Jens Koeppen (CDU) ist Vorsitzender des Bundestagsausschusses für die Digitale Agenda, der gerade einjähriges Jubiläum feiert. (Wir haben schon gratuliert.) Für Netzpiloten hat ihn Tobias Schwarz ausführlich zu dem Ausschuss interviewt. Dabei offenbart sich, dass Jens Koeppen offensichtlich ein Problem mit einer diffusen „Community“ zu haben scheint, was auch immer das sein soll. Vielleicht ist das ja behandelbar – oder nur ein Fetisch?
Hier sind nur die Sätze aus diesem Interview, in denen diese „Community“ von ihm erwähnt wird:
„Da ist so ein bisschen unsere Aufgabe, nicht nur die Community im Auge zu haben, wie das die vergangenen Jahre war. Wir sind ja kein Communitybespaßungsausschuss, sag ich immer.“
„Also je komplizierter ich spreche, desto schicker ist das in der – ich sag mal – Community.“
„Davon sollten wir abkommen, weil: Wir sind ja auch dazu da, gerade als Politiker, den Menschen etwas zu erklären und nicht nur der Community zu gefallen.“
„Viele aus der Community und die netzaffinen Leute haben mir gesagt, das wissen wir alles, ihr habt einfach nur gesagt, wie es ist.“
„Wird aber kaum genutzt, weil es nicht das ist, was die Opposition wollte, weil es nicht das ist, was die Community wollte, weil es nicht das ist, was sich Leute, die zum Beispiel Adhocracy kennen, wollten.“
„Es sollen ja mehr werden und es soll auch nicht nur die Community sein.“
„Nicht nur für die Community, sondern ich bin der Bundestag für alle.“
Nennen die Vorsitzenden anderer Ausschüsse Bürgerinnen und Bürger eigentlich auch immer „diese Community“? Wir erklären einfach mal „Communitybespaßungsausschuss“ zum Wort des Tages. Die Domain ist sogar noch frei. Herzlichen Glückwunsch.