HR2-Der Tag berichtete gestern über „Filmreif, aber wirkungslos – Der Fall Edward Snowden“.
Jetzt hat also immerhin die amerikanische Filmindustrie indirekt den Whistleblower Edward Snowden geehrt. „Citizenfour“, eine deutsche Koproduktion von NDR und BR über seine Enthüllungen, wurde mit dem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet. Edward Snowden selber hat davon aber nichts. Er muss weiterhin im russischen Exil leben. In den USA gilt er als Verräter. Und auch in Europa will ihn niemand haben. Was also hat Edward Snowden eigentlich erreicht? Die Datensammelwut von Geheimdiensten ist ungebrochen. Ein europäisches Datenschutzgesetz hängt im EU- Parlament fest. Im Internet geben die meisten Nutzer immer noch blauäugig ihre Daten preis. Und die öffentliche Aufregung? Sie widmet sich längst anderen Skandalen. War das Opfer von Edward Snowden also vergebens?