuchen soviele Facetten der Digitalen gesellschaft abzudecken, wie das zeitlich und räumlich in drei Tagen möglich ist. Insofern kamen 180 Referenten in 100 Veranstaltungen zusammen, um zu reflektieren und Wissen zu teilen. Das ist im großen und ganzen prima gelungen. Ich hätte gewünscht, mehr Zeit in den Vorträgen und Workshops verbracht haben zu können. So blieb es bei vielleicht fünf bis zehn, aber die waren großartig. Wann hat man schonmal die Möglichkeit, Cory Doctorow mit einem fulminanten Plädoyer für digitale Bürgerrechte und Zukunft auf seiner eigenen Konferenz sprechen zu hören oder Lawrence Lessig in einem seiner vielleicht letzten Vorträge über Urheberrecht in Europa (Der mich vorher noch fragte, wie ich ihn denn bekommen hätte und mir nur einfliel, dass ich doch eine nette Mail geschrieben habe und argumentierte, dass wir ihn hier brauchen, um mehr Bewusstsein für die Probleme mit dem Urheberrecht zu schaffen.) Auch wenn Jimbo Wales mehr die Wikipedia erklärte und weniger über Open-Government sprach, wie ich mir das gewünscht hatte – so hat sein Vortrag doch vielen was gebracht,d ie noch nicht so in dem Thema drin sind.

    7. April 2009 17
  • : Global Internet Freedom Index veröffentlicht
    Global Internet Freedom Index veröffentlicht

    DIe amerikanische Organisation Freedom House ist bekannt für ihre umfangreichen und methodologisch recht ausgefeilten Berichte zum Stand der bürgerlichen Freiheiten in der ganzen Welt. Im letzten Jahr haben sie endlich mal angefangen, sich auch um die Freiheitsrechte im Internet zu kümmern. Die Methodologie für den „Global Internet Freedom Index“ ist nun fertig, und heute wurde auf der re:publica ein erster Pilot-Bericht vorgestellt , der die Ergebnisse von 15 Länderanalysen auf dieser Basis zusammenfasst. Es ging dabei nicht nur um Zensur und ähnliche Sachen, sondern auch um die Verfügbarkeit der zugrundeliegenden Kommunikationstechnologien und anderes. Die Ergebnisse sind recht interessant, so ist vielfach die Pressefreiheit stärker bedroht als die Netzfreiheit. Zensur nimmt allerdings fast überall zu, gleichzeitig scheinen die Aktivisten sich aber auch stärker mit Hilfe des Internet gegen Repression zu wehren. Die Presseerklärung fasst die Trends so zusammen:

    • Growing Access, Threats: In six (40 percent) of the countries examined, internet use doubled between 2006 and 2008. Mobile phone penetration doubled in three (20 percent) of the countries. At the same time, six countries (40 percent) sentenced a blogger to prison and a third of the countries introduced new internet-restricting legislation. Methods to control and censor traditional media are seeping into the new media environment, but are not as common yet. In addition to imprisonment, torture, and intimidation of internet activists, governments also engage in online harassment by hacking or using technical means to shut down websites.
    • Censorship Proliferates: Eleven countries (73 percent) targeted political content in at least one instance, and general censorship and control was present in every country studied. Censorship techniques included technical filtering, manual content removal because of government directives, intimidation, judicial decisions and sophisticated manipulation of online conversations by undercover agents.
    • Outsourcing Censorship: More governments are requiring private actors such as internet service providers, blog hosting companies, cybercafé employees and mobile phone operators to censor and monitor users. This outsourcing affects both local and multinational companies.
    • More Internet Freedom than Press Freedom: For every country in the study—with the exception of the United Kingdom—their internet freedom score outperformed their score in Freedom House’s Freedom of the Press study, which principally examines broadcast and print media. These differences were most pronounced in the Partly Free countries such as Kenya, Russia and Malaysia.
    • Civic Activism Increases: Citizens are resisting government control by blogging, using code for sensitive keywords and organizing protests and advocacy groups through social networks like Facebook.

    Der Schwerpunkt scheint entsprechend der Freedom-House-Tradition auf Zensur zu liegen. Wenn sie noch stärker auf Überwachung geachtet hätten, wäre z.B. Großbritannien sicher nicht in der Liste der freiesten Länder gelandet. Wir werden darüber mit den Leuten von Freedom House, die gerade hier in Berlin sind,  die nächsten Tage noch in Ruhe reden – der Sinn der Pilotstudie ist ja, genau solches Feedback zu bekommen.

    1. April 2009 6
  • : Jetzt live und in Farbe: re:publica’09
    Jetzt live und in Farbe: re:publica’09

    Ich werde hier die kommenden Tage wohl kaum zum bloggen kommen. Unsere re:publica’09-Konferenz hat offiziell in Berlin begonnen. Bis Freitag Abend werden über 180 RednerInnen in mehr als 100 Veranstaltungen mit mehr als 1500 Menschen über Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft diskutieren. Das Programm findet sich hier. Aktuelle Informationen gibt es u.a im offiziellen Twitter-Channel. Das Live-Geschehen bei Twitter kann man mit Hilfe des Tags „rp09“ in der Twitter-Suche verfolgen. Video-Streams werden in Kooperation mit Make.tv übertragen.

    Hier ist der Live-Stream.

    1. April 2009 5
  • : LG Karlsruhe: Durchsuchung wegen mittelbaren Links auf dänische Sperrliste war statthaft
    LG Karlsruhe: Durchsuchung wegen mittelbaren Links auf dänische Sperrliste war statthaft

    Wir haben mal wieder ein juristisches Problem, wie Internet-Law berichtet: LG Karlsruhe: Durchsuchung wegen mittelbaren Links auf dänische Sperrliste war statthaft.

    Der Beschuldigte hatte keineswegs unmittelbar auf kinderpornografische Inhalte verlinkt und noch nicht einmal direkt auf eine ausländische Sperrliste, sondern vielmehr nur auf einen Beitrag in dem Blog Schutzalter, der sich seinerseits mit den dänischen Kinderporno-Sperrlisten beschäftigt und sich insgesamt kritisch mit der dänischen Sperrdiskussion auseinandersetzt. Dieser Blogger hatte im Rahmen seines Beitrags einen Link auf wikileaks.org gesetzt. Gegen den Betreiber des Blogs wird übrigens auch ermittelt.
    […]
    Von einem gezielten Link auf strafbare Inhalte kann hier freilich gar keine Rede sein. Das macht aber nach Ansicht des Landgerichts Karlsruhe auch nichts. Im Beschluss heißt es hierzu wörtlich:
    „Aufgrund der netzartigen Struktur des WORLD WIDE WEB ist jeder einzelne Link im Sinne der conditio-sine-qua-non-Formel kausal für die Verbreitung krimineller Inhalte, auch wenn diese erst über eine Kette von Links anderer Anbieter erreichbar sind“

    Passend dazu auch das Datenschutz-Blog: Warnung: Hausdurchsuchung bei sämtlichen Blog-Betreibern denkbar?

    Das heißt übersetzt: Verdächtig ist, wer zu einer (nicht “bösen”) Seite linkt, die zu einer Seite linkt, die “böses” bereit hält. Im konkreten Fall ging es um Wikileaks.de. Der Betroffene hatte aber nicht direkt dorthin gelinkt, sondern zu einer Seite, die wiederum auf Wikileaks.de verwiesen hat. Das reichte, mit obiger Begründung, für eine Durchsuchung. Mit dieser Argumentation ist letztlich jeder Link, der – gleich über wie viele Ecken – zu irgendeiner “bösen” Seite weiterleiten könnte. Das Problem nur: Zu Wikileaks.de hat auch Heise.de in einem Artikel verlinkt. Und ich möchte jetzt nicht darüber sinnieren, wie viele Blogs irgendwo mindestens einen Link zu heise.de gesetzt haben, somit in das obige Muster fallen. Das Feindstrafrecht zeigt seine Fratze.

    30. März 2009 27
  • : Der Gesetzesentwurf für Internet-Sperren
    Der Gesetzesentwurf für Internet-Sperren

    Alvar Freude hat den Gesetzesentwurf (PDF) für Internet-Sperren zugeschickt bekommen und veröffentlicht: Der Gesetzesentwurf für Internet-Sperren: Europa oder alle Länder?

    Bei Heise gibt es dazu einen Artikel: Kinderporno-Sperren: Gesetzentwurf sieht nur Blockade außereuropäischer Webseiten vor.

    Dem Papier zufolge schlägt das federführende Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) vor, dem Telemediengesetz (TMG) einen Paragrafen 8a hinzuzufügen. Im ersten Absatz dieses 8a sollen Provider dazu verpflichtet werden, „durch geeignete und zumutbare technische Maßnahmen“, den Zugang zu Kinderpornographieangeboten auf der Sperrliste „zu erschweren“. Gemäß dem fünften Absatz sollen die Provider „dem BKA eine statistische Auswertung über die Anzahl der abgewehrten Zugriffe pro Tag unter Benennung der Zugriffsziele“ übermitteln. Das Bundeskriminalamtgesetz wird laut Entwurf um einen Paragrafen 4a ergänzt. Hier findet sich eine Überraschung: Dem Vorschlag des BMWi zufolge soll das BKA nur Webadressen auf die Liste setzen, die außerhalb der Europäischen Union gehostet werden. Das BKA soll außerdem jederzeit in der Lage sein nachzuweisen, dass die Webseiten zum Zeitpunkt der Bewertung tatsächlich kinderpornografisches Material enthielten.

    30. März 2009 10
  • : Datenskandal bei Kabel Deutschland
    Datenskandal bei Kabel Deutschland

    Es gibt einen neuen Daten-Skandal in Deutschland. Der mit 9,1 Millionen Kunden größter Kabelnetzbetreiber in Deutschland, Kabel Deutschland, hat nach Angaben der Wirtschaftswoche im Rahmen einer Telefonaquise-Aktion Kundendaten an verschiedene Call-Center weitergegeben. Dabei wurden die Daten in Excel-Dateien verschickt. Verschiedene Call-Center haben wiederum Subunternehmen beauftragt, die dann auch diese Excel-Dateien bekamen. Man kann sich vorstellen, dass diese Daten nun unkontrolliert weitergegeben werden. Wieviele das genau sind, ist unklar. Die Wirtschaftswoche geht zumindest von „einigen hunderttausend“ aus. Kabel Deutschland Kunden können sich schonmal auf weiteren Telefon-Terror einstellen. Viel Spass.

    Der aktuelle Daten-Skandal wirft wieder ein schlechtes Licht auf die Große Koalition im Bundestag, die im Rahmen der Datenschutzreform auf Druck diverser Lobbys das sogenannte Listenprivileg nicht abschaffen möchte. Letzteres fordern Datenschützer und Verbraucherschützer seit langem, um diese Form der unkontrollierten Weitergabe von Kundendaten zu verhindern. Hier gibt es Anleitungen, wie man sich bei seinen Bundestagsabgeordneten für mehr Verbraucherrechte duch Abschaffung des Listenprivilegs einsetzen kann.

    29. März 2009 20
  • : Telekom-Paket: Blackout Europe
    Telekom-Paket: Blackout Europe

    Um Aufmerksamkeit auf die derzeitigen Verhandlungen rund um das Telekom-Paket auf EU-Ebene zu legen, gibt es jetzt von auch die irisch-englische Kampagnen-Seite „Blackout-Europe“ samt Facebook-Gruppe. Ein Element der Kampagne sind die Briefe an die EU-Abgeordneten, die wir am Donnerstag schon in einer deutschen Übersetzung gepostet haben. Man kann auch Avatar-Bilder in seine Social-Media Profile übernehmen, um für die Aktionen zu mobilisieren. Weitere Aktionen sollen folgen und werden auch noch gesucht. Werdet aktiv und macht mit!

    Dazu passt auch die neueste Pressemitteilung von La Quadrature du Net zu den aktuellen Verhandlungen rund um Deals im Telekom-Paket: Towards a bad compromise on net discrimination?

    Behind closed doors, positions are being negotiated on the Telecoms Package among the rapporteur, the European Commission, and the Council of the EU. If those „trialogues“ get to a compromise, it will simply be put to votes as a whole in committees instead of the amendments tabled in the Parliament. This opaque process is disturbing in itself, but the content of the compromise is even worse. Once again some powerful parties are fighting against equal access.

    29. März 2009 1
  • : Michael Rotert über Netz-Zensur
    Michael Rotert über Netz-Zensur

    Wolfgang Noelke hat ein Video-Interview mit Professor Michael Rotert zu den Netz-Zensur Plänen der Bundesregierung gemacht:

    Deutschlands erste E‑Mail versendete der junge Informatiker im Jahr 1983. Somit ist Professor Michael Rotert einer der Internetpioniere und heute Vorstandsvorsitzender des, mehr als 400 Mitglieder starken Verbandes der deutschen Internetwirtschaft e.V. Von Prof. Rotert wollte ich wissen, ob die politischen Bestrebungen, Internetzensur einzuführen grundsätzlich kontraproduktiv sind. Zensur ist es gleich aus drei Gründen. Die Zensoren werden gegen Ende dieses Jahrzehnts von der Technik überholt, mit der These, dass Zensur langfristig unmöglich sein wird.

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    Dazu passt auch der Deutschlandfunk-beitrag von Wolfgang Noelke über „Filter-Störung – Internet-Experten befürchten Netzprobleme durch Filter für Kinder-Pornografie

    „Wenn ich solche Umleitungen mache mit dem ‚Telefonbuch’, dann kann ich das nur bedingt machen, denn dadurch wird zusätzlicher Verkehr auf das Netz aufgeladen. Es werden nicht mehr die ursprünglichen Wege genommen, sondern es müssen Umwege geschaffen werden, über die plötzlich alle Daten laufen. In Australien läuft im Moment eine Untersuchung: „wie viel Einträge kann man in solche Sperrlisten machen, bevor das Netz zusammenbricht?“ Und die Zahl, die ich da im Kopf hab, die liegt bei einigen Tausend, wo dann der normale Breitbanddurchsatz sich bereits auf fünfzig Prozent verringert. Sprich: Ein Benutzer, der eine 16 Megabit-Leitung von der Telekom hat, der hat dann hinterher nur noch einen 8000er- Anschluss, zahlt aber genauso viel, nur weil andere Provider sperren.“



    Hier ist die MP3 dazu.

    29. März 2009 17
  • : Einigung zwischen DFB und Jens Weinreich
    Einigung zwischen DFB und Jens Weinreich

    Es gibt eine Einigung zwischen dem DFB und dem Journalisten Jens Weinreich: DFB ./. Weinreich: das Finale.

    In den laufenden Rechtsstreitigkeiten zwischen Herrn Dr. Theo Zwanziger und dem Deutschen Fußball-Bund e.V. (DFB) und Herrn Jens Weinreich haben sich die Parteien gütlich geeinigt. Damit wird ein Schlussstrich unter diese Angelegenheiten gezogen. Im Rahmen dieser Einigung haben die Parteien wechselseitige Erklärungen mit folgendem Inhalt abgegeben: Herr Weinreich hat erklärt, dass er den Präsidenten des DFB, Dr. Theo Zwanziger, mit der von Herrn Dr. Zwanziger beanstandeten Formulierung „unglaublicher Demagoge“ zu keinem Zeitpunkt in die Nähe eines Volksverhetzers rücken wollte. Der DFB hat erklärt, dass er Herrn Weinreich durch die Pressemitteilung Nr. 180/2008 vom 14.11.2008 unter der Überschrift „DFB missbilligt Diffamierung von Dr. Theo Zwanziger“ zu keinem Zeitpunkt in seiner Arbeit als kritischer Sportjournalist behindern wollte.

    Die Parteien haben sich geeinigt, die Rechtsstreitigkeiten jetzt jeweils nicht fortzuführen. Dies gilt sowohl für das Unterlassungsverfahren gegen Herrn Weinreich bezüglich der Aussage „unglaublicher Demagoge“ als auch für das Gegendarstellungs- und Unterlassungsverfahren von Herrn Weinreich gegen den DFB bezüglich der Pressemitteilung vom 14.11.2008. Herr Weinreich verzichtet auf eine Durchsetzung der Gegendarstellung, der DFB legt gegen den Untersagungsbeschluss bezüglich der Pressemitteilung vom 14.11.2008 kein weiteres Rechtsmittel ein und gibt die Abschlusserklärung hierzu ab. Hinsichtlich der Verfahrenskosten trägt jede Partei ihre Kosten selbst.

    27. März 2009 8