Netzpolitik

Die Einführung der digitalen Todesstrafe

Focus.de hat mich zu Internetsperren gegen Raubkopien und Kinderpornografie und noch ein paar anderen Dingen interviewt: „Einführung der digitalen Todesstrafe“.

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FOCUS Online: Von wem geht die größte Gefahr aus?

Beckedahl: Einerseits von Politikern, die die Folgen ihrer Gesetze nicht einschätzen können, weil sie mit dem Medium Internet nicht vertraut sind. Andererseits wollen Sicherheitsbehörden alle Techniken nutzen, die heute zur Verfügung stehen. Auch die Unterhaltungsindustrie spielt eine große Rolle: Sie versucht, ein härteres Vorgehen gegen Urheberrechtsverletzungen durchzusetzen, und nimmt dabei auch Kollateralschäden in Kauf.

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5 Kommentare
  1. Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen: Die erste Stufe der Internet-Sperren (für kinderpornografische Inhalte) wird eingeführt, WEIL man die notwendige Infrastruktur für weitere Zensur implementieren möchte. Die weitergehende Zensur ist kein Folgeeffekt, sondern das ZIEL der „Kinderporno-Filter“.

    Wir wissen, dass derartige Filter gegen die Verbreitung von Kinderpornografie unwirksam sind, weil die wenigen „Konsumenten“ ohnehin bereits ein derart hohes Maß an krimineller Energie mitbringen, dass sie diese Filter leicht umgehen können. Hochgradig wirksam sind derartige Filter jedoch dabei, einer breiten Masse der Bevölkerung den Zugang zu „unerwünschten“ Informationen zu verweren.

    Und was könnte für den Staat so wichtig sein? Natürlich in erster Linie Informationen, die die öffentliche Ordnung gefährden. Und da wird es in den kommenden Jahren eine Menge geben, wenn erstmal die Finanzkrise ihre wirkliches Ausmaß hat erkennen lassen …

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