Generell

Acht Meinungen, warum man uns nicht finanziell unterstützen sollte

Wir finanzieren uns ja vor allem über freiwillige Abos in Form von Spenden unserer Leserinnen und Leser, die uns auch unabhängig von Werbekunden machen. Vor allem macht es Euch aber auch frei von externem datenschutzfeindlichem Werbetracking, was man sonst braucht, um alles voller Werbung zu knallen. Ein Nachteil, wenn eine wichtige Finanzierungssäule aus freiwilligen Abos besteht: Man muss öfters drauf hinweisen. Das mag nicht jeder und um diese Meinungen abzubilden, haben wir mal acht Leserbeiträge aus unseren Kommentaren gesammelt.

Wir finanzieren uns fast vollständig aus Spenden von Leserinnen und Lesern. Unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende oder einem Dauerauftrag.

Wem unsere Arbeit wichtig ist und wer möchte, dass wir noch besser kommendes Jahr berichten und Politik und Wirtschaft auf die Finger schauen können, kann bis Mittwoch Abend noch Steuervorteile für dieses Jahr sichern! Ansonsten empfehlen wir gerne die Möglichkeit eines kontinuierlichen Dauerauftrages. Kann man auch von der Steuer absetzen.

Kommentar:

Eure Bettelei ist widerlich. Ich stelle die – wenn auch kleineren – Spenden an Euch ein und bediene mal andere, und bessere Journalisten, die mich obendrein nicht staendig mit der narzistischen Gewissenskeule nerven. Danke, bin raus!

Kommentar:

Mir geht dieser Kommerz doch etwas zu weit, so dass ich zukünftig auf “Fefe” ausweiche, wenn ich denn wissen möchte, was ich nicht schon wüsste. Eure Überwachungspanik nervt mich eh schon seit längerer Zeit. Damit dann noch Kohle zu scheffeln erst recht. Wie wäre es mal mit einer derartigen Webseite für Jedermann, wo Jedermann frei seine Sicht und Stimme niederschreiben kann als Beitrag? Hier werden einem fast nur “Studierte” als erfahrene Schreiber vekauft. Der Querschnitt der Bürger folglich volkommen verfehlt. Kommerz nimmt die Objektivität. Ein reiner Blogger braucht die Scheinchen nicht und spricht “frei Schauze”. Hier wirds mir zu finanziell und “glatt”. Keinen Cent.

Kommentar:

Sorry netzpolitik-Team: Wenn ich an Euch spende, verliere ich mit hoher Wahrscheinlichkeit meinen Job und damit meine wirtschaftliche Existenz. Traurig, aber wahr, das ist Deutschland 2014. Trotzdem danke für Eure wertvolle Arbeit.

Kommentar:

Ich werde nicht spenden, da in der Vergangenheit mehrere radikal-feministische Artikel hier zu lesen waren. Ansonsten macht ihr super Arbeit. Ich spende mein Geld trotzdem lieber Anti-Feministen.

Kommentar:

Wieso solltet ihr für eure Propaganda Geld bekommen, während Rechteinhaber (Musiker, Komponisten, Autoren, Journalisten, Fotografen etc. etc.) dank solcher Propaganda pleite gehen, wiel ja im Netz alles umsonst sein soll? Ihr macht euch gerade gepflegt lächerlich! Da im Netz alles frei ist solltet ihr auch frei von Spenden arbeiten….. Und am Besten auch frei von Werbeeinnahmen. Viel Spass dabei!

Kommentar:

Spenden? Kreativ aber daneben. Wenn das Geschäftsmodell von netzpolitik.org keinen Gewinn vorsieht, dann ist es kein Geschäftsmodell und damit ein Hobby. Dann muss man eben zurück zu einem “normalen” Job. Ich habe meine Idee zwei Jahre lang vom ersparten aufgebaut. Und nun? Nun trägt es sich. Spenden,Paywall und Blog im Hauptberuf? Das passt schlicht nicht.

Kommentar:

Andere haben es schon gesagt, wenn jemand einen Blog betreiben möchte kann er das gerne machen. Aber Spenden sollten einem produktivem Zweck dienen (z.B. Anfragen) und NICHT den vollen Lebensunterhalt von Bloggern unterhalten. Wäre der Personalposten nicht, wäre ich bereit zu spenden. So nicht.

Kommentar:

Und ich dachte ihr macht das hier aus Idealismus. Damit muss man ja komplett wieder eure Neutralität in Frage stellen. Ich denke ich gehe mich wieder bei Leuten informieren, die Meinung und Geldverdienen sauber trennen können. Und wollt ihr nicht mal ein paar Alternativen erwägen? Also betteln oder Nutzer verkaufen kann nicht die Auswahl sein. Besser ganz normal Geld verdienen und den Blog einfach als Blog betreiben. Dieser ganze Web 2.0 Hype “Ich muss nicht mehr arbeiten, ich blogge ja” sollte eigentlich nicht auf Blogs wie Netzpolitik abfärben, dachte ich. Schade.

Das ist natürlich nur der repräsentative Eisberg an Meinungen zum Thema, in unserem Kommentararchiv hätten wir noch mehr. Es gibt natürlich auch andere Meinungen.

Allen, die uns unterstützen, sagen wir Danke! Ohne Euch könnten wir hier nicht so gut unsere Arbeit machen.

Weitersagen und Unterstützen. Danke!
51 Kommentare
      1. Voll cooler Fefe. Arbeitet für Springer und Microsoft, macht aber in seinem Blog auf dicke Revolutions-Hose.

        Und dann setzt er sich auch regelmäßig irgendwohin und bloggt aus dem Bundestag für Dich, oh wait!

      2. Ja genau: Ich finde, der CCC hätte für alles, was er im Laufe seines Bestehens so aufgedeckt hat, auch einen Spendenaufruf machen sollen und vor allem die Club-Mates abrechnen sollen, die dabei drauf gegangen sind … Und wenn die Leute nicht zahlen wollen, dann mit Paywall drohen. Super Idee!

      3. … ganz zu schweigen von der ganzen Open-Source Community! Einfach den Source-Code nicht veröffentlichen, wenn nicht gezahlt wird! … Wait what?

      4. Aber Enthüllungsjournalismus ist natürlich was völlig anderes als der ganze technische Krams, den man, wenn’s ins Eingemachte geht, ja sowieso nicht kapiert und in sich darüber ergießenden Erklärungen immer schön an der Oberfläche krazt – da wird dann schon irgendwann etwas Goldstaub abfallen, oder wie?

  1. Um hier mal die Stimmung wieder etwas zu heben, …
    Der Dauerauftrag wurde Ende des letzten Monats eingerichtet.
    Ich lese euren Blog seit Jarhen und höre auch teilweise die Podcasts. Jetzt bin ich mal dran etwas zurück zugeben.

    Danke.

  2. Hier noch eine Meinung: netzpolitik.org ist wichtig. Ihr habt zweifelsohne auch dieses Jahr wieder eine hervorragende Netzpolitik-Arbeit gemacht. Viel wichtiger ist jedoch das Thema Krieg und Frieden.

    Spätestens seit Resolution 758 des US-Kongresses vor einigen Tagen muss man damit rechnen, dass im Jahr 2015 das bis vor kurzem Undenkbare kommt. Der Krieg der NATO gegen Russland. Russland soll ich die Knie gehen. Was das für negative Folgen hat, ist den westlichen Entscheidern und Profiteuren sicherlich genauso scheißegal, wie im Fall Syrien, Irak, Ostukraine usw.

    Mit einer unglaublichen Propaganda-Offensive wurde in diesem Jahr dafür der Weg bereitet. Man konnte leider manchmal das Gefühl bekommen, dass auch Ihr Euch an dieser Kampagne beteiligt, das Bild des bösen Russen wieder in die Köpfe zu bekommen.

    Wenn der große Crash kommt, dann fällt das Thema Netzpolitik vermutlich viele Jahre zurück. Die Re-Militarisierung des Internets ist ja bereits in Gange. Panikmache? Ich kann nicht hellsehen. Aber wenn man glaubt, es wird schon gutgehen, ist man vielleicht nur Schlafwandler. Passend dazu http://www.heise.de/tp/artikel/43/43631/1.html

  3. Was wäre denn die Alternative zu Spenden, um eure Arbeit zu unterstützen? Spendenbereitschaft wäre hier z.B. vorhanden, aber die finanzielle Realität lässt dies (noch) nicht zu.
    Ich frag mal ganz naiv, da ich mich mit dem Thema gar nicht auskenne, aber gäbe es denn nicht die Möglichkeit als weiteres Standbein (staatliche?) Fördergelder zu beantragen? Es gibt doch bestimmt Organisationen die ein Interesse daran hätten, die Menschen netzpolitisch aufzuklären. Mir ist klar, dass sich dadurch u.U. Abhängigkeiten entwickeln könnten, aber dementsprechend sollte man auch die Partner wählen.

  4. Danke für diese „wertvollen“ 8 Grunde, die mich endlich dazu gebracht haben einen Dauerauftrag einzurichten.
    Die Kommentare warum man nicht spenden sollte lasse ich mal so stehen. Die sind ja Realsatire genug.

  5. Ich finde eure Arbeit für sehr wertvoll und nützlich, sonst würde ich ja auch kaum herkommen hin und wieder was schreiben und vor allem Teilen und lesen.
    Leider bin ich schon seit einigen Jahren Arbeitslos und lebe von Harz IV da kann man leider nicht alles unterstützen was man für nützlich und Wichtig hält.

  6. Da ich eure Arbeit gut finde und ich auch für Zeitungsabo, Gewerkschaft und weitere erfolglose Unternehmungen Geld ausgebe bzw. ausgegeben habe, dachte ich mir es ist mal an der Zeit jemanden zu unterstützen der auch etwas in Bewegung bringt.
    Ich würde mir wie ein Schnorrer vorkommen ständig nur mit zu lesen und keinen Beitrag dafür zu leisten. Und euer Wirken ist deutlich zu spüren, im Parallel Universum der Regierung muss man sich ärgerlicherweise mit euch auseinandersetzen, besonders wenn ihr wiedermal „Nervt“. ;-)
    Danke dafür

  7. Dieser Artikel sorgte aufgrund eines Zitats für viel Diskussion zwischen meiner Freundin und mir, weshalb wir uns entschieden haben gemeinsam einen Kommetar zu verfassen in der Hoffnung das Problem noch einmal aus einer anderen Perspektive beleuchten zu können.

    Wir müssen ehrlich gestehen, dass die vereinzelten provokant mit Netzfeminismus bespickten Artikel (egal ob nur Wortwahl oder das Thema an sich) auch für uns der ausschlaggebende Grund sind nicht zu spenden. Sonst wären die Daueraufträge schon lange vor der Kampagne eingerichtet worden, auch wenn hier dann trotzdem nicht jeder Artikel unsere eigene Meinung wiederkäut. Wir haben damit nämlich kein Problem, sondern finden das sogar wichtig neue Perspektiven aufgezeigt zu bekommen.

    Wir möchten uns trotzdem von dem zitierten Vorrädner im Artikel distanzieren. Meine Freundin und ich setzen uns seit Jahren gemeinsam für Gleichberechtigung ein und daher ist uns jeglicher Radikslismus in diesem Themenbereich zu wieder. Daher können wir weder den Kommentator moralisch unterstützen, noch euch mit Geld, da dies an Menschen fließt, die unseres Erachtens großen Schaden in der Gesellschaft anrichten und Gräben zwischen den Geschlechtern aufreißen. Wir hoffen ihr könnt das nachvollziehen.

    Freundliche Grüße,
    Desu und Desa

    1. Ich bin auch der Meinung, dass einige Artikel zu provokant bzw. zu
      viele Gräben zumindestens aus sprachlicher Sicht erzeugen.
      Wobei ich hier jetzt in letzter Zeit nicht gelesen habe
      und den „Netzfeminismus“ deswegen nicht mitbekommen habe.

      Wobei aus meiner Sicht der ’normale‘ Feminismus auch nicht positiv ist.

      1. @Markus: Wir haben gehofft du glaubst uns, dass wir genau das tun. Wie gesagt: Netzpolitik.org ist für uns ser wertvoll obwohl (oder gerade weil) hier nicht nur unsere eigene Meinung repräsentiert wird. Die in „Gendering“-Sprache verfassten Artikel wirken auf uns trotzdem so, als würden sie nur um des Genderings wegen verfasst werden und die News allenfalls als Transportmittel dienen. Man könnte es auch redaktionelles Trolling nennen.

        Nicht, dass wir euch das insgesamt unterstellen wollen. Wir denken das sind Einzelpersonen, die Netzpolitik.org dazu missbrauchen.

        Aber ok, du siehst das halt anders und denkst bestimmt wir sind verkropft. Trotzdem danke für die ansonsten sehr gute Arbeit von NP.

      2. „Möglicherweise liegt eine Lösung Eures Problems, auch mal andere Sichtweisen auf Themen zu akzeptieren? Muss man nur wollen.“

        Achja, ihr seid ja so tolerant und weltoffen und guckt euch alles von zwei Seiten an. Und diesen Charakterzug zeigt ihr jetzt dadurch, dass ihr euch hier über eure Kommentatoren lustig macht und sie noch mal der Lächerlichkeit preis gebt. Guter Plan. Wirklich.

        Wie schon andere hier schreiben: manchmal hat man den Eindruck, dass ihr so sehr davon überzeugt seid, auf der richtigen, der guten Seite zu stehen, dass alle anderen ja Unrecht haben und Kritik grundsätzlich ungerechtfertigt ist.

        Ich hatte mal einen Dauerauftrag eingerichtet, den hatte ich dann wieder gelöscht, als mir hier in den Kommentaren eine selten dämliche und patzige Antwort gegeben wurde – ich bezahl doch nicht Leute dafür, dass sie unfreundlich mit mir umgehen.
        Da ihr in der Regel dann ja immer „ganz nett und auch nur wenig arrogant“ [Ironie off] sagt, dass ihr von solchen Leute ja eh kein Geld wollt, behalte ich meins eben.
        Der Artikel bestätigt mich nur. Leser beleidigen, damit andere Leser zahlen? Klasse plan. Das muss dieses menschliche, weltoffene sein, von dem ihr immer redet.

        Richtig relevantes und exklusives habe ich hier eh schon länger nicht mehr gelesen. Netzpolitik ist dafür viel zu sehr in anderen Portalen angekommen (Zeit Online, SPON,…) und für große Kampagnen fehlt hier die Power.

        1. Wir sind einfach angenervt von X Kommentaren, die hier mit Sprachpolizei ankommen, nur weil einzelne Autor/innen unterschiedlich ihre Texte gendern. Und ganz toll sind die qualifizierten Kommentare, die hier sofort Radikalfeminismus oder sonst irgendwas überall verorten, sonst gehts noch? Alternativvariante wäre, solche Kommentare einfach wegen Irrelevanz zu löschen. Sie tragen einfach keinen Mehrwert zum Thema des Artikels bei. Besser?

      3. @Markus Beckedahl

        Bei mir ging es nicht um die Wortwahl an sich,
        dass habe ich missverständlich geschrieben.
        Mit „Ich bin auch der Meinung, dass einige Artikel zu provokant bzw. zu
        viele Gräben zumindestens aus sprachlicher Sicht erzeugen.“
        meinte ich, dass ihr aus meiner Sicht teilweise zu sehr
        emotional an einige Themen geht und es sich deswegen für
        mich teilweise nicht lohnt hier zu lesen.

        „Möglicherweise liegt eine Lösung Eures Problems,
        auch mal andere Sichtweisen auf Themen zu akzeptieren?
        Muss man nur wollen.“[Markus Beckedahl]

        Wenn ich keine neuen Denkanstöße oder unbekannte
        Sichtweise sehe und stattdesen Emotionen lese,
        besteht Informationsgehalt aus der Neuigkeit alleine.
        Wenn es nicht sehr kompakt ist muss ich einen zusätzlichen
        Aufwand beim Lesen betreiben und ja auch diese
        Zeit ist verloren Zeit und Resourcen. Es ist eure Entscheidung,
        ob ihr denkt, ob es andere gibt die genauso denken wie ich
        oder nicht. Es ist euer Problem, wenn weniger Leute diese
        Seite lesen.

        Auf der anderen Seite kann man durchaus sagen, dass man
        dann auch
        einfach per RSS die Überschriften für diesen Zweck lesen kann.

        1. Achso, und bei mir kam an, dass da mal wieder der Running Gag „Weil hier manche Autoren ein Binnen-I verwenden, finde ich das sprachlich ganz grausam und unterstütze Eure Arbeit deswegen nicht“ an. Deshalb meine Antwort. Also Missverständnis.

  8. Freut mich für diverse Meinungsabsonderer, daß ihr Essen und alles andere vom Himmel fällt. Bis Netzpolitik.org in der gleichen glücklichen Lage ist, bleibt mein Dauerauftrag bestehen.

    Alles Gute für 2015!

  9. Hört mal zu ihr armen Geier. Warum stört es euch so sehr zu spenden ? Ihr seht das Geld doch eh wieder weil ihr das vom Finanzamt bekommt. Und Netzpolitik kann noch mehr und noch bessere Investitionen tätigen und noch detailliertere Artikel veröffentlichen mit noch mehr Dokumenten. Und falls ihr den dümmlichen Gedanken habt von wegen wenn ihr schon nicht viel Geld habt warum sollen andere es besser als ihr haben – die es auch noch verdienen: So viel Para m8 Netzpolitik auch nicht
    https://netzpolitik.org/wp-upload/3_Summeinfo.jpg

    Das Personal kriegt auch nicht grad viel
    https://netzpolitik.org/wp-upload/2_Personalkosteninfo.jpg

    Hier nochmal 3 Gründe warum man Netzpolitik finanziell unterstützen sollte:

    I.) Wir reden nicht nur, was man tun sollte, wir tun was. Und das seit über zehn Jahren. Für Grundrechte, Verbraucherrechte und eine lebenswerte digitale Gesellschaft. Und das oft effektiv trotz weniger Personen, dafür mit einem großen Netzwerk hinter uns.

    II.) Wir sind ein Frühwarnsystem. Bei uns liest man über Themen, bevor die gesellschaftliche Debatte startet: ACTA, Vorratsdatenspeicherung, Totalüberwachung, Netzneutralität oder Netzsperren sind dabei nur einige Themen, die wir teilweise von Anfang an bis zum Ende und darüber hinaus begleitet haben. Wir bleiben dran und haben den notwendigen langen Atem für politische Prozesse. Auch wenn ein Thema zwischendurch keinen Spaß macht und keine Klicks bringt.

    III.) Wir haben schon über den NSA-Skandal berichtet, als Edward Snowden noch nicht für den Geheimdienst gearbeitet hat. Wir werden weiter darüber berichten, wenn andere Medien das Interesse verloren haben. Wir bleiben auch bis zum Ende im NSA-Untersuchungsauschuss sitzen und berichten ausführlicher von dort als alle anderen. Wir bloggen auch unter Polizeischutz und uns liegen nicht nur Dokumente vor, wir veröffentlichen sie auch. Auch wenn das dem Kanzleramt oder anderen nicht gefällt.

    Und nochmal – ihr bekommt das gespendete Geld vom Finanzamt zurück. Es entsteht euch also kein Verlust ! Ihr investiert und bekommt eine Leistung dafür. UND kriegt auch noch genau dieses Geld wieder zurück ! Hört also auf rumzugeiern und denkt mal nach bevor ihr sone Rotze wie in den Kommentaren schreibt !

    1. Aus deinem Kommentar wird nicht ganz ersichtlich, ob du oder dein Finanzamt nicht rechnen kann, für alle anderen gilt: Spenden sind absetzbar, werden aber vom Finanzamt nicht erstattet.

      Hängt zB vom zu versteuerenden Einkommen ab. Als Student war mein Einkommen so niedrig, dass ich nichts versteueren musste (Existensminimum usw.), dann ist’s mit Absetzbarkeit schlecht…

  10. Erstaunlich welche Vorstellung manche haben, welche Ressourcen man für eine bestimmte Arbeit braucht. Klar, aus Idealismus und Freizeit und jucks zig Stunden im NSA Untersuchungsausschuss sitzen. (???)

    Vielleicht sollte man mal eine Seite aufsetzen: netzpolitik-ohne-personalposten.org und konsequent alles was über Kurzmeldunglänge liegt + 30% von dem was da noch übrig wäre rausschmeißen. Und default design natürlich.
    Zur Verdeutlichung.

    Oder alternativ die jeweiligen Kommentatoren bitten bestimmte Aufgaben mal zu machen (für lau und aus Idealismus).

    Wenn man die Arbeit von Netzpolitik.org gut findet und nicht spendet, weil sich angeblich jemand daran bereichert, oder sie das lieber in der Freizeit machen sollte, dann kann ich nur empfehlen: endlich nachdenken und mal genauer auf die Welt um einen herum schauen.

    Von meiner Seite aus kann ich nur sagen Top Arbeit, weiter so! Meine Unterstützung habt ihr.

  11. @ Markus Beckedahl

    Mein zitierter Kommentar:
    „Sorry netzpolitik-Team:
    Wenn ich an Euch spende, verliere ich mit hoher Wahrscheinlichkeit meinen Job und damit meine wirtschaftliche Existenz. Traurig, aber wahr, das ist Deutschland 2014. Trotzdem danke für Eure wertvolle Arbeit.“

    Ich verstehe nicht, warum ich bei diesem Artikel als Beispiel diene. Ich habe nicht davon abgeraten, an netzpolitik.org zu spenden, wie es die Artikelüberschrift suggeriert („Acht Meinungen, warum man uns nicht finanziell unterstützen sollte“). Ich habe lediglich erklärt, warum ich in meiner speziellen persönlichen Situation nicht an netzpolitik.org spenden kann, da es mit hohen Risiken verbunden ist. Ich habe Euch sogar für Eure wertvolle Arbeit gedankt!

    Ich kann mich auch irren, aber ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass viele Mitglieder der kritischen Community von netzpolitik.org die harte Realität nur vom Hörensagen bzw. vom Bildschirm kennen.

    Wie Ihr alle an meinem Pseudonym sehen könnt, arbeite ich auf der falschen Seite der Barrikaden – wo ungefähr, kann sich jeder selbst zusammenreimen. Das kann man mir vorwerfen. Damals habe ich mit guten Vorsätzen meine Laufbahn begonnen und hatte Ideale. Ich wollte für das Gute arbeiten. Leider war dies eine Illusion.

    Wenn ich noch einmal von vorne beginnen könnte, würde ich einen anderen Lebensweg einschlagen. Ich würde in einem nächsten Leben von Anfang an für Gerechtigkeit, Menschenrechte und Freiheit arbeiten. Leider führen die wirtschaftlichen Zwänge unserer Gesellschaft dazu, dass ich aus meiner Laufbahn nicht ausbrechen kann, ohne hohe Risiken und den sozialen und finanziellen Absturz in Kauf zu nehmen. Ich habe eine Familie und muss Verantwortung tragen. Meine Kinder sind noch nicht in einem Alter, wo sie für sich selbst sorgen können.

    Ich wollte mit meinem oben zitierten Kommentar meine Sympathie für netzpolitik.org und dessen gesellschaftlich wertvolle Arbeit ausdrücken. Gleichzeitig wollte ich um Entschuldigung und Verständnis bitten, dass ich keine finanzielle Unterstützung an die Redaktion leisten kann.

    Manche werden sich vielleicht fragen, worin denn konkret die hohen Risiken bestehen, an netzpolitik.org zu spenden. Dazu möchte ich kurz etwas ausführen:
    – Eine Banküberweisung scheidet aus. Kontobewegungsdaten werden 10 Jahre gespeichert und nicht nur die kontoführende Bank kann darauf zugreifen. Andere Formen elektronischer Finanztransaktionen scheiden aus ähnlichen Gründen aus.
    – Bartransaktionen sind schon eher klandestin umzusetzen. Jedoch würden solche Bartransaktionen bei ihrer Durchführung eine Abweichung von meinem normalen Aktivitätengraph bewirken. Diese Auffälligkeiten können leicht zu Verdachtsmomenten führen. Nur mit einer aufwendigen Cover Story wäre das Entdeckungsrisiko von Bartransaktionen reduzierbar. Für eine Cover Story braucht es ausreichend Zeit, die ich nicht habe.

    Das alles mal als Realitätsabgleich für die diejenigen, die sich nicht vorstellen können, was an einer kleinen Spende so schlimm sein soll.

    1. @On the wrong side
      Genau so habe ich deinen Kommentar auch wahrgenommen.
      Also eben nicht im kritischen Sinn.

      Dein Kommentar dürfte eben auch genau aus diesem Grund als Beispiel dienen.
      Du sitzt aktuell eben in der Zwickmühle, dass du aufgrund deiner beruflichen Situation genötigt wirst, eben Seiten wie Netzpolitik nicht zu unterstützen.
      Aber gerade in einem Rechtsstaat sollte man eine freie Entfaltung genießen dürfen.
      Selbst im Dieste des Staates dürfte es keinen Zwang geben.
      Aber gerade deine Bild zeigt deutlich, dass wir den idealen Rechtsstaat nicht haben, der auch dir erlauben dürfte Seiten wir Netzpolitik ohne Furcht vor Represalieen ünterstützen zu dürfen.

      Martin

    2. @ Markus Beckedahl

      Möchtest Du auf meine Stellungnahmen noch reagieren? Wenn man mich schon – aus meiner Sicht fälschlicherweise – als Beispiel heranzieht, könnte man wenigstens meine Richtigstellung berücksichtigen.

    3. Mein Verständnis hast du. Obwohl es mir tatsächlich schwerfällt, das alles zu glauben. Du hast ja Recht, ich kenne die harte (Überwachungs-?) Realität nur vom Bildschirm, vielen anderen wird es ähnlich gehen. Ich hab jetzt Angst einer fiktiven Anti-Überwachungs-Anti-Geheimdienst/Polizei(?)-Propaganda-Story oder vielleicht einfach irgendeinem paranoiden armen Kerl auf den Leim zu gehen. Aber sollte dem nicht so sein, hast du mein Verständnis und Mitgefühl. Wow.

    4. Nur mal aus Neugier – kann man bei netzpolitik.org nicht auch mit Bitcoins spenden und ist das nicht der Zweck von Bitcoins?
      Oder schrillt da dein Aktivitätsgraph aus allen Kirchtürmen?

      1. @ Bergmann

        Bitcoins sind nur dann anonym wie Bargeld, wenn die Bitcoin-Transaktion mit zusätzlichen Maßnahmen anonymisiert wird. Bitcoins sind standardmäßig eher pseudonym, aber nicht hinreichend anonym wie Bargeld. Das ist ein weitverbreitetes Missverständnis und verleitet so manche Kriminelle zum unbedachten und unvorsichtigen Gebrauch von Bitcoins. Das erleichtert uns die Arbeit.

        Zum Aktivitätengraph:
        Wenn man sonst nichts mit Bitcoins zu tun hat, ist die plötzliche Nutzung von Bitcoins schon mal eine Abweichung vom üblichen Verhalten. Wenn man dann auch noch die Bitcoin-Transaktion unzureichend anonymisiert, ist nicht viel gewonnen in Bezug auf die Eigensicherung.

  12. „Bartransaktionen sind schon eher klandestin umzusetzen. Jedoch würden solche Bartransaktionen bei ihrer Durchführung eine Abweichung von meinem normalen Aktivitätengraph bewirken.“

    Alter Schwede, was hindert Dich daran einen Fuffy in einen Briefumschlag zu stecken und hier hin zu senden -> netzpolitik.org/impressum/ ???

    Gib mir mal die Adresse Deines stillen Briefkastens, ich spende was für die Therapie und die Amputation des Stahlhelms… :)

    1. @ Grauhut

      Hast Du meinen Text komplett gelesen? Falls ja, würdest Du die Dinge nicht so auf die leichte Schulter nehmen. Außerdem würde es nicht bei einer einmaligen 50 Euro Spende bleiben können. netzpolitik.org braucht regelmäßige und höhere Spendenbeträge.

      Nur noch so viel: wer in bestimmten Bereichen arbeitet, ist im Privatleben nie wirklich privat. Zumindest kann man sich dessen nie sicher sein. Das ist Teil der Stellenbeschreibung bzw. Anforderungen für Stelleninhaber. Zum besseren Verständnis bitte nochmal den folgenden Absatz genau lesen:

      „Bartransaktionen sind schon eher klandestin umzusetzen. Jedoch würden solche Bartransaktionen bei ihrer Durchführung eine Abweichung von meinem normalen Aktivitätengraph bewirken. Diese Auffälligkeiten können leicht zu Verdachtsmomenten führen. Nur mit einer aufwendigen Cover Story wäre das Entdeckungsrisiko von Bartransaktionen reduzierbar. Für eine Cover Story braucht es ausreichend Zeit, die ich nicht habe.“

      1. Ich glaube eher Du hältst Dich für zu wichtig und verbreitest hier narzisstisches Seemannsgarn. :)

        „Nur mit einer aufwendigen Cover Story wäre das Entdeckungsrisiko von Bartransaktionen reduzierbar.“

        Wenn Du glaubst eine Coverstory für einen Gang zum Briefkasten zu brauchen, dann solltest Du irgendwas an Deinem Leben ändern..

    2. @ Grauhut

      Danke für Deine freundlichen, empathischen und barmherzigen Worte. Wenn ich dann auf der Straße sitze, wirst Du sicher der Erste sein, der mich solidarisch unterstützen wird.

      Danke, dass Du mir noch mal vor Augen geführt hast, wie so manche hier im Umfeld von netzpolitik.org ticken. Es ist nicht immer ein Ort, wo man sich gut aufgehoben fühlen kann. Im offiziellen Leben kann ich mich nicht mehr mit den moralischen Werten und dem alltäglichen Handeln identifizieren. Hier, bei netzpolitik.org, kann ich mich zwar mit den Werten identifizieren, aber manche Mitglieder der Community zeigen keine Gnade, kein Verständnis und zweifeln an Integrität und Glaubwürdigkeit. Ein Leben zwischen den Stühlen – nirgendwo zu Hause.

      Du hast anscheinend keine Ahnung, wie die Realität in bestimmten Metiers aussieht. Es geht nicht um den einmaligen Gang zum Briefkasten. Wir reden hier von regelmäßigen Spenden per Barbrief, damit netzpolitik.org langfristig finanziell unterstützt wird. So einfach, wie Du Dir das vorstellst, ist es leider nicht. Die Abschreckungskulisse ist wirksam. Einmal an netzpolitik.org gespendet, einmal einen Fehler gemacht (Stichwort OPSEC), und schon ist die wirtschaftliche Existenz in Gefahr. Es geht nicht nur um meine eigene Existenz. Hast Du Kinder? Meine Familie braucht mich. Was glaubst Du, wie es aussieht, wenn man an den politischen und ideologischen Gegner Geld spendet? Du scheinst den Ernst der Lage nicht begreifen zu wollen. Die Welt erscheint ja so viel einfacher, wenn alles, das nicht ins eigene Weltbild passt, als „narzisstisches Seemannsgarn“ abgekanzelt wird.

      1. Wo ist denn das Problem einem Freund, der nicht in der selben Vereinigung arbeitet wie du, mal nen 50er zuzustecken und ihm zu sagen „schicks mal an NP.org“? Um ganz sicher zu gehen packs in ne Geburtstagskarte zum passenden Datum ;)
        Deine Aussagen sind insgesamt wirklich wenig nachvollziehbar…

  13. Ich lese euren Blog täglich und kann den oberen Kommentaren im Artikel keinen Pfennig abgewinnen.
    Solch einen Unsinn habe ich selten gelesen.
    Wer schon panik wegen Spenden für euch kriegt, kann man nur empfehlen den Job zu wechseln.
    Wenn mich mein Arbeitgeben wegen meiner privaten Spenden ggf. kündigen wollte, würde ich dies als Nötigung einstufen und meinen Arbeitgeber entsprechend verklagen.

    Ansonsten sind die anderen Kommentare nicht viel schlechter.
    Auch ich lese fefe aber trotzdem verlinkt er nicht selten hier her.
    Auch andere Aktiven Seiten bekommen von ihm einen Link.
    Entsprechend sollte gerade fefe ein Argument für euren Blog sein.

    Ich werde im Januar, wenn die Stromkosten abgebuch sind, einen größeren Betrag spenden.
    Auch andere Seiten, Wikipedia und Mozilla, wurden bereits mit einmal 20€ und einmal 50€ bedacht.
    Alleine die Informationen die die Mainstream und vorallem die Springer Medien unter den Tisch kehren wollen, ist ein Grund diese Seite am Leben zu halten.
    Jeder Schmutz unserer Regierung muss ans Tageslicht, egal ob er der Regierung sogar irraparabell schadet.
    Dann sogar erst recht.

    Ein Staat der seine Bürger belügt und betrügt hat nicht das recht sich als legitim zu bezeichnen.
    Und dafür müssen auch die Bürger sorgen.

    Egal ob es um die Grundrechte, Netzpoilitischte oder generelle politische Themen geht.
    Wer nicht spenden will, soll es lassen.
    Hinter her soll man sich aber nicht beschweren, dass sich nichts ändert wenn man nichts dazu beiträgt.
    Und wenn es nur ein paar Euros sind die man eben an die Netzgemeinde spenden kann.
    Martin

    1. Hallo

      wegen Mozzilla Mozzilla würd ich dir nicht empfehlen zu spenden da sie momentan so viel Geld kriegen das sie jedes Jahr mehrere Millionen auf Seite legen. Du kannst ja das Geld das du an Mozzilla spendest streichen und es dann lieber an Netzpolitik oder einer anderen Gruppe spendet die da knapper bei kasse ist.

  14. Ich bin jedes Jahr unentschieden ob ich Spenden soll, oder nicht (und ich würde dann zu den Leuten gehören, die aus Datensparsamkeitsgründen das Geld in Bar in Berlin abgeben). Gerade Artikel wie diese machen mir die Entscheidung leicht.

    Netzpolitk.org ist so’ne Mischung aus Journalismus und Aktivismus. Für den Journalismus (zB das Liveblogging aus Untersuchungen) würde ich gerne spenden, ich werfe ja auch morgens 2euro40 für die SZ in den Zeitungsspender obwohl ich meistens eine bereits gelesene SZ in der S-Bahn liegend finden könnte.

    Für den Aktivismus/Meinungsmache – entschuldigung- fehlt mir sowohl das Verständnis, als auch das Geld. Wenn ihr eure Meinung verbreiten wollt, die dann auch oft als die Einzig Wahre ™ verbreitet wird, dann macht das bitte wie 1000 andere Blogger auch: als Hobby.

    1. Ich würde ja fast sagen, dass netzpolitik einfach transparenter mit ihrer Subjektivität umgehen. Die Süddeutsche ist auch nicht objektiver, höchstens pluralistischer.

  15. Totaler Quatsch was die da sagen. Ich sehe das so: Ich habe keine Zeit, mit Politikern und Behörden zu sprechen. Trotzdem ist mir Netzpolitik wichtig, und deswegen spende ich. Irgendjemand muss sich ja drum kümmern und Netzpolitik.org hat davon Ahnung.

    Die zitierten „Kollegen“ haben IMHO nur billige Ausreden gefunden, andere ihre Schlachten schlagen zu lassen. Ich finde es richtig, Finanzierungsbedarf aktiv zu kommunizieren, sonst heißt es hinterher „Hättet ihr doch nur mal was gesagt, ich hätte bestimmt gespendet“… Ja genau…

  16. „Unsere Meinungen: Die Haut, in der wir gesehen werden wollen.“

    Friedrich Nietzsche (bedeutendster Philosoph des einstigen Volkes der Dichter und Denker)

    Wer anderer Meinung ist, hat Nietzsche noch nicht verstanden; wer derselben Meinung ist, ohne Nietzsche verstanden zu haben, hat das Zitat noch nicht verstanden. Und wenn das deutsche Volk heute nicht mehr das Volk der Dichter und Denker ist, heißt das nicht, dass es keine Dichter und Denker mehr gibt, sondern dass das Volk zu dumm geworden ist, die Dichter und Denker noch zu verstehen.

    Dummheit entsteht aus einer Störung der Proportionalität von marktwirtschaftlich erbrachter Leistung und Gegenleistung. Anders formuliert: Dummheit entsteht, wenn sie bezahlt wird:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2014/11/meinung-und-wissen.html

  17. Um mal ein wenig zum Realitätsabgleich einiger beizutragen: netzpolitik.org ist ein Blog, ja. Also sollen sie es wie andere Blogger in ihrer Freizeit betreiben. Ist euch mal der kleine quantitative und qualitative Unterschied aufgefallen? Die meisten Blogs erhalten ein- bis zweimal wöchentlich Updates, so manches auch seltener. Dazu meist zu einem bestimmten Thema oder einem Mix von Themen nach der persönlichen Vorliebe des autors. Schön und gut und natürlich auch wichtig, wenn wir von Meinungspluralismus sprechen.

    netzpolitik.org ist anders: ich lese schon lange nicht mehr alle Artikel. Würde ich es tun, wäre ich überzeugt rundum über alle möglichen netzpolitischen Themen informiert, auch über solche, die Netzpolitik nur streifen: Datenschutz, Sicherheitspolitik, Urheberrecht, Remixkultur, Informationsfreiheit, Netzneutralität etc. etc. Allein die Aufarbeitung des NSA-Skandals ist viel mehr als ein Freizeitprojekt. Der Nachteil: ich wäre wahrscheinlich depressiv, aber sei’s drum. netzpolitik.org leistet die Arbeit eines politischen Fachmagazins oder einer Wochenzeitschrift zum Thema, zu vergleichen vielleicht mit den Heise-Angeboten, nur dass der Verlag finanziell und personell in einer ganz anderen Liga spielt. netzpolitik.org ist für mich ein Nachschlagewerk. Wenn ich zu einem bestimmten Thema Informationen brauche, finde ich hier garantiert einen großen Haufen Artikel dazu, die es von allen möglichen Seiten beleuchten – natürlich mit einer klaren Meinung, aber welche Zeitung macht das nicht?

    Zusätzlich reist nicht nur Markus durch die Republik und erklärt Journalisten und Politikern die (digitale) Welt. Könnt ihr das auch von euch behaupten, mit gleicher Wirkreichweite und zeitlichem Aufwand? Wer es mal ausprobiert, weiß, so etwas kostet viel Zeit und Geduld. Hinzu kommt die sehr konkrete Arbeit, die der DigiGes e.V. leistet.

    Zum Vergleich: Der CCC ist ein Verein, der schon seit 30 Jahren existiert und im Wesentlichen von Mitgliedsbeiträgen und Spenden (sic!) lebt. Die Piraten sind eine Partei und finanzieren sich ebenfalls durch, ihr werdet es erraten, Beiträge und Spenden ihrer Mitglieder. Letztere hat dabei, gerade in jüngerer Vergangenheit, dreimal weniger für die öffentliche Wahrnehmung netzpolitischer Themen getan, als netzpolitik.org – und das sage ich als Pirat! Fefe lese auch ich gern, zum Zeitvertreib oder für die tägliche Dosis Desaster, aber mehr als eine kommentierte Linkliste ist das nicht. Wer Fefe ernsthaft mit netzpolitik.org vergleicht, kann hier nicht viel mehr als die Überschriften gelesen haben.

    Fazit: Ohne das Engagement ein paar weniger bei netzpolitik.org stünden wir ganz woanders, sowohl bei den uns zur Verfügung stehenden Informationen, als auch bei der Wahrnemung des ganzen Themenspektrums in der Gesellschaft. Diese Seite ist mit Sicherheit eine der wichtigsten zu den politischen Themen, die im 21. Jahrhundert immer wichtiger werden. Nicht jeder Artikel überzeugt, aber die Summe der hier geleisteten Arbeit liefert für mich mehr als nur einen Grund zur Spende. Allein die Arbeit im NSA-Untersuchungsausschuss sollte jedem Bürger dieses Landes mind. 50 Eur wert sein.

  18. Ich würde gern und kann leider nicht, dafür fehlt regelmäßiges, ausreichendes Einkommen. So gibts auch nichts zu versteuern und dadurch nichts abzusetzen. Könnt mir glauben, dass ich mich darauf freue, wenn sich das ändert! =)

    Der tut mir Leid:
    „Sorry netzpolitik-Team: Wenn ich an Euch spende, verliere ich mit hoher Wahrscheinlichkeit meinen Job und damit meine wirtschaftliche Existenz. Traurig, aber wahr, das ist Deutschland 2014. Trotzdem danke für Eure wertvolle Arbeit.“
    Wo muss der denn unter solchen Bedingungen arbeiten?

  19. Geld verdiene ich in irgendeiner Form fast immer durch unehrliche Arbeit, zu der ich nicht immer 100% stehe (Sagt man dem AG aber nicht, man bekommt ja schließlich dafür Geld). Für Ideale und Werte brauche ich hingegen keinerlei Geld, um diese zu definieren, zu formulieren und weiterzutragen.

    Geld oder Abhängigkeit zu Gehältern mit diesem Auftrag macht unfrei und ein Onlinepranger der „ungünstigen“ Meinungsbilder euer Angebot leider nicht besser. Es ergeben sich eher Fragen. Ich würde nicht spenden. Ich kann mir Webspace auch mit normalen Einkünften finanzieren. Machen das drei bis vier Personen kann man sich auch solch einen Blog locker nebenbei finanzieren.

    Und das mit der objektiven Berichterstattung halte ich für fragwürdig. Es gibt halt Geld, vielleicht auch irgendwann von Parteifuzzies oder anderen Hintergrundsteuernden, wenn man Euch weiter wachsen lässt auf dieser Grundlage.

    Aber viel Erfolg, auch mit dieser unpassenden Meinung.

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