Überwachung

USA: Smart-TV-Hersteller Vizio spionierte Nutzer aus

Bildunterschrift. Foto: CC0 1.0 via unsplash/Jens Kreuter

Die Smart-TVs des US-amerikanischen Herstellers Vizio haben elf Millionen Kunden detailliert ausspioniert, ohne sie gefragt oder informiert zu haben. Wie die US-Handelsbehörde Federal Trade Commission (FTC) in ihrer Klageschrift [PDF] schreibt, hätten die Fernseher zunächst sekundengenau aufgezeichnet, was geschaut wurde.

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Dabei ermittelte Daten hat das Unternehmen mit personenbezogenen Daten wie Geschlecht, Alter, Einkommen und Bildungsstand verknüpft und anschließend an Dritte weiterverkauft. Diese wiederum haben die Informationen gezielt für Werbung eingesetzt, auch für geräteübegreifende.

Nun hat die FTC bekannt gegeben, dass sich Vizio verpflichtet, eine Strafzahlung von 2,2 Millionen US-Dollar zu leisten und die erhobenen Daten zu löschen.

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6 Kommentare
    1. Vor dem Nachweis, eine klassische VT, danach war es unvorstellbar, und z.B. ein Innenminister fragt sich, warum keiner gewarnt hat?
      Klar, die VTler haben gejammert, das sowas passiert, sobald sich die Gelegenheit bietet, aber wer geht denn davon aus, das es wirklich „Jemand“ macht?

      Die Realität?
      Bietet sich die Möglichkeit, so wird diese rigoros genutzt!

  1. Das ist im Prinzip nicht neu (siehe Samsung-Skandal), vielleicht nur in der Dimension, daß a) sekundengenau aufgezeichnet wird und b) die Daten mit persönlichen Eigenschaften der Inhaber verknüpft und weiterverkauft werden.

    Das Präfix „Smart-“ ist für mich mittlerweile ein deutliches Indiz für ein Ausspionieren des Kunden durch den Hersteller. Ob Smart-TV, Smart-Phone, Smart-Meter, „smarte“ Autos. Vielleicht muß man den Begriff nur anders interpretieren: »Wir Hersteller sind schlau, daß wir wissen, wie wir unsere Kunden ausspionieren können«.

  2. Eine Strafzahlung von 2 Mio USD, du meine Güte! Bleibt also festzuhalten, dass es sich für den Hersteller gelohnt hat?!
    Ich liebe unsere Rechtssysteme!

  3. 11 Millionen Kunden wurden ausspioniert und 2,2 Millionen ist die Höhe der Strafe? Das heißt pro ausspionierten und verkauften Datensatz sind 5 $ Strafe angefallen. Ich wette der Verkauf der Datensätze hat mehr Geld eingebracht…
    Unglaublich das sowas möglich ist und die Strafe nicht höher ausgefallen ist…

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