In den Niederlanden, am Amsterdamer Flughafen Schiphol, hat sich gezeigt, was passieren kann, wenn man das ESTA-Einreiseformular für die USA mit einer vermeintlich verdächtigen IP-Adresse ausfüllt: De Telegraaf berichtet, dass der niederländische Bürger Erik Pas die Dokumente von einer fälschlicherweise in Jordanien geglaubten Internetverbindung aus bearbeitete. Das führte zu intensiven Befragungen am Amsterdamer Flughafen und in Los Angeles.
Frohen Mutes machte ich mich am 6. Februar für eine Geschäftsreise nach LA auf zum Flughafen Schiphol. Dort wurde ich bei der Passkontrolle namentlich aufgerufen. Ich musste einem Mann von der US-Regierung Bericht erstatten und wurde zu den muslimischen Ländern befragt, die ich bereits besucht hätte. Kein einziges. Laut ihm jedoch habe ich mein ESTA-Formular in der vorigen Woche aus Jordanien abgerufen. Das habe Fragen hervorgerufen. Lustig, denn ich war noch niemals im Leben in Jordanien…
In LA ging die Befragung weiter, dort wollte man Pas nicht glauben und durchsuchte Koffer, Kleidung und sandte, nachdem sich nichts finden lies, sogar Polizeibeamte an der Unterkunft des Niederländers vorbei. Wie es zu den verdächtigen IP-Adressen kommen konnte, versucht ein Vodafone-Sprecher zu erklären:
Der US-Grenzschutz nutzt offensichtlich veraltete Daten, denn die IP-Adresse von Erik Pas ist ordentlich in Niederlanden registriert. Jeder kann das im öffentlichen Verzeichnis RIPE.net nachlesen […] IP-Adressen werden wiederverwendet. Alle Carrier tun das.