Linkschleuder

Linktipps der Redaktion

  • : Nerdcore Net Neutrality rap
    Nerdcore Net Neutrality rap

    Während die FCC gerade in einer Pressekonferenz in Washington die neuen Netzneutralitätsregeln für die USA vorstellt, hat Cory Doctorow auf BoingBoing dieses Video von Dan Bull verlinkt: Nerdcore Net Neutrality rap.

    Nerdcore rapper Dan Bull recorded this Net Neutrality rap today and crowdsourced an excellent video for it in three hours, with the help of his Twitter friends.

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    26. Februar 2015
  • : Gleich 6x Netzpolitik in den Top 10 der Vernachlässigten Nachrichten 2015
    Gleich 6x Netzpolitik in den Top 10 der Vernachlässigten Nachrichten 2015

    Die Initiative Nachrichtenaufklärung e. V. hat die Top Ten der Vernachlässigten Nachrichten 2015 vorgestellt. Dabei sind gleich sechs netzpolitische Themen.

    Die Jury der Initiative Nachrichtenaufklärung e. V. präsentiert jährlich zehn Nachrichten oder Themen, die in der medialen Berichterstattung zu kurz gekommen sind. Es handelt sich um Themen, die für die deutsche Öffentlichkeit relevant sind, über die aber bislang in Presse, Funk, Fernsehen und Internet kaum Debatten geführt werden. Die Top 10 des Jahres 2015 wurden am 26. Februar im Deutschlandfunk in Köln vorgestellt.

    Interessant finde ich vor allem den Aspekt der verkauften Links zu SEO-Zwecken, das hatte ich noch nicht als versteckte Werbung gesehen, aber ist eigentlich logisch.

    Das sind die netzpolitisch-relevanten Themen:

    Top 1: Verkaufte Links: Wie Medien ihre Glaubwürdigkeit untergraben
    Top 4: Fragwürdiger Umgang mit Patientendaten
    Top 6: Überwachung in Skigebieten
    Top 8: Facebook erforscht Künstliche Intelligenz
    Top 9: Millionen-Grab Polizei-Software
    Top 10: Moderne Rasterfahndung per Handy

    Mehr Beschreibung dazu und die anderen vier Themen finden sich bei der Initiative Nachrichtenaufklärung.

    26. Februar 2015 2
  • : Sehr schön: Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat wieder Facebook u.a. wegen AGB abgemahnt
    Sehr schön: Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat wieder Facebook u.a. wegen AGB abgemahnt

    infografik-facebook-daten-vzbv-2015-02-25_753x401pxSehr schön: Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat gegen Facebook erneut ein Unterlassungsverfahren wegen zahlreicher Rechtsverstöße eingeleitet und das Unternehmen abgemahnt. Nach Auffassung des vzbv verstoßen insgesamt 19 Klauseln aus den Nutzungsbedingungen und der Datenrichtlinie gegen geltendes Recht.

    Aus der Pressemitteilung:

    Kostenlos ist nicht kostenlos

    In diesem Kontext ist die Aussage auf der Startseite „Facebook ist und bleibt kostenlos“ aus Sicht des vzbv irreführend. Es ist bekannt, dass Facebook sein Geld mit und durch Werbung verdient. Aber dem einzelnen Verbraucher sollte vor Augen geführt werden, dass es sich bei seinen Daten um ein kostbares und eigentlich unbezahlbares Gut handelt.
    19 unzulässige Klauseln

    Facebook hatte zum 30. Januar 2015 seine Datenrichtlinie und Nutzungsbedingungen geändert. 19 Klauseln sind aus Sicht der vzbv rechtswidrig – etwa die Klarnamenpflicht oder fehlende Einwilligungen in die Datenverwendung personenbezogener Daten in Verbindung mit Werbung. Vor allem die Bestimmungen in der Datenrichtlinie sind aus Sicht des vzbv intransparent. Für den Verbraucher erschließt sich nicht auf den ersten Blick, wann welche Daten für welche Zwecke verwendet werden.

    26. Februar 2015 6
  • : Kommentar zu jüngsten NSA-GCHQ-Angriffen: „Big Brother schickt James Bond“
    Will Massendaten überwachen: Bundesamt für Verfassungsschutz in Köln. Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/mw238/">Markus Winkler</a>. Lizenz: Creative Commons <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">BY-SA 2.0</a>
    Kommentar zu jüngsten NSA-GCHQ-Angriffen: „Big Brother schickt James Bond“

    Jürgen Schmidt hat in der c’t einen lesenswerten Kommentar zu den Trojanern, die Kaspersky Lab analysierte (pdf), und zum SIM-Karten-Hack geschrieben: NSA zwischen James Bond und Big Brother.

    25. Februar 2015
  • : Oettinger: „Aber Napoleon hat von digitaler Kommunikation und Dienstleistungen nicht viel gewusst.“
    Oettinger: „Aber Napoleon hat von digitaler Kommunikation und Dienstleistungen nicht viel gewusst.“

    Günther Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, hat gestern auf dem Digital4EU Stakeholder Forum seine Pläne für eine europäische Digitalunion vorgestellt. Die Zielsetzung ist uns ja sympathisch (über die Details gibt es natürlich unterschiedliche Sichtweisen). Die gestrige rund zwanzig Minuten lange Präsentation fiel durch die unnachahmliche Art von Günther Oettinger auf, die digitale Revolution in Wortreiche Bilder zu verpacken.

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    Wir haben die besten Zitate mal zusammengeschrieben, nur das mit dem Fußballvergleich am Anfang mit den mit 6er-Teams, 11er-Teams und der Fussballweltmeisterschaft hab ich nicht verstanden. Hier sind die besten Stilblüten:

    „Für mich das wichtigste, als ich 18 war, war ein Gebrauchtwagen, viel PS, Chrom, tiefer gelegt, breite Reifen. Für heute 17–18-jährige ist das Auto ein Platz, wo man kommunizieren kann, mit vier Rädern unterhalb, der auch fährt. Das heißt, wir haben auch eine gesellschaftliche Revolution. Die digitale (unklar, ob da Revolution folgen sollte oder er sich räusperte) ist eine der Technik und der Gesellschaft. Und viele Jüngere im Saal sind Teilnehmer, aktiv – und ich bin reaktiv dabei.“

    „In meinem Heimatland Deutschland spricht man von Industrie 4.0.“

    „Zu glauben, dass Bremen Daten schützen kann: Gaga, abwegig.“

    „Aber Napoleon hat von digitaler Kommunikation und Dienstleistungen nicht viel gewusst. Seine Kommunikation war die Brieftaube und die Buschtrommel. Punkt.“

    Update: Unser Kommentator Chris weist zurecht daraufhin, dass sich Günther Oettinger in diesem Fall nochmal informieren sollte, da Napoleon eines der modernsten Telegrafie-Systeme nutzte und auch dadurch viele seiner militärischen Erfolge erzielte.

    „Stichwort Copyright als Beispiel. Wer heute Schriftsteller ist und ein Buch schreibt und ein Verleger, der es verlegt folgt danach. Wer als Redakteur recherchiert und dann kommentiert und Zeit einsetzt um zu beschreiben, ob die Kommission gute Arbeit oder schlechte Arbeit macht, ob die Konferenz von heute spannend war und was ihre Beiträge gewesen sind. Für den ist seine Arbeit sein Beruf.“

    „Und in zwei Tagen wird ein Twitter-Chat der Kommission dafür aufgebaut.“

    „Denn wir können nicht nur mit Shakespeare, Schiller und Udo Jürgens in die Zukunft gehen. Wir brauchen auch Nachfolger für alle drei.“

    25. Februar 2015 34
  • : Innenministerium verspricht bis zu 1,75 Millionen digitale Ehrenamtler – mit HIlfe von Microsoft?
    Innenministerium verspricht bis zu 1,75 Millionen digitale Ehrenamtler – mit HIlfe von Microsoft?

    Das Bundesinnenministerium plant (laut von uns veröffentlichtem Papier) in den kommenden drei Jahren bis zu 1,75 Millionen Ehrenamtliche zu finden, die helfen, Bürgerinnen und Bürger „digital mündig“ zu machen. Gegen das Ziel ist ja nichts zu sagen, es wäre schön, wenn es viel mehr Ehrenamtliche geben würde, die sich in gesellschaftlich wertvollen Projekten engagieren und digitale Tools für ehrenamtliches Engagement nutzen. Und wir sind gespannt, was sich die Bundesregierung in diese Richtung überlegt. Wir fanden es etwas merkwürdig, dass da eine konkrete Zahl steht, noch dazu so hoch, aber das „bis zu“ lässt da noch etwas Spielraum nach unten. Nur welche Unternehmensberater haben diese Zahl versprochen und wie möchte man das messen?

    Das Bundesinnenminsiterium lädt jetzt am 2. März zu einer Dia­lo­grun­de „Di­gi­ta­les bür­ger­schaft­li­ches En­ga­ge­ment“ einlädt. Etwas verwundert sind wir über die Zusammensetzung: SAP, Microsoft und Vodafone sind jetzt nicht unbedingt die ersten Dialogpartnern, die wir uns zum Thema vorstellen können. Dafür gibt es auch einen Blogger, Betterplace und Wikipedia dabei. Wenigstens etwas.

    Das packen wir mal in die Kategorie „Merkwürdige Dialogrunden-Zusammensetzungen für 400“.

    24. Februar 2015 5
  • : NODE15 in Frankfurt: Wrapped in code – The future of the informed body
    NODE15 in Frankfurt: Wrapped in code – The future of the informed body

    node15

    Vom 27. April bis 3. Mai 2015 findet in Frankfurt das NODE15-Festival statt. Es treffen sich Programmierer und Künstler, die mit Digitaler Kunst arbeiten. In Workshops, Ausstellungen, Vorträgen, Performances und auf einem eintägigen Symposium steht das Thema „The Future of the Informed Body“ im Vordergrund. Auch wir werden an einer Podiumsdiskussion auf dem Symposium am 30. April dabei sein.

    Das Symposion ist der Moment wo die Workshops und Hackspaces zur Ruhe kommen, um Innezuhalten und Position zu beziehen. Es schaut in die Zukunft und betrachtet die Gegenwart. Auch wenn hier die Deckel der Laptops zugeklappt bleiben geht es auch hier immer um die Frage, „was man tun kann“. Es zeigt die politische und soziale Dimension.

    Gestalter und Künstler suchen immer nach neuen Nischen für neue Ideen. Findige Produktentwickler schieben täglich neue Geräte in die Regale, mit denen der menschliche Körper noch besser, noch intelligenter und noch schöner mit digitalen Maschinen kommunizieren kann. Alles wird messbar, jede Regung des Menschen kann gespeichert und verarbeitet werden. Der Körper kann digital gesteuert, optimiert und eliminiert werden. Was macht das aus dem Körper?

    Wer wickelt hier wen um den Finger? Und Finger waren gestern. Längst ist man weg von Touchoberflächen, die neusten Systeme reagieren auf Gesichter und Gesten, auf die kleinsten Augenbewegungen, Muskelspannungen und Änderungen in der Biochemie.

    Wir laden Praktiker ein, die sich mit diesen Technologien beschäftigen und mittels Code die Welt ein Stück verändern. Wir laden Forscher, Gestalter, Künstler und Journalisten ein, die ihre Arbeit zeigen und darüber sprechen. Wir schauen uns Beispiele und Filme aus allen Bereichen an, in denen digitale Technologie unser Bild vom Körper verändert. Wir wollen uns aus dem Fenster lehnen. Das Symposion wird dystopisch und konstruktiv. Vom Interaktionsdesign zur Tanzmusik, von Medizin bis zur Überwachung, von der Mode bis zur Kriegsführung. Wir bringen Menschen zusammen, die an verschiedenen Stellen arbeiten. Es geht um Software und Hardware und immer auch um jeden einzelnen von uns.

    24. Februar 2015
  • : Handlungsanweisungen zur sicheren Kommunikation im Innenministerium? Fehlanzeige.
    Handlungsanweisungen zur sicheren Kommunikation im Innenministerium? Fehlanzeige.

    Jemand hat bei fragdenstaat.de nachgefragt, wie es mit Handlungsanweisungen zu Verschlüsselung im Bundesinnenministerium aussieht. Die Antwort ist ernüchternd: Eine richtige Handreichung gibt es nur für die Nutzung der Blackberry-Kryptohandys. Sonstiges gibt es „nur in Form einzelner Absätze“ in der IT-Sicherheitsrichtlinie. Die zitierten Stellen informieren jedoch primär über das Verhalten bei Verlust von Geräten und „Schlüsselmittel“. Zu Empfehlungen, wie man beispielsweise mit GnuPG sicher über Mails kommuniziert, findet sich leider nichts.

    Dabei wäre das dringend notwendig, denn unsere Recherchen, wie versiert zumindest Landtagsverwaltungen und ‑parteien beim Verschlüsseln ihrer E‑Mails sind, demonstrierte dringenden Nachholbedarf.

    24. Februar 2015 7
  • Kommissions-Vize Timmermans: Vorratsdatenspeicherung von Reisedaten statt Kommunikationsdaten
    Frans Timmermans, Erster Vizepräsident und EU-Kommissar. Bild: Außenministerium Niederlande. Lizenz: Creative Commons <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de">BY-SA 2.0</a>.
    Kommissions-Vize Timmermans Vorratsdatenspeicherung von Reisedaten statt Kommunikationsdaten

    derStandard.at berichtet: Vorerst kein EU-Vorschlag zur Vorratsdatenspeicherung

    Die EU-Kommission wird nach den Worten ihres Vizepräsidenten Frans Timmermans vorerst wohl keinen neuen Entwurf zur umstrittenen Vorratsdatenspeicherung vorlegen. Es werde zunächst geprüft, ob es in den Mitgliedsstaaten Unterstützung für ein solches Vorhaben geben könnte, sagte Timmermans am Dienstag nach einem Treffen mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière in Berlin. „Das werden wir ganz, ganz vorsichtig tun. Erst wenn es uns klar ist, dass hier Fortschritte möglich sind, werden wir vielleicht etwas tun“, fügte der EU-Kommissar hinzu. Dafür sei noch viel Zeit nötig. Er selbst wolle da „sehr vorsichtig sein.“

    Der Kommissions-Vizepräsident unterstrich zudem, beim geplanten Fluggastdatenabkommen und beim europäischen Datenschutz seien schnelle Beschlüsse notwendig. Er wolle seine Energie daher auf diese Felder konzentrieren.

    Also erstmal PNR statt VDS.

    In Deutschland ist die Gefahr aber noch nicht gebannt:

    Nach Ansicht de Maizières gibt es in der deutschen Politik bei der Speicherung von Telefon- und Internetdaten zur Verbrechensbekämpfung durchaus Bewegung. Zielführend sei jedoch am ehesten, über Details nicht öffentlich zu sprechen.

    Wer diese nicht-öffentlichen Details kennt, bitte her damit. :)

    24. Februar 2015 7
  • The Spy Cables: Neuer Leak interner Geheimdienst-Dokumente
    The Spy Cables Neuer Leak interner Geheimdienst-Dokumente

    Al Jazeera und der Guardian haben hunderte geheime Dokumente über verschiedene Geheimdienste der Welt erhalten und kündigen an, diese in den nächsten Tagen zu veröffentlichen:

    A digital leak to Al Jazeera of hundreds of secret intelligence documents from the world’s spy agencies has offered an unprecedented insight into operational dealings of the shadowy and highly politicised realm of global espionage.

    Over the coming days, Al Jazeera’s Investigative Unit is publishing The Spy Cables, in collaboration with The Guardian newspaper.

    Spanning a period from 2006 until December 2014, they include detailed briefings and internal analyses written by operatives of South Africa’s State Security Agency (SSA). They also reveal the South Africans’ secret correspondence with the US intelligence agency, the CIA, Britain’s MI6, Israel’s Mossad, Russia’s FSB and Iran’s operatives, as well as dozens of other services from Asia to the Middle East and Africa.

    Die Begründung ist lesenswert:

    We believe it is important to achieve greater transparency in the field of intelligence. The events of the last decade have shown that there has been inadequate scrutiny on the activities of agencies around the world. That has allowed some to act outside their own laws and, in some cases international law.

    Publishing these documents, including operational and tradecraft details, is a necessary contribution to a greater public scrutiny of their activities.

    23. Februar 2015 2
  • : Die Renaissance der Amateure: Broadcast yourself
    Die Renaissance der Amateure: Broadcast yourself

    Im Zündfunk-Generator lief gestern Abend das Feature „Die Renaissance der Amateure: Broadcast yourself“ von Andrej Tschitschil, zu dem ich auch interviewt wurde. Eine MP3 steht bis zur Depublizierung im Netz.

    Lange galt der Begriff des Amateurs als Beleidigung. Doch in der digitalen Netzwerkgesellschaft erlebt der Amateur seit geraumer Zeit eine Renaissance. Mehr noch: Er übt massiven Einfluss auf die heutige Kultur und Ökonomie aus.

    23. Februar 2015
  • : Das reichste Prozent der Bevölkerung besitzt im Schnitt 2,7 Millionen US-Dollar
    Das reichste Prozent der Bevölkerung besitzt im Schnitt 2,7 Millionen US-Dollar

    Der deutsche Videokünstler Alexander Lehmann, der vielen durch seine Kurzflime „Du bist Terrorist“ oder „Wir lieben Überwachung“ bekannt sein dürfte, hat heute ein neues Video veröffentlicht, in dem er die weltweite ungleiche Verteilung von Vermögen visualisiert. Als Anlass dient dazu eine Berechnung der Organisation Oxfam die besagt, dass das Vermögen von 1% der Weltbevölkerung in 2016 größer sein wird als das der anderen 99%.

    Beeindruckend ist auch die Visualisierung des Vermögensstands in Lehmanns Video: Während 80% der Menschen ein durchschnittliches Vermögen von 3851$ besitzen, hat ein Erwachsener, der dem elitären Kreis der 1% angehört, im Durchschnitt ein Vermögen von 2,7 Millionen US-Dollar angehäuft.

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    23. Februar 2015 3
  • : Glückwunsch: Snowden-Dokumentation Citizenfour gewinnt Oscar
    Glückwunsch: Snowden-Dokumentation Citizenfour gewinnt Oscar

    Die Dokumentation Citizenfour von Laura Poitras über die Snowden-Enthüllungen hat neben diversen anderen Preisen jetzt auch einen Oscar gewonnen. Herzlichen Glückwunsch! Damit hat der erste netzpolitische Film den größten Filmpreis gewonnen. Vollkommen verdient.

    Oder mit anderen Worten:

    https://twitter.com/annalist/status/569753821091635201

    Hier ist ihre Dankesrede:

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    23. Februar 2015 12
  • : Zur BPK-Debatte: Der kleine Unterschied – Ahnung und Haltung
    Zur BPK-Debatte: Der kleine Unterschied – Ahnung und Haltung

    Constanze Kurz hatte gestern über Kritik an der Arbeit von Tilo Jung in der Bundespressekonferenz geschrieben. In den Kommentaren kommen natürlich die in Kommentarspalten übliche Kritik und Vorurteilen an JournalistenTM bzw. den Öffentlich-Rechtlichen Sendern ausführlich zu Wort, vor allem da Fefe uns verlinkt und seine Leser nun hier kommentieren.

    Eine andere Perspektive auf den Konflikt um Tilo Jung, der in der Bundespressekonferenz nach etwas anderen Regeln spielt als die eingefahrenen Traditionen, hat der Journalist Falk Steiner gebloggt: Der kleine Unterschied: Ahnung und Haltung.

    Und genau hier sind wir wieder bei Tilo. Denn der sitzt nun seit gut einem Jahr öfter in der Regierungspressekonferenz, filmt dort “seine” Fragen und Antworten und veröffentlich diese danach. Manche seiner Fragen sind hilfreich, weil sie relativ undiplomatisch und direkt sind. Aber: sie sind in aller Regel auch ohne jede ernsthafte Vorbereitung gestellt. So kommt es regelmäßig vor, dass Tilo mehrfach Dinge fragt, die zwei Tage vorher in epischer Breite bereits behandelt wurden. Nur hat Tilo sie dann nicht im Video, weil er da mal nicht da war (was häufiger so ist). Oder: er hat sie einfach nicht nachgelesen, alle Protokolle sind im Nachhinein allen Mitgliedern mit Fragendennamen, ohne den Namen des Fragenden auch den beim Bundespresseamt akkreditierten Journalisten auf cvd.bundesregierung.de und auch ganz öffentlich zugänglich. Tilo stellt also sehr viele Fragen, häufig sind einige davon bereits beantwortet.

    21. Februar 2015 21
  • : Bundespressekonferenz: Zu viele Fragen unerwünscht
    Tilo Jung wurde wegen seiner Fragen nach der BPK <a href="https://twitter.com/TiloJung/status/568749249036488705">angeraunzt</a>.
    Bundespressekonferenz: Zu viele Fragen unerwünscht

    Tilo Jung stellt ja in den letzten Monaten vermehrt Fragen in der Bundespressekonferenz (BPK), erfreulicherweise auch öfter zu netz- und technologiepolitischen Entwicklungen, beispielsweise zur Netzneutralität und vielen weiteren aktuellen Themen.

    Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass er heute nach seinen Fragen, die sich auch auf die Pressefreiheit bezogen, eine derbe Kollegenschelte abbekommen hat, die fast zur Handgreiflichkeit mutiert wäre.

    Tilo Jung wurde also gerade wegen seiner Fragen ziemlich angeraunzt. Der namentlich nicht benannte Journalist behauptete gar, dass er mit seiner Meinung nicht allein stünde.

    Die BPK ist eine seltene Gelegenheit für die Hauptstadtpresse, der Bundesregierung und den Ministerien kritische Fragen zu stellen, Erklärungen und Erläuterungen zu bekommen und einen gewissen Rechtfertigungsdruck zu erzeugen. Wir hoffen, Tilo Jung und auch andere Journalisten lassen sich nicht einschüchtern und setzen ihre Arbeit in der BPK fort.

    Update:
    Es hat sich herausgestellt, dass nicht ein ARD-Journalist, sondern ein ZDF-Kollege die Äußerungen gegenüber Tilo Jung gemacht hat. Der Name der Person ist der netzpolitik-Redaktion bekannt.

    20. Februar 2015 90
  • : Jahrbuch Netzpolitik 2014 – Jetzt auch hier zum freien Download
    Jahrbuch Netzpolitik 2014 – Jetzt auch hier zum freien Download

    Jahrbuch2014preview

    Wie angekündigt, wird es unser Jahrbuch 2014 auch kostenlos für alle geben. Jetzt ist es soweit und ihr findet bei uns die .epub- und .pdf-Version. Gedruckte Exemplare gibt es auch noch bei ePubli zu kaufen.

    Viel Spaß damit! Und wenn ihr uns auch trotz freier Verfügbarbarkeit helfen wollt, auch dieses Jahr wieder ein Jahrbuch zusammentragen zu können, freuen wir uns über Spenden.

    19. Februar 2015
  • : Kommende Woche ist wieder #NSAUA, diesmal mit Operation #Glotaic
    Kommende Woche ist wieder #NSAUA, diesmal mit Operation #Glotaic

    Kommende Woche Donnerstag, den 26.2., gibt es wieder von uns ein Liveblog aus dem Geheimdienst-Untersuchungsausschuss im Deutschen Bundestag. Dann findet die nächste öffentliche Anhörung statt, für die man sich auch noch als Gast anmelden kann. Und darum gehts: BND-Kooperation mit US-Geheimdiensten im Blick.

    Als Zeuge geladen ist der unter dem Kürzel E. B. firmierende BND-Vertreter, der bis 2006 die BND-Außenstelle im niedersächsischen Schöningen geleitet hat. Zudem wird der BND-Mitarbeiter R. S. angehört, von dem das Gremium Auskünfte besonders über den Informationsfluss zwischen BND und CIA im Rahmen von „Glotaic“ erwartet. Dieser Zeuge soll für die technische Abwicklung der Zusammenarbeit von BND und CIA zuständig gewesen sein.

    19. Februar 2015
  • : Wikipedia als Handbuch für Außerirdische?
    Wikipedia als Handbuch für Außerirdische?

    Eine der großen Fragen der Wissenschaft lautet seit langem: Gibt es andere intelligente Lebensformen im Universum? Seit über 10 Jahren kann sich jeder Mensch an der Suche nach außerirdischem Leben beteiligen, ohne dabei selbst den Himmel mit einem Teleskop absuchen zu müssen. Möglich gemacht wird das durch das Programm SETI@Home, welches freie Rechenkapazität des eigenen Computers nutzt um Radiosignale auf Nachrichten von Außerirdischen zu scannen.

    Nur auf Nachrichten zu lauschen geht dabei vielen aber nicht weit genug, die Forderung eigene Signale auszusenden steht schon lange im Raum. Immer wieder hängt sich die Debatte an den Inhalten solcher Funksprüche auf. Theresa Locker hat in einem Artikel für VICE Motherboard verschiedene Positionen gesammelt:

    Der Physiker Paul Farber plädiert beispielsweise für eine eher zurückhaltende, bescheidene Anfrage: „Bitte kontaktiert uns ganz vorsichtig“—also vielleicht eher nicht mit dem überraschend angekündigten Bau einer hypergalaktischen Umgehungsstraße durch Planet Erde, wie Douglas Adams sie sich ​ausgemalt hatte.

    Via Twitter kann man momentan auch eigene Vorschläge für interstellare Nachrichten unter dem Hashtag #msgtospace einbringen.

    18. Februar 2015 6
  • : Werner Koch im SZ-Portrait: Wie ein Mann das E‑Mail-Geheimnis verteidigt
    Werner Koch im SZ-Portrait: Wie ein Mann das E‑Mail-Geheimnis verteidigt

    Hakan Tanriverdi hat für die SZ Werner Koch besucht und ein Portrait über den GnuPG-Entwickler geschrieben: Wie ein Mann das E‑Mail-Geheimnis verteidigt.

    Koch kümmert sich fast im Alleingang um das Projekt E‑Mail-Verschlüsselung. Im Gegensatz zu anderen, die hin und wieder mithelfen, arbeitet er Vollzeit daran, er aktualisiert das Programm, er sorgt für die Kommunikation. Er ist Chefentwickler, Chefsekretär und Firmenchef in einer Person.

    18. Februar 2015 8
  • : FES-Diskussion: »Wessen Internet? Geschlechterverhältnisse und Gender-Debatten im Netz«
    FES-Diskussion: »Wessen Internet? Geschlechterverhältnisse und Gender-Debatten im Netz«

    cover-wessen-internetDie Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) lädt am 22. April 2015 einen Tag lang zum Thema „Wessen Internet? Geschlechterverhältnisse und Gender-Debatten im Netz“. Aus der Ankündigung der Veranstaltung (PDF des Veranstaltungsflyers):

    Doch nicht nur im Netz wird gerungen, sondern auch um das Netz. Die scheinbare Barrierefreiheit online täuscht darüber hinweg, dass die Zugänge und Gestaltungsmöglichkeiten ungleich sind. Wer ist sichtbar? Wer hat die Definitionshoheit? Das Internet hat eine geschlechtsspezifische Struktur, die sich auch auf die Inhalte auswirkt. Wikipedia beispielsweise, das größte Online-Lexikon, aus dem Milliarden User_innen ihr „Wissen“ über die Welt beziehen, wird hauptsächlich von (weißen) Männern gemacht.

    Anmeldung ist online hier möglich.

    18. Februar 2015 52