Tilo Jung stellt ja in den letzten Monaten vermehrt Fragen in der Bundespressekonferenz (BPK), erfreulicherweise auch öfter zu netz- und technologiepolitischen Entwicklungen, beispielsweise zur Netzneutralität und vielen weiteren aktuellen Themen.
Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass er heute nach seinen Fragen, die sich auch auf die Pressefreiheit bezogen, eine derbe Kollegenschelte abbekommen hat, die fast zur Handgreiflichkeit mutiert wäre.
Tilo Jung wurde also gerade wegen seiner Fragen ziemlich angeraunzt. Der namentlich nicht benannte Journalist behauptete gar, dass er mit seiner Meinung nicht allein stünde.
Die BPK ist eine seltene Gelegenheit für die Hauptstadtpresse, der Bundesregierung und den Ministerien kritische Fragen zu stellen, Erklärungen und Erläuterungen zu bekommen und einen gewissen Rechtfertigungsdruck zu erzeugen. Wir hoffen, Tilo Jung und auch andere Journalisten lassen sich nicht einschüchtern und setzen ihre Arbeit in der BPK fort.
Update:
Es hat sich herausgestellt, dass nicht ein ARD-Journalist, sondern ein ZDF-Kollege die Äußerungen gegenüber Tilo Jung gemacht hat. Der Name der Person ist der netzpolitik-Redaktion bekannt.

