Die Welt berichtet, dass das Handy von Patrick Sensburg, Vorsitzender des Geheimdienst-Untersuchungsauschuss im Deutschen Bundestag, abgehört worden sein könnte. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist generell hoch, nicht nur bei ihm, sondern bei allen Abgeordneten in diesem Ausschuss. Aber diese Indizien klingen wie aus einem Agentenfilm:
Der Ausschussvorsitzende soll im Februar eine Funktionsstörung bei seinem Blackberry Z30 festgestellt haben. Daraufhin hat die Bundestagsverwaltung das Gerät in einem verplombten Behälter durch die Firma DHL zur Überprüfung an das BSI in Bonn geschickt. Ein solcher Transport erfolgte erstmalig. Der Bundestag bestätigte den Sachverhalt auf Anfrage: Der verplombte Transportbehälter sei geöffnet beim Empfänger eingetroffen. Bei der Ankunft wurde nach „Welt“-Informationen zudem festgestellt, dass das Handy offensichtlich zwischenzeitlich herausgenommen worden war.
Das Blackberry Z30 ist ein Kryptohandy, was extra angeschafft wurde, damit man verschlüsselt telefonieren kann. Es wurde jetzt Strafanzeige gestellt und eine Analyse durch das BSI braucht mehrere Wochen um mehr Indizien zu sammeln.
Die passende Frage dazu hat Anne Roth, die als Referentin der Linken Fraktion im NSAUA arbeitet:
https://twitter.com/annalist/status/573012781387137024