Wolfgang Noelke hat ein Video-Interview mit Professor Michael Rotert zu den Netz-Zensur Plänen der Bundesregierung gemacht:
Deutschlands erste E‑Mail versendete der junge Informatiker im Jahr 1983. Somit ist Professor Michael Rotert einer der Internetpioniere und heute Vorstandsvorsitzender des, mehr als 400 Mitglieder starken Verbandes der deutschen Internetwirtschaft e.V. Von Prof. Rotert wollte ich wissen, ob die politischen Bestrebungen, Internetzensur einzuführen grundsätzlich kontraproduktiv sind. Zensur ist es gleich aus drei Gründen. Die Zensoren werden gegen Ende dieses Jahrzehnts von der Technik überholt, mit der These, dass Zensur langfristig unmöglich sein wird.
Dazu passt auch der Deutschlandfunk-beitrag von Wolfgang Noelke über „Filter-Störung – Internet-Experten befürchten Netzprobleme durch Filter für Kinder-Pornografie“
„Wenn ich solche Umleitungen mache mit dem ‚Telefonbuch’, dann kann ich das nur bedingt machen, denn dadurch wird zusätzlicher Verkehr auf das Netz aufgeladen. Es werden nicht mehr die ursprünglichen Wege genommen, sondern es müssen Umwege geschaffen werden, über die plötzlich alle Daten laufen. In Australien läuft im Moment eine Untersuchung: „wie viel Einträge kann man in solche Sperrlisten machen, bevor das Netz zusammenbricht?“ Und die Zahl, die ich da im Kopf hab, die liegt bei einigen Tausend, wo dann der normale Breitbanddurchsatz sich bereits auf fünfzig Prozent verringert. Sprich: Ein Benutzer, der eine 16 Megabit-Leitung von der Telekom hat, der hat dann hinterher nur noch einen 8000er- Anschluss, zahlt aber genauso viel, nur weil andere Provider sperren.“