Die Polizei in Wien meldet die Festnahme eines Autodiebes, der mit einem „Elektronik-Tool“ eine elektronische Wegfahrsperre überwand. Dabei sei er auf herkömmliche Weise („mittels Schlossstichs in das Türschloss“) in das Fahrzeug eingedrungen und habe sich dann an die Wegfahrsperre herangemacht. Auf diese Weise sei der Transponder (gewöhnlich RIFD) im Zündschlüssel durch ein externes Gerät ersetzt worden. Dadurch ist dann wohl das Motorsteuergerät mit einem manipulierten Code überlistet worden. So schreibt es auch die Wiener Polizei:
Mit dem sichergestellten Tool hätten die Verdächtigen beim Startvorgang gefälschte Berechtigungscodes an die Fahrzeugelektronik gesendet und damit das Auto in Betrieb nehmen können.
Vorvergangene Woche machte heise.de auf eine Sicherheitslücke bei BMW aufmerksam. Mit dem System „ConnectedDrive“ ausgestattete Fahrzeuge ließen sich innerhalb weniger Minuten öffnen (allerdings nicht starten). Dabei ist ebenfalls das Steuergerät überlistet worden.
Zum elektronischen Öffnen der Türen wird eigentlich die Übermittlung der Fahrgestellnummer benötigt, also funktionierte der „Einbruch“ zunächst nicht. Heise weiter:
Doch anstatt die Kommunikation nun abzubrechen, antwortete die Steuerungsbox mit einer Fehlermeldung – als Absender eingetragen: die vermisste Fahrgestellnummer. Damit klappte der zweite Versuch.
