Demokratie
Digitale Demokratie, politische Kommunikation, e‑Government, Wahlen & Wahlkampf, Lobbyismus, Campaigning, soziale Bewegungen & Protest.
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: Rheinland-Pfalz: Rot-Grüner Koalitionsvertrag veröffentlicht
: Rheinland-Pfalz: Rot-Grüner Koalitionsvertrag veröffentlicht Den rot-grünen Koalitionsvertrag aus Rheinland-Pfalz hatte ich eigentlich erst am Wochenende erwartet. Ganz so, wie von der Tagesschau angekündigt.
Mein Plan: Vorher kurz bei Pia Schellhammer anfragen, ob sie mir einen Ansprechpartner für Netzpolitik in Rheinland-Pfalz nennen könne, dem ich ein paar Fragen stellen kann. Bei der SPD wollte ich in der Zwischenzeit auch noch fragen.
Könne sie, lautete die Antwort. Der Ansprechpartner für Netzpolitik bei den Grünen sei sie nämlich selber. Und den Koalitionsvertrag (PDF) hat sie auch gleich mitgeschickt. Ein Statement zu den netzpolitisch relevanten Punkten findet man in ihrem Blog, meine Anmerkungen unten.
Was steht drin?
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: JMStVCamp: Interview mit Kai Schmalenbach, Piratenpartei NRW
: JMStVCamp: Interview mit Kai Schmalenbach, Piratenpartei NRW Zum Abschluss unserer kleinen Reihe zum JMStVCamp in Essen veröffentlichen wir heute gleich drei Interviews. Die Gespräche mit Marc Jan Eumann, Medienstaatssekretär in NRW und Alexander Vogt, medienpolitischer Sprecher der SPD im Landtag NRW, sind bereits online.
Last, but not least, folgt ein Interview mit Kai Schmalenbach von der Piratenpartei. Kai Schmalenbach ist 2. Vorsitzender im Landesverband Piraten NRW und Mitautor des lesenswerten Readers „Die 14. JMStV–Novelle: Eine technische Betrachtung“ (PDF).
Netzpolitik.org: Ich muss mich noch einmal für den tollen Reader „Die 14. JMStV–Novelle: Eine technische Betrachtung“ (PDF) bedanken, den Sie zusammen mit Achim Müller verfasst haben. Ich glaube, der Reader hat in der Debatte des letzten Jahres durchaus einiges bewegt und vielen Kritikern des Staatsvertrags die Argumentation erleichert.
Wir sind eigentlch Ihre Erfahrungen mit weniger netzbegeisterten Mitmenschen, kann man die mit derlei abstrakten Themen überhaupt erreichen?
Kai Schmalenbach: Das Ziel der Politik sollte meiner Meinung nach nicht sein, Themen danach auszurichten, wo gerade die meisten Stimmen zu ziehen sind, sondern immer dort anzupacken, wo man es gerade dringlich gegeben sieht. Als im letzten Jahr das Thema JMStV auf meinem Radar auftauchte, nicht zuletzt durch Netzpolitik.org dort positioniert, sah ich dringenden Handlungsbedarf.
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: JMStVCamp: Interview mit Alexander Vogt (SPD)
: JMStVCamp: Interview mit Alexander Vogt (SPD) Im Rahmen der Serie zum JMStVCamp in Essen veröffentlichen wir heute gleich drei Interviews. Heute Vormittag hatten wir bereits Marc Jan Eumann, Medienstaatssekretär in NRW und Vorsitzende der Medienkommission beim SPD-Parteivorstand.
In diesem Beitrag folgt Alexander Vogt (medienpolitischer Sprecher der SPD im Landtag NRW) und gleich im Anschluss noch Kai Schmalenbach von der Piratenpartei.
Netzpolitik.org: Herr Vogt, als medienpolitischen Sprecher der SPD im Landtag NRW haben Sie den JMStV bis zuletzt engagiert verteidigt. Aus Überzeugung, oder doch eher aus Mangel an Alternativen?
Alexander Vogt: Ich habe in der Diskussion sowohl Vorteile des neuen Entwurfs gegenüber dem bestehenden Staatsvertrag aufgezeigt und auch die Kritikpunkte dargestellt. Ziel war es, eine intensive Diskussion zu erzeugen und das Ergebnis möglichst lange offen zu halten. Die SPD-Fraktion hat bis kurz vor der Entscheidung intensiv diskutiert. Unsere Abgeordneten haben letztendlich, einem von FDP und CDU ausgehandelten Staatsvertrags-Entwurf im Plenum nicht zugestimmt. Die Entscheidung ist so ok.
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: Entwurf zum Aufhebungsgesetz der Websperren-Regelung
: Entwurf zum Aufhebungsgesetz der Websperren-Regelung Es gibt erfreuliche Neuigkeiten, frisch getickert von Holger Bleich drüben bei Heise Online:
Wie erwartet hat das Bundesjustizministerium einen Entwurf für das Aufhebungsgesetz der Websperren-Regelung vorgelegt. Am heutigen Donnerstag wurde der Text bereits verschiedenen Interessenvertretern zugestellt, die gerade mal bis zum 11. Mai Gelegenheit haben, Stellung zu beziehen. Schon am 25. Mai will sich das Bundeskabinett mit dem Entwurf befassen.
Den Entwurf haben wir hier (PDF), falls mal jemand reinschauen möchte. Schaut ok aus, so auf den ersten Klick.
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: JMStVCamp: Interview mit Medienstaatssekretär Marc Jan Eumann
: JMStVCamp: Interview mit Medienstaatssekretär Marc Jan Eumann Im Rahmen der Serie zum JMStVCamp in Essen veröffentlichen wir heute gleich drei Interviews.
Den Anfang macht in diesem Beitrag Marc Jan Eumann, Medienstaatssekretär in NRW und Vorsitzende der Medienkommission beim SPD-Parteivorstand. Am Nachmittag folgen die Gespräche mit Alexander Vogt (medienpolitischer Sprecher der SPD im Landtag NRW) und – mit etwas Glück – Kai Schmalenbach von der Piratenpartei.
Als Staatsekretär für Medien in NRW hat Marc Jan Eumann den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag bis zuletzt engagiert verteidigt. Die Tatsache, dass sich er sich am vergangenen Wochenende auf dem JMStVCamp – wenn auch kurz – persönlich den Fragen seiner Kritiker stellte, dürfte viele Teilnehmer überrascht haben. Meine Fragen hat Marc Jan Eumann nachträglich per Mail beantwortet:
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: NPP110: Netzaktivismus
und Digitale Gesellschaft e.V.: NPP110: Netzaktivismus
und Digitale Gesellschaft e.V.In dieser Folge haben wir einen Gastmoderator. Markus Beckedahl und Linus Neumann sind die Gäste, und zwar nicht nur im eigenen Podcast, sondern auch in der Metaebene, dem Podcast-Studio von Tim Pritlove, den man dem geneigten Leser wohl kaum mehr als Moderator von Chaosradio Express und einigen weiteren Podcasts vorstellen muss.
Hier die .mp3 als Download,
einen Player gibt es unten,
und hier noch den Podcast-Feed und iTunes-Link zum Abonnieren.Themen & Shownotes:
- Die Modelle ADAC, Bloggerverband und Attac für Vereine der Netzgemeinde
- eine kleine Geschichte der Netzbewegungen
- 80er: CCC, FoeBuD, Fiff
- 90er: EFF, FITUG, FFII, FSF & FSFE, nnm
- 2000er: AK Vorrat, AK Zensur, iRights, Piratenpartei,
- Europa: la quadrature du net, EDRI, Open Society Foundation (soros), Open Rights Group, Bits of Freedom
- eine ausführlichere Zusammenfassung hat Jörg-Olaf übrigens hier verfasst.
- Professionalisierung des Netzaktvismus in Europa
- Freiheitsredner
- Lobbyismus in Brüssel: Stellungnahmen, „Expertenrunden“
- Arbeit & Erfolge professionalisierter EU-Aktivisten
- Verantwortungsdiffusion im basisdemokratischen Strukturen
- Lernen von der Umweltbewegung: BUND, NABU, WWF, Greenpeace
- politischer Aktivismus im Netz: Campact, MoveOn
- Amnesty International
- Digitale Gesellschaft e.V.
- Ansatz & Zielgruppe
- Themen (Auswahl)
- 3‑Strikes & 2‑strikes
- Zensursula
- Satzung & Gemeinnützigkeit: „Die Förderung von Grund- und Freiheitsrechten ist kein gemeinnütziger Zweck“
- FAQ
- Transparenz: Transparency International und Initiative Transparente Zivilgesellschaft
- vollständige Mitgliederliste?
- Die Rolle des Mitglieds
- Mitmachen
- Zweckgebundene und ‑ungebundene Spenden
- „Politische Gegner“
- Bitkom (hauptsächlich Telekom & Microsoft, Idee & „Gründe für die Mitgliedschaft“)
- Deutsche Content-Allianz (u.a. mit ard, zdf & Monika Piel)
- GVU
- Wie Lobbyisten arbeiten
- Lobbypedia
- Der Blick in die Zukunft
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: JMStVCamp: Interview mit dem netzpolitischer Sprecher der Grünen im Landtag NRW Matthi Bolte
: JMStVCamp: Interview mit dem netzpolitischer Sprecher der Grünen im Landtag NRW Matthi Bolte Im Rahmen der Serie zum JMStVCamp in Essen haben wir heute zwei weitere Interviews. Und zwar mit:
- Matthi Bolte, netzpolitischer Sprecher der Grünen im Landtag NRW
- Veith Lemmen, Landes-Vorsitzender der NRW Jusos
Matthi Bolte überraschte mich Anfang September 2010 mit einer ausführlichen Mail, in der er erklärte, warum die rot-grüne Koalition in NRW den Jugendmedienschutzs-Staatsvertrag eigentlich nicht stoppen könne, auch wenn man es gerne würde.
Der Landtag hat zwar das formelle Recht, Staatsverträge abzustimmen, es würde aber allen politischen Gepflogenheiten und nicht zuletzt auch der Verfassungstradition (Kontinuitätsgebot) widersprechen, wenn ein Landtag zu einem so weit fortgeschrittenen Zeitpunkt im Verfahren den Staatsvertrag scheitern ließe. […]
Ich weiß, dass dieses Vorgehen nicht sofort nachvollziehbar ist, und wir haben auch im Verlauf der letzten Woche eine Menge interner Debatten geführt. Die Lage ist aber nun, wie sie ist, und wir kommen nicht umhin, diese Schwarz-Gelbe Altlast zunächst mitzutragen, dann aber sofort in den Evaluationsprozess einzusteigen.
Zum Glück kam es dann doch anders. Um so gespannter war ich natürlich auf unser Gespräch auf dem JMStVCamp in Essen:
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: Gegen die Vorratsdatenspeicherung aktiv werden
: Gegen die Vorratsdatenspeicherung aktiv werden Campact hat zusammen mit dem Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung eine Aktion gestartet, an der man sich beteiligen kann. Es werden Unterstützer für einen Appell an unseren Bundesinnenminister und unsere Bundesjustizministerin gesucht. Hier ist der Text, unterzeichnen geht bei Campact:
Sehr geehrter Herr Bundesinnenminister Friedrich,
sehr geehrte Frau Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger,ich lehne jede Form einer anlass- und verdachtsunabhängigen Vorratsdatenspeicherung entschieden ab. Wenn alle telekommunikationsbezogenen Standort- und Verbindungsdaten oder IP-Adressen protokolliert werden, höhlt dies unser Recht auf ein selbstbestimmtes und privates Leben aus.
Die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung ist zudem mit der europäischen Grundrechte-Charta unvereinbar. Verhindern Sie, dass diese in deutsches Recht umgesetzt wird! Sorgen Sie für eine Änderung der Richtlinie, die unser Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung achtet.
Mit freundlichen Grüßen
[Ihr Name und Ort]
Gleichzeitig gibt es eine ePetition beim Deutschen Bundestag, die folgendes fordert:
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, die Vorratsdatenspeicherung bleibt mindestens so lange ausgesetzt, bis die EU-Kommission eine neue Richtlinie zur EU-weiten Vorgehensweise verabschiedet hat.
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: JMStVCamp: Interview mit Veith Lemmen, Landes-Vorsitzender der NRW Jusos
: JMStVCamp: Interview mit Veith Lemmen, Landes-Vorsitzender der NRW Jusos Im Rahmen der Serie zum JMStVCamp in Essen haben wir heute zwei weitere Interviews. Und zwar mit:
- Matthi Bolte, netzpolitischer Sprecher der Grünen im Landtag NRW
- Veith Lemmen, Landes-Vorsitzender der NRW Jusos
Veith Lemmen und die Jusos NRW haben sich bereits recht früh gegen JMStV ausgesprochen. Gerüchten nach hatte die Jusos auch einen nicht gerade kleinen Anteil, dass die Novelle ausgerechnet in NRW gekippt ist. Aber das ist eine Variante der Geschichte, über die wir besser erst in 5 oder 10 Jahren reden sollten ‚) Vorher gibt es ein Interview vom JMStVCamp:
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: JMStVCamp: Interview mit dem Medienpädagogen Jürgen Ertelt
: JMStVCamp: Interview mit dem Medienpädagogen Jürgen Ertelt Wie, schon Dienstag und immer noch kein Bericht zum JMStVCamp bei Netzpolitik.org? Doch, schon, allerdings drüben, bei Hyperland. Ich bin fremdgegangen. Was es allerdings nur hier und exklusiv bei Netzpolitik.org geben wird, sind die Interviews, die ich für den Beitrag bei Hyperland geführt habe. Und zwar ungekürzt (somit auch unredigiert) und in voller Länge. Das ZDF/Blinkenlichten hat mir freundlicherweise eine Freigabe gegeben.
Den Anfang der kleinen Reihe gibt es hier mit Organisator Christian Scholz. Es folgt mein Gespräch mit dem Medienpädagoge Jürgen Ertelt, der die Debatte im letzten Jahr als Sachverständiger begleitet hatte. Viel Spaß!
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: JMStVCamp: Interview mit Organisator Christian Scholz
Christian Scholz : JMStVCamp: Interview mit Organisator Christian Scholz Wie, schon Dienstag und immer noch kein Bericht zum JMStVCamp bei Netzpolitik.org? Doch, schon, allerdings drüben, bei Hyperland. Ich bin fremdgegangen. War übrigens klasse. Sowohl die Veranstaltung, wie auch der Veranstaltungsort.
Torsten Kleinz war auch in Essen und hat was für Heise Online geschrieben. Und dann gibt es natürlich noch eine Menge weiterer Stimmen, mp3s und Etherpad-Mitschriften auf der Doku-Webseite des JMSTVCamp.
Was es allerdings nur hier und exklusiv bei Netzpolitik.org geben wird, sind die Interviews, die ich im Vorfeld und auf dem JMStVCamp für den Beitrag bei Hyperland geführt habe. Und zwar ungekürzt (somit auch weitgehend unredigiert) und in voller Länge. Das ZDF/Blinkenlichten hat mir freundlicherweise eine Freigabe gegeben.
Den Anfang machen heute Christian „mr.topf“ Scholz, als Organisator JMSTVCamp und so gegen 16:30 Uhr der Medienpädagoge Jürgen Ertelt, der die Debatte im letzten Jahr als Sachverständiger begleitet hatte. Viel Spaß!
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: Revolution online – Das Internet schreibt Weltgeschichte
: Revolution online – Das Internet schreibt Weltgeschichte Am Freitag war ich zusammen mit Peter Kruse als Gast beim Medienquartett im Deutschlandfunk. Medienquartett: Revolution online – Das Internet schreibt Weltgeschichte. Von der 45 Minuten langen Diskussion gibt es die MP3.
„Du kannst hier festgenommen werden, weil du eine Twitterbotschaft schreibst“, hat der chinesische Künstler Ai Wei Wei wenige Tage vor seiner Inhaftierung in einem Interview gesagt. Nichts scheint die Regierung in Peking zurzeit so zu fürchten wie die Kraft des Internets. Und sie hat allen Grund dazu. Die Jasmin-Revolution in Tunesien, der Sturz des ägyptischen Präsidenten Mubarak: Ohne die Aufrufe der Blogger wäre es nicht so weit gekommen. Das Internet schafft neue Räume für Gegenöffentlichkeit, bricht jahrzehntelang zementierte Machtverhältnisse auf. Durch Facebook und Twitter entstehen neue Bewegungen jenseits althergebrachter Kontrollinstanzen. Aber auch die alten Machthaber selbst machen sich das Internet zunutze, um die Bürger zu kontrollieren und zu manipulieren. Eine gigantische Kommunikationsmaschinerie ist entstanden. Wie gehen wir damit um?
Über das Internet und die politischen und gesellschaftlichen Konsequenzen der Online-Revolution diskutieren:
- Markus Beckedahl, Chefredakteur netzpolitik.org, Netzaktivist
– Tissy Bruns, Leitende Redakteurin, Tagesspiegel
– Hans Janke, ehemaliger Fernsehspielchef und stellvertretender Programmdirektor des ZDF
– Prof. Dr. Peter Kruse, Organisationspsychologe, Honorarprofessor Universität Bremen -
: Diskussion über Liquid Feedback
: Diskussion über Liquid Feedback Das Blog Streetdogg hat sich mal etwas genauer die Nutzung von Liquid Feedback durch die Piratenpartei angeschaut und darüber gebloggt: The Tale of Liquid Feedback. Ihm ist aufgefallen, dass das Prinzip des Delegated-Voting dazu führt, dass wenige Nutzer eine Entscheidung maßgeblich beeinflussen können. Das funktioniert dadurch, dass man sein Stimmrecht z.B. für einzelne Themenfelder an andere delegieren kann. Diese delegieren das Stimmrecht aber munter weiter, bis dann einzelnen Personen soviele Stimmen zudelegiert wurden, dass diese in einer Entscheidung die Mehrheit haben. Streetdogg sieht durch die Kumulierung von Stimmen auf wenige „Mächtige“ ein Problem des Systems und plädiert für eine Abschaltung der Delegationen.
Sebastian Jabbusch hat daraufhin bei den Demokratiepiraten sehr ausführlich auf die Analyse geantwortet: Der Sinn und Zweck von „Delegationen“. Er argumentiert sehr ausführlich für Delegationen und geht mit Gegenargumenten in die Debatte.
Auf jeden Fall sind beide Beiträge eine interessante Analyse und nicht nur für Politikwissenschaftler interessant. Immerhin sieht man hier ein politisches und spannendes Experiment in Echtzeit, was immer wieder aufs Neue auf den Prüfstand sollte, um es besser zu machen.
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: Fragen & Antworten zum Verein
„Digitale Gesellschaft“: Fragen & Antworten zum Verein
„Digitale Gesellschaft“In den letzten Tagen wurden viele Fragen zum Verein „Digitale Gesellschaft“ gestellt.
Auf der Seite findet sich nun eine FAQ Antworten dazu.Offensichtlich haben wir nicht ausreichend klar gemacht, was das Ziel des Vereins sein soll: Kapazitäten & Infrastrukturen für netzpolitische Kampagnen zu schaffen. Eigentlich hätten wir lieber eine Stiftung gegründet – aber dafür fehlte uns das Kleingeld, und eine Stiftung ist weniger transparent. Unser Verein hat sich also andere Aufgaben gewählt als die politische Basisarbeit. Wir wollen Kampagnen machen, Öffentlichkeitsarbeit leisten.
[…]
Und so tritt die netzpolitische Bewegung mit vergleichsweise leeren Händen einem mächtigen Goliath aus Lobbyvereinigungen entgegen, die mit Fernsehshows, Kino- und Print-Kampagnen, Anwälten – kurzum: allem, was der Durchsetzung der Ziele dienlich sein könnte und käuflich ist, arbeiten. Bisher ist es der Bewegung nicht gelungen, in diesem Feld mit auch nur annähernd vergleichbarer Stärke aufzutreten.
[…]
Weshalb konnten unsere Gegner uns bisher so effizient die Stirn bieten? Ein Faktor ist sicherlich, dass man sehr viel leichter überzeugen kann, wenn man an die Angst der Menschen, statt an ihren Mut appelliert. Aber auch die Organisationsstruktur und politische Taktik sollte nicht unbeachtet bleiben. Wir haben uns gefragt: Warum nutzen wir diese Techniken nicht einfach auch? Wir wollen öffentlichkeitswirksame Kampagnen starten, Überzeugungsarbeit auf der Straße, im Netz und auch in Privatgesprächen leisten. Wir wollen den Lobby- und Interessengruppierungen entgegentreten – mit einem dafür geeigneten Verein.
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: Bewegendes: Mein erster Rant (überhaupt!)
: Bewegendes: Mein erster Rant (überhaupt!) Vorwort: Mir ist klar, dass ich mich mit der Veröffentlichung des folgenden Rants nicht sonderlich beliebt machen werde. Er ist unausgewogen, launisch, unvollständig (Ergänzungen bitte in die Kommentare!), in höchstem Maße subjektiv und zu lang ist der Text auch noch (Ursprünglich war er als kurzer Kommentar für das Blog von Thomas Stadler gedacht).
Gerade den jüngeren unter den Netzpolitik.org-Lesern wird es zudem vorkommen, als wenn Oppa vom Kriech erzählt und eigentlich ist es auch genau das. Warum ich ihn trotzdem veröffentliche? Weil ich ein Hipster bin Für Google und weil ich glaube, dass es notwendig ist, mal ein wenig zurückzuschauen. So ein Blick zurück schärft evtl. ja auch den nach vorn.
Vor allem aber, weil ich es reichlich merkwürdig finde, wie derzeit die netzpolitischen Erfolge der letzten Monate von einzelnen Parteien & Akteuren vereinahmt werden. Ich halte das nicht nur für dreist und unangemessen, sondern mit Blick auf die Zukunft auch für wenig zielführend. Erfolg werden wir, die netzpolitische Zivilgesellschaft (sachpolitische befreundete Parteimitglieder dürfen sich hinzuzählen), trotz zum Teil abweichender Ansichten in Detailfragen und div. Antipathien untereinander, nämlich nur gemeinsam haben (Mathias Richel scheint das ähnlich zu sehen, er schreibt es nur anders).
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: Freiheit vor Ort: Handbuch kommunale Netzpolitik
: Freiheit vor Ort: Handbuch kommunale Netzpolitik Vor vier Jahren erschien das Buch „Freie Netze. Freies Wissen“ als Diskussionsvorschlag einer Gruppe von jungen Menschen, wie man in Linz (Österreich) Netzpolitik auf kommunaler Ebene machen könnte. Aus dem Buch und der Diskussion drum herum ist dann tatsächlich das Ziel der Kommune Linz geworden, eine Open-Commons-Region zu werden.
Jetzt ist mit „Freiheit vor Ort: Handbuch kommunale Netzpolitik“ der Nachfolger bei Open-Source-Press erschienen, Herausgeber sind Leonhard Dobusch, Christian Forsterleitner und Manuela Hiesmair. Wer Kommunalpolitik macht und sich für Netzpolitik interessiert, sollte dieses Buch lesen. Das gibts zu kaufen und auch als eBook (PDF) unter der CC-BY-SA-Lizenz erschienen.
Die einzelnen thematischen Kapitel mit Überschriften wie „Öffentlicher Raum im Netz: Blogs, Wikis & Co“ oder „Lasst die Daten frei! Open Government als kommunale Herausforderung und Chance“ finden sich ebenfalls als PDF auf der Webseite.
Das Buch kann man auch mal kaufen und den lokalen Kommunalpolitikern zum Geburtstag schenken.
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: Digitale Gesellschaft – ab Mittwoch in Deinem Land verfügbar
: Digitale Gesellschaft – ab Mittwoch in Deinem Land verfügbar Man kann der Digitalen Gesellschaft auf Twitter und Facebook folgen.
Eine kleine Vorabmeldung gibt es bei Spiegel-Online:
Eine Electronic Frontier Foundation für Deutschland? Ganz so weit würde Netzpolitik-Gründer Markus Beckedahl nicht gehen. Er plant eine Organisation namens „Digitale Gesellschaft“, die zwar auch für Bürgerrechte und kluge Politik im Netz streiten soll – aber in kleinerem Rahmen.
Viel mehr Informationen gibt es am Mittwoch hier und an vielen anderen Stellen im Netz.
Wir werden Euch brauchen.
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: Offene Standards: Singapur, München, Tagesschau und der Rest der Welt
DFD: Wir schlafen noch und Singapur feiert schon : Offene Standards: Singapur, München, Tagesschau und der Rest der Welt Am heutigen Document Freedom Day feiern Menschen in weltweit über 37 Städten Offene Standards. Das reicht von Workshops über Vorträge und Auszeichnugen bis hin zu ganztägigen Veranstaltungen. Den europäischen DFD-Preis erhiehlt heute Morgen die Stadt München für ihr Projekt LiMux, bei dem auf Offene Standards und Freie Software gesetzt wird. Im Laufe des Tages werden noch mehr Veranstaltungen stattfinden.
In Deutschland wurde Tagesschau.de, die Internetplattform der ARD, für den Einsatz Offener Standards ausgezeichnet. Die Auszeichnung verliehen die Free Software Foundation Europe (FSFE) und der Förderverein für eine Freie Informationelle Infrastruktur e.V. (FFII) dafür, dass die angebotenen Sendungen zusätzlich im offenen Videoformat „Ogg Theora“ verfügbar sind. In Berlin überreichten FSFE und FFII eine Urkunde sowie eine Torte mit der Aufschrift „rOgg On!“ an Sven Bruns, Leiter der Technik von tagesschau.de und den ehemaligen technischen Leiter Willem Froehling. In Hamburg nahm die stellvertretende Redaktionsleiterin von tagesschau.de Sabine Klein die DFD-Torte für die Redaktion entgegen.
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: 3. Internet Governance Forum Deutschland (IGF‑D) 2011
: 3. Internet Governance Forum Deutschland (IGF‑D) 2011 Am 12. April, einen Tag vor der re:publica’11, findet in Berlin das „3. Internet Governance Forum Deutschland (IGF‑D) 2011″ statt. Beginn ist 14:00 Uhr, der Veranstaltungsort ist die Landesvertretung Sachsen-Anhalt und der Eintritt ist frei. Es wird aber um Anmeldung gebeten.
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: Innenminister kann nicht für die Sicherheit von Twitter garantieren
: Innenminister kann nicht für die Sicherheit von Twitter garantieren Was war das gestern für ein großes Hallo, als Familienministerin Kristina Schröder ihren Kollegen Hans-Peter Friedrich auf Twitter begrüßte:
Ein Aufschrei der Freude und der Bekräftigung ging durch die folgewillige Twitter-Riege der Christdemokraten.
Und auch Qualitätsjournalisten ließen nicht lange auf sich warten:
Dabei war es doch offensichtlich, dass der Account ein Fake war: Er ist auf Nutzerfragen eingegangen.
(das macht ein Minister doch nicht!)Interessant war zu beobachten, wie Twitter-Nutzer, die gestern noch laut über die Sicherheitsbedenken der Qualitätsjournalisten hinsichtlich Twitter gelacht hatten, sich nun an den Account des Regierungssprechers mit der Bitte um „Verifizierung“ wandten. Wäre ja auch noch schöner, wenn der Regierungssprecher auf Twitter nicht für Ordnung sorgen könnte.
Und das tat @DerRegSprecher dann auch:
Mal gucken, wie lange es dauert bis dieser Satire-Account gelöscht wird.


