Constanze Kurz hatte gestern über Kritik an der Arbeit von Tilo Jung in der Bundespressekonferenz geschrieben. In den Kommentaren kommen natürlich die in Kommentarspalten übliche Kritik und Vorurteilen an JournalistenTM bzw. den Öffentlich-Rechtlichen Sendern ausführlich zu Wort, vor allem da Fefe uns verlinkt und seine Leser nun hier kommentieren.
Eine andere Perspektive auf den Konflikt um Tilo Jung, der in der Bundespressekonferenz nach etwas anderen Regeln spielt als die eingefahrenen Traditionen, hat der Journalist Falk Steiner gebloggt: Der kleine Unterschied: Ahnung und Haltung.
Und genau hier sind wir wieder bei Tilo. Denn der sitzt nun seit gut einem Jahr öfter in der Regierungspressekonferenz, filmt dort “seine” Fragen und Antworten und veröffentlich diese danach. Manche seiner Fragen sind hilfreich, weil sie relativ undiplomatisch und direkt sind. Aber: sie sind in aller Regel auch ohne jede ernsthafte Vorbereitung gestellt. So kommt es regelmäßig vor, dass Tilo mehrfach Dinge fragt, die zwei Tage vorher in epischer Breite bereits behandelt wurden. Nur hat Tilo sie dann nicht im Video, weil er da mal nicht da war (was häufiger so ist). Oder: er hat sie einfach nicht nachgelesen, alle Protokolle sind im Nachhinein allen Mitgliedern mit Fragendennamen, ohne den Namen des Fragenden auch den beim Bundespresseamt akkreditierten Journalisten auf cvd.bundesregierung.de und auch ganz öffentlich zugänglich. Tilo stellt also sehr viele Fragen, häufig sind einige davon bereits beantwortet.