Wie die Zeit gestern berichtete, kann auf der Website der amerikanischen Firma noflyzone.org das eigene Grundstück zum Sperrgebiet für Drohnen erklärt werden. Alles was dafür angegeben werden muss ist die entsprechende Adresse, ein Name und eine Mailadresse. Die Betreiber würden dann durch die Kooperation mit Drohnenherstellern Sorge dafür tragen, dass diese Datenbank in die Firmware von unbemannten Luftfahrzeugen eingespielt würden. Die Website setzt auf das Konzept der freiwilligen Selbstregulierung der Hersteller und will einem gesetzlichen Verbot von Drohnen damit zuvorkommen. Patrick Beuth identifiziert in seinem Artikel allerdings einige Schwachstellen dieses Ansatzes:
Erstens machen bisher vor allem kleinere Hersteller mit, die Marktführer nicht. Das heißt: Die meisten Drohnen würden die Flugverbote derzeit ignorieren.
Zweitens werden staatliche Akteure, zum Beispiel die Polizei, die Geozäune immer ignorieren, wenn sie es für nötig halten.
Drittens kann die Initiative nicht garantieren, dass ein einmal markiertes Grundstück drohnenfrei bleibt. Denn damit eine Drohne weiß, wo sie nicht mehr fliegen darf, benötigt sie eine Firmware mit der aktuellen Version der NoFlyZone-Datenbank. Die Firmware aber muss der Besitzer in der Regel selbst aufspielen, und nicht jeder wird das ständig tun wollen.
Viertens ist nicht ersichtlich, wie die Macher der Initiative verhindern wollen, dass jemand beliebig viele Adressen zu Flugverbotszonen erklärt, egal ob er der Besitzer der Grundstücke ist oder nicht.
Einen anderen Weg geht hingegen die US-amerikanische Firma Mapbox: Auf einer interaktiven No-Fly-Karte können DrohnenpilotInnen hier Gebiete einsehen, in welchen sie ihre Fluggefährte lieber nicht steigen lassen sollten. Die Karte beschränkt sich dabei bisher allerdings auf Flughäfen, Militärbasen, Nationalparks und temporäre Flugverbotszonen, die für Reisen des amerikanischen Präsidenten errichtet werden.