Jüngst wurde unter zensurprovider.de eine Liste aller großen Provider eröffnet, welche ihre Aussagen über ihren Willen zur Unterstützung des Internetfilterungs-Projekt unserer Familienministerin Zensursula von der Leyen zusammenstellt.
Wir möchten Euch an dieser Stelle dazu aufrufen die Provider, welche sich in dieser Frage noch nicht positioniert haben anzufragen, wie sie denn dazu stehen.
Unklar ist dies noch bei AOL, CompuServe, congstar (St. Pauli Sponsor! – vmtl. Ja, weil Tochter der Telekom. Danke endur.), EWE TEL, Kabel BW, M‑net, NetCologne, Strato, Tele2 sowie Unitymedia. Sachdienliche Hinweise bitte per Mail an: sgpluszensur (at) unkreativ (punkt) org oder in die Kommentare.
Bereits auf der Schwarzen Liste stehen die folgenden Provider: Alice, Arcor, Deutsche Telekom, Hansenet, Kabel Deutschland, O2, Vodafone. Wir empfehlen dringenst einen Providerwechsel in Erwägung zu ziehen, sollten sich diese Medienberichte bestätigen.
Auf der Grünen Liste stehen (bislang/noch) lediglich Manitu, QSC (Statement, PDF) und Versatel (s. heise).
Haftungsausschluss: Für die Richtigkeit dieser Angaben wird an dieser Stelle keine Verantwortung übernommen, die Quellangaben finden sich alle unter zensurprovider.de.
Juristisch interessant ist ferner ja mal die Frage, ob die Kunden, deren Provider den Vertrag mit der von der Leyen unterschreiben ein außerordentliches Kündigungsrecht zustehen würde, sollte der Vertrag tatsächlich zustande kommen.
Für den kommenden Freitag ist bereits eine Mahnwache zum Ort und Zeitpunkt der Unterzeichnung des Vertrages zwischen den Providern und von der Leyen geplant. Der Aufruf erscheint heute mittag auf netzpolitik.org.
Ergänzungen
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37 Kommentare zu „zensurprovider.de: Liste der Zensurprovider“
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AOL sollte klar sein, wenn Alice zensiert. Alice ist doch nur noch ein Subset von AOL. Ich gen mal davon aus das Benutzer aus DE durch das Alice Netz geleitet werden.
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Wenn dem so ist, ist Congstar auch nur die billigmarke der Telekom, wird daher wahrscheinlich auch zensieren. Aber … lieber mal fragen.
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Wobei QSC ein Provider für Geschäftskunden zu sein scheint. [1] Bleiben vorerst nur noch zwei für Privatnutzer auf der grünen Liste.
[1] http://preview.tinyurl.com/dj5sn9
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nur zur Info: Alice/Hansenet ist keine AOL-Tochter.
Vielmehr sind sowohl Alice/Hansenet als auch AOL Deutschland Töchter der Telekom Italia.
Quelle
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[…] Netzpolitik berichtet wurde unter http://www.zensurprovider.de eine Liste mit allen Providern und deren Standpunkt zum Plan der […]
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[…] Internetzzensur, nicht nur in China […]
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Was ist mit Kabel Deutschland und den etlichen kleinen Providern?
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Warum ist Versatel grün und 1&1 orange. Quelle ist die gleiche Meldung, ohne Unterscheidung zwischen den beiden.
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Was ist mit E‑Plus?
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@3
QSC hat zum 2.4.09 die aufnahme neuer privatkunden eingestellt, aber die bestandskunden werden beibehalten.
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Sonderkündigungsrecht: Wer kann diese Frage klären? Ist wohl die wichtigste und interessanteste Frage!
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[…] netzpolitik.org – zensurprovider.de: Liste der Zensurprovider: Jüngst wurde unter zensurprovider.de eine Liste aller großen Provider eröffnet, welche ihre Aussagen über ihren Willen zur Unterstützung des Internetfilterungs-Projekt unserer Familienministerin Zensursula von der Leyen zusammenstellt. […]
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[…] Netzpolitik berichtet auch über die Zensurlisten und ruft zu einer Mahnwache auf! Alle die irgendwie nach Berlin kommen, Bitte teilnehmen! (Kommentar schreiben) « Salon | […]
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[…] Es wurde die Domain Wikileaks.de gesperrt, weil dort eine Liste mit Domains veröffentlicht wurde, von Seiten, die in Australien zensiert werden sollten, nachdem es eine Hausdurchsuchung beim Besitzer gab. Die Polizei dachte wohl er hätte Kinderpornographisches Material, weil er der Besitzer einer Domain war, die auf eine Seite zeigt, auf der es eine Liste mit Domains gibt, wo es möglicherweise Kinderpornos geben könnte. Da mangelt es ganz eindeutig an Medienkompetenz, nicht nur bei dem Großteil der Bevölkerung. Via: netzpolitik.org Presseerklärung von Wikileaks Am 17. wird in Berlin eine Mahnwache stattfinden, unterstützt vom CCC, der Piratenpartei, FoeBuD, AK Vorrat und netzpolitik.org. Via: netzpolitik.org […]
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[…] (via netpolitik.org) […]
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[…] zensurprovider.de: Liste der Zensurprovider […]
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[…] Von wetter – netzpolitik.org […]
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[…] netzpolitik weiß ich nun übrigens auch, dass ich von dem ins Auge gefassten Providerwechsel zur […]
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congstar ist nach eigener Aussage in diesem Punkt unabhängig von der Telekom:
http://www.congstar-forum.de/congstar-allgemein/allgemeine-fragen-zu-congstar/p20553-von-der-leyens-internetzensur
Hoffentlich kommt noch eine Antwort auf die eigentliche Frage.
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[…] Liste der Provider, die auch ohne gesetzliche Regelung bereit sind, sich vertraglich zur Internetzensur zu verpflichten. (via Netzpolitik) […]
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[…] dachte sie wollen sich im Namen ihres Providers bei jedem Kunden persönlich dafür entschuldigen, dass ihr bei der Einführung einer Chinanetzzensur ohne mit der Wimper zu zucken mitmacht.” Naja, schade, Chance […]
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Fehlt doch nur noch ein kompetenter Führungsmitarbeiter der die Zensur leitet. Ein gewisser Hartmut M. bringt gute Überwachungsreferenzem mit für das auf den Aktienmarkt drängende Z(ensur)D(Ihr wisst schon) Großunternehmen. Suche mir schon mal einen Provider in einer Steueroase, an die gehen unsere Politbankster bestimmt nicht ran.
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Ich bin bei EWEtel. Ich muss mal schauen, was Sie machen. Ich habe aber keine Lust alle paar Wochen den Provider zu wechseln.
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gerade bei netcologne angerufen. Der dafuer zustaendige ist gerade im Urlaub und erst Montag wieder da? Zuerst wurde ich allerdings gefragt, was ich denn auf kinderpornografischen Seiten zu suchen haette und mir wurde erklaert, dass eine Sperrung mich ja nicht tangieren wuerde, wenn ich diese Seiten nicht besuchen wuerde. Wahrscheinlich wird mein Anschluss jetzt direkt mal besonders ueberwacht. Jedenfalls wurde mir bestaetigt, dass eine Zustimmung netcologns zu der Zensur keine Vertragsaenderung waere, da die Zensur eine gesetzliche Regelung darstellt.
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[…] die Unterzeichnung des Vertrags für die freiwillige Internetzensur unterzeichnet werden. Neben Zensursula werden hierbei u.a. Alice, Arcor, Deutsche Telekom, Hansenet, Kabel Deutschland, O2 und Vodafone […]
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[…] um Zensur, um politische Zensur. Und natürlich gibt es sofort wieder Leute, die angeblich über Netzpolitik reden, aber natürlich prompt auf den Trick reinfallen und sich auf die Provider stürzen, die […]
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http://www.manitu.de/zensur-freies-internet/
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[…] “ZENSURPROVIDER.DE: LISTE DER ZENSURPROVIDER“ […]
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Hier gibt es eine Tagesaktuelle Liste:
http://www.providerzensur.de
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Oh, was ist da los?
Zensurprovider.de
ist irgendwie weg … :-(
Ich hoffe der Betreiber wurde nicht abgemahnt, oder ist sonstwie eingeschüchtert worden…
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Oh, was ist da los?
Zensurprovider.de
ist irgendwie weg …!
Ich hoffe der Betreiber wurde nicht abgemahnt, oder ist sonstwie eingeschüchtert worden…
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[…] invent more and more innovative tools to prevent us from the dangers of the web. And Vodafone was among the first brands to willingly support German authorities in filtering websites of their choice (some call this ‘censorship’). Isn’t it ironic that this brand […]
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[…] zensurprovider.de: Liste der Zensurprovider. […]
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Toll… sedo-parking.
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[…] Können wir normalen DNS-Servern trauen? Den DNS-Servern schäferhündischer Internet-Zensurprovider? Eben. Und überhaupt: Wenn Google zensiert, freut sich Symantec oder ein anderer Konkurrent […]
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Bitte nicht mehr auf zensurprovider.de verlinken! Dort ist nun ein anderer Inhalt (Altersorsorge und anderer Duennsch***, zudem wurde laut WayBackMachine war am 15. Juli 2011 die letzte Aenderung duchgefueghrt, wo ich vermute, dass seit dem die neuen Inhalte vorhanden sind. Mann kann allerdings nicht mehr auf die alten Inhalte per WBM zugreifen, da der (neue?) Anbieter dies per robots.txt verhindert.
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Der Eintrag in robots.txt scheint wohl wieder raus zu seien. Ich habe mal blitzschnell die alten Inhalte samt Mails gesichert und die Seite XHTML-valide gemacht. Bei Interesse kann ich dir das gerne zuschicken.
Dieser Artikel ist älter als 17 Jahre, daher sind die Ergänzungen geschlossen.