Linkschleuder
Linktipps der Redaktion
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: Samstag in Berlin: Blinkenlichten braucht Dich in einem Film!
: Samstag in Berlin: Blinkenlichten braucht Dich in einem Film! Blinkenlichten, die Firma hinter dem Elektrischen Reporter und anderen Projekten, macht jetzt auch einen Film. Und sucht dafür am Samstag in Berlin ein paar Pferde:
Hurra! Wir drehen einen Film! Einen richtigen, echten, kleinen Fernsehfilm. Das finden wir ganz toll, und wir freuen uns jeden Tag – den ganzen Tag. Am Samstagvormittag, also am 07.03. ab 9:00 Uhr, drehen wir in der Nähe des Zionskirchplatzes unsere Ben-Hur-Wagenrennen-Szene. Na gut, ohne Wagenrennen, ohne Arena, aber mit ein paar Dutzend Personen vor der Kamera. Für unsere Verhältnisse ist das Ben Hur :-) Und dafür brauchen wir Dich: zum da Sein, zum Herumstehen, zum Mensch-vor-der-Kamera-sein. Wir sind jeder/m der/die kommt drolfzigtausendfach dankbar und zahlen in frischgepflückten Karma-Punkten! Also: bitte kurz unter projekt-opn@gmx.de melden, Details abholen, und dann am Samstag Teil eines sensationell tollen und mindestens fabulösen Filmprojektes werden!
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: Die stille Revolution: Berliner errichten ihr WLAN selbst
: Die stille Revolution: Berliner errichten ihr WLAN selbst Die Berliner Zitty hat in der letzten Ausgabe die Freifunk-Community portraitiert: Die stille Revolution: Berliner errichten ihr WLAN selbst .
Das Freifunk-Netz ist die Antithese dazu, wie das Internet gerade organisiert ist. Es ist dezentral, das heißt: katastrophensicher, zensurresistent und relativ überwachungsfrei. Kein Provider kann seine eigenen Inhalte bevorzugt durchleiten und andere drosseln, hier sind alle gleich. Das nötige Wissen im Löten, Programmieren, Funken bringen die Teilnehmer sich selbst und gegenseitig bei. „Wir wollen ein Netz bauen, wie es in der Anfangsphase war und wie es sein sollte“, sagt Monic Meisel, Mitgründerin. Ähnliche Bewegungen gibt es weltweit.
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: WLAN-Störerhaftung: Warum sie bedingungslos abgeschafft werden muss
: WLAN-Störerhaftung: Warum sie bedingungslos abgeschafft werden muss Die Digiges hat einen ausführlichen Artikel zusammengestellt, der das Problem der WLAN-Störerhaftung beschreibt und verständlich in die rechtliche Situation und Lösungsmöglichkeiten einführt. Für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet: WLAN-Störerhaftung: Warum sie bedingungslos abgeschafft werden muss.
Die WLAN-Störerhaftung stellt hierzulande noch immer eine der zahlreichen Hürden auf dem Weg in eine digitale Gesellschaft dar. Öffnen private Betreiber ihr Funknetz für die Allgemeinheit, so können sie wegen Rechtsverletzungen, die Dritte auf diesem Weg begehen, auf Unterlassung in Anspruch genommen und kostenpflichtig abgemahnt werden.
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: Watergate-Leak beim BND: Baustelle unter Wasser gesetzt
BND-Zentrale noch mit Wasserhähnen - Foto von Markus Kompa : Watergate-Leak beim BND: Baustelle unter Wasser gesetzt Die beste Geschichte des Tages: Die Baustelle des neuen BND-Hauptquartiers in Berlin-Mitte wurde unter Wasser gesetzt und es soll ein Millionenschaden entstanden sein. Das berichtet die Berliner Zeitung: Unbekannte setzen neue BND-Zentrale in Berlin unter Wasser. Unbekannte hätten in den „oberen Stockwerken des Neubaus mehrere Wasserhähne“ geklaut. Dadurch seien „über längere Zeit große Wassermengen bis in die unteren Stockwerke“ geflossen.
„Durch das Wasser entstand ein erheblicher Schaden an dem Neubau“, sagte ein Polizeisprecher. Wegen des Umfangs des Schadens ermittelt die Polizei deshalb nicht nur wegen Sachbeschädigung, sondern wegen der „Zerstörung von Bauwerken“. Das Wasser lief unter anderem in Kabelschächte und Zwischendecken, beschädigte die Lüftung.
Die Baustelle gilt als die bestgesicherte Baustelle in Deutschland – halt jetzt nur ohne Wasserhähne. Dem Geheimdienst steht das Wasser bis zum Hals.
Andere Medien würden jetzt titeln: „So lacht das Netz über den BND“. Wir sagen einfach:
#LäuftbeimBND: So lacht das Netz über das Watergate beim BND
https://twitter.com/christianheise/status/573117852473032704
https://twitter.com/Studentenfutter/status/573118718391259136
https://twitter.com/Nabertronic/status/573115384787832832
https://twitter.com/kinghaunst/status/573118038066765824
https://twitter.com/DanielLuecking/status/573122259365326848
https://twitter.com/Riotbuddha/status/573118916370812929
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: Als Tocotronic-Fan am Netz scheitern: Pure Vernunft darf niemals siegen!!!
: Als Tocotronic-Fan am Netz scheitern: Pure Vernunft darf niemals siegen!!! Dirk von Gehlen ist Tocotronic-Fan und hat nach Ankündigung von neuen Liedern durch die PLattenfirma diese gesucht – aber irgendwie nur Limp Bizkit gefunden. Das ist immerhin auch etwas mit Gitarren. Über seine Odysee schreibt Dirk in seinem Blog: Pure Vernunft darf niemals siegen!!!
Fassen wir zusammen, wer bisher von der Aufmerksamkeit profitiert hat, die ich dem neuen Tocotronic-Song entgegen bringen wollte: das merkwürdige PutPat-TV, deren Werbepartner und die Band Limp Bizkit, die dort gestreamt wird. Außerdem die Online-Abteilung der Plattenfirma, die zwar nicht in der Lage ist, den korrekten Song zu verlinken, aber ihren Referrer übergibt – also vermutlich auswertet, dass ich auf ihre falschen Links geklickt habe. Und vielleicht hat auch Lochman Records profitiert, weil ein vier Jahre alter Sampler plötzlich Aufmerksamkeit bekommt.
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: Handy ausgespäht: Spionageverdacht im Geheimdienst-Ausschuss
: Handy ausgespäht: Spionageverdacht im Geheimdienst-Ausschuss Die Welt berichtet, dass das Handy von Patrick Sensburg, Vorsitzender des Geheimdienst-Untersuchungsauschuss im Deutschen Bundestag, abgehört worden sein könnte. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist generell hoch, nicht nur bei ihm, sondern bei allen Abgeordneten in diesem Ausschuss. Aber diese Indizien klingen wie aus einem Agentenfilm:
Der Ausschussvorsitzende soll im Februar eine Funktionsstörung bei seinem Blackberry Z30 festgestellt haben. Daraufhin hat die Bundestagsverwaltung das Gerät in einem verplombten Behälter durch die Firma DHL zur Überprüfung an das BSI in Bonn geschickt. Ein solcher Transport erfolgte erstmalig. Der Bundestag bestätigte den Sachverhalt auf Anfrage: Der verplombte Transportbehälter sei geöffnet beim Empfänger eingetroffen. Bei der Ankunft wurde nach „Welt“-Informationen zudem festgestellt, dass das Handy offensichtlich zwischenzeitlich herausgenommen worden war.
Das Blackberry Z30 ist ein Kryptohandy, was extra angeschafft wurde, damit man verschlüsselt telefonieren kann. Es wurde jetzt Strafanzeige gestellt und eine Analyse durch das BSI braucht mehrere Wochen um mehr Indizien zu sammeln.
Die passende Frage dazu hat Anne Roth, die als Referentin der Linken Fraktion im NSAUA arbeitet:
https://twitter.com/annalist/status/573012781387137024
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: Zügelloser BND: NDR-Recherchen legen zwielichtige V‑Mann-Praxis offen
: Zügelloser BND: NDR-Recherchen legen zwielichtige V‑Mann-Praxis offen Laut NDR-Recherchen soll der BND einen in der Türkei wegen Mordes verurteilten Mann als Quelle angeworben haben. Es wird berichtet, dass der Auslandsgeheimdienst BND sogar in die inländischen Ermittlungen des BKA eingegriffen und Ermittlungsgeheimnisse verraten habe, um seinen V‑Mann zu schützen. Die Tagesschau formuliert dazu ziemlich vorsichtig, dass der Fall „viele Fragen aufwirft“. Leider nennt der Artikel keine konkreten Quellen, sondern nennt nur diffuse „Unterlagen“, die man habe einsehen können. Wenn die Beschreibung zutrifft, hat der BND einen Kriminellen vor Strafverfolgung geschützt und ihn gleichzeitig für sein Informantendasein opulent entlohnt. Eine weitere Episode in der Reihe „unkontrollierte Geheimdienste drehen frei“. Oder wie die Autoren schreiben:
Und zuletzt steht eine simple, aber wichtige Frage im Raum: Warum wirbt der deutsche Auslandsgeheimdienst eine Quelle in Deutschland an?
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: Google Wireless: Change the Internet?
: Google Wireless: Change the Internet? Es gab schon seit Monaten Gerüchte, jetzt ist es offiziell: Auf dem derzeit in Barcelona stattfindenden Mobile World Congress hat Sundar Pichai, einer der Vizepräsidenten von Google, bestätigt, sich stärker im Bereich des mobilen Internet engagieren zu wollen. Neben „Google Fiber“ als High-Speed-Festnetz-Angebot mit Übertragungsraten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde, das momentan in drei und bald in vier weiteren US-amerikanischen Großstädten angeboten wird, will der Konzern demnächst mit „Google wireless“ auch im mobilen Markt als ISP auftreten.
Wired titelt schon mal leicht melodramatisch:
How Google’s new wireless service will change the Internet
Google revealed on Monday it will soon start “experimenting” with wireless services and the ways we use them – and that’s no small thing. Such Google experiments have a way of morphing into something far bigger, particularly when they involve tinkering with the infrastructure that drives the internet.
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: Oettinger: Mit Autos gegen Netzneutralität
: Oettinger: Mit Autos gegen Netzneutralität Langsam wird es auffällig: Unser Cyber-Kommissar Günther Oettinger mag Autos. Und keine Netzneutralität. Das zeigt sich bei seiner neuesten Keynote auf dem Mobile World Congress. Die Standardargumentation: Wir brauchen Überholspuren im Internet, damit „Connected Cars“ nicht zusammenstoßen und Telemedizin nicht „im Stau steht“. Solche Äußerungen gibt es zu Hauf von allen Seiten, wir haben dazu mal ein Quiz erstellt.
Oettinger verkündet:
Deshalb brauchen wir die richtigen Regeln für Netzneutralität. Um ein offenes Internet zu garantieren. Und das Aufblühen von Specialized Services zu ermöglichen.
Specialized Services ist der EU-Begriff für Managed Services, das Konzept hat die Deutsche Telekom mit den Drosselkom-Ideen im Jahre 2013 populär gemacht. Nichts anderes verspricht hier Oettinger.
Der Rest von Oettingers Keynote besteht aus einer Lobpreisung von 5G-Technologie. Heute Nachmittag soll eine „5G-Vision“ vorgestellt werden.
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: Creative Commons startet Public Beta von Smartphone-App „The List“
: Creative Commons startet Public Beta von Smartphone-App „The List“
Wie im Herbst letzten Jahres angekündigt steigt Creative Commons unter seinem neuen CEO Ryan Merkley in die App-Entwicklung ein. Konkret möchte das mit Geldern der Knights Foundation finanzierte Projekt „The List“ zum Erstellen und Teilen von Fotos auf einer Liste der „meistgewünschten“ Bilder ermuntern. Die Liste soll dabei u.a. standortbezogene Vorschläage machen. Die Bilder werden in ein öffentliches Repositorium hochgeladen und unter der sehr liberalen Lizenz CC-BY zur Weiterverwendung einladen.Seit heute ist eine Public Beta von „The List“ für Android (nativ) und iOS (als Web-Version) verfügbar und Creative Commons bittet um Mithilfe beim Testen und Entwickeln.
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: Tschö Threema: WhisperSystems stellt Signal 2.0 vor, einen TextSecure-kompatiblen Open Source Messenger für iOS
: Tschö Threema: WhisperSystems stellt Signal 2.0 vor, einen TextSecure-kompatiblen Open Source Messenger für iOS Nach im Wortsinne jahrelangem Warten ist es soweit: Moxie Marlinspikes Software-Bude Whisper Systems hat Signal 2.0 vorgestellt. Das ist eine Crypto-Messenger- und Crypto-Phone-App für iOS, die mit TextSecure und RedPhone auf Android kompatibel ist. Damit wird erstmals vertrauenswürdiges und verschlüsseltes Texting & Telefonieren zwischen den beiden am weitesten verbreiteten mobilen Betriebssystemen möglich.
Optisch kommt die App recht simpel daher, tut aber nach einem ersten Test was sie soll. Und vor allem ist Signal Open Source (Quellen auf Github), sodass jede® mit entsprechenden Kenntnissen die Crypto prüfen oder die App mit Pull Requests verbessern kann. Damit dürfte die Luft für vermeintlich sichere Messenger dünn werden, die ihre Quellen nicht offenlegen und mit eher fragwürdigen Ausflügen in das Reich der Bloatware von sich reden machen (wie Threema jüngst mit einer von Doodle kopierten Abstimmungs-Funktion). Und für Freunde, die bisher die Kosten für einen Crypto-Messenger scheuten, gibt es jetzt kaum noch einen Grund, auf verschlüsselte Kommunikation zu verzichten.
[Update] Ich wurde gebeten zu erläutern, warum ich den Vorwurf von Bloatware gegen Threema erhebe. Ganz einfach: Die Abstimmungsfunktion hat mit dem Versenden von Nachrichten nichts zu tun – die App verliert damit ihren eigentlichen Zweck aus dem Blick. Nun könnte man sagen: Egal, das mit den Nachrichten klappt ja auch schon ganz gut. Aber es gäbe gerade da noch viel zu tun, insbesondere Multi-Device-Support und/oder WWW-Client hätten sehr gut ins Bild gepasst. Klar, das kann Signal auch (noch) nicht – aber die basteln bisher auch keine Spielereien, für die es längst andere Apps und Webdienste gibt. Ich halte es da mit dem Unix-Motto: „Do one thing, and do it well.“ [/Update]
Signal 2.0 könnt ihr im AppStore kostenlos laden.
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: SPD-Netzpolitiker: Die Störerhaftung muss weg!
: SPD-Netzpolitiker: Die Störerhaftung muss weg! Laut einem noch nicht abgestimmten Referentenentwurf aus dem Haus von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) soll es bei der Lösung des Problems der Störerhaftung für offene WLANs eine Verschlimm-Besserung zugunsten der Abmahnindustrie geben. Aber nicht alle in der SPD sind damit einverstanden. Der Vorsitzende der Medien- und Netzpolitischen Kommission der SPD, Marc Jan Eumann, sowie das für Netzpolitik zuständige Vorstandsmitglied Lars Klingbeil fordern in einer gemeinsamen Pressemitteilung: Die Störerhaftung muss weg!
Die Medien- und Netzpolitische Kommission der SPD fordert deshalb eine Änderung des Telemediengesetzes, die klarstellt, dass WLAN-Anbieter über die Störerhaftung nicht für Rechtsverletzungen ihrer Nutzer zur Rechenschaft gezogen werden können. Dabei sollten wir nicht zwischen gewerblichen, geschäftsmäßigen oder nichtgewerblichen und privaten Anbietern unterscheiden. Vielmehr sollten alle Betreiber von öffentlich zugänglichen Funknetzen als so genannte Accessprovider gleichgestellt werden mit großen Kommunikationsanbietern, die nicht für Rechtsverletzungen Dritter haftbar gemacht werden können. Klar lehnen wir es ab, die Haftungsbefreiung auf einen namentlich im Voraus bestimmten Nutzerkreis zu beschränken oder private WLAN-Netze verpflichtend zu registrieren.
Wir wünschen viel Erfolg, dass Gabriel und de Maiziere noch daran gehindert werden, einen solchen Unsinn in Gesetzesform zu gießen.
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Foreign Intelligence Surveillance Court: Obama bricht Versprechen zum dritten Mal: Geheimgericht verlängert Vorratsdatenspeicherung der NSA
Foreign Intelligence Surveillance Court: Obama bricht Versprechen zum dritten Mal: Geheimgericht verlängert Vorratsdatenspeicherung der NSA Das amerikanische Geheimgericht Foreign Intelligence Surveillance Court (FISC) hat erneut die NSA-Vorratsdatenspeicherung nach Section 215 des USA PATRIOT Act verlängert. Das Weiße Haus verlautbart dazu:
In January 2014, President Obama directed an end to the Section 215 bulk telephony metadata program as it then existed […]
While the Administration waits for the Congress to act, it has continued to operate the program with these important modifications in place. […]
Yesterday, the FISC approved an extension of the modified telephony metadata program.
Präsident Obama erhofft sich Verbesserung durch den USA Freedom Act, aber sogar dieses kleinstmögliche Geheimdienst-Reförmchen wurde vom amerikanischen Senat abgelehnt und verschoben.
Es geht also alles weiter, als wäre Snowden nie passiert.
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Brief an Kanzleramt: Britische Regierung verweigert Bundestag jegliche Information über ihren Geheimdienst GCHQ
Die neue GCHQ-Zentrale in Cheltenham, Gloucestershire. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC BY-SA 2.0</a>, via flickr/<a href="https://www.flickr.com/photos/defenceimages/7985695591/">UK Ministry of Defence</a> Brief an Kanzleramt: Britische Regierung verweigert Bundestag jegliche Information über ihren Geheimdienst GCHQ Georg Mascolo berichtet auf Süddeutsche.de über den NSA-Ausschuss: Keine Informationen zum GCHQ
Die britische Regierung will Enthüllungen über ihren Geheimdienst GCHQ im NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestags um jeden Preis verhindern.
In einem Brief an das Kanzleramt drohen die Briten die Zusammenarbeit mit dem BND einzuschränken, sollte der Ausschuss darüber informiert werden. Die Zusammenarbeit mit dem GCHQ ist wegen der Terrorbekämpfung wichtig.
Versuche der Regierung, den Ausschuss freiwillig zu einem Verzicht zu bewegen, endeten mit einem Skandal, weil Informationen darüber an die Presse gelangten.
Die Briten wollen möglicherweise vertuschen, dass sie in Deutschland Spionage betreiben, die nicht nur der Terrorabwehr dient.
Ein Vorschlag der SPD, die Akten beim BND sollen von den Obleuten des Ausschusses zuerst unter Aufsicht eingesehen werden, scheint mehrheitsfähig. Ob sich die britische Regierung damit zufrieden gibt, ist ungewiss.
Pikant ist auch, dass der Autor des im Text erwähnten Focus-Artikels, Josef Hufelschulte, laut WikiLeaks mit dem BND zusammengerbeitet haben soll: How German intelligence infiltrated Focus magazine
Anhand einer Tabelle die in dem Auszug publiziert ist gab es 58 Treffen zwischen Hufelschulte und BND-Vertretern waehrend seiner Kollaboration mit BND-Abteilungsleiter Volker Foertsch vom August 1994 bis zum Maerz 1998. Die Notizen sind in dem Bericht zusammengefasst, deuten aber eindeutig darauf hin, das der BND erfolgreich Einfluss auf die Berichtserstattung nahm und Hufelschulte Berichte zugunsten des BND nicht veroeffentlichte. Als Beispiel wird ein Bericht zum „Freund-Feind-Erkennungsgeraet IFF Parol auf dem Kampfhubschrauber MI-24“ aufgefuehrt.
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: Christian Rickerts folgt auf Pavel Richter als Vorstand von Wikimedia Deutschland
Christian Rickerts (Foto: Jan Voth, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">CC-BY-SA 4.0 International</a>) : Christian Rickerts folgt auf Pavel Richter als Vorstand von Wikimedia Deutschland Nachdem im Mai 2014 für viele überraschend Pavel Richter als Vorstand von Wikimedia Deutschland abgelöst worden war, wurde heute via Blogeintrag Christian Rickerts als dessen Nachfolger präsentiert:
Wikimedia Deutschland ist durch ehren- wie hauptamtliche Arbeit geprägt, und Christian Rickerts kennt Freiwilligen-Engagement aus beiden Perspektiven bestens, unter anderem aus seiner Zeit als Mitgründer des Schüler Helfen Leben e. V., als dessen späterer Geschäftsführer und dann als geschäftsführender Vorstand der gleichnamigen Stiftung. Anschließend war er sowohl im wirtschaftlichen als auch gemeinnützigen Umfeld tätig, zuerst als Strategieberater bei Capgemini, dann als Geschäftsführer bei Reporter ohne Grenzen in Deutschland. Seit 2012 ist er Vice President für Corporate Communications bei der Bertelsmann Stiftung.
Rickerts ist
(noch?) nichtbei Twitter und bei Facebook zu finden. -
Operation Glotaic: Hat der BND eine Tarnfirma gegründet, um Milliarden Telefonate von MCI abzuschnorcheln?
BND-Erfassungsstelle Rheinhausen, früher "Ionosphäreninstitut". Bild: <a href="https://www.bnd.bund.de/DE/_Home/Startseite/Downloads/Umwidmung%20AST/Bild%20Rheinhausen.jpg?__blob=publicationFile">BND</a>. Operation Glotaic: Hat der BND eine Tarnfirma gegründet, um Milliarden Telefonate von MCI abzuschnorcheln? Friedhelm Greis berichtet auf Golem: BND griff Daten offenbar über Tarnfirma ab
Für die sogenannte Operation Glotaic zwischen 2003 und 2006 wurden im nordrhein-westfälischen Hilden Daten abgegriffen. „Teile von MCI wussten nicht, was dort stattfindet“, sagte die Linke-Ausschussobfrau im NSA-Untersuchungsausschuss, Martina Renner, am Dienstag in Berlin. Um zu verschleiern, dass die Daten zur BND-Außenstelle Rheinhausen weitergeleitet würden, sei offenbar eine Tarnfirma zwischengeschaltet worden, die sich möglicherweise als kommerzieller Provider oder Datenverarbeitungsunternehmen ausgegeben habe.
Bei Glotaic hat der BND in Rheinhausen jeden Tag rund eine Million Metadaten und hunderttausende Telefongespräche gespeichert und weitergeleitet, unter anderem an die CIA.
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: Dienstag, 3.3. in Berlin: 34. Netzpolitischer Abend
: Dienstag, 3.3. in Berlin: 34. Netzpolitischer Abend Dienstag gibts wieder den netzpolitischen Abend der Digiges in der c‑base und im Stream.
Unser nächster Netzpolitischer Abend findet am Dienstag, 3. März, wie gewohnt um 20.00 Uhr, in der c‑base in Berlin statt. #34npa ist der Hashtag für den Abend – gebraucht ihn gerne und reichlich, auch für Feedback und Fragen, wenn ihr nicht vor Ort sein könnt!
Unser Programm:
Leonie Tanczer – “Caution! Hackers Ahead. – The Securitisation of Hacking and Hacktivism”
Leil-Zahra Mortada – “OpAntiSH, the hashtag that became a movement”Ihr findet die c‑base in der Rungestraße 20, 10179 Berlin. Einlass ist wie immer ab 19 Uhr, los geht’s gegen 20 Uhr, selbstverständlich auch im Stream unter http://c‑base.org.
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: Mashup Germany bei Stefan Raab: »Bitte verklagt mich nicht!«
: Mashup Germany bei Stefan Raab: »Bitte verklagt mich nicht!« David Wessel aka Mashup Germany war vor einiger Zeit der erste Interviewpartner in der Serie von mittlerweile 48 Gesprächen mit Remixerinnen und Remixern. Mit seinem Ansatz, aktuelle Chart-Hits zu neuen Musikstücken zu kombinieren, ist Mashup Germany durchaus massentauglich, was sich einerseits in knapp 250.000 Facebook-Fans widerspiegelt und andererseits diese Woche zu einer Einladung in Stefan Raabs TV Total geführt hat:
Obwohl also Mashup Germany in Sachen Facebook-Fans in der Popstar-Liga spielt, sind seine Mashups aus rechtlichen Gründen nicht käuflich zu erwerben. Da sie aber teilweise via Facebook als Download verfügbar sind endet sein Besuch bei Stefan Raab mit dem Appell: „Bitte verklagt mich nicht!“
Das ist ein Crosspost vom Blog der Initiative ‘Recht auf Remix‘, die in einer Petition um Unterstützung samt Link zum persönlichen Lieblingsremix bittet und zum Schlendern im online Remix-Museum einlädt.
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: Filmreif, aber wirkungslos – Der Fall Edward Snowden
: Filmreif, aber wirkungslos – Der Fall Edward Snowden HR2-Der Tag berichtete gestern über „Filmreif, aber wirkungslos – Der Fall Edward Snowden“.
Jetzt hat also immerhin die amerikanische Filmindustrie indirekt den Whistleblower Edward Snowden geehrt. „Citizenfour“, eine deutsche Koproduktion von NDR und BR über seine Enthüllungen, wurde mit dem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet. Edward Snowden selber hat davon aber nichts. Er muss weiterhin im russischen Exil leben. In den USA gilt er als Verräter. Und auch in Europa will ihn niemand haben. Was also hat Edward Snowden eigentlich erreicht? Die Datensammelwut von Geheimdiensten ist ungebrochen. Ein europäisches Datenschutzgesetz hängt im EU- Parlament fest. Im Internet geben die meisten Nutzer immer noch blauäugig ihre Daten preis. Und die öffentliche Aufregung? Sie widmet sich längst anderen Skandalen. War das Opfer von Edward Snowden also vergebens?

