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FES-Diskussion: »Wessen Internet? Geschlechterverhältnisse und Gender-Debatten im Netz«

cover-wessen-internetDie Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) lädt am 22. April 2015 einen Tag lang zum Thema „Wessen Internet? Geschlechterverhältnisse und Gender-Debatten im Netz“. Aus der Ankündigung der Veranstaltung (PDF des Veranstaltungsflyers):

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Doch nicht nur im Netz wird gerungen, sondern auch um das Netz. Die scheinbare Barrierefreiheit online täuscht darüber hinweg, dass die Zugänge und Gestaltungsmöglichkeiten ungleich sind. Wer ist sichtbar? Wer hat die Definitionshoheit? Das Internet hat eine geschlechtsspezifische Struktur, die sich auch auf die Inhalte auswirkt. Wikipedia beispielsweise, das größte Online-Lexikon, aus dem Milliarden User_innen ihr „Wissen“ über die Welt beziehen, wird hauptsächlich von (weißen) Männern gemacht.

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52 Kommentare
  1. > Wikipedia […] wird hauptsächlich von (weißen) Männern gemacht.

    Bei solchen Aussagen muss ich immer wieder schmunzeln. Niemand hindert irgendjemanden daran, einen Wikipedia Artikel zu schreiben oder zu editieren. Dazu braucht man nicht einmal ein Benutzerkonto, Geschlecht oder Ethnie sind für niemanden einzusehen. Geschrieben wird von Personen, nicht von Männern, nicht von Frauen und nicht von „Weißen“. Ausschließlich von Personen.

    1. Geschrieben wird von Personen, nicht von Männern, nicht von Frauen und nicht von “Weißen”. Ausschließlich von Personen.

      Wunderschön, wie hier die tatsächlich existenten Probleme bspw. der Geschlechterverteilung kleingeredet werden.

      Die wikimedia-eigene Untersuchung von 2011 sagt:

      Our editing community continues to suffer from a lack of women editors. The survey provided an even starker view of this than previous studies (only 8.5% of editors are women).
      https://meta.wikimedia.org/wiki/Editor_Survey_2011

      Ja, alles nur „Personen“. m(

      1. Dennoch ist es keine Ungleichbehandlung. Es gibt auch Ecken im Web, die haben deutlich mehr weibliche Nutzer (Beispiel: Kleiderkreisel). Dort dürfen sich auch Männer beteiligen. Muss wohl irgendwas mit Interessen zu tun haben, aber soll man jetzt jemanden gegen seinen/ihren Willen zwingen, damit die Statistik symmetrischer aussieht?

      2. Ungleichbehandlung wäre ein Problem, daß es zu lösen gälte. Ungleiche Verteilung hingegen ist weder ein Problem noch kann sie von irgendjemand anderem beseitigt werden als von der unterdurchschnittlich vertretenen Gruppe selbst. Wenn Frauen keine Lust haben, ihr Wissen der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen, dann ist daran sicher nicht der „weiße Mann“ schuld.

        Dieses geringere Engagement zieht sich übrigens durch alle Bereiche der Gesellschaft, von Existenzgründungen über Überstunden im Job , politisches Engagement bis hin zu ehrenamtlichen Tätigkeiten. Und weil man reale Eintrittshürden nicht nachweisen kann, wird immer mit dem Ergebnis argumentiert.

        Dabei wäre es eine genauso gute Erklärung, daß Frauen sich im Durchschnitt einfach lieber ins gemachte Nest setzen und den Stress den Männern überlassen. Haben Sie diese Möglichkeit eigentlich schon einmal ernsthaft in Erwägung gezogen? Wahrscheinlich nicht, die Opferhaltung ist schließlich viel bequemer (da haben wir es wieder) und vielleicht springen auch noch ein paar weitere Privilegien dabei heraus.

      3. Wenn Frauen keine Lust haben, ihr Wissen der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen, dann ist daran sicher nicht der “weiße Mann” schuld.
        Dieses geringere Engagement zieht sich übrigens durch alle Bereiche der Gesellschaft […]

        Stimmt natürlich, die Betroffenen sind selbst schuld. Ich vergaß.
        Es ist selbstverständlich kein strukturelles, gesellschaftliches Problem, das etwa Frauen wie auch andere Gruppen aus bestimmten Bereichen ausschließt bzw. ihnen den Zugang erheblich erschwert.
        Die wollen das einfach selbst nicht!
        Denn
        die Opferhaltung ist schließlich viel bequemer (da haben wir es wieder) und vielleicht springen auch noch ein paar weitere Privilegien dabei heraus.
        Da haben wir es wieder!
        Opfer stilisieren sich zu Opfern, weil das total viel Spaß macht und ihnen auch noch was einbringt.

      4. Liebe Person,

        Ihre Fraktion scheitert regelmäßig an dem Nachweis, daß irgendjemand von irgendetwas ausgeschlossen wird. Alles was Sie zeigen können ist die geringere Beteiligung. Und die wird durch geringeres Eigeninteresse eben genauso gut erklärt.

        Interessant ist auch Ihre Definition von „Betroffener“ bzw. „Opfer“. Demnach bin ich nämlich Fußballopfer, weil mich dieser Sport nicht die Bohne interessiert. Ebenso Sportwagenfahrer-Opfer und Briefmarkensammler-Opfer. Wann kann ich denn mit einer Konferent rechnen, die sich dieser Probleme mal annimmt?

        Ciao, Stormking

      5. > Wunderschön, wie hier die tatsächlich existenten Probleme bspw. der Geschlechterverteilung kleingeredet werden.

        Und was kann nun die Wikipedia dafür, dass sich Frauen offenbar weniger dafür interessieren zu den Artikeln beizutragen? Und warum ist das ein Problem? Soll doch jeder das machen, was ihm Spaß macht und wenn Frauen im Durchschnitt weniger Interesse an Online-Enzyklopädien haben dann werde ich sie sicher nicht dafür verurteilen.

        Wichtig ist Chancengleichheit und die ist bei Wikipedia empirisch nachweisbar, da das Geschlecht nirgends angegeben werden muss und somit auch das Verhalten anderer Autoren oder Moderatoren nicht beeinflussen kann.

  2. Als Wikipedia-Autorin fühle ich mich von diesem Artikel diskriminiert. Ich möchte auch nicht durch ein „_innen“ an einen unspezifischen Wortstamm angehängt werden, schon gar nicht querfeldein entgegen der geltenden Rechtschreibung.

  3. Männer und Frauen sind niemals gleich. Gleichwertig hingegen sollten sie immer sein.
    Für meine Verständnisse von Gerechtigkeit, macht es keinen Sinn, Frauenquoten irgendwo einzuführen. Allerdings sollten immer die gleichen Chancen für jeden bestehen, ganz gleich welcher Ethnie, Religion, Geschlecht, sexuelle Ausrichtung der jeweilige Mensch herrührt.

    Die Frage die sich mir daher stellt, was ist die Ursache, dass bei Wikipedia angeblich nur 8,5% Frauen mitwirken? Sind es regularien seitens der Wikipedia Community, welche es für Frauen schwieriger macht? Also einfach einer stumpfen Zahl/Statistik zu negativen MEMEn zu stilisieren, halte ich für kontraproduktiv.

  4. mensch fragte: „Die Frage die sich mir daher stellt, was ist die Ursache, dass bei Wikipedia angeblich nur 8,5% Frauen mitwirken? Sind es regularien seitens der Wikipedia Community, welche es für Frauen schwieriger macht?“

    Ich denke, dass schon Hürden für Frauen existieren, die es für Männer nicht gibt. Für viele Frauen scheint es besonders lästig zu sein, wenn sie in der Wikipedia nachvollziehbare Belege für Aussagen angeben sollen. Es würden sich sicher viel mehr Frauen beteiligen, wenn dieser Nachweiszwang nicht wäre.

    Damit wird ja auch die Wahrnehmung von Frauen entwertet. Eine Frau nimmt doch wahr, dass sie benachteiligt wird. Dass sie zum Beispiel viel zu wenig Geld verdient und zu viel arbeiten muss. Das Männer im Beruf, in der Politik, in den Medien bevorzugt werden.

    Warum kann sie solche Erfahrungen nicht einfach in die Wikipedia schreiben, ohne da tausend Belege für angeben zu müssen?

    Der Zwang, immer nachvollziehbare Belege angeben zu müssen, führt zu einer Bevorzugung von Männern, weil die ihren eigenen Wahrnehmungen (sicher zu Recht!) viel weniger trauen als Frauen und deshalb gewohnt sind, immer wissenschaftliche, statistische oder kausale Belege anzugeben.

    Ich halte es deshalb für wichtig, dass dieses truth-regieme aufgebrochen wird. Das könnte bei der Wikipedia dadurch geschehen, dass Frauen in ihren Beiträgen keine Quellen oder sonstigen Nachweise mehr angeben müssen.

    Dann würden sicher auch viel mehr Frauen schreiben.

    1. Es wäre dann aber gut, wenn Wikipedia noch zwei Funktionalitäten bekäme. Erstens die Kennzeichnung, ob man einen Artikel mit der Genderbezeichnung „Mann“ schreibt, also mit nachvollziehbaren Belegangaben, oder nicht. Gender deshalb, weil es ja sein könnte, dass sich manche Frauen auch lieber dieser Gruppe zugehörig fühlen. Und zeitens sollte man generell einstellen können, dass man nur die Artikel einer bestimmten Genderbezeichnung angezeigt bekommt. Wäre sicher hilfreich und würde das Überleben von Wikipedia sichern.

      1. Natürlich ist es Satire! Feministinnen können natürlich IMMER alles mit hieb und stichfesten Beweisen und Studien untermauern! Genau so wie sie bis ins Kleinste nachweisen können, warum und durch welche Maßnahmen Frauen aus der Wiki ausgeschlossen sind. Z. B. deshalb weil dort weiße Männer sitzen! Reicht doch, oder?

    2. ZITAT
      Der Zwang, immer nachvollziehbare Belege angeben zu müssen, führt zu einer Bevorzugung von Männern …
      TATIZ

      Lustig! Eine feministisch orientierte Frau bestätigt das uralte Vorurteil Frauen wären zu einer rationalen Erklärung ihrer Standpunkte geschlechtsbedingt nicht in der Lage :)

      ZITAT
      Warum kann sie solche Erfahrungen nicht einfach in die Wikipedia schreiben, ohne da tausend Belege für angeben zu müssen?
      TATIZ

      Komisch, als ich in der wikipedia schrieb, dass Väter im deutschen Familien“recht“ sexistisch diskriminiert werden, wollte hat das eine Frau sofort aus dem Artikel geschmissen und „Belege“ gefordert. Selbst der Schandparagraph 1626a BGB wurde nicht als Beleg anerkannt, da keine „Sekundärliteratur“.
      Dank guter Beziehungen zu anderen weiblichen Admins provozierte die „Dame“ einen Streit in dessen Verlauf der Artikel in ihrer Version eingefroren wurde.

    3. „….Dass sie zum Beispiel viel zu wenig Geld verdient…“

      Wenn Frauen im Vergleich zu Männern für die gleiche Arbeit grundsätzlich schlechter bezahlt werden, müssten die Arbeitgeber dann nicht (gerade in der heutigen Zeit, in der Kostenersparnis solch eine große Rolle spielt) nur noch Frauen einstellen?
      Warum sollten sie die teueren Männer einstellen, wenn sie doch die gleiche Leistung von billigeren Frauen haben könnten? Ein Unternehmer der dies erkannt hätte, könnte seine Waren/Dienstleistungen billiger anbieten, hätte mehr Gewinn und der Vorsprung vor der Konkurrenz wäre enorm.Die Unternehmer sind auf dem Gebiet der Gewinnmaximierung entweder plötzlich vollkommen blind, oder die Situation der Lohndiskriminierung besteht nicht.

      1. kaRa, genau das was Du hie machst, gegen Feminismus mit Logik zu argumentieren, ist doch genau der Hatedingsbums, gegen den sich obige Veranstaltung zur Wehr setzten möchte. Wenn es noch einen anderen Beweis für die Wichtigkeit obiger Veranstaltung bedarf, wie Deinem Hatekommentar, dann weiss ich es auch nicht…

        Mein Großvater ist mal in die SPD eingetreten damit sich sowas wie Nationalsozialismus und Faschismus in Deutschland niemals wiederholt, weil er für Gleichberechtigung und Demokratie eingetreten ist und er für Meinungsfreiheit, Rechtsstaat und Aufklärung stand.

        Ich werde bald aus gleichen Gründen austreten…

        Allein der Titel des Vortrages „Gender Online, zwischen feministischer Intervention und antidemokratischem Backlash“ zeigt doch wohin die Reise geht. Als Kritiker bist du antidemokratisch, weil die reine Heilslehre nur Feministinnen vertreten…
        Oder der Vortragende Gesterkamp, der in seiner Schrift „Geschlechterkampf von Rechts“ alles und jeden in eine antidemokratische Rechte Ecke schiebt, selbst für eine Zeitung die vom Verfassungsschutz beobachtet wird schreibt und findet es super das Feministinnen versuchen einen Auftritt eines Kritikers vor Ärzten und Psychologen zu verhindern, weil dieser Kritiker doch glatt behauptet dass Gewalt sich oftmals innerhalb der Beziehung hochschaukelt und nicht rein männlich ist. Sowas aber auch…

    4. Lea 18. Feb 2015 @ 17:56

      mensch fragte: “Die Frage die sich mir daher stellt, was ist die Ursache, dass bei Wikipedia angeblich nur 8,5% Frauen mitwirken? Sind es regularien seitens der Wikipedia Community, welche es für Frauen schwieriger macht?”

      Ich denke, dass schon Hürden für Frauen existieren, die es für Männer nicht gibt. Für viele Frauen scheint es besonders lästig zu sein, wenn sie in der Wikipedia nachvollziehbare Belege für Aussagen angeben sollen. Es würden sich sicher viel mehr Frauen beteiligen, wenn dieser Nachweiszwang nicht wäre.

      Damit wird ja auch die Wahrnehmung von Frauen entwertet. Eine Frau nimmt doch wahr, dass sie benachteiligt wird. Dass sie zum Beispiel viel zu wenig Geld verdient und zu viel arbeiten muss. Das Männer im Beruf, in der Politik, in den Medien bevorzugt werden.

      Warum kann sie solche Erfahrungen nicht einfach in die Wikipedia schreiben, ohne da tausend Belege für angeben zu müssen?

      Der Zwang, immer nachvollziehbare Belege angeben zu müssen, führt zu einer Bevorzugung von Männern, weil die ihren eigenen Wahrnehmungen (sicher zu Recht!) viel weniger trauen als Frauen und deshalb gewohnt sind, immer wissenschaftliche, statistische oder kausale Belege anzugeben.

      Ich halte es deshalb für wichtig, dass dieses truth-regieme aufgebrochen wird. Das könnte bei der Wikipedia dadurch geschehen, dass Frauen in ihren Beiträgen keine Quellen oder sonstigen Nachweise mehr angeben müssen.

      Dann würden sicher auch viel mehr Frauen schreiben.

      Ich lach mich kaputt. Wenn das nicht irgendwie ein Trolleintrag ist, dann bleibt mir nur noch, die Tatsache zu formulieren, das mir mal ein Iraner sagte, das Frauen einfach nicht ernst genommen werden könnten. Denn Frauen haben etwas kindisches an sich, sind von ihrer Natur her mehr so geeicht wie kleine Kinder.
      Ich war mit ihm nicht einer Meinung.

      Aber wenn der Beitrag dieser LEA wirklich ernsthaft feministisches Frauen-Selbstverständniss widerspiegelt, dann gute Nacht und dann muss ich dem Iraner doch zuletzt zustimmen.

      Das muss einfach trollerei sein … O-o

    1. Na, auch diese FES-Veranstaltung richtet sich vermutlich – wie schon jene mit Titel „Strategien gegen Sexismus“ – ausschließlich an Frauen. Als Vertreter der politischen Initiative ‚Equal Age Day – struktureller Sexismus und Lebenserwartung‘ wurde mir jedenfalls aufgrund meines Geschlechts die Teilnahme verwehrt. So schaut er aus, der steuerfinanzierte FES-Sexismus.

      1. Die Erfahrungen von Männern in diesen Veranstaltungen (falls überhaupt zugelassen, wir leben ja schließlich in einer EineGruppeIstGleicher-Demokratie) sind durchweg negatv, so als unwillkommen Person non grata und Gnade die Göttin demjenigen, der Versucht eine Gegeposition zu beziehen und danach noch zu belegen, dann hast du das Micro gesehen und wirst aus dem Saal geschriehen… einfach mal Googeln hilft. Diese Veranstaltungen könnten auch in der Vergangenheit stattfinden, tausche braun gegen rosa und die eine Ideologie gegen die andere aus… (das klappt auch gut bei so manchen netten Texten aus der feministischen Feder)… Tja, wer eine menschliche Gesellschaft will, muß den Feminismus überwinden ;o) (das Original kommt von der SPD… Ihr pösen Männer, Ihr)…

    2. Ich möchte aber nicht nur still und leise dasitzen und mich „informieren“. Bin selbst informiert und würde gerne etwas zur Diskussion beitragen.

      Da aber meine Meinung mit der auf der Veranstaltung vorhandenen nicht deckungsgleich ist, werde ich wahrscheinlich gar nicht zugelassen. Ein Dialog wird sich nicht einstellen.

      Es bleibt ein feministischer Monolog, der lediglich belegt, dass der Feminismus Angst hat vor einer offenen Diskussion, vor Fakten, vor Argumente.

      Die einzige Möglichkeit, diesen Eindruck zu entkräften, wäre feminismuskritische Vortragende mit einzuladen.

      Dann könntest Du wirklich was lernen.

      Leider fehlt den Verantwortlichen der Mut zu einer solchen Veranstaltung.

  5. „FES-Diskussion: »Wessen Internet? Geschlechterverhältnisse und Gender-Debatten im Netz“ ???
    Wenn man sich den Flyer durchliest, weis man doch schon, dass gar nicht diskutiert werden soll.
    Da sitzen dann die üblichen Verdächtigen und bestärken sich gegenseitig in ihrer verqueeren Weltanschauung.

  6. Was ist eigentlich mit Wikipedia gemeint? Mit Blick auf die „Milliarden“ von Nutzern kann es ja eigentlich nur um die englische gehen. Es gibt eine Reihe Wikipedias in nicht-englischer Sprache, die nicht von „Weißen“ soll wohl heißen Menschen überwiegend europäischer Herkunft erstellt wird. Große Wikipedia-Versionen wie die japanische oder chinesische etwa.

  7. Man kann da nur immer wieder schmunzeln.

    Alleine schon die durchgeknallten Grundannahmen:
    „Zugänge und Gestaltungsmöglichkeiten sind ungleich“, „geschlechtsspezifische Struktur“, „Definitionshoheit“ faselt es. Was für ein Schmarrn!

    Und dann natürlich noch: „weiße“, und natürlich: „Männer“. Was für ein hanebüchener Unsinn. Genderveranstaltungen sind und bleiben ein sinnloses, weitgehend hirnloses, leider nicht harmloses Kasperletheater.

    1. Dem kann ich zustimmen. Meine Erwartung wäre, dass die Teilnehmer sich gegenseitig den (weißen) Mann als Schuldigen für alles schlechte bestätigen um damit einen Feind zu haben, den sie bekämpfen können. Das ist dann ein endloser und ergebnisloser Prozess, denn sie arbeiten sich an einem Sündenbock ab. Das einzig positive an einer Sündenbock-Ideologie ist, dass man sich dadurch besser fühlen kann, denn man kämpft ja für das Gute und zwar quasi bis in die Ewigkeit, also ergibt das auch bis in die Ewigkeit ein gutes Gefühl. m(

      1. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr klingt das nach Religion.
        Die Gender-Priester versprechen der Frau Erlösung, wenn sie den Teufel weißer Mann austreiben und ihm abschwören.
        Eigentlich keine schlechte Strategie. Man baut sich eine vom Pöbel reichlich versorgte Institution, ohne Mehrwert. Das es gut funktioniert hat die Kirche ja hinlänglich bewiesen.

  8. Schöne und wichtige Veranstaltung! Natürlich hat die Wikipedia Hürden von denen Frauen stärker betroffen sind wie Männer, welche das auch immer sein mögen! Ob die SPD, die trotz Quoten, einer AG Frauen und sonstigem Gedöns, aber trotzdem nur 30% weiblicher Mitglieder, der richtige Ansprechpartner ist, wage ich zu bezweifeln!!! Denn merke, wenn es zu wenig Frauen gibt, ist es die Schuld der Männer, wenn es aber eine Partei nach 25 Jahren offener Willkommenskultur, Quoten und quotierten Redelisten nicht geschafft hat auf mind. 40% weibliche Mitglieder zu kommen, dann scheint evtl. doch irgend etwas anderes im Argen zu liegen…

      1. Lieber Klausi,
        diese Hürden muss es einfach geben, sonst gäbe es dort mehr Frauen. Es können die pösen weißen Männer sein, die Frauen ausschließen oder auch die Feministinnen, die andere Frauen mit anderen Ansichten nicht dabei haben wollen, es kann an Unlust der Frauen selbst liegen oder daran dass in der Küche kein W-Lan ist. Wir wissen es einfach nicht!

  9. Aber immerhin werden auf dieser Seite wenigsten (noch) die Gegenpositionen zugelassen. Auf feministischen Seiten werden sie von vornherein nicht zugelassen oder nach Veröffentlichung gelöscht. So mir geschehen auf einer Seite der – steuerfinanzierten – Fr.-Ebert-Stiftung.

    1. Schon mal versucht, im Wikipedia Männerrechtsseiten oder die Informationen über Männerrechtler mit einem NPOV zu versehen?

      Die sind dort sehr einseitig aus feministischer Sicht dargestellt und Gegenpositionen werden durch die feministische Front von FionaB (alias Fiona, alias Fiona Baine, alias Finn – Klarname wahrscheinlich Gabriele Mirhoff), SanFran Farmer, Schwarze Feder (Klarname: Andreas Kemper) gnadenlos bekämpft unter Einsatz sogar fragwürdiger Methoden und mit Admin-Deckung.
      Vandalismus-Meldungen bei jeder Kleinigkeit, Änderungen werden mit fragwürdigen Begründungen rückgängig gemacht (auch wenn sie den Tatsachen entsprechen), eigene Positionen durchgesetzt (auch wenn sie nicht den Tatsachen entsprechen) und mit fragwürdigen und tendenziösen „Belegen“ hinterlegt.
      So werden z.B. schon inflationär die „Studien“ von Rosenbrock, Kemper, Gesterkamp und Pohl angegeben, obwohl sie häufig nicht einmal den Mindestanforderungen des wissenschaftlichen Standards entsprechen.

  10. Es gibt eine Webseite wo zensierte Beiträge unter Quellenangabe veröffentlicht werden… einfach mal googeln. Da hat wohl die TAZ den Vogel abgeschossen über einen Beitrag über die Vergewaltigungen in Afrika und abei übersehen, das die Täter in der Mehrzahl weiblich waren. Ensprechende Hinweise wurden erst nach einer Woche veröffentlicht, als der Artikel nicht mehr ganz taufrisch war… Der Artikel der Autorin kam halt zu dem üblichen Ergebniss (obwohl das Zahlenmaterial nicht „passte“)…
    Von solchen Stiftungen wie die angegebene kann eigentlich nichts erwartet werden, die machen sich nicht selbst obsolet… So im Tenor: „Rauchen ist nicht gesundheitsschädlich!“ gez. Dr. Malboro…
    Noch was amüsantes: http://www.amazon.de/Ist-Feminismus-noch-retten-Deutschland-ebook/dp/B00RQU0T4O/ref=cm_cr_pr_product_top
    Und was zum Nachdenken: http://www.rtl.de/cms/news/punkt-12/punkt-12-reporter/mutter-zahlt-kein-unterhalt-warum-immer-mehr-frauen-ihre-familie-verlassen-45bb5-b85e-60-2216097.html
    (Auch da passen die % nicht zur öffentlichen Meinung ;o)… und das schlimmste: die kommt so gar noch vom Wohlfühlministerium, die Studie/Zahlen…

  11. Interessant zu beobachten, mit welcher Verve und latenter Aggression sich hier die Herren der Schöpfung – die wahren unterdrückten Opfer in unserer Gesellschaft – zu Wort melden, sich gegenseitig ihrer Unterjochung bestätigen und zum Kampf gegen die Dominanz der Frauen blasen.
    Fight Feminism! For the sake of man(!)kind!

    1. Latente Aggression? Meinen Sie Hatespeech? Huch, jetzt geht das hier auch schon los! Ich bin geschockt…

      Allein der Titel der Veranstaltung:
      „Wessen Internet? Geschlechterverhältnisse UND Gender-Debatten im Netz“
      zeigt doch, es geht hier nicht um Frauen die sich nicht äußern können, sondern um Feministinnen die Debatten im Netz nicht so führen können wie sie selbst das wollen, eben nicht ergebnisoffen, sondern mit vielen vielen die einfach nur Hurrraaaa schreien, wo keiner nach Studien fragt, sondern alle Applaudieren, weil die Frauen ja soooooo unterdrückt sind…

      Sehen wir uns den Flieger (Flyer) mal an:
      – Mit welchen Methoden werden feministische Debatten im Netz gestört und welche Strategien wirken dagegen?

      Da ist nix mit Frauen, da geht es rein um feministische Debatten! Da geht es nicht mal um FRAUEN:

      – „Hochstapler und lila Pudel“ – wie Männer von antifeministischen Männern attackiert werden

      Also bitte, die Veranstaltung hat nicht zum Ziel mehr Frauen ins Internet zu bringen, was übrigens Quatsch wäre, denn es gibt viele Frauen im Internet. Es geht einzig darum die eigenen politischen Diskussionen im Netz gegen jegliche Kritik durchzudrücken!

  12. Hmm, es ist unschön anzusehen, wie sich die monologistisch von wenigen geführte Diskussion im Elfenbeinturm durch die Gesellschaft frißt unter der Maßgabe, nicht das miteinander zu fördern, sondern eigentlich genau das Gegenteil. Dabei geht es in erster Linie nur noch um die Macht- und Wirtschaftinteressen einer kleinen Gruppe und Ihrer Unterstützer. Aus diesem Grund wird es auch niemals zu einem Ende kommen, egal wieviel Quoten es geben wird, das ist nicht das Problem. Wieso ist in den nördlichen Ländern die Zahl der sexuell belästigten Damen höher als bei uns? Einfach Anwort: Frau senkt einfach die Grenze immer weiter ab… Die Stilblüten aus der Rapecultur werden immer wahnsinniger (http://www.nationalreview.com/article/413978/student-banned-areas-campus-resembling-classmates-rapist-katherine-timpf?utm_campaign=PANTHEON_STRIPPED&utm_content=PANTHEON_STRIPPED&utm_medium=PANTHEON_STRIPPED&utm_source=PANTHEON_STRIPPED#!eaURur) die Vernunft ist außen vor. So wird die Anklage der Matrazenträgerin gleichzeitig Ihre Abschlußarbeit mit hohem medialen Interesse…
    Tja, wir leben in einer Zeit in der „… in der eine Femen-Aktivistin während einer Weihnachtsmesse nackt auf einen Altar des Kölner Domes springt, es aber als sexuelle Belästigung gilt, wenn Männer sie dabei anstarren.“
    Triggerwarnung (es folgt Satire:)
    Das Männerbild der meisten Feministinnen ist unverrückbar. Die wollen gar keinen einsichtigen, reflektierten Mann – die wollen einen Punchbag zum nimmermüden Draufhauen. Denen geht es nicht um Gleichberechtigung oder Frauenrechte. Die haben Bock auf Krawall und ein großes Problem mit dem Mann per se.
    Der Satiriker Christian Ulmen, 2014

  13. Der weitaus größte Teil der Wikipedia-Artikel dürfte sich mit Dingen beschäftigen, bei denen männliche oder weibliche Betrachtungswinkel keine Rolle spielen. Wenn beispielsweise das Prinzip der Dampfmaschine erklärt wird, dann ist es egal, ob ein Mann oder eine Frau den Artikel geschrieben hat. Wikipedia wird also mehr von Männern „befüllt“ als von Frauen? Nun, daraus würde ich keinen Benachteiligung von Frauen ableiten, sondern einen Vorwurf an Frauen: Warum tut Ihr nicht mehr? Wer ist überhaupt auf die Idee gekommen, ein gemeinschaftliches Online-Lexikon zu schaffen, an dem sich jede und jeder beteiligen kann? Mist, schon wieder ein Mann. Warum keine Frau? Wer hat Facebook gegründet, wer Twitter, wer Google, wer ebay? Ja, bemitleidet Euch nur selbst auf der Veranstaltung, dass Ihr Euch ausgegrenzt fühlt. Mit hoher Dichte an weiblichen Referierenden, die genau das sagen, was man hören will. Schon die angekündigten Themen lassen ahnen, dass es da nicht um eine Auseinandersetzung mit einer Sache geht, sondern um eine Wellness-Behandlung.

    1. Wer ist überhaupt auf die Idee gekommen, ein gemeinschaftliches Online-Lexikon zu schaffen

      Guter Punkt. Es sind überwiegend Männer, die diese Innovationen auf den Weg bringen. Sie erfinden z.B. den Podcast. Rechnat man das den Männern positiv an? Nein, sie werden beschimpft, Podcast werden von „weißen“, „mittelalten“ Männern dominiert, sie dienen wohl nur dazu, deren Macht zu festigen. Auch Liquid Democracy ist bekanntlich eine Erfindung der machtgeilen Männer.

      Dankbarkeit? Fehlanzeige.

  14. Mal ein paar Antworten zu den Flyer-Fragen:

    Welche Beschwerdemöglichkeiten / Schutz gibt es für Opfer von Verleumdung und Cybergewalt?
    Antwort: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Wer Opfer einer solchen Attacke wird, sollte sich an die Polizei wenden und Anzeige erstatten.

    Männlich und weiß – wie kann das Netz diverser werden?
    Antwort: Gibt es Anzeichen dafür, dass sich überwiegend weiße Männer im Netz tummeln? Wenn ja, wie sollen denn die „Aussschlußverfahren“ funktionieren, die dazu führen? Einen Internetanschluss kann sich jeder Mann und jede Frau besorgen. Ebenso kann sich jeder Mann und jede Frau bei den unzähligen Internetdienstleistern anmelden und dort tätig werden. Was auch getan wird.

    Wer darf über Diskrimierung und Privilegien sprechen?
    Antwort: Ich bin perplex. Sollte es im Umkehrschluß zu dieser Frage Personen geben, denen man nicht zugestehen sollte, über das zu sprechen, was ihnen beliebt? Ich habe es immer für ein verdammt hohes Gut gehalten, dass man seine Meinung sagen darf.

    Brauchen wir Spielregeln im Netz und wo kann und muss die Politik aktiv werden?
    Antwort: Welche Spielregeln sollte es noch geben, die es nicht schon längt gibt? Man unterscheidet zwar immer zwischen Internet und „Reallife“, aber das Internet IST Bestandteil des Lebens. Ob sich 10 Leute in ein Zimmer begeben und dort diskutieren ist dasselbe, wie wenn sich 10 Leute in einem Chat oder Internetforum austauschen.

    Mit welchen Methoden werden feministische Debatten im Netz gestört und welche Strategien wirken dagegen?
    Antwort: Wikipedia sagt mir, dass unter einer Debatte ein „Streitgespräch“ zu verstehen ist. Die Person, die diese Frage formuliert hat, möge mir sagen, was dabei als „Störung“ zu verstehen ist. Ein Streitgespräch IST eine gegenseitige Störung der jeweils anderen Position. Wenn man keine Debatte möchte, sollte man sich darauf beschränken, lediglich statische Seiten ins Netz zu stellen und auf einen Dialog zu verzichten. Anschließend den Computer ausmachen und nie wieder E-Mails checken. Dann hat man seine Ruhe. Falls man doch lieber streiten möchte und dafür Strategien braucht: Örtliche Volkshochschulen bieten Rhetorikkurse an. Aber es geht nicht nur um die verbale Fechtkunst, man sollte sich auch einen Satz überzeugender Argumente beschaffen.

    Auf welchen Plattformen wird über Gender diskutiert, auf welche Weise und mit welchen Argumenten?
    Antwort: Es wird auf vielen Plattformen in unterschiedlicher Weise und mit Pro- und Contra-Argumenten argumentiert. Leider gibt es immer wieder Menschen beiderlei Geschlechts, die sich auch gleich selbst die Deutungshoheit über die gesamte Sache anmaßen und daher parteiische SchiedsrichterInnen spielen.

    Warum wird um Gender so vehement gestritten?
    Antwort: Es ist eben ein Bereich bei dem oft Gefühle mit ins Spiel kommen. Dies erklärt die hochkochenden Emotionen in den Diskussionen.

  15. „Opfer stilisieren sich zu Opfern, weil das total viel Spaß macht und ihnen auch noch was einbringt.“

    Es bringt ihnen etwas ein. Das nennt sich Opferdividende und besteht aus Aufmerksamkeit, Mitleid, „Definitionamacht“ als vermeintl. Opfer, Zuwendung, und letztlich rekrutiert die Opferdividente so hilfsbereite Leute wie Person, die ihr Würstchen dran wärmen, armen, armen Frauen unter die Arme zu greifen. Ja, so macht es Spaß, sich im Opferstatus zu suhlen, statt z.B. bei Wikipedia zu arbeiten. Im Grunde finden wir bei diesen Leuten ganz klassische „weibliche“ Stereotpe vor.

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