In eigener Sache

Umfrage-Auswertung: Welche journalistischen Inhalte schätzen und unterstützen unsere Leser?

Mehr als dreitausend Personen haben sich an unserer Leserbefragung beteiligt. Wir haben in unserem ersten Teil der Auswertung betrachtet, welche Inhalte künftig mehr gewünscht sind und welche journalistischen Angebote von unseren Lesern finanziell unterstützt werden. Wir freuen uns über Kommentare und Interpretationen der Auswertung.

Bis vor ein paar Tagen lief die dritte Leserumfrage der netzpolitik.org-Geschichte, die uns einige Einblicke in die Nutzungsgepflogenheiten und Wünsche unserer Leserschaft verschaffen sollte. Wir haben Fragen gestellt über Lesegewohnheiten und inhaltliche Interessen und wollten Vorschläge sammeln für unsere künftige Ausrichtung und Finanzierung. Wie schon bei der letzten Umfrage war es auch diesmal eine besondere Freude, die Freitextfelder auszuwerten! Bei allen, die sich am Ausfüllen des Fragebogens beteiligt haben, möchten wir uns bedanken. Wir werden die Ergebnisse in mehreren Artikeln veröffentlichen und freuen uns über Kommentare und Interpretationen der Antworten.


Netzpolitik.org ist unabhängig, werbefrei und fast vollständig durch unsere Leserinnen und Leser finanziert.

Die Auswertung bezieht sich auf insgesamt 3.284 Datensätze von denjenigen, die unsere Umfrage bis zum Ende durchgeklickt haben. Nicht alle haben dabei alle Felder vollständig ausgefüllt. Aber faul waren die Teilnehmer wahrlich nicht: Knapp einhundert Seiten Freitextkommentare haben wir gelesen. Grundsätzlich können wir trotz der gestiegenen Teilnehmerzahl im Vergleich zu den letzten Umfragen im Jahr 2012 und im Jahr 2015, die wir zusammen mit der studentischen Gruppe „Effi Beißt“ durchgeführt hatten, aber weiterhin nicht von einer Repräsentativität für alle unsere Leserinnen und Leser ausgehen.
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Dennoch erlaubt die Auswertung Einblicke in die Zusammensetzung und Interessen unserer Leser. Heute betrachten wir vor allem die Fragen nach Präferenzen bei künftig gewünschten Inhalten und Formaten. Außerdem werten wir aus, welche journalistischen Inhalte unsere Leserschaft finanziell unterstützt.

Nicht alle Teilnehmer der Umfrage wussten so genau, wie sich netzpolitik.org finanziert. Eure Spenden sind die Grundlage, auf der wir unsere journalistische Arbeit aufbauen können. Wir finanzieren uns fast ausschließlich durch Eure Unterstützung und sind stolz darauf.

Was fehlt?

Auf die Frage, welche Themen und Formate nach Meinung unserer Leser bei uns fehlen oder häufiger vorkommen sollen, haben wir seitenlange Antworten in den schon das letzte Mal gern genutzten Freitextfeldern bekommen. Die häufigste Bemerkung zu fehlenden Themen, wenn auch knapp, ist eine Variante von „keine“. Die Mehrzahl der Antwortenden (2.859 Personen, 87 Prozent) ist offenbar ganz zufrieden mit unserer Themenauswahl und der Mischung. Das ist erfreulich, interessanter in der Auswertung sind allerdings die Wünsche, die an uns herangetragen werden.

Die häufigste Antwort auf die Frage, was mehr gewünscht wird, war die investigative Recherche. Die Hälfte der Umfrageteilnehmer (1.823 Personen) würde das künftig bei uns mehr lesen wollen. Inhaltlich damit verwandt und auf dem zweiten Platz der Wünsche sind „mehr Hintergründe und Einordnungen“ (1.556 Personen).

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Überraschend für uns ist die hohe Zustimmung für „Weltweite netzpolitische Nachrichten“, das von mehr als einem Drittel der Umfrageteilnehmer künftig gern gesehen wäre. Die Frage ist natürlich, was damit gemeint ist. Wenn vor allem Berichterstattung über die Vereinigten Staaten und das europäische Ausland gewünscht wäre, ist der hohe Wert weniger überraschend. Wenn allerdings tatsächlich weltweit im Wortsinne gemeint ist, müssen wir uns doch ganz schön strecken. Vielleicht habt Ihr Kommentare dazu, die weiterhelfen.

Ein Schwerpunkt bei den Antworten zu fehlenden Inhalten war die Hilfe zur Selbsthilfe. „Mehr Hinweise für Laien zur Sicherung des eigenen Computers“ oder „Tutorials“ wünschen sich unsere Leser, aber auch Hilfestellung bei Browser-Plugins, Verschlüsselung, Software-Auswahl und generell IT-Sicherheitsthemen. Dadurch, dass eine ganze Reihe der Kommentare in diese Richtung geht, ist das für uns ein klarer Auftrag.

Wir haben solche Selbstverteidigungsartikel natürlich schon öfters geschrieben, stehen aber bei solchen technischen Hinweisen und Hilfestellungen vor dem bekannten Problem, dass sie schnell veralten. Da wir bei solchen Texten oft einen „long tail“ haben, also auch nach Wochen und Monaten noch viele Leser hinklicken, sehen wir uns vor dem Dilemma, dass man solche Hinweise regelmäßig aktualisieren, bereinigen oder Links nachtragen müsste, damit neue Entwicklungen oder entstandene technische Probleme aufgenommen werden. Falls jemand Ideen hat, wie wir dieses Problem möglichst zeiteffizient angehen könnten, wären wir höchst erfreut über Kommentare. Wenn jemand jetzt „Wiki“ antworten will: Bitte nicht!

Nicht immer waren die Freitextantworten bei dieser Frage auf inhaltliche Themenvorschläge bezogen, sondern auch auf die Art der Texte. Gelobt wurde etwa, dass wir manchmal „Hinweise auf akademische Texte“ anbieten, die offenbar auf Zuspruch stoßen. Allerdings: „Davon könnten (unregelmäßig) mehr kommen.“ Was ansonsten noch mehrfach gewünscht wurde, waren Hinweise auf spannende Projekte, die an freier Hard- oder Software arbeiten, oder auf zivilgesellschaftliche Initiativen. Auch ein netzpolitischer Veranstaltungs- und Demonstrationskalender wird in mehreren Freitextfeldern angesprochen, der möglichst nicht zu Berlin-lastig ausfallen soll.

Insgesamt ist aus den Freitextfeldern zu Inhalten und Formaten sehr klar ersichtlich, dass wir es mit einer Leserschaft mit aktivistischem Hang zu tun haben, die Freier Software, dezentralen freien Diensten, generell Alternativen zum Herkömmlichen und im Grunde der digitalen Weltverbesserung stark zugeneigt ist. Vielfach gewünscht werden übrigens noch Leaks. Da hätten wir auch nichts gegen einzuwenden.

Bezahlte journalistische Angebote

Obwohl wir keine Pläne haben, exklusiv zu bezahlende Inhalte bei netzpolitik.org anzubieten, hat uns generell interessiert, ob unsere Leser bezahlte journalistische Angebote nutzen und welche das sind. Da wir in der Redaktion zu einem guten Teil selbst News-Junkies sind, lässt sich aus den Antworten für uns ablesen, welche Art der journalistischen Inhalte unsere Leser schätzen und finanziell unterstützen. Mit sehr wenigen Ausnahmen bei Fachzeitschriften waren uns die in den Freitextantworten angegebenen Medienangebote und ihre Formate bekannt.

Bei der Auswertung haben wir nicht zwischen gedruckten oder online verfügbaren Inhalten unterschieden. Ob man also ein Papierzeitungsabo, eine bezahlte Online-Ausgabe oder eine Artikelbezahlung angegeben hat, spielt keine Rolle. Die Mehrheit mit über 57 Prozent unserer Leser nutzt überraschenderweise keinerlei Bezahlangebote und unterstützt keine Journalisten oder ihre Medien durch freiwillige gelegentliche oder regelmäßige Zahlungen. Die Gründe dafür werden nur teilweise offengelegt und großteils mit Geld- und Zeitknappheit und mit Qualitätsbedenken begründet. Mehrfach wird vorgebracht, dass man verpflichtend für öffentlich-rechtliche Angebote zahlen müsse, deswegen für keine anderen journalistischen Inhalte finanzielle Unterstützung aufbringen wolle. Vielleicht gehen wir auf diese Antworten in einer späteren Auswertung nochmal genauer ein.

Ein großer Anteil von knapp vierzig Prozent bezahlt regelmäßig oder gelegentlich für journalistische Inhalte. Insgesamt betrachtet zahlt diese Minderheit von unseren Lesern, vor allem wenn man die große Menge an angegebenen Lokalzeitungen mitrechnet, sehr viel häufiger an Großverlage als an kleinere journalistische Angebote. Das Verhältnis ist etwas über zwanzig zu eins.

leser-antwort freitextDa wir in einem Extra-Freifeld wissen wollten, welche konkreten journalistischen Angebote gegen Geld erstanden oder mit Spenden unterstützt werden, können wir auf der Basis dieser Freifeldangaben einen kleinen Einblick in die Lesegewohnheiten geben: Wenn man sämtliche angegebene Lokalzeitungen und die verschiedenen Wissenschafts- oder Fachzeitschriften sowie bezahlte Inhalte für spezielle Interessen und Hobbies rausrechnet, die eine jeweils große Sammelkategorie darstellen, dann liegt bei den bezahlten journalistischen Inhalten die taz aus Berlin klar vorn in der Gunst der netzpolitik.org-Leser.

Man kann spekulieren, woran das liegt: Ist es die inhaltliche Ausrichtung der Zeitung? Sind die Bezahlwege angenehm niedrigschwellig und vielschichtig gebaut, so dass für jeden potentiellen Unterstützer was dabei ist? Wird man beim taz-online-Besuch durch die Vorschaltseite so augenfällig darauf hingewiesen, dass dies Wirkung zeigt? Wirkt die Tatsache, dass die Zeitung unabhängig ist, als Unterstützungsmagnet? Oder alles zusammen? Wir hätten ganz gern Eure Meinung dazu, warum die taz in unserer Leserschaft so deutlich führt.

Eine Fachzeitschrift sticht bei den bezahlten journalistischen Angeboten so stark hervor, dass wir sie speziell erwähnen müssen: Der taz dicht gefolgt ist nämlich die Zeitschrift c’t, von der man wohl mit Fug und Recht sagen muss, dass sie – anders als die taz – außerhalb der Community der technisch interessierten Menschen wenig Bekanntheit haben dürfte. Diese c’t-Anomalie ist der Tatsache geschuldet, dass unsere Leserschaft mehrheitlich in technischen Berufen arbeitet. Dazu wird der nächste Teil unserer Auswertung mehr erklären.

Dahinter folgen ungefähr gleichauf der SPIEGEL und Die Zeit, wobei wir bei allen Zeitungen und Zeitschriften Print- und Online-Bezahlvarianten zusammengezogen haben. Da SPIEGEL-Online die erfolgreichste Online-Zeitung in deutscher Sprache ist, in sehr schneller Folge neue Inhalte anbietet und die Abonnenten der Papierzeitschrift dazugerechnet wurden, überrascht das Ergebnis eher in Hinblick auf Die Zeit. Die Süddeutsche Zeitung liegt dann knapp dahinter. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung zusammen mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ist dagegen unter unseren Lesern schon mit einigem Abstand abgeschlagen und wird nur halb so oft wie die SZ angegeben.

Bei den englischsprachigen Bezahlinhalten ist mit großem Abstand die New York Times an erster Stelle, allerdings sind die obengenannten deutschen Angebote allesamt öfter erwähnt worden. Den britischen The Guardian mögen unsere Leser ebenfalls und bezahlen dafür gelegentlich und freiwillig, aber nur halb so oft wie bei der NYT.
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Interessant ist noch, dass eine Plattform wie Blendle ungefähr genauso häufig genannt wird wie die NYT, auch Übermedien fällt noch als gern unterstütztes Angebot auf, ebenso wie krautreporter, Patreon und Perspective Daily, die aber seltener genannt werden. Eine Schwäche haben unsere Leser außerdem für Podcasts, an die freiwillig Geld als Unterstützung gezahlt wird.

Eine gewisse politische Orientierung

Mit Blick auf das deutschsprachige Ausland sind namentlich drei Zeitungen und Zeitschriften mehrfach genannt, die von unseren Lesern für ihre Inhalte bezahlt werden: aus der Schweiz die Neue Zürcher Zeitung, aus Österreich der Standard und der Falter.

Einige andere bekannte Zeitschriften finden noch gehäuft Erwähnung in den Freitextfeldern, dazu gehören das Missy-Magazin, The Economist, Der Freitag, das Neue Deutschland, das Handelsblatt, die Junge Welt, aber auch das Bildblog. Sie alle werden von unseren Lesern finanziell unterstützt, allerdings bei weitem nicht so oft wie die Vorgenannten. Die politische Spannbreite ist recht groß, schließlich liegen zwischen der Jungen Welt und The Economist gewissermaßen ideologische Welten.

Auch wenn sich Zeitungen und Zeitschriften gern mit einer Vielfalt der Meinungen und einer gewissen Überparteilichkeit brüsten, ist es kein Geheimnis, dass den überregionalen Zeitungen eine politische Orientierung anhaftet. Von den großen Tageszeitungen in Deutschland ignorieren unsere Leser zwei. Sie werden jeweils unter allen Angaben nur einmal als finanziell unterstützt genannt: die Welt und BILD. Damit zeugen die Freitextfelder auch davon, dass die politischen Orientierungen rechts und gemäßigt rechts nicht viel Anklang finden – zumindest nicht, was das Bezahlen für journalistische Inhalte angeht. Dem auflagenstärksten Verlag im Tageszeitungsmarkt, der Axel Springer SE, ist unsere Leserschaft jedenfalls finanziell nicht gewogen.

Kein einziger Umfrageteilnehmer hat ansonsten einen Titel der Boulevardpresse angegeben, der regelmäßig oder gelegentlich finanziell unterstützt wird. Wir halten also fest: Unsere Leser stehen auf Qualitätsjournalismus. Das kann uns nur ein Auftrag sein.

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34 Kommentare
  1. Für taz-Artikel, meistens Kommentare, zahle ich tatsächlich ab und zu einen Euro per Paypal. Das geht relativ schnell und ist preislich okay. Was ich nicht mag, ist ein 5 Euro im Monat-Abo. Das Problem ist, dass ich a) keine Abos abschließen möchte und b) mehrere Seiten lese, die alle je „nur“ fünf Euro von mir wollen und 60 Euro/Jahr * x ist auch schon eine ganze Menge.

    Vielleicht müssten sich mal mehrere Nachrichtenseiten zusammenschließen und ein gemeinsames Abo für 10 bis 15 Euro anbieten.

    1. Exakt. Genau das muss im Journalismus passieren, sowie auch mit Mediatheken – denn nur so wird der Konsument nicht geschröpft. Das Problem hier ist die Zentralisierung.

      Dadurch kann sowas leichter zensiert und abhängig gemacht werden (deßhalb mag der status quo in Ordnung sein im Moment).

      Allerdings hätte es auch ein paar Vorteile:
      Alles lesen, anhören und ansehen zu können was man möchte, kann sich der wenigste leisten. Hol dir ein Netflix Abo und meinetwegen Amazon Video dazu und du wirst immer noch nicht alle Filme oder Serien dort finden die du sehen möchtest (gilt analog für Zeitungen oder Musik-Anbieter).
      Ein zentraler Anbieter könnte „nur“ 5-10€ von dir verlangen und du hättest alles (vllt. einen ausgewählten Mix) was dich interessiert – so eine Art aggregatives Abo-Modell.

      Auf jeden Fall ist es wichtig das Netzpolitik bleibt, denn das ist echter Qualitätsjournalismus den man unterstützen sollte!

  2. > Diese c’t-Anomalie ist der Tatsache geschuldet, dass unsere Leserschaft mehrheitlich in technischen Berufen arbeitet.

    Com hoc, ergo propter hoc…
    Jedenfalls für mich gilt: Ich lese die c’t nicht weil ich in einem technischen Beruf arbeite, sondern weil mich Technik interessiert. Das wiederum mag auch Ursache dafür sein, dass ich einen eher technischen Beruf gewählt habe ;-)

    1. Naja, wenn man einen technischen Beruf ergreift, dann ist das Interesse an Technik doch eher eine Voraussetzung, würde ich vermuten. Das ist ein Henne-Ei-Problem und weniger eines der Kausalität.

      Aber ich habe wegen der empirischen Bedeutung dieser Frage sogleich den berühmten, wissenschaftlich höchst fundierten Chat-Test gemacht und alle anwesenden Hacker befragt, ob sie zuerst c’t gelesen haben oder zuerst einen technischen Beruf ergriffen haben. Das Ergebnis ist ohne Ausnahme das Abo der c’t, das zuerst kam (sowie eines der Zeitschrift Amiga). Ich kann Dir also nicht mehr widersprechen.

      Das heißt übrigens: „Cum hoc ergo propter hoc“. Ein technischer Beruf enthebt natürlich nicht der fundierten Lateinkenntnisse! :}

  3. Mit „Weltweite netzpolitische Nachrichten“ meine ich zumindest eben nicht den amerikanisch/europäischen Raum. Davon haben wir mehr als genug. (Vor allem von den Amerikanern.)

    Ich beobachte in letzter Zeit voller Sorge, wie immer mehr gegen die Russen und Chinesen Stimmung gemacht wird. Leider musste ich sogar auf Netzpolitik.org schon Tendenzen in diese Richtung erleben.

    Erst gestern musste ich hören, wie Trump die Deutschen davor warnte, dass wir uns ja nicht mit den Russen anfreunden sollen, weil sonst würden uns die Amerikaner nicht mehr beschützen, vor… ja, vor wem denn? Vor unseren Freunden? Ja, wir sollen sogar weiter aufrüsten. Ja, gegen wen denn?

    Ich will keinen Krieg!

    1. Ich beobachte in letzter Zeit voller Sorge, wie immer mehr gegen die Russen und Chinesen Stimmung gemacht wird. Leider musste ich sogar auf Netzpolitik.org schon Tendenzen in diese Richtung erleben.

      Hast Du hierfür Belege? Wir stellen ja fest, dass alleine schon über die Berichterstattung von Zensur- und /oder Überwachungsmassnahmen in Russland oder China bei manchen Menschen das Gefühl auslöst, dass wir tendenziös über diese Länder berichten würden, weil wir (überspitzt gesagt) von der Atlantikbrücke ein Briefing bekommen hätten. Das ist aber nicht der Fall und wir behalten uns weiterhin das Recht vor, über Überwachungsnmaßnahmen und repressive Maßnahmen gegen Journalisten und/oder Aktivistinnen in allen Staaten zu berichten.

      1. Ihr solltet auch weiter darüber berichten, nur halt nicht einseitig. Schaut euch auch mal die schönen Dinge in diesen Ländern an… Klar bekommt man davon hierzulande kaum etwas mit. Aber eben genau das ist ja das Problem.

        [Konkrete Beispiele sind z.B. der Artikel „Europawahl 2019“ von letztem Freitag, oder in der FAQ „Warum redet ihr nicht mit manchen Medien?“]

        Ja, man kann sich durchaus zum Beispiel darüber aufregen, dass youtube.com in China blockiert wird. Dabei sollte man dann aber nicht vergessen auf youku.com hinzuweisen und auch darüber mal zu berichten. Wir sehen in diesen Ländern immer nur das Negative. Aber in Wahrheit schmoren auch wir immer nur im eigenen Saft! Wenn auch aus anderen Gründen. Ich wünsche mir, dass sich daran mal was ändert…

        Wir benutzen wie selbstverständlich Suchmaschinen aus Amerika, aber haben irgendwie Angst vor einer Suchmaschine aus Russland (yandex.com). Warum? Weil uns eingetrichtert wird, dass wir aus Russland Propaganda zu hören bekommen. Ich aber sage euch: aus Amerika um so mehr. Wir nehmen das dort nur nicht mehr als solche wahr.

        Wir werden vielleicht nicht unterdrückt — zumindest haben wir nicht das Gefühl — aber auch unsere Meinungen werden von Medien gelenkt. Das muss man aber erstmal erkennen. Dafür bedarf es einer Vielfalt in den Medien. Diese ist in den letzten Jahren jedoch sehr eingeschrumpft…

        1. Apropos Vielfalt, wie sieht es denn Deiner Meinung nach mit der Meinungs- und Medienvielfalt in Russland und China aus? Gibt es die dort mehr als bei uns und wenn ja/nein, warum nicht?

          Und was sind die schönen netzpolitischen Entwicklungen in den beiden Ländern, die wir hier lobend erwähnen sollten?

          1. Bitte lass doch den Sarkasmus. Zumal ich zu beiden Ländern ja bereits auf Beispiele verwiesen habe, welche in unseren Medien eindeutig unterrepräsentiert sind.

            Auch ich lebe in der westlichen Filterblase und bekomme daher auch nur Bruchstücke mit.

            In Russland sind Funk und Fernsehen wohl tatsächlich stark von der Regierung geprägt. Aber in Zeitungen und Zeitschriften soll man eine höhere Meinungsvielfalt bekommen, als hierzulande. Wie gesagt, das ist nur Hörensagen.

            Zu China könntet ihr mal folgenden Link als Ausgangspunkt für eure Recherchen nehmen:
            https://www.abacusnews.com/china-internet-report/

          2. Apropos Vielfalt, wie sieht es denn Deiner Meinung nach mit der Meinungs- und Medienvielfalt in Russland und China aus? Gibt es die dort mehr als bei uns und wenn ja/nein, warum nicht?

            Das wäre durchaus ein interessantes Thema. Die Medienvielfalt in Russland scheint tatsächlich größer zu sein als bei uns. Wobei hier das Problem ist, dass die Verlage oft nicht wirklich politisch einzuordnen sind. Aber es gibt Menschen, die die „Verklumpung“ der Medien Oligarchen hier durchaus wahrnehmen
            https://diefreiheitsliebe.de/politik/luegenpresse-oder-die-macht-der-grosskonzerne/

            Und welcher TV Sender ist „regierungskrisich“?
            Wenn es so etwas gäbe müssten diese, auf Seiten der AFD oder der Linken sein. Ich kenne keinen.

            Private Nachrichtensender sind, zumindest in deutschland relativ harmlos und eher dafür bekannt heroische Panzerdokus aus den NATO Beständen zu zeigen.

            Auch beim Radio dürfen wir nicht zu viel Kritik erwarten. Ausser bei Kleinstsender wie Radio Dreyeckland um Freiburg.

            Tatsächlich gibt es wenig Berichte hier über Medien die regierungskritisch sind aus Russland oder China, warum nicht? Es gibt sie doch?

            https://www.dekoder.org/
            https://de.wikipedia.org/wiki/Echo_Moskwy
            https://de.wikipedia.org/wiki/Doschd
            (der es nicht nur in Russland schwer hat, auch die Ukraine mag ihn nicht)

            Man wird bei den Berichten – leider auch hier – das Gefühl nicht los, dass es sich um gezielte Meinungsberichte über einzelne Organisationen handelt. Die scheinbar gesteuert, eine gewisse Stimmung erzeugen sollen. Wer sich dann damit genauer beschäftigt findet heraus, dass manchma einfach eine dubiose Politik dahinter steckt (wie z.b. bei Nawalny in RU) oder gar keine. Es fehlen häufig dahinterstehende gesellschaftliche und politische Bewegung und man gewinnt den Eindruck es geht nur darum ein Narrativ zu unterstützen, dass uns in einem besseren Licht da stehen läßt. Dabei sind die Einschränkungen und Strafen bei falschen Meinungsäußerungen mittlerweile auf einem ähnlichen Weg wie es uns China vormacht.

          3. Nicht, dass es irgendwas zu tun hätte mit der Auswertung im Artikel oben, aber willste vielleicht nochmal nachdenken, bevor die Aussage, die „Medienvielfalt in Russland scheint tatsächlich größer zu sein als bei uns“, so stehenbleibt?

            Russland hat aktuell den Platz 148 (von 180) auf der Liste der Reporter ohne Grenzen.

            Wo ist Medienvielfalt, wenn es Drohungen und Gewalt (bis hin zum Mord) gegen Journalisten gibt, für die kein Täter bestraft wird? Wo soll die sein, wenn es der russischen Regierung jederzeit möglich ist, journalistische Webseiten zu blockieren, und das auch oft getan wird? Wenn Journalisten und Blogger im Knast landen oder Zwangsarbeit aufgebrummt bekommen?

            https://www.reporter-ohne-grenzen.de/russland/

            Wenn Du Dir ne Zeitung in Moskau zur Hand nimmst, dann liest es sich natürlich nicht mehr wie in der DDR, aber auch längst nicht vergleichbar mit unserer Presse. (Was ich getan habe.) Die Beispiele, die Du oben nennst, sind krass drangsalierte und ziemlich kleine Medienangebote, und mit drangsaliert meine ich auch deren Familien und Interviewpartner. Das willst Du vergleichen mit hiesigen Verhältnissen? Ernsthaft?

            Natürlich wird in Deutschland zuweilen auf eine seltsam an den Kalten Krieg erinnernde Weise über Russland berichtet, aber Du hast jede Möglichkeit hierzulande, Dir alternative Meinungen und Vor-Ort-Berichte und Reportagen zu Gemüte zu führen, auch im Fernsehen. Niemand der Journalisten, die solche Texte geschrieben haben oder solche Reportagen drehen, werden bedroht von deutscher staatlicher Seite. Bedroht werden sie höchstens von russischer Seite (wie im Fall Seppelt ganz konkret).

            Und um an den obigen Artikel anzuschließen: Ja, die allermeisten unserer Leser unterstützen finanziell die Großverlage (und damit auch einen gewissen Korridor an Meinungen) und eben nicht kleine journalistische Angebote. Aber das ist deren Wahl, denn das Schöne ist: Du kannst hier frei wählen, was Du liest und was Du finanziell unterstützt. In Russland kannst Du das nicht uneingeschränkt.

            Muan, bin ich diese Diskussionen leid.

          4. @Netzbürger:
            Das ist eine komische Sicht auf China und Russland.

            Fakten:
            – in beiden Ländern wird zensiert dass es weh tut (siehe zB Nawalny in Russland, oder „Last Week Tonight“ – Stichwort „Winnie Puuh“ in China)
            – zwar passiert Zensur und aktive Meinungsunterdrückung auch hier in Deutschland, aber die Deutschen stellen sich dabei nicht so dumm an wie die anderen beiden.

            Russland und China machen aus ihrer Unterdrückung keinen großen Hehl, während einem hier vorgegaukelt wird, man wäre ein freier Mensch.
            Würde ich jedoch öffentlich sagen / schreiben, was ich denke, würde man mich mindestens belangen oder einsperren (der Staat) – vielleicht sogar töten (die Landsleute, Fanatiker oder Feinde).
            Hier hat man Freiheit, solange man sich verhält wie es sich für einen ordentlichen Bürger gehört und damit hat man immer noch mehr Freiraum als dort drüben. Hier darf man eben offen schwul sein, oder auch mal etwas parteikritisches sagen / an Demos mitlaufen und rumschreien, bei denen kannst du das sowas von knicken in den meisten Fällen.

            Aus welcher ersten Hand hast du denn diese Informationen?

          5. Okay, nur um nochmal die Fakten klar zu bekommen. Mir ging es nicht darum, zu bestreiten, dass Meinungsunterdrückung in diesen Ländern stattfindet. Sie findet massiv statt. Tut mir Leid, dass ich mit einem einzigen Satz auf diese Argumentationslinie eingegangen bin. Das habe ich dann aber auch selber relativiert („Hörensagen“).

            Wie gesagt, das war nicht meine Argumentationslinie. Mein Argument war, dass das nicht alles ist, was es da gibt. Wenn man seine Ansichten nur auf wenige Punkte einschränkt, kann es leicht passieren, dass man in ein Schwarz-Weiß-Denken verfällt. Nur die schlechten Punkte zu sehen, und dann die Augen vor allem anderen zu verschließen, halte ich für verkehrt.

            Ich bitte darum, nochmal meine Postings genau zu lesen, und sie von denen Anderer zu unterscheiden. Ich habe meiner Meinung nach nicht die Argumente angewandt, welche andere da rein zu deuten versuchten.

  4. Zum Thema „Weltweite netzpolitische Nachrichten“ . Meines Erwchtens kann man das auf wenige bestimmte Länder eingrenzen. Zum einem auf die „Five Eyes“ Länder (U.S.A., Kanada, UK, Australien, Neuseeland – wobei vor allem in Kanada netzpolitisch gerade viel unter dem Radar läuft) , sowie natürlich EU, Russland und China. Damit hätte man schon ein gewisses großes Feld abgedeckt. Evtl. Kann man noch Indien hinzufügen.

  5. >> Umfrage-Auswertung: Welche journalistischen Inhalte schätzen und unterstützen unsere Leser?
    Seltsam, dass ihr keine Leserinnen haben möchtet.

    1. Um den inhaltlichen Fehler gleich mal noch zu korrigieren: Du warst keine Lesende, da Du offenbar einen Kommentar geschrieben hast, also eine Schreibende warst (Stichwort Partizipialform). Es wäre so viel sinnvoller, wenn Leute die Sprache, die sie kritisieren und ver(schlimm)bessern wollen, zunächst mal beherrschen würden… *scnr*

      1. @Benutzer mit dem Namen „lesende“

        Seltsam das du dich nicht mit dem Inhalt dieses Artikels auseinander setzten möchtest.

        VG ein lesendes Individuum mit männlichem Geschlecht.

  6. Hallo,

    zum Thema digitale Selbstverteidigung gibt es z.B. bei Digitalcourage eine Sammlung von allerlei, sowohl für mobile als auch nicht mobile Endgeräte sowie Organisationen [1]. Diese Artikel werden regelmäßig überarbeitet (mind. 1x pro Jahr oder bei besonderen Ereignissen).
    Eventuell könnt ihr ja einfach auf existierendes verweisen, ohne euch die Pflege ans Bein zu binden (und auf Stärken und Schwächen dieser Sammlungen hinweisen). Oder ein „MHD“ definieren, sodass der Artikel danach deutlich als „abgelaufen“ abgestempelt wird.

    Mich würde noch interessieren, was die Befragten angegeben haben, warum sie bezahlte Inhalte oder die Mitfinanzierung durch Stiftungen bei netzpolitik,org wünschen würden oder eben nicht wünschen würden. Hier lese ich nur von anderen bezahlten journalistischen Inhalten, nicht aber, inwiefern sich die Haltung zu netzpolitik.org dadurch ändern würde.

    Vielen Dank!

    [1] https://digitalcourage.de/digitale-selbstverteidigung

    1. Ich dachte auch an eine Kooperation mit Digitalcourage wegen der Artikel zur Selbstverteidigung. Die haben das als einen Schwerpunkt, tun sich aber auch schwer, Beiträge aktuell zu halten. Also warum nicht Kräfte bündeln?

      1. (2. Versuch zu kommentieren)

        Viele Grundlagen-Themen ändern sich nur sehr langsam, oder gar nicht. Nur drei Beispiele:

        1. Das Einbinden von Trackern, Zählpixeln oder anderen Inhalen von Drittseiten ist seit 15 Jahren ein konstantes Problem. Viele User wissen aber auch heute noch nicht dass sich eine Webseite aus mehreren Teilen (Text, Schriftarten, Bilder, Skripte) zusammensetzt, und wo die herkommen.

        2. Dass der Inkognito-Modus des Firefox nicht vor Tracking schützt ist den meisten Anwendern nicht bekannt, war aber schon immer so.

        3. Die Grundlagen der Verschlüsselug, insbesondere dass “Sicherheit” differenziert weden muss (signiert, verschlüsselt, anonymisiert, redundant, plausible deniability, perfect forward secrecy, …) und dass ein grünes Schloss eben *nicht* bedeutet dass *alles* in Ordnung ist, sind konstant, da muss man nicht viel rumaktualisieren.

        Zu diesen Themen könnte man Grundlagenartikel schreiben, die dann evtl erweitert werden (perfect forward secrecy kam ja erst in den letzten Jahren in den Mainstream). Auf diese Erweiterungen kann man dann mit einer kurzen aktuellen Meldung hinweisen. Dazu ist aber nötig dass sich eine Person (Redakteur) so eines Artikels annimmt, und aktuelle Entwicklungen einfliessen lässt. Muss er im Hinterkopf haben. Man könnte den auch als Ansprechpartner im Artikel nennen, vielleicht weist die Leserschaft auf Neuigkeiten hin.

        Von diesen Grundlagen-Artikeln aus könnte man dann auf eine deutlich schnellebigere Liste von aktuellen technischen Lösungen verlinken. Ganz Wichtig: Da muss oben, fett und in Rot, das Datum stehen. Evtl. macht es auch Sinn wenn der Abruf arg alter Seiten einen Redakteur informiert, der dann mal nachschaut ob das noch aktuell ist. Ggf. kann der dan ein TTL des Artikel um ein Jahr verlängern?

        Ich hatte in der Umfrage geschrieben dass ich die Kategorisierung Eurer Artikel nicht benutze. Dieses Thema wäre aber eins das meiner Meinung nach eine eigene Kategorie verdient, insbes. weil die Artikel ganz andere Lebenszykeln als Nachrichten-Beiträge haben.

        PS: Es wäre schön wenn Eure Kommentarfunktion Markdown oder irgend etwas ähnliches könnte…

  7. @Selbstverteidigungartikel
    Ich sähe es nicht als Problem, wenn mit Datum gekennzeichnete Artikel inhaltlich veralten.
    Eine ständige, dazu dann zunehmend unzuverlässiger werdende, Fortschreibung macht in meinen Augen wenig Sinn.
    Vielleicht wäre es eine Option einen Banner einzubinden, der sich einblendet, wenn ein Artikel 2 Monate nicht bearbeitet wurde, und LeserInnen darauf hinweist den Inhalt auf Gültigkeit zu prüfen.

    1. Die Idee mit dem Banner finde ich auch super, sowas lässt sich ja auch recht einfach automatisieren. So habt ihr die Option den Artikel zu aktualisieren und wenn nicht haben die Leser (auch Tech Laien) die Info, dass es bei dem Thema vielleicht neue Erkenntnisse/Lösungen/Wege etc. gibt und sie sich noch mal genauer umschauen müssen.

  8. Ich glaube die User im Internet werden so überfrachtet mit News und Content, das einige gar nicht wisssen oder vielleicht auch nicht wissen wollen ob diese News nun der Wahrheit entspricht oder nicht. Aktuelles Beispiel, der Hack bei Domainfactory, wenn ich mir manche Kommentare bei Heise.de lese, da wird mir erst klar, warum ich das Forum von Heise selten lese. Ich bin bei DF selbst Kunde und bin echt überrascht, das sich die Leute mehr über den Hack aufregen, als über den Datenpanne bei Facebook. Oder es ist so, wenn es Geld bei Facebook kosten würde, dann würden bestimmt sich mehr über die Datenpanne aufregen. Wenn ich bedenke wie der Chefe von FB vor der EU-Kommission benommen hat, dann kann FB sonst was mit seinen Usern anstellen, die werden sich wie Lämmern benehmen und weiter blähen wie sonst auch.

    Was euer Angebot hier angeht, ich mag eure Seite, wenn ich auch selten hier was lese. Aber meist sind echt sehr intressante Artikel dabei. Würde euch auch was Spenden, nur ich hab halt nicht viel, da muss ich dieses erstmal zurückstellen.

    1. Oh krass, doch nicht, ‚tschuldigung. Dachte immer, die schreibt sich mit ‚i’… Ich behaupte ab sofort, stets das Gegenteil behauptet zu haben.

  9. Ich würde gerne netzpolitische Nachrichten aus anderen Ländern und Kulturen lesen. Länder die eher einen Kontrapunkt zu den westeuropäischen und nordamerikanischen Kulturraum sind. Ich meine nicht China oder Russland, da gibt es genügend schlechte Nachrichten, sondern eher Länder wie Beispielsweise Peru, Brasilien, Mexico, Paraguay, Tansania, Namibia, Japan oder gar Cuba.

    Eine längerfristige Beobachtung eines der Länder würde helfen die deutsche, bzw. europäische Netzpolitik in Kontexte mit anderen netzpolitischen Entwicklungen zu stellen.

  10. Wird es weitere Auswertungen der Umfrage geben? Bzw. veröffentlicht ihr bitte die vollständige Auswertung?

    Ich habe jetzt etwa eine halbe Stunde erfolglos damit verbracht, ein paar Ergebnisse zu den folgenden Fragen aus der Umfrage zu finden:
    1. Würdest du Mitglied in einem Unterstützer-Netzwerk von netzpolitik.org werden, in dem es möglicherweise einige exklusivere Formate wie persönliche Newsletter für die Mitglieder gibt?
    2. Welche Erwartungen hättest du an eine Mitgliedschaft?
    3. Sollte netzpolitik.org Geld von Stiftungen erhalten?

    Bei der Suche fiel mir auf, dass es haufenweise Verweise / Links zu Umfrageauswertungen bei euch gibt, welche sich aber hauptsächlich auf die Umfrage 2015/16 beziehen. Das war leider für mich nicht sofort erkennbar und sorgte für Verwirrung. Damit meine ich insbesondere die „Lesetipps“ am Ende eines Artikels. Hier tauchten häufig Artikel zur alten Umfrage auf.

    Bisher hat mich die – meiner Meinung nach – etwas unübersichtliche Gestaltung eurer Seite nicht gestört. Jetzt fand ich aber die Suche nach allen mit der Umfrage 2018 zusammenhängenden Artikeln ziemlich mühselig. Mir hätte eine Auflistung der direkt mit der Umfrage 2018 zusammenhängenden Artikel am Ende jedes dieser Artikel sehr geholfen. Ein meiner Meinung nach gelungenes Beispiel, welches die Recherche enorm erleichtert findet ihr hier.
    https://www.kuketz-blog.de/firefox-ein-browser-fuer-datenschutzbewusste-firefox-kompendium-teil1/

    Da eure und Mikes Seite die beiden einzigen Blogs sind, die ich regelmäßig lese und unterstütze, fände ich auch eine Zusammenarbeit nicht schlimm. Insbesondere würde das euer Problem mit den veraltenden Artikeln zur digitalen Selbstverteidigung lösen. Anleitungen zur IT-Sicherheit sind glaube ich nicht euer Kernthema. Mike schreibt fast ausschließlich zu diesem Thema. Er versucht auch alte Artikel regelmäßig zu aktualisieren. Und wenn er gute Laune hat, schreibt er sogar so, dass der Standard-Bildzeitungsleser versteht worum es geht. Vielleicht denkt ihr ja mal drüber nach.

    Gruß
    Rainer

  11. Zur finanziellen Unterstützung von Medien, insbesondere der TAZ

    Meine Gründe für die Unterstützung sind
    – beharrliche Erinnerungen, die mich emotional und ideologisch ansprechen – ich finde das Konzept sehr gut gelungen, wenn auch manchmal etwas aufdringlich. Am Ende habe ich auch wegen einem etwas schlechten Gewissen gezahlt.
    – Unterstützung ist einfach – z. B. auch spontan per SMS – und in beliebiger Höhe möglich. Andere Angebote (Zeit, Spiegel, FAZ) haben afaik hohe Mindestkosten. Bei 20€ oder mehr im Monat habe ich dann das Gefühl, ich müsste immer alles lesen.
    – es gab ein Turnbeutel mit Katzenbild als Giveaway. Kein Scherz, hat mir den letzten Schubs gegeben…

    Ich nutze auch Steady, da fällt mir die Unterstützung leichter, wenn ich die Wahl zwischen verschieden teuren charmant formulierten Optionen habe – schließlich würde ich auch Euch gerne mit Geld zuwerfen, aber bei der Entscheidung, wieviel genau ich investieren möchte, verlässte es mich mitunter. Bei Steady bin ich dann außerdem schon am Geld ausgeben, das senkt etwas die Hürde, quasi wie beim Amazon-Warenkorb…

    Soviel dazu. Vielleicht hilft es ja :)

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