Linkschleuder
Linktipps der Redaktion
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: Berlin: Geld verbrennen mit Onlinepartizipation
: Berlin: Geld verbrennen mit Onlinepartizipation Fast eine halbe Million Euro (450.000) soll ein Onlinepartizipations-Projekt für die alte Historische Mitte in Berlin kosten. Das Geld kann man aber auch gleich verbrennen oder sinnvoller verwenden, wie Yannick Haan aufzeigt: Der Online-Partizipationscheck – Alte Mitte Neue Liebe.
Leider zeigt das Verfahren wie man Partizipation und E‑Partizipation nicht machen sollte. Das Verfahren besteht vor allem aus Hürden zur Partizipation. Eine solche Partizipation führt in seiner Konsequenz zu weniger Partizipation als zu mehr Partizipation.
Direkt zur Projektseite:
Die Berliner Mitte, der Freiraum zwischen Fernsehturm und Spree und zwischen Marienkirche und Berliner Rathaus, ist das letzte prominente Gebiet der Innenstadt, dessen Nutzung und Gestaltung noch nicht festgeschrieben wurde. Seien Sie dabei, die Berliner Mitte neu zu entdecken und sagen Sie, was für Sie hier wichtig ist.
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Gamma FinFisher: Generalbundesanwalt überprüft Angriff von Bahrain auf Rechner mit deutschen IP-Adressen
Surveillance made in Germany - FinFisher-Spionage-Software Gamma FinFisher: Generalbundesanwalt überprüft Angriff von Bahrain auf Rechner mit deutschen IP-Adressen Matthias Thieme und Thomas Steinmann haben ihren Capital-Artikel Spionage-Ziel Deutschland aus dem November 2014 geupdatet:
Der Einsatz von deutscher Spähsoftware durch den bahrainischen Geheimdienst gegen Ziele in Deutschland beschäftigt jetzt die Justiz. Wie die Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag bestätigt, hat der Generalbundesanwalt deshalb einen Beobachtungsvorgang angelegt. Es geht dabei um den Einsatz der in Deutschland hergestellten Überwachungs-Software Finfisher durch ausländische Dienste gegen mindestens eine infizierte IP-Adresse in Deutschland.
[…] Die Bundesanwaltschaft prüfe nach Medien-Hinweisen, „ob ein Anfangsverdacht einer geheimdienstlichen Tätigkeit zu bejahen ist“, heißt es nun in der Antwort der Bundesregierung, die Capital vorliegt. Die Prüfung sei noch nicht abgeschlossen.
„Ich begrüße, dass nun immerhin der Generalbundesanwalt Vorermittlungen aufgenommen hat“, sagte Jan Korte, stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion der Linken. „Wir brauchen endlich eine rückhaltlose und vollständige Aufklärung über die Machenschaften ausländischer Geheimdienste gegen Oppositionelle hier in Deutschland.“ Die Bundesregierung müsse ihrer Schutzpflicht gegenüber den Menschen in Deutschland nachkommen und sie vor Zugriffen ausländischer Geheimdienste schützen, so Korte. „Wenn sich herausstellen sollte, dass die Käufer deutscher Überwachungstechnik diese auch hierzulande gezielt gegen Menschenrechtsaktivisten und Oppositionelle eingesetzt haben, wäre dies ein handfester Skandal.“
Grundlage sind wohl die Support-Anfragen von Bahrain bei FinFisher, die durch den Hack im August öffentlich wurden und anhand derer die Nutzung durch Bahrain belegt wurde. Auch die Strafanzeige von Privacy International wird thematisiert.
Weitere Details gibt’s, sobald wir die Antwort selbst haben.
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: Forderung nach Vorratsdatenspeicherung „offensichtlich falsch und nicht tragfähig“
Illustration: Dominik Wagner, <a href="//creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC-BY 2.0</a> : Forderung nach Vorratsdatenspeicherung „offensichtlich falsch und nicht tragfähig“ Die „Digitale Gesellschaft“ findet deutliche Worte gegen die nach den Attentaten erneut ventilierte Forderung nach anlassloser Langzeitspeicherung von Telekommunikationsdaten. Das „Narrativ pro VDS“ erweise sich mal wieder als „offensichtlich falsch und nicht tragfähig“. Und sie erklären die Rechtslage in Dänemark:
In Dänemark gab es von 2007 bis 2014 eine besonders weitreichende Form der VDS, bei der im Rahmen des sogenannten „Session Logging“ auch die angewählten IP-Adressen gespeichert wurden. Dem Bericht zufolge waren die von den Providern gelieferten Daten für die Polizei vollkommen nutzlos. Folgerichtig kippte Dänemark das „Session Logging“ Mitte 2014.
Da das Aufhäufen von Milliarden Datensätzen gegen Attentäter mit automatischen Waffen keine Abhilfe verspricht, schlägt die „Digitale Gesellschaft“ vor:
Um Terroranschläge wirksam zu verhindern und Täter gar nicht erst zu Tätern werden zu lassen, wäre es weitaus sinnvoller, den sozialen und politischen Ursachen des religiös-fundamentalistischen Extremismus auf den Grund zu gehen und ihnen entgegenzuwirken.
Was man notorischen VDS-Überzeugungstäter und Innenpolitikern argumentativ sonst noch entgegenhalten kann, hatten wir heute ja schon zusammengetragen.
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: Swissleaks
: Swissleaks Die Süddeutsche Zeitung ist Kooperationspartner bei der Aufklärung der Swissleaks. Die Geschichte „Hervé Falciani: Bube, Damen, Ass“ erklärt lesenswert, wie die Daten von der Bank HSBC über einen Insider dann als Whistleblower an die französische Steuerfahndung gekommen sind (und später bei Journalisten landeten.)
Hervé Falciani sorgte bei der HSBC Schweiz für den größten Bankdatendiebstahl aller Zeiten. Der gewiefte Pokerspieler manipulierte dafür reihenweise Behörden, Banken und Frauen. Darunter auch eine Staatsanwältin des Bundes, die ihn bereits gefasst hatte – und wieder ziehen ließ.
Passend dazu, auch wenn es mit den beteiligten SZ-Journalisten nichts zu tun hat, sondern nur mit dem System: Der taz-Journalist Sebastian Heiser erinnert sich an seine kurze Zeit in der Redaktion der Süddeutschen Zeitung, wo er „Schleichwerbung für Steuerhinterziehung“ machen musste.
Offshore-Leaks, Lux-Leaks und jetzt Swissleaks: Die Süddeutsche Zeitung ist das Sturmgeschütz des Finanzamts. Die Redaktion veröffentlicht regelmäßig Informationen aus internen Bankunterlagen, an die sie durch Whistleblower kommt. Was die Zeitung nie erwähnt: Dass sie selbst ihre Leser auf die Steuerhinterziehung im Ausland hingewiesen hat und sich dafür von den Banken bezahlen ließ. Ich war damals in der Redaktion dafür zuständig. Es war das Jahr 2007, es war mein erster Job nach dem Studium und bis heute habe ich darüber geschwiegen.
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: Neues Phänomen – Car-Hacking?
"Mit dem sichergestellten Tool kann eine elektronische Wegfahrsperre überwunden werden". (Bild: BMI Österreich) : Neues Phänomen – Car-Hacking? Die Polizei in Wien meldet die Festnahme eines Autodiebes, der mit einem „Elektronik-Tool“ eine elektronische Wegfahrsperre überwand. Dabei sei er auf herkömmliche Weise („mittels Schlossstichs in das Türschloss“) in das Fahrzeug eingedrungen und habe sich dann an die Wegfahrsperre herangemacht. Auf diese Weise sei der Transponder (gewöhnlich RIFD) im Zündschlüssel durch ein externes Gerät ersetzt worden. Dadurch ist dann wohl das Motorsteuergerät mit einem manipulierten Code überlistet worden. So schreibt es auch die Wiener Polizei:
Mit dem sichergestellten Tool hätten die Verdächtigen beim Startvorgang gefälschte Berechtigungscodes an die Fahrzeugelektronik gesendet und damit das Auto in Betrieb nehmen können.
Vorvergangene Woche machte heise.de auf eine Sicherheitslücke bei BMW aufmerksam. Mit dem System „ConnectedDrive“ ausgestattete Fahrzeuge ließen sich innerhalb weniger Minuten öffnen (allerdings nicht starten). Dabei ist ebenfalls das Steuergerät überlistet worden.
Zum elektronischen Öffnen der Türen wird eigentlich die Übermittlung der Fahrgestellnummer benötigt, also funktionierte der „Einbruch“ zunächst nicht. Heise weiter:
Doch anstatt die Kommunikation nun abzubrechen, antwortete die Steuerungsbox mit einer Fehlermeldung – als Absender eingetragen: die vermisste Fahrgestellnummer. Damit klappte der zweite Versuch.
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: Tuwat.txt – Krautreporter über die Geschichte des Chaos Computer Clubs
: Tuwat.txt – Krautreporter über die Geschichte des Chaos Computer Clubs Die Krautreporter haben heute den ersten von vier Teilen einer Reihe über die Geschichte des Chaos Computer Clubs veröffentlicht.
Nichts beschreibt die Entwicklung der deutschen Netzpolitik so gut wie die Geschichte des Chaos Computer Clubs (CCC). Diese Geschichte wollen wir erzählen. In vier Folgen führen wir euch in Interviews mit den Gründern und Wegbegleitern des Clubs von den Anfängen in den Achtzigern bis in die Gegenwart.
In der ersten Folge geht es um die Gründung in den Räumen der taz-Redaktion und die gesellschaftlichen Umstände, die den Zusammenschluss motiviert haben.
Was am Rande amüsiert:
dass die premium-variante des krautreporter-artikels über den ccc ein google-doc ist, finde ich lustig.
— Jörg Braun (@bjoerngrau) February 13, 2015
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: AstroTV-Hack
: AstroTV-Hack Das Peng-Collective hat sich beim Berliner Eso-Verkaufs-Sender Astro-TV eingeladen und bei einer Performance vor laufenden Kameras dem Moderator ein Ei über dem Kopf zerschlagen. Das gibts als kurzes Video hier zu sehen:
Gleichzeitig hat Peng die Webseite astro.rip online gestellt und fordert Bürger auf, sich bei der Medienanstalt Berlin-Brandenburg über den Sender zu beschweren, der nach Ansicht von Peng ein „Glücksspiel-Sender“ sei.
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: Wie die Vergangenheit einer IP-Adresse die Einreise in die USA erschweren kann
: Wie die Vergangenheit einer IP-Adresse die Einreise in die USA erschweren kann In den Niederlanden, am Amsterdamer Flughafen Schiphol, hat sich gezeigt, was passieren kann, wenn man das ESTA-Einreiseformular für die USA mit einer vermeintlich verdächtigen IP-Adresse ausfüllt: De Telegraaf berichtet, dass der niederländische Bürger Erik Pas die Dokumente von einer fälschlicherweise in Jordanien geglaubten Internetverbindung aus bearbeitete. Das führte zu intensiven Befragungen am Amsterdamer Flughafen und in Los Angeles.
Frohen Mutes machte ich mich am 6. Februar für eine Geschäftsreise nach LA auf zum Flughafen Schiphol. Dort wurde ich bei der Passkontrolle namentlich aufgerufen. Ich musste einem Mann von der US-Regierung Bericht erstatten und wurde zu den muslimischen Ländern befragt, die ich bereits besucht hätte. Kein einziges. Laut ihm jedoch habe ich mein ESTA-Formular in der vorigen Woche aus Jordanien abgerufen. Das habe Fragen hervorgerufen. Lustig, denn ich war noch niemals im Leben in Jordanien…
In LA ging die Befragung weiter, dort wollte man Pas nicht glauben und durchsuchte Koffer, Kleidung und sandte, nachdem sich nichts finden lies, sogar Polizeibeamte an der Unterkunft des Niederländers vorbei. Wie es zu den verdächtigen IP-Adressen kommen konnte, versucht ein Vodafone-Sprecher zu erklären:
Der US-Grenzschutz nutzt offensichtlich veraltete Daten, denn die IP-Adresse von Erik Pas ist ordentlich in Niederlanden registriert. Jeder kann das im öffentlichen Verzeichnis RIPE.net nachlesen […] IP-Adressen werden wiederverwendet. Alle Carrier tun das.
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: Wegen Fehler beim E‑Mail-Test: Stiftung Warentest muss aktuelles Heft korrigieren (Update)
: Wegen Fehler beim E‑Mail-Test: Stiftung Warentest muss aktuelles Heft korrigieren (Update) Die Stiftung Warentest hat für die aktuelle Ausgabe E‑Mail-Anbieter untersucht. Dabei sind zahlreiche handwerkliche Fehler gemacht worden, so dass das Heft nicht mehr verkauft wird. Problematisch ist aber, dass 400.000 Test-Abonnenten bereits ein Heft zugeschickt bekommen haben. Patrick Beuth hat bei Zeit-Online die Zusammenfassung: Stiftung Warentest zieht aktuelles Heft zurück.
Besonders peinlich für die Stiftung Warentest sind einige offensichtliche Fehler. Dazu gehört die Aussage, Apple habe laut seinen Transparenzberichten noch nie Kundendaten herausgegeben. Ein Blick in die veröffentlichten Berichte zeigt, dass dem keineswegs so ist. Für Posteo und Mailbox.org bedeuten solche Patzer, dass sie sich jetzt Testsieger nennen dürfen, aber an der Kompetenz der Tester beziehungsweise deren Redaktion zweifeln müssen. Eine Posteo-Sprecherin sagt: „Ehrlich gesagt werben wir im Moment nicht mit dem Testsieg, weil uns das peinlich wäre.“
Offenlegung: Posteo spendet uns jeden Monat Geld, ohne dafür eine Gegenleistung haben zu wollen, und Mailbox.org war Sponsor unserer #10np-Konferenz.
Update: Die Stiftung Warentest hat uns darauf hingewiesen, dass unsere Überschrift falsch war, die wir von Zeit-Online übernommen haben. Man habe 400.000 Hefte nicht zurückgeholt, werde aber Korrektur mit nächstem Heft mitteilen.
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Die Tageszeitung: Jérémie Zimmermann: „Sie wollen das letzte Geheimnis“
Jérémie Zimmermann. Bild: <a href="http://www.stephan-roehl.de/">Stephan Röhl</a>. Lizenz: Creative Commons <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">BY-SA 2.0</a>. Die Tageszeitung: Jérémie Zimmermann: „Sie wollen das letzte Geheimnis“ Freund des Hauses Jérémie Zimmermann schreibt in der heutigen taz über die neuen Cryptowars: „Sie wollen das letzte Geheimnis“
Bislang scheitern die Dienste offenbar noch immer daran, bestimmte Formen verschlüsselter Kommunikation zu attackieren, weil zwar viele, aber noch nicht alle Produkte eine technische Hintertür eingebaut haben. Der US-Nachrichtendienst NSA rühmt sich damit, dass er jede Technologie beherrschen und durchdringen könne, die aus einem US-Unternehmen stamme. Doch noch immer gibt es einen letzten Freiraum, den die Regierungen noch nicht erobert haben. Diese einzige vertrauenswürdige Technologie, die uns noch übrig geblieben ist, ist offene Software.
Das sind Programme, die von einem Kollektiv programmiert werden und deren Code von jedem überprüfbar ist, sodass es keine Hintertüren gibt. Das ist auch der Grund, weshalb ausgerechnet diese Software ganz besonders im Blick der Sicherheitsbehörden steht. Denn die Behörden können mit einem öffentlichen System keine Absprachen treffen, und sie können in etwas völlig Öffentliches nicht unbemerkt etwas einbauen. Diese Räume kann der Staat noch nicht durchdringen. Der Schlüssel für das letzte Geheimnis – noch liegt er nicht beim Staat.
Wer diesen letzten Schlüssel hat, dem gehört auch die letzte Kontrolle. Die Frage nach einem gesetzlichen Angriff auf Verschlüsselungstechniken ist deshalb grundsätzlich: Soll der Staat die letzte Kontrolle über seine Bürger haben? Oder muss es nicht der Bürger sein, der Schutz vor seinem Staat genießt? Dann müsste es in einem freiheitlichen Europa gerade umgekehrt das Anliegen einer liberalen Sicherheitspolitik sein, die Entwicklung dieser Räume zu fördern: mit finanziellen Impulsen, staatlichen Förderprogrammen, gesetzlichen Schutzräumen.
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: YouTube im Kreuzfeuer. Facebook, Twitter, Twitch und Snapchat greifen an.
: YouTube im Kreuzfeuer. Facebook, Twitter, Twitch und Snapchat greifen an. Spannende Analyse von Bertram Gugel zu Youtube: YouTube im Kreuzfeuer. Facebook, Twitter, Twitch und Snapchat greifen an.
Facebook hat YouTube bei den Videoabrufen in den USA überholt. Twitter bindet große Marken und Sender mit seinem Amplify Programm an die Plattform. Snapchat, Vine und Instagram entwickeln ihre eigenen Bewegtbild-Darstellungsformen. Twitch schnappt YouTube die Livestreams weg und Vimeo positioniert sich im Premiumsegment. Hinzu kommt neue Konkurrenz von Vessel, AOL und Yahoo!, die YouTube-Stars umwerben. Auch Messenger wie Whatsapp, Line oder WeChat warten nur darauf ins Videosegment einzusteigen. Obwohl YouTube noch immer der Platzhirsch ist, erleben wir gerade die wahrscheinlich spannendste Zeit im Online-Video-Markt seit den Anfängen von YouTube vor 10 Jahren. Eine Einordnung und Überblick der Entwicklungen.
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: DLF-Hintergrund: Debatte um Vorratsdatenspeicherung – Gleichung mit vielen Unbekannten
: DLF-Hintergrund: Debatte um Vorratsdatenspeicherung – Gleichung mit vielen Unbekannten Der Hintergrund im Deutschlandfunk hat gestern über „Debatte um Vorratsdatenspeicherung: Gleichung mit vielen Unbekannten“ berichtet. Die 20 Minuten lange Sendung gbt es als MP3 und als Transcript.
Nach den Anschlägen von Paris soll die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Terrorismus in Europa intensiviert werden. Bei dem EU-Gipfel in Brüssel werden die Staats- und Regierungschefs eine gemeinsame Erklärung verabschieden. Die Bundesregierung erwartet, dass die EU-Kommission ihre Position zur umstrittenen Vorratsdatenspeicherung klarstellt.
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: Für eine Ethik des Teilens
: Für eine Ethik des Teilens Friedemann Karig schreibt über ein wichtiges Thema bei Krautreporter: Terrorbilder im Netz: Teile und herrsche. Es geht um eine „Ethik des Teilens“, ausgelöst von der Frage, ob man Terror-Propaganda teilen sollte – oder eben bewusst nicht.
Die Extremisten sind uns einen Schritt voraus. Wir müssen aufholen. Eine dazu nötige Ethik des Teilens fängt lange vor der Diskussion solcher konkreten Beispiele an. Nämlich bei der Bewusstwerdung der impliziten Politik jeder Entscheidung, ob überhaupt reagieren oder nicht. Und bei der Entscheidung, wie Kontakten gegenüberzutreten ist, die gegen die eigene Überzeugung agieren. Eine solche Ethik bedeutet das Ende der Ausreden, dass man als einzelner egal wäre. Und auch das Ablehnen von Ignoranz, da diese eher die Extreme stärkt. Das hat nur im Extremfall etwas mit Terror zu tun. Aber am Terror können wir uns besonders sensibilisieren für die Macht dieser Ethik. Hier zeigt sich auch ihre Schönheit. Denn gegenüber der Propaganda sind wir – anders als gegenüber der puren Gewalt des Terrors – keineswegs machtlos. Auf dem medialen Feld können wir den Terror bremsen, ob per Hashtag oder Meme, Profilbild oder Kommentar.
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: EU-Kommissar Ansip spricht sich gegen Netzneutralität aus (Update)
: EU-Kommissar Ansip spricht sich gegen Netzneutralität aus (Update) Unser zweiter Digitalkommissar Andrus Ansip hat bisher in der Öffentlichkeit immer so getan, als sei ihm die Sicherung der Netzneutraklität wichtig. Letzte Woche erst ließ er den WWW-Erfinder Tim Berners-Lee zum Thema auf seinem Blog bei der EU-Kommission dazu bloggen. Auf einer Startup-Konferenz in Berlin offenbarte sich aber heute: Alles nur gespielt. Jonas Rest von der Berliner Zeitung twitterte eben:
Und bestätigte, dass Ansip explizit nicht unterschiedliche Downloadgeschwindigkeiten gemeint habe, sondern Qualitätsklassen.
Danke für die Klarstellung, es wäre auch zu schön gewesen, einen EU-Digitalkommissar zu haben, dem Netzneutralität tatsächlich wichtig ist.
Update:
Ansip bestätigt auf Twitter uns gegenüber, dass er Überholspuren aka „Qualitätsklassen“ fordert:
Die Argumentation kennen wir ja von Angela Merkel, Günther Oettinger und Co. Netzneutralität ja, aber…
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: Tech-Bush ante Portas: Republikaner Jeb Bush veröffentlicht tausende E‑Mails von Bürgern
: Tech-Bush ante Portas: Republikaner Jeb Bush veröffentlicht tausende E‑Mails von Bürgern In den USA laufen bereits jetzt Vorbereitungen für die internen Vorwahlen bei Demokraten und Republikanern für die Nachfolge von Präsident Obama. Einer der möglichen Kandidaten auf Seiten der republikaner ist Jeb Bush, Bruder von George W. Bush und ehemaliger Governor von Florida. Um sich als transparent und technologie-affin zu präsentieren, präsentierte dieser vor kurzem die Webseite jebemails.com. Dort finden sich jedoch nicht nur E‑Mails von Jeb Bush, sondern auch zigtausende E‑Mail-Anfragen von Bürgern an ihren Governor – inklusive E‑Mail-Adressen, Anschriften, medizinischer Unterlagen und Sozialversicherungsnummern.
Schön zusammengefasst und in einen Kontext gestellt hat die Geschichte Rachel Maddow in ihrer gestrigen Show:
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: In eigener Sache: Wir brauchen T‑Shirts!
: In eigener Sache: Wir brauchen T‑Shirts! Wir brauchen T‑Shirts! Bereits seit einigen Jahren bereuen wir es, dass wir nicht selber designen können und mangels konkreter Vorschläge keine T‑Shirts tragen können, die a) von uns sind, b) eine dementsprechende politische Botschaft enthalten und c) wir sie auch nicht nur tragen, weil sie von uns kommen, sondern weil sie cool sind.
Es gab immer wieder Angebote, uns T‑Shirts zu designen, aber letztendlich ist es immer an irgendwas gescheitert. In der Regel an der Umsetzung. Jetzt haben wir aber mal etwas Geld dafür, außerdem gibt es ein erstes Design, was zumindest die Redaktion gerne tragen würde. Aber was sagt Ihr dazu?
Alternative Designs nehmen wir natürlich immer gerne, wenn sie die oben formulierten Kriterien erfüllen, können uns dafür aber nur mit gedruckten T‑Shirts revanchieren.
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Wie man in den Wald ruft: Iran weitet digitale Angriffe aus – als Antwort auf Stuxnet und Co.
Wie man in den Wald ruft: Iran weitet digitale Angriffe aus – als Antwort auf Stuxnet und Co. Glenn Greenwald berichtet auf The Intercept: NSA Claims Iran Learned from Western Cyberattacks
A top secret National Security Agency document from April 2013 reveals that the U.S. intelligence community is worried that the West’s campaign of aggressive and sophisticated cyberattacks enabled Iran to improve its own capabilities by studying and then replicating those tactics.
Quelle ist ein neues Dokument aus dem Snowden-Fundus. Da The Intercept das Original bei Amazon hostet, bieten wir wieder einen Mirror bei uns an. Darin heißt es:
Iranian Cyber Attacks: Iran continues to conduct distributed denial-of-service (DDOS) attacks against numerous US. financial institutions, and is currently in the third phase of a series of such attacks that began in August 2012. SIGINT indicates that these attacks are in retaliation to Western activities against Iran’s nuclear sector and that senior officials in the Iranian government are aware of these attacks. NSA expects Iran will continue this series of attacks, which it views as successful, while striving for increased effectiveness by adapting its tactics and techniques to circumvent victim mitigation attempts.
Iran’s destructive cyber attack against Saudi Aramco in August 2012, during which data was destroyed on tens of thousands of computers, was the first such attack NSA has observed from this adversary. Iran, having been a victim of a similar cyber attack against its own oil industry in April 2012, has demonstrated a clear ability to learn from the cap abilities and actions of others. While NSA has no indications at this time that Iran plans to conduct such an attack against a US or UK target, we cannot rule out the possibility of such an attack, especially in the face of increased international pressure on the regime.
Das ist die Militarisierung der digitalen Welt, vor der wir beständig warnen.
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: Das eigene Grundstück zur Sperrzone für Drohnen erklären
: Das eigene Grundstück zur Sperrzone für Drohnen erklären Wie die Zeit gestern berichtete, kann auf der Website der amerikanischen Firma noflyzone.org das eigene Grundstück zum Sperrgebiet für Drohnen erklärt werden. Alles was dafür angegeben werden muss ist die entsprechende Adresse, ein Name und eine Mailadresse. Die Betreiber würden dann durch die Kooperation mit Drohnenherstellern Sorge dafür tragen, dass diese Datenbank in die Firmware von unbemannten Luftfahrzeugen eingespielt würden. Die Website setzt auf das Konzept der freiwilligen Selbstregulierung der Hersteller und will einem gesetzlichen Verbot von Drohnen damit zuvorkommen. Patrick Beuth identifiziert in seinem Artikel allerdings einige Schwachstellen dieses Ansatzes:
Erstens machen bisher vor allem kleinere Hersteller mit, die Marktführer nicht. Das heißt: Die meisten Drohnen würden die Flugverbote derzeit ignorieren.
Zweitens werden staatliche Akteure, zum Beispiel die Polizei, die Geozäune immer ignorieren, wenn sie es für nötig halten.
Drittens kann die Initiative nicht garantieren, dass ein einmal markiertes Grundstück drohnenfrei bleibt. Denn damit eine Drohne weiß, wo sie nicht mehr fliegen darf, benötigt sie eine Firmware mit der aktuellen Version der NoFlyZone-Datenbank. Die Firmware aber muss der Besitzer in der Regel selbst aufspielen, und nicht jeder wird das ständig tun wollen.
Viertens ist nicht ersichtlich, wie die Macher der Initiative verhindern wollen, dass jemand beliebig viele Adressen zu Flugverbotszonen erklärt, egal ob er der Besitzer der Grundstücke ist oder nicht.
Einen anderen Weg geht hingegen die US-amerikanische Firma Mapbox: Auf einer interaktiven No-Fly-Karte können DrohnenpilotInnen hier Gebiete einsehen, in welchen sie ihre Fluggefährte lieber nicht steigen lassen sollten. Die Karte beschränkt sich dabei bisher allerdings auf Flughäfen, Militärbasen, Nationalparks und temporäre Flugverbotszonen, die für Reisen des amerikanischen Präsidenten errichtet werden.


