Watergate-Leak beim BND: Baustelle unter Wasser gesetzt

BND-Zentrale noch mit Wasserhähnen – Foto von Markus Kompa

Die beste Geschichte des Tages: Die Baustelle des neuen BND-Hauptquartiers in Berlin-Mitte wurde unter Wasser gesetzt und es soll ein Millionenschaden entstanden sein. Das berichtet die Berliner Zeitung: Unbekannte setzen neue BND-Zentrale in Berlin unter Wasser. Unbekannte hätten in den „oberen Stockwerken des Neubaus mehrere Wasserhähne“ geklaut. Dadurch seien „über längere Zeit große Wassermengen bis in die unteren Stockwerke“ geflossen.


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„Durch das Wasser entstand ein erheblicher Schaden an dem Neubau“, sagte ein Polizeisprecher. Wegen des Umfangs des Schadens ermittelt die Polizei deshalb nicht nur wegen Sachbeschädigung, sondern wegen der „Zerstörung von Bauwerken“. Das Wasser lief unter anderem in Kabelschächte und Zwischendecken, beschädigte die Lüftung.

Die Baustelle gilt als die bestgesicherte Baustelle in Deutschland – halt jetzt nur ohne Wasserhähne. Dem Geheimdienst steht das Wasser bis zum Hals.

Andere Medien würden jetzt titeln: „So lacht das Netz über den BND“. Wir sagen einfach:

#LäuftbeimBND: So lacht das Netz über das Watergate beim BND

27 Kommentare
  1. Es ist bekannt, dass Geheimdienste schon Wanzen in Gebäudenauern von sich im Bau befindlichen Botschaftsgebäuden deponiert haben. Darum müsste man diese Baustelle scharf bewachen. Dann hätte aber niemand Wasserhähne klauen können.
    Dieser Geheimdiest ist zu doof seine eigene Sicherheit sicher zu stellen. Daran sollten Politiker denken, bevor sie leichtfertig die Forderungen nach mehr Befugnissen und Mitteln des BND erfüllen.

    1. … und unter diesen Vorzeichen stelle man sich vor, was mit all den schönen Daten passiert, die die so einsammeln. Der BND gehört verboten, und wenn wir mal dabei sind: Die Kriminellen bei BKA/LKA gleich mit. Und um den gesamten Regierungssitz bauen wir eine große Mauer mit Stacheldraht und Selbstschussanlagen. Wozu extra ein Gefängnis errichten? Da hat man doch alle Landes- und Volksverräter ohnehin vereint.

    1. … steht demnächst auch im Waffengesetz:
      Man benötigt hierfür den kleinen Werkzeugschein, den man auf Antrag und nur ohne Vorstrafen…

  2. die info finde ich interessant, die sprüche klug und z.t. tiefgründig. häme finde ich trotzdem nicht richtig und auf dauer nicht weiterbringend.

  3. Häme ist an der Stelle m.E. nicht angebracht.
    Klar hat die Baustellensicherheit versagt, aber das kann man auch dokumentieren ohne zu zerstören.

    Wenn man etwas nicht will, dann muss man es politisch verhindern anstatt es zuzulassen, von unser aller Geld zu finanzieren und dann zu sabotieren.

  4. Datenfluss: einmal anders.
    Ach was.
    Die haben das doch selbst initiiert und können jetzt wieder vom bösen Terroristen faseln, also brauchen wir mehr Überwachung. Über und auch unter Wasser. Ist noch kein CSU-Politiker aus seinem Verschlag gekrochen und hat sich dazu geäußert? Wundert mich…

  5. Auch das Weiße Haus zeigte sich erbost über den Vandalismus und die mangelnden Sicherheitsvorkehrungen, die zu einem Millionenschaden an eigenen technischen Geräten führten.

  6. Der Dachschaden, Wasserschaden schadet nichts. Ist die Strafe für die Verbrecher billiger Bauarbeitskräfte. Super, weiter so. Diejenigen welche beim BND oder BKA Arbeiten sind gleichzusetzen mit Verbrechern, denn der Unterschied ist nicht groß, denn die Differenz ist nur das Vorzeichen.

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