Unsere Arbeit wird vor allem durch unsere Leserinnen und Leser finanziert. Das haben wir in unserem letzten Transparenzbericht nochmal aufgedeckelt. Aber nur ein Teil davon kommt kontinuierlich über einen Dauerauftrag rein. Dafür haben wir jetzt nochmal:
„10 Gründe, um genau jetzt einen Dauerauftrag für netzpolitik.org einzurichten“.
Für die ganz schnellen: Das geht hier.
1. Wir sind eines der ersten fast komplett leserfinanzierten Netz-Medien in Deutschland. Wir sind niemandem verpflichtet, außer unseren Leserinnen und Lesern und unserer Haltung. Das sehen wir als Auftrag.
2. Wir sind der zentrale Ort für die netzpolitische Debatte im deutschsprachigen Raum. Ob Politiker, Journalistin, Aktivist oder BND-Mitarbeiterin – an netzpolitik.org kommt keiner vorbei.
3. Wir sind ein Frühwarnsystem. Wer netzpolitik.org liest, weiß was in der Zukunft debattiert wird. ACTA, Vorratsdatenspeicherung, Totalüberwachung, Netzneutralität oder Netzsperren sind dabei nur einige Themen, die wir schon von Beginn an begleitet haben.
4. Wir sind kein Geschäftsmodell, sondern gemeinnützig und gemeinwohlorientiert. Die Spenden unserer Leserinnen und Leser sind nicht nur steuerlich absetzbar, sondern fließen direkt in unsere journalistische Arbeit. Mit Eurem Dauerauftrag können wir mehr Themen bearbeiten und der Politik noch besser auf die Finger schauen.
5. Wir reden nicht nur, was man tun sollte. Wir tun etwas. Seit über zehn Jahren. Mit Leidenschaft, zu wenig Geld und derzeit 2,5 festen Stellen. Und mit einem großen Netzwerk um uns herum – deutschlandweit und international.
6. Wir sind transparent und legen unsere Finanzierung offen. Durch unsere Leserfinanzierung sind wir unabhängig von großen Unternehmen und Institutionen. Wir können uns auf die Themen konzentrieren, die wir für wichtig und richtig halten, weil wir nicht abhängig von Reichweite und Klicks sind. Bei uns haben auch Themen eine Chance, die bei anderen unter den Tisch fallen.
7. Wir haben schon über den NSA-Skandal berichtet, als Edward Snowden noch gar nicht für den Geheimdienst gearbeitet hat. Wir werden weiter darüber berichten, wenn die Medienaufmerksamkeit schon längst weitergezogen ist.
8. Wir bloggen auch, wenn der Staat uns Polizisten in den Nacken setzt. netzpolitik.org hat Rückgrat und lässt sich nicht einschüchtern. Weder von Abmahnungen noch von staatlichen Stellen. Wir haben das Informationsfreiheitsgesetz fast durchgespielt und werden vermehrt unsere Transparenzrechte einklagen.
9. Wir sagen nicht, dass wir neutral sind. Wir haben Haltung, berichten journalistisch und faktentreu. Immer mit Blick auf digitale Grundrechte, ein offenes Netz und das Gemeinwohl.
10. Wir machen Open Journalism. Unsere Wurzeln liegen im Netz: Wir sind offen, wir verlinken unsere Quellen, wir kommunizieren auf Augenhöhe. Wir experimentieren, reflektieren transparent und stehen im ständigen Dialog mit unserer Community. Uns liegen Dokumente nicht nur vor, wir veröffentlichen sie in der Regel auch. Denn die Leserinnen und Leser haben ein Recht darauf, sich selbst ein Bild zu machen. Dafür stehen wir ein. Unsere Inhalte stehen unter einer Creative Commons Lizenz und können zu nicht-kommerziellen Zwecken weiterverwendet werden.
One more thing…
11. Günther Oettinger ist jetzt der neue EU-Kommissar für Netzpolitik. Deswegen braucht es noch mehr netzpolitik.org!
Hier gibt es mehr Infos zum Einrichten eines Dauerauftrages oder einfach nur zu den Spendenmöglichkeiten. Und hier schreiben wir, wie teuer eine Stunde netzpolitik.org ist.
