Netze

Auswertung der Leser-Antworten auf unsere Umfrage: Da bleiben Fragen offen

Im Dezember wollten wir mit Hilfe einer Umfrage mehr darüber erfahren, was sich unsere Leser wünschen, welche Themen sie besonders interessieren, wie sie unsere Inhalte wahrnehmen und wer sie eigentlich sind. Heute präsentieren wir eine erste, noch unvollständige Auswertung der Ergebnisse. Da wir die Privatsphäre unserer Leser und Spender achten, ist die Befragung für uns eine wichtige Informationsquelle.

Wir finanzieren uns zu fast 100 % aus Spenden von Leserinnen und Lesern. Unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende oder einem Dauerauftrag.

Zunächst wollen wir uns aber bedanken, denn das Feedback war ausgesprochen positiv und konstruktiv. Das studentische Team des Kommunikationsprojekts „Effi Beißt“, mit dem wir bis Mai 2016 zusammenarbeiten, konnte 2.446 ausgefüllte Fragebögen auswerten.

Unsere Leserschaft ist hauptsächlich männlich und zwischen zwanzig und vierzig Jahren alt. Nach eigenen Angaben sind sie überdurchschnittlich gut gebildet, knapp die Hälfte von ihnen arbeitet in einer Branche mit netzpolitischem Themenbezug. Ausweislich der Antworten der Umfrage fühlen sich die Umfrage-Teilnehmer von uns in erster Linie gut informiert und zum Nachdenken angeregt. Langeweile und Überforderung sind dagegen selten.

netzpolitik.org gehört ja zu dem kleinen Segment des leserfinanzierten Non-Profit-Journalismus, der die Inhalte kostenlos zur Verfügung stellt. Bedanken wollen wir uns daher auch für die Spenden unserer Leser, deren Höhe nach eigenen Angaben zwischen einem und 2.018 Euro lagen und die überwiegend die Überweisung als Zahlungsmethode präferieren.

feedback-kommentar finanzierung
Anonyme Leser-Antwort Nr. 284 zur Frage, was zur Spende bewegt hat

Ein Ergebnis der Befragung ist, dass ein Viertel (knapp 24 Prozent) unserer Leser Schüler und Studenten sind, die in der Regel wenig Einkommen haben und sich daher an dieser Finanzierung in nur geringem Umfang beteiligen können, die wir aber andererseits natürlich gern erreichen möchten. Wir haben über alternative Wege der Unterstützung und Probleme bei den Spenden durch die Leser und die Vermarktungsdilemmata immer wieder mit Euch diskutiert. Das wollen wir anhand der ersten Ergebnisse der Umfrage nun gern wieder tun.

Wir haben aus der Umfrage gelernt, dass bei Euch die Themen Datenschutz, Überwachung und Netzneutralität auf das größte Interesse stoßen. Außerdem sind knapp achtzig Prozent der Umfrage-Teilnehmer der Ansicht, dass die politischen Programme der Parteien nicht zufriedenstellend sind. Das ist insofern erfreulich, dass wir beides ganz ähnlich sehen. :}

Spannend ist aber Eure Haltung in Bezug auf die Frage nach dem Verhältnis von Aktivismus und Journalismus. Wir werden als eher aktivistisch wahrgenommen, auf dem angebotenen Schieberegler der Umfrage hat sich aber eine signifikante Mehrheit dafür ausgesprochen, dass wir uns mehr in Richtung Journalismus bewegen sollen. Angesichts der aktuellen „Lügenpresse“-Diskussionen war diese klare Aufforderung für uns überraschend, denn das Ergebnis lässt auf eine hohe Wertschätzung journalistischer Arbeit schließen. Wir freuen uns daher über Eure Sicht auf dieses Ergebnis in den Kommentaren.

feedback aufmerksamkeit neue artikel
Wie werden Leser auf neue Artikel bei netzpolitik.org aufmerksam? (Angabe des Mittelwerts)

Wir haben uns durch viele hundert großteils sehr humorvolle, manchmal nachdenkliche und immer sehr sachliche Freitext-Kommentare gewühlt, von denen wir in nächster Zeit hier auch einige zum Besten geben werden. Einige Ergebnisse haben uns dabei ziemlich überrascht.

Dazu gehört, dass netzpolitik.org ganz überwiegend abends von zuhause aus gelesen wird, dafür wird meist die Website direkt angesteuert. Zugleich ist die Website der wichtigste Weg, um auf neue Artikel zu stoßen. Da die Umfrage hauptsächlich die Leser von netzpolitik.org erreicht hat, gibt es natürlich eine gewisse Verzerrung der Statistik, dennoch überraschen uns diesen Angaben.

feedback zugriffsarten
Leser-Antworten zur Frage
„Wie lesen Sie netzpolitik.org?“

Deswegen würden wir gern etwas zu den Gründen von Euch hören. Gehört Ihr einfach nicht zu den Straßenbahn- und Mittagspausen-Klickern? Sind die Inhalte vielleicht zu komplex für den Nachrichten-Quickie zwischendurch? Sind netzpolitische Inhalte nur auf großen Bildschirmen zu ertragen? Seid Ihr vielleicht bloß Mobilfunk-Drossel-Opfer?

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50 Kommentare
  1. …eine signifikante Mehrheit dafür ausgesprochen, dass wir uns mehr in Richtung Journalismus bewegen sollen.

    Wie ist das konkret gemeint?

    Wichtig ist, dass man sich als Journalist an die entsprechenden Regeln hält. Also müssen vor allem die Fakten objektiv dargestellt werden. Dass man dazu auch eine persönliche Meinung hat, lässt sich schwer vermeiden, und eure Meinung möchte ich hier gerne lesen.

    Die Diskussion, inwiefern sich Journalismus und Aktivismus ausschließen, wurde hier ja schon geführt. Dass ihr euch aber auch für die Themen einsetzt, die hier diskutiert werden, finde ich schon wichtig.

    Dazu gehört, dass netzpolitik.org ganz überwiegend abends von zuhause aus gelesen wird (…) Deswegen würden wir gern etwas zu den Gründen von Euch hören. Gehört Ihr einfach nicht zu den Straßenbahn- und Mittagspausen-Klickern? Sind die Inhalte vielleicht zu komplex für den Nachrichten-Quickie zwischendurch? Sind netzpolitische Inhalte nur auf großen Bildschirmen zu ertragen? Seid Ihr vielleicht bloß Mobilfunk-Drossel-Opfer?

    Mein Smartphone hat keinen Internetzugang ;). Tagsüber habe ich meistens keine Zeit, abends ist gemütlicher.

    1. Netzpolitik.org als journalistisch zu deklarieren ist lächerlich. NP ist mindentens ein Akttivistenblog mit einer klaren Agenda. Eher noch ein PR Blog für Wikipedia, Creative commens,Thiel – Palantirs EFF und andere, die für freie „Daten“ sind, aber nebenbei auch genau dies brauchen um Ihr Businessmodell geschmiert zu halten. Das finde ich noch nicht einmal verwerflich, so agerien viele andere bzgl. eigen Interessen auch. Was mich aber sehr stört ist die Heuchelei dies abzustreiten, und so zu tun, als würde journalistisch gearbeitet werden. Das geht aber auch nur, weil sich die meisten NP Leser in der typischen Buuble Falle der selektiven Wahrnehmung befinden. Und bei NP eine Bubblesheimat finden um sich gegenseitig auf die Schulter zu klopfen, sich gegenseitig die eigene beschränkte Sicht der Welt zu bestätigen, sich darin zu ölen,und sich gegen die sonstige „Lügenpresse“ abzuschirmen. Insofern ist der Stil ds Blogs und der Wunsch der Leserschaft gleichlaufend zu den ganzen anderen Bubble Nonsensblogs ,die die Möglichkeit billiger und sofortiger Probaganda jenseits von Fkakten und Quellenrecherche nutzen. Und deren Kommentare zu dieser Umfrage gleichlaufend zu diesen Ergenis wären/ sind.

      1. Du hast eine merkwürdige Vorstellung von journalistischer Arbeit. Jeder Journalist verbindet mit seiner Arbeit ein Anliegen, und das ist nur verwerflich, wenn er es zu verbergen sucht. Netzpolitik tut das nicht, also sollte das auch kein Problem darstellen. Solange die eigene politische Agenda den journalistischen Anspruch, also den wahrheitsgemäßen Umgang mit den Fakten nicht korrumpiert — und dafür gibt es keinerlei Anzeichen — macht netzpolitik.org alles richtig.

      2. @nunja

        Es ist ein wichtiges Funktionsmerkmal der freien Presse, staatliche Institutionen und die handelnden Personen kritisch zu hinterfragen. Das ist eine wichtiger Kontrollmechanismus in einer Gesellschaft. Deswegen schränken autoritäre Regime ja die freie Presse ein, um diese Kontrolle möglichst zu verhindern. Es ist ein Baustein der Kontrolle des Staates durch die Bürger, die uns die Grundrechte (hier Artikel 5 Grundgesetz) als Abwehrrechte gegen den Staat garantieren.

        Die freie Presse sollte objektiv über das berichten, was passiert, und damit die Öffentlichkeit überhaupt erst mal mit Informationen versorgen. Sie sollte ihre Meinung äußern dürfen, ob damit gegen Gesetze verstoßen wird. Und Journalisten können auch ihre Meinung vertreten, ob sie das, was passiert, prinzipiell richtig finden, mit der Konsequenz, dass Gesetze – in die eine oder andere Richtung – geändert werden sollten. Alles das sollte aber nicht im Geheimen stattfinden, sondern öffentlich diskutiert werde und trägt zur öffentlichen Meinungsbildung bei.

        Journalismus und Aktivismus sind keine disjunkten Mengen, sondern es gibt eine Schnittmenge. Unter gewissen Voraussetzungen schließen sich diese also nicht aus und es ist damit auch kein Widerspruch.

        Bei einer solchen Aussage „Netzpolitik.org als journalistisch zu deklarieren ist lächerlich. NP ist mindentens ein Akttivistenblog mit einer klaren Agenda. Eher noch ein PR Blog…“ stellt sich mir dann schon die Frage nach der Motivation.

        (siehe auch unten https://netzpolitik.org/2016/auswertung-der-leser-antworten-auf-unsere-umfrage-da-bleiben-fragen-offen/#comment-2016775)

    2. Du findest duzende Artikel auf NP. die einfach OHNE Fakten und Quellencheck Pressemeldugen der Lobby der EFF, der WIKIMEIA und Creative commens abgeschrieben haben. Da muss man schon bewusst sehr wegschauen wollen, diese nicht zu finden. Besonders bei den EFF artikeln ist es sogar putzing, wie Praktikant*innen jeden noch so großen Scheiß von der EFF verbeiten ohne zu checken, was da den nun wirklich dran ist . Das Problem ist vielleicht, dass die NP Gemeinde , PR Meldungen amerikanischer Lobby Gruppen unrefekltiert als Fakten wahrnehmen, selbst wenn diese so offensichtlich wie bei der EFF von der Palantir bezahlt werden,. Die wundern sich schon selbst darüber, wie einfach es ist / war. http://www.theguardian.com/technology/2016/jan/03/hi-tech-silicon-valley-cult-populism

      1. Dass die Informationen von den Quellen falsch oder manipuliert sein kann, kann gut sein. Das dies sein kann dürfte auch NP klar sein und soweit ich es nicht übersehen habe, wurde dies auch noch nirgendwo abgestritten. Um an das Problem heraus zu kommen/nicht mehr zu haben müsste NP für alle Artikel, die hier geschrieben werden eine vor Ort Recherche betreiben und nicht auf Quellen vertrauen, welche insgesamt länger dauern würde (höhere Kosten und weniger Artikel), dabei kann man auch nicht an alles dran kommen oder aber die Quellen mit neuen Erkenntnissen gegenzuprüfen, da würde dann aber das Problem auftreten, dass bei neuen Erkenntnissen es zu dem Zeitpunkt kein gegenerkenntis zum überprüfen gibt. Nebenbei gesagt ist dies auch nicht anderes, als bei den anderen Medien.
        Also sehe ich außer wenn das „unsere Quellen sind sicher“ gesagt wurde momentan nichts, was spezifisch nur bei NP, sondern insgesamt beim aktuellen Medien falsch läuft.
        NP hat nach meinen Wissen 2 Selbstrecherchen: 1. Landesverrat hintergründe aufdecken 2. Geheimdienstuntersuchungausschuss wodurch auch Journalismus gemacht wird. Würde so als Begriff „Aktivistenpostsammlung mit etwas Journalismus“ tendieren.

      2. Also ich denke das eine grosse Zahl der Artikel auf NP gut (!) recherchiert sind, aber mir fiel auf, das speziell im letzten Jahr auch ein grosses Wachstum im Redaktionsstamm zu beobachten war; da ist auch mir aufgefallen, das viele der „Neulinge“ oft einfach unbesehen Meldungen weiterposten, die bei etwas Recherche ein ganz anderes Bild vermitteln als es bei NP der Fall ist. Dieses – ich nenne es mal so – Gefälle in der Qualität ist bedauerlich aber sicher nichts, was dem nicht-journalistischen Anspruch geschuldet ist. Ich seh da ganz klar Nachbesserungsbedarf aber grundsätzlich daraus abzuleiten, NP habe von vorneherein keinen journalistischen Anspruch halte ich für abwegig – wie gesagt: viele Beiträge sind in meinen Augen gut recherchiert, haben die Quellen verlinkt und genügen hohen journalistischen Ansprüchen.

    3. Es ist noch einfacher. Die EDRI hat hier gleich duzendfach eigene Schreibzugänge um Lobby Arbeit zu tätigen und Lobby PR zu tätigen. Die PR taucht in gleichen Stil und Look wie alles anders auf. Kein Hinweis darauf, dass die EDRI selbst von den EDRI Zielen wohlwollenden Piraten im Digital Lobbyregister geführt werden. Spätestens hier sollte selbst unreflektierten NP Lesern klar sein, wo der Unterschied von Journalismus zu PR liegt. Und spätestens hier häten die Macher des Blogs längst solche Schreiber rausschmeißen müssen, sollten Sie sich ernsthaft der Diskussion um Journalismus stellen wollen.

      1. Ich verstehe diese Art der Vorwürfe nicht.
        Es gibt unter jedem Artikel die Möglichkeit einen Kommentar abzusondern. Das wäre die Möglichkeit eine Kritik oder Richtigstellung anbringen zu können und bestimmt viel nützlicher als pauschale belegfreie Anwürfe.
        Die Diskussion über journalistischen Aktivismus oder aktivistischen Journalismus ist lächerlich und erinnert mich an judäische Volksfront Volksfront von Judäa.

      2. Lieber Horst,
        mich erinnert Dein KOmmentar, und andere vorige, hingegen, an den Argumentationsstil der sich wortgleich in Foren des z.b Kopp Verlags oder bei den zahleichen Blogs der Pergida oder Pergidaähnlichen Gruppen findet. Nochmal. Ich selbst halte es allein schon für unsäglich, das bei NP völlig unreflektiert Meldungen neoliberaler Organisationen als „Fakenmeldungen“ übernommen werden. Aber da verstehe ich zumindest, dass man wg. fehlenden Backround halt so verblendet sein kann, diese „NPOs“ oder „NGOs“ erntshaft als nicht lobbygesteuert zu klassifizieren. Was aber GAR NICHT geht, ist dass man Lobbyisten, die sich SOGAR SELBST als soclhe klassifizieren, also die EDRI, schreibzugänge für Meldungen gibt, ohne dies als „Werbung“ Anzeige“ PR“ Probaganda “ sonswas explit zu kenzeichnen. Oder besser, sowas schlicht nicht zuzualssen. Da hört man Verstädndnis für Verbelendung wirklich auf, wenn man darüber diskutieren will, was journalistisch sein sollte oder was nicht.

      3. Wow, wenn Du jetzt schon die Pegida-Keule ziehen musst, und das gegen eine „linke Zecke“ wie mich, muß ich dich wohl voll erwischt haben.
        Dein Demokratieverständnis scheint sich jedenfalls sehr grundsätzlich von dem meinen zu unterscheiden, wenn Du nach Rauswürfen rufst.
        Vor Lobbys, die gibts fast überall, hab ich nur Angst und Sorge, wenn sie verheimlicht werden. Offenem Lobbyismus kann man, ganz besonders hier, argumentativ entgegnen.
        Warte mal ab – vielleicht lernste das auch noch.

      4. Wenn Du bei EDRI abgehst wie ein Zäpchen, stellt sich mir die Frage, wo Du dich so einorden würdest.
        Bist Du eher Emil Pelle, Diederich Heßling oder gar selbst Teil der Weststasi?

      5. Nachtrag:
        Ich bevorzuge Medienangebote mit Kommentarfunktion, weil dort eben auch gegenteiliges sofort im Kontext erscheinen kann, was einem auch Aspekte aufzeigen kann, die weder der Verfasser, noch man selbst so gesehen hätte. Oft sind die Kommentare sogar besser als der Artikel. Oft sind sie aber auch einfach nur Müll. Damit kann ich aber ganz gut leben.
        Vielfalt ist mir lieber als Einfalt.
        Entschuldige bitte, daß das so kleckerweise kommt, aber manchmal setzt sich selbst bei mir ein Denkprozeß ingang.

      6. Was wäre, wenn man nicht versucht, irgendwo die „absolute Wahrheit“ zu suchen?!
        Ich halte KEIN Medium für das alleinseligmachende. Wenns gut läuft, gibt es Medien, denen ich geringeres Mißtrauen entgegenbringe.
        Mir ist es meist auch relativ egal, von wem eine Information kommt, zumindest was deren vordergründigen Inhalt angeht. Als Erweiterung der Information kann und sollte man es dann betrachten, wer einen ggf. nun meint aus welchem Grund mit einer bestimmten Information zu versorgen und sich auch andere Meinungen/Meldungen zum Thema ansehen.
        Als (extrem)Beispiel die Informationen zur Rigaerstraße aus Springerpresse oder linksunten. Da ich mir zutraue, die Interessen beider einschätzen zu können, ist es mir auch relativ gut möglich, die Meldungen halbwegs einzuordnen. Natürlich lassen sich dabei persönliche Präferenzen nicht ausblenden. Ich würde mich aber selbst beschränken, wenn ich deshalb nur die eine Seite lesen würde.
        Mein Vater hat es mir so beigebracht, indem er täglich Aktuelle Kamera und anschließend die Tagesschau ansah und mir sagte, daß ich nicht den Fehler machen solle, Meinungshoheiten zuzulassen. (Die verbreiten beide viel Müll)
        Es ist also verschenkte Zeit, sich über die Art der Meldungsverbreitung aufzuregen und das eine oder andere Medium in positiver wie in negativer Weise überzubewerten. In der Zeit hätte man sich schon wieder mit anderen Meldungen zudröhnen können und so das Bewusstsein und den eigenen Horizont erweitern können.
        Insgesamt heißt das heute wohl Medienkompetenz.
        Den Soros sehe ich ganz ähnlich wie Du.

      7. Schulliung, es hat wieder Bewegung in der hohlen Rübe gegeben. :o
        Zum Thema Journalismus oder nicht:
        Es gibt keinerlei bindende Definitionen oder Zugangsbeschränkungen. Jeder kann journalistisch tätig sein und es bedeutet mit nichten, daß jeder Journalist, woher auch immer so bezeichnet, das automatisch so tun würde.
        Ich kenne Journalisten, denen niemand dieses Prädikat absprechen würde, deren journalistischste Ausprägung es z.B. ist, sich trotz finanziell üppigster Ausstattung, diebisch zu freuen, einen Motorroller mit Hilfe eines Presseausweises zu einem vermeintlich besseren Preis erstanden haben zu können. Andere wiederum, die im „echten Leben“ kaum weiter von ihrem salbungsvollen Geschreibsel entfernt sein könnten, aber dennoch als „Edelfedern“ gehandelt werden…
        Das ewige Hickhack um Journalist oder nicht ist für mich also nur ein Geplänkel, welches maximal der argumentfreien diskreditierenden und damit relativ billigen Auseinandersetzung und/oder der Verteidigung schwindender Pfründe dienen kann.
        Nicht überall, wo Journalismus dransteht muß auch selbiger drin sein und nicht jeder schreibt es extra dran und betreibt, quasi ausversehen, Journalismus.
        Tommy Wosz, Moderator bei Radio eins, hatte letze Woche eine schöne Sternstunde, als es um die Probleme der Medien ging, indem er (grob aus dem Gedächtnis) sagte, daß es „FFDE“ wäre, woran es wohl haupssächlich krankt. Faulheit, Feigheit, Dummheit, Eitelkeit.

      8. Hmm, da ist dir wohl „Und spätestens hier häten die Macher des Blogs längst solche Schreiber rausschmeißen müssen,“ selbst auf die Füße gefallen.
        Ich finde diese Löschung auch eher unnötig und unschön, muß aber wohl einfach das Hausrecht akzeptieren und mir eben meine eigenen Gedanken dazu machen.
        Clever ist anders. Allerdings kann ich auch nicht einschätzen, ob Du eine funktionierende Mailadresse hinterlässt und man dich vielleicht irgendwie zu einer wie auch immer definierten Ordnung gerufen hätte, bzw. hätte rufen können.
        Die schönste Demokratie ist die, in der alle das wollen, was ich möchte und die schönste Meinungsfreiheit ist die, in der sich möglichst alle Meinungen mit der meinen decken. ;-))

  2. Der RSS-Feedreader (btw. QuiteRSS, gibts für alle Desktop-Umgebungen, selbst für OS/2!) ist meine „Nachrichtenzentrale“ nach getaner Arbeit.
    Hier findet sich alles wieder, was mich nach der Schicht interessiert; ein Durchbrowsen der (zig) einzelnen Webseiten kommt aus Zeitgründen schon gar nicht in Frage.
    Eine Webseite ohne RSS-Feed? Keine Chance.

  3. >> Sind die Inhalte vielleicht zu komplex für den Nachrichten-Quickie zwischendurch?
    Natürlich sind die Inhalte zu komplex für einen Quickie. Das muss aber auch so sein! Wer Fakten darlegen, Widersprüche aufdecken und Leser informieren will, der kann das nicht in einem TL;DR unter dem Artikel machen (siehe SPON). Bitte bleibt weiterhin ein Abend-Nachrichten-Programm. Es wäre schade, wenn man eure Artikel in der Mittagspause lesen könnte. Wobei wir auch über eine Ausweitung der Mittagspause sprechen können ;)

  4. Ich sehe viele Artikel nur als Anregung und recherchiere oft weiter zu den Themen, dass geht nunmal am besten an einem Desktop PC. Mit dem Smartphone surfe max. mal auf Toilette der Bildschirm und die Bedienoberfläche eines 6-7“ Smartphones einfach viel zu unpraktisch um damit ernsthaft zu arbeiten.
    Wir haben selbst im Büro in den Aufenthaltsbereichen 24“ Monitore stehen um zu surfen / schnell mal was zu checken..
    Ich denke gerade Leute die viel am PC machen, ziehen diesen einem Smartphone vor.

  5. Ich finde auch, das RSS eine Pflicht ist. Ich schaue durchaus in Pausen mal über das Smartphone mit RSS-Reader rein. Wenn die Artikel länger sind, werden sie für den Abend gespeichert.
    Ich hätte keine Lust, die Webseite jedes Mal „manuell“ aufzurufen. Übrigens fände ich es absolut ok, wenn nur ein „Snippet“ + Link im RSS-Feed ist, es muss nicht der komplette Artikel sein.

    Außerdem empfinde ich euch auch als eher aktivistisch – und finde das absolut ok. So lange ihr sauber arbeitet und Originalquellen präsentiert, dürft ihr auch eine klare Meinung dazu äußern.

  6. Am Bahnhof schaue ich mal kurz mit dem Handy bei Netzpolitik vorbei. Bin dabei auch durch die Kameras bestens überwacht. Zuhause oder auf der Arbeit nur über das Web. Läßt sich besser lesen und man hat eine augenfreundlichere Auflösung als bei 3,5″ bis 5″ Bildschirmen.

  7. Habe kein Smartphone, daher kein Straßenbahn-Klicken. Und ich will auch keine smarte Wanze mit mir herumtragen. Sitz ohnehin den Großteil des Tages vor einem Rechner mit Internet.

  8. Ich lese die Nachrichten eigentlich nur üver die Website auf dem Smartphone. Ist denke ich auch eine Gewohnheitssache. Ich bin als Student viel unterwegs und schleppe ungern einen Laptop mit!
    Weiter recherchieren tue ich ggf. dann zuhause.

  9. Bin ganz klar ein rss-Benutzer. Habe bereits einige andere Informationsquellen deshalb kaum noch besucht, weil sie ihen rss-/atom-Feed abgeschaltet oder unbenutzbar gemacht haben. Zum Glück lebe ich in einem mit Netzzugang in jeder Hinsicht gut versorgten Land, so dass ein kurzes Anlesen auf mobilen Geräten und späterer Vertiefung durchaus praktikabel ist.

  10. Die alte Gretchenfrage: Aktivisten oder Journalisten? Euer Herangehen an Themen ist journalistisch, und ihr beachtet elementare Handwerksregeln des Gewerbes strikter, als es oft im deutschen Qualitätsjornalismus der Fall ist (ich weiß, wovon ich rede, habe rund 20 Jahre für einen der großen Medienkonzerne des Landes gearbeitet).

    Auf der anderen Seite vertretet ihr, offen deklariert, Positionen, und das verträgt sich schlecht mit der Vorstellung eines neutralen Journalismus. Nur dass diese Vorstellung lächerlich ist. Ein Beispiel: The Economist vertritt ebenfalls eine offen deklarierte Position: die des Marktliberalismus. Wer würde deswegen bestreiten, dass der Economist ausgezeichneten Journalismus macht? Auch ich nicht, und das obwohl ich genau diese Position ablehne.

    Aber das Segeln unter offener Flagge ist heute bei den etablierten Medien ja eine Seltenheit, denn die sind weithin auf die verschwiemelte Fiktion eines „neutralen“ Journalismus eingeschworen – und auch gerade deswegen für den einen oder anderen Spin offen.

    Ob es euch passt oder nicht: Ihr seid Journalisten, da ihr so arbeitet, wie ihr es tut. Aktivisten seid ihr auch. Und das ist kein Widerspruch.

    1. Das sehr ich ganz genau so. Saubere journalistische mit ordentlichen Quellen und eine klare Stellungnahme zum Sachverhalt passt genau für mich.
      Da sollten sich z.B. die GEZ finanzierten Medien was von abschneiden bei denen z.B. die Kirchen unverhältnismäßig Einfluss über die Rundfunkräte nehmen ohne das zu deklarieren.
      BTW ich lese netzpolitik.org oft über Smartphone.

  11. „Angesichts der aktuellen „Lügenpresse“-Diskussionen war diese klare Aufforderung für uns überraschend, denn das Ergebnis lässt auf eine hohe Wertschätzung journalistischer Arbeit schließen.“

    Wieso ist das für euch überraschend? Ich finde es besonders nachvollziehbar. In Zeiten in denen viele Menschen – ob berechtigt oder nicht – das Gefühl haben, Medien würden ihnen nur die Informationen mitteilen, die ihnen lieb sind oder nur so darstellen, dass es ihnen passt, ist es doch nur logisch, dass auch mehr Leser wollen, dass auch ihr euch mehr auf „was ist“ konzentriert und neutral(er) berichtet, statt sich auf Informationen zu konzentrieren, die für eine möglichst große Demo sorgen (überspitzt ausgedrückt).

    Auch ich würde mich freuen, wenn ihr weniger Aktivismus betreibt, bzw. das deutlicher trennt, obwohl ich von den Lügenpresse-Rufen so weit weg bin wie nur möglich (glaub ich). Das journalistische Arbeiten schließt ja nicht aus, dass ihr Informationen einordnet oder kommentiert.

    1. Einspruch. Eine Position zu beziehen sorgt für Glaubwürdigkeit. Und eine Position kann man durchaus beziehen, ohne Fakten zu verfälschen und Zusammenhänge zu verdrehen. Die Vorstellung eines „neutralen“ oder „objektiven“ Journalismus ist dagegen schlicht rührend, so wie die alte Floskel „Bilder lügen nicht“ (und ob sie lügen können, und das schon vor Photoshop).

      Ob dumpfes Misstrauen („Lügenpresse“) oder scharfsichtige Medienkritik (wie sie z.B. häufiger mal auf Telepolis auftaucht), es ist was dran. Und das liegt maßgeblich daran, dass sich die Mainstream-Medien mit ihrem Neutralitätsanspruch auch einer Verortung zu entziehen versuchen – und doch immer stärker anfällig für Spin sind. Und dabei sind sie nicht gleichgeschaltet, aber doch gleichströmend.

      Also: Nicht noch mehr von diesem trüben Brei, Netzpolitik.org, behalte dein Profil!

      @Asgar13: Das mit dem „Qualitätsjournalismus“ war nicht so ganz ernst gemeint.

  12. Schließe mich der Meinung von badger an. (habe aber bei keinem deutschen Qualitätsjornalismus mitgearbeitet)

    —-

    Mal so ein paar Links, wieso „Lügenpresse“ mit Begründung nicht so abwegig bei den „Mainstreammedien“:

    2011:

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/spieler-verspottet-rtl-entschuldigt-sich-fuer-gamescom-beitrag-a-782546.html

    Komplett verfälscher Beitrag von RTL in diesen Fall.

    2015:

    https://blog.fefe.de/?ts=abf7305a

    Varoufakis-Stinkefingervideo, bzw. wie diese Personen noch weiter machen mit so etwas.

    http://www.zeit.de/zeit-magazin/2015/41/rugby-wm-maenner-maennlichkeit

    Beleidigender Artikel gegenüber Männer (Vergleich mit Schweinen) [und nein, nicht abgeleitet von den Song der Ärtze]

    http://unfashionista.com/2015/07/02/the-royal-societys-diversity-committee-pre-judged-timhunt-now-ucl-should-give-him-due-process/

    Aufrollung des Falls von Tim Hunt (wo viele Mainstreammedien gegen den Professor „gebasht“ haben)

    2016:

    https://blog.fefe.de/?ts=a86d356e

    Bild beschnitten und dadurch eine Tatsache verdreht.

    -> Wer meint, das dies einzelne Artikel sind, der irrt sich, so welche Artikel findet man haufenweise bei den „Mainstreammedien“, manchmal bemerkt man diese aber auch erst, wenn man kritisch drüber nachdenkt. Netzpolitk.org ist davon aber nicht betroffen.

  13. Es liegt doch ganz einfach daran, dass die Themen für uns viel zu wichtig sind, um sie nur kurz auf dem Klo durchzuzappen, damit man sie 10 min später wieder vergessen hat. Netzpolitik ist eben kein SPON oder BILD, wo man durch Effekthascherei schnell Klicks produzieren will/muss. Was bleibt davon denn mehr hängen als die Überschrift? Dieser Mechanismus funktioniert natürlich auf beiden Seiten, denn für den Leser ist es auch nur schneller Zeitvertreib mit dem Nebeneffekt, dass er sich informiert fühlt. Aber richtig informiert ist man erst wenn man das Thema eines Artikels weiter hinterfragt indem man sich auch weiterführende Links und Quellen zu Gemüte führt. Das geht schwerlich mal ebenso nebenher auf dem Smartphone in der Straßenbahn.

    tl;dr
    Lange Artikel mit komplexen Zusammenhängen brauchen Aufmerksamkeit und keinen Unterhaltungswert.

  14. Sind die Inhalte vielleicht zu komplex für den Nachrichten-Quickie zwischendurch?

    Ich möchte darauf verzichten, die Steilvorlage Nachrichten-Quickie metaphorisch aufzugreifen. Ich nehme an, es ist „die spontane Antwort zwischendurch“ gemeint.

    Sicher es gibt sie, Einzeiler die Thema treffend/pointiert/zynisch/witzig auf den Punkt bringen. Aber die wenigsten sind sind richtig gut, überwiegend sind sie jedoch störend bis überflüssig. Umso schöner ist es natürlich wenn es solche Beiträge gibt, aber dafür brauchte es Hirn und guten Stil.

    Zur Komplexität der Themen. Ich schätze es, bei netzpolitik.org eine Auseinandersetzung mit Themen zu finden, so wie sie eben sind – komplex eben. Wir leben nicht in einer einfachen Welt und ich möchte keine vereinfachte Sicht auf die Dinge von anderen vorgesetzt bekommen. Wer für andere vereinfacht, der übt Macht aus. Ich jedenfalls stehe für einen Abbau von Machtausübung und für mehr Eigenverantwortung.

    Damit sind wir beim Spannungsverhältnis zwischen Aktivismus und Journalismus angelangt. Das ist kaum eine lineare Strecke, es dürfte Schnittmengen geben.

    Es ist nicht verwunderlich, dass sich viele einen ordentlichen Journalismus wünschen, denn er ist selten geworden. Journalismus im Internet ist überwiegend Klick-getrieben. Wenn Content zum Teaser wird, um bezahlte Klicks zu generieren, dann geht es nicht mehr um einen primär-journalistischen Auftrag.

    Distanz halten, sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten, nicht in öffentliche Betroffenheit versinken, im Umgang mit Katastrophen cool bleiben, ohne kalt zu sein. (Hajo Friedrichs)

    Dies beschreibt klassischen hoch professionellen Journalismus an dem es sich zu orientieren gilt. Dies gilt für professionelle Journalisten, nicht für Aktivisten. Aktivisten haben (politische) Ziele und Interessen, um die sie kämpfen, auch sehr intensiv.

    Wie können aktivistische Journalisten einen professionellen journalistischen Aktivismus betreiben?

    Ich lasse hier die Frage offen für eine hoffentlich einsetzende Diskussion. Eine Vorstellung davon habe ich. Nur eines sei noch angedeutet: Ohne moralischen Imperativ wird es wohl nicht gehen.

    1. O je, der ewige Hajo Friedrichs: „Distanz halten, sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten …“

      Der Mann war halt Journalist und wusste als solcher die Wörter richtig hinzuschieben. Das fängt schon beim „gemein machen“ an – klingt ja richtig gemein. Ganz anders aber klingt es, wenn man denselben Sachverhalt leicht umformuliert: „Nicht Position beziehen, auch nicht für eine gute Sache.“ Hmmm, da redet wohl wer ohne Rückgrat?

      Und natürlich ist das Ganze eine reine Fiktion, die so tut, als könnten Journalisten außerhalb des Werterasters der Gesellschaft operieren. Fangen wir mal mit der freiheitlich demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik an, der sich doch hoffentlich alle Journalisten des Landes mehr oder weniger verpflichtet fühlen – woraus sich zwangsläufig bei der Schilderung der bundesrepublikanischen Wirklichkeit Positionen ergeben. Aber es geht durchaus eine Nummer krasser, nehmen wir mal das Thema Folter. Es hat uns ein Zivilisationsprozess über hunderte von Jahren gekostet, um dazu eine gesellschaftliche Position zu finden. Und da ist es das Allermindeste, dass Journalisten diese Position nicht infrage stellen, auch nicht unter dem Vorwand neutraler Berichterstattung. So etwa wie es die New York Times gemacht hat, als sie die Folterei der CIA über Jahre als „harsh interrogation techniques“ hat laufen lassen, um ja nur kein Urteil zu fällen, das ja schon das offene Wort „torture“ bedeutet hätte. Genau damit hat sich die NYT tatsächlich gemein gemacht. Und zwar mit den Folterern.

      Kurz gesagt: Wer vorgibt, gesellschaftliche Wirklichkeit beschreiben zu können, ohne Position zu beziehen, leidet bestenfalls unter Selbsttäuschung. Oder er ist ein Schwindler.

      1. Das Zitat beinhaltet auch das: „cool bleiben, ohne kalt zu sein.“
        Wenn man nicht missverstehen will, dann versteht man das gemeinte schon gut genug.

  15. Für in den Pausen sind nur kurze Artikel gut zu lesen. Da angeklickte Artikel in meinem RSS-Reader als gelesen markiert werden, scheut es mich eher etwas anzuklicken, wenn ich nur wenig Zeit habe. Deswegen lese ich dann lieber Abends.

    Abgesehen davon gibts bei mir auf der Arbeit nur Edge. RSS-Feeds laden? Nty.

    Bin gespannt auf mehr Ergebnisse.

  16. Ich konnte mit dem „angebotenen Schieberegler der Umfrage“ nicht so viel anfangen. Die Frage war in dieser Form unverständlich formuliert.

    Um die Diskussion sinnvoll führen zu können, müsste man eigentlich erstmal Aktivismus und Journalismus definieren.

    Kann ich nicht, aber Wikipedia hilft:

    Als Aktivist wird eine Person bezeichnet, die in besonders intensiver Weise, mit Aktivismus, für die Durchsetzung bestimmter Ziele eintritt. Oft sind dies im weitesten Sinn politische Ziele (…) Ein Aktivist unterscheidet sich vom Politiker vor allem darin, dass er seine Ziele nicht über direkte Teilhabe an dem formellen politischen Prozess erreichen will, etwa durch Anstreben eines politischen Amts oder Mitarbeit in einer Partei, sondern auf eher informelle Art und Weise – etwa durch Öffentlichkeitsarbeit (…)

    Karl Popper definiert Aktivismus als „Die Neigung zur Aktivität und die Abneigung gegen jede Haltung des passiven Hinnehmens.“

    https://de.wikipedia.org/wiki/Aktivist

    Wenn Journalisten wiederum die Aufgabe haben, Handeln von staatlichen Institutionen (kritisch) zu hinterfragen („4. Gewalt“), und damit Einfluss auf die öffentliche Meinung nehmen, dann ist das ja auch schon Aktivismus.

    Eigentlich ist die (theoretische) Abgrenzung gar nicht so schwer: Ihr könnt so aktivistisch sein, wie ihr euch an die Grundregeln des Journalismus haltet. Dann ist das kein Widerspruch. Und an die Grenze solltet ihr schon gehen! :)

    1. Hi Constanze,

      man könnte sich bestimmt einen Teil der Diskussion Journalismus/Aktivismus sparen, wenn denn klar wäre, worüber man überhaupt diskutiert. Ihr müsst ja bei eurer Frage eine konkrete Vorstellung davon gehabt haben, was ihr wissen wollt. Es wäre sicherlich hilfreich, wenn ihr mal klarstellt, was ihr unter Journalismus/Aktivismus versteht und warum sich das (siehe Schieberegler) gegenseitig ausschließt?

      Danke!

  17. Neutraler Journalismus? Was soll das sein, nur noch vorlesen von Tickermeldungen? Das kann auch ein Bot. Quellen liefern, Grenzen einhalten. Passt schon!

  18. Die Ergebnisse find ich ziemlich einleuchtend soweit.

    Ansonsten: Ich hab beispielsweise keinen Internetzugang auf dem Handy und benutze auch sonst nur sehr selten mobile Geräte für das Internet, daher les ich immer nur am PC.

  19. Hallo,
    warum ich euch am PC lese? 1. habe kein Smartphone. 2. Habe 2 24″ Monitore angeschafft, damit ich Dinge ordentlich groß sehen kann. 3. Ist einfach bequemer am Rechner im Bürostuhl gemütlich zu lesen/surfen und so.

  20. Bzgl. der nicht-spendenden Studenten: Ihre Unterstützung für euch ist vielleicht nicht finanzieller Natur, aber sie ist wohl die Generation, die euch am intensivsten über soziale Netzwerke verbreitet und so wieder eventuelle Spender erreicht.

    1. Und anzunehmen, dass die Studenten, die kein Geld haben, das sie euch spenden können, euch aber bei dem Testing einer iOS(!)-App helfen könnten, geht fürchte ich an der Realität vorbei.

  21. Also nach so einer Umfrage immer von „unsere Leser“ zu sprechen halte ich für gewagt. Woher weiß man denn, dass nicht nur eine bestimmte Lesergruppe dazu neigt, solche Umfragen auszufüllen?
    Aus Seitenaufrufzahlen und Umfrageteilnehmer kann man ja mal abschätzen, wie groß der maximale Fehler sein kann. Ich würde ihn jetzt eher groß erwarten.

  22. ^^ Ich habe z.B. noch immer eins dieser Nokia-Apokalypse-Survival Handys,
    bei dem man schonmal vergisst es aufzuladen, da es nach 3 Wochen gerade mal den ersten Strich am Akku einbüßt.

    Da ist schlicht nix mit internet. Mobilteile sind mir da auch zu ineffektiv. (Preis/Leistung/Zeit) Die werden zwar besser, sind für mich im Grunde aber noch immer besseres Spielzeug.

    Habe trotzdem ein Tablet (nur Wlan), nutze es aber primär als eBook-Reader für Fachbücher, Unterlagen und youtube videos beim Kochen. (^^ … Auf youtube könntet ihr vlt mal so ne Art Wochen- oder Monatszusammenfassung bringen, die kurz die Themen anreißt und ggf. besonders wichtiges vertieft – das wäre toll)

    Am PC hab ich alles regelmäßig besuchte als Favoriten in Ordnern und Kategorien unterteilt. Ihr seid z.B. irgendwo zusammen mit Tilo Jung und CCC angesiedelt. Ein klick mit der Mittleren Maustaste – alle Tabs auf – und los gehts.

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