29 Telefonnummern wichtiger brasilianischer Regierungsmitglieder, Diplomaten und Repräsentanten standen auf einer Beobachtungsliste der NSA, die Wikileaks am 4. Juli veröffentlicht hat. Darunter die Präsidentin Dilma Rousseff und ihre direkten Mitarbeiter, der Finanzminister sowie der Vorstand der Zentralbank.
Passenderweise kommt die Enthüllung einen Tag, nachdem Rousseff von einer Reise zu US-Präsident Barack Obama zurückgekehrt war – die erste nach zwei Jahren des Ärgers über die Enthüllungen, dass das brasilianische Energieministerium, die nationale Ölbehörde sowie die Energiekonzerne Petrobras und Eletrobras im Visier der NSA standen.
Die neuen Enthüllungen untermauern das und dürften die Spannungen zwischen den Ländern wieder verstärken, denn die Leugnungen von Wirtschaftsspionage durch die NSA wirken immer absurder – wenn das überhaupt noch möglich ist.
Drei Tage vorher hat Wikileaks 69 Telefonselektoren veröffentlicht, die gegen deutsche Regierungsziele gerichtet sind. Auch in diesen finden sich auffällig viele Repräsentanten aus Wirtschafts- und Finanzinstitutionen.