Demokratie

Digitale Demokratie, politische Kommunikation, e‑Government, Wahlen & Wahlkampf, Lobbyismus, Campaigning, soziale Bewegungen & Protest.

  • : Günstig nach Brüssel zu Freedom not Fear
    Günstig nach Brüssel zu Freedom not Fear

    Eine Woche nach der „Freiheit statt Angst“-Demonstration in Berlin findet ja auch noch ein „Freedom not Fear“-Aktionswochenende in Brüssel statt. Samstag, den 17.9., gibt es eine Demonstration, Sonntag ein Barcamp, Montag Gespräche mit Europaabgeordneten und Kommissionsmitarbeitern, Abends natürlich noch Parties etc. Wer will, kann noch bis Dienstag in Brüssel bleiben und an der BruCon („Hacking for B33r“) teilnehmen.

    Anreise und Übernachtung dazu können deutlich günstiger werden, wenn man schnell ist und sich noch an den zwei Besuchergruppenfahrten beteiligt, die von den Europaabgeordneten Jan Philipp Albrecht (Grüne/Deutschland) und Martin Ehrenhauser (fraktionslos/Österreich) angeboten werden. Hier gibt es Zuschüsse vom Besucherdienst des Europäischen Parlamentes. Die Gruppe von Albrecht wird vom FoeBuD organisiert, Karten gibt es dort im Shop. Es gibt einen Bus von Bielefeld über Düsseldorf, aber man kann auch individuell anreisen. Für die Gruppe von Ehrenhauser schreibt man eine Mail an martin.ehrenhauser-office (at) europarl.europa.eu. Hier bekomt man den Zuschuss direkt ausbezahlt und muss sich Anreise und Unterkunft selber organisieren.

    Für die Leute mit ganz wenig Budget gibt es eine kostenlose Schlafgelegenheit, allerdings ohne Dusche – Schlafsack und Isomatte mitbringen!

    26. August 2011 3
  • : 10.9. in Berlin: Freiheit statt Angst – Demonstration
    10.9. in Berlin: Freiheit statt Angst – Demonstration

    Am 10. September 2011 findet in Berlin wieder die jährliche Großdemonstration für (digitale) Bürgerrechte und gegen die ausufernde Überwachung statt. Wie in den Vorjahren wird die „Freiheit statt Angst“ – Demonstration wieder von einem breiten Bündnis aus vielen Organisationen, Verbänden und Parteien, sowie vielen Helfern und Einzelunterstützern getragen.

    Auftaktveranstaltung ist um 13 Uhr auf dem Pariser Platz am Brandenburger Tor. Von dort zieht die Demonstration Richtung Alexanderplatz, wo ab 14 Uhr auf der Karl-Liebknecht-Straße eine längere Kundgebung stattfindet.

    Wie immer kostet eine solche größere Demonstration einiges an Aufwand un Geld. Helfer werden ebenso gesucht wie auch Spenden zur Refinanzierung aller Ausgaben. Eine Spendenmöglichkeit ist ein Versprechen über Pledgebank, man kann aber auch direkt Geld überweisen. Aktuelle Informationen zur FSA11 gibt es in einem Blog.

    Und hier ist der Aufruf:

    26. August 2011 9
  • : Mitmachen: Einsendungen für die VDS-Kampagne
    Mitmachen: Einsendungen für die VDS-Kampagne

    Vor zwei Wochen hatte der Digitale Gesellschaft e.V. dazu aufgerufen, Ideen einzuschicken, wie man das Thema Vorratsdatenspeicherung visuell und kommunikativ unseren Eltern vermitteln kann. Dazu haben wir diverse Einreichungen bekommen, einerseits als Ideenskizzen, andererseits als auch schon gestaltete Motive.

    Wir finden einige Ideenskizzen gut, bei den eingereichten Motiven hat uns noch keines so richtig überzeugt, aber einige dienen vielleicht Anderen als Anreiz, die Ideen zu verfeinern. Wir würden uns freuen, wenn Designer/innen sich von einer Idee angesprochen fühlen und diese weiterentwickeln können.

    Für den Digitale Gesellschaft e.V. gilt immer noch:

    „Wir versprechen: Wenn wir ein Motiv bekommen, was uns überzeugt, werden wir alles in Bewegung setzen, um das Motiv gebührend zu verbreiten. Sei es im Netz als auch in der realen Welt in Form von Plakaten, Postkarten und/oder Anzeigen. Bei mehreren guten und überzeugenden Motiven werden wir auf unserer Webseite den Gewinner voten lassen und/oder mehrere verwenden.“

    Und hier geht es zur Übersicht der Einreichungen.

    Passend dazu kann man im Moment auch die Petition gegen die Vorratsdatenspeicherung mitzeichnen. Wenn 50.000 Stimmen innerhalb von drei Wochen zusammenkommen, bekommt der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung eine Audienz im Petitionsausschuss. Mitzeichnen kostet nichts.

    Und am 10. September kann man in Berlin bei der „Freiheit statt Angst“ – Demonstration gegen die Vorratsdatenspeicherung und viele andere Grundrechtseinschränkungen auf die Straße gehen.

    25. August 2011 7
  • : Kreativ werden gegen die Vorratsdatenspeicherung
    Kreativ werden gegen die Vorratsdatenspeicherung

    Diesen Aufruf zum Mitmachen und kreativ werden haben wir vom Digitale Gesellschaft e.V. gestartet. Wer Ideen und/oder Umsertzungen hat, meldet sich im Blog oder per Mail an info (at) digitalegesellschaft punkt de.

    Die Debatte über die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung wird im Herbst ihren vorläufigen Höhepunkt erreichen. Wir würden gerne vorher nochmal die Chance nutzen, mehr Menschen über die Auswirkungen dieser Überwachungsmaßnahme zu informieren. In der Vergangenheit gab es eine Vielzahl an Ideen und Umsetzungen, die beim Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung gesammelt werden. Oft wurden diese Ideen aber nicht von Designern und Kommunikationsprofis umgesetzt und/oder richten sich eher an bereits aufgeklärte Netzbewohner. Wir glauben, dass es noch möglich sein sollte, die Problematik hinter der Vorratsdatenspeicherung Menschen zu vermitteln, die nicht jeden Tag Blogs lesen und/oder auf Twitter aktiv sind.

    Daher die Aufgabe und Herausforderung: Wie kann das Thema Vorratsdatenspeicherung visuell und kommunikativ unseren Eltern vermittelt werden?

    Hast Du eine Idee für ein Motiv? Die Idee muss nicht grafisch ausgestaltet sein, wenn Du es nicht kannst! Mit der richtigen Idee finden wir sicher eine/n Designer/in, die/der das schön umsetzen kann.

    Hast Du einen griffigen Slogan? “Vorratsdatenspeicherung stoppen” verstehen wir zwar Alle, aber für unsere Eltern klingt das wahrscheinlich nach irgendwas anderem. Daher freuen wir uns auch über Ideen, wie man in kurzen Worten die Gefahr einer Vorratsdatenspeicherung beschreiben kann.

    Eine Beispielsidee für ein Plakat:

    10. August 2011 120
  • : EFF-Petition gegen CISCO-Zensur-Engagement in China
    EFF-Petition gegen CISCO-Zensur-Engagement in China

    Eine Petition der Electronic Frontier Foundation fordert das US-Unternehmen CISCO auf, China nicht bei Menschenrechtsverletzungen zu unterstützen: Tell Cisco: Stop helping China abuse human rights!

    Reports indicate that networking giant Cisco Systems, Inc., an American company based in Silicon Valley, has been knowingly selling Internet surveillance and censorship tools to the Chinese government for years. The Chinese government’s „Great Firewall“ prevents Internet users in China from accessing much of the Internet, including online references to Tiananmen Square and the Jasmine Revolution, as well as social media sites like Facebook. In addition to blocking access to information, these tools have enabled the Chinese government to spy on its citizens and may include special customization to target individuals working to protect human rights and build democracy in China.

    5. August 2011 4
  • : Aktion: Sprich dich gegen die Vorratsdatenspeicherung aus!
    Aktion: Sprich dich gegen die Vorratsdatenspeicherung aus!

    Die Bundesregierung berät zurzeit über einen Gesetzentwurf, der alle Internet-Zugangsanbieter verpflichten würde, neue Protokolle über unsere Internetnutzung zu führen, die den Behörden die Ermittlung der von uns besuchten Internetseiten und der von uns im Internet veröffentlichten Inhalte ermöglichen sollen. Dieser weitreichende Vorschlag einer neuen Vorratsdatenspeicherung behandelt jeden Internetnutzer wie einen möglichen Verbrecher und ist eine klare und gegenwärtige Gefahr für die Rechte Millionen unbescholtener Menschen in Deutschland auf freie Meinungsäußerung und Privatsphäre im Internet.

    Fordere jetzt deinen Abgeordneten auf, diesen gefährlichen Gesetzentwurf abzulehnen, bevor die Koalition nach der Sommerpause eine Entscheidung darüber trifft.

    26. Juli 2011 48
  • : Bud Spencer vs. Erwin Rommel: Der Tunnelbau zu Gmünd
    Bud Spencer vs. Erwin Rommel: Der Tunnelbau zu Gmünd

    Auf den Seiten der Stadt Schwäbisch Gmünd findet gerade eine ganz interessante Abstimmung statt: Besitzer einer Emailadresse dürfen darüber entscheiden, welcher Namensvorschlag* für einen Tunnel auf der B29 gemacht werden soll.

    Mehrere hundert Bürgerinnen und Bürger hatten sich an der Vorschlagsrunde beteiligt. Bereinigt wurde die Liste lediglich von pornographischen und offenkundig absurden Inhalten.

    Nach der Veröffentlichung wird über die Internetseite der Stadt – vergleichbar zur Vorschlagsrunde – bis 25. Juli 2011 eine Abstimmung stattfinden.

    Klingt nach einer dummen Idee? Ist es auch: Unter den 83 Vorschlägen befinden sich unter anderem Bud Spencer und Erwin Rommel. Das wird ein spannendes Rennen.

    Mitmachen kann jede Emailadresse nur ein Mal. Kein schlechter Sicherheitsmechanismus, wenn man ihn dann auch mit einer Kontrolle der Emailadresse (z.B. durch Bestätigungsmail) verbunden hätte.

    Das aber haben sich die Gmünder Schwaben gespart.

    * Es handelt sich um einen Vorschlag. Das heißt, dass der Internetfuzzi, der die Abstimmung verbockt hat, dann irgendwann berichten muss, was dabei herausgekommen ist. Die Chancen auf einen Bud-Spencer-Tunnel in Gmünd stehen generell ungünstig. Mit dabei ist aber zum Beispiel auch „Einhorn“

    Update: Die Gmünder Tagespost berichtet, der Name Bud Spencer käme nicht in Frage, weil ihm der regionale Bezug fehle, muss allerdings einräumen:

    1951 nahm Carlo Pedersoli, wie Bud Spencer mit bürgerlichem Namen heißt, an einem Schwimm-Länderwettkampf zwischen Italien und Deutschland im Gmünder Freibad teil und war dabei sogar in zwei Disziplinen erfolgreich.

    20. Juli 2011 25
  • : Fight the power! Hacken als Live-Spektakel in Echtzeit
    Fight the power! Hacken als Live-Spektakel in Echtzeit

    Schöner Text von Dirk von Gehlen bei jetzt.de über die Umleitung von thesun.co.uk auf eine Fake-Meldung mit Murdochs-Tod, die letzte Nacht aus dem Umfeld von Lulzsec durchgeführt wurde: Fight the power! Hacken als Live-Spektakel in Echtzeit.

    Ob man diese Form des Protests gut heißen mag oder nicht, sicher scheint: Die Nacht zum 19. Juli 2011 markiert einen wichtigen Schritt im Wachsen einer neuen Protest-Kultur im Internet. Und es wird nicht ausreichen, im Umgang damit auf die Unrechtmäßigkeit ihres Tuns zu verweisen.

    19. Juli 2011 9
  • : JMStV-Beteiligungsplattform: Laufzeit verlängert!
    JMStV-Beteiligungsplattform: Laufzeit verlängert!

    Vorgestern hatte ich unter „Jugendmedienschutz: Die vergebene Chance in NRW“ auf eine „Online-Konsultation“ der nordrhein-westfälischen Landesregierung zum Jugendmedienschutz verwiesen. Meine Enttäuschung über den – nicht nur meiner Meinung nach – wenig zielführenden Ansatz ist zeitnah in Düsseldorf und offenbar auch bei den Betreibern der Plattform in Berlin* angekommen. Bei Facebook kommentierte NRW-Medienstaatssekretär Marc Jan Eumann einen entsprechenden Hinweis von Jürgen Ertelt:

    Wir lernen im Vorwärtsgehen. Die Unterschiede der jeweiligen Online-Konsultationen sind deutlich. Keine Frage: Aber damit ist die Chance, eine tragfähige Lösung zu finden, nicht vertan. Also: Die Umsetzung ist verbesserungsfähig; über die Inhalte können und müssen wir weiter diskutieren.

    Das ist ok. Diskutieren wir! Wann fangen wir an?

    Nein, ernsthaft. Nichts ist jemals einfach. Es gibt zwar viele intelligente Ideen und Konzepte zur nachhaltigen Integration von Online-Plattformen in deliberative Entscheidungsprozesse, bisher, zumindest in Deutschland, aber keine tatsächlich auch von der breiten Allgemeinheit genutzten und akzeptierten Installationen (Wenn man den Fokus auf die Einbindung externer Experten reduziert, schaut es kaum besser aus).

    16. Juli 2011 9
  • : MediaCamp 2011: Politische Partizipation im Jahr 2020
    MediaCamp 2011: Politische Partizipation im Jahr 2020

    Wer noch nichts in den Sommerferien vor hat: Das „MediaCamp 2011 – Politische Partizipation im Jahr 2020″ ist ein vierwöchiger kostenloser Workshop in Potsdam-Babelsberg, wo man kreativ mit Medien und Netz rumspielen (lernen) kann.

    Alle (zukünftigen) Medienmacher, politisch Interessierte und kreativen Visionäre ruft das neue Medieninnovationszentrum (MIZ) in Potsdam-Babelsberg zum „MediaCamp 2011“ auf. In einem vierwöchigen Workshop entwickeln und produzieren bis zu 15 Teilnehmer möglichst unkonventionelle Medieninhalte mit transmedialer und interaktiver Ausrichtung. Unterstützt werden sie dabei von Regisseur Holger Heinrich (u.a. Maybritt Illner und log in) und Kai Krabbenhöft sowie hochkarätigen Referenten aus Politik und Medien. Gesucht werden Studierende höherer Semester/Absolventen aus allen Fachbereichen – v.a. Medienproduktion, Philosophie, BWL/VWL, Politik und Medienwissenschaften etc.

    5. Juli 2011 3
  • : OECD-Konferenz zur Zukunft des Internets
    OECD-Konferenz zur Zukunft des Internets

    Ab heute findet in Paris ein 2‑tägiges Meeting zum Thema Internet statt: Die OECD-Konferenz zur Zukunft der Internetwirtschaft. Im Gegensatz zum vergangenen Politiktheater Netzgipfel eG8 wird beim OECD-Treffen jedoch von vorne herein Wert auf einen Beitrag der Zivilgesellschaft gelegt.

    Seit einiger Zeit schon beraten Politiker und Organisationen, u.a. auch Europarat und UNO, wie das Internet am besten reguliert werden könnte. Hierbei ist die große Frage, welche Form von Governance der Internet-Architektur am besten entspricht. Eine der Antworten ist das sogenannte Multistakeholder-Modell, das auch vom Gründer des World Wide Webs, Tim Berners-Lee, beworben wird. Dies bedeutet, dass alle Interessengruppen (Stakeholder), also die Zivilgesellschaft, Regierungen, die Privatwirtschaft etc., gleichberechtigt an der Entwicklung einer Politik für das globale Internet beteiligt sind. Dieses Modell wird derzeit auch von der OECD unterstützt.

    28. Juni 2011 7
  • : Das Internet und der Umbruch in der arabischen Welt
    Das Internet und der Umbruch in der arabischen Welt

    Die Sendung Hintergrund im Deutschlandfunk hat über „Revolution online – Das Internet und der Umbruch in der arabischen Welt“ berichtet und dabei einige arabische Blogger zu Wort kommen lassen. Die Sendung gibt es noch als MP3 online.

    Inwieweit haben soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter der arabischen Revolution zum Sieg verholfen? Online-Aktivisten und Internet-Experten sind sich weitgehend einig, dass die Widerstandsbewegungen ohne sie nicht so erfolgreich gewesen wären.

    24. Juni 2011 1
  • : Einigung bei Internetsperren in der EU
    Einigung bei Internetsperren in der EU

    Die Verhandlungen in der Europäischen Union zwischen Kommission, Parlament und Mitgliedsstaaten über die Internetsperren im Kontext von Kindesmissbrauch haben einen Kompromiss erbracht, wie EDRi berichtet:

    Der Artikel 21 in der Richtlinie wird demnach folgenden Text haben:

    Article 21

    Measures against websites containing or disseminating child pornography

    1. Member States shall take the necessary measures to ensure the prompt removal of webpages containing or disseminating child pornography hosted in their territory and to endeavour to obtain the removal of such pages hosted outside of their territory.

    23. Juni 2011 20
  • : Niedersachsen-Websites sperren anonyme Nutzer
    Niedersachsen-Websites sperren anonyme Nutzer

    Die Webseiten des Landes Niedersachsen antworten laut heise nicht auf HTTP-Requests von anonymen Nutzern, die Dienste wie Tor oder JonDo in Anspruch nehmen. Wer also versucht, anonymisiert mit den Behörden in Kontakt zu treten, oder sich zu informieren, erhält eine Fehlermeldung einen Time-out.

    Begründet wird die Maßnahme mit der Furcht vor Angriffen aus dem Cyberspace – nur einer von vielen kleinen Schritten, um Tor-Nutzer zu diskreditieren und das System in eine zwilichtige Ecke zu rücken. Eine Maßnahme, die im Regal direkt neben dem Verweis auf Terroristen und Kriminelle liegt.

    Dass diese Sperre laut Telemediengesetz sogar illegal ist, weil die anonyme oder pseudonyme Nutzung ermöglicht werden muss, stört die Sprecherin des Landesbetriebs für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsens wenig, schließlich findet sich im TMG das zu ausschweifender Interpretation einladende Schlupfloch „soweit dies technisch möglich und zumutbar ist.“

    20. Juni 2011 31
  • : Hacktivismus – Zukunft der politischen Aktion?
    Hacktivismus – Zukunft der politischen Aktion?

    Auf DRadioWissen diskutierten heute im c’t Online Talk unser Andre Meister zusammen mit Jürgen Kuri mit Anne Roth und Jan-Keno Janssen über „Hacktivismus – Zukunft der politischen Aktion?“

    Die Gruppierungen, die keine Vertreter und Chefs haben, aber in der Öffentlichkeit immer wieder mit wortstarken Statements zur Verkündung und Beschreibung ihrer Aktionen auftreten, scheinen so etwas wie Keimzellen oder erste Ausprägungen ganz neuer Aktionsformen zu sein. […] Hacktivismus ist extrem wirksam – und als neue Entwicklung derzeit noch sehr öffentlichkeitswirksam. Er bietet einfachere Beteiligungsmöglichkeiten, als es selbst die Demo in der Hauptstadt für manche sein mag. Ist Hacktivismus also die Zukunft der politischen Organisation und Aktion derjenigen, die in der Informationsgesellschaft aufwachsen, derjenigen, die sich als sogenannte Digital Natives politisieren?

    Die eine Stunde Diskussion ist sehr empfehlenswert und findet sich hier als MP3.

    Grundlagen und HIntergrund zum Thema bietet u.a. die Doktor-Arbeit zu Hacktivism von Alexandra Samuel aus 2004 (PDF) und der re:publica – Vortrag von Gabriella Coleman über „Geek Politics and Anonymous“.

    18. Juni 2011 9
  • : Abgeordnetenwatch auf kommunaler Ebene
    Abgeordnetenwatch auf kommunaler Ebene

    Seit heute bietet Abgeordnetenwatch seine Plattform auch für einige Gemeinden an. Für den Start ausgewählt wurden die Stadträtet Dresden, Leipzig und Leverkusen, sowie die Gemeinderäte Pforzheim, Stuttgart und Villingen-Schwenningen. Die betroffenen Politiker sind begeistert:

    Zu der Veröffentlichung meiner Daten oder auch nur des Namens in Abgeordnetenwatch habe ich keine Zustimmung erteilt […]
    Bitte entfernen Sie alle Angaben zu meiner Person unverzüglich aus Ihren Internetseiten und sonstigen Informationsmitteln. Bitte bestätigen Sie mir den Eingang meiner Aufforderung und dass Sie dieser nachkommen. Außerdem bitte ich Sie um Mitteilung, wer Sie rechtlich vertritt.

    Bei allem Verständnis für Transparenz (…) – wir halten den Start von AW für unsere Stadt für überaus unglücklich

    Ein anderes, auch sehr interessantes kommunalpolitisches Onlineprojekt ist übrigens Frankfurt gestalten. Hier wird eher nach Orten und Themen, als nach Personen gegliedert.

    Bei Frankfurt gestalten ist die Beteiligung nach kurzer Zeit zumindest auf ein Niveau gestiegen, das es schwer machte, die Seite zu ignorieren. Wünschen wir Abgeordnetenwatch einen ähnlich guten Start, viel Beteiligung und die baldige Ausweitung auf mehr Kommunen!

    16. Juni 2011 8
  • : Heute: Diskussionveranstaltung “Verbrauchermacht im Netz”
    Heute: Diskussionveranstaltung “Verbrauchermacht im Netz”

    Falls jemand nachher noch nichts vor hat: Die Grünen veranstalten ab 19:00 Uhr einen Diskussionabend zum Thema Verbraucherschutz und Internetmobilisierung.

    Und zwar im „Grünen Salon in der Volksbühne“. Dit is in Berlin. Falls euch Berlin zu weit ist, oder ihr lieber vom heimischen Sofa mittwittern wollt (Hastag #vn11), soll es auch einen Livestream geben. Brezel und Getränke müsstest ihr dann aber selber besorgen.

    Das Programm, fix zusammengefasst:

    23. Mai 2011 2
  • : Erklärung der Zivilgesellschaft an e‑G8 und G8
    Erklärung der Zivilgesellschaft an e‑G8 und G8

    In der kommenden Woche findet in Frankreich der 37. G8-Gipfel statt. Bereits vor einigen Monaten hatten wir mit Misstrauen festgestellt, dass man sich dort nun erstmalig auch des Internets annehmen möchte – ausgerechnet unter der Präsidentschaft von Nicolas Sarkozy, der für Netzsperren und 3‑strikes einsteht. Als Weltwirtschaftsgipfel steht der G8 nicht gerade für eine bürger- oder bürgerrechtsfreundliche, geschweige denn eine freiheitsorientierte Politik, wie die Gipfel der vergangenen Jahre eindrucksvoll gezeigt haben.

    Um den Ergebnissen hinsichtlich der Netzpolitik Legitimation zu verleihen, wird in den Tagen vor dem eigentlichen Gipfel das e‑G8-Forum abgehalten, bei dem zu Sitzplatz-Preisen von 100.000 bis 500.000$ über Netzpolitik diskutiert werden soll. Kaum verwunderlich, dass Bürgerrechtsorganisationen an diesen Tischen unterrepräsentiert sein werden. Stattdessen sitzen dort Vertreter von Konzernen, die seit Jahren Lobbyismus für ihre finanziellen Interessen – und gegen ein freies, offenes Netz betreiben.

    Zusammen mit la quadrature du net, dem CCC und vielen weiteren Organisationen haben wir bereits vor einigen Tagen zu kreativem Protest aufgerufen. In einer Initiative von AccessNow vereinen sich nun Bürgerrechtsorganisationen weltweit, und wenden sich in einem offenen Brief direkt an die G8 (pdf, englisch), der von Mitgliedern des CCC und des Vereins Digitale Gesellschaft gemeinsam ins Deutsche übersetzt wurde.

    Wir bitten um Verbreitung des Briefs, das Mitzeichnen der Erklärung bei AccessNow und vielfältigen, kreativen Protest.

    ~~~

    Die Unterzeichner dieser Erklärung sind Vertreter der Zivilgesellschaft aus der ganzen Welt, die Freiheiten im Internet, digitale Bürgerrechte und freie Kommunikation fördern wollen.

    Unmittelbar vor dem diesjährigen G8-Gipfel in Deauville richtet die französische G8-Präsidentschaft das so genannte „e‑G8 Forum“ aus, das G8 Internet-Treffen. Hier will Frankreich die Agenda des G8-Gipfels hinsichtlich zentraler Internet-Regulierungsfragen formen. Dieses Treffen ist deshalb so wichtig, weil die Rolle des Internets in Gesellschaft und Wirtschaft erstmalig ausdrücklich auf der G8-Agenda steht.

    20. Mai 2011 28
  • : Offene Praktikumsstellen zu Freier Software
    Offene Praktikumsstellen zu Freier Software

    Wir haben bei der Free Software Foundation Europe noch eine Praktikumsstelle offen, die gut zum Interesse von Netzpolitik-Leserinnen passen würde. Beginn des Praktikums wäre ab Anfang bis Mitte September für die Dauer von 4 bis 12 Monaten.

    Das Tätigkeitsfeld ist weit gefächert: neben Kampagnenplanung und Durchführung, Wahlbefragungen in Europa, Analysen rund um Freie Software und Offene Standards, Pressearbeit und Veranstaltungsplanung ist das in Deutschland z.B. die Vorbereitung und Teilnahme von Gesprächen mit Politikern und Ministerien oder die Weiterverfolgung der Rückmigration des Auswärtigen Amts. Ausführliche Informationen findet ihr auf der Praktikumsseite.

    Außerdem sucht auch KDE e.V., mit dem wir uns ein Büro teilen, nach neuen Praktikannten. Infos dazu findet ihr in diesem PDF.

    Wir freuen uns auf Eure schnelle Bewerbung.

    17. Mai 2011 12
  • : Berliner Open Data Day
    Berliner Open Data Day

    Kommenden Mittwoch findet ab 13 Uhr in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen der Berliner Open Data Day statt.

    Wir möchten Sie herzlich einladen, den Stand der Debatten zu diesen Themen kennen zu lernen und mit Akteuren aus Politik, Verwaltung, Verbänden und Organisationen zu diskutieren. Am 18. Mai wollen wir mit praktischen Beispielen verdeutlichen, was mit Open Data möglich sein wird. Wir möchten Verständnis, Akzeptanz und Begeisterung schaffen, um für Berlin gemeinsam neue Chancen und Perspektiven zu entwickeln.

    Der Eintritt ist frei.

    13. Mai 2011 2